Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

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Robur
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Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#1

Beitrag von Robur » Do 6. Dez 2018, 12:42

Moin,

ist es nur mein Eindruck oder sinkt die Druckqualität bei Roco Loks immer weiter ab? Konnte man vor einiger Zeit noch die Anschriften an den Lok- und Wagenrahmen gut lesen, so offenbart sich bei den zuletzt ausgelieferten Fahrzeugen ein "komisches" Druckbild, das zum Teil sehr verwischt oder sehr unscharf ist. Ganz schlimm sind die ozeanblauen 215/225/210/218, deren blaue Zierstreifen total unscharf, bzw. verwischt waren.

Auch andere Modelle haben keine sauberen Farbtrennkanten mehr.

Aktuell hab ich mir den SBB Vectron angeschaut, Roco 73956. Die Rahmenanschriften sind sehr undeutlich, teilweise kaum zu entziffern.
Das konnten die aber schon mal viel besser.
Liegt das vielleicht am neuen Digitaldruck?

So gefällt mir das überhaupt nicht. :bigeek:

Noch schöner sind die neuen Roco Liegewagen 74127 Scharnow. Sind die Wagenkästen in schönen Epoche 3 Mattgrün und -Blau gehalten, kommen deren Rahmen in glänzendem Schwarz daher. Ähöm. Sieht ehrlich gesagt ziemlich bescheiden aus. Und die Anschriften an den Batteriekästen sind überhaupt nicht lesbar. Da hilft nicht mal mehr eine Lupe.

Sorry Roco, aber dafür gibt's keine Pluspunkte. :oops:
Viele Grüße

Robur

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torsten83
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#2

Beitrag von torsten83 » Do 6. Dez 2018, 13:09

Hallo Robur,

vielleicht sind ja Deine Augen schlechter geworden? :fool: Ne im erst: ich vermute, das Roco auf Digital-Druck umstellt und der ist ehrlich gesagt auch bei Märklin deutlich hinter den besten Zeiten des Tampon-Druckes. Das wird Roco bei der Einführung und Justierung wohl ähnlich ergehen?

Gruß,
Torsten


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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#3

Beitrag von FCrostifan » Do 6. Dez 2018, 16:44

Hi,
ich habe die 73806 (Taigatrommel 120 084-9) letzte Woche gekauft, genau das Gleiche. Anschriften sind auch mit einem "Fadenzähler" kaum bis gar nicht zu entziffern. Die seitlichen Lokschilder sehen echt aus wie durch ein Sieb aufgedruckt.
Aber wenn ich im DSO lese, das so eine schwedische 3 fach Lok auch so hundsmiserabel bedruckt ist, ist es kein Einzelfall. Eigentlich ist so etwas dann B-Ware oder ?
mfG
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#4

Beitrag von klein.uhu » Do 6. Dez 2018, 17:00

:bigeek:
Eigenen Händler informieren, Ware zurückgeben!
Bei Modellbahnen GmbH beschweren!

Was anderes hilft da wohl nicht. Kaufverweigerung alleine spüren die nicht.

:roll: klein.uhu

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contrans
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#5

Beitrag von contrans » Do 6. Dez 2018, 17:37

So sieht Rocos letzte blaue 110 aus in H0 (W13 Sonderserie):

Bild

Das ging früher mit Tampondruck wesentlich besser...
Für mich ein Grund, die Lok nicht zu beschaffen. Und dabei waren blaue Bügelfalten bislang ein must-have für mich.

Gruß contrans
Zuletzt geändert von contrans am Do 6. Dez 2018, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.


silz_essen
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#6

Beitrag von silz_essen » Do 6. Dez 2018, 17:47

Hallo zusammen,
Für mich ein Grund, die Lok nicht zu beschaffen.
das ist die einzige Methode den den Herren Produzenten zu zeigen, dass "billig, billig für teuer Verkaufspreis" absolut nicht gefragt ist.

Gruß
Martin


Thomas I
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#7

Beitrag von Thomas I » Do 6. Dez 2018, 20:57

silz_essen hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 17:47
Hallo zusammen,
Für mich ein Grund, die Lok nicht zu beschaffen.
das ist die einzige Methode den den Herren Produzenten zu zeigen, dass "billig, billig für teuer Verkaufspreis" absolut nicht gefragt ist.

Gruß
Martin

Absolut, das geht garnicht bei Neuware für den Preis.
Das würde ich allenfalls für einen Ramschpreis kaufen als Basis für eigene Umbauten, Umlackierungen oder Umbeschriftungen.
http://www.oogardenrailway.co.uk/

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Lokpaint
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#8

Beitrag von Lokpaint » Do 6. Dez 2018, 21:17

contrans hat geschrieben:
Do 6. Dez 2018, 17:37
So sieht Rocos letzte blaue 110 aus in H0 (W13 Sonderserie):

Bild
Hallo

Das Bild ist aber eher Spur II als Spur H0. :wink:
So schlecht finde ich die Beschriftung noch nicht mal.

Richtig schlimm finde ich wenn grosse Flachen digital Bedruckt werden.
Die Schwedische roco Rc3 ist da ein trauriges Beispiel (weisser Zierstreifen auf orange), aber auch Märklin mit der Diesel Vectron (Rahmen komplett) oder die NS 186 (Blaue Seitenfläche).
Zumindest solche flächen sollten Lackiert werden.

Bart


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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#9

Beitrag von TRAINB0Y » Do 6. Dez 2018, 22:27

Das scheint leider bei den neuen Roco-Modellen jetzt der Standard zu sein. Das war vor ungefähr einer Woche auch Thema im "Parallel-Forum":
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... sg-8746838

Das erinnert mich an Lima- und Rivarossi-Modelle aus den 1980er-Jahren. Heute liefert Hornby (dem inzwischen u. a. diese beiden Marken gehören) eine bessere Qualität ab als Roco.
Liebe Modelleisenbahn GmbH, so wird das nix!

@Märklin und Piko: Bitte den Digitaldruck unter diesen Umständen gar nicht erst großflächig einführen! Bei so einem Druck-Ergebnis bin ich überzeugt, zahlen die meisten Modellbahner mit Sicherheit lieber ein paar Euro mehr für einen guten Tampondruck. Natürlich ist eine Optimierung der Produktionsprozesse immer nachvollziehbar und auch sinnvoll, aber das darf nicht zu Lasten der (gewohnten) Qualität gehen. Zumindest bei Roco wird man da momentan zurück ins vorige Jahrhundert katapultiert.

Neue Besen kehren anders, aber nicht unbedingt immer besser. In diesem Fall muss ich sagen, ist die neue Technik des Digitaldrucks für die Anwendung bei Modellbahn-Produkten nur bedingt geeignet. Mag sein, dass sich das künftig mit der Weiterentwicklung der Technik noch verbessert. Stand jetzt ist das aber noch keine Alternative zu klassischen Druckverfahren.
=> Es hat ja auch seine Zeit gebraucht, bis Digitalkameras ausgereift waren und eine gute, mit Dias konkurrenzfähige Bildqualität ablieferten.

Ich hoffe, die Hersteller sehen das ein. In 5 oder 10 Jahren können wir gerne nochmal über per Digitaldruck bedruckte Modelle sprechen. Jetzt bitte noch nicht.

Das war mein Wort zum Freitag :lol:
Viele Grüße,
Sven
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#10

Beitrag von Jochen53 » Fr 7. Dez 2018, 10:36

Nichts auf dieser Welt ist so schlecht, daß es nicht irgendjemand noch billiger machen könnte.


Süntelschrat
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#11

Beitrag von Süntelschrat » Mo 17. Dez 2018, 15:58

Hier liegen gerade die Scharnow-Liegewagen in H0 (560202) vor mir.

Um die Bedruckung gut erkennen zu können, brauche ich zwar mittlerweile Lupe UND eine kräftige Lesebrille, aber das sieht mir wie ein ordentlicher Tampondruck aus. Der Druck - zumondest qualitativ - ist über jeden Zweifel erhaben. Ob er vorbildgerecht ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Der Keks auf der 110 sieht aus wie auf ein Hemd gestickt. Für Digitadruck in der Größe vielleicht ein gutes Druckbild, sowas hat aber auf einem Modell dieser Preiskategorie nichts zu suchen. Da zieht für mich auch das Argument Kleinserie nicht.

die 3 Fals von Roco (67082) sind ja in etwas baugleich mit den Fleischmann 5521 et al. Hier haben die Rocos ein deutlich blasseres und schwammigeres Druckbild als die Fleischmänner, aus dem Grund habe ich sie auch (noch) nicht gekauft.


TheK
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#12

Beitrag von TheK » Mo 17. Dez 2018, 21:02

Süntelschrat hat geschrieben:
Mo 17. Dez 2018, 15:58
Der Keks auf der 110 sieht aus wie auf ein Hemd gestickt. Für Digitadruck in der Größe vielleicht ein gutes Druckbild, sowas hat aber auf einem Modell dieser Preiskategorie nichts zu suchen. Da zieht für mich auch das Argument Kleinserie nicht.
https://www.dropbox.com/s/p5s4yzl95be2r ... 5.jpg?dl=0

Mit "Kleinserie" kann das eigentlich auch nichts zu tun haben. Hier mal ein recht krasses Beispiel (aus Spur N): Links ein Wagen von LS Models mit einer Auflage von 100 Exemplaren; rechts einer von Fleischmann mit sicherlich deutlich höherer Auflage… Vor allem auf den Flächen sieht der Digitaldruck furchtbar aus (zum Glück nur auf dem Foto) und auf der hellen Fläche unten ist er schlicht überflüssig.

Vor paar Tagen hat man (auch wieder in N) den LTE-Traxx "Lord of the Rails" vorgestellt, da das gleiche: Lauter Pixel auf der eigentlich neutral blauen Seitenwand. Das sieht aus wie mit Schmirgelpapier traktiert…
https://www.dm-toys.de/dateien/shop/pro ... 738903.JPG
Gruß Kai

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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#13

Beitrag von FCrostifan » Di 18. Dez 2018, 05:46

zu Beitrg 3 und 4

Hi,
is sicherlich richtig was "klein UHU" schreibt und auch meine grundsätzliche Meinung. Aber in meinem Fall mit der 73806 (DR Taigatrommel120 084-9) ist es so:
Zu einem Preis von 133.- € meines langjährigen Händlers (+ mein Bonus). Konnte ich nicht nein sagen. Zumal ich noch ein Gehäuse einer 120 272-0 liegen habe. Und wie ich die Lok gekauft habe, muß ich leider gestehen, habe ich die Beschriftung mit Lupe anzusehen vernachlässigt.
Wenn Piko die Trommel in DR Epo 4 Ausf. bringt, . . .keine Frage ...
mfG
Fcrosti (und 120er) fan


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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#14

Beitrag von Ferkeltaxi » Mi 19. Dez 2018, 03:37

FCrostifan hat geschrieben:
Di 18. Dez 2018, 05:46
Wenn Piko die Trommel in DR Epo 4 Ausf. bringt, . . .keine Frage ...
Im Januar exclusiv bei SpieleMax Artikelnummern 71086 und 71087 (Letztere mit Sound).

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Jürgen
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Re: Druckqualität bei Roco/Flm lässt nach

#15

Beitrag von Jürgen » Mi 19. Dez 2018, 08:19

Ich kann zwar nicht nachvollziehen, weshalb eine Schrift unter der Lupe beurteilt werden muss, denn ich schaue mir das Modell nur mit meiner Lesebrille an. Jeder Unterschied, der nur mit einer Lupe erkannt werden kann, ist für mich ohne belang und treibt den Preis in die Höhe.

Es geht dem Hersteller nicht darum, ob ein paar Sammler "ein paar Euro" mehr bezahlen würden, wenn dadurch der Gesmtumsatz und Rendite in den Keller geht. Hersteller müssen immer die optimale Bilanz zwischen Stückzahl, Ertrag und Kosten finden. Ich akzeptiere jederzeit einen Digitaldruck, wenn bei "normaler" Betrachtung keine Unterschiede feststellbar ist. Für Betriebsbahner ist vielleicht nicht einmal das erforderlich.

Viele Grüße
Jürgen
Mein Erstling von 2002/2003: Rosentalviadukt, Friedberg, Hessen. 1960 bis 1965

Mein aktuelles Projekt: Maulbronn, ein schwäbischer Endbahnhof, 21.Juni 1922

"Man muss nicht verrückt sein, um Modellbau zu betreiben, aber es hilft ..."

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