3D Scannen und ausdrucken

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Rautenmatze
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3D Scannen und ausdrucken

#1

Beitrag von Rautenmatze » Mi 2. Jan 2019, 19:36

Weiß jemand, ob es möglich ist über einen 3D Scanner Figurenrohlinge oder Oberleitungsmasten einzuscannen und dann in 3D auszudrucken? Hat jemand so etwas schon probiert und mit welchen Geräten bzw. auch welchen Ergebnissen?


Ravenson
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Re: 3D Scannen und ausdrucken

#2

Beitrag von Ravenson » Fr 4. Jan 2019, 03:08

Hallo Rautenmatze

Ich bereite dieses Thema gerade auf und habe hier schon einige Überlegungen getätigt. In der Praxis habe ich es noch nicht umgesetzt.

Folgendes interpoliere ich aus den bisher gesammelten Erfahrungen.
Wenn du Figuren im Maßstab 1:87 scannen willst, dann wird das nichts, da die Auflösung und die Genauigkeit des 3D Scanners nicht gut genug ist. Das Ergebnis wird nicht berauschend sein. Du wirst also größere Figuren brauchen und der Scann muss dann auf die entsprechende Größe herunterscaliert werden. Beim Verkleinern werden auch die Ungenauigkeiten verkleinert und damit sieht es dann eventuell ganz gut aus. Also z.B. eine Figur in 1:10 modellieren und dann einscannen.
Ohne Software zur Nachbearbeitung wirst du auch keine guten Modelle bekommen, da durch die Form der Figur und die Position des 3D Scanners nicht alle Stellen erfasst werden können. Die Flächen müssen geschlossen werden um ein Modell zu bekommen, welches gedruckt werden kann.
Dazu muss man dann aber von Hand modellieren können um das abzubildende Urmodell zu erstellen, es sei denn man hat schon entsprechende Figuren die geeignet sind.

Bei uns in Nürnberg gibt es eine Firma die eine Anlage mit 80 Digitalkameras haben, welche alle gleichzeitig ein Bild aufnehmen und daraus werden dann die 3D Modell berechnet. Das ist ein sehr gutes Verfahren, weil hier Menschen in Originalgröße eingescannt werden können und wenn man das verkleinert kommt ein wunderbares 1:87er Figürchen dabei raus. Aber auch hier ist noch digitale Nacharbeit erforderlich und man braucht dafür wieder die geeignete Software. Eventuell kann es auch sein, dass man die Figuren an bestimmten Stellen dann verdicken muss, da sonst das Ergebnis zu zerbrechlich ist.
Gut ist hierbei, dass man nur ein Modell braucht, welches sich als Figur nachbilden lassen möchte. Nachteil ist, dass sich so etwas erst ab einer größeren Stückzahl lohnt, da so ein 3D Modell entsprechend kostet. Es ist halt Hightech. Allerdings kann man die so aufgenommenen Figuren eventuell sogar bewiglich machen, so dass man mit hilfe von einem Motion Captering Anzug die FIgur in verschiedenen Situationen darstellen kann. Man kann die teuren 3D Modelle also wieder verwenden.

Es gibt zwischenzeitlich übrigens auch Anbieter die solche verschiedenen Figuren als solche 3D Modelle verkaufen, das ist dann billiger als selber machen, allerdings ist man in der Auswahl etwas eingeschränkt. Einen Schrankenwärter werden die nicht in ihren Datenbänken haben.

Es gibt auch diese Anbieter, bei denen man sich eine bunte 3D Figur von sich anfertigen lassen kann, diehaben auch solche Scanner mit Kameras, allerdings ist da die Qualität nicht so gut wie bei der Profifirma, für deren Ausdrucke reicht es aber, weil die Drucker mit der diese Farbfiguren gedruckt werden, eine nicht allzu gute Auflösung haben. Es ist etwas grobkörnig. Ob man bei diesen Anbietern auch das 3D Modell für den Selbstdruck mitbekommt kann ich nicht sagen, habe da noch nicht angefragt. Ein Einscannen von den Figuren die man da bekommt ist auch nicht so der richtige Weg, da man dann ja wieder mit Verlusten arbietet und die rauhe Obefläche von dem gedruckten Modell mit einscanned.

Soviel kann ich aktuell zu diesem Thema sagen. Praxistests stehen noch aus, da ich die notwendige Ausstattung noch nicht habe. Der billigst 3D Drucker er dafür geeignet sein könnte kostet ca. 500 Euro, der ist aber nicht so gut, wenn es ein guter sein soll, dann geht es so bei ca. 2000 Euro los. Das tut dann schon etwas weh, und die Software kommt dann noch oben drauf.

Gruß Matthias.

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