Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->zweischichtige Fenster

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rwd
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->zweischichtige Fenster

#1

Beitrag von rwd » Di 29. Mai 2018, 17:12

Hallo Stummis,
seit längerem beschäftige ich mich schon mit dem 3D-Druck, bislang aber nur für die verschiedensten Adapter zum Umrüsten älterer Fahrzeuge.

Was mich aber schon immer gereizt hat, ist die Umsetzung eines konkreten Vorbild-Gebäudes in den Maßstab 1:87 für meine Modellbahn.

Zuerst habe ich (vergeblich) nach Mauerplatten gesucht, die eine (annähernd) richtige Steinabfloge von ganzen, dreiviertel und halben Steinen haben, da das Gebäude aber viele lasierte Schmucksteine hat, habe ich auch nach intensiever Suche keine auch nur ansatzweise passenden Mauerplatten gefunden.

Also habe ich versucht, mir passende Mauerplatten drucken zu lassen.

Der Drucker bei fabberhouse, auf dem ich die Adapter drucken lasse, ist dazu nicht geeignet. Durch einen anderen Diskussionsfaden bin ich dann zu einem anderen Druckverfahren gekommen, das u.a. bei shapeways angeboten wird.
Bevor ich aber etliche Stunden in mein Projekt investiere, habe ich mir einen kleinen Schuppen, ohne konkretes Vorbild, drucken lassen, um zu sehen, wie denn das Druckergebnis ausfällt, gerade auch in Bezug auf die Druckauflösung.

Sozusagen als Fingerübung habe ich einen gemauerten Schuppen konstruiert, bei dem die Steine die gleichen Maße haben wie an dem eigentlichen Wunschgebäude.

Bild
Auf diesem Bild ist das Ergebnis des Drucks zu sehen. Unten links ist die Grundplatte zu sehen, rechts daneben die beiden Seitenwände und daneben dann die beiden Stirnwände des Gebäudes.
In der Reihe darüber sind die Dachplatten zu sehen.
In loser Folge sind dann noch ein paar Fenster- und Tür-Einsätze, die Fallrohre, der Schronstein mit Abdeckplatte und die Reihe Firstpfannen zu sehen.

Bild
Die Steinreihen der Wände sind mit Verzahung gedruckt, nicht auf Gehrung. Dadurch ist auch in den Ecken des Gebäudes die richtige Fugenlage gegeben.

Bild
Die Wände sind nicht nur eine Steinreihe dick, sonder nach innen hin noch verstärkt. Damit die Seitenwände passen, ist im oberen oder unteren Bereich der Verstärkung eine Einkerbung, die auf Höhe eines Steins wechselt. Dadurch kann, wenn die Teile einmal bemalt und verklebt sind, kein Licht nach aussen dringen, so habe ich mir das zumindest gedacht.

Bild
Der Schornstein hat beim Druck die richtige Schräge bekommen und in der Dachplatte ist die Pfannenstrucktur im Bereich des Schornsteins unterbrochen, so dass der Schornstein eine gerade Auflagefläche hat.

Bild
Auf der Grundplatte sind zwei Steinreihen als "Fundament" gerduckt und zum Ausrichten der Wände ist eine Kerbe / Rille in die Platte gedruckt.

Bild
So können die Seitenwände in die Grundplatte eingesteckt werden. Die Wände werden dadurch automatisch im rechten Winkel (bei Bedarf sind auch andere Winkel machbar) ausgerichtet. Hier sind alle vier Seitenwände einfach in die Grundplatte eingesteckt.

Bild
Im nächsten Schritt sind dann die Dachhälften lose aufgelegt, der Schornstein und die Firstpfannen liegen ebenflalls nur lose auf.
Durch die an den Dachplatten angedruckten überstehenden Teile der Dachsparren bekommen die Wände auch im oberen Teil des Gebäudes halt.
Bei einem neuen Druck würde ich die Firstpfannen an ein Teil der Dachplatte mit andrucken lassen.

Bild
Auf diesem Bild kann man etwas besser die Verzahnung der Wände und die fest auf die Grundplatte gedruckten Fundamentsteine sehen.
Die Dachrinnen sind in einem Teil mit den Dachplatten gedruckt.

Bild
Da ich dann doch zu neugierig war, habe ich schon eine Seitenwand meines eigentlichen Gebäudes mit drucken lassen. Diese Wand hat nur eine Stärke von ca. 1,4 mm, was sich aber bei der Fläche als zu dünn erwiesen hat. Bei den Temperaturen hat sich die Wand leider etwasn verzogen.

Bild
Hier eine Detailansicht eines Fensters in der Wand.

Bild
Die Wand habe ich dann in aller Eile mit urlater, verdünnter Plaka-Farbe Ziegelrot gesprüht (0,2 mm Düse), die Fugen mit verdünnter, grauer Farbe mit einem Tropfen Spüli ausgelegt und etliche Steine mit grüner Lackfarbe per Hand nachgemalt, da auch das original Gebäude dunkelgrüne Schmucksteine hat. Die Fensterbank müßte noch Grau lackiert werden. Die erhabene Steinreihe oberhalb des Fensterbogens kommt gut zur Geltung, auch wenn sie nur um 0,14 mm über die anderen Steine hinausragt.
Die Farbe habe ich erstmal ganz ohne Nachbehandlung oder Grundierung der Druckteile vorgenommen, seit fast sechs Wochen hält die Farbe recht gut.
Nun habe ich bei Shapeways gelesen, dass die Teile vor dem Bemalen ersteinmal mit Aceton gereinigt, dann eine Grundierung aufgebracht und erst danach die endgülte Farbgebung stattfinden sollte. Für diese Arbeiten habe ich mir Vallejo-Grundierung und Farben besorgt.

Hier jetzt eine Frage an die Lackierprofis. Welche Farbe sollte die Grundierung der Wände bekommen. Gleich eine rote Grundierung wählen oder lieber neutral weisse oder schwarze (wegen der Lichtundurchlässigkeit?). Oder ggf. aussen rot und innen schwarz? Was empfiehlt sich da als Vorgehensweise, sind meine ersten "Gehversuche" auf dem Gebiet und über Tipps dazu würde ich mich freuen.

Bei allgemeinem Intresse werde ich über mein Projekt weiter berichten.
Zuletzt geändert von rwd am Mo 23. Jul 2018, 12:57, insgesamt 3-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#2

Beitrag von Pyradonis » Mi 30. Mai 2018, 06:43

Wow! Ich bin begeistert! Das muss ich auch machen.
Ich liebe solch alte Gemäuer!
:gfm:
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#3

Beitrag von Acki59 » Mi 30. Mai 2018, 08:38

Ich sage nur ... :gfm:
Gruss Acki

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#4

Beitrag von 2043er » Mi 30. Mai 2018, 09:06

Hallo Rudolf!

Sagenhaft! Mit welchem Programm arbeitest du beim erstellen der Dateien?

Da bleib ich unbedingt dran... :bigeek:

Lg Markus


magnus
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#5

Beitrag von magnus » Mi 30. Mai 2018, 09:56

Bin auch begeistert :)
rwd hat geschrieben:
Di 29. Mai 2018, 17:12
Sozusagen als Fingerübung habe ich einen gemauerten Schuppen konstruiert, bei dem die Steine die gleichen Maße haben wie an dem eigentlichen Wunschgebäude.
Wie bzw. womit konstruierst Du so ein Gebäude?
Gruß
Magnus
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#6

Beitrag von rwd » Mi 30. Mai 2018, 12:03

Hallo zusammen,
zum Konstruieren der Teile verwende ich das Programm

Creo Elements/Direct Modeling Personal Edition

Das Programm gibt es als freie Version und als lizenzpflichtige Vollversion. Der einzige Unterschied zwischen den Programmen besteht in der Begrenzung auf 60 Bauteile bei der freien Version. Mehr Bauteile können nicht gespeichert werden. Während des Arbeitens mit dem Programm darf aber die Zahl von 60 Teilen durchaus überschritten werden, vor dem Speichern muß dann halt die Anzahl auf maximal 60 Teile reduziert werden, entweder durch Vereinen meherer Bauteile zu einem einzelnen Teil oder durch löschen von nur temporär benötigten Teilen.
Bei den Wänden mache ich mir eine Ebene, die im Endeffekt die Fugenebene darstellt, und mit copy/paste ordne ich dann die Ziegelsteine in der richtigen Position an und vereine dann Ziegelsteine und Fugeneben.
Den Link zum Download der freien Version habe ich auf der Seite von fabberhouse gefunden.
Bislang habe ich das Programm aber noch nicht unter Windows 10 zum laufen bekommen, weshalb ich immernoch einen Rechner mit Windows xp und einen mit windows 8.1 habe.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#7

Beitrag von acbahner2005 » Mi 30. Mai 2018, 13:38

Moin Rudolf,

Respekt, Dein Gebäude sieht gut aus! Zu Deiner Frage bez. der Grundierung:

Ich nutze auch die Vallejo Farben und bin damit sehr zufrieden. Zum Airbrushen die Model Air nutzen. Als Primer nutze ich je nach Bedarf unterschiedliche Farbtöne. Ich würde das Außenmauerwerk im dunklen Ton (Braun, weiß gerade nicht ob es den Primer in Rot gibt) grundieren.
Danach probeweise zusammensetzen und schauen was an Licht noch durchkommt. Sollte es kaum noch durchschimmern, würde ich weiß nehmen, so ist die Innenausstattung leichter........bin sehr gespannt wie es weitergeht.....
mit modellbahnerischen Grüßen

Manuel

Meine Anlage: viewtopic.php?f=64&t=83154&hilit=erlenau

Mein H0e Bahnhof: viewtopic.php?f=64&t=55587&start=25&hilit=h0e+bahnhof


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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#8

Beitrag von braq » So 3. Jun 2018, 01:03

Unglaublicher Realismus, an sowas konnte man frueher ueberhaupt nicht denken, vor allem die erhabene Steinreihe macht einen tollen Eindruck.
Also her damit, ich moechte dein kleines Haus drucken, kannste uns das file bitte zur Verfuegung stellen?

*gruesse
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Peter

PS: ich laboriere noch daran herum nur eine Steinreihe zu zeichnen. Da ich vom Internet unabhaengig zeichnen will und ausserdem grosser Fan von "free" bin...nutze ich design spark mechanical. Mit AutoCAD waer's leichter :cry:

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#9

Beitrag von CR1970 » So 3. Jun 2018, 08:12

Sieht toll aus. Darf man fragen was solch ein Gebäude ungefährt für Kosten verursacht? Natürlich ohne Dricker und Arbeitszeit.
Androide Grüße von CR1970 - Mein Liebling: die 23er, eine echte Crailsheimerin!
Mein Bahnhof Crailsheim um 1968... und Meine Playlists auf YouTube...

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#10

Beitrag von rwd » So 3. Jun 2018, 14:56

Hallo Peter,
braq hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 01:03
Unglaublicher Realismus, an sowas konnte man frueher ueberhaupt nicht denken, vor allem die erhabene Steinreihe macht einen tollen Eindruck.
Also her damit, ich moechte dein kleines Haus drucken, kannste uns das file bitte zur Verfuegung stellen?

*gruesse
vom
Peter

PS: ich laboriere noch daran herum nur eine Steinreihe zu zeichnen. Da ich vom Internet unabhaengig zeichnen will und ausserdem grosser Fan von "free" bin...nutze ich design spark mechanical. Mit AutoCAD waer's leichter :cry:
die erhabene Steinreihe ist nicht im Modell des Schuppens enthalten sonder nur in dem Bahnhofsgebäude von meinem großen Projekt. Da bin ich aber noch lange nicht so weit, dass ich alle Teile konstruiert habe. Ich habe eben mal gezählt und addiert, ich komme für den Bahnhof auf 18 Außenwände, 11 Gauben mit je 3 Aussenflächen, 45 verschiedenen Dachteilen, ca. 40 Fenstereinsätze und dazu dann noch den Sockel, Rahmen für die einzelnen Baugruppen, zumindest einem Teil der Innenwände und Decken (der Bahnhof hat eine wunderschöne Kassettendecke in der Wartehallte 3. Klasse) und noch gar nicht mitgerechnet den angebauten Güterschuppen. Von diesen mindestens 130 bis 140 Teilen habe ich gerade mal 6 Teile, wenn auch die 6 größten Teile, von der Oberfläche her konstruiert. Wie geschrieben, war die Seitenwand aber zu dünn, so dass die sich bei der Wärme verzogen hat. Bei denen ist also auch noch konstruktive Nacharbeit erforderlich.
Die .stl Dateien für den Schuppen kann ich aber gerne allgemein zur Verfügung stellen, auch wenn die eher auf wenig Intresse stossen dürften, es sei denn, jemand hat die Möglichkeit, die Teile in ähnlicher Qualität zu Hause auszudrucken. Denn jetzt kommen wir zur Fragen von cr1970
CR1970 hat geschrieben:
So 3. Jun 2018, 08:12
Sieht toll aus. Darf man fragen was solch ein Gebäude ungefährt für Kosten verursacht? Natürlich ohne Dricker und Arbeitszeit.
Klar darfst du gerne Fragen, und ich gebe dir auch gerne Antwort darauf.
Für die Teile des Schuppens und den Testandruck der ersten Probewand vom Bahnhof habe ich ca. 60 Euro bezahlt. Das ist für so ein kleines Gebäude ein sehr stolzer Preis. ca. 10 bis 15 Euro davon dürften auf die Bahnhofswand entfallen, da die auch mit etwas Abstand zu den anderen Teilen gedruckt wurde und dadurch ein Mehr an Füllmaterial gebraucht wurde.
Für meinen "Traumbahnhof" rechne ich ganz grob überschlägig mit 300 bis 400 Euro an Kosten, alleine für das Drucken. Es würde mich nicht wundern, wenn der Preis, wie bei so vielen Großprojekten, noch mehr oder weniger deutlich nach oben angepasst werden müsste.
Die gezeigte Seitenwand des Bahnhofs kostet in dieser zu dünnen Version ca. 13 Euro. Es lassen sich nicht beliebig viele Teile zu einer Druckdatei kombinieren, da die Dateigröße von max 64 mb (Limit bei shapeways) mit zwei Seitenwänden gerade noch nicht überschritten wird.

Beim Druck des Schuppens ging es mir nur darum, die Auflösung der Druckers bei shapeways abzuschätzen, bevor ich noch weitere zig Stunden in die Konstruktion des Bahnhofs inverstiere und am Ende feststelle, dass das ganze an der Auflösung des Druckers scheitert. Aber nach dem Ergebnis werde ich daran weiter konstruieren.

Und hier wie versprochen Links, um von filehorst.de die einzelnen .stl-Dateien für den Schuppen herunter zu laden.
https://filehorst.de/d/ccDqjorb
https://filehorst.de/d/cpvHrcpy
https://filehorst.de/d/cHzHaFvD
https://filehorst.de/d/cfhHyndn
https://filehorst.de/d/cDxjJyrj
https://filehorst.de/d/cFyHbajv
https://filehorst.de/d/cJtHEfBy
https://filehorst.de/d/crpmvjxA
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#11

Beitrag von braq » So 3. Jun 2018, 18:43

Super, ich druck das mal nach und bis spaeter

Ja von wegen, da bin ich mit der Qualitaet bei meinem Drucker noch lange nicht in der Lage da mitzuhalten und so kleine Ziegel, Dachpfannen etc. sauber auszudrucken.

Bild

Dachpfannen verschmieren, Ziegel kann er nicht nachbilden (auch bei 0.1mm Lagenhoehe)...tsss, die Huette wird wohl eher ein Sanierungsfall :wink:
Mal sehen was der Wassermalfarbkasten so hergibt.

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#12

Beitrag von rwd » Do 7. Jun 2018, 08:51

Hallo an alle Interessierten,

hallo Peter,

so von Ferne haben die Teile ja durchaus Ähnlichkeit mit den bei shapeways gedruckten Teilen. Die Fugen zwischen den Steinen habe ich mit 0,145 mm Höhe und 0,137 mm Breite konstruiert. Bei einer Schichtdicke von 0,1 mm sind das eine, maximal zwei Schichten, bei shapeways sind das immerhin in der Höhe genau fünf Schichten. Auch die Kanten der Steine sind bei shapeways ziemlich scharf ausgeführt.

Die Dachpfannen aus deinem Drucker könnten u.U. als Wellblech oder Eternit-Platten durchgehen.
Es ist aber mal sehr interessant zu sehen, was mit einem anderen Drucker / Druckverfahren bei gleicher Druckdatei als Ergebnis dabei rauskommt.
Darf ich fragen, welchen Drucker du verwendet hast?

Ansonsten bin ich in den letzten Tagen etwas weiter gekommen mit den Arbeiten an meiner Hütte.

Als erstes habe ich die Wände von aussen mit Valejo Primer in rot grundiert, von innen mit grau. Das grau ist aber auch fast weiß gewesen.


Bild
Danach habe ich die Wände von innen mit weiß gesprüht.

Bild
Von aussen habe ich eine Mischung von zwei Rot-/ Rotbrauntönen verwendet. Das Ergebnis war mir etwas zu Dunkel und nicht rot genug, so dass ich nich einen Schleier Rot darübergelegt habe.


Bild
Mein Versuch, ein paar Akzente zu setzen, kommt auf diesem Bild nicht so recht rüber.

Danach habe ich die Mauern "verfugt" und das Haus zusammengesteckt. Aber die Mischung, die ich diesmal zum Verfugen genommen habe, ist leider nicht ganz so gut in die Fugen gelaufen wie bei der Testmauer vom Bahnhof. Eventuell liegt das auch mit daran, dass an der Testwand nur eine Schicht Plaka-Farbe Ziegelrot aufgebraucht wurde und auf den Hüttenwänden immerhin Grundierung und zwei Schichten Rot. Ob dadurch die Fugenbreite etwas zu eng wurde, keine Ahnung.

Bild

Bild
Die Fensterrahmen sind in weiß gesprüht und einige mit einem Pinsel teilweise in Grün nachgemalt.

Bild
Das die gesamten Teile bislang nur gesteckt sind, fällt besonders an den Wänden auf. Im unteren Bereich, wo die Wände ich den Kerben der Bodenplatte stecken, fällt der Spalt an den Häuserecken kaum auf, weiter oben dagegen klafft eine recht große Lücke.
Bei meinem Bahnhofsprojekt spielt das hoffentlich keine so große Rolle, da auch im oberen Bereich des Gebäudes ein komplett umlaufender Dauchvorbau geplant ist, in den die Wände auch in Kerben eingreifen werden.


Bild
Die Abdeckplatte vom Schornstein ist grau bemalt, sollte aber wohl noch mit schwarz nachbearbeitet werden.

Was jetzt noch fehlt sind die Firstpfannen, aber die haben sich bei der Wärme zur Zeit stark verzogen. Auf denen könnte ich zur Zeit schaukeln. Erstmal abwarten, wie sich die beim Abkühlen des Hobbyraums verhalten. Für meinen Bahnhof würde ich die Firstpfannen aber einseitig an eine Fläche mit Dachziegeln andrucken lassen und dadurch das Problem des Verziehens reduzieren

Die Fallrohre müßten auch noch silbern lackiert und dann angeklebt werden, aber das kommt erst ganz am Ende.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#13

Beitrag von braq » So 10. Jun 2018, 22:45

Hallo zusammen,

so Einiges laesst sich erklaeren. Ich nutze den FT5 von Folgertech(.com), d.h. 0.2mm ist Standard und 0.1mm kann "erzwungen" werden, das ist natuerlich nicht mal ansatzweise das was die "Professionellen" so bieten ;-)

Ich musste auch Ober und Unterseite tauschen (wegen der Pfetten im Dachteil)...d.h. wo du so schoen die Dachpfannen modelliert hast, ist bei meinem die Anheftungsflaeche auf die geheizte Glasplatte. Wenn ich es aber andersherum gemacht haette...haette er die Pfetten gedruckt und das Dach halt nicht mal so eben ins Nichts spinnen koennen :roll:

So gesehen gar nicht mal so schlecht und wir wissen jetzt das Einzelziegel nicht fuer jeden Drucker machbar sind. Geh ich halt auf behauenen Sandstein! Ich finde auch klar sichtbar, so schoen die Verzinkung der Ziegel an den Kanten erstmal erscheint, in der Praxis faellt das auch auf bei kleinsten Fehlern/Ungeradheiten. Das klappt wahrscheinlich besser mit 45 Grad Winkel oder aufgesetztem Eckstueck.

Auf jeden Fall ist der Effekt beim grossen Mauerstueck mit den erhabenen Ziegeln eindrucksvoll. Wir sind hier alle interessiert wie es da weitergeht.

*Gruesse
vom
Peter

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->erste Gehversuche

#14

Beitrag von rwd » Mo 18. Jun 2018, 20:20

Hallo Interessierte, hallo Peter,

in dem einen Bild klafft wirklich eine große Lücke in der Ecke, besonders oben an den verzinkten Steinen.
Bild
Etwas besser wird das schon, wenn die Mauerplatten auch ganz zusammengedrückt werden. Durch das Weglassen der Fuge von 0,137 mm Breite kann der verzinkte Stein aber etwas weiter hineingeschoben werden und steht damit ggf. aussen etwas über.


Bild
Dadurch, dass die Steine aber in Rot gesprüht sind und die Fugen mit weiss / grau ausgelegt wurden, fallen die fehlenden Fugen an den Stoßkanten immernoch auf.

Bild
Noch etwas besser wird es, wenn die Flächen der Steine, wo die Fugen fehlen, ebenfalls mit weiss / grau gestrichen werden. In der Nahaufnahme fallen die Fugen zwar noch auf, aber ich finde nicht mehr so extrem.

Trotzdem habe ich die vier Wände noch einmal drucken lassen, diesmal aber an jeder Kante des Hauses mit unterschiedlichen Varianten, wie die Mauern aufeinander stoßen sollen. Der Druck ist bei shapeways platziert und sollte in den kommenden Tagen bei mir eintreffen.
Dann geht es weiter.
Allen bis dahin eine schöne Zeit.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->unterschiedliche Verzahnung

#15

Beitrag von rwd » So 24. Jun 2018, 13:10

Hallo interessierte Stummis,

rechtzeitig zum Wochenende sind die neuen gedruckten Teile angekommen. Ich habe die vier Seitenwände und die Dachhälften neu drucken lassen.

Bild
Bei den Dachhäflten habe ich diesmal die Reihe Firstpfannen an die eine Hälfte mit andrucken lassen, so können die sich nicht mehr so stark verziehen.

Bild
Bei den Seitenwänden ist die linke Wand erstmal nur mit Primer-Rot gesprüht, die rechte Wand ist schon mit Dunkelrot Vallejo 90.946 gesprüht.

Bild
Um die unterschiedlichen Farben in Reinform zu testen, habe ich das Dach mit Rot Vallejo 70.947 und die Wand mit Dunkelrot lackiert.
Die Fensterlaibungen haben im Rahmen der weiteren Entwicklung Fensterbänke bekommen und die Steine der Stürze über den Fenstern sind um 90° gegenüber dem restlichen Mauerwerk gedreht und stehen wieder etwas hervor.

Bild
Doch der eigentliche Grund zum erneuten Drucken der Wände war, dass ich die Verzahlung der Steine variieren wollte. So habe ich alle vier Ecken mit unterschiedlichen Verzahnungen getestet. Eine Ecke ist zur ersten Version unverändert geblieben, bei zwei weiteren Ecken habe ich die Fugen zwischen den Steinen zu einem Teil mit drucken lassen. So habe ich das Spaltmaß von 0,137 mm auf 0,037 mm verringert, was sich auch noch gut zusammenstecken käßt.
So ist die aufrechte Fuge jetzt immer mit 0,1 mm an dem entsprechenden Stein angedruckt, wodurch die verzahnten Steine nicht mehr aus der Ebene der Wände hervorstehen. Die waagerechten Fugen habe ich an der einen Kante mit 0,1 mm nur oben auf dem Stein angedruckt, bei einer weiteren Kante mit 0,05 mm oben und unten auf die Steine geleichmäßig verteilt. An den Ecken hatte ich mir erhofft, dass, wenn ich die Fugen erst nach dem Zusammenstecken der Wände auslege, die Farbe in die sehr engen Fugen mit hineinläuft und die Ecken so am besten kaschiert werden. Doch da ist der Wunsch zu optimistisch gewesen. Anscheinend hat sich beim Zusammenstecken der lackierten Wände ein "Wall" aus Farbe aufgeschoben, der verhindert hat, dass die Fugenfarbe bis in die Mauerecke läuft. Die Verzahnung der Wände ist immernoch deutlich zu sehen, leider....

Bild
Die vierte Kante vom Gebäude habe ich dann wirklich mit Anschrägen der Wände im 45° Winkel drucken lassen. Da die Mauerteile ja eigentlich transparent gedruckt sind, müssen die Kanten auch von der Hinterseite in Mauerfarbe lackiert werden, sonst gibt es am Stoß der Wände unweigerlich einen senkrechten Strich. Doch nachdem die Kanten auch von innen her in der Farbe der Ziegel lackiert sind, fällt diese Mauerkante kaum mehr auf.
Damit die Fugen auch wirklich genau fluchten, habe ich, da die Wände ja dicker als nur eine Ziegeldicke gedruckt sind, im nicht sichtbaren Bereich eine Verzahnung vorgesehen, wodurch die Fugen wirklich immer exakt in einer Ebene aufeinander stoßen.

Bild
Zum Größenvergleich habe ich mal den Schuppen in die Nähe des Stellwerks auf den Rohbau meiner Anlage gestellt.

Jetzt werde ich als nächstes die drei anderen Kanten auch entsprechend umkonstruieren und den Schuppen noch einmal ganz neu drucken lassen.

Das Dach ist inzwischen in der Konstruktion auch noch etwas verändert worden. So gibt es nun Dachbalken, die von der Mauer noch bis zur Dachrinne heranreichen und an diesen Dachbalken sind dann auch Laschen zur Befestigung der Dachrinnen angeformt. Für die Fallrohre habe ich die Bodenplatte etwas breiter gemacht, so dass die Fallrohre jetzt in Löcher in der Bodenplatte positioniert werden können. Zusätzlich werde ich an den Fallrohren noch Schellen andrucken lassen, damit die Fallrohre nicht einfach nur frei neben der Mauer stehen, sondern auch mit der Mauer verbunden werden können. Im oberen Bereich wird dann eine Schelle in eine geruckte Aufnahme in die Wand eingesteckt werden können, die unteren Schellen liegen nur an der Wand an.

Die Fenster habe ich auch noch einmal umkonstruiert. Diese werden nun in zwei Schichten gedruckt werden, so kann eine zurechtgeschnitte Overhead-Folie zwischen den äußeren und den inneren Teil des Fensters gelegt werden und die Fensterramhen sind dann auch von aussen auf der inneren Seite des Fensters zu sehen.

Auf jeden Fall weiß ich aber für mein eigentliches Projekt, dass die Wände keine verzahnten Steine bekommen, sondern mit 45° Gehrung gedruckt werden. Und schon alleine für diese Erkenntnis hat sich die Arbeit am Schuppen gelohnt.
Zuletzt geändert von rwd am Mo 25. Jun 2018, 14:23, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüßen

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->unterschiedliche Verzahnung

#16

Beitrag von braq » Mo 25. Jun 2018, 05:07

Danke fuers Update. Die Verfeinerungen helfen ja fuer alle aehnlichen Druckprojekte. Ich bleibe dran,
*gruesse Peter

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Donautal
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->unterschiedliche Verzahnung

#17

Beitrag von Donautal » Mo 25. Jun 2018, 10:38

rwd hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 13:10
... Die Fenster habe ich auch noch einmal umkonstruiert. Diese werden nun in zwei Schichten gedruckt werden, so kann eine zurechtgeschnitte Overhead-Folie zwischen den äußeren und den inneren Teil des Fensters gelegt werden und die Fensterramhen sind dann auch von aussen auf der inneren Seite des Fensters zu sehen...
Da leistest Du wirklich Pionierarbeit. Danke dafür!!!

Das mit den Fensterrahmen ist aus 2 Gründen sehr schlau (wie ich finde):
a) bildet das die Realität ab (da ist die Scheibe ja auch dazwischen und nicht dahinter aufgekleb/geschraubt)
b) kannst Du so auch geöffnete Fenster darstellen, und trotzdem sieht es richtig aus (weil es einfach richtig ist)
Eine 50 Jahre alte, über 30 Jahre abgebaute (und somit nicht bespielte) Anlage wird für die nächste Generation wieder restauriert.
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=156146

Mein echter Name: Michael - sofern ich es unter einem Posting mal vergesse

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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->zweischichtige Fenster

#18

Beitrag von rwd » So 22. Jul 2018, 17:42

Hallo Stummis,
rechtzeitig zum Wochenende kam ein weiteres Paket von shapeways bei mir an.
Die ersten Bilder davon möchte ich Euch nicht vorenthalten:

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Zuersteinmal wieder eine Übersicht der gelieferten Teile. Im Gegensatz zum ersten Druck, wo Fenster, Fallrohre und Firstpfannen zu einem Teil zusammengefasst waren wie an einem Spritzgußteil, sind hier die Fenster gleich in die Leibungen der Wände hineingedruckt, aber mit so viel seitlichem Abstand, um sie heraustrennen zu können. Laut shapeways sollte auch der Abstand zwischen den einzelnen Ebenen ausreichend sein, um Reste vom ungedruckten Material zu entfernen, doch da war stellenweise doch noch recht viel Material zwischen den Fensterebenen.

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Die beiden Gibelwände liegen jetzt mit den Mauersteinen zur schwarzen Pappe hin, bei der Seitenwand sind die beiden Fensterebenen schon herausgenommen.

Bild

Hier sieht man, dass wirklich zwei Fensterebenen in die Leibung gedruckt sind, die auch mehr oder weniger einzelne Teile sind und nur über einen winzigen Steg mit dem Mauerteil verbunden sind. Da shapeways für jedes Teil einen Grundpreis berechnet, spart man durch das zusammenfassen einiges an Kosten, ausserdem liegen die Fensterrahme teilweise unterhalb der Mindestmaße für die hanelbaren Teile bei shapeways.

Und dann ist mir doch bei einem Fenster ein Steg und bei der Tür gar eine Ecke am oberen Rand beim herausdrücken abgebrochen. War also doch keine ganz so gute Idee, alles in einem Teil drucken zu lassen.

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Und so sehen die transparenten Teile, noch ohne die wiedereingesetzten Fenster aus. Alles ist nur gesteckt, noch ist nichts geklebt.

Was negativ gegenüber den Mauern mit den verzahnten Steinreihen auffällt ist, dass diese Teile jetzt bei weitem nicht mehr so stabil aneinander halten. Deshalb werde ich bei meinem Bahnhofsprojekt die Mauerplatten zwar aussen mit einem 45° Winkel aneinander stossen lassen, im Inneren Bereich der Mauerplatten aber eine deutliche Verzahnung vorsehen. So zu sagen die Klinkerwand mit 45° und die tragende Sandsteinmauer mit Verzahnung.


In dem Paket, das dann am Samstag bei mir ankam, war eine neue Tür und der neue Fensterrahmen, zusammen mit einer Trittstufe für meine Fleischmann BR 65, bei der beim Vorbesitzer nach einem Sturz der Aufstieg vorne rechts abgebrochen war. Zumindest der ist jetzt wieder an Ort und Stelle.

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Irgendwann, hoffentlich in der kommenden Woche, werde ich mich wieder ans Bemalen der Teile machen, Overhad-folie für die Fenster ist auch schon angeschafft.
Ach ja, zur Idee von Michael mit den geöffneten Fenstern. Das würde noch einen Rahmen zusätzlich erfordern, da ja der Fensterrahmen in der Leibung fest ist und "nur" die Fensterflügel geöffnet werden. Das müßte also schon gleich bei der Konstruktion mit eingeplant werden.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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Re: Gebäude aus dem 3D-Drucker ->zweischichtige Fenster

#19

Beitrag von rwd » Mo 19. Nov 2018, 22:21

Hallo zusammen,
seit längerer Zeit bin ich euch noch die Vortsetzung schuldig. Das Wochenende kam und ging viel zu schnell und andere Dinge waren eine Zeit lang wichtiger, doch das Projekt ist jetzt abgeschlossen.

Das mit der Folie zwischen dem zweigeteilten Fenstereinsätzen funktioniert. Den äußeren Rahmen habe ich grün gestrichen, den inneren Teil der Fenster habe ich weiß belassen. Auf diese Weise kann man zwischen den beiden Farben die Overheadfolie erahnen.
Zuerst hatte ich noch gedacht, auf die Folien eventuell die Gardinen zu drucken, dass habe ich dann aber schnell gelassen. Schlißlich hängen Gardinen nicht vor dem inneren Fensterrahmen sondern dahinter.
Bei dem Gebäude sind (fast) alle Teile nur gesteckt, nur die Tür und ein Fenster wollten immer mal wieder aus dem Rahmen fallen...

Und jetzt kommen die Bilder von den vier Hausseiten, jweils die verglasten Fenster

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Und zum Vergleich der Vorgängerbau mit unverglasten Fenstern und noch doppelt so dicken Fenstereinsätzen.

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Den Unterschied kann man hoffentlich gut erahnen.

Und hier noch ein paar Bilder von dem, was mich doch längere Zeit in Anspruch genommen hat:

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Für einen Modellbauer habe ich Kirchenfenster und eine Tür entworfen und in 3D Drucken lassen. Die Türklinke auf dem letzten Bild läßt sich zwar nicht herunterdrücken, aber sie ist immerhin in großen Teilen frei tragend vor dem Türblatte. Und in die Öse am Türbeschlag (letztes und vorletztes Bild) kann ein winziter Draht eingehängt werden, um die Tür im geöffneten Zustand festzustellen.
Nein, die Tür läßt sich leider nicht öffnen, die Scharniere konnte ich leider nicht funktionsfähig drucken.

Ach ja, das nächste Projekt ist auch schon recht weit fortgeschritten. Diesmal geht es um ein recht aktuelles Modell von Märklin, das in einigen markanten Details vom Original abweicht.
Lasst euch überaschen.
Mit freundlichen Grüßen

Rudolf
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