Wer kauft einen Open-Source-Decoder

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Peter Müller
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Wer kauft einen Open-Source-Decoder

#1

Beitrag von Peter Müller »

An der Entwicklung kann ich mich mangels Expertise nicht beteiligen. Ich kann nur schreiben, was ich selber gut gebrauchen und auch anderen gut verkaufen könnte.

Betriebsarten:
Digital DCC (28 Fahrstufen)
Digital MM (14 Fahrstufen)
Analog Gleichstrom
Analog Wechselstrom

Funktionen und Ausgänge
F0 = Spitzensignal/Schlussleuchten
F1 bis F4, alle mit Verbrauchern belegbar

Einbau
Kabel zum Einlöten
8-polige Schnittstelle
22-polige Schnittstelle

Sonstiges
Umschaltimpulsfest auch bei alten blauen Märklin-Trafos
kein Konfigurierung notwendig, nur Adresse vergeben
kein unkontrolliertes Losfahren bei Kurzschluss oder falsch interpretiertem Protokoll
Integrierter Energiespeicher für stromlose Abschnitte (Herzstücke, Schmutz)
Schnittstelle für einen später zu entwickelnden WLAN-Baustein vorsehen (Schienensignal hat Vorrang, WLAN steuert optional)
Anfahrkick
Lastregelung



Also ein Decoder für doofe Modelleisenbahner, die sich nicht lange mit der Materie beschäftigen wollen, keine komplexen Ansprüche stellen und vor allen Dingen nicht dauernd wieder irgendetwas in Ordnung bringen wollen. Aber wenn sie mal etwas machen wollen, soll es schnell zu erlernen und einfach zu begreifen sein: eine Funktionstaste = immer das gleiche Kabel = ein Verbraucher, der ein- und ausgeschaltet werden kann (F0 als Standard-Licht-Funktion ist davon ausgenommen, das muss so bleiben). Vor allem kein Firlefanz, damit die wenigen zugesicherten Eigenschaften auch unter schwierigen Bedingungen stets gegeben sind. Was das "Weichei" unter den Schaltdecodern ist, soll "Frustfrei" bei den Lokdecodern werden.

Das sind Wünsche, welche die meisten, die sich hier zum Projekt Open-Source-Decoder zusammen gefunden haben, schon lange nicht mehr haben. Vielleicht zwei Decoder entwickeln: einen schlichten robusten Decoder zuerst, um bekannt zu werden; und dann einen ambitionierten Decoder, um die Schaffenskraft auszuloten?


Nachtrag1: den "Anfahrkick" hinzugefügt, kannte ich bisher nur vom Car-System. Aber klar, ist auch so ein Frustlöser. Im Moment mach ich das immer manuell, indem ich zuerst auf Fahrstufe 3 drehe und fast im gleichen Moment wieder zurück auf 1. Wichtig ist, dass das alles schon an Bord ist und niemand erst noch konfigurieren muss.

Nachtrag2: den "Lastausgleich" nach einer Diskussion über Last- und Spannungsunterschiede auf der Anlage hinzugefügt. Das war etwas, das mich ganz zu Anfang der Umstellung auf Digital sehr begeistert hat. Dass man nicht mehr mit dem Trafo nachregeln musste, je nachdem, wo auf der Anlage sich der Zug befand.
Zuletzt geändert von Peter Müller am Fr 7. Sep 2012, 20:11, insgesamt 4-mal geändert.
Grüße, Peter

Weichenputzer
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Re: Der Beobachter- und mögliche-Kunden-Thread

#2

Beitrag von Weichenputzer »

Hallo Peter,

Deine Wunschliste spricht mir aus der Seele. Auch ich rate davon ab, den Decoder mit fragwürdigen Features zu überladen. Die von Dir angesprochenen Punkte sollte er dafür umso stabiler beherrschen. Das Prinzip "Akzeptanz durch Firlefanz" sollte nicht zur Anwendung kommen.

Als Ergänzung wünsche ich mir eine Einbau- und Bedienungsanleitung, die verständlich und vollständig ist.

Ich hätte Interesse daran, als "Betatester" einen Decoder verbauen und testen zu dürfen. Werde mich bewerben...

Viele Grüße,

Markus
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