Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

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Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#1

Beitrag von kleineWelt » So 24. Mär 2019, 21:05

Hallo zusammen,

ich habe ein fototechnisches Problem, und das zwar das Fotografieren im Halbdunkel. Ich habe immer gern beleuchtete Fenster, an Loks, Häusern etc. und auf Fotos erscheinen diese Fenster dann manchmal zu grell, und nicht so wie ich es mit dem eigenen Auge sehe.

Das Smartphone ist dahingehend besonders schlimm, die Digicam kann es besser, aber auch da werden die Fenster im Verhältnis gerne mal zu grell. Wenn ich solche Fotos einstelle, meint jeder, ich würde auf grelle Innenbeleuchtung stehen :shock: :fool:

Habe es auch schon mit Nachbearbeitung versucht, aber erfolglos. ISO Einstellungen an der Digicam helfen auch nichts, und der Blitz muss bei solchen Fotos sowieso abgeschaltet werden.

Was kann man da vielleicht sonst noch machen, um einen "naturgemäßen" Eindruck zu bekommen?

Viele Grüße
Chris
Zuletzt geändert von kleineWelt am So 24. Mär 2019, 21:15, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#2

Beitrag von kleineWelt » So 24. Mär 2019, 21:10

... hier vielleicht mal ein Beispiel:

Bild

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#3

Beitrag von kleineWelt » So 24. Mär 2019, 21:12

Übrigens, beim Versuch einer Nachbearbeitung ist dann dieses stylische Bild rausgekommen :fool:

Bild

Viele Grüße
Chris

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#4

Beitrag von kleineWelt » So 24. Mär 2019, 21:19

und vielleicht noch ein Beispiel:

Bild

Die Fenster der BR 111 sind hier auch viel zu grell. So ein Foto kann ich nicht guten Gewissens einstellen.

Viele Grüße
Chris

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#5

Beitrag von Miraculus » So 24. Mär 2019, 21:25

Hallo Chris,

als fototechnischer Halblaie würde ich sagen, das geht nur mit Stativ und entsprechender Belichtungszeit.

Aber kuck mal hier, das ist ne passable Erklärung

https://ivent.de/fotografieren-im-dunkeln-strassen-city


Gruß
Peter

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Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

Frei nach F. Gump: "Die Moba ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie.. :lol: "

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#6

Beitrag von kleineWelt » Mo 25. Mär 2019, 19:54

Moin Peter,
Miraculus hat geschrieben:
So 24. Mär 2019, 21:25
als fototechnischer Halblaie würde ich sagen, das geht nur mit Stativ und entsprechender Belichtungszeit.

Aber kuck mal hier, das ist ne passable Erklärung

https://ivent.de/fotografieren-im-dunkeln-strassen-city
Ja, der Link sagt etwas von Kontrast... aber ich bin nicht wesentlich weitergekommen mit meinen Versuchen. Selbst im Hellen wirken manche Fenster auf Fotos zu grell.

Die einfachste Methode ist, Fenster nicht besonders hell zu beleuchten. Dann klappt es auch ganz gut, wie man auf meinen anderen Anlagenfotos sehen kann.

Nun ja egal - einfach mal weiter schauen.

Viele Grüße
Chris


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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#7

Beitrag von Analogbahner » Mo 25. Mär 2019, 20:52

So wie ich den Fototipp verstanden habe, kommt es darauf an, für die schattigen Stellen noch genügend Restlicht zur Verfügung zu haben (deshalb Abendstunde), damit der Helligkeitsumfang nicht zu groß wird. Keine Kamera kann von ganz schwarz bis ganz hell alles gleich gut und gleichzeitig abbilden (übrigens: das menschliche Auge auch nicht...). Der Kontrast ist einfach zu groß. Die Belichtungsautomatik muss sich auf eines einigen. Die Überstrahlung kann z.T. auch noch andere Gründe haben, z.B. Staub auf der Linse oder ungünstiger Lichteinfallswinkel.

Eine schummrige, aber gleichmäßig helle Raumbeleuchtung einstellen. Das fertige Bild, das generell zu hell wirkt, dann in einem Bildbearbeitungstool nachträglich abdunkeln, bis wieder der Eindruck von "Nacht" entsteht.

Natürlich gibt es auch Profitipps - so würde ich die zu hellen Fenster markieren und in einer Maske abdunkeln - aber erstens ist das aufwendig, und zweitens muss man schon so etwas wie "Gimp" bemühen (und Gimp ist... naja... nicht sehr benutzerfreundlich...). Es gibt auch Tools, die z.B. eine Belichtungsreihe von -2 bis +2 Blendenwerten aus einer Kamera automatisch verarbeiten können. Sie legen die Bilder dann quasi übereinander und die hellsten Stellen werden dunkler, und die dunkelsten heller, ohne dass das Bild mau erscheint. Sie simulieren HR-Bilder, die einen riesigen Helligkeitsumfang verarbeiten können, was eine normale Kamera einfach nicht kann.
Ein Stativ ist aber in jedem Fall Pflicht.

Mir fällt auch auf, dass verschiedene Farbtemperaturen im Spiel sind. Die Häuser scheinen eine Glühbirnenbeleuchtung zu haben (gelblich), während die Züge mit hellen LEDs ausgestattet sind (blauweiß). Da hat jeder Sensor seine Probleme. Man könnte mit dem Weißabgleich spielen, so dass die LEDs auch eher gelblich rüberkommen - das sieht dann nicht so schlimm aus :) . Aus meiner Erfahrung weiß ich aber, dass keine Kamera der Mittelklasse das perfekt hinbekommt.
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#8

Beitrag von kleineWelt » Mo 25. Mär 2019, 22:46

Hallo Jochen,
Analogbahner hat geschrieben:
Mo 25. Mär 2019, 20:52
Mir fällt auch auf, dass verschiedene Farbtemperaturen im Spiel sind. Die Häuser scheinen eine Glühbirnenbeleuchtung zu haben (gelblich), während die Züge mit hellen LEDs ausgestattet sind (blauweiß).
Stimmt, die Gebäude haben ganz bewußt eine Glühlämpchenbeleuchtung (nur so kommt die heimelige Atmosphäre zustande, die ich gerne haben möchte), und die Waggons respektive Loks haben LEDs. Aber niemals kaltweisse, sondern immer nur warmweisse (-> https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... warmweisse).

Den ICE 3 vom ersten Bild sieht das menschliche Auge mit seiner normalen hellblauen Inneneinrichtung, und innen zwar angenehm hell, aber keineswegs störend, beleuchtet. Die Kamera suggeriert einem aber, dass hier eine handvoll 1000-Watt Scheinwerfer in jedem Waggon stehen, und mehr als eine konturlose weisse Masse kommt nicht rüber.

Es ist wirklich schade. Die "nächtliche Welt" sieht mit dem Auge so schön aus (ich kann mich kaum sattsehen an der Anlage jeden Abend), aber die Kamera kann das, was das Auge sieht, leider nur zu einem Bruchteil einfangen, und mit dem Fotografieren habe ich meine liebe Not.

Zu Deinen anderen Tipps:

ja, in die eine oder andere Richtung habe ich schon experimentiert. Ohne grossen Erfolg... entweder komme ich da noch irgendwann irgendwie mal weiter, oder es soll einfach nicht sein :wink: :)

Viele Grüße
Chris

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#9

Beitrag von schmiedi » Di 26. Mär 2019, 00:05

Hallo Chris,

neben den oben genannten Möglichkeiten sehe ich noch zwei andere Lösungsmöglichkeiten. Besonders die genannte Available Light-Fotografie hat ja den Nachteil, daß nicht mit zusätzlicher Beleuchtung gearbeitet werden kann. Da die Modellbahn i.d.R. eine viel kleinere Umgebung darstellt, kann man mit etwas Beleuchtung nachhelfen, um dunkle Partien "anzuheben":

1. Du kannst die Umgebung mit einem Blitzgerät ausleuchten. Wenn die Belichtungszeit lang genug ist, kannst Du auch ohne Verbindung zur Kamera bei sehr vielen auch einfachen Blitzgeräten den Blitz manuell auslösen. Die Leistung kannst Du dabei auch variieren. Der Lernaufwand ist allerdings nicht zu vernachlässigen. Das ist die schwierige, aber auch reproduzierbare Variante und hängt natürlich auch davon ab, wieweit Deine Kamera einstellbar ist.

Beispiel:
BildHalt im Mondlicht by *schmiedi*, auf Flickr

2. Durch Benutzen einer Dauerlichtquelle (Raumlicht, Fotolicht o.ä.) kannst Du die Grundhelligkeit ebenfalls erhöhen (Beleuchtung u.U. nur kurzzeitig zuschalten). Ich habe z.B. mit einer kleinen LED-Taschenlampe nachgeholfen, die ich über die Anlage geschwenkt habe. Durch das Schwenken entstehen keine deutlich sichtbaren "Lichtinseln".

Beispiel:
BildEs dämmert by *schmiedi*, auf Flickr

Vielleicht gibt Dir das ein paar Gedankenanstöße?

Viele Grüße,
Dieter
Der Zug zur Besichtigungstour "Rund um Steinen":
Bild

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#10

Beitrag von kleineWelt » Di 26. Mär 2019, 10:26

Hallo Dieter,
schmiedi hat geschrieben:
Di 26. Mär 2019, 00:05
Vielleicht gibt Dir das ein paar Gedankenanstöße?
vielen Dank für Deine Erläuterungen und Ideen, einiges davon hört sich wirklich interessant an. Was ich mir auch schon überlegt habe, die Wohnzimmer-Deckenlampe dimmbar zu machen, dann könnte man jede gewünschte Grundhelligkeit einfach erzeugen.

Ansonsten bin ich ein Stück weitergekommen ;-)

Das Problem sind tatsächlich zu helle Lichtquellen bei solchen Aufnahmen im (Halb-)Dunkel.

Am Decoder läßt sich ja mittels CV's die Helligkeit der Funktionsausgänge dimmen, und das habe ich einmal versucht. Vom Default-Wert 255 habe ich auf 20 heruntergedimmt, also weniger als 10 Prozent. Dann passt alles - halbwegs - für's Foto:

Bild

Das ist ein Führerstand, der früher grellweiss auf dem Foto herauskam.

Der Führerstand der BR 111 ist jetzt auch nicht mehr überstrahlt:

Bild

Und der ICE3 sieht auf dem Foto (fast) so aus, wie ich ihn bei voller ungedimmter Helligkeit mit dem Auge wahrnehme:

Bild

Es bleibt zwar immer noch viel von der Atmosphäre auf der Strecke, aber so kann man wenigstens Fotos machen, die nicht direkt für die Tonne sind.

Ergo: alle Lichtquellen herunterdimmen - bis sie mit dem Auge kaum mehr als Funzeln sind. Dann klappts auch mit dem Foto.

Danach habe ich die Funktionsausgänge wieder hochgedimmt, und es paßt im Prinzip alles so erstmal.

Viele Grüße
Chris

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#11

Beitrag von peki » Di 16. Apr 2019, 01:10

Hallo Chris,

die Art von Fotos die Du machen möchtest, sind auch nicht einfach. Für wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, brauchst du schon geeignetes Equipment, etwas Foto Erfahrung und letztendlich dann probieren und wieder probieren.
Mit einem Smartphone z.b. Wirst du diese Art von Fotos nicht hinbekommen.

Für solche Aufnahmen musst Du immer die Kameraeinstellungen manuell vornehmen. Keine Programmautomatik wird das so darstellen können wie du möchtest. Da hierzu längere Belichtungszeiten nötig sind, kommt man auch nicht wirklich um ein Stativ herum.

Zunächst einmal die Frage, welche Kamera benutzt Du? Hat diese einen internen oder externen Blitz? Hast Du ein Stativ?

Anbei z.b. eine Nachtaufnahme von meiner Bahnhof Baustelle:


Bild


Grüße
Peter
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viewtopic.php?f=15&t=164044

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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#12

Beitrag von kleineWelt » Mo 22. Apr 2019, 06:26

Hallo Peter,
peki hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 01:10
(...) Für solche Aufnahmen musst Du immer die Kameraeinstellungen manuell vornehmen. Keine Programmautomatik wird das so darstellen können wie du möchtest. Da hierzu längere Belichtungszeiten nötig sind, kommt man auch nicht wirklich um ein Stativ herum.

Zunächst einmal die Frage, welche Kamera benutzt Du? Hat diese einen internen oder externen Blitz? Hast Du ein Stativ?
ich nutzte tatsächlich meist das Smartphone zum fotografieren (geht schnell...). Dann habe ich noch eine Standard-Digicam.

Für die Zwecke, die ich anpeile, habe ich mit dem Dimmen der Lichter schon die entsprechende Lösung gefunden. Geld für zusätzliches Equipment würde ich erstmal nicht investieren.

Viele Grüße
Chris


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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#13

Beitrag von MichiG90 » Do 13. Jun 2019, 15:28

Hier sieht man schön das man nicht unbedingt teures Equipment für stimmige Aufnahmen benötigt. :-)


JoWild
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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#14

Beitrag von JoWild » Do 13. Jun 2019, 16:45

Hallo,
und du wirst mittels Kamera nie den realen Augeneindruck einfangen können, denn das menschliche Auge hat einen Kontrastumfang von ca. 20 Blendenstufen einer Kamera. die üblichen Systemkameras nur einen von 12. Der analoge "Bildrechner" in unserem Kopf ist immer noch den teuersten Systemkameras überlegen.
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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#15

Beitrag von Niederländer » Fr 14. Jun 2019, 11:52

Dein Auge (oder besser: Dein Gehirn) korrigiert das Licht automatisch und eben auch die Kontraste. Eine digitale Kamera ist da deutlich eingeschränkt (analoge Kameras können da schon mehr).

Du kannst nur rumprobieren mit Belichtungszeiten vom Stativ aus.

Foto(dauer)lampen sind nicht so teuer und lohnen sich vielleicht.

Ich habe bei manche Bilder auch schon mal die dunklen Stellen mit einer Taschenlampe (bewegen!) aufgehellt. Je nach Lichtsorte mit Birne oder LED.

Gruss,

Ed.
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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#16

Beitrag von Jürgen » Fr 14. Jun 2019, 13:37

Moin,
Ergo: alle Lichtquellen herunterdimmen - bis sie mit dem Auge kaum mehr als Funzeln sind. Dann klappts auch mit dem Foto.
Dann bekommt das Bild Rauschen, aber die Richtung stimmt. Es ist bloß anders herum. Den Raum etwas beleuchten, bis das Verhältnis der Modellbeleuchtung und Umgebungslicht passt (ausprobieren) und das Bild in der Nachbereitung abdunkeln. Wenn die Modellbeuchtung dann nicht mehr überstrahlt, kann man in der Nachbereitung noch etwas nachkorrigieren.

Grüße
Jürgen
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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#17

Beitrag von Analogbahner » Fr 14. Jun 2019, 14:46

Das Rauschen entsteht hauptsächlich, weil eine Digitalkamera automatisch auf ISO 1600 oder 3200 hochregelt. Stellt man ISO z.B. auf 200, dann meckert die Kamera, dass es zu dunkel sei. Aber dann hat man eben Belichtungszeiten von einer Minute oder so, ohne Stativ geht es also nicht. Den Trick mit der Lichtmalerei habe ich in meinen Fotos auch verwendet, und das ist bei professionellen Fotos durchaus üblich. So werden Höhlen oder nächtliche Straßen oder dunkle Kirchenschiffe auch belebt.
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Re: Beleuchtete Fenster im Halbdunkel fotografieren

#18

Beitrag von Jürgen » Sa 15. Jun 2019, 09:04

Das hilft bei Rauschen, verhindert es aber nicht. Wieso nicht etwas mehr Grundbeleuchtung und die Belichtungszeit runter (Belichtungsreihe) ?

Grüße
Jürgen
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