Die Mark Michingen in N - Bauberichte

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hubedi
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1901

Beitrag von hubedi » Fr 11. Jan 2019, 19:20

Hallo zusammen,

nach dem Opaeinsatz und etwas Basteln melde ich mich zurück. Aber ... wie komme ich jetzt bloß aus dieser dummen Mauersache heraus ... hm. Ich könnte jetzt sagen, das wäre ein Test gewesen, um Eure Aufmerksamkeit zu prüfen. Nee. das ist zu durchsichtig. Bleiben wir bei den Tatsachen, ich habe einfach Mist gebaut und bin mit der Geometrie der Steigungen und Bögen irgendwie komplett aus dem Tritt geraten.
Ich musste beim Markgrafen zum Rapport antreten und erwartete, eine dicke Zigarre verpasst zu bekommen. Und was soll ich sagen, der Markgraf hat sich kaputt gelacht über so viel Schusseligkeit. Aber er hatte eine gute Idee, wie es passiert sein könnte ... es ist das verwirrende Rosa. :D

Loki2014 hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 10:34
Das Rosastyrodur bringt wohl Farbe auf die Anlage, aber irgendwann kann man es nicht mehr sehen. War bei mir genau so. Mit einem Baustoff überzogen verändert es die Anlage ungemein und man hat das Gefühl, dass man einen Riesenschritt weiter gekommen ist. Mit der Landschaftsgestaltung fängt ja bekanntlich die schöne Arbeit erst an :D ...
@Sven
Genau das ist es. Ich wollte wohl zu flott weiterkommen und endlich etwas Grünes sehen. Tja, das war keine gute Idee. Vielleicht sollte ich hundert mal ins Baubuch schreiben: "Du sollst nicht schusseln!" :D
wulfmanjack hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 11:23
... das müssen wir jetzt aber nochmals vertiefen. :wink:
Größere Felsformationen glaubhaft darzustellen ist mit einer strukturierten Arbeitstechnik durchaus möglich. ... Jeder Einzelne hinterlässt folglich eine andere Handschrift im Fels. ... Und gut das Du die Arkaden zwischendurch einmal präsentiert hast. So kriegst Du noch rechtzeitig die Kurve. 8) ... Die Idee mit den Stützpfeilern :gfm: und wird optisch auch interessanter wirken ...
@Wolfgang
Das will ich gerne glauben, dass man das kann ... bloß ... jetzt komme ich ins Spiel. Mir fällt es leichter mit Abgüssen zu arbeiten und das dazwischen liegende Flickwerk zu einem geschlossenen Bild zu bearbeiten. Ich gehe auch mit Stechbeitel, Messingbürsten oder was auch immer zu Werke, bis es dann passt. Speziell diese hoch gedrückten Basaltsäulen hätte ich nur mit viel Mühe aus einer geschlossenen Gipswand heraus geschnitzt.
Du hast recht, ohne Euch wäre ich komplett in die Arkadenfalle geraten. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre der Ärger größer gewesen. Jetzt reicht ein kurzes verwundertes Schütteln, ein Lächeln über die eigene Dummheit und ein Neubau ... :D
211064 hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 12:56
.. da wollte ich gerade deinen Baufortschritt loben und die Idee der aufgegebenen Steilstrecke, da kommt der Ralf daher und stellt mich vor ein Rätsel. Ich sehe den Unterschied nicht zwischen deinen Arkaden und den von Ralf verlinkten :oops: :mad: . ...
@Christoph
Na ja, das Loben solltest Du Dir erst einmal verkneifen. Der Fehler ist deutlicher zu erkennen, wenn Du bei Ralfs Link in der Bilderliste etwas weiter gehst bzw. die direkte Draufsicht anschaust. Ich habe zwei Fehler gemacht: Erstens liegen die Bögen nicht auf einer Höhe, so dass von der Statik her der Schub von oben nicht in die Wand sondern teilweise in den folgenden niedrigeren Bogen abgeleitet wird. Zweitens verlaufen die Mauerfugen nicht waagerecht sondern folgen der Steigung. Da passt nix ... gar nix ... :oops:
In der Mark Michingen gibt es nicht nur Dampfer. Der Bahnhof Rhodenhausen ist als Traktionswechselstation ausgelegt. Mit dem noch im Bau befindlichen Aufzug hat sich allerdings die Grundplanung des Untergrundes etwas geändert, aber dieses Konzept möchte ich beibehalten. Am südlichen Bahnhofskopf erreicht eine elektrifizierte Strecke aus der Großstadt Klustal den Vorort Rhodenhausen. Die Elektrifizierung reicht nur bis hierher, so dass alle weiterfahrenden Züge eine neue Lok brauchen. Über das Viadukt geht's weiter in die Welt ... mit Diesel und Dampf. Ich hatte zwar mal darüber nachgedacht, auch das Viadukt mit einer Oberleitung zu versehen, aber bislang den Gedanken nicht weiter verfolgt. Am nördlichen Kopf wird außerdem die Strecke nach Bad Dachstein ausgekoppelt. Hier wird definitiv ohne Oberleitung gefahren. Ich muss demnächst das Grundkonzept noch mal neu überarbeiten und hier darstellen ...
Acki59 hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 15:31
... Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, das der "Perfekionubert" diese Arkaden schräg an den Hang stellt …
@Acki
Hüstel ... genau das ist passiert ... hüstel ... :oops: Das hat auch seine guten Seiten; ich bin jetzt so einige unverdient verliehene Titel wieder los ... :D
Ralf1968 hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 17:27
... Und wieder ein neuer Spitzname für Hubert, mittlerweile kann er sich VON nennen ...
Acki59 hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 17:34
... Das ist ein Kosenamen! ...
Nochmal hüstel ... :fool: ... für Euch gebe ich doch gern den Trottel ... :D
Jonnytulln hat geschrieben:
So 6. Jan 2019, 15:27
... deine Steinbogenbrücke und dahinter die super Felsen haben's mir angetan! :hearts: ... Freu mich wie immer auf weiter Bilder! ...
@Roman
Wenigstens noch einer, der mich nicht fertig machen will. :D Daaaanke! Aber keine Sorge, ich trage es mit Fassung und Humor. Solange es keine größeren Probleme gibt ... und ein paar neue Bilder gibt's auch gleich.
Bremsklotz hat geschrieben:
Mo 7. Jan 2019, 18:59
... Ohne es besser zu können, erinnern mich diese irgendwie an diese doppelreihigen Legostein :oops: ...
@Frank
Diese Reihen sind durchaus gewollt ... Erklärung weiter oben. Solche Strukturen sind in ehemaligen Vulkangebieten oft anzutreffen.
Danke, dass Du Dich geoutet hast ... dann fühle ich mich gleich nicht mehr so allein ... :fool:

@All
Nun zu meinen neuen Taten ... oder weiterem Unsinn ... völlig verunsichert bin ... :D ... seht selbst:

Bild

Der Neubau der Stützmauer startete erst einmal mit der Sichtung des vorhandenen Plattenmaterials. Wie konnte es anders sein, nur noch Reste in der Kiste. Stückeln musste ich sowieso, also warum nicht bei diesen Resten anfangen. Die Mauer ist immerhin ca. 45 cm lang. Und wenn man die Teile einigermaßen ineinander schachtelt sind die Nähte erfahrungsgemäß kaum zu erkennen ...

Bild

Den Sims wollte ich diesmal mit einer neuen Technik gestalten. In alter Zeit pflegte man die Zeit und den Aufwand für verzierende Details selbst bei Profanbauten nicht zu scheuen. Ich entschied daher, es mit kleinen Rundbögen als Randabschluss zu probieren. Bloß, woher nehmen?
Aber ich wusste, meine Frau hat bei ihren Nähutensilien eine Reihe diverser Zacken- und Profilscheren. Damit müsste man doch auch dünnes PS schneiden können. Tatsächlich, es ging sogar prima. Interessant waren für mich aber nicht die Bögen, sondern der Abschnitt mit den Spitzen. In der Spur N haben sie die passende Größe, um als Bauverzierung durchzugehen:

Bild

Wie man sehen kann, verlaufen die Mauerfugen diesmal waagerecht. Die Verstärkungsrippen habe ich relativ flach ausgeführt, da ich den Druck des Erdreiches von oben als nicht so groß einschätze. Hinter der Bahnstrecke verläuft das Gelände schließlich recht eben.

Bild

Hier habe ich das vorläufige Ergebnis auf der Anlage angehalten. Die Arkaden sind dahinter noch nicht abgerissen. Rechts ist übrigens ein heller Mauerabschnitt zu sehen. Die Idee dahinter ist eine spätere Verlängerung der Stützmauer zum Schutz der neu gebauten Strecke über das Viadukt. Der Anbau erhielt schon keine aufwändige Simsverzierung mehr ...

Die ehemalige Bahnstrecke wird nun als romantischer Wanderweg mit grandioser Aussicht in das Tal genutzt. Schließlich muss Rhodenhausen seinen Besuchern ja auch ein paar Attraktionen bieten. Und dann diese Eisenbahnfotografen ... sie brauchen auf jeden Fall ein ordentliches Geländer, sonst klettern sie noch vor lauter Begeisterung auf die Mauer. Was tun ... hm ... die Krone zeigt ja einen Anstieg und da gibt es nichts Passendes zu kaufen. Die fertigen Geländer aus geätztem Messing oder die punktgeschweißten Drahtgestelle lassen sich prima auf waagerechte Kanten setzen, aber die Felder so lange zu verziehen, bis die Stützen bei einer Steigung wieder senkrecht stehen, wird kaum gehen.
Ich besorgte mir Relingstützen, wo sich ein feiner Draht durchstecken lässt. An sich eine feine Sache und für jeden Steigungswinkel geeignet, aber von der Seite betrachtet wirken die breiten Stützen irgendwie fehl am Platz. Eine neue Idee muss her. Mir fiel die beeindruckende, bewachsene Konstruktion oberhalb der Weinberg-Arkaden in Kassel ein. findet Ihr Bilder von der Terrassenseite aus. Hm ... eine abgespeckte Version ... mit blühendem Grünzeug ... eine optische Anbindung zum bewachsenen Hang und hinter dem Wanderweg der Wald bzw. die Hintergrundkulisse ... vlt. sogar wie ein Tunnel mit einem grünen Dach ... ich muss darüber nachdenken ... was meint Ihr?

Ich habe aber nicht nur die Stützwand gebaut. Parallel bin ich mit dem Bach unter dem Viadukt angefangen und habe den Bachlauf etwas vertieft bzw vorbereitet:

Bild

Da ich aber auch hier noch nicht genau weiß, wie es endgültig aussehen soll, erinnerte ich mich an das noch zu bauende Tunnelportal in der Verlängerung der Viaduktstrecke. Hier klafft noch ein Loch im Gelände, was dringend geschlossen werden will. Also suchte ich nach interessanten Tunnelvorbildern, die einerseits nicht zu protzig, aber andererseits auch nicht zu langweilig aussehen sollten. Fündig wurde ich hier mit dem ehemaligen Portal in Peterslahr (Westerwald). Interessant fand ich nicht nur die Form, sondern auch die verwendeten Bausteine. Die Mauern sehen aus, als hätte man unterschiedlich große Steine aus diversen Restposten aufgekauft und zu einem Portal verheiratet. Allein die Zyklopensteine des Gewölbes in Kombination mit den filigranen Mauersteinen sind bemerkenswert. Die vorgezogenen Flügelmauern stehen wieder auf riesigen Basisblöcken und oben werden sie an den Ecken von seltsamen Spitzen gekrönt, die möglicherweise zum Abfangen herunter rollender Steine als Betonguss nachgerüstet wurden. Und dann noch der Bogen oberhalb des Portals ... als Modell für mich sehr spannend.

Das auf der verlinkten Seite gefundene Frontalfoto verkleinerte ich erst einmal auf einen passenden Maßstab. So fiel mir auch das breite Tunnelloch auf:

Bild

Ich kramte meine Schablonen hervor, die ich mir einmal aus Pappe bzw. Alu ausgeschnitten hatte. So ließen sich die Normportale mit der Realität vergleichen ... aha. daher weht der Wind. Das Peterslaher Exemplar ist unten rum ziemlich breit ausgeformt ...

Bild

Auf dem nächsten Bild bin ich schon mit dem Nachbau angefangen.

Bild

Die Mauer stoppelte ich aus vorhandenen PS-Platten zusammen, um unten die großen Steinblöcke nachzubilden. Die Tunnelöffnung formte ich nach einer aus dem Foto gewonnenen Schablone. Die Öffnung musste natürlich etwas nach unten verlängert werden, da ja noch das Schotterbett hinzugedacht werden muss. Für die Zyklopensteine des Gewölbes blieb mir nichts anderes übrig als sie einzeln auszuschneiden. Damit sie ordentlich verklebt werden konnten, klebte ich hinter die Mauer eine weitere schwarze PS-Platte. Ich denke, anhand des Fotos ist das Bauprinzip zu erkennen.

Bild

Die Gewölbesteine schnitt ich aus einer umgedrehten Mauerplatte. Die glatte Vorderseite bekleckerte ich mit reichlich PS-Kleber, ließ das Lösemittel eine Zeit einwirken und tupfte dann den Kleber mit einem alten Lappen auf. Die weich gewordene Oberfläche erhielt so die Nachbildung der Bearbeitungsspuren der Steinmetze.

Bild

Hier sind die nicht allzu sorgfältig bearbeiteten Gewölbesteine bereits eingesetzt. Ich wollte den etwas krummen Eindruck des Originals widerspiegeln, hab's aber vlt. dabei etwas übertrieben. Mal sehen, wie es nach der Farbgebung wirkt. Auf alle Fälle musste ich die Reste des Klebers mit einer kleinen Messingbürste beseitigen. Die Oberfläche verlor so schon mal etwas von dem typischen Plastikglanz. Nun war der Bogen dran ...

Bild

Dazu schnitt ich mir erst einmal eine Schablone aus Pappe und feilte den schwarzen Überstand passend.

Bild

Den Bogen wollte ich wie beim Vorbild aus unterschiedlich dicken Steinen konstruieren. Ich schnitt mir dazu Streifen von einer Mauerplatte. Die eine Hälfte feilte ich dünner während die anderen Streifen auf der Rückseite mit einer weiteren dünnen Platte verstärkt wurden. Das senkrechte Muster wurde von den anschließend abgeknipsten Steinpaketen geformt.

Bild

So sieht meine Version des Portals bislang aus. Es fehlen noch die vorspringenden Flügelmauern mit ihrem Aufsatz und natürlich eine Nachbildung der Tunnelröhre. Nach dem Bemalen kann der Bau auf die Anlage und ich kann die Geländelücke schließen.

Viel zu tun ... viel zu überlegen ... jede Menge Potential für weitere Fehler ... aber ich hoffe, Ihr passt weiterhin auf mich auf. :D

LG
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1902

Beitrag von NBahnerLeo » Fr 11. Jan 2019, 20:23

Hallo Hubert,

na bei mir ist es weniger das Aufpassen, vielmehr das Staunen. Das Staunen über die Mühe und Akribie die Du hier in die Details Deiner Anlage steckst.
Ich denk aber das wird am Ende gut was Du da baust. Ich drück die Daumen. :wink:

Gruß

Leo

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1903

Beitrag von 211064 » Fr 11. Jan 2019, 21:08

Hallo Hubert,

also gut. Zu der Arkade :pflaster: :pflaster: :pflaster: :pflaster: :pflaster: .

Auf keinen Fall werde ich dir zeigen, wie die Backsteinstützmauer auf der Rückseite des Brückensegments von Alpen aussieht. Auf keinen Fall :oops: . Jedenfalls nicht, bevor ich nicht einen Weg gefunden habe, meine Fehler zu beheben.

Im Übrigen meine ich, dass Du nicht so hart mit dir selbst sein solltest! :prost:

Da Du mir zum Tunnelportal kein Schweigegebot verpasst hast :fool: mag ich dazu das bei der Arkade eingesparte Lob wieder auspacken. Okay?

Also: :gfm: - sowohl, was die Vorbildwahl angeht, als auch, was deine Umsetzung angeht!
Viele Grüße
Christoph

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1904

Beitrag von myfo » Fr 11. Jan 2019, 21:52

Ach Hubi :wink:

… ist doch immer wieder schön zu sehen, dass wir doch alle nur Menschen sind, egal wie begnadet. :mrgreen:
Über all deine genialen Bastelideen und der imposanten Umsetzung der kommenden Landschaft wollen wir uns gar ned gross auslassen. Aber allein wieder dieses sich an Details erinnern, nämlich dass früher mehr verziert wurde... und dann noch den modernen Nachbau (Anbau) der Stützmauer, wo dann rationell gebaut wurde... jesses, in unseren Augen einfach genial :!:

Wenn wir so wenig bei dir schreiben, liegts daran, weil wir aus dem Staunen ned herauskommen. :twisted:

Wir freuen uns auf weitere so zahlreiche und oftmals "um die Ecke" gedachte Ideen :!: Und dass auch dir Fehler passieren, macht dich nur menschlicher. :wink:

LG
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1905

Beitrag von Schwellenzähler » Fr 11. Jan 2019, 22:57

Hallo Hubert,

bezüglich der Arkarden habe ich mich ja bewusst stickum gehalten, denn ich war mir echt nicht sicher, ob ich einen Knick in der Optik hatte, oder dir tatsächlich ein Fehler unterlaufen ist.
Mit Beruhigung habe ich dann gelesen, das auch dir als " Großmeister " mal gründlich was in die Hose geht. Bevor du es falsch verstehst, das hat NIX mit Schadenfreude zu tun, sondern mit der Erkenntnis: nobody is perfect!!! Wir sind schließlich alle nur Menschen, und wenn alles glatt laufen würde, wäre es doch irgendwie langweilig.
Allerdings hast du diesen kleinen Fopas mit dem Bau des Tunnelportales mehr als " rausgerissen " ( das Teil ist einfach :hammer: ), und auch die Ansätze zur Korrektur der Mauer lassen Gutes erwarten. Die Idee mit der Zackenschere ist mal wieder ein typischer "hubedi" und regt zum kopieren an.
Bezüglich Oberleitung auf dem Viadukt:
Ich könnte mir das gut vorstellen. So hättest du später auch einen herrlichen Fotostandpunkt für Geweihträger und wo ein Fahrdraht hängt, sind ja nicht automatisch Dampf- und Dieselloks vom Fahrbetrieb ausgeschlossen.
Diesbezüglich bin ich mal gespannt, was die Überarbeitung deines Steckenkonzeptes ( welches ich zugegebenerweise noch nicht ganz durchschaut habe ) ergibt und bleibe weiterhin am Ball!

Weiterhin gutes Gelingen!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1906

Beitrag von Rudi » Sa 12. Jan 2019, 07:05

Hallo Hubert

Ich möchte eigentlich nur zu deinem Tunnelportal etwas sagen.
Wieder bemerkenswert, was du da vom Stapel lässt. Ein entsprechendes Vorbild zu finden ist eine Sache; das dann aber so exakt und so viel Raffinesse nachzubauen, eine andere. :gfm:
Mit dem Lösungsmittel, sprich Klebstoff, kenne ich auch. So habe ich meine einzelne Abdecksteine für meine Mauer aus Styrodur behandelt. Verdünnung mit einem kleinen Pinsel punktuell beträuft und schön unregelmäßig ist die Oberfläche.
Die einzelnen Arbeitsschritte sind wieder toll gezeigt und erklärt. Man merkt, dass du da nicht einfach drauf los baust sondern im Vorfeld dir Gedanken gemacht hast, wieso weshalb warum (siehe z.b. breitere Tunnelöffnung im Bodenbereich).
Wie wird die Tunnelröhre aussehen? Gemauert oder aus behauenden Fels?
Bin gespannt.

Gruß
Rudi
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1907

Beitrag von GSB » Sa 12. Jan 2019, 08:36

Guten Morgen Hubert,

was Du Dir da für Mühe machst mit dem Tunnelportal :o - da hätte ich wohl maximal nen fertiges Teil angepaßt... :pflaster: Glaub aber das wird da bei Dir gut wirken. :mrgreen:

Gruß Matthias
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1908

Beitrag von Acki59 » Sa 12. Jan 2019, 08:39

Guten Morgen Hubert

Na also: Nach dem kleinen (Arkaden)Ausrutscher läufst Du ja schon wieder zur modellbautechnischer Hochform auf!
Das Tunnelportal :gfm: bestens!
Gruss Acki

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1909

Beitrag von derOlli » Sa 12. Jan 2019, 11:52

Hallo Hubert, :D

ich hätte nicht gedacht das man aus den Plastikdingern so viel Zaubern kann :gfm:
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1910

Beitrag von hubedi » Sa 12. Jan 2019, 15:26

Halo zusammen,

die Bude ist geputzt, das Brennholz geschleppt, der Ofen ist angelegt ... es kann gebastelt werden. Das Motto meines heutigen Berichts könnte fast von einem Fußballphilosophen stammen: Die Wahrheit liegt bei meinem Tunnelportal nicht auf dem Fußballplatz, aber auf der Anlage. :D

Doch zunächst vielen :hearts: Dank für Eure Besuche und erst recht für Eure ermutigenden Beiträge.
NBahnerLeo hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:23
... Das Staunen über die Mühe und Akribie die Du hier in die Details Deiner Anlage steckst ...
@Leo
Na ja ... so viel Mehrarbeit ist der Selbstbau eines Portals nun auch wieder nicht. Und was heißt hier schon Mühe ... beim Putzen ja, denn das gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Beim Basteln bereitet sowohl die Recherche als auch das Bauen Spaß ... aber, wem sage ich das.
211064 hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:08
... Auf keinen Fall werde ich dir zeigen, wie die Backsteinstützmauer auf der Rückseite des Brückensegments von Alpen aussieht. ... Im Übrigen meine ich, dass Du nicht so hart mit dir selbst sein solltest! ...
@Christoph
Ach nee ... Du hast Geheimnisse vor uns ... :shock: :D Und keine Sorge, ich nehme es mit Humor.
myfo hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:52
… ist doch immer wieder schön zu sehen, dass wir doch alle nur Menschen sind ... Wir freuen uns auf weitere so zahlreiche und oftmals "um die Ecke" gedachte Ideen ...
@Mylina&Follet
Stimmt, ich möchte auch keine Maschine sein. Obwohl ... heute habe ich mir derbe den Kopf angestoßen. Da wäre so ein Metallschädel durchaus praktisch gewesen.
Freut mich, wenn Ihr Euch freut. Das um die Ecke denken kennt Ihr doch auch. Ohne dem geht es beim Modellbau kaum.
Schwellenzähler hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 22:57
... bewusst stickum gehalten ... Ich könnte mir das gut vorstellen. So hättest du später auch einen herrlichen Fotostandpunkt für Geweihträger und wo ein Fahrdraht hängt, sind ja nicht automatisch Dampf- und Dieselloks vom Fahrbetrieb ausgeschlossen.
Diesbezüglich bin ich mal gespannt, was die Überarbeitung deines Steckenkonzeptes ( welches ich zugegebenerweise noch nicht ganz durchschaut habe ) ergibt ...
@Carsten
Da schau her ... das Wort "stickum" habe ich schon lange nicht mehr gehört. Das weckt Erinnerungen an alte Zeiten ... :D Du kannst allerdings ruhig loslegen, wenn Dir etwas auffällt. Das ist mir lieber, als wenn ich mich verirre.
Das letzte Wort über eine Oberleitung auf der Brücke ist noch nicht gesprochen. Dein Argument höre ich wohl. Es käme noch eines hinzu ... auch die Geweihträger könnten dann auf Rundreise gehen. Das Viadukt hat u.a. aus diesem Grund noch kein Geländer um mir das potentielle Aufstellen der Masten nicht unnötig schwer zu machen. Zum Streckenkonzept schreibe ich noch einen eigenen Beitrag. Ich muss meine neuen Ideen erst in einer Zeichnung unterbringen.
Rudi hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 07:05
... Wie wird die Tunnelröhre aussehen? Gemauert oder aus behauenden Fels? ...
@Rudi
Ich neige zu einer Ausmauerung der Röhre. Wie ich es genau mache, ist noch nicht festgelegt. Die Röhre liegt in einer leichten Kurve. Das macht den Bau nicht gerade einfacher. Beim letzten Tunnel kamen PS-Mauerplatten zum Einsatz. Aber es war ein ziemlicher Akt, daraus eine gebogenen Röhre zu formen. Vlt. nehme ich diesmal Forex und präge die Oberfläche selbst. Die aufgeschäumten Platten lassen sich leichter formen als starres PS. Ich werde experimentieren müssen ...
GSB hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 08:36
... da hätte ich wohl maximal nen fertiges Teil angepaßt ...
@Matthias
Hm ... ob das wirklich so viel weniger Mühe gekostet hätte?
Acki59 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 08:39
... Das Tunnelportal :gfm: bestens!
@Acki
Das freut mich ... vielen Dank.
derOlli hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 11:52
... ich hätte nicht gedacht das man aus den Plastikdingern so viel Zaubern kann ...
@Olli
Ich denke, PS-Platten lassen sich sehr vielfältig einsetzen. Mit etwas Mühe kann man schöne Ergebnisse erzielen. Die Alternative wären z.B. Ritzarbeiten in Gips gewesen. Der Friedl liefert ja in seiner kleinen N-Welt mit dieser Technik phantastische Ergebnisse. Ich müsste mich erst einarbeiten, um auch nur annähernd da hin zu kommen. Beide Techniken haben, wie alle anderen auch, ihre Vor- und Nachteile. Ich stecke zum Reinigen der Fahrstrecke gern eine Saugbürste in das Tunnelloch. Die Bürste mit Rohr passt so gerade hinein aber durch die Enge entwickelt der Saugrüssel eine beachtenswerte Reinigungsleistung. Im Inneren der Röhre lebt garantiert keine einzige Wolllaus. Bei einem Portal aus Gips erscheint mir die Gefahr recht groß, dabei etwas abzubrechen.

@All

Die Planung bzw. der Bau der Flügelmauern und der Röhre hat begonnen. Also vor weiteren Taten erst zur Anlage, um vor Ort zu prüfen, wie es weiter gehen kann ...

Bild

Durch diese hohle Röhre werden sie kommen. Ich sehe die Garnituren bereits auf der Strecke. :D Die Flügelmauern können allerdings nicht so ausladend in den Geländeeinschnitt gebaut werden, wie es beim Vorbild der Fall ist. Es erstaunt immer wieder, wie breit eine Böschung wird, wenn man die empfohlenen Winkel von ca. 45° einhält.

Bild

Links zeigt die Stellprobe, der spitze Zipfel muss weg. Statt dessen entstehen hier im oberen Bereich bewährte Felsen.

Bild

Rechst ist es noch enger. Auf dieser Seite wird aus der Flügel- eine Stützmauer. Das sieht aber m.E. nicht weniger interessant aus wie beim Vorbild.
Nun muss ich noch den Radius der Tunnelröhre ermitteln:

Bild

Mein gutes altes Kurvenlineal noch aus Schulzeiten bewährt sich mal wieder.

Bild

Flux ist die Kurve auf ein Blatt Papier übertragen. Bleibt noch der Test, wie lang die Andeutung der Röhre werden muss.

Bild

Der Finger neben dem Anschlagwinkel bringt es an den Tag. Wenn er im Portal nicht mehr zu sehen ist, könnte auch die Röhre enden. Noch einen gewissen Sicherheitszuschlag für die dreikäsehohen Besucher und ich komme auf eine Röhrenlänge von 7 cm. In einer Kurve muss die Tunnelandeutung nicht sehr lang werden. Dafür ist die Röhre geometrisch komplexer als in einer Geraden und somit schwieriger nachzubilden. Aber das wird schon ...

Jetzt wird erst einmal gebaut, bevor es neues Augenfutter gibt.

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1911

Beitrag von Mirage » Sa 12. Jan 2019, 15:51

Moin Hubi,

nach den 7cm Tunnelröhre könntest Du noch ein Stück schwarze Pappe anpappen, dann wäre es zumindest weiter drinnen auch dunkel. :redzwinker:
Gröt ut Hamborg
Kai
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1912

Beitrag von E 03 » Sa 12. Jan 2019, 19:47

hubedi hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 15:26


Bild

Hallo Hubert, hoffentlich hast Du auch den Fahrstrom ausgeschaltet. :nono: :nono: :nono: :fool:

Viele Grüße
Friedl
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1913

Beitrag von Miraculus » So 13. Jan 2019, 07:41

Moin Hubert,

kaum bin ich mal ein, zwei Tage nicht in der Mark, gerätst Du auf die schiefe Bahn :bigeek: . Ich bin entsetzt :wink: .

Mit deinem biegsamen Lineal hast Du aber nochmal die Kurve gekriegt :fool:

Die neue Variante der Stützmauer bekommt mit der abschließenden Verzierung eine ganz eigene Note. Gefällt mir wirklich gut.

Dein zusammengestückeltes Portal wirkt jetzt schon wie aus einem Stück. Farblich behandelt wirds ein Schmuckstück.


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1914

Beitrag von hubedi » So 13. Jan 2019, 13:40

Hallo zusammen,

gestern bin ich nicht so weit gekommen, wie ich eigentlich wollte. Aber ein paar kleine Fortschritte gibt es ... doch erst die Post.
Mirage hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 15:51
... nach den 7cm Tunnelröhre könntest Du noch ein Stück schwarze Pappe anpappen, dann wäre es zumindest weiter drinnen auch dunkel ...
@Kai
Dunkel ... da bekommen die Berggeister ja Angst und fangen an, auf der Anlage herumzuspuken. Man hört, sie sind bereits in den Tunnelturm nebenan eingezogen, da sie sich von dem Radau am Dornberg gestört fühlen ...
Die Röhre ist in der Endfassung auf 8 cm verlängert worden. Das reicht völlig. Im Berg ist es nur hell, wenn ich unter der Anlage bzw. in der Wendel arbeiten muss. Dann wird die unterirdische Beleuchtung eingeschaltet und es glüht geheimnisvoll aus allen Röhren ...
E 03 hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 19:47
.. Hallo Hubert, hoffentlich hast Du auch den Fahrstrom ausgeschaltet ...
@Friedl
Keine Sorge, die Strippen sind spannungsfrei. Aber anlöten muss ich sie noch, bevor der Tunnel gesetzt wird. Unter dem Berg ist bereits alles fertig verdrahtet.
Die Zentrale steht sowieso auf meinem Basteltisch. Die Pufferbatterie hat ihren Saft ausgehaucht und Lenz hat die Lithiumzelle leider fest eingelötet. Man hat wohl nicht damit gerechnet, dass jemand das Teil so lange nutzt. :D Aber die identische Elektronik wurde in spätere Zentralen verpflanzt und somit gibt es für die Software bislang immer noch aktuelle Updates. Es lohnt sich also, den Lötkolben anzuwärmen und die Pufferbatterie durch eine Halterung zu ersetzen.
Miraculus hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 07:41
... kaum bin ich mal ein, zwei Tage nicht in der Mark, gerätst Du auf die schiefe Bahn :bigeek: . Ich bin entsetzt :wink: . Mit deinem biegsamen Lineal hast Du aber nochmal die Kurve gekriegt ...
@Peter
Das geht ja mal gar nicht ... Du hast doch gesehen wohin es führt, wenn Ihr nicht aufpasst.
Das alte Kurvenlineal ist für mich immer noch ein sehr nützliches Werkzeug. Es hat beim Anlagenbau speziell beim Anzeichnen der Trassen und dem Verlegen der Flexgleise gute Dienste geleistet.

@All
Nun zum aktuellen Zwischenbericht ... ich habe an den Knochen des Berges gearbeitet. :shock:

Es fing mit dem Kopfspant für die Tunnelröhre an.

Bild

Das Tunnelloch im Spant ist etwas größer als die lichte Weite des Portals, so dass die Tunnelwand später bündig eingeklebt werden kann. Ihr schaut jetzt von hinten nicht in die Röhre sondern heraus. Der schwarze Kleberand des dahinter geklemmten Portals sollte gut zu erkennen sein.

Schnell waren mit der Stribbelkreissäge aus einem Sperrholzrest die restlichen Teile zugeschnitten. Das Aussägen der Tunnellöcher übernahm meine Dekupiersäge.

Bild

Es ist nur ein einfaches Gerät, aber wenn man das Ding zu nehmen weiß, ist es für solche Arbeiten prima zu gebrauchen. Die Einzelteile versammelten sich also rasch auf meinem Basteltisch:

Bild

Das Zusammenkleben gestaltete sich nicht so einfach. Damit der Holzleim nach der Trockenzeit für eine stabile Verbindung sorgen kann, war ein ziemlicher Klemmaufwand erforderlich. Hier seht Ihr mein Stillleben mit Klemmen, Anschlagwinkel und aufgesetztem Leimflaschengewicht in romantischer Abendstimmung ... :D

Bild

Die aufgelegte Folie bewährt sich prima als Trennmittel, damit die Konstruktion nicht auf dem Montagebrett festklebt. Bekanntlich haftet auf PET-Folien so gut wie nichts ... diese Eigenschaft kann man ja auch nutzbringend einsetzen.

Bild

Hier ist das Gerippe in seiner ganzen Pracht ...

Bild

... und damit Ihr es Euch vlt. noch besser vorstellen könnt das Ganze mit dem vorgestellten Portal.

Aber wie oben erwähnt liegt die Wahrheit für uns Mobahner auf der Anlage. Die Stellprobe zeigt, es passt ... freu ... :D

Bild

Rechts musste für den Ausleger zwar noch etwas rosa Materie weichen, aber nun konnte ich die Kontur der zu bauenden Stützmauer abnehmen.

Das ist der aktuelle Stand und nun geht es an den Bau der eigentlichen Röhre ...

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1915

Beitrag von Miraculus » So 13. Jan 2019, 17:21

Hallole Hubert,
alles gut, jetzt bin ich ja wieder da :fool:

Wenn deine Tunnelröhre jetzt noch nen Ziehharmonikaeffekt hätte, könnten wir glatt ein Patent anmelden :wink: .

Schaut gut aus, deine Bastelei. Ich kam heute zu nix. War mit Markus (MTB_Raider) unterwegs. Dazu gleich mehr im Bilderbuch.


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1916

Beitrag von Acki59 » So 13. Jan 2019, 18:44

Sehr aufwändig - aber natürlich wieder mit der gewohnten Präzision!

:gfm:
Gruss Acki

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1917

Beitrag von Feldberg » Mo 14. Jan 2019, 16:25

Hallo Hubert,

Schön zu sehen, wie Sie den Tunneleingang schaffen.
Ich habe auch gerade einen Tunneleingang zu 1 der SBhf begonnen.
Allerdings ist meine Strecke in einer Kurve und dann wird es etwas schwieriger, Ihre Methode anzuwenden.
Ich bin daher sehr neugierig, wie du das machst.

mvrgr Bob
Beste Grüsse von die Feldberg

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1918

Beitrag von wulfmanjack » Mo 14. Jan 2019, 21:15

Hallo Hubert,

bereits am Freitag hatte ich den Baubericht zum Tunnelportal gesehen :bigeek:
Und warum melde ich mich erst jetzt.......
Mir hatte es irgendwie die Sprache.....; ähm die Tastatur verklemmt. :roll:

Da verschmilzt der Plastik und bekommt noch genau das heraus, was er wollte. Ich ziehe meinen imaginären Hut lieber Hubert.
Was Du Dir da für eine Arbeit für ein Portal gemacht hast. 8) aber so verrückt bin ich ja manchmal auch .... und das ist schön. :fool:

Peterslahr ist ja nicht ganz so weit weg von mir. Die stillgelegte Strecke war einmal Bestandteil der heutigen Kasbachtalbahn.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kasbachtalbahn

Und jetzt hat tatsächlich ein Stück Westerwald-Geschichte in der Mark Michingen Einzug gehalten. :clap:
LG
Wolfgang

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1919

Beitrag von hubedi » Di 15. Jan 2019, 00:52

Hallo liebe Modellbahnfreunde,

heute schaffte ich es, die Tunnelröhre fertig zu stellen. Es war schwieriger als gedacht, die Forexplatte in die gewünschte Rundung zu bekommen. Dazu später mehr ...
Miraculus hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 17:21
... Wenn deine Tunnelröhre jetzt noch nen Ziehharmonikaeffekt hätte, könnten wir glatt ein Patent anmelden ...
@Peter
Genau das hätte ich mir heute gewünscht. Aber so etwas ähnliches brachte letztlich auch ohne die Falten einer Ziehharmonika den gewünschten Erfolg.
Acki59 hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 18:44
... Sehr aufwändig -
@Acki
Wohl wahr! Ich hätte es mir zu Beginn einfacher vorgestellt. Inzwischen habe ich drei verschiedene Methoden getestet, eine Tunnelröhre im Bogen hinzukriegen. Die aktuell gezeigte dürfte wohl die schwierigste gewesen sein ... aber ich wollte es ja mal wieder wissen. :D
Feldberg hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 16:25
... Ich habe auch gerade einen Tunneleingang zu 1 der SBhf begonnen.
Allerdings ist meine Strecke in einer Kurve und dann wird es etwas schwieriger, Ihre Methode anzuwenden.
Ich bin daher sehr neugierig, wie du das machst ...
@Bob
Ich ziehe unten meine persönliche Bilanz nach den Erfahrungen von drei Baumethoden. Das muss für Dich nicht zutreffen, aber es ist vlt. ein Hinweis.
wulfmanjack hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 21:15
... Was Du Dir da für eine Arbeit für ein Portal gemacht hast. 8) aber so verrückt bin ich ja manchmal auch ... Peterslahr ist ja nicht ganz so weit weg von mir. Die stillgelegte Strecke war einmal Bestandteil der heutigen Kasbachtalbahn ...Und jetzt hat tatsächlich ein Stück Westerwald-Geschichte in der Mark Michingen Einzug gehalten ...
@Wolfgang
Ja ... es gilt mal wieder, etwas verrückt zu sein hilft durchaus. Das Portal war relativ flott geschnitzt. Die Tunnelröhre machte leider noch mehr Arbeit.
Ich hatte bei der Recherche gesehen, dass der Tunnel zu leider stillgelegten Kasbachtalbahn gehörte. Dein Link kommt zur rechten Zeit, mich mal näher mit der Historie dieser schönen Strecke zu beschäftigen, Danke. Die Bahnlinie bietet interessante Details und wäre ein schönes Modellbahnprojekt. Mal sehen, vlt fahre ich in der kommenden Saison die Strecke mit dem Motorrad ab und kann die Reste dann selbst in Augenschein nehmen ...

@All
Nun zum weiteren Baubericht. Wie ich bereits angedeutet habe, war es aufwändiger als gedacht, die 1mm starke Forex-Platte in eine gebogene Röhre zu verwandeln. Das Zeug ist zwar weich und leicht zu prägen aber ziehen lässt es sich nur sehr ungern. Es bedurfte einiger Klemmungen und einer Wärmespezialbehandlung, um es schließlich doch zu schaffen.

Es begann mit Zuschnitt des Rechtecks. Die Länge war ziemlich einfach zu ermitteln, aber wie breit musste die Platte sein, um hinterher die Tunnelröhre abzubilden. Zur Bestimmung hilft die mathematische Theorie nur bedingt weiter, einfacher geht es mit einem Draht.

Bild

Forex ist prima geeignet, um flott eine Struktur einzuprägen. Allzu sorgfältig musste es in diesem Fall nicht sein, denn das Mauerwerk ist in der Tunnelröhre kaum zu sehen:

Bild

Um der Platte für das Biegen die restliche Steifheit zu nehmen, schnitt ich von hinten ebenfalls ein Karomuster hinein. In den Bereichen der größten Biegung setzte ich die Schnitte dichter. Einige Rillen gerieten dabei anscheinend recht tief, so dass sich die Platte später etwas zackelig bog. Aber das war keine größere Sache.

Bild

Wie klebt man Forex auf Holz ... das Internet lieferte unterschiedliche Antworten, die sich z.T. noch widersprachen. Also musste ein Test die beste Möglichkeit ermitteln:

Bild

Das leider etwas unscharfe Bild deutet bereits an, nicht alle Tipps funktionierten. Ganz links schälte sich der Teststreifen fast selbst ab ... das war Pattex 100%. Daneben seht Ihr das Ergebnis für Holzleim ... nicht viel besser. Uhu Allplast brachte bereits ein brauchbares Resultat. Es löst die Oberfläche offenbar etwas an, kann aber nicht sehr tief eindringen und der Teststreifen ließ sich somit ebenfalls mit einem gewissen Kraftaufwand abpellen. Ich hatte aber wohl zu früh gepellt ... nach einer längeren Trockenzeit wurde die Verbindung immer besser.
Der Gewinner ist ... Seku-Kleber. Aber muss man dazu sagen. Ich habe zuvor in meinen Giftschrank geschaut, denn ich verwahrte dort Loctite 770. Das ist ein Primer für z.B. PET-Folien, um sie mit Seku-Kleber befestigen zu können. Die Theoretiker reden da von Oberflächenaktivierung oder was auch immer. Jedenfalls gelang es durch diese Vorbereitung die abstoßende Antimaterie in Materie zu verwandeln und der Seku-Kleber hielt wie die berühmte Hechtsuppe. Beim Versuch den Klebestreifen abzureißen begann sich die Platte aufzulösen, aber nicht die Klebestelle. Das wollte ich sehen. Ach ja, Hechtsuppe hatte ich gerade nicht daheim. Sonst hätte ich die natürlich auch probiert.

Das Loctite-Zeug ist nicht umsonst im Giftschrank. Wenn man sich das Sicherheitsblatt durchliest, weiß man warum. Ein Schluck aus dem Fläschchen ist nicht zu empfehlen.

Es konnte also geklebt werden. Ich dachte mir schon anhand der Versuche das Forex zu ziehen, das wird keine einfache Nummer. So kam es dann auch. Ich verklebte zuerst eine untere Längskante als Fixlinie und natürlich die Röhrenöffnung als neuralgischen Übergangspunkt zum Portal bzw. zur Außenwelt. Die aus den Spanten ausgeschnittenen Rundlinge waren natürlich eine willkommene Klemmhilfe.

Bild

So arbeitete ich mich abschnittsweise voran, aber zum Schluss wollte die Platte sich nicht mehr mit dem zukünftigen Röhrendasein abfinden. Hinten blieb ein nennenswerter Spalt. Da half nur gutes Zureden in Form einer Wärmebehandlung. Mein Heißluftgebläse sorgte für die nötige Motivation und den Rest erledigten die Klemmen. Tatsächlich war das Forex hinterher sogar etwas übermotiviert und schmiegte sich mehr als gefordert um die Rippen. Naja, jetzt ist die Oberfläche hier und da etwas verzogen, aber das sieht sogar nicht mal schlecht aus ... realistisch eben.

Ich raute die fertige Röhre innen mit einem Schleifpapier an und legte den ersten Anstrich auf die Mauernachbildung Die Farben halten besser als erwartet auf der Oberfläche. Abschließend könnt Ihr nun in der Mark Michingen in die Röhre schauen:

Bild

Noch ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Das wird sich bald ändern. Es fehlen nur noch die Stützmauern rechts und Links vom Portal und dann ist das Kunstwerk reif für die Anlage ...Puh!

Ach ja, die Bilanz:

Komischerweise liegen alle Tunnelröhren auf meiner Anlage in einer Kurve. Kunststück ... Es gibt ja auch nicht sooo viele gerade Abschnitte. :D Vor Jahren habe ich den ersten Tunnel gebaut. Dessen Umbau und Rettung findet Ihr ganz oben in meinem Thread. Die Röhre entstand auch aus Spanten, die ich innen mit einen Aludrahtgeflecht auskleidete. Die Wandung bildete ich dann klassisch aus Gipsbinden. Das geht prima und wäre nach meinen Erfahrungen die Methode der Wahl, wenn man auf eine Steinstruktur verzichten kann.

Beim zweiten Tunnel wollte ich unbedingt gemauerte Wände. Das ist die Röhre neben dem Turmportal, dessen Bau ich hier auch beschrieben habe. Die Auskleidung des Tunnels mussten hier dünner geschliffene PS-Platten übernehmen. Ich schnitt sie zusätzlich in Streifen und verklebte sie dann abschnittsweise mit den Spanten. Das ging recht gut hat aber den Nachteil eines etwas exotischen Mauerfugenverlaufs.

Die dritte Variante ist gerade im Bau. Das Ziehen des Forex zu einer Röhre ist nicht gerade einfach und ich würde es so wohl nicht mehr machen.

Es bleibt noch eine vierte Variante ... die will ich aber vorerst nicht auch noch probieren. Sie würde sich an die Tunnelbaumethoden des Vorbildes orientieren. Nur als Idee ... man schneidet Streifen von einer PS-Platte, feilt sie zum Biegen etwas dünner und formt sie einzeln zu kleinen Röhrenabschnitten. Man könnte sie vlt. sogar gleich je in einen Spant einkleben. Diese Abschnitte kombiniert man dann zu einer Röhre. Bei einem großen Radius wäre der polygonale Verlauf sicher mit Schleifpapier abzumildern.

Es gibt auch fertige gerundete Gipsabgüsse. Dann ist man allerdings auf die vom Hersteller vorgegebenen Radien festgelegt ... und die sind m.W. ziemlich klein. Vlt. könnte man aber auch eine gerade Silikonform vorbiegen und so zu passsenden Elementen kommen. Das ist ja schon die fünfte Möglichkeit.

Hm ... ich mache jetzt mal Schluss und gehe in die Heia ...

LG und GN8
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1920

Beitrag von Jürgen » Di 15. Jan 2019, 08:13

Hallo Hubert,

das ist sehr aufschlussreich, was Du schreibst. Ich hätte noch eine 5., bisher theoretische, Idee. Du schneidest nicht Röhrenabschnitte, sondern Längsstreifen mit einer Höhe von ein oder mehreren Steinlagen. Die werden dann übereinander in die Röhre geklebt. Um die Klebefugen vor einer Durchleuchtung zu sichern, klebt man einen Streifen dunkle Pappe dahinter. Vorteil: Man kann die Streifen viel schneller ritzen.

Nur mal so als Idee. Und wenn du das ausprobierst, brauche ich es nicht zu machen ... :fool:

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1921

Beitrag von Acki59 » Di 15. Jan 2019, 08:51

Guten Morgen Hubert

Sehr schöner Baubeschrieb!

Ich weiss aber nicht, ob ich mir das antun würde ...
Ich bin da halt eher Minimalist und baue Tunnel, die in der Kurve liegen, als "aus dem Fels gehauen“: Hier ein Beispiel mit "Röhre" aus Kartonstreifen und leimgenässtem Haushaltspapier. Dann Brei aus Gips, Vogelsand, Leim und Farbe innen aufschmieren ...

Bild

P.S. Entschuldige bitte, wenn ich da so in Deinen Baubeschrieb reinpfusche ... :oops:
Aber vielleicht dient ja diese Idee auch jemandem ...
Gruss Acki

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1922

Beitrag von Gordon_04 » Di 15. Jan 2019, 08:59

Moinsen !

Zuallererst: :gfm: ! Also der ganze Trööt. Und die Mark.
Eigentlich lese ich ich nur still mit, aber da gerade alle in die Röhre schaun eine Zwischenfrage:

Bei mir soll ein Portal entstehen das aus zwei Röhren besteht, die Tunneleingänge liegen
etwas versetzt hintereinander.
Wie lässt sich das optisch gut umsetzten ?

Grüße
Andy
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1923

Beitrag von sarguid » Di 15. Jan 2019, 18:58

Hallo Hubert,

jetzt muss ich doch mal zum Gegenbesuch vorbeischauen - ist ja echt Wahnsinn was Du da in N-Spur aufbaust :gfm:

Wäre für mich Grobmotoriker allerdings alles eine Nummer zu klein - 1:86 geht bei mir gerade noch (wobei die Lupe auch immer neben dran liegt). Was die Tunnel anbelangt, so habe ich diese genau wie Du mit der Säge ausgeschnitten. Allerdings nur für das Portal. Im weiteren Tunnelverlauf benötigst Du ja nur Stützen und die kann man wunderbar aus Styrodur fertigen. Muss man zwar auch "sägen" (bzw. mit Heissschneider bearbeiten), aber sind dafür extrem leicht und halten trotzdem die Mauerwerksfolie. Da habe ich normale Backsteinplatten (sind aus Deflon) genommen die es als Tunnelplatten gibt (glaube Noch oder Heki haben die im Programm). Die haben den Vorteil, daß das Biegen wesentlich einfacher ist - und trapezförmiges Zuschneiden reicht im Tunnel aus.

Einige Tunnel habe ich auch direkt als Mauerwerk gemacht - und die sind dummerweise in einem ganz engen Bogen - hier mal als Beispiel (das ist sogar fast N - zumindest was die Spurbreite anbelangt, Maßstab H0):

Bild

Vorne besagte Backsteinplatten - hinten sogar eine "Freelance" Komposition die rein aus Gips und Styrodur entstanden ist.

Andy: Würde ich aus Mauerwerk machen - genial sieht Gips aus mit 2 hintereinander stehenden Tunnelportalen (ist aber auch am aufwändigsten von der Modellierung). Die Röhren würde ich - wie oben beschrieben - aus Styrodur machen und mit Backsteinplatten versehen (vor Einbau sollte man die mit Heki Farbe einsauen zwecks Patina).
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1924

Beitrag von wulfmanjack » Do 17. Jan 2019, 08:48

Hallo Hubert,

jetzt hast Du also das Forex als Baumaterial ausprobiert. :clap: Ich steh ja auch auf das Zeugs.
Deine Kleber-Testreihe war daher sehr interessant und bei der hohen Belastung dieser Klebestellen auch angebracht. Für die flächigen Verklebung der Platten auf Holz verwende ich den Uhu Montagekleber Ultra (100 g Tube). Mit der Verbindung und Verarbeitungszeit bin ich sehr zufrieden. :D

Die Motorrad-Tour an die Wied kann ich Dir nur empfehlen. :sabber: Die Wiedstrecke ist bei Bykern sehr beliebt. Enge und langgezogene Kurven entlang des Flußverlaufs und wenig befahren, da Abseits der Fernstraßen. Es gibt da wirklich sehr viele Ecken der Einsamkeit und gute Lokalitäten zur Einkehr. Das ganze eingepackt in einer schönen Mittelgebirgslandschaft. Und dann noch Bahnhistorie; was willst Du mehr. :redzwinker:
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#1925

Beitrag von hubedi » Do 17. Jan 2019, 19:22

Hallo zusammen,

es sind ja noch so einige Tipps zusammengekommen. Hey, super ... da muss ich ja nix mehr machen, wenn Ihr die ganze Schreibarbeit erledigt. Ich lehne mich einfach mal ein wenig zurück ...:D
Jürgen hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 08:13
... Du schneidest nicht Röhrenabschnitte, sondern Längsstreifen mit einer Höhe von ein oder mehreren Steinlagen. Die werden dann übereinander in die Röhre geklebt. Um die Klebefugen vor einer Durchleuchtung zu sichern, klebt man einen Streifen dunkle Pappe dahinter. Vorteil: Man kann die Streifen viel schneller ritzen.

Nur mal so als Idee. Und wenn du das ausprobierst, brauche ich es nicht zu machen ... :fool: ...
@Jürgen
Und schon werde ich wieder zur Ordnung gerufen ... Hubert, mach mal ... :fool:
Hab ich schon, meine Methode zwei. Ich habe es vlt. nicht so elegant ausgedrückt, aber das war gemeint. Seinerzeit habe ich wohl die Längsstreifen zu breit gewählt und ich musste sie zweidimensional ausbeulen. Das ging mit den PS-Platten einfacher als mit Forex.
Acki59 hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 08:51
... Hier ein Beispiel mit "Röhre" aus Kartonstreifen und leimgenässtem Haushaltspapier. Dann Brei aus Gips, Vogelsand, Leim und Farbe innen aufschmieren ...
@Acki
Wieso in den Baubericht gepfuscht ... :shock: ... alles gut. Dein Vorschlag erinnert mich an meine Variante eins. Du hast zur Stabilisierung nur Kartonstreifen statt Alu-Fliegendraht genommen. Mit Karton bist Du natürlich noch günstiger unterwegs als ich. Das sollte im Endeffekt das gleiche Ergebnis liefern. Der einzige Unterschied ist meine Gewissheit, ich besitze eine Alu-Armierung. Ob mir das wirklich weiterhilft ... :D
Gordon_04 hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 08:59
... Wie lässt sich das optisch gut umsetzten ? ...
@Andy
Willkommen in der Mark Michingen ... nun auch als schreibender Leser. :D Aber überschätze meine Fähigkeiten als Tunnelbauer bzw. Konstrukteur nicht. Wenn ich helfen kann ... du hast eine Mail mit ein paar Vorschlägen.
sarguid hat geschrieben:
Di 15. Jan 2019, 18:58
... Was die Tunnel anbelangt, so habe ich diese genau wie Du mit der Säge ausgeschnitten. Allerdings nur für das Portal. Im weiteren Tunnelverlauf benötigst Du ja nur Stützen und die kann man wunderbar aus Styrodur fertigen. Muss man zwar auch "sägen" (bzw. mit Heissschneider bearbeiten), aber sind dafür extrem leicht und halten trotzdem die Mauerwerksfolie. Da habe ich normale Backsteinplatten (sind aus Deflon) genommen die es als Tunnelplatten gibt (glaube Noch oder Heki haben die im Programm). Die haben den Vorteil, daß das Biegen wesentlich einfacher ist - und trapezförmiges Zuschneiden reicht im Tunnel aus. ...
@Matthias
Hm ... das ist ein super Vorschlag. Zumal ich über einen Heißdrahtschneider verfüge ... und über massenweise rosa Styrodur ... :shock: Als Träger wäre Styrodur sicher für einen direkten Gipsauftrag geeignet. Ist gespeichert und kommt auf die Testliste. Es gibt ja noch einen Tunnel am Nordausgang des Bhf Rhodenhausen. Danke!
wulfmanjack hat geschrieben:
Do 17. Jan 2019, 08:48
... jetzt hast Du also das Forex als Baumaterial ausprobiert. :clap: Ich steh ja auch auf das Zeugs. ... Die Motorrad-Tour an die Wied kann ich Dir nur empfehlen ...
@Wolfgang
Die Forex Platten hatte ich schon eine ganze Weile hier herumstehen. Zum freien Einprägen einer Oberfläche ist das Zeug ideal. Ich wollte damit vlt. meine Bürgersteige bauen. Der Tunnel bot sich an, die Materialeigenschaften mal selbst zu testen ...

Das Wiedtal ist mir natürlich bekannt und ich bin schon einige Male durchgefahren. In der Ecke gibt es wunderschöne Strecken, die aber leider häufig mit Rennstrecken verwechselt werden. Das ist einigermaßen nervig. I.d.R. halte ich mich da raus und fahre in Gegenden, die nicht ganz so beliebt sind. Dabei habe ich dann schon so manche Perle entdeckt ...

@All

Diesmal gibt es leider keinen Bilderreigen sondern nur ein Foto der im Rohbau fertigen Flügelmauern. Die Anlagensituation entspricht nicht dem Vorbildgelände. Deswegen ist die rechte Seite als Stützmauer ausgeführt. Ich habe sie zusätzlich noch unterteilt, um den Trumm nicht zu groß werden zu lassen. Dahinter steckt folgende Überlegung. Nach dem Erdrutsch am Dornberg wurde die Stützmauer durch einen Aufsatz ergänzt, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Ich hoffe, ich bekomme jetzt keine Schläge von den Fachleuten. Das war nur eine Annahme, um die Optik etwas zu verbessern.

Die Betonaufsätze auf den Mauerkronen mit den interessanten Spitzen wollte ich auf jeden Fall nachbilden. Ich finde, das sieht auch im Modell ganz gut aus.

Bild

Jetzt fehlt noch die Bemalung. Dabei möchte ich mich am Aussehen des Portals in Peterslahr orientieren. Mal sehen, ob es mir gelingt und wie es im kleinen Maßstab bzw. auf der Anlage wirkt. Vlt. kann ich am WE weitermachen und das Projekt erfolgreich abschließen. Fehlt noch das Geländer für die Stützwand ... ich weiß immer noch nicht so richtig, was ich machen soll.

LG
Hubert
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

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