Eckenreuth am Schwendsteig - Baustand vom 30.12.19

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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Enphil
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Eckenreuth am Schwendsteig - Baustand vom 30.12.19

#1

Beitrag von Enphil »

Liebe Modellbahnfreunde,

zunächst möchte ich erst einmal Danke sagen!

(Wem das zu viel Text ist, kann auch weiter runter scrollen, zu dem, was ich eigentlich vorhabe heute hier vorzustellen. Ich bin leider oft sehr ausschweifend.)

Danke, dass ihr Stummis mit einem so reichhaltigen Potpourri an Wissen, Techniken und Liebe die „Faszination Modellbahn“ teilt. Das ist wirklich toll! :clap:

Seien es die komplett ausgestalteten Anlagen mit ihren Zugbildungen und die Betrachtung besonderer Details, oder die technischen Raffinessen, der Landschafts- und Gebäudebau, der sooft realistisch, liebevoll und detailreich ist.
Genauso die Bauberichte, die zeigen welche Möglichkeiten sich in der heutigen Zeit bieten...und das in allen Spurgrößen.
Nicht zu vergessen sind die Profis in der Gleis- und Anlagenplanung, die mit ihrer Vorstellungskraft den Ideen und Vorstellungen von alten Hasen sowie jungen / weniger erfahrenen Moba-Hüpfern auf die Sprünge helfen. Gerade auch das Einführen in jene Gedankenwelt (Bahnhofspläne richtig lesen, Gleisführung hinterfragen, etc.) ist eine große Hilfe, damit der Weg zur eigenen Traumanlage näher rückt.

Man sieht als stummer Leser (das sind nun wohl doch schon paar Jahre bei mir...) mit welcher Begeisterung ihr dabei seid. Auch wie sehr ihr gegenseitig von dem großen Wissen der Masse profitiert und somit jeder für sich, auch mit der Hilfe und Unterstützung anderer Stummis oder auch schon durch das Lesen und Abgucken in verschiedenen Threads, seinen Weg geht, um die Anlage, das Modul/Segment/Diorama nach seinen Vorstellungen zu bauen und zu betreiben.

Jenes Stück selbstkreiierte Welt dann irgendwann zu sehen, was einem im Inneren eine gewisse Zufriedenheit gibt oder man sich nach einem anstrengenden Tag mit einem guten Getränk zurücklehnen und Züge gucken kann, die sich eben durch die Landschaft schlängeln, und sich an diesem eigenen kleinen Meisterwerk erfreuen kann....das ist Glück. Ihr teilt das.
Etwas zu schaffen, woran man vorher kaum glaubte und man glücklich ist, dass die anderen mit Rat und Tat zur Seite standen... ich finde das wirklich großartig. Das ist auch der Grund, der mich dazu bewogen hat, mich hier anzumelden.

Da fällt mir ein: Wenn ich schon beim Danksagen bin... natürlich auch ein Dank an die Admins, für das Freischalten, damit ich hier überhaupt etwas schreiben kann. :-)


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So, nun aber mal zu mir.
(Wer das auch überspringen will, der scrollt am besten zum nächsten Eintrag, [der bald kommen wird] wo ich dann mal mein Vorhaben konkretisiere.)

Ich bin ein frisch-gebackener Endzwanziger und lebe im schönen Südwestsachsen. Ich bin schon seit geraumer Zeit Modellbahner. Jedoch schlummerte dieses Faible für ca. 15 Jahre.

Wie fing es alles an...tja...da kann ich mich nicht mehr recht dran erinnern. Es gibt aber ein Foto von mir. Da war ich ca. drei Jahre alt. Es war eine „Platte“ und die stand in meinem Zimmer. Ich glaube mein Vater hatte sie für sich gebaut. Wann weiß ich nicht...aber wie es halt so war, wird auch der Vater zum Kind und schwuppdiwupp ist der Regler am Trafo der liebste Knopf...auch für mich als kleiner Knirps. Es war eine TT-Anlage mit zwei Runden (kein direktes Oval) und einer Acht. Die Berge waren bemalter Bauschaum, Lichtsignale gab es und jedes Gebäude war beleuchtet. Da funkelten meine Augen.

Weiter hatte meine Mutter eine Spur-N-Anlage. Da waren es wirklich zwei Ovale. Mein Großvater baute sie, da war meine Mutter noch klein.
Ich spielte dann irgendwann damit. Da war ich ca. 6 Jahre alt. Er hat dann irgendwann ein ICE-Startset von Fleischmann gekauft und da war es natürlich spitze für mich, durch die Kurven zu sausen.

Die TT-Anlage meines Vaters war während dieser Zeit dann irgendwie verschwunden. Sie schläft auch heute noch, nach wie vor auf unserem Dachboden.

Zurück zu meinem Großvater. Als ich in der 4. Klasse war haben meine Großeltern ihr Haus renoviert. Dabei bekam ich auch ein Zimmer unterm Dach....und eine Modellbahn. Es war Opas Größe: Spur N. Ein „digitales Super-Startset“ von Minitrix.
Das Oval wurde nach ein paar Jahren vergrößert mit einer Parade über der Dachbodentreppe. Diese wurde dann aber nie gänzlich fertig gestaltet. Die Modellbahn schlief ein, als ich ca. 16 Jahre war.

Hier mal ein paar Bilder von der Anlage:

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Wie das Leben so spielt, war dann die Schule erst einmal wirklich wichtig. Danach ging es ein Jahr ins Ausland und als ich zurückkam fing das Studium an. Eine reizvolle Zeit. Nach zwei Jahren wechselte ich den Studiengang und zog nochmals um. Das ging einher mit dem Tod meines Opas. An die schönen Momente des gemeinsamen Bastelns an der Modellbahn erinnerte ich mich gern. Das war der blanke Kurzurlaub an meinen Wochenenden in der Schulzeit.

Zum Jahreswechsel 2016/17 habe ich mit meiner besseren Hälfte dann einen Städtetrip nach Hamburg gemacht. Tja...und da ist ja nun das Miniaturwunderland. Ich war schon früher zweimal dort (mit meinen Eltern und später nochmal mit meinen Großeltern). Meiner Liebsten schlug ich es jedoch gar nicht erst vor. Ich wusste, dass sie daran kein Interesse hat. Aber sie meinte vor Ort: „Alle schwärmen davon, ich glaub das muss schon ganz gut sein.“ Da war ich natürlich hellhörig und hatte keinen Einwand. In der Ausstellung meinte ich dann zu ihr, dass ich vielleicht doch auch irgendwann (wenn ich mal älter bin) auch eine Modellbahn haben könnte. Ich wusste ja nicht wie sie reagiert. Aber sie lachte und meinte: „So lange ich nicht mitspielen muss, gern. Da weiß ich wenigstens wo du bist und machst sonst keinen Blödsinn.“ Ja und da war er nun, der Moment wo die Fantasie wieder zu blühen begann. :hearts:

Erstmal guckte ich nur Bilder und YouTube Videos an. Ich googelte alles Mögliche und stieß auf das Stummiforum. Irgendwann kamen Zeitschriften. Da ich nur das Hobby in Gedanken auslebte, schenkte mir meine Freundin dann ein Abonnement vom Eisenbahn-Magazin. Da war ich begeistert, weil ich sowas auch nie vermutet hätte. Ich verschlang Bild für Bild, Zeile für Zeile, Wort für Wort....und dann ging es irgendwann los: auf meinen Streifzügen durch Foren, Webseiten, Zeitschriften, Büchern, Videos...etc. Ich plante auf einmal. Sämtliche Spurweiten. Ich hatte (hab) da riesige Freude dran. Erst Spur N, dann H0, dann weiter mit H0e, später auf Modulen. Ich kam zur Spur 0 und bastelte dann aus Karton Donnerbüchsen und die BR 50, also als reine Papp-Klötzer, um einfach eine Größenvorstellung zu bekommen. Ich fand es grandios.
Die Entscheidung fiel dann zugunsten der Wertschätzung und Erinnerung an meinen Opa, sowohl aber auch dem Platz, zu einer Anlage mit der Spurweite N. Dort könnten dann eben mindestens die beiden Züge und auch die Drehscheibe von der Anlage, die bei meinen Großeltern stand, wieder zum Leben erweckt werden....und Opa würde vielleicht von irgend einer Wolke stolz hinunter gucken. Irgendwie könnte er dann mitfahren.

Tja und dann, exakt ein Jahr nach dem Besuch im Miniaturwunderland, ging ich zielstrebig zu einem Modellbahn-Händler in der Region und wollte nur mal gucken. Gucken, ob sie die BR-82 der DB von Piko mit Sound hätten. Denn die gefiel mir und hatte ja im Grunde Bestnoten bekommen. Ich war zwar skeptisch mit dem Sound, vor allem weil ich ihn nur von den Videos kannte, aber ich dachte: in echt klingt es ja immer anders.
Allerdings war mein Wunsch mir die Lok als DB-Modell anzuschauen ja dann doch eher ungewöhnlich hier im ehemaligen Gebiet der DR. Sie war aber da. Der Händler führte sie vor....das Schicksal nahm seinen Lauf...

Die meisten Menschen wissen noch genau, was sie sich von ihrem ersten Gehalt gekauft hatten. Irgendwas Verrücktes ist es ja dann doch, weil man auf einen Schlag sich etwas leisten kann.
Ich wusste in dem Moment nur: bei mir wird es genau diese Lok sein. Das war ein wahnsinnig tolles Gefühl. Ich kaufte noch ein Gleis dazu und somit hatte ich wenigstens (mit der alten Selectrix-Steuerung aus dem Startset) die Möglichkeit auf 30cm zu „fahren“ und den Sound zu hören. Das war nun der Beginn im Januar 2018...

Hier noch zwei Bilder von meinem ersten Gehalt:

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Übrigens: alle Bilder sind nur Handyaufnahmen. Für eine richtige Kamera und entsprechendes Licht hat es noch nicht gereicht. Ich brauchte erstmal Holz, Elektrik, Werkzeug und Rollmaterial. Darum geht es dann irgendwann in den nächsten Beiträgen. Denn erstmal wird es um die Vorstellung „meiner“ Idee gehen.

Bis dahin und liebe Grüße
Philipp
Zuletzt geändert von Enphil am Mi 19. Feb 2020, 23:42, insgesamt 4-mal geändert.
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Schwellenzähler
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig

#2

Beitrag von Schwellenzähler »

Moin Phillip :)

Erstmal :hearts: :welcome: in der Stummigemeinde, und danke für deine ausführliche Vorstellung. Ich finde es immer interessant, wann, wo, und wie man zur Modellbahn gekommen ist.
Ich bin mal gespannt, was hier noch kommt und stelle mal, als ( mit Unterbrechung fast 40 Jahre ) N-Bahner den Fuß in die Tür :D
Einen kleinen Motivator hast du ja bereits in Form der 82´ger! Eine solche Maschine stand bei mr auch mal auf dem Wunschzettel, als ich noch im Übergang der Ep. III zu IV unterwegs war. Der Epochenwechsel in die für mich interessantere ( weil leibhaftig miterlebte ) Ep. IV kam dann aber glücklicherweise schneller.

Viel Spaß noch beim weiteren Planen und Bauen!

Gruß

Carsten
Hier geht es nach Mühlental, einem kleinen (Spur-N)Bahnknoten in den 80´gern

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=151380

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Eckenreuth am Schwendsteig - Raum und Zeit...

#3

Beitrag von Enphil »

Hallo Carsten,
willkommen in Eckenreuth am Schwendsteig! Vielen Dank für die herzliche Begrüßung! Ja, das stimmt....die 82‘er ist nach wie vor eine Motivation. :D
Die Epoche IV finde ich persönlich auch sehr faszinierend. Vor allem die Farbgebung der Bahn. Vielleicht kommt auch bei mir irgendwann mal ein Epochenwechsel. Vorerst sammle ich aber erstmal Epoche III, damit das Bild stimmig bleibt, und der Geldbeutel auch. :lol: Aber bei Ozeanblau-Beige...da könnte ich schon manchmal schwach werden. :wink:

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Nun nochmal an alle: Herzlich Willkommen in Eckenreuth!

Heute soll es um die landschaftlichen Gegebenheiten und die Historie gehen. Denn eine Stadt ist nicht einfach da, und eine Strecke wird ja auch nicht ohne Grund gebaut....und irgendwie brauchen wir ja auch einen Grund, warum wir so bauen, wie wir bauen. :lol:

Eckenreuth ist eine kleine Stadt auf einem Bergausläufer im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge. Schon zu Frühzeiten siedelten sich hier Handelstreibende und Arbeiter an. Die Lage für die Querung des Bergrückens bot sich schon seit je her an, um Rast zu machen und Handel zu betreiben, bevor es weiter hinauf ging - entlang des Schwendsteiges und darüber.

Die Stadtoberen wollten Eckenreuth zu einem Ort von überregionaler Bedeutung machen. Sie wandten sich bereits 1853 an die königliche Staatsbahn, um eine Konzession zur Anbindung an die Eisenbahn zu bekommen. Sie sollte von der bereits bestehenden Station an der Strecke Hof-Leipzig in der Kreisstadt Marienthal aus gehen. Dies war jedoch weniger erfolgreich. Es vergingen die Jahre...

Durch die Erkenntnis von Kaiser Wilhelm I., dass die Eisenbahn das Fortbewegungsmittel der Zukunft ist, wurde viel investiert...so auch in Eckenreuth.
1883 erhielt die Marienthal-Waldburger-Eisenbahngesellschaft die Konzession für die Strecke und noch im gleichen Jahr begann der Bau der Eisenbahn. Auch Eckenreuth war mit großen Anteilen stimmberechtigt, für den Verlauf und die Planung der Trassenführung.

Der Ort konnte sogar stärker angebunden werden, als die Räte der Stadt je dachten. In den ursprünglichen Plänen von 1853 ging man von aus, Eckenreuth als Endbahnhof zu konzipieren. Doch der Investitionsumfang der Regierung war so enorm, dass auch die Bezirksstadt Waldburg im nächsten Tal angebunden wurde und somit einen wichtige Verbindung zwischen den beiden großen Städten geschaffen wurde, ohne Umweg über Sohlenbach.

Aufgrund der Überwindung des Schwendsteigs wurde frühzeitig die Planung auf einen Spitzkehrenbahnhof gelenkt, der baulich und preiswert sich gut auf dem Ausläufer errichten liess. Die gesamte Strecke war bereits durch die diverse Kunstbauten kostenintensiv.

Mit Eröffnung der Strecke Marienthal-Waldburg im Frühjahr 1893 kam es zum wirtschaftlichen Aufschwung entlang der Strecke. Kleine Manufakturen wuchsen zu mittleren Betrieben oder gar zu landesweit wichtigen Fabriken, wie der Landmaschinen Fabrik Waldburg. Schnell wurden entlang der Strecke Anschlüsse von Firmenbesitzern verlangt. Zudem entdeckten immer mehr Menschen die Ausflugsziele in der Region.

Innerhalb von 20 Jahren entwickelte sich die Bahnstrecke Marienthal-Waldburg zu einer wichtigen Achse und war von großer Bedeutung im Mittel-Süddeutschen-Raum.

Im Jahr 1914 sollte ein Streckenausbau beginnen. Dieser sah den Ausbau der Strecke auf ein zweites Gleis vor. Der 1. Weltkrieg brach aus und das Geld wurde in militärisch wichtigeren Bereichen benötigt. Denn die Strecke war zwar eine wichtige Route für den Handel, aber von militärisch-strategischen Lage, war sie...sagen wir „eine von vielen“.

Nach dem 1. Weltkrieg dauerte es eine gewisse Zeit bis die Strecke wieder so ausgelastet war, dass man sich Gedanken über einen weiteren Ausbau machte.
Neue Lokomotiven die mehr Leistung auch auf Steilstrecken hatten, waren jedoch nur für Strecken zugelassen, die eine Achslast von über 21t zuließen.
Es wurde zunächst die bestehende eingleisige Trasse ausgebaut und eine komplette Signalisierung eingerichtet. Ab 1928 wurde sie als Hauptstrecke in den Büchern geführt.
Noch im Frühjahr 1941 begann die Planung eines zweigleisigen Ausbaus, doch dazu kam es im Späteren nicht mehr. Ab dem Herbst im gleichen Jahr hatten die Ost-West-Achsen höhere Priorität im Ausbau...

Nach dem Krieg war die Zerstörung überall unübersehbar. Die Region Thüringen/Franken hatte Glück und somit auch Eckenreuth. Nur Waldburg hatte etwas Industrie verloren, da die Landmaschinen-Fabrik als „Rüstungsbetrieb“ den Alliierten ein Dorn im Auge war.

In vielen anderen Städten (auch im etwas entfernten Verwaltungsbereich Hainbach) hatte die Industrie ebenso Schaden genommen, doch die Strecke Marienthal-Waldburg konnte davon profitieren.

Sie war verhältnismäßig gut erhalten und kleinere bis mittlere Betriebe, sowie Forst- und Landwirtschaft waren entlang dieser Strecke verhältnismäßig zahlreich angesiedelt.
Durch sie konnte die Wirtschaft auf beide Beine gestellt werden. Sie war einer der Anlasser, um den Motor der Wirtschaft im Mitteldeutschen/Fränkischen Raum wieder anzuwerfen.
Somit stieg das Güteraufkommen entlang der Strecke kurz nach dem Krieg wieder an.

Der nächste Einschnitt kam mit der Teilung Deutschlands. Der normale Bahnverkehr wurde nur noch bis Waldburg betrieben. Die Gleise Richtung Südthüringen blieben zwar in Waldburg erhalten, aber hatten keine Nutzung mehr.

Somit stagnierte der Aufschwung entlang der Strecke Marienthal-Waldburg und die bereits vor dem 2. Weltkrieg bedeutsamen Routen nahmen das Hauptverkehrsaufkommen auf. Es brauchte keine weitere Hauptstrecke mehr, zumal die Verbindung nur bis Waldburg reichen würde, da andere Grenzbahnhöfe von den betreffenden Ministerien vorgesehen waren.

Somit wurde die Strecke zu einer gut ausgebauten Nebenbahn degradiert.

Hier ein kleiner Überblick über die Region:

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Als Nächstes geht es dann mit dem Bahnhof und dem Gleisplan weiter, bis ich dann auch irgendwann mal zum derzeitigen Baustand komme.

Wenn ihr Lust habt, schaut doch mal wieder vorbei, das würde mich sehr freuen!

Liebe Grüße
Philipp
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NFlo
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig

#4

Beitrag von NFlo »

Servus Philipp,

Herzlich willkommen hier im Forum. Danke für deine ausführliche Vorstellung und die Infos rund um die Geschichte von Eckenreuth :gfm:

Auch wenn ich eher in den moderneren Epochen zu Hause bin, so ein Dampfer - noch dazu mit Sound - ist schon ein tolles Maschinchen! :charles:

Ich hab mal ein Abo gesetzt um auf dem Laufenden zu bleiben. Bin gespannt auf deinen Gleisplan!

LG aus Oberthal,

Flo

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greg
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig

#5

Beitrag von greg »

Hallo Philipp
und herzlich Willkommen im Stummiforum (als Schreibender!)

ich habe mir gerade deine Geschichte des Städtchens Eckenreuth durchgelesen und dabei fragte ich mich, ob das nun fiktiv oder einen realen Hintergrund hat? :shock: Also kurzerhand gegoogelt und ausser einem kleinen fränkischen Dorf ohne Gleisanschluß kam dabei nichts heraus. Auch eine Marienthal-Waldburger-Eisenbahngesellschaft ist dem Internet (noch) völlig unbekannt (außer einem Hinweis zu deinem Thread hier).
Damit hast du deiner Bahn einen richtig guten Hintergrund gezimmert und ich hoffe du schmückst das im Laufe der Zeit mit weiteren Bahngeschichten aus Eckenreuth aus! :wink:
Von solchen Geschichten gibt es auch hier im Forum schon eine Menge und mit diesem Einstieg nehme ich dich gerne in meine kleine Linksammlung auf. :mrgreen:

Bin gespannt, wie es weitergeht

schöne Grüße
gregor 8)
Bild Herzlich willkommen in C A V E M B O U R G - Eisenbahnperle im Herzen Europas :hearts:

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Eckenreuth am Schwendsteig - Der Gleisplan

#6

Beitrag von Enphil »

Erst einmal zur Post:

Servus Flo!
Vielen Dank und dir ein herzliches Willkommen in Eckenreuth! :welcome:

Auch die modernen Züge sind natürlich spannend. So einen verkehrsroten Pendolino (von Minitrix) und einen ICE 1 (glaube ich) habe ich auch. Aber nicht auf DCC umgerüstet. Sie sind noch von der alten Anlage. Der knallige Kontrast der neuen Züge hat aber auch seinen Reiz, dem ich nur zustimmen kann. :gfm:

Schön, wenn du immer mal vorbeischaust. :wink:
Liebe Grüße nach Oberthal!



Hallo Gregor!
Vielen Dank und auch dir ein herzliches Willkommen in Eckenreuth! :welcome:

Hihi, da hast du mehr im Internet herausgefunden als ich. :D

Also das ist alles rein fiktiv. :oops:
Ich brauchte einfach einen Namen für die Anlage, der auch dazu passt. Da sie in der Ecke des Raumes steht lag der erste Teil des Namens recht nahe. :D Schwierig wurde es mit dem zweiten Teil, des Namens. Hier googelte ich Endungen für Orte. :zahnlos: Ich wählte „-reuth“, da es laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/-reuth) folgendes bedeutet:

„Das Suffix -reuth (z. T. von -rut[e]) als Bestandteil von Ortsnamen steht für einen Ort, der auf einer gerodeten Waldfläche entstand. Dann handelt es sich bei dem Ortsnamen um einen sogenannten Rodungsnamen.“

Mittelgebirge sind in der Regel waldreich und somit war der Name gefunden. Apropos bei „Schwendsteig“ das Gleiche:

Ich brauchte etwas, was verdeutlicht, dass es Gebirgig ist...also „-steig“ und dann ein altes kaum mehr verwendetes Wort was mit Wald zu tun hat:

„die Schwende“ (Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Schwende) = "durch Brandrodung urbar gemachtes Stück Land.“

Die anderen Ortsnamen sind ähnlich entstanden. Teilweise mit regionalem Bezug, teilweise erdacht. Aber möglichst so, dass es ins fränkisch-thüringische Schiefergebirge passt. :wink:

Vielen Dank für die Aufnahme in deine Linksammlung. :oops: Es wird bestimmt immer wieder Geschichten aus Eckenreuth geben. Aktuell warte ich auf die Arbeitsgruppe um Heinz Holzmichel und Günther Gleisbauer. Offen ist noch, ob Steffen Stromer mit den Kabeltrommeln kommt. Wahrscheinlich rücken sie nächste Woche wieder an.

Liebe Grüße nach Cavembourg! :wink:

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Der Gleisplan

Nochmal an alle: Willkommen zurück in Eckenreuth!

Nach dem „kurzen“ Überblick über die Historie und Entwicklung der Eisenbahn in und um Eckenreuth komme ich nun zum Gleisplan des Bahnhofs. :)

Die Planer, also respektive ich in Personalunion (Eisenbahndirektor, Bau- und Finanzminister :fool: ) habe mir natürlich nicht einen Plan von Grund auf neu ausgedacht. Ich habe mich zwar dran versucht, und habe auch prinzipiell extrem viel Freude am planen, aber so einen Bahnhof zu planen....das ist dann schon etwas anderes, vor allem wenn er gewisse Ansprüche haben soll.

In Vorbereitung dessen las ich einige Bücher. Zwei muss ich dann doch mal erwähnen:
„Gleispläne - für Modellbahnanlagen und Bahnhöfe“ von Günter Fromm und das „Blaue Buch“ von OOK: „Anlagenplanung“
Im Letzteren wird vor allem auf die Spitzkehre eingegangen, was ich doch ziemlich spannend fand im Laufe der Zeit.

Bei der ganzen Suche war ich dann doch immer wieder darauf gekommen, dass im Andenken an meinen Großvater eine Drehscheibe dabei sein sollte. Nur zu groß sollte das BW eben auch nicht sein.
Fündig geworden bin ich nun hier, bzw. auf www.gleisplan.ch

Ich hoffe nicht, dass ich jetzt irgendwelche Rechte verletze, wenn ich das Konzept nochmal darlege. :shame: Das Original findet ihr auch hier im Forum:

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?t=32353

Dem hab ich mich bedient und kleine Änderungen vorgenommen. :) Ich habe den Plan bzw. die Anlage in 3 Segmente aufgeteilt und eben das Ganze auf Spur N - Peco Code 55 geplant.

Sichtbarer Bereich:
Bild

Ohne Gestaltung:
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Die Maße der Segmente schwanken:
Segment 1: 120 cm x 76,5 cm
Segment 2: 136,5 cm x 76,5 cm
Segment 3: 120 cm x 76,5 cm

Der Untergrund
(es geht immer abwärts bis zu den Schattenbahnhöfchen, leider als gemogelter Trassenverlauf...ich hätte gern zwei unabhängige Schattenbahnhöfe gehabt)

Bild

Bild

Tannwald ist hier nur als Ausweichstelle gedacht.
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Bild

(Warum, wieso, weshalb gibt es dann im nächsten Beitrag) :arrow: :pen:

Bei Mark Stutz heißt der Bahnhof Senzkirch. Ich ändere mal die Inhalte für Eckenreuth um:
In Eckenreuth wurde ein Zwischenbahnhof in Kopfform geplant, um die maximale Steigung von 1:20 von Eckenreuth bis Tannwald einhalten zu können. Die betriebliche Planung sah für viele Züge ab Eckenreuth eine Vorspann- oder Schiebelok vor, so dass die zusätzliche Wartezeit für das Beistellen der Lok genutzt werden konnte.

Eine betriebliche Besonderheit stellt das Gleis 3 dar - es gibt hier keine Umfahrmöglichkeit, so dass nicht pendelzugfähige Kompositionen immer eine frische Lok benötigen, während die alte nach der Ausfahrt ins BW zum Auffrischen gefahren werden kann.

Aufgrund der grossen Zahl der Ausflügler verkehren entlang des Schwendsteigs nebst den Personenzügen auch Eilzüge, in bestimmten Verkehrsperioden sogar mit direkten Kurswagen aus München. Der Güterverkehr wird dominiert von der Holzwirtschaft und Produkten aus der Landwirtschaft sowie den Betrieben in Eckenreuth. Dazu kommen die Güter des täglichen Bedarfes (Kohle, Öl, Baustoffe).
Bild

Gl. 1 - Bahnsteiggleis (120 cm, nutzbarer Bahnsteig: 110 cm)
Gl. 1a - Umsetzgleis (15 cm)
Gl. 1b - Güterschuppengleis (50 cm)

Gl. 2 - Bahnsteig- und Verkehrsgleis (80cm, nutzbarer Bahnsteig: ca. 70 cm)
Gl. 2a - Bahnsteiggleis (ca. 40cm)

Gl. 3 - Bahnsteiggleis (105 cm)

Gl. 4 - Güterzugsgleis (70 cm)
Gl. 4a - Umsetzgleis (15 cm)

Gl. 5 - Verkehrsgleis
Gl. 5a - Abstellgleis (30 cm)
Gl. 5b - Rampengleis (20 cm)
Gl. 5c - Ladestraßengleis (15cm)

Gl. 11 - Wartegleis für Loks
Gl. 12, Gl. 13 - Versorgungsgleise
Gl. 14, Gl. 15 - Abstellgleise

Gl. 21 - Anschlussgleis

Die Landschaft und die Gebäude sind alle nur so Ideen. Auch die Isohypsen sind nicht in Stein gemeißelt. Nur irgendwie soll es dem Anschein nach auf dem Segment 3 hoch bzw. runter gehen.
Wie es dann mal wird, wird sich zeigen, wenn ich soweit bin. Jedenfalls soll es nicht überladen und viel Grün vorhanden sein, damit man die Stadtrandlage des Bahnhofs erkennt. Aber das steht alles noch in den MoBa-Sternen meiner kleinen „Bonsai-Bahn“.

Wie ihr seht, ist eine Kreuzungsweiche geplant. Im Anflug des Brexits habe ich bereits letztes Jahr sämtliche Weichen gekauft. (Wie ich mitbekommen habe, sollen wohl die Zollbestimmungen doch erst Ende Jahr geändert werden...aber egal. Was ich hab, das hab ich) Da ich dort eine EKW geplant hatte, besitze ich diese nun. Aber tendenziell setze ich wohl dort doch eher eine DKW ein. Mal schauen.

Beim Anschlussgleis bin ich mir auch noch nicht sicher, welcher Betrieb hin soll. Es sollte eine möglichst große Abwechslung bei den Güterwagen geben. Bisher dachte ich an eine Brauerei, Limonaden- oder Konservenfabrik. Aber sicher bin ich mir da noch nicht. Auch beim Ort der Fabrik bin ich mir noch uneins. Vielleicht habt ihr noch Ideen? :?:

Auch bei der Signalisierung...da muss ich mir noch Wissen anlesen...mal schauen, ob ich da die Planung von Mark Stutz übernehmen kann. Geplant sind jedenfalls Flügelsignale. Auch wenn diese wartungsintensiver sein können. Aber auch da: kommt Zeit kommt Rat.v :)

Beim nächsten Mal geht es dann um den Bau der Anlage bis zum heutigen Stand. Da gibts dann auch mehr Bilder.

Ich würde mich freuen, wenn ihr da auch wieder vorbeischaut. Bis dahin wünsche ich euch allen noch einen schönen restlichen (Bastel-) Sonntag!

Liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig

#7

Beitrag von Darius »

Hallo Philipp,

als N-Bahner und Freund von Kopfbahnhöfen triffst Du hier genau meinen Nerv :D
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und setze hier mal ein Abo.

Viele Grüße,
Daniel
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viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.

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Re: Eckenreuth am Schwendsteig

#8

Beitrag von Enphil »

Hallo Daniel!

Willkommen in Eckenreuth! :welcome:
Ja, so Bahnhöfe in Kopfform bedingen halt etwas mehr Aufwand beim Kuppeln (vor allem in N) - aber das kann ja auch Spaß machen. Zumindest habe ich Freude dran. :D

Liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Der Gleisplan

#9

Beitrag von Darius »

Hallo Philipp,

stimmt, Kuppeln in N ist eine Herausforderung...
Ich habe mich von den Entkupplungsgleisen abgewandt und versuche es mit Elektromagnet und Neodym-Magnet

Wie willst Du das lösen?

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Der Gleisplan

#10

Beitrag von Enphil »

Hallo Daniel,
mit Elektromagnet und Neodym-Magbet das zu verwirklichen, habe ich mir auch überlegt. Allerdings will ich nicht ortsgebunden kuppeln - somit bleibt im Grunde nur die Hand. Ich habe mir so ein Zahnarzt-Instrument besorgt:

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Das ist wie, wenn man mit Stäbchen essen möchte: Am Anfang macht man "Diät", aber mit der Zeit hat man den Dreh raus. Geht von der Sache her also ganz gut. :D

Viele Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Der Gleisplan

#11

Beitrag von Frank K »

Servus, Philipp,

Endbahnhof, genauer gesagt einen Spitzkehrenbahnhof - da hast Du Dir ein wirklich schönes Thema ausgesucht, welches jede Menge Rangierspaß verspricht. Auch den Gleisplan :gfm: . Lediglich Dein Gleis 1b darf nicht zu kurz werden, damit Du nicht jeden Wagen einzeln zum Industrieanschluss Gleis 21 fahren musst. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Umsetzung und die Berichte davon und werde regelmäßig bei Dir vorbeischauen. :bigeek:

Ciao, Frank
Erste Anlage:
Grainitz - kleiner Nebenstrecken-Endbahnhof in TT auf 2,35 m x 1,12 m:
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Eckenreuth am Schwendsteig - Chronologie der Anlage

#12

Beitrag von Enphil »

Hallo in die Runde!

Bevor ich zu der Bebilderung und der Chronologie der Anlage komme, möchte ich erstmal noch einen allgemeinen/technischen Steckbrief euch geben, nachdem ich schon die Historie von Eckenreuth näher erklärt habe. Das ist vielleicht auch sinnvoll um mein Projekt überhaupt zu verstehen.

Ich habe mich an die Vorlage aus den Planungshilfen gehalten. Manches wisst ihr ja auch schon:

1. Titel
  • Eckenreuth am Schwendsteig


2. Spurweite & Gleissystem
  • Spur N
  • PECO Code 55 (teilweise Code 80)


3. Raum & Anlage
3.1 Raumskizze, evtl. auch Bilder davon
  • Der Raum, in dem die Modellbahn steht, ist mein Büro.
Bild

3.2 Anlagenform (L, U, Rechteck, An der Wand entlang...)
  • L - Form
  • 3 Segmente
3.3 Anlagengrösse oder verfügbare Fläche im Raum
  • Anlagengröße: 4,97 qm


4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn
  • Modellbahn, im Sinne der Gestaltung der Landschaft, Gebäuden und Anlagendetails (zumindest ist das angestrebt)
  • Spielbahn im Sinne eines Frachtkartensystems
4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn
  • Nebenbahn
4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)
  • 25 cm (hauptsächlich verdeckt...nur einmal sichtbar und da hoffentlich gut kaschiert)
4.4 Maximale Steigung
  • 2,3 %
4.5 Maximale Zuglänge
  • 120 cm
4.6 Anlagentiefe (minimal, maximal)
  • minimal: 60 cm
  • maximal: 80 cm (für die Gestaltung)
4.7 Eingriffslücken / Servicegang
  • Eingriffslücken sind geplant
4.8 Anlagenhöhe der Hauptebene
  • 106 cm
4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard
  • zwei kleine Bahnhöfchen
4.10 Oberleitung ja / nein
  • nein....wäre zwar schön, aber der Reinigungsaufwand schreckt mich ab. :-D


5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
  • digital
5.2 Steuern analog oder digital
  • digital aber später mit analogen Pult (mal schauen, ob das klappt)
5.3 PC-Steuerung
  • teilweise geplant --> siehe 5.2.


6. Motive
6.1 Epoche
  • Epoche III
6.2 Bahnhofstyp(en)
  • Durchgangsbahnhof in Kopfform / Spitzkehrenbahnhof
6.3 Landschaft
  • Mittelgebirge mit viel Grün
6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)
  • Kleinstadt / Land
6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)
  • Lokeinsatzstelle


7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge
  • 6 Dampfloks
  • 4 Dieselloks
  • 2 Triebwagen - Züge
7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen) 7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt
  • Einzelspieler
7.4 Budget
  • vorhanden
7.5 Zeitplan
  • ...schon mehrfach überworfen. Leider. Aber ich rede mir ein: Gut Ding will Weile haben.
8. Anhänge
  • Chronologie der Anlage kommt jetzt... :-D
______________________________________________


Chronologie der Anlage

Vor nahezu exakt 2 Jahren habe ich mit dem Bau der Anlage begonnen. Damals noch in einer anderen Wohnung. Da mir aber bewusst war, dass ich über kurz oder lang umziehen würde, plante ich von Beginn an in Segmenten. Sie sollten "möglichst" gut transportabel sein und noch durch Türen passen...zu viele Trennstellen wollte ich aber auch nicht. Als unbeholfener Anfänger hat man davor schon Respekt.

Eine Version der Anlage im Maßstab 1:10 (Noch eine andere Gleisführung, eine andere Anbindung an den Schattenbahnhof...etc.)

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Bevor der Bau der Kästen losging, wurde noch fix eine kleine "Werkstatt" im Keller eingerichtet. Zumindest so, dass ich zentrierte Bohrungen machen kann und wo das Schleifen keinen stört.

Vorher:
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Nachher:
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Da die Anlage schon immer im Büro war, sollte sie sich gut in den Raum einfügen. Da ich meine Einrichtung aus einem großen schwedischen Möbelhaus habe, stand schnell fest, dass die Kallaxregale den Unterbau bilden sollten. Praktisch ist ja auch, dass man unter der Anlage dann auch Stauraum hat. Somit habe ich ein paar Regale untergestellt und die Segmentkästen darauf gesetzt.

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Bild

Aus diesem Rohmaterial wurden dann die Kästen:
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Bild

Grundgröße der Kästen war 120 cm x 60 cm. Ich habe also nur einen gewissen Teil unterbauen können. Da die Kallax-Regale nur 39 cm tief sind. Der Rest wurde also an der Wand untergebaut.

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Damit ich auch im Schattenbahnhof mit der Hand eingreifen kann, baute ich Klappen an die Front. Über ausziehbare Schubladen habe ich auch nachgedacht, aber traute mir das dann doch nicht zu. Eine riesige Schublade nach vorne ausladend wollte ich aber eigentlich auch nicht, da ich sonst zu weit weg von der Anlage wäre und auf dem Segment an der kurzen Seite....da wären dann auch die Züge fast zu kurz gewesen. Somit wurde die Planung so ausgelegt, dass möglichst viel Abstellmöglichkeiten im Vorderen, gut greifbaren Bereich (20 cm), sind und ich dennoch von unten an die oberste Ebene komme. Gestrichen wurde auch noch. Ich habe nach der Farbe etwas suchen müssen...aber sie passt perfekt. 8)

Nun erstmal weiter Bauschritte...

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Bild

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Der Bau ging recht mühsam voran. Kaum war ein Meter Gleis verlegt, schon musste wieder getrennt werden. Bevor das ging, musste immer schon im nächsten Segment die Trasse gelegt sein. Naja und Sägearbeiten sind nicht einfach nach dem Feierabend gemacht....an Wochenenden war ich auch immer mit einiger Arbeit ausgelastet und somit zog es sich. Ich hatte es mir anders vorgestellt, aber ich habe mich damit abgefunden.

Was natürlich auch dauerte, war die Beschaffung des Materials und der Technik. Bevor dann wirklich mal ein Zug fuhr dauerte es ziemlich lang. Auch weil ich lange noch keine richtige Zentrale besaß. Das liebe Geld...
Aber das war okay, es sollte wenigstens eine richtige Lötstation her und auch sonst sollte die Basis stimmen. Somit machte ich etwas Abstriche beim "Spaß".

Nach einem halben Jahr des "Durstes" konnten dann endlich die ersten Züge im Schattenbahnhof bewegt werden. Mann, war ich glücklich. :prost:

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Somit ging es dann langsam, wirklich sehr langsam nach oben.

Vor einem Jahr stand dann noch ein Umzug in die heutige Wohnung an. Da war ich dann über meine Segmentbauweise sehr froh. Sechs Schrauben lösen, Kabel ordnungsgemäß trennen und schwupps: transportfertig.

Mit dem Umzug musste das Büro-Ensemble auch neu ausgerichtet werden. Durch die Öffnungen in den Wänden, sprich Türen und Durchgängen, kam nur eine Möglichkeit in Betracht. Der eine Schenkel muss vor dem einen Fenster stehen. Aber egal. Das zweite Fenster lässt sich noch öffnen und Licht....macht der Schalter. :mrgreen:

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Durch die neue Anordnung stand die Anlage aber auch frei. In die Wändebohren wollte ich nicht. Aber ich hatte auch Glück. Durch zwei Böcke und einer entsprechenden Multiplex-Restplatte habe ich genau die Höhe bekommen, die die Kallax- Regale haben.

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Fertig umgezogen:
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Ich musste nicht lange überlegen und plante nochmals meine Verbindung "Schattenbahnhof - sichtbarer Bereich" um. Denn im Laufe der Zeit war ich so weit gegangen, dass die Spitzkehre nur noch fiktiv war. Also keine zwei Gleise, wo das eine von "unten" kommt und das Andere nach "oben" weggeht. Grund war die Steigung und der Kurvenradius.
Mit dem neuen Standort konnte ich die Anlage in der Tiefe um 16,5 cm erweitern. Grund: die Breite des Kallax-Regals ist 76,5 cm. Die Segmentbreite nur 60 cm. Somit kam ein kleiner Aufsatz oben drauf. :-)

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Das schafft einen bedeutend größeren Spielraum, um eine echte Spitzkehre anzudeuten. Allerdings schafft es auch bedeutend mehr Aufwand, um die Passgenauigkeit zwischen den Segmenten zu gewährleisten.

Somit sind es nun mittlerweile 6 Segmente. Die drei neuen Segmente sind diesen Sommer entstanden und um Weihnachten wurden sie fest eingepasst. Farblich an das Möbel sind sie noch nicht angepasst. Das kommt aber vielleicht auch erst, wenn ich bei der Gestaltung der Anlage bin. Farb- und Leimnasen sind da sicherlich nicht vermeidbar.

Nochmal aus einer anderen Perspektive:
Bild





So, das soll es erst einmal zum Bau vom Holz gewesen sein.
Ich hoffe die Holz-Bau-Thematik war nicht zu trocken. :D


Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und freue mich, wenn ihr wieder mal vorbei schaut,

bis demnächst und liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Der Gleisplan

#13

Beitrag von Enphil »

Hallo Frank!

Willkommen in Eckenreuth! :welcome:

Vielen Dank für die lieben Worte! :-) Ja, dass hoffe ich auch, dass das ein schönes Thema ist. Es ist im Grunde meine erste eigene Anlage. Die anderen habe ich ja im Grunde nur bespielt, bzw. mal mit ein oder zwei Häusern bebastelt.:-D Ich denke auch, dass die Anlage eine Menge Rangierspaß bereit hält. :-)

Danke für den Tipp mit dem Gleis 1b. Das werde ich auf jeden Fall berücksichtigen. :wink:

Liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Chronologie der Anlage

#14

Beitrag von Loki2014 »

Hallo Philipp

Interessanter Anlagenunterbau. Den Schattenbahnhof mit Klapptüren zu versehen :gfm:

Grüsse
Sven


mmxtra
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Chronologie der Anlage

#15

Beitrag von mmxtra »

Hallo Philipp,
spannender Bericht bis hierhin. Klasse Unterbau. Bin gespannt, wie es weitergeht.
Thorsten

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Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#16

Beitrag von Enphil »

Hallo in die Runde!

Erstmal zur Post:

Lieber Sven,
herzlich willkommen in Eckenreuth! :welcome: Vielen Dank. Die Klappen gefallen mir auch, sonst würde ich immer noch keinen Zug sehen. :D

Lieber Thorsten,
auch dir ein herzliches Willkommen in Eckenreuth! Vielen Dank für das Lob. :oops:

----------------------------------------------------------------------

Nun zum heutigen Thema: Gleise legen

Diesmal möchte ich euch den Bau der Strecke bis zum jetzigen Stand zeigen. Beim letzen Mal ging es ja eigentlich nur um das Holz.

Nachdem die Segmentkästen soweit fertig waren, ging es mit dem Verlegen der Gleise los. Da das ja im Grunde meine erste Anlage ist, fließt viel Gehirnschmalz in das Überlegen der jeweils nächsten Schritte, dementsprechend dauert es eben. :( Ich habe zunächst geschaut, welchen Untergrund ich verlegen möchte. Durch viel Recherche kam ich zum Entschluss Resorb zu verwenden.

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Als nächstes habe ich einen Ausdruck der Gleise in Originalgröße machen lassen und auf dem verklebten Resorb aufgelegt. Mithilfe eines Zackenrädchens aus dem Nähbedarf habe ich dann den Schienenverlauf auf das verklebte Resorb übertragen und mit einem weißen Stift nachgezogen.

Bild

Bild

Im Hinblick auf die Steuerung der Weichen musste ich mir etwas einfallen lassen.
Da ich PECO-Gleise verwende und Weichen mit leitendem Herzstück haben wollte (aufgrund der Kontaktsicherheit), mussten diese ja mit dem entsprechenden Schnitt bearbeitet werden. Weiterhin sollte der Anpressdruck der Weichenzungen groß sein. Es waren also folgende Probleme, die ich lösen musste:
- hoher Anpressdruck
- Herzstückpolarisierung
- möglichst kleiner Antrieb

Ich dachte erst an Servos, da hätte ich aber irgendwie noch die Herzstückpolarisierung bewältigen müssen. Das war dann aber auch nicht so das Richtige, da ich mit der Elektronik etwas vorsichtig bin. Es klappt zwar, was ich so löte, aber übertreiben wollte ich es nicht. :pflaster:
Ich stieß auf die motorischen Weichenantriebe von MTB, wo die Polarisierung des Herzstückes bereits eingebaut ist. Diese sind recht klein und passten auf die Seite. Mit dem Verbinden von Antrieb und Weiche über dem Stelldraht war ich mir dann anfangs noch unsicher. Der Federstahldraht hat dann eine Messinghülse bekommen als Führungsröhrchen und zum Schutz vor Kleber noch zusätzlich eine Messingabdeckung. Letztere habe ich beim zweiten Schattenbahnhof nicht wieder verbaut.
Dementsprechend wurden im Resorb Lücken hineingeschnitten und Weiche für Weiche wurde angeschlossen; später dann das Gleis verlegt. Auch die ganzen Belegtmelder-Abschnitte wurden schon angebracht und zum jeweiligen Belegtmelder geführt. Auch wenn ich davon noch nichts habe, funktionieren tut es. Zumindest sagt das die Z21-App, dass irgendwas im Gleis steht. Ein Computer mit Steuersoftware kommt erst viel später. Der soll eben mal die Steuerung im Untergrund übernehmen....irgendwann. Aber lieber jetzt schon darauf vorbereitet sein, als später irgendwelche Verrenkungen an der Anlage machen. :mrgreen:

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Langsam ging es voran. Es war ziemlich düster und mir fehlte Licht. Also ab zum Baumarkt und LED-Streifen holen. Das war nicht eingeplant und auch nicht günstig, aber das Licht macht das Hin- und Herfahren doch wesentlich angenehmer. Die Streifen wurden an einer Dreiecksleiste angeklebt. Zum aktuellen Zeitpunkt fehlt übrigens noch die Beleuchtung des dritten Segments.

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Am Segmentübergang:

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Als es dann endlich hinaufging, bastelte ich irgendwie eine Steigung mit Sperrholz und Winkeln. Die Ausschnitte für die Übergänge waren ja wenigstens als grobes Ziel vorhanden.

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Die Gleisübergänge habe ich mit Platinen von der Digitalzentrale gemacht.

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Damaliger Stand:

Segment 1

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Segment 2

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Segment 3 (zweiter Schattenbahnhof)

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Front:

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Letztes Jahr war ich bei einem befreundeten Modellbahner in der Schweiz zu Besuch. Beim Fachsimpeln im MoBa-Keller konnte ich mich nicht nur für die Rhätische Bahn begeistern, sondern auch für seinen Anlagenbau. Er nutzt, wie sicher viele von euch, Gewindestangen um in die Höhe (oder Tiefe) zu gelangen. Ich hatte bei ihm die Gelegenheit mal genau zu schauen, da er auch im Rohbau steckt. Die Stabilität, auch über größere Höhenabschnitte, überzeugte mich.

Somit entstand dann der Wendel, mit Gewindestangen und in Trapezbauweise. Ich bin nämlich mittlerweile dazu übergegangen 6mm starkes Sperrholz zu verwenden, statt 10mm. Die 6mm-Brettchen werden entsprechend verklebt und man erhält ein Trassenbrett mit einer Stärke von 12 mm.
Die Trapezbauweise gefällt mir besser als das Aussägen von der Trasse im Bogen. Irgendwie sieht das bei mir aus, als hätte der Biber daran geknabbert. :maul: :lol: Aber vielleicht ist die Stichsäge auch das falsche Werkzeug.
Die Kreissäge und die Trapezform passen da schon eher zueinander und ist für mein Auge ästhetischer - so im Ergebnis.

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Vorerst sieht es nun so aus:

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Bild

Die Trasse ist nun befestigt und die Verbindung zu den oberen Segmenten wird hergestellt. Mal schauen wann es weiter geht. Wie gesagt...ich denke immer sehr viel über die nächsten Schritte nach. Das dauert.

Bis bald und einen guten Wochenstart wünsche ich euch!

Seid lieb gegrüßt,

euer Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#17

Beitrag von Bonheur »

Hallo Philipp,

fazinierende Idee mit deiner tollen Anlage als Schrank :gfm: werde weiter bei Dir rein schauen.

Würde gerne wissen wo Du die Dämmung für die Gleise her hast, ich suche noch eine passende Dämmung für die Gleise. Was ist das für ein Material und wie klebt man das am besten?

MFG Phillip

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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#18

Beitrag von Enphil »

Hallo Phillip,

willkommen in Eckenreuth! :welcome:

Das Resorb beziehe ich vom Modellbahn-Atelier Henschen. Um welches Material es sich dabei handelt, kann ich gar nicht genau sagen. Aber es ist schon eine Art Gummi. Es besitzt Ähnlichkeit mit Unterlagen für die Waschmaschine, ist aber entsprechend feiner. Ich verklebe es mit Pattex Kraftkleber (Gel oder Transparent).

Beides Lüftet etwas aus (Resorb und Kleber). Aber nach ein paar Tagen ist der Geruch dann weg.
Ich bin zumindest sehr zufrieden hinsichtlich Geräuschdämmung und wie man es verarbeiten kann. :D

Liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#19

Beitrag von Frank K »

Servus, Philipp,

Dein Bautempo ist ja schon sehr beachtlich! :gfm: Dennoch, zwei Sachen sind mir aufgefallen, wo Du vielleicht noch nachdenken und nachbessern solltest.

Zum einen die Erreichbarkeit Deiner SBF-Gleise - kommst Du da ran, wenn mal eine Lok da hängen bleibt oder ein Zug nach einer Entgleisung geborgen werden muss. Du weißt ja, Murphy schläft nie. :mrgreen: :fool: :fool:
Zum anderen: Wenn Du die Kurvenrampen in Trapezbauweise realisierst, solltest Du die inneren Übergänge vielleicht noch mit zusätzlichen Holzstücken auskleiden, nicht das das Gleis zu weit an den inneren Rand kommt. Dies macht sich für die Gestaltung der Gleistrassen und später dann beim Landschaftsbau besser. :wink:

Ciao, Frank
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#20

Beitrag von Enphil »

Hallo Frank,

also so toll ist mein Bautempo leider nicht. Das war die Zusammenfassung der letzten 2 Jahre. :lol: Ich wäre froh, wenn ich schon Bäume, Häuser oder Felsen bauen könnte. Oder gar etwas Schottern. :fool:

An die Schattenbahnhöfe komme ich denke gut ran. Der Bahnhof im Segment 1 & 2 ist ja ganz vorne gelegen. Der hat eine Tiefe von 20cm. Einzig die Lok-Gleise im Segment 2 sind evtl. etwas schwieriger zu erreichen.

Im Segment 3 sind die Gleise für das Umsetzen der Lok diagonal verlegt. Erstens wegen der Zuglänge und zweitens, dass ich auch mit meinem Haken bequem entkuppeln kann.
Die hinteren Gleise sind zwar zwischen 40 und 55cm entfernt, aber man kann sie noch bequem erreichen, da die Eingriffhöhe der Klappen 20cm beträgt. Da passt mein Arm gut durch.

Ich bin auch immer dran die Gleislage zu prüfen. (das ist eigentlich eine schöne Aufgabe, weil man das Fahren begründen kann. :lol: )
Knackpunkt sind für mich die geschobenen Garnituren besonders bei den Bogenweichen oder den Weichenstraßen. Ich möchte eben auch Wendezüge fahren lassen, da muss das funktionieren.
Hier gibt es noch zwei Stellen, wo ich gucken muss. Das betrifft aber nur drei Wagons...was aber auch an denen liegen kann. Da bin ich noch im Studium. Zu eng gekuppelt, zu leicht,...doch die Weiche?

Sollten sich sonst noch heikle Stellen zeigen, kann ich diese jetzt noch ausmerzen. Oder später. :D Es sind nur jeweils drei Schrauben zu lösen und schon ist alles frei zugänglich. Für den schnelleren Eingriff werden aber dennoch herausnehmbare Landschaftsteile eingeplant. So hoffe ich, dass Murphy vielleicht doch schlafen kann. Aber du hast recht...Murphy schläft eigentlich nie...besonders an den unzugänglichsten Stellen ist er immer hellwach. :fool: :mrgreen:

Eher muss ich aber noch ein paar Sturzsicherungen einbauen. Glücklicherweise haben bisher zwei Wagons den Flug von über 80cm ohne Schaden überstanden...nach der Laminat-Landung. :pflaster:

Der Hinweis mit der Auskleidung der Innenseiten von den Kurvenrampen :gfm: .
Wäre vielleicht auch jetzt schon sinnvoll....zwecks fliegendem Rollmaterial und so... :pflaster: :lol:
Im sichtbaren Bereich bin ich mir auch noch nicht sicher ob ich da die Trapeze überhaupt nutze...Schichten werde ich dort zwar sicherlich, aber eben: ob es da Trapeze werden....mal schauen. Noch ist ja alles unterirdisch. :lol:

Liebe Grüße nach Grainitz
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#21

Beitrag von Adi92 »

Hallo Philipp,

Peco Code 55 und Segmentanlage gefällt mir sehr gut :fool: Auch deine Lösung mit den IKEA Regalen als Anlagenunterbau finde ich einfach nur super :gfm:
Und zum Bautempo kann ich nur sagen: Lieber etwas langsamer dafür aber genau. Gerade bei einer Segmentanlage mit Übergängen auf verschiedenen Ebenen sollte genau gearbeitet werden um später keine bösen Überraschungen zu erleben. Aber das sieht mir bei dir alles sehr solide aus :)
Werde hier sicher weiter dran bleiben.
Eine Frage habe ich aber auch noch: Wie zufrieden bist du mit den Platinen zum Auflöten der Gleise an den Segmentübergängen? Ich habe bei mir im unsichtbaren Bereich Messingschrauben verwendet, was auch sehr gut funktioniert. Im Sichtbaren möchte ich aber auch auf so eine Lösung gehen.
Gruß Adrian

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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#22

Beitrag von LaNgsambahNer »

Moin Philipp,

:welcome: als neuer N-BahNer bei den Stummis.
Nu hab ich dich auch gefunden und ein Abo hinterlassen. :mrgreen:
Gröt ut Hamborg
Kai
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#23

Beitrag von Enphil »

Hallo Kai,
herzlich willkommen in Eckenreuth und vielen Dank! :clap: Ich hoffe es gibt immer mal was Neues bei mir. :mrgreen:

Liebe Grüße
Philipp



Hallo Adrian,
auch Dir ein herzliches :welcome: in Eckenreuth. Vielen Dank für das Lob und die Lorbeeren. :oops:

Zu deiner Frage:
Mit den Platinen bin ich sehr zufrieden. Ich habe sie extra schon im Untergrund verbaut, damit ich weiß, ob ich damit zurecht komme. Schrauben an den Übergängen zu verwenden hatte ich auch mal überlegt, aber irgendwie dachte ich, dass das eventuell zu punktlastig befestigt ist. Aber wahrscheinlich ist die Sorge unbegründet. Schrauben zu verwenden ist ja wirklich eine oft verwendete Methode. Bei den Platinen, hat man aber wenigstens ein paar Millimeter mehr, die man verlöten kann. Ich weiß aber nicht, ob ich die Platinen auch überhaupt richtig verwende. :lol:

Ich habe die einfach pro Segment Seite aufgeklebt (also bei einem Gleisübergang wurden zwei verwendet), dann das Gleis drüber gelegt, verlötet und die Schienen getrennt. Aber die Platinen kann man auch durch Löcher noch festschrauben oder nageln. Vielleicht kann man dann auch nur eine Platine verwenden und diese inklusive der Schienen trennen. Dann ist es vielleicht sauberer und die gefrästen Schwellen liegen besser im Gesamtbild der restlichen schwellen Da würde ich sagen: „Versuch macht kluch.“ :D

Liebe Grüße
Philipp
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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#24

Beitrag von Darius »

Hallo Philipp,
Enphil hat geschrieben:
Mi 19. Feb 2020, 18:36
Ich weiß aber nicht, ob ich die Platinen auch überhaupt richtig verwende.

Ich habe die einfach pro Segment Seite aufgeklebt (also bei einem Gleisübergang wurden zwei verwendet), dann das Gleis drüber gelegt, verlötet und die Schienen getrennt.
So habe ich das auch gemacht, zumindest wären wir schon zwei, die es vielleicht falsch machen würden... :wink:

Viele Grüße,
Daniel
Hier geht´s zur Baubegleitung:
viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.

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Re: Eckenreuth am Schwendsteig - Gleise legen

#25

Beitrag von Enphil »

Hallo Daniel,
Darius hat geschrieben:
Mi 19. Feb 2020, 18:42

...So habe ich das auch gemacht, zumindest wären wir schon zwei, die es vielleicht falsch machen würden... :wink:
...
das beruhigt mich. :D :gfm:

Viel Grüße zurück
Philipp
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