LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb (gelöst)

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etr
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#51

Beitrag von etr »

Hallo Micha

Deine im Beitrag 25 geäusserte Meinung teile ich voll und ganz.

Ich sehe noch einen weiteren Grund, bei analog zu bleiben: Ich finde es (auch ökologisch) nicht angemessen, Dutzende von FRU's, die in den entsprechenden Loks hervorragende Fahreigenschaften bieten, einfach so dem Elektronik-Schrott zuzuführen.

Allerdings sind halt die AC-Analogfahrer immer mehr eine Randgruppe, die wahrscheinlich von den Dekoderherstellern zunehmend vernachlässigt werden kann, ohne dass nennenswerte finanzielle Einbussen drohen. Wird der Programmierungsaufwand für perfekte Fahreigenschaften im Analogbetrieb, wie sie bei der V4 vorhanden waren, zu gross, dann werden wir vermutlich irgendwann einmal abgehängt. Ich stelle mir zwar vor, dass das vorhandene know-how von der V4 doch irgendwie mit vertretbarem Aufwand auch in die V5 Eingang finden könnte. Aber vielleicht habe ich da falsche Vorstellungen bei einer weitgehenden Neukonstruktion eines Dekoders. Bin gespannt, wie das weitergeht. Es gelang mir jetzt immerhin noch, eine ordentliche Menge von V4 zu bunkern, sodass ich noch einige Neuanschaffungen werde damit ausrüsten können.

Beste Grüsse und schönen Sonntag

ETR
Zuletzt geändert von etr am So 2. Aug 2020, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.

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etr
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aus dem Kuriositätenkabinett

#52

Beitrag von etr »

Liebe Forumkollegen, die ihr dieses Thema mitverfolgt

Eine sehr überraschende Erfahrung mit der V5 im AC-Analogbetrieb möchte ich noch mit euch teilen:

Einige kennen sicherlich den Triebzug "Flirt" von Liliput, dessen fürchterliches Motor-Getriebe-System im AC-Analogbetrieb von keinem Dekoder wirklich beherrscht werden kann. Digital kriegen es manche hin, wie ich in Forenbeiträgen gelesen habe.

Viele sahen keinen anderen Ausweg, als den Zug bei sb remotorisieren zu lassen, was nach meiner Erinnerung mehr kostet als das Modell selbst.

Ich habe nun mal versuchsweise eine V5 in einen Flirt eingesetzt. Und die Fahreigenschaften sind, wenn auch noch nicht perfekt, so gut wie mit keinem anderen Dekoder. Ich habe so ziemlich alles ausprobiert, auch die von mir so hochgelobte V4 war kläglich gescheitert. V5 verpasst diesem Zug in ersten Tests recht ordentliche Fahreigenschaften.

Ein Dekoder, mit dem ich sonst alle Mühe habe, wird mit einem antriebstechnisch völlig verpfuschten Triebwagenzug recht gut fertig. Erinnert mich irgendwie an das mathematische Gesetz: Minus mal Minus = Plus ...

Bin gespannt, ob jemand diese Erfahrung bestätigen kann und ob sich allenfalls mit Veränderungen der CV's noch mehr rausholen lässt.

Beste Grüsse

ETR
Zuletzt geändert von etr am So 2. Aug 2020, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.

SAH
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#53

Beitrag von SAH »

Moin etr,

Glückwunsch zu Deinem Erfolg :gfm:

Es könnte demgemäß auch sein, dass die richtigen CV-Einstellungen bei anderen Modellen noch nicht gefunden wurden.

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Rolf54
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#54

Beitrag von Rolf54 »

Hallo etr

Vielen Dank für den Hinweis. Der Flirt ist auch bei mir so ein Patient, bei dem mir noch keine Therapie eingefallen ist. Dann kann ich das ja auch mal versuchen.

Grüsse Rolf

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#55

Beitrag von etr »

Hallo Rolf

Wenn du auf Basis dieser überraschenden "Versuchsanordnung" Optimierungen an den CV's herausfindest, lass es mich bitte wissen.

Beste Grüsse

ETR

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etr
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FLIRT mit LoPi V5

#56

Beitrag von etr »

Um sicher zu sein, dass ich nicht unter geistiger Unzurechnungsfähigkeit leide, habe ich heute nochmals ausführliche Testfahrten mit dem LoPi V5 im Liliput FLIRT gemacht. Erfreulicherweise bleibt's dabei: Allen Problemen in "normalen" Triebfahrzeugen zum Trotz - so schön wie mit dem LoPi V5 ist der FLIRT AC analog noch nie gefahren. Der regelmässige Ausfall der Beleuchtung tritt nicht auf, die Fahreigenschaften sind schon mit den werkseitig eingestellten CV's mehr als ordentlich.

Was mich besonders positiv überrascht hat: Der LoPi V5 ist der einzige Dekoder, mit dem es mir gelang, die massiv überhöhte Geschwindigkeit des FLIRT (wieder mal nachgemessen und umgerechnet 270 km/h ermittelt!) im Analogbetrieb auf ein angemessenes Mass zu drosseln. Mit CV 5 = 120 erreicht die Höchstgeschwindigkeit umgerechnet etwa die vorbildgerechten 160 km/h; der Wert sollte vielleicht noch ganz geringfügig erhöht werden. Mit dieser Einstellung fährt der FLIRT richtig schön, wie ich es noch nie erlebt habe. Auch sanftes Anfahren und Abbremsen sind möglich. Unter Trafoeinstellung 100 geht allerdings nichts. Aber von 100 bis 250 hat man doch einen recht breiten Regelungsbereich.

Schade ist nur, dass von meinem (im Moment ziemlich unnützen) Vorrat an LoPi 5 bis auf einen alle den für den FLIRT falsche Stecker haben ...

In einer Hinsicht gibt es noch etwas Luft nach oben: Im höchsten Geschwindigkeitbereich ändert sich die Geschwindigkeit schon bei kleinster Veränderung der Trafospannung sehr schnell, während bei langsamer Fahrt eigentlich ein zu breiter Regelungsbereich zur Verfügung steht. Das könnte man wohl mit der Geschwindigkeitskennlinie noch verbessern. Mit der kenn' ich mich aber noch nicht aus; beim LoPi V4 habe ich nur mit der mittleren Geschwindigkeit (CV 6) gearbeitet. Diese CV gibt es aber beim LoPi 5 nicht mehr.

Wer hier noch Verbesserungen rausholen kann, dem bin ich sehr dankbar für Angaben, welche CV's wie zu verändern sind.

Aber - und das ist immerhin für mich mal etwas Positives am LoPi V5: Der FLIRT bereitet im Fahrbetrieb endlich Freude.

Jetzt hoffe ich einfach, dass mein Vorrat an LoPi V5 mit für den FLIRT unpassenden Schnittstellensteckern für mich irgendwann doch noch brauchbar wird. Mit der V4 gab es ja anfänglich ähnliche Probleme - da musste ich zunächst auch noch V3 bunkern. Doch mit der massiven Verbesserung der Firmware wurde ich bis heute ganz grosser Fan des LoPi V4.

Soweit diese Erfolgsmeldung mit sehr schmalem Anwendungsbereich - aber immerhin.

Beste Grüsse

ETR
Zuletzt geändert von etr am Mo 3. Aug 2020, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.

SAH
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#57

Beitrag von SAH »

Mo7n etr,

herzlichen Dank für Deinen Bericht!
Es steht dann die Frage im Raum, welche Unterschiede der Flirt-Motor gegenüber den Märklinmotoren hat?
Ein Detail fällt mir ad hoc ein: hat der verbaute Motor im Flirt Entstörkondensatoren*

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#58

Beitrag von etr »

SAH hat geschrieben: Mo 3. Aug 2020, 14:57 Es steht dann die Frage im Raum, welche Unterschiede der Flirt-Motor gegenüber den Märklinmotoren hat?
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe fast keine Märklin Triebfahrzeuge. Die Probleme traten auf bei: Roco, Piko, Jouef, ACME ... Unterschiedlichste Konstruktionen, aber immer dieselben Probleme.

Viele Grüsse

ETR

SAH
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#59

Beitrag von SAH »

Moin etr,

Danke für den Hinweis. Dann streiche das Wort Märklin und ersetze gegen "andere". :)

*Jetzt* wären die konstruktiven Details gefragt:
Anschlusswiderstand und -induktivität des Motors, Nenndrehzahl und Getriebeuntersetzung...
Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#60

Beitrag von SBB IC »

Hallo zusammen,
wir im Verein, wo wir auch AC Analog fahren haben wir diese Probleme auch, LokProgrammer steht auch zur Verfügung. Die letzte Version (17.07.20), bei der ESU angekündigt hatte, das Analogfahrverhalten zu verbessern, brachte auch nichts. Die Probleme mit dem Stocken und dem Lichtflackern traten weiterhin auf. Auch verwenden wir nur weiße, also die neuesten Trafos. Auch automatisches Einmessen brachte nix. Jedoch war auffällig, dass alle Loks im Digitalbetrieb einwandfrei führen, d.h. ohne Lichter flackern. Mit dem LokSound 5 gibt es übrigens genau die gleichen Probleme. Ich hoffe, ESU findet bald eine Lösung.

Viele Grüße,
Timon
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Schwanck
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#61

Beitrag von Schwanck »

Moin Timon,

inzwischen glaube ich, dass die Probleme von Analogis die Esu-Leute überhaupt nicht intressieren. Solange denen nicht plötzlich die Umsätze wegbrechen machen die nix, die wollen nur spielen!
Tschüss

K.F.

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#62

Beitrag von etr »

Hallo Schwack

Wenn dem so wäre (was ich freilich nicht hoffe), hätte ich richtig spekuliert, indem ich stattliche Mengen V4 "gebunkert" habe ... Für den Moment bin ich also erst mal eingedeckt.

Sollte übrigens jemand neuwertige V5 Multiprotokoll kaufen (oder gegen V4 tauschen) wollen, hätte ich einige abzugeben. Sie wurden aber der OVP entnommen, um sie platzsparend meinem Fachhändler zwecks Ausstattung mit der neusten Firmware zuzusenden (was dann aber, wie weiter oben beschrieben, nichts brachte). Ich kann sie aber wieder mit OVP liefern, die ist einfach nicht mehr versiegelt.

Da ich Schweizer bin, hätte man wohl bei Versand innerhalb der Schweiz verhältnismässigere Versandkosten und sicher keine Unannehmlichkeiten mit dem Zollamt.

Beste Grüsse

ETR
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#63

Beitrag von SBB IC »

Hallo zusammen,
Ich wollte vor kurzem mit dem LokProgrammer und dem dazugehörigen neuesten Software-Update meinen ICE3 von Piko mit nem LoPi 4 für den analogen Betrieb gutmachen, wie immer. So weit, so gut. Jedoch gab es große Probleme bei der Lastregelung des Motors, nachdem der LokProgrammer die Firmware aktualisiert hat. Schaltet man die Lastregelung ab, tut alles normal. Kann es sein, dass ESU vielleicht mit ihrer neuen Firmware auch die LoPo 4rer kaputtmacht? Ach ja, digital funktioniert die Lastregelung natürlich einwandfrei.
Viele Grüße

Timon

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#64

Beitrag von Shoogar »

Wilstein hat geschrieben: Fr 24. Jul 2020, 00:18
Shoogar hat geschrieben: Fr 24. Jul 2020, 00:01
Ein Hobby ist ein Zeitvertreib und kein Wettrennen im Fortschritt.
Wie man jeweils sein Hobby betreibt, liegt beim Einzelnen.
Das ist schon eine Leistung, sich in zwei Sätzen zu widersprechen :wink:
Möchtest Du Dich um die Stellung als "Speerspitze" des Modlellbahnuniversums bewerben?
Dann beeil Dich (also bevor die letzten Neuerungen veröffentlicht werden).

Ja, ich kenne notorische Analogbahner (und sogar M-Gleisfahrer).
Und ich kann deren Freude an der Modellbahn nachvollziehen.
Und (ehrlich) ich bin immer wieder fast hingerissen, mine alten M-Gleise doch wieder auszupacken...
:redzwinker:

Ganz persönlich mag ichs digital, und ohne M-Gleis.

Und halt funktionierend.
Und ehrlich: Da ist mir irgendeine Decoder-"Generation" sowas von egal...
Das gilt auch für Hersteller.

Ich hab noch zwei Loks mit "Mäuseklavierdecodern" (M BR55, M BR38), die lassen sich außergewöhnlich feinfühlig ansteuern.
Aber ich hab auch wenigstens zwei Loks mit ESU-Decodern (V3/V4), die äußerst "ruppig" laufen.

Tunwer mal nicht so als sei "Digital" die Lösung für Alles.
Und tun wir mal nicht so als sei digitale Modellbahn das Maß aller Dinge.
Und ESU auch nicht.
viele Grüße

Armin


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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#65

Beitrag von SBB IC »

Hallo zusammen,
ein Freund von mir hat im ESU-Forum ordentlich Druck gemacht. Nun hat er 2 Test-Decoder mit Demo-Firmware geschickt bekommen. Nun ja, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Loks fahren sehr gut bis perfekt im Analogbetrieb. Hoffentlich rollt ESU das Update bald aus.

Viele Grüße
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Timon

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#66

Beitrag von Thinkle »

Schön zu hören, dass so etwas aufgenommen wird und es zu einer Reaktion kommt.

SAH
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#67

Beitrag von SAH »

Hallo Timon,

nur aus reiner Neugier: ist bei Deinem Freund die Spannungsverträglichkeit auch geändert oder gilt immer noch die schwammige Umschreibung?

Mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Bügeleisenmann
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#68

Beitrag von Bügeleisenmann »

Tach!

Stellvertretendes Zitat:
Schwanck hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 13:34 inzwischen glaube ich, dass die Probleme von Analogis die Esu-Leute überhaupt nicht intressieren. Solange denen nicht plötzlich die Umsätze wegbrechen machen die nix, die wollen nur spielen!
Diese Diskussion wirkt in vielen Teilen befremdlich. Mir ist schon klar, daß jeder Kunde sich für das Zentrum des Universums hält und erwartet, daß seine Ansprüche vom Hersteller punktgenau erfüllt werden. Ich habe auch grundsätzlich nichts gegen selbstgewählte Beschränkungen oder Herausforderungen. Nur sollte dann der Flagellant sich nicht beklagen.
- Wer also die Grubenbahn zum Herzogschacht im Jahre 1894 darstellen will, hat keine Grund zum Jammern, wenn die Industrie keine passenden Modelle liefert.
- Wer einen C64 am 120er UHD-Flachbildschirm mit 95 cm Sitzabstand betreibt, sollte den Grund für die Kopfschmerzen vielleicht nicht bei Damsung suchen.
- Wer an einem 81er Opel mit 13er Felgen 195er Reifen haben will, muß eben 300.- je Rad ausgeben und so weiter, usf.

Analogbetrieb ist nur noch für eine Minderheit interessant. Ich kann mir nicht vorstellen, daß heute noch ein Neueinsteiger in H0 analog beginnt. Ich respektiere die Hobbyausübung; wer es analog mag, soll es tun. Aber (um mal ein Gleichnis zu bemühen) einen Sportwagen kaufen und sich beklagen, daß dieser auf Waldwegen nicht richtig läuft, ist schon ein bißchen schräg.

Decoder sind für den Digitalbetrieb und sollen vor allem dort gut laufen. Die Möglichkeit des Anlagobetriebes ist ursprünglich mal den damals teuren Komponenten geschuldet. Man sollte auf der Strecke mit konstanter Spannung fahren können, im Bahnhof richtig digital.
Die Analogfunktion dient doch heute mehr oder weniger nur zum probieren, wenn man an der Werkbank gerade kein Digitalsignal hat.

Ich halte die Ausrüstung sämtlicher Loks mit Decodern und die anschließende Durchführung von reinem Analogbetrieb wenigstens für merkwürdig. Wie gesagt, soll jeder machen, was er will. Aber Dinge außerhalb ihres gedachten Anwendungszweckes benutzen geht nun mal nicht immer ohne Einschränkungen.

Das hier nach Hilfe bei dem Problem gesucht wird, ist gut und richtig. Leute anzublaffen, die dann ihr Unverständis über diese Art der Selbstbeschränkung äußern, mißfällt mir dagegen. Sicher ist es enttäuschend, wenn man nach Jahrzehnten die perfekte Steuerung der Analoganlage mit hunderten abschaltbarer Gleisstücke etc. genaut hat und mit einer gebrauchten Intellibox für 100 Euro (Ich rede nur vom digitalen Fahren) die Arbeit entwertet.
Wie frage ich meine Suchtis immer: "Und wer hat dich in diese Lage gebracht?"

Andreas
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#69

Beitrag von rufer »

Jetzt wo ich den Thread nochmal lese, ich hatte mit DC Analog die gleichen Probleme. Nämlich flackerndes Lickt und stocken mit einer Märklin Ee 3/3. Ich hatte einen LP 5 Micro verwendet und war mir nicht sicher, ob das strommässig aufgeht oder ob es an der Stromabnahme liegt. Aber beides kann eigetlich nicht sein, denn digital fährt die kleine Lok super.

Sind also wohl generell im DC- oder AC- Analogbetrieb auftretende Probleme.

Bei mir hatte übrigens herumspielen mit der Austastlücke / EMK Messperiode etwas gebracht, aber perfekt ist ganz anders.

Gruss
Rufer
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Wilstein
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#70

Beitrag von Wilstein »

Schwanck hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 13:34 Moin Timon,

inzwischen glaube ich, dass die Probleme von Analogis die Esu-Leute überhaupt nicht intressieren. Solange denen nicht plötzlich die Umsätze wegbrechen machen die nix, die wollen nur spielen!
Keine Angst, denen brechen die Umsätze wegen den immer weniger werdenden "Analogis" nicht weg :wink: Es mag zwar immer ein paar überzeugte Einzelkämpfer geben, die werden für den Markt jedoch keine Rolle spielen.
Und mal im Ernst: Welcher Hersteller von Digitalkomponenten würde in eine veraltete Technik investieren, um damit eine immer kleiner werdenden Minderheit zufrieden zu stellen?
Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

Thomas


Wilstein Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/c/WilsteinModellbahn/videos

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#71

Beitrag von SAH »

Moin zusammen,

solange ein Produkt für bestimmte Funktionen vorgesehen ist, hat man ein Anrecht darauf, dass das Produkt für diese Funktionen einwandfrei funktioniert. In diesem Fall steht explizit Analogbetrieb als eine der vorgesehenen Funktionalitäten da!
Wieviele sich dafür interessieren spielt dabei überhaupt keine Rolle. Von daher ist das Wunschdenken, es gäbe nur noch vereinzelt Anhänger, sinnloses und kenntnisloses Gerede!

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Schwanck
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#72

Beitrag von Schwanck »

Moin Thomas,

auf deine Bemerkungen
Wilstein hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 20:14 Keine Angst, denen brechen die Umsätze wegen den immer weniger werdenden "Analogis" nicht weg :wink:
zu meinen Beitrag vom August möchte ich wie folgt reagieren:
Ich habe da auch keine Angst, weil ich schon seit !985 digital fahre.
Ich habe aber einige Kameraden im MEC, die sich bei ihrer Heimanlage bis heute nicht an Digitaltechnik rantrauen. Denen gebe ich immer den Rat, wenn sie aus dem Wunsch nach einem aktuellen Modell eine Lok mit Decoder kaufen, möglichst Märklin zu nehmen oder sich einen Decoder von Märklin einbauen zu lassen. Das hat einen ganz einfachen Grund: Märklin beachtet aus guter Tradition der Marke Märklin-Mittelleiter -Wechselstrom die Wünsche der Analogis; ich zitiere aus einer Märklin BA:
"Bestimmungsgemäße Verwendung
Die lok darf nur mit einem dafür bestimmten Betriebssystem (Märklin AC, Märklin Delta, Märklin Digital oder Märklin Systems [mfx]) eingesetzt werden."
In den 'Technischen Daten' zu den mLD-Decodern wird eine max. Spannung von </= 40 V genannt. - Das ist es! Andere Hersteller von Digitaldecodern garantieren entweder diese Maximalspannung oder den AC-Betrieb nicht bzw. machen keine Angaben dazu.

Das passt vollkommen mit deiner Aussage:
Wilstein hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 20:14 Und mal im Ernst: Welcher Hersteller von Digitalkomponenten würde in eine veraltete Technik investieren, um damit eine immer kleiner werdenden Minderheit zufrieden zu stellen?
Und die Antwort auf deine letzte Frage darin lautet: "Einer".
Tschüss

K.F.
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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#73

Beitrag von Wilstein »

Schwanck hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 21:57
Das passt vollkommen mit deiner Aussage:
Wilstein hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 20:14 Und mal im Ernst: Welcher Hersteller von Digitalkomponenten würde in eine veraltete Technik investieren, um damit eine immer kleiner werdenden Minderheit zufrieden zu stellen?
Und die Antwort auf deine letzte Frage darin lautet: "Einer".
Ok, da hab‘ ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt, denn mit „Hersteller von Digitalkomponenten“ meine ich Firmen wie Uhlenbrock, ESU, Zimo, D&H etc., keine Modellbahnhersteller mit ihren autarken Digitalsystemen.
Gruß aus dem Oldenburger Münsterland,

Thomas


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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#74

Beitrag von rufer »

Noch ein kleiner Hinweis zu den Vermutungen, dass das abschalten nicht benötigter Protokolle bei den Multiprotokoll Decodern etwas bringen würde: Kann mann wohl aussschliessen, wenn die gleichen Probleme mit DCC only ESU V5 auftreten. Diese können nur DCC und DC Analog aber die Probleme im Analogbetrieb sind die gleichen. Mein vorheriger Post bezieht sich auf diese DCC Varianten.

Gruss
Rufer

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Re: LoPi V5: Grosse Probleme im AC Analogbetrieb

#75

Beitrag von SAH »

Moin Thomas,
Wilstein hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 22:12
Schwanck hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 21:57
Das passt vollkommen mit deiner Aussage:
Wilstein hat geschrieben: Fr 9. Okt 2020, 20:14 Und mal im Ernst: Welcher Hersteller von Digitalkomponenten würde in eine veraltete Technik investieren, um damit eine immer kleiner werdenden Minderheit zufrieden zu stellen?
Und die Antwort auf deine letzte Frage darin lautet: "Einer".
Ok, da hab‘ ich mich wohl nicht klar genug ausgedrückt, denn mit „Hersteller von Digitalkomponenten“ meine ich Firmen wie Uhlenbrock, ESU, Zimo, D&H etc., keine Modellbahnhersteller mit ihren autarken Digitalsystemen.
*alle* von Dir aufgezählten Produzenten digitaler Komponenten (hier Dekoder) integrieren die Analogtauglichkeit, nur ESU hat "auf einmal" Probleme.
Also stimmt Deine Behauptung hinten und vorne nicht.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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