Lemtrup 2.0 Planungsthread

Bereich für alle Themen rund um die Planung von Modellbahnanlagen und Dioramen (alles, was in der Phase vor dem Rohbau an Themen anfällt).
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Illcoron
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Lemtrup 2.0 Planungsthread

#1

Beitrag von Illcoron »

Hallo,

einige von Euch kennen mich ja noch. ich war hier vor einigen Jahren ja schon mal aktiv. Damals mit meinem kleinen Lokalbahnhof Lemtrup. Die Sache hat sich damals aus verschiedenen Grünen etwas tot gelaufen und ich bin mehr ins Sammeln von Modellen geraten. Thorstens Modellbahnwelt Reihe bei Youtube hat mich dann wieder heiß gemacht und jetzt will ich den Modellen wieder etwas mehr Raum geben und brauche etwas Feedback und Unterstützung für meine Planung.

Das Problem ist, dass ich bisher kein vernünftiges Planungsprogramm (ich habe einen Linux Rechner) habe und sehr viel mit TRAX (https://www.traxeditor.com) gemacht habe. Mit dem komme ich aber noch nicht so ganz gut klar. Ich bräuchte mal Tipps was man alternativ unter Linux so verwenden könnte - sonst muss ich auf meinen anderen PC umsteigen. Der besitzt dann ein Windows.

Was ich plane:
Bisher befand sich die Anlage im Keller. Das hat, wie oben beschrieben, aus verschiedenen Gründen keinen Spaß gemacht. Ich würde die Anlange gerne dort abbauen und mit leicht veränderten Konzept in meiner Wohnung in einem IVAR Regal in meinen Arbeitszimmer wieder aufbauen. Das Regal soll in L Form stehen. Die Wand ist 4.50m lang, das Regal hätte eine Tiefe von 50cm. Der Schenkel befindet sich am linken Ende und wäre 1.3m lang mit einer Tiefe von ebenfalls 50cm. Skizze hänge ich später an.

Fangen wir mal mit den Fakten an:

2. Spurweite & Gleissystem
Märklin H0 - Vorzugsweise C - Gleise weil ich die habe. Umstellung auf K aber denkbar, weil die enger bauen.

3. Raum & Anlage
Wie oben beschrieben ein umgedrehtes L 4,50 x 0,50 m (wenn jemand eine Idee für 30cm hat nehm ich die aber auch gerne) mit einem Schenkel rechts von 1,30 x 0,5m - geplant im IKEA Ivar Regal oder vergleichbar.

4. Technisches
4.1 Modellbahn vs. Spielbahn

Modellbahn mit Rangieranteilen.

4.2 Hauptbahn und/oder Nebenbahn

Nebenbahn - Endbahnhof.

4.3 Mindestradius (sichtbar / verdeckt)

Von Regal abhängig. So groß wie Möglich

4.4 Maximale Steigung

keine

4.5 Maximale Zuglänge

Am Hausbahnsteig max 3 x 27m Personenwagen in 1:93,5 (Märklin / Fleischmann Maß) - Umsetzmöglichkeiten für einen Großdampfer aller 044 oder 050.

4.6 Anlagenhöhe der Hauptebene

Nicht nötig.

4.7 Anlagentiefe (minimal, maximal)

50cm - Notflalls auch 30cm - Regalanhängig.

4.8 Eingriffslücken / Servicegang

nicht notwendig

4.9 Schattenbahnhof / Fiddle Yard

Fiddle Yard (extern - Ansetzbar)

4.10 Oberleitung ja / nein

nein

5. Steuerung
5.1 Fahren analog oder digital
5.2 Steuern analog oder digital
5.3 PC-Steuerung


Alles Digital - mit Möglichkeit einer PC Steuerung als Ausbau.

6. Motive
6.1 Epoche

Frühe Epoche IV. Etwa um 1974.

6.2 Bahnhofstyp(en)

Kleiner Endbahnhof oder gekappter Durchgangsbahnhof an einer Eingleisigen Nebenstrecke im Nordwestdeutschen Raum.
Als Beispiele schweben mir die Bahnhöfe Blomberg oder Barntrup oder Lemgo vor. Meine Planung richtet sich im Moment auf den Bahnhof Blomberg mit einige Veränderungen so das es eine leichte Mischung aus Blomberg und Barntrup zu werden droht. ;)

6.3 Landschaft

Weserbergland / Norddeutsch / Westfälisch.

6.4 Szenerie (Stadt, Vorstadt, Land; Industrie, Gewerbe)

Dorf mit etwas Gleisanschluß (Schrotthandel, Brauerei, Landhandel), Militärverladung und Kopframpe, Ortsgüteranlange. Abstellmöglichkeiten für Güterzüge (Kesselwagen),

6.5 Bw (Bahnbetriebswerk), Lokeinsatzstelle (Kleinst-Bw)

evtl. Lokschuppen für einen Bahnhofsköf.

7. Sonstiges
7.1 Vorhandene Fahrzeuge

Der Betrieb soll mit Fahrzeugen der Epoche IV stattfinden.
Triebwagen der BR 614, 627, 624 (wenn es den mal in H0 Gäbe), ETA, Schienenbus.
Personenzüge mit V100 (212), V160 (216) oder einen Dampfer (050) mit bis zu max. 3 Silberlingen Länge. Silberlinge, Mitteleinstiegswagen, Eilzugwagen, Umbauwagen.
Güterzüge mit V90, V100, V160, 042, 043, 044 und 050.

7.2 Vorhandener Gleisplan (eigener, Link zu anderen)

Bahnhof Blomberg:
https://muehlenmeier.net/2010/02/14/bah ... erg-lippe/

Ich würde mich an den Gleisplan von 1963 orientieren - allerdings ohne den Lokschuppen, wie er da ist - dafür aber das Umfahrgleis mit einer Weiche bis zur Einfahrt verlängern um eine Möglichkeit zum Abstellen von Güterzügen zu schaffen und trotzdem eine Lok für den am Hausbahnsteig stehen Zug umsetzen zu können.

Bild

7.3 Betrieb als Einzelspieler oder zu mehrt

Einzeln

7.4 Budget

noch keine Vorstellungen - vieles ist ja bereits aus dem Vorgänger Projekt vorhanden.

7.5 Zeitplan

Ab Herbst 2019.

Fragen meinerseits:
Gibt es Module die in ein Ivarregalsystem passen?

Weitere Planungsideen / Spielideen
- Den Bahnhof vielleicht quer legen - so das er ein wenig "schief" liegt
- Das verlängerte Umfahrgleis sollte lang genug sein um einen Kesselwagenzug oder eine Übergabe für die Brauerei abzustellen.
- Wohin mit Brauerei und Schrotthandel?

Ich stelle das mal hier zur Diskussion - über Ideen und Anregungen bin ich seh dankbar.

Viele Grüße

Jens
Zuletzt geändert von Illcoron am So 20. Jan 2019, 20:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#2

Beitrag von E-Lok-Muffel »

Hallo Jens,

Regalanlage in Ep IV( a ) auf 4,50 m mit Märklin C-Gleis, das klingt spannend.

jetzt bin ich aber über zwei Zitate von Dir gestolpert, die mich in dieser Hinsicht irritieren:
Modellbahn mit Rangieranteilen.
versus:
Umsetzmöglichkeiten für einen Großdampfer aller 044 oder 050.
und in diesem Zusammenhang:
Güterzüge mit V90, V100, V160, 042, 043, 044 und 050.
Unter Vorbildorientierung hat die Modellauswahl einer Br 44 für einen Endbahnhof zwei diskussionswürdige Gesichtspunkte:
  • 1. Einsatz-Zweck:
    Die Br 44 ist im Vergleich zur Br 50 schwerer ( Achslast fast 20 Tonnen ) weniger gut verfügbar ( wird auf Hauptstrecken für schwere Züge gebraucht ) und schwieriger zu warten ( Dreizylinder-Triebwerk ) als eine Br 50. Es muss also schon einen besonderen Grund geben, weshalb man eine 44-iger auf so einer Stichbahn einsetzt. Die Zuglänge kann es nicht sein, Dein Platz ist begrenzt, Drei-Meter-Züge kannst Du nur 1 m weit verschieben, macht also gar keinen Sinn… Es muss also ein kurzer, aber sehr schwerer Zug sein, für den die 44-iger gebraucht wird. Schwerlastwagen??? Sicher, aber welche???
    Torpedo-Pfannen-Wagen und Roheisen-/ bzw. Schlackewagen wären eine Möglichkeit, damit wäre allerdings die ganze Anlage mit Industrie (Stahlwerk) vollzustopfen, was eher nicht Deine Sache ist, Du willst es ja eher ländlich.
    Möglich wäre so etwas aber auch eine Nummer kleiner in Form einer Eisengießerei, Stahlbrammen rein, "große" Gussteile wieder raus… Oder Glocken! ( ich lasse mich jetzt mal vom Ladegut der Märklin-Schwerlastwagen inspirieren).
    Weitere Möglichkeit wäre neben Metall natürlich auch Stein, nicht gebrochen, sondern am Stück, also z.B. ein Granit- oder ein Sandstein-Steinbruch, oder Panzer (Verladung von nahegelegener Kaserne Truppenübungsplatz, damit wäre auch der "Endbahnhof" erklärt: Sperrgebiet! )
  • 2. Vorwärts-bzw. Rückwärts-Fahrt:
    Im Gegensatz zur Br 50 ist die Br 44 ( die Br 41 unverständlicherweise auch ) nicht auf längere Rückwärtsfahren ausgelegt, bedeutet eigentlich, dass in Deinem Endbahnhof bei regelhaftem Einsatz solcher Maschinen ( nicht nur "ausnahmsweise" ) nicht nur eine Umsetzmöglichkeit sondern auch eine Gelegenheit zum Drehen der Lokomotive gegeben sein sollte… also eine Drehscheibe, Um das Umsetzgleis einzusparen, wäre hier am Besten ein Endbahnhof mit endständiger Drehscheibe empfehlenswert ich zitiere mal aus einem meiner eigenen Theras:
    Jürgen hat geschrieben:
    Di 9. Aug 2016, 13:53
    .... Hier würde sich ein Endbahnhof einer Nebenbahn anbieten. Da hat man die Wahl zwischen einem "einfachen" Bahnhof mit max. 7 bis 9 Weichen bis hin zu Bahnhöfen wie Wildbad im Schwarzwald, der eine Drehscheibe hatte und sogar von Luxuszügen wie den der niederländischen Königin angefahren wurde. Auch gab es hier einen regen Güterumschlag. Es gibt hier auch einen Fred mit Wildbad (http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... it=wildbad).
    Quelle: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=139574

    ..Ist nicht Deine Gegend, ich weiß, aber in Deiner kenne ich mich auch gar nicht aus…
Das wären meine ersten Gedanken zu Deinem Fragebogen.

Viel Spaß beim Weiter-Planen

uLi
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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#3

Beitrag von Illcoron »

Hallo Uli,

danke erst mal für deine Antwort. Ich versuch mal darauf ein zu gehen und Antworten zu geben.
E-Lok-Muffel hat geschrieben:
So 20. Jan 2019, 13:22

Unter Vorbildorientierung hat die Modellauswahl einer Br 44 für einen Endbahnhof zwei diskussionswürdige Gesichtspunkte:
  • 1. Einsatz-Zweck:
    Die Br 44 ist im Vergleich zur Br 50 schwerer ( Achslast fast 20 Tonnen ) weniger gut verfügbar ( wird auf Hauptstrecken für schwere Züge gebraucht ) und schwieriger zu warten ( Dreizylinder-Triebwerk ) als eine Br 50. Es muss also schon einen besonderen Grund geben, weshalb man eine 44-iger auf so einer Stichbahn einsetzt. Die Zuglänge kann es nicht sein, Dein Platz ist begrenzt, Drei-Meter-Züge kannst Du nur 1 m weit verschieben, macht also gar keinen Sinn… Es muss also ein kurzer, aber sehr schwerer Zug sein, für den die 44-iger gebraucht wird. Schwerlastwagen??? Sicher, aber welche???
    Torpedo-Pfannen-Wagen und Roheisen-/ bzw. Schlackewagen wären eine Möglichkeit, damit wäre allerdings die ganze Anlage mit Industrie (Stahlwerk) vollzustopfen, was eher nicht Deine Sache ist, Du willst es ja eher ländlich.
    Möglich wäre so etwas aber auch eine Nummer kleiner in Form einer Eisengießerei, Stahlbrammen rein, "große" Gussteile wieder raus… Oder Glocken! ( ich lasse mich jetzt mal vom Ladegut der Märklin-Schwerlastwagen inspirieren).
    Weitere Möglichkeit wäre neben Metall natürlich auch Stein, nicht gebrochen, sondern am Stück, also z.B. ein Granit- oder ein Sandstein-Steinbruch, oder Panzer (Verladung von nahegelegener Kaserne Truppenübungsplatz, damit wäre auch der "Endbahnhof" erklärt: Sperrgebiet! )
  • 2. Vorwärts-bzw. Rückwärts-Fahrt:
    Im Gegensatz zur Br 50 ist die Br 44 ( die Br 41 unverständlicherweise auch ) nicht auf längere Rückwärtsfahren ausgelegt, bedeutet eigentlich, dass in Deinem Endbahnhof bei regelhaftem Einsatz solcher Maschinen ( nicht nur "ausnahmsweise" ) nicht nur eine Umsetzmöglichkeit sondern auch eine Gelegenheit zum Drehen der Lokomotive gegeben sein sollte… also eine Drehscheibe, Um das Umsetzgleis einzusparen, wäre hier am Besten ein Endbahnhof mit endständiger Drehscheibe empfehlenswert ich zitiere mal aus einem meiner eigenen Theras:
    Jürgen hat geschrieben:
    Di 9. Aug 2016, 13:53
    .... Hier würde sich ein Endbahnhof einer Nebenbahn anbieten. Da hat man die Wahl zwischen einem "einfachen" Bahnhof mit max. 7 bis 9 Weichen bis hin zu Bahnhöfen wie Wildbad im Schwarzwald, der eine Drehscheibe hatte und sogar von Luxuszügen wie den der niederländischen Königin angefahren wurde. Auch gab es hier einen regen Güterumschlag. Es gibt hier auch einen Fred mit Wildbad (http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... it=wildbad).
    Quelle: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=139574

    ..Ist nicht Deine Gegend, ich weiß, aber in Deiner kenne ich mich auch gar nicht aus…
Das wären meine ersten Gedanken zu Deinem Fragebogen.

Viel Spaß beim Weiter-Planen

uLi
Vorab - ich Stimme dir, was die Baureihe 44 angeht komplett zu. Ich glaube ich muss das etwas mehr Erklären:

Erstmal geschichtliche Ansätze:
Die Baureihe 44 war hier in der Gegend in den 70ern noch sehr verbreitet (BW Ottbergen) und kam mit verschiedenen Leistungen auch auf die Nebenbahnen der Region. So zum Beispiel auch im Diesel Personen Ersatzverkehr während der Ölkriese. Eine ganz besondere Leistung der BR44 aus Ottbergen gab es im Harzvorland. Da wurde ein Eilzug nach Köln (bestehend aus Bm Schnellzugwagen in grün und BlauBeige) rückwärts (also Tender vorran) planmäßig von Bad Harzburg aus befördert (Thema dazu gab es einige bei Drehscheibe Online). Auf anderen Strecken meiner Region hier - zum Beispiel der Sennebahn hat die 44 Militärzüge übernommen oder vor schweren Arbeitszügen übernommen. Sie gehört also irgendwie mit zur Eisenbahngeschichte der Region die ich da stelle, wenn auch in ihrem "Randaufgaben". Die 44 ist also die Ausnahme von der Du schreibst!

Was die 44 nach Lemtrup treiben könnte sind folgende Dinge:
1. Ein Militärzug der Britischen Rheinarmee. Als Regionale Beispiele dienen hier die Bahnhöfe Barntrup oder Sennelager auf denen die Briten damals Material verladen habe. (deswegen auch Militärverladung)

2. Der Tankwagenganzzug für einen Anschließer an der Strecke, der leider nicht im Modell dargestellt werden kann (wegen Platzes). Die 44 bringt den Zug nach Lemtrup und stellt ihn ab - nimmt vielleicht eine Übergabe mit zurück und fährt in die nächste Stadt zurück. Der Zug wird von einer Werkslok abgeholt und aus der Anlage gezogen nachdem er etwas in Lemtrup herum gestanden hat.

3. Personenverkehr - eben wie oben beschrieben der Eilzug am Wochenende nach Köln. Bzw.. ein Triebwagenersatzverkehr.
Auf keinen Fall soll die 44 ein häufiger Gast sein. Der Regeldienst wird von der 50 oder anderen Loks übernommen. Aber auch ein Zirkus kommt mir noch in den Sinn.

Ein anderer Punkt ist, dass die Bahnen hier in der Region nicht immer Stichbahnen waren. Der Bahnhof Blomberg bildet da eine Ausnahme. Aber die Bahnstrecken Bielefeld - Bünde - Rahden - Bassum, Bielefeld - Dissen - Osnabrück und Bielefeld - Lage - Lemgo - Barntrup Hameln sind alle samt in der Epoche IV gebrochen worden (wenn auch meist erst Anfang der 80er Jahre) und wurden so zu Sackgassen.
Für das zweite Vorbild meiner Idee - die Bahnstrecke Bielefeld - Lage (Lippe) - Lemgo - Barntrup - Hameln fand der Bruch für den Personenverkehr von Bielefeld aus in Lemgo, für Güter in Barntrup statt. In Barntrup wurde Militärverladen; in Dörentrup Steine (Tonsteinwerk). Die mussten da auch weg - und auf dieser Strecke ist der Einsatz von 44 belegt. (allerdings vor dem Bruch). Die ganze Strecke weißt zwischen Bielefeld und Hameln allerdings keine Drehscheibe auf. Also wenn die Ottberger da mit ihren 44ern rein sind um in Dörentrup Steine abzuholen mussten sie in der Regel Rückwärts auch wieder raus. (je nachdem aus welcher Richtung sie gekommen sind). Oder Rückwärts rein...
Auf der Sennebahn gilt das gleiche. Die ist zwar nicht gebrochen worden - aber wenn Militär nach Sennelager gebracht wird muss es auch wieder weg. Die nächste Drehscheibe in dem Fall war allerdings nicht weit - Paderborn, so das die Fahrt Rückwärts ein kurzes Schauspiel gewesen sein dürfte.
Die Überlegung ist auch den Bahnhof ggf. so aufzubauen, dass eine Weiterführung der Strecke technisch möglich wäre, diese aber gerade nicht betrieben wird. (nicht mehr betrieben wird)

Bautechnische Gründe:
Ich habe an eine Drehscheibe gedacht - aber sie aus Platzgründen bisher immer wieder verworfen. Das lässt sich auf 50cm Breite nicht umsetzen und würde die Anlage überfrachten. Also muss ich leider darauf verzichten. Außerdem war das hier auf den Nebenstrecken (bis auf in Rahden) total unüblich - mir ist kein Bahnhof an oben genannten Strecken bekannt, der so etwas hatte.

Ich hoffe das auf aufgeklärt - wenn noch Bedenken oder Anregungen sind immer her damit.

Grüße

Jens

Edit: Übrigens interessante Fahne unter deinem Profil. Irlandfan oder hast Du eine irische Anlage? ;)

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#4

Beitrag von E-Lok-Muffel »

Hallo Jens,

Ich hatte mir schon gedacht, dass Du schon alles profunde recherchiert hat uns / oder sogar noch aus eigener Anschauung kennst.
mit Militär und Steinen als Ladung lag ich dann ja gar nicht so verkehrt.

Illcoron hat geschrieben:
So 20. Jan 2019, 18:29
Ich habe an eine Drehscheibe gedacht - aber sie aus Platzgründen bisher immer wieder verworfen. Das lässt sich auf 50cm Breite nicht umsetzen und würde die Anlage überfrachten. Also muss ich leider darauf verzichten. Außerdem war das hier auf den Nebenstrecken (bis auf in Rahden) total unüblich - mir ist kein Bahnhof an oben genannten Strecken bekannt, der so etwas hatte.
Ob es das im Weserbergland gab, kann ich Dir natürlich nicht sagen, dass es eher eine Seltenheit war, weißt Du selbst, aber Bad Wildbad ist ein Beispiel, dass es zumindest nicht ganz aus der Luft gegriffen ist - und eine endständige 23-m-Scheibe ( von Roco oder jetzt die ganz neue C-Gleis-DS ) braucht genau 35 cm Tiefe - ohne Schuppen versteht sich.
Edit: Übrigens interessante Fahne unter deinem Profil. Irlandfan oder hast Du eine irische Anlage? ;)
Naja, es ist das Land, indem ich die meiste Zeit "fern der Heimat" verbracht habe ( insgesamt 6 Monate ) wenn wir mal von Österreich absehen ( je 1 Woche Skiurlaub seit ca 35 Jahren ). Dieses Jahr ist es mal wieder soweit... überdies wollte ich halt nicht die "übliche" und abgesehen von Jamaika ( Lebensgefühl + politische Überzeugung :wink: ) fiel mir sonst Nichts ein... :lol:

Gruß
uLi
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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#5

Beitrag von kleiner Wolf »

E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Mo 21. Jan 2019, 14:04
...... - und eine endständige 23-m-Scheibe ( von Roco oder jetzt die ganz neue C-Gleis-DS ) braucht genau 35 cm Tiefe - ohne Schuppen versteht sich.
Hallo uLi,
die RC DS ist aber nur eine 22m_scheibe, reicht gerade so für eine BR01, für die BR44 aber locker.
Gruß Roland

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#6

Beitrag von Illcoron »

Hallo,

wie gesagt die Sache mit der Drehschreibe ist ob des Platzbedarfes leider vom Tisch. Im Nordeutschen Raum ist mir so ein Bahnhof aber eh - außer vielleicht in Thale im Harz - nicht wirklich bekannt.

Ich habe mich mal in Trax etwas weiter eingearbeitet und da bist ist folgendes heraus gekommen

Bild

Das ist jetzt noch mehr am Original Blomberg als ich zuerst dachte. Und es stellen sich mir daraus jetzt doch noch einige Fragen:

a) Ist es Sinnvoll einen Schüttbahnsteig am Umfahrgleis anzulegen oder wickelt man den ganzen Personenverkehr auf dem Hausbahnsteig ab und nutzt Gleis 2 nur zum Umsetzen?
b) Ist das mit der Brauerei da rechts so Sinnvoll oder sollte man da lieber den Schrott hinpacken und die Brauerei auf die andere Seite?
c) Der Lokschuppen ist in der Planung jetzt erst mal 2 Ständig. Ähnlich wie in Blomberg will ich aber ein Gleis sperren (SH2 Scheibe) Und als Busdepot nutzen. Oder doch lieber Einständig? Der Schuppen soll für die Banhofsköf oder einen Schienenbus sein, der hier Abends bleibt sowie zur Versorgung der Loks (Wasser, Sand, ggf. Diesel oder Kohle)
d) Das Eck: Da plane ich entweder ein kleines Schloss oder einen Bauernhof an einer kleinen Bahnunterführung mit Blockstelle und Einfahrsignal. (Sowohl für den Bahnhof als auch für den Fiddelyard in die andere Richtung).

Fragen: Ist das alles so Sinnvoll oder drohe ich das Setting zu Überladen?

Grüße

Jens

PS: Mir ist aufgefallen, dass ich vor einiger Zeit schon mal einen Planungsthread zu dem Thema eingestellt habe - kann den einen der Admins bitte mal löschen - der hat nun keinen Sinn mehr.

@uLi: Nach Irland müsste ich auch mal wieder. Ist eigentlich mein Lieblingsurlaubsland und ich hatte die Fahne auch mal da stehen. Aber man kommt ja zu nix....

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#7

Beitrag von Illcoron »

Hallo zusammen,

nachdem ich hier - und in einer Planungsgruppe bei Facebook einige Antworten bekommen habe, habe ich mich erneut an die Arbeit gemacht und bin jetzt erst mal zu folgenden Ergebnis gekommen.

Bild

- Um der Anlage etwas den Charakter einer Spielbahn zu nehmen habe ich den Bahnhof in sich geknickt und die Einfahrt jetzt etwas überspitzt.
- Der Anschluß links oben ist entfallen.
- Die Einfahrt in den Bahnhof hat sich dadurch etwas verändert. Die Brauerei ist wieder rechts rüber in das Eckteil gewandert.
- Der Landhandel kommt oberhalb des Bahnhofs zur Seitenentladerampe.

Leider sind durch die ganze Aktion die Trennungskanten an den Regalenden entfallen. Dafür hat das alles aber, wie ich finde, wieder an

Und wieder stellen sich mir Fragen. Das Original hatte den Lokschuppen an den Zweigleisigen Stumpf. Ich überlege ihn aber nach ganz links an das Gleis da unten zu packen und den Schrottplatz / Schrottverladung und die Kopfladerampe anstelle des Schuppens zu stellen.

Was haltet ihr davon?

Grüße

Jens

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#8

Beitrag von Illcoron »

Moin,

so die Planung ist jetzt durch. Der Aufbau beginnt jetzt. Deswegen geht es jetzt in den Baubericht über.

Hier der (nahezu) Finale Plan der Anlage.

Bild

Alles weitere dann im Bauthread sobald ich ihn aufmache :)

Grüße

Jens

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#9

Beitrag von Thilo »

Hallo Jens,

dann bin ich auf die Ausführung gespannt.

Es wird ja jetzt auch deutlich kleiner gegenüber deiner alten Anlage.

Soll die Strecke in eine Wendeschleife oder ein Fiddleyard als Schattenbahnhof enden?

Es gab übrigens einige Bahnhöfe (u. a. Sassnitz auf Rügen) mit einer einsamen Drehscheibe vor der Bahnhofseinfahrt.

Liebe Grüße

Thilo

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Re: Lemtrup 2.0 Planungsthread

#10

Beitrag von Illcoron »

Hallo Thilo,

schön von jemanden zu lesen, der das alte Lemtrup noch kannte. Ich schaue auch mal wieder in deinem Thread vorbei wo ich jetzt wieder Zeit für das Hobby habe.

Ja es wird deutlich kleiner - wobei das Zimmer in dem ich sie jetzt aufbaue von der Länge her mit dem Keller identisch ist, da sie beide übereinander liegen. Da ich jetzt aber keine "Kehren" mehr habe bringt mir das deutlich an Gleislänge im Bahnhof dazu wie ich gemerkt habe. Das Layout des Bahnhofes ist ähnlich - Blomberg und Barntrup unterscheiden sich als Vorbilder jetzt nicht so weit voneinander (liegen ja auch nur 10km von einander entfernt). Es fehlt lediglich ein Gleis.

Das Thema Drehscheibe hab ich bewusst verworfen. Passt einfach nicht zu den Vorbildern.

Enden soll das ganze in einem (im Regal versenkbaren / abbaubaren) Fiddle Yard, der jetzt aber im ersten Step aber noch nicht Thema ist. Da ich Handwerklich was Zimmerei angeht nicht so bewandert bin muss ich mal schauen wie ich das Ding baue oder bauen lassen. Das heißt da werde ich erst mal noch improvisieren müssen. Ideen für ein Provisorium an der Stelle habe ich aber schon. (Regalverlängerung mit Gleis die ich nur aufbaue, wenn ich sie brauche - später soll dann da die Fiddle Yard Kiste rein). Hauptsache es liegen erst mal wieder Gleise!

Grüße

Jens

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