Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

Bereich zur Vorstellung der eigenen Module und Segmente.

Gewünscht sind insbesondere Fotos (bitte Größenbeschränkungen beachten!) und technische Infos.
Handwerkliche Fragen und Diskussionen rund um das Thema Module und Segmente im Allgemeinen sollte im Unterforum "Anlagenbau - Module / Segmente" erfolgen.

Bitte startet in diesem Bereich für jedes Modul / Segment einen eigenen Thread!
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Schwabenbahner
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#51

Beitrag von Schwabenbahner »

Hallo,
2019 wurde zumindest auch noch Papier von der Fabrik in Neustadt(Schwarzwald) in Schiebewandwagen verladen, da diese seperrungsbedingt nicht bedient werden konnte:

https://www.dampfwolke.de/news (bis Sommer 2018 runterscrollen)

Außerdem wurden 2018 oder 2019 bereits Container der Bundeswehr aus Immendigen verladen.
Jetzt habe ich doch noch etwas dazu gefunden:
https://www.copla.world/projekt-parkhaus-feldberg
http://www.zooming.de/

Kaum zu glauben was da alles schon umgeschlagen wurde...

LG

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Wintermute89
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#52

Beitrag von Wintermute89 »

Hallo Danilo,
vielen Dank für Deine Recherche zur Ladestelle in Fridingen. Unglaublich, was dort alles so vor sich geht. Ich hätte nicht gedacht, dass das kleine, beschauliche Fridingen sich zu einem so vielseitigen Umschlagplatz für Güter entwickelt hat. Schade, dass ich kaum noch in der Region bin, ein Besuch dort wäre sicher lohnenswert. Magst Du dort nicht mal spotten gehen? ;)

Bei mir hat sich MoBa-technisch seit meinem letzten Beitrag nicht viel getan. Ich habe ein paar Kleinigkeiten verändert (dazu unten mehr), aber große Bastelaktionen sind aus zeitlichen Gründen ausgeblieben. Ich habe zudem noch zwei Lieferungen, auf die ich warte und die ich selbstverständlich präsentieren werde, wenn sie da sind. Aber mehr ist zur Zeit leider nicht drin.

Die wichtigste und teuerste Neuerung sind die beiden Ausfahrsignale, sowie das Gleissperrsignal von Märklin, die ich verbaut habe. Die beiden Asigs regeln die Abfahrt vom Ausfahrgleis auf die Hauptstrecke, sowohl in Richtung Ulm, als auch in Richtung Sigmaringen, sowie Rangierfahrten auf die Gleisstummel. Die Modelle von Märklin sind zwar richtig teuer, sehen aber einfach umwerfend aus und funktionieren auch mit der MS 2 reibungslos. Durch die beiden Asigs gibt es nun noch etwas mehr Komplexität im täglichen Rangiergeschehen. Das Sperrsignal wurde von Saschas Beitrag inspiriert und trennt den "inneren Bereich" des Gbf vom Abfahrgleis. Alle Fahrten aus dem Gbf heraus müssen von nun an bei der Fahrdienstleitung angemeldet und von dieser freigegeben werden. Der Einbau ging recht einfach, die Verkabelung sowieso. Die Signalsockel habe ich mittlerweile auch mit Gipsbandagen "verpackt" und diese braun bemalt. Es fehlen aber noch Gleismagnete, Kabelatrappen, Kabel"pilze", Schotter und Begrünung. Das nachzurüsten ist dann die nächste Aufgabe. Weiterhin habe ich aus Schaschlikspießen noch Grenzzeichen gebastelt. Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, aber aus der Ferne siehts okay aus. Aber genug geschrieben, hier ein paar Bilder eines gemischten Güterzugs, der sich in Richtung Donautal aufmacht.

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Die G2000 wartet am neuen Asig in Richtung Sigmaringen mit einem gemischten Güterzug auf ein grünes Signal. Vor der Lok ist der Gleiszwerg zu sehen.

Bild
Neben leeren Rungenwagen für die Holzverladung in Fridingen (Donau) transportiert sie auch einen geladenen Wagen mit Formsand für die Gießerei der Zollernwerke, sowie einen Schiebewandwagen für das Hammerwerk Fridingen. Im Hintergrund ist das Asig in Richtung Ulm zu sehen.

Bild
Nach einiger Warterei erbarmt sich der Fdl und erlaubt die Ausfahrt mit Hp2, also Langsamfahrt mit maximal 40 Km/H. Das "OB"-Schild weist darauf hin, dass im Gbf die Weichen noch im Ortsbetrieb gestellt werden müssen.

Bild
Bild
Langsam zieht die G2000 ihre nicht so schwere Last aus dem Ausfahrgleis auf die Hauptstrecke. An den Bestimmungsorten der Güterwagen erwartet die Besatzung dann noch ein wenig Rangierarbeit. Aber dies hat unser Fotograf nicht mehr festgehalten. Die kleine Rangierlok ruht sich währenddessen aus. Sie hat zuvor den gemischten Güterzug für die G2000 zusammengestellt. Für die Besatzung gibt es Kaffee und Brezln, für die Lok gab es Diesel.

Neben dieses baulichen Veränderungen habe ich mir noch das neue Buch von O. O. Kurbjuweit zum Thema "Rangieren - Aber richtig" gekauft. Richtig toll und jedem zu empfehlen, der sich für das Thema "Rangieren auf der MoBa" interessiert. Auch wenn der Preis erstmal happig wirkt lohnt es sich allein schon wegen der tollen Aufnahmen, sowohl vom Vorbild als auch von den verschiedenen Modellen. :gfm:

Das soll es erst einmal gewesen sein. Ich hoffe Euch hat das kleine Update gefallen. Spätestens wenn es wieder Nachschub für die MoBa gibt melde ich mich wieder. ;)
Viele Grüße
Fabian

Meine Rangiermodule für die Epoche 6:
viewtopic.php?f=172&t=173120


Bergstolz
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#53

Beitrag von Bergstolz »

Hallo Fabian,

lese Deinen Thread seit dem ersten Beitrag still mit und bin begeistert. Als ich wieder zur Modellbahn zurück kam, war für mich klar, in Epoche III-IVa zu bauen, zum einen aufgrund des noch von früher vorhandenen Materials und weil ich dachte, die moderne Bahn hat nichts zu bieten, nur verkehrsrot und Triebzüge, also Straßenbahnen in groß. Im Laufe der Zeit ist mir dann erst bewusst geworden, wie groß die Vielfalt allein aufgrund der vielen privaten Eisenbahnunternehmen ist. Ich hatte dann aber gedacht, Epoche VI verlangt nach langen Zügen und entsprechen viel Platz, der jedenfalls für H0 bei mir nicht vorhanden ist. Deine Anlage ist jedoch ein tolles Beispiel dafür, dass ich insoweit völlig falsch lag. Man muss halt nur mal versuchen, außerhalb der eingetretenen Pfade zu denken.

Gruß
Christian

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Wintermute89
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#54

Beitrag von Wintermute89 »

Hallo Christian,

willkommen in meinem Thread und vielen Dank für Dein Lob! Es ist wirklich spannend, was die eigentlich als langweillig verschriene Epoche 6 so alles bieten kann. Bei der MoBa muss man natürlich immer einige Kompromisse eingehen, bspw. bei Zuglängen. Aber man kann auch auf kleinem Raum viel rausholen, indem man die Komplexität erhöht. Entweder durch ein anspruchsvolles Gleislayout (was wiederum Platz braucht), andererseits durch ein komplexes Betriebskonzept. Ich bin gezwungenermaßen den zweiten Weg gegangen. Diesen habe ich aber erst gefunden, als ich festgestellt habe, dass ich auch als Bodenbahner nie die Gleislängen erreichen werde, die die echte Bahn so spannend machen. Daraufhin habe ich viel gelesen und recherchiert und bin bei meinem aktuellen Konzept gelandet.

Eigentlich wollte ich heute meine neuesten Käufe präsentieren. Diese hätten Anfang der Woche ankommen sollen. Tja, leider habe ich wohl langfingerige Nachbarn, da das Paket spurlos verschwunden ist. Mal schauen, was DHL so herausfindet... :evil:

Stattdessen habe ich jetzt einen kleinen Bildbericht dabei. Dieser zeigt, wie eigentlich relativ simple Rangiermanöver doch viel Zeit in Anspruch nehmen können.

Folgende Ausgangslage: Der Ng aus Ulm ist am Gbf Mengen angekommen und wurde schon teilweise zerlegt. Zwei Coil-Wagen sollen als erstes durch die G 2000 nach Krauchenwies transportiert werden. Da in Ulm nicht wirklich sortiert wurde, müssen die Wagen passend zur Zustellerregion umrangiert werden.

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Die DHG 700 wartet vor dem Zwergsignal darauf, dass die G2000 den ersten Wagen nach Krauchenwies auf den Abstellstummel zieht, um die Ausfahrt auf das Einfahrgleis frei zu machen.

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Die Rangierlok zieht den leeren Eaos, sowie einen weiteren Coilwagen ab, um den Eaos auf dem Abstellgleis zur Wagengruppe mit Richtung Sigmaringen zu platzieren.

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Auf dem Ausziehgleis angekommen, beginnt die DHG 700 die Wagengruppe auf das passende Gleis zu drücken.

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Der Eaos ist am Ziel angekommen und wird an den mit Formsand beladenen Wagen angekuppelt. Wenn die G2000 aus Krauchenwies zurück ist wird sie die Wagen nach Sigmaringendorf bzw. zum Verladebahnhof Hanfertal bringen. Der Coilwagen wird nun wieder an die G2000 angekuppelt. Dazu muss die DHG 700 diesen aber erst noch umfahren.

Bild
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Der Coilwagen wird kurzzeitig abgestellt, umfahren, angekuppelt, ins Ausziehgleis gedrückt, auf das Einfahrgleis gezogen und schließlich an den zweiten Coilwagen herangedrückt. Alles natürlich in Absprache mit dem Rangiergehilfen und dem örtlichen Fahrdienstleiter, der die Rangierbewegungen durch entsprechende Weichenschaltung und Signalisierung ermöglicht.

Bild
Am Ende wird noch der Tankwagen mit Diesel für die örtliche Loktankstelle zum Entladen vor den Lokschuppen gezogen. Im Hintergrund erhält die G2000 mit ihrem kurzen Coilzug die Erlaubnis zur Ausfahrt. Der erste Teil des Tages wäre somit erledigt. Nachdem die Coilwagen zugestellt wurden können die zwischendurch aufgesammelten Güterwagen abgestellt und die nächste Lieferung aufgenommen werden. Aber bis dahin gibt es sowohl für die Rangiermannschaft, als auch für den Eisenbahnfotografen eine kleine Pause.

Ich hoffe, Euch hat der kleine Bericht gefallen. Evtl. setze ich diesen nächste Woche fort. Hoffentlich klärt sich in der Zwischenzeit der Verbleib meines Pakets. Bis dahin und ein schönes Wochenende Euch! :D
Viele Grüße
Fabian

Meine Rangiermodule für die Epoche 6:
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Bergstolz
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#55

Beitrag von Bergstolz »

Hallo Fabian,

schöne Rangierbilder. Ich habe Deinen Buchtipp zum richtigen Rangieren mal auf meinen Wunschzettel geschrieben.

Gruß
Christian

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Miraculus
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Re: Rangierbetrieb auf der Schwäbischen Alb [Ep. VI]

#56

Beitrag von Miraculus »

Hallo Fabian,
ordentlich was los auf der Alb. Das :gfm: . Von wegen schwäbisch Sibirien und so :wink:



Grüße
Peter

Anlage im Bau: Baubericht! "Klostermühl 1.0 - Neuordnung im Oberstübchen"

Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

Frei nach F. Gump: "Die Moba ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie.. :lol: "

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