Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

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duke274
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Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#1

Beitrag von duke274 » Fr 11. Jan 2019, 18:29

Guten Abend zusammen,

in diversen anderen Beiträgen wird ja über die Anzahl der Einspeisungen diskutiert, die man alle paar Meter bei längeren Strecken machen soll. Zum einen bin ich nicht sicher wie relevant mehrere Einspeisungen für Digitalsysteme sind ,solange die Leistung der "Hauptleitung" ausreicht und zum anderen Frage ich mich ob eine Mittelleiterisolierung notwendig ist.

Wenn ich von den Kabelanschlüssen der Märklin CS3 - einfach auf Verteilerplatten Kabel verlege und dann von dort mehrfach Kabel ans Gleis. Müssen dann einzelne Abschnitte der Strecke mit Mittelleiterisolierung getrennt werden oder nicht?

vielen Dank für Eure Hilfe

Benjamin


MSC
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#2

Beitrag von MSC » Fr 11. Jan 2019, 19:10

Hallo Benjamin,

du kannst eine entsprechend dimensionierte Leitung (z.B. 1mm²) aus der CS an eine Verteilerplatte legen und von dort aus verteilen.
Dies wäre dann eine sogenannte Sternverteilung, bei der von einem Punkt verteilt wird.
Das solltest du für Fahrstrom und Masse machen.
Mittelleiter sollte auch isoliert werden.

Gruß
Michael


klein.uhu
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#3

Beitrag von klein.uhu » Fr 11. Jan 2019, 20:01

MSC hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 19:10

Mittelleiter sollte auch isoliert werden.
:?:

Moin,
Warum das denn, wenn alle Einspeisungen von einem Verteiler und von einer einzigen Zentrale kommen, ohne Booster?

:roll: klein.uhu


supermoee
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#4

Beitrag von supermoee » Fr 11. Jan 2019, 20:17

Hallo,

Falls die Leistung einer Zentrale irgendwann mal nicht mehr reichen sollte, kann mann so weitere Stromkreise ohne die Gleise wieder ausreissen zu müssen bilden und mit separaten Boostern speisen.

Bei 230m Gleise und 34 Zügen auf der Anlage ist es mir aber noch nicht passiert. Ein Stromkreis reicht bei mir völlig.

Gruss

Stephan
MM freie Zone, während DCC sich bei der Steuerung von Loks immer breiter macht. Sonst mfx.


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duke274
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#5

Beitrag von duke274 » Fr 11. Jan 2019, 20:48

supermoee hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:17
Hallo,

Falls die Leistung einer Zentrale irgendwann mal nicht mehr reichen sollte, kann mann so weitere Stromkreise ohne die Gleise wieder ausreissen zu müssen bilden und mit separaten Boostern speisen.

Bei 230m Gleise und 34 Zügen auf der Anlage ist es mir aber noch nicht passiert. Ein Stromkreis reicht bei mir völlig.

Gruss

Stephan
Hast du den Mittelleiter isoliert oder nicht? Nein oder?

Das man es kann und es vielleicht sinnvoll ist weil man später Booster anbauen will OK - aber muss man das aus elektrischer Sicht zwingend machen?


MSC
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#6

Beitrag von MSC » Fr 11. Jan 2019, 21:17

Hallo Klein Uhu,

Weil du so eine Parallelschaltung realisierst. Das heißt, Spannung überall identisch und Strom verteilt sich auf die einzelnen Stränge.
Und es gibt keine Wechselwirkungen die zu Störungen führen könnten.
Und zweitens ist es so einfacher Z.B. Schlüsse zu finden (einfach Stränge abklemmen bis weg) oder wenn später doch bedarf besteht Boosterkreise nachzurüsten.

Gruß
Michael


klein.uhu
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#7

Beitrag von klein.uhu » Fr 11. Jan 2019, 22:48

Moin,

Meine Frage war etwas provozierend, zugegeben. Aber jetzt wissen es die anderen auch!
Analog macht man das schon automatisch ohne nachzudenken. Wer an einen weiteren Ausbau seiner vielleicht noch kleinen Anlage denkt, sollte das berücksichtigen. Und für die Fehlersuche ist es sehr nützlich.

Es wird hier immer empfohlen alle 2-3m eine Einspeisung vorzunehmen. Ich betrachte das nicht mit dem Bandmaß, sondern streckenbezogen funktionell. Und diese Abschnitte werden dann auch isoliert, auch wenn sie kürzer sind.
| : | ~ analog

Gruß von Bild klein.uhu
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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#8

Beitrag von Erich Müller » Sa 12. Jan 2019, 09:11

Hallo Michael,
MSC hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:17
Weil du so eine Parallelschaltung realisierst. Das heißt, Spannung überall identisch und Strom verteilt sich auf die einzelnen Stränge.
Und ohne Isolierungen ist das anders?
MSC hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 21:17
Und es gibt keine Wechselwirkungen die zu Störungen führen könnten.
Welche Wechselwirkungen meinst du da?

Der Vorteil abgegrenzten Einspeisungsbereiche bei der Suche nach dem Kurzschluss liegt auf der Hand.
Man benötigt aber potentiell mehr Einspeisepunkte, um eine ebenso gleichmäßige Spannung am Gleis an jedem Punkt der Anlage zu erreichen.
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#9

Beitrag von MSC » Sa 12. Jan 2019, 15:29

Hallo Erich,
Punkt 1: Ja. Google mal Reihen-/ Parallel-/ gemischte Schaltungen
Zu Punkt 2: z.B. Rückkopplungen. Phasenverschiebungen (wie gesagt könnte)

Und man benötigt nicht mehr Einspeisepunkte als bei einer Ringleitung, lediglich die Verteilung ist eine andere, nämlich z.B. Sternförmig von einem Zentralenpunkt zu den Gleisanschlüssen und nicht von einem Ring.

Und bitte jetzt keine Diskussionen über Grundlagen der E-Technik, dies würde hier zu weit führen und nur Verwirrung stiften.

@ Klein Uhu, wieso provozierend, dies war doch eine berechtigte Frage.

Gruß
Michael


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Re: Anschluss Mehrere Einspeisungen Märklin CS3

#10

Beitrag von vikr » Do 17. Jan 2019, 14:02

Hallo,
klein.uhu hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 20:01
MSC hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 19:10

Mittelleiter sollte auch isoliert werden.
:?:

Moin,
Warum das denn, wenn alle Einspeisungen von einem Verteiler und von einer einzigen Zentrale kommen, ohne Booster?

:roll: klein.uhu
Das Aufteilen der Anlage in mehrere voneinander isolierte Abschnitte ist nicht zwingend nötig. Aber es ist eine sinnvolle Strategie um Fehler lokalisieren zu können. Gleichzeitig schafft man sich dadurch eine Option, um auch ohne die vielleicht sorgfältig eingeschotterten Gleise ausbauen zu müssen, Meldeabschnitte zu deklarieren. Das Auftrennen der Masseschienen gegeneinander ermöglicht Kontaktgleisabschnitte (z.B. mit 60881), das Auftrennen des Mittelleiters ermöglicht Stromfühlgleisabschnitte (z.B. mit 60882). Man kann ggf. auch beide Typen auf derselben Dreileiter-Anlage einsetzen.

MfG

vik

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