Schafherde im Pfälzerwald - Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem

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Badaboba
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Schafherde im Pfälzerwald - Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem

#1

Beitrag von Badaboba » So 19. Feb 2017, 18:22

Hallo zusammen,
wichtige Änderung und Ergänzung:
Die FREMO-Puko-Norm liegt mittlerweile in der vorläufigen Endfassung vor. Ihr könnt Sie Euch hier herunterladen:
PuKo Modul Norm Version 2.0 August 2017.pdf

Hallo Modulfreunde,

nachfolgend möchte ich den Bau eines Eingleisers gemäß Normvorschlag Fremo-Puko vorstellen.

Was beinhaltet der Fremo-Puko Normvorschlag? Im Grunde ist es die Adaptierung der alten H0-Europa-Norm für den Dreileiterbetrieb. Dabei steht Pragmatismus im Vordergrund.
NEM 340 Radsätze (u.a. Märklin AC) müssen betriebssicher laufen, die schlanken Weichen des K- und C-Gleises können verwendet werden, Mindestradius ist der Gegenbogen der schlanken K-Weiche (Radius 902,4 mm), ansonsten 1000 mm. Anspruchsvoller geht es natürlich ebenso, erste Module mit Weinert-Mein-Gleis-Schwellen, Tillig-Profilen und Pukostreifen von Weichen-Walter wurden schon an anderer Stelle gebaut.
Bei Treffen steht der Fremo-Betriebsgedanke im Vordergrund, es wird nach Fahrplan gefahren, der Güterwagenverkehr wird über ein Kartensystem vorbildorientiert geregelt.

Für mein Streckenmodul verwendet ich aus Kostengründen das bekannte K-Gleis, da reichlich verhanden. Die Korkstreifen werden mit Lösemittellack abgesperrt, am Modulübergang ist 4mm Sperrholz verbaut, damit keine Sprungschanzen entstehen. De Köpfe sind die bekannten Fremo F96 und B96.

Bild

Bild

Die Schienen und Schwellen wurden patiniert und gealtert:

Bild

Thematisch soll das Streckenmodul nicht zu spezifisch sein. Ich dachte da an eine Schafherde auf einer Lichtung im Pfälzerwald. Als Gebäude soll nur eine Feldscheune gestellt werden, fündig wurde ich bei Müllers Bruchbuden, der Resin-Bausatz muss vor dem Verkleben kaum bearbeitet werden, da hatte ich bei Artitec schon mal mehr zu tun. Wichtig ist die Bemalung und Patinierung, um aus dem beigen Grundmaterial das Mögliche herauszuholen. Die Gravuren sind gut, Fehler wie Luftblasen etc. habe ich keine bemerkt. Verwendet wurden ausschließlich lösemittelhaltige Revellfarben:

Bild

In einem nächsten Schritt wird das Gelände geformt - demnächst mehr von dieser Baustelle.
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Zuletzt geändert von Badaboba am Di 5. Sep 2017, 06:01, insgesamt 3-mal geändert.


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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#2

Beitrag von paule89 » Di 18. Apr 2017, 20:56

Hallo Volker,

das Modul sieht toll aus und ich freue mich schon auf den weiteren Bericht vom Aufbau. Sehr interessant finde ich auch, dass du die FREMO-Puko Idee voranbringst. Diesbezüglich ist mir auch ein Beitrag im h0-Modellbahnforum (http://www.h0-modellbahnforum.de/t33685 ... aenge.html) aufgefallen, in dem über den Aufbau von FREMO-Puko Modulen berichtet wird.

Hast du deinen Modulkasten selbst gebaut?

Ich werde wohl auch bald mit dem Aufbau eines Bahnhofs beginnen, der an Module anschließbar sein soll. Ich frage mich noch, ob in der FREMO-Puko Norm wohl auch C-Gleise zugelassen sind? Wurden durch dich/euch bereits FREMO-Puko Treffen organisiert?

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf weitere Berichte von dem Modulaufbau.

Viele Grüße,

Paul
Planung eines Bahnhofs auf Modulen: viewtopic.php?f=24&p=1679471#p1679471

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#3

Beitrag von arminius88 » Mi 19. Apr 2017, 15:31

Das Thema klingt interessant.
Ich häng mich da mal mit dran.
Gibt es denn noch gar keine Wechselstrom Module in der Fremonorm?


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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#4

Beitrag von Badaboba » Mi 19. Apr 2017, 19:27

paule89 hat geschrieben:
Di 18. Apr 2017, 20:56
Sehr interessant finde ich auch, dass du die FREMO-Puko Idee voranbringst. Diesbezüglich ist mir auch ein Beitrag im h0-Modellbahnforum (http://www.h0-modellbahnforum.de/t33685 ... aenge.html) aufgefallen, in dem über den Aufbau von FREMO-Puko Modulen berichtet wird.
(...)
Hast du deinen Modulkasten selbst gebaut?
(...)
Ich werde wohl auch bald mit dem Aufbau eines Bahnhofs beginnen, der an Module anschließbar sein soll. Ich frage mich noch, ob in der FREMO-Puko Norm wohl auch C-Gleise zugelassen sind? Wurden durch dich/euch bereits FREMO-Puko Treffen organisiert?
Hallo Paul,

erstmal danke für die Blumen! :wink:
Den Thread im Parallelforum habe ich auch auf dem Schirm, Andreas ist auch hier aktiv.
Den Kasten habe ich komplett selbst nach Norm gebaut, die Elektrik orientiert sich allerdings an der in der Pfalz verbreiteten MIST 55 Modulnorm, die ist aber Fremo-kompatibel, wenn man die Lüsterklemmen durch Büschelstecker ersetzt oder einen Adapter baut.
Bei neue Projekten beziehe ich die Köpfe (für Fremo-Puko gemäß Norm E96, F96 und B96 jeweils hoch) von Harald Brosch, perfekt gelasert und m.E. sehr günstig. Harald bietet auch Komplettbausätze an, wenn man sich das Sägen ersparen will.

http://www.modulbahner.de/FREMO-H0-1gl/ ... fault.html

Für Fremo-Puko kannst Du jedes Gleis verwenden, das kompatibel ist zu den NEM 340 Radsätzen u.a. der Firma Märklin ist, also definitiv auch das C-Gleis.
Wenn Du an der Norm selbst interessiert bist - und dies gilt selbstverständlich für alle Puko-Modulinteressenten hier (!) - dann schreibe mir bitte eine PN und ich beantrage bei den Mods die Freischaltung für die Interne AC-Modulgruppe des Stummi-Forums. Die dortigen Threads geben einen guten Überblick über die derzeitige Situation zum Thema Fremo-Puko, das immer noch ein "zartes Pflänzchen" ist.

Puko-Modultreffen mit Planbetrieb (das ist für mich Fremo!) wurden in der Vergangenheit u.a. im Umfeld des MIST 55 (hier Region Pfalz) und des MIT Nord organisiert,
Fremo-Mitglieder und Interessierte finden sich in der ganzen Bundesrepublik mit regionalen Schwerpunkten.
Eines (oder sogar das erste?) der ersten Puko-Treffen, das offiziell in der internen Fremo-Treffenübersicht auftaucht, ist das geplante Pfingsttreffen in der Westpfalz (s. Signatur).
Treffen plane ich selbst keine, in der Region Pfalz übernimmt das Gerhard (Nick: katzerich), der u.a. auch hier im Forum und der AC-Modulgruppe aktiv ist. Ich weiß, dass es von München in die Westpfalz ein weiter Weg ist, aber evtl. hast Du ja Zeit mal einen Tag beim Pfingsttreffen vorbeizuschauen. Ic kann nur sagen, es lohnt sich!

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#5

Beitrag von Badaboba » Mi 19. Apr 2017, 19:39

arminius88 hat geschrieben:
Mi 19. Apr 2017, 15:31
Das Thema klingt interessant.
Ich häng mich da mal mit dran.
Gibt es denn noch gar keine Wechselstrom Module in der Fremonorm?
Hallo Sören,

erstmal klasse, dass Du Dich hier rührst. Für Dich gilt selbstverständlich das Gleiche, das ich im Post zuvor Paul geschrieben habe.

Fremo-Puko ist ein zartes Pflänzchen und die u.a. hier in der internen Modulgruppe erarbeitete Norm ist noch inoffiziell und relativ neu. Von der Sache her ist sie eine pragmatische Abwandlung der H0-RE-Europa-Norm, ganz im Sinne des Gründungsväter des FREMO in den 80ern. Die Norm ist großserienorientiert und damit niederschwellig. Keine Abstriche machen wir beim Planbetrieb, das ist Grundprinzip. Derzeit werden Module gemäß dieser Norm gebaut, viele Altmodule sind aber kompatibel und auch gemäß Norm in ihrem Bestand geschützt.
Im weiteren Umfeld Deiner Region gibt es einige Aktive, auch hier die Empfehlung, sich für die interne Gruppe freischalten zu lassen - PN an mich.

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#6

Beitrag von Schachtelbahner » So 18. Jun 2017, 19:34

Hallo Volker.

Einen Tipp aus der Modulpraxis.

Das die Gleise sich bei Wärme ausdehnen ist allgemein bekannt, dass diese Längenausdehnung sich soweit ausdehnen kann, dass es zu Gleisverwefungen führen kann hat sich beim Fremo Treffen an Himmelfahrt gezeigt. Es hat sogar 3 Weichen unbrauchbar gemacht. Zugegeben, die Sonne hat einige Zeit direkt auf die Gleise geschienen.

Diesem Dilemma kann man ganz simpel begegnen. Einfach mit einen Schnitt in der Mitte des Moduls in beide Gleise machen und die Gleise können sich schön bewegen. Noch ist Wichtig, die Gleise am Modulende etwas über die Kannte zurückzunehmen. 1 mm an jedem Modulende genügt sonst kann es passieren, dass die Gleise auch wieder bei Hitze sich bis zum gegenseitigen Berühren ausdehnen. An einer Boostertrennstelle ist das dann Fatal. Das trifft auch auf 80 und 90 cm Module zu, nicht nur auf lange Module.

Glaubt mir, auch die Märklin Gleise dehnen sich aus und nicht zu knapp bei Sonneneinstrahlung.

Also nicht so auf den letzten zehntel mm arbeiten sondern Luft zum atmen lassen.
Grüße von Kurt
dem Schachtelbahner

Nicht vom Leben träumen, sondern Träume erleben.
http://www.fremo-saarlorlux.de/
26 Videos auf meinem Kanal
http://www.youtube.com/results?search_q ... hner&sm=12

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#7

Beitrag von Badaboba » Mo 19. Jun 2017, 07:27

Schachtelbahner hat geschrieben:
So 18. Jun 2017, 19:34
Also nicht so auf den letzten zehntel mm arbeiten sondern Luft zum atmen lassen.
Hallo Kurt,
danke für den Tipp eines erfahrenen Modulbahners!
Dehnungsfuge in der Mitte habe ich, an den Übergängen prüfe ich die Sache nochmals.


stammp
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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#8

Beitrag von stammp » Fr 23. Jun 2017, 19:54

Hallo Volker,
dein Modulbau :gfm: gut.

zwei Fragen:
Wie befestigst du die Gleise? Kleben?
Wir befestigst du das Gleis am Modulende?
Ich habe bei Dir nichts von verschrauben, auflöten, Pertinaxplättchen oder ähnliches gesehen ....?

Danke für Die Info im voraus.

Gruß Peter
Peter aus Grevenbroich
Raus aus dem Schrank ... ab auf´s Gleis

Planung der Modulanlage NEULAND http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 7#p1673047
Bahnhof Wiedenest im Bau: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=170&t=154721

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Fremo-Puko

#9

Beitrag von Badaboba » Sa 24. Jun 2017, 09:04

stammp hat geschrieben:
Fr 23. Jun 2017, 19:54
Wie befestigst du die Gleise? Kleben?
Wir befestigst du das Gleis am Modulende?
Hallo Peter,

die K-Gleise im Rohbauzustand sind geschraubt. Nach dem Schottern mit Echtsteinschotter ist das Gleis zusätzlich "geklebt". Ich behalte mir dann vor, die Schrauben zu entfernen. Angesichts der Pukos kommt es meiner Meinung nach auf die paar Schrauben optisch nicht an, evtl. bleiben sie drin. Ist aber eine rein ästhetische Entscheidung.

Der Modulübergang:
Mit viel Aufwand könnte man wegen der Stahlprofile mit Speziallot, Pertinax und zusätzlichen Punktkontakten arbeiten. Ich schreibe bewusst "könnte", weil ich mich in diesem Punkt nicht der "reinen" Modulbaulehre anschließe.
Nach meiner Erfahrung ist das K-Gleis sehr stabil aufgebaut. Es gibt Module, die seit 20 Jahren ohne Beschädigung auf- und abgebaut werden. Wenn man vernünftig mit den Sachen umgeht, braucht es keine zusätzliche Verstärkung. Wichtiger ist saubere Holzarbeit und ein Absperren des Untergrunds, dann entstehen kaum Unregelmäßigkeiten.
Von daher liegt bei mir das "normale" Gleis stumpf, verschraubt und mit Schotterleim geklebt.

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - die Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem

#10

Beitrag von Badaboba » Sa 26. Aug 2017, 15:47

Hallo zusammen,

zwei Schritte zurück, einer vor - so könnte das Thema hier heißen, d.h. Umbau zwecks Normeinhaltung:

Die Norm für das Puko-Modulsystem H0-RE-NEM (Fremo) ist nun als vorläufige Endfassung definiert:
PuKo Modul Norm Version 2.0 August 2017.pdf
Wie kann man die Puko-Norm in wenigen Sätzen umschreiben?

Sie ist
derzeit auf eingleisige Strecken bezogen,
niederschwellig (vieles darf, wenig muss),
vorrangig großserienorientiert (Gleise, Rollmaterial, Digitaltechnik).

Wenige Fremo-Köpfe schaffen Flexibilität beim Aufbau (E96, F96, B96), bezug der gelaserten Köpfe u.a. über Harald Brosch,
die Schienen sind max. Code 100, Minimalradius 1000mm, Radsätze nach NEM 340 müssen auf den Gleisen laufen, Kupplungen NEM 360 (GFN Bügel oder Roco UK), keine Festlegung der Kinematik, Decoder sollen DCC oder Motorola verstehen, keine Festlegung der Epoche, Alterung ist freigestellt.

Selbstverständlich kann man sein Rollmaterial verfeinern und altern, Weinert-Gleise umbauen, Puko-Streifen von Weichen-Walter verwenden usw… Man kann, aber man muss nicht, es geht auch noch das alte K-Gleis, wenn man die 14,5 Grad Weichen verwendet oder auch die schlanken C-Weichen.

Keine Abstriche allerdings beim Betrieb, Betrieb nach Fahrplan, Einsatz von Wagen-Frachtkartensystemen usw..
Die Technik ist Fremo-Standard, hat sich über viele Jahre bewährt.

Anhand meines Moduls möchte ich hier exemplarisch Inhalte der Norm verdeutlichen, denn Norm ist beim FREMO, was gebaut wird.

D.h.: Die auf der MIST55 Norm für zweigleisige Module bezogene Verdrahtung wurde wieder entfernt. Nach der Entkernung habe ich den Modulkasten innen mit Caparol Allgrund weiß gestrichen. Die Grundierung soll einem Verzug des Holzes bei Tranport, Aufbau und Lagerung vorbeugen.
Die Elektrik wird gemäß der Norm ausgeführt:
Mittelleiter rot, Außenschiene 1 braun, Außenschiene 2 schwarz.
Die Verteilung erfolgt u.a. über Wagoklemmen - das ist der aktuelle Stand:

Bild

Bild
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Re: Schafherde im Pfälzerwald - die Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem

#11

Beitrag von Badaboba » Mi 30. Aug 2017, 17:32

Hallo zusammen,

weiter gehts:

Neue Beine werden benötigt, da die FREMO-Puko-Norm eine Höhe der Schienenoberkante von 130 cm vorschreibt.
Beim Beinbau empfiehlt sich Serienfertigung, selbstgefertigte einfache Bohrlehren haben sich bewährt:
Bild

Ein Bohrständer reicht, wenn man wie ich keine Ständerbohrmaschine hat:
Bild
Bild

Statt Einschlaghülsen, verwende ich Schraubhülsen mit einem Durchmesser von 14mm außen, die fallen nicht heraus:
Bild

Die Schraubfüße ermöglichen einen Höhenausgleich gemäß Norm von +/- 2cm. Wichtig: Der Kunststofffuß schont den Hallenboden!
Vier einfache Beine bringen das Modul auf Normhöhe:
Bild

Demnächst mehr von dieser Baustelle. :hammer:

Die Fremo-Puko-Norm findet Ihr u.a. am Anfang dieses Threads.

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - die Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem

#12

Beitrag von Badaboba » Fr 1. Sep 2017, 18:47

Hallo zusammen,

gemäß Fremo-Puko-Norm liegt die Schienenoberkante nun "auf einer Höhe von 1300 mm" über Fußboden.

Bild

Wenn man Betrieb macht, lernt man diese Höhe schnell schätzen! Das Entkuppeln, Rangieren und Fahren der Züge macht auf einer solchen Höhe großen Spaß, alles ist nah an einem dran und auch das fallweise Untertauchen geht problemlos.

"Die mechanische Verbindung der Module untereinander erfolgt mit Flügelschrauben und Flügelmuttern M8 und Unterlegscheiben". Zur Veranschaulichung habe ich die Scheiben weggelassen. Das 12er Loch in Verbindung mit der 8er Schraube ermöglicht den Höhenausgleich bei unterschiedlichen Schienenprofilhöhen. Die reichen von 2,7 mm beim K-Gleis als maximale Auslegung des Code 100 Profils (2,5 +/- 0,2 mm) bis zu einem 2,1 mm Profil beim modifizierten Weinert-Gleis, das auch von älteren Märklin Radsätzen befahren wird.

Bild

Demnächst mehr von dieser Baustelle. :hammer:

Die Fremo-Puko-Norm findet Ihr u.a. am Anfang dieses Threads.

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Re: Die Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem - Elektrik

#13

Beitrag von Badaboba » So 3. Sep 2017, 12:35

Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch die Fremo-Puko-Norm für die Elektrik vorstellen.

In diesem beispielhaften Thread,

http://www.h0-modellbahnforum.de/t33685 ... aenge.html

der auch zeigt, was gleismäßig für Möglichkeiten bestehen, hat AndyR eine sehr anschauliche Skizze eingestellt. Er hat mir die Nutzung für diesen Thread gestattet - danke Andy!
Bild


Fangen wir mit dem Grundsätzlichen an:
Fremo-Puko ist ein echtes Dreileitersystem. Von daher ist auch der Einbau in Zweileiter-DC-Modulsysteme möglich. Farbcode: Die Außenschienen haben die Farben braun und schwarz, der Mittelleiter rot.
Die durchgehenden Leitungen müssen mindestens 1,5 mm² haben, ich persönlich verwende sogar 2,5mm². Verteilung erfolgt mit bewährter Haustechnik - Wago-Klemmen:
Bild

Die Leitungen zu den Schienen können mit dünnen Litzen vorgenommmen werden, ich vewende die bekannten Lötleisten als Verteiler:
Bild

Jetzt kommen die bekannten Büschelstecker zum Einsatz:
Die Digitalspannung des Mitteleiters wird mittels Buchse am Modul und einem Kabel mit zwei Steckern zwischen den Modulen übertragen, das mindert die Verwechslungsgefahr - Wäscheklammer als Kabelhalter:
Bild
Bild

Die Außenschienen werden mit Steckern und Buchsen miteienander verbunden. Bewährt hat sich das Sortiment der Firma Schützinger:
BildBild

Nach kompletter Verdrahtung sieht das Ganze so aus:
Bild

Tipp:
Trotz der Einfachheit der Verdrahtung prüfe ich nach den Arbeitsschritten immer mittels Durchgangsprüfer, hat sich bewährt!


Demnächst mehr von dieser Baustelle. :hammer:

Die Fremo-Puko-Norm findet Ihr u.a. am Anfang dieses Threads.

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Re: Schafherde im Pfälzerwald - Norm für das (Fremo) Puko-Modulsystem - Adapter

#14

Beitrag von Badaboba » Fr 15. Sep 2017, 15:45

Hallo zusammen,

einige Adapter mit Buchsen und Steckern der Firma Schützinger gebaut, um Fremo-Puko in MIST55 einbinden zu können:
Bild

Auch dies ein praktisches Hilfsmittel - Fremo-Puko-Anschlusskabel für den schnellen Test und Probefahrten:
Bild

Demnächst mehr von dieser Baustelle. :hammer:

Die Fremo-Puko-Norm findet Ihr u.a. am Anfang dieses Threads.

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