Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

Bereich für alle Themen rund um die Planung von Modellbahnanlagen und Dioramen (alles, was in der Phase vor dem Rohbau an Themen anfällt).
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Frank1969
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Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#1

Beitrag von Frank1969 » Mi 12. Sep 2018, 22:18

Hallo Stummis,

durch Weichen-Bernd bekam ich die Idee, die Bahnhöfe Meiningen und Grimmenthal der Werrabahn darzustellen. Wie ich schon in meinem Thread Friedrichsthal viewtopic.php?f=24&t=161196 beschrieb, war mein Wunsch ein Kopfbahnhof in Epoche 1 ca. 1912 zu bauen. Ich hatte mir dazu eine Wunschliste gemacht:

- Durchgehende Fernzüge mit Verkehrshalt, Lokwechsel, Personalwechsel und (gelegentlichem) Kurswagentausch.
- Post lag in Epoche 1 noch größtenteils in den Händen des Bahntransports: also einige Gleise für den Postwagen- und Stückgutverkehr
- Bildung und Enden einiger Fernzüge.
- Nahverkehr: Bildung, Auflösung, Abstellung, Weiterführung.
-Abstellgruppe für Personenwagen

Güterbetrieb:
-Nahgüterzüge für die Ortsgüteranlage mit Gleisen für ankommende GZ, fertige Güterwagen, Gleiswaage, Lademaß, 2 Güterschuppen für KPEV und K.Bay.Sta.B
-mögliche Waren: Holzverladung im Nebenbahnhof (2. Ebene) und Verteilung zur Fabrik beim Kopfbahnhof, landwirtschaftliche Produkte
-Fabrikanschlüsse

-BW mit Drehscheibe, Ringlokschuppen und Behandlungsanlagen (vorhanden sind: Ringlokschuppen Ottbergen von Kibri mit 12 Ständen, Huntsche Bekohlung von Märklin, Schlackengrube. Mehrere Stände des Ringlokschuppens wurden von der K.Bay.Sta. angemietet.

All diese Wünsche gehen mit der Werrabahn größtenteils in Erfüllung, sodass ich die Planung meines ursprünglich angedachten Kopfbahnhof ruhen ließ. Nur das BW kann ich wie gewünscht in dieser Größe nicht realisieren. Jedoch kam mir die Idee, ein separates BW zu bauen, welches einen Anschluss anstelle des RAW an Meiningen hat.

Seit Mitte August bin ich nun am Sammeln von Material (Photos, Fahrpläne, Entstehungsgeschichte) zu dem Thema und am Überlegen, wie ich es umsetzen könnte. Je mehr ich mich in das Thema einlese, desto faszinierender werden die betrieblichen Möglichkeiten.
Im Grunde trafen sich in den 2 Bahnhöfen in Epoche 1 sogar 3 eingleisige Strecken:

-die Werrabahn von Eisenach nach Coburg (Thüringischer Eisenbahn Verband, K.Bay.Sta.B.)
-die Strecke von Erfurt nach (Th.E.V.)
-die Verbindung Meiningen Schweinfurt (K.Bay.Sta.B.)

Lokwechsel zwischen den beiden Bahnverwaltungen wurden in Meiningen und Ritschenhausen durchgeführt und in Meiningen wurde Kopf gemacht.
Bereits 1890 gab es durchgehende Züge von Berlin nach Stuttgart über Meiningen. Ganz wichtig sind natürlich auch die Bierzüge!
Der bayrische Teil Meiningens war ein Kopfbahnhof und es gab getrennte BW´s jeweils mit Drehscheibe, Güteranlagen und Empfangsgebäude für jede Bahngesellschaft.

Um die 2 Bahnhöfe ins Modell umzusetzen, plane ich weiterhin eine Multideckanlage:

Ebene 2: Meiningen mit geringerer Tiefe als Ebene 1
Ebene 1: Grimmenthal
Ebene 0: Schattenbahnhof

Raummaße:

Bild

Für die Ebene 1 ungefähr geplante Fläche inkl. der 2 Gleiswendeln:

Bild

Die Ebene 0 mit dem 10gleisigen Schattenbahnhof und Gleiswendeln sind bereits fertig. Bilder hatte ich hier bereits eingestellt.

Nach vielem Suchen habe ich einen Plan von Grimmenthal aus dem Jahre 1902 gefunden. Im Jahre 1912 wurden die Gleisanlagen noch einmal erweitert.
Wegen Copyright zeige ich den Plan aus dem Jahr 1902 nicht, da ich ihn aus einem Buch über die Werrabahn kopieren müßte. Ich konnte in aber mit geringen Kürzungen umsetzen. Nach einigen unterschiedlichen Positionsversuchen, habe ich mich dazu entschieden, den Bahnhof an der Längsachse zu spiegeln. Dadurch erhielt ich mehr Bahnsteiglänge und er fügte sich besser von der Streckenführung in den Raum. Ich mußte lediglich die Abstellgleise rechts vom EG von 4 auf 3 Gleise reduzieren und rechts fehlt ein 2gleisiger Anschluss zum Getreidelagerhaus zwischen den 2 Ausfahrtsgleisen nach Coburg/Erfurt. Im DDR-Plan als Bäuerliche Handelsgenossenschaft (BHG) bezeichnet und eingleisig.

Grimmenthal 1902:

Bild

Zum Vergleich ein Gleisplan zur DDR-Zeit:

http://www.sporenplan.nl/html_de/sporen ... nthal.html

Geplant habe ich diesmal mit preußischen Weichen in 140 1:7.
Die Gleise an den 2 Schüttbahnsteigen haben einen Abstand von 6,0 oder 6,9m laut Gleisplan von 1902. Da ich diese Info eben erst fand, ändere ich den Abstand in der nächsten Version.

Den Schattenbahnhof hatte ich schon vor meiner Zeit bei Stummi angefangen und ursprünglich wollte ich einen Durchgangsbahnhof mit abzweigender Nebenbahn in der Ebene 1 bauen. Praktisch stellte ich mir einen Bahnhof wie z.B. Mühlfeld von Randolf vor. Aus diesem Grund baute ich auch die 2 Gleiswendeln, die mir jetzt für Grimmenthal unplanmäßig wieder zugute kommen. Für den Kopfbahnhof Friedrichsthal wäre nur die Gleiswendel in der Mitte des Raumes notwendig.
Nun warte ich auf den Gleisplan von Meiningen aus dem Jahre 1908, welchen ich freundlicherweise vom Landesarchiv Meiningen bekommen werde. Hier auch noch einmal ein Dankeschön an die Mitarbeiter des Archivs für die freundliche Hilfe!

Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Kritik sind immer gern gesehen!

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#2

Beitrag von BernhardI » Do 13. Sep 2018, 11:21

Hallo Frank,

wenn Du nach Originalplänen baust, nur leicht gekürzt, kannst Du kaum etwas falschmachen. Das Vorbild hat damit den Betrieb abgewickelt, also geht das im Modell auch. Also beschränkt sich die Planung auf die Anpassung an den Raum und Dinge wie Zugänglichkeit.

Wie planst Du den Betrieb? Nach Fahrplan und mit Frachtkartensystem?
Neben der Gleisplanrecherche ist sicher auch eine spannende Herausforderung, genügend über den Betrieb von 1912 herauszufinden. Soviel ich weiß unterschied der sich ziemlich vom Betrieb der Epochen III aufwärts.

Grüße,
Bernhard


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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#3

Beitrag von Frank1969 » Do 13. Sep 2018, 18:29

Hallo Bernhard,

für die Zukunft plane ich tatsächlich nach Fahrplan zu fahren. Aber bis dahin wird es noch dauern.
Bisher habe ich immer überlegt, wie ein Bahnhof sinnvoll vorbildgerecht gestaltet werden könnte. Nun ist es umgekehrt! Jetzt überlege ich, wofür die Gleise damals dienten. Welche Funktion hatten die Stumpfgleise links vom EG? Das einzelne Gleis nach der Kreuzung ist im Original noch erheblich länger. Aber wofür diente es? Im Gleisplan von 1902 gibt es leider keinen Hinweis darüber. Man recherchiert, liest und fühlt sich wie ein Entdecker und vielleicht weiß jemand hier darüber Bescheid.

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#4

Beitrag von AlexanderJesse » Do 13. Sep 2018, 20:18

Wo du sicher kompetente Antworten zu solchen Fragen findest ist Drehscheibe-online Forum und dort im Unterforum "Historische Bahn" ...
Gleisplan einstellen, deine Fragen dazu und dann zurückstehen, sonst kann es sein, dass su von Antworten erschlagen wirst...
Gruss
Alexander
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#5

Beitrag von Frank1969 » Fr 14. Sep 2018, 22:11

Hallo Alexander,

Danke für den Hinweis aufs DSO-Forum. Das Forum kenne ich, aber ich hatte es nicht mehr im Sinn gehabt. Ich bin dort eben auf einen einen Fahrplan von 1892 für Meiningen Schweinfurt gestoßen:
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 17,7680436 Seite 33

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#6

Beitrag von Weichen-Bernd » Fr 14. Sep 2018, 22:23

Hallo Frank, hallo zusammen,
Frank1969 hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 18:29
Welche Funktion hatten die Stumpfgleise links vom EG? Das einzelne Gleis nach der Kreuzung ist im Original noch erheblich länger. Aber wofür diente es? Im Gleisplan von 1902 gibt es leider keinen Hinweis darüber. Man recherchiert, liest und fühlt sich wie ein Entdecker und vielleicht weiß jemand hier darüber Bescheid.
Auf Bahnhöfen dieser Größe könnte eine Bahnmeisterei oder eine Signalmeisterei gewesen sein, dann wären solche Stumpfgleise dazu da, verschiedene Wagen bereitzustellen: Magazinwagen, Rottenkraftwagen, Flachwagen mit Schotter und Materialien für kleine Bauarbeiten längs der Strecken. Aber es werden auch einfach nur leere Güterwagen vorgehalten, wenn die üblichen Bahnkunden diese kurzfristig benötigen.

Das andere Stumpfgleis in Richtung der Strecke von Schweinfurt/Ritschenhausen könnte die ehemalige oder auch zukünftige Verbindung (???) sein, um Züge von Schweinfurt in Richtung Coburg leiten zu können. Das geht bei dieser Streckenkreuzung im Bahnhof Grimmenthal sonst nicht! Wenn später die Weiche nach Schweinfurt ausgebaut worden ist, so könnte das Gleis als Abstellgleis für eine Personenzug genutzt werden. Im Kursbuch von 1936 fahren auf der Strecke Meiningen - Grimmenthal - Coburg die üblichen Persnenzüge, zusätzlich fahren wenige Personenzüge, die nur zwischen Meinigen und Grimmenthal verkehren, um Anschluß an die Fernzüge der Strecke Erfurt - Schweinfurt zu ermöglichen. Dieser Zug könnte in dem Gleis vorübergehend abgestellt werden.

Der Gleisplan sieht sehr großzügig aus. Wenn Du oberhalb und unterhalb des Bahnhofsgebäudes jeweils ein Gleis einsparen würdest, so könnten die Nutzlängen nochmals gesteigert werden. Grimmenthal ist ja vor allem ein Bahnhof, in dem die Züge des Nah- und Fernverkehrs nur anhalten um das gegenseitige Umsteigen zu ermöglichen. Da könnte im Modell der örtliche Güterumschlag etwas reduziert werden. Was schöner wäre, wenn die Streckentrennungen deutlicher auseinander führen würden. Wie sollen die Strecken Erfurt und Coburg an die Gleiswendel rechts oben angeschlossen werden?

Unten habe ich eine Elementen-Liste als zip für das Programm Modellgleis angefügt, in der sind Signale, Lokschuppen Ottbergen, Stellwerke usw enthalten. Die Elementenliste über Anlagendaten / Bibiliotheken öffnen. Für die Anlagenkanten kann ein Gleis mit der Spurweite, Trassenbreite und Schwellenlänge von jeweils 0,2mm gespeichert werden. Die Schienenkopfbreite wird auf 0,1 mm gestellt. Das sieht dann bei meiner Planung z. B. so aus:

Bild
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße

Bernd

H0-Planung mit Fahrdynamik im Modell: viewtopic.php?f=24&t=90128#p979782

Bilder und Zeichnungen mit - abload.de - hochgeladen

Bild


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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#7

Beitrag von Frank1969 » Mo 17. Sep 2018, 07:03

Hallo Bernd, Hallo Stummis,

vielen Dank für Deine Datei!
Vielleicht finde ich beim Lesen der Bücher über die Werrabahn oder im DSO Forum noch Hinweise auf den Zweck der Gleise. Interessant wären sicher ältere Gleispläne zum Vergleich. Nach Eröffnung der Werrabahn hatte Grimmenthal nur 4 Weichen, eine Wagen- und Vierampe und das EG mit 2 Nebengebäuden. Andere Bahnhöfe wie Eisfeld oder Hildburghausen mit 14, bzw. 13 Weichen waren wesentlich größer. Eventuell war das Abstellgleis nach der Kreuzung ursprünglich ein Freiladegleis aus der Zeit bevor die Strecke aus Erfurt in Grimmenthal gebaut wurde.
Insbesondere die 2 Bahnsteiggleise oberhalb des EG könnten noch etwas länger sein. Ich probiere erstmal den Bahnhof nach links oben in der Kurve zu verlängern ohne die Weichenstrassen zu reduzieren.

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#8

Beitrag von Frank1969 » Do 13. Dez 2018, 15:02

Hallo,

auch wenn ich hier lange nicht geschrieben habe, war ich nicht untätig. Ich habe weitere Infos zum Bahnhof Grimmenthal gesammelt. Unter anderem fand ich bei eBay diese schöne Postkarte:

Bild

Auch habe ich Neues über die Verwendung der einzelnen Gleise herausgefunden:
Von den 4 Gleise links neben dem EG dienten 2 zum Abstellen von Wagen und die anderen 2 für Fahrten der Lokomotiven zu einer 11,8m Drehscheibe in welche die 2 Gleise mündeten. 1908 wurde 11.8 m Drehscheibe gegen ein 16m Modell ausgewechselt und wohl aus Platzgründen die 4 Gleise auf 3 reduziert. Es führte dann ausschließlich das mittlere Gleis zur Drehscheibe.
Das Gleis, welches ich in meinem ersten Post oben noch mit einem ? versehen hatte, ist in meinem Plan von 1902 noch als Abstellgleis eingezeichnet. Es stellte aber eine Verbindung zur Strecke nach Ritschenhausen her.
Dank Bernd Hilfe konnte ich den Bahnhof nun mit korrekten preußischen Weichen im Programm Modellgleis planen. Letztendlich bin ich nach vielem Probieren bei 2 Varianten gelandet, wobei mir die erste besser gefällt:

Bild

Bild

Nun bin ich am überlegen, welche Variante ich umsetzen sollte.
Plan a wirkt auf mich insgesamt eleganter, er ist allerdings gespiegelt und der Anschluss an das Getreidelager (links von der Drehscheibe) ist auf der falschen Seite, da rechts kein Platz zwischen den Ausfahrgleisen blieb. Ansonsten sind bis auf die Reduzierung der Gleisanzahl von 6 auf 5 im Süden des Bahnhofs alle Gleise und Weichen des Originals vorhanden.
Plan b ist geographisch korrekt und auch die Position des Anschlusses des Getreidelagers ist an der richtigen Stelle, aber irgendwie wirkt die Gleisführung insgesamt noch nicht unharmonisch. Das könnte man aber sicher noch optimieren. Bei der Ortsgüteranlage fehlt leider eine Weichenverbindung, da der Platz nicht ausreichte. Die Gleise parallel rechts zur Wand gehören übrigens schon zum verdecktem Bereich Richtung Schattenbahnhof.
Da ich soviele Stunden am PC an der Umsetzung der Pläne gesessen habe, bin ich vielleicht nicht mehr ganz unvoreingenommen. Deshalb würde ich gerne wissen, welchen Plan ihr bevorzugen würdet. Um die Parallelität zur Wand zu verringern, werde ich den Bahnhof bei der Umsetzung um 1-3 Grad drehen.

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#9

Beitrag von wolferl65 » Do 17. Jan 2019, 21:58

Hallo Frank,

schön daß Du bei mir gepostet hast, und mir Dein Layout wieder in Erinnerung gerufen hast! Bin leider nicht so oft im Planungsbereich vom Forum, habe Deine ersten Pläne aber schon einmal gesehen. Wie ist der aktuelle Stand? Steht die Frage nach der Einschätzung noch im Raum?

Gruß,
Wolfgang
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#10

Beitrag von Frank1969 » Do 17. Jan 2019, 22:33

Hallo Wolfgang,

ich bin fast täglich fleißig am bauen. Allerdings sieht es nicht gerade sehr photogen dort aus, da ich am Sägen, Kleben und Malen bin. Zur Zeit baue ich die Trasse vom Schattenbahnhof zur Bahnhofsebene. Ich denke, dass ich nächste Woche wieder sehenswerte Photos in meinem Anlagenbauthread einstellen kann. Den Gleisplan für den Bahnhof habe ich schon fertig ausgedruckt. Ich habe mich für den oberen entschieden.

Viele Grüße
Frank
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#11

Beitrag von wolferl65 » Do 17. Jan 2019, 22:49

Hallo nochmal,
Ich habe mich für den oberen entschieden.
,


hätte ich auch :D . Wirklich tolles Konzept!


Gruß,
Wolfgang
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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#12

Beitrag von Jürgen » Mi 17. Jul 2019, 06:29

Hallo Frank,

prima, noch ein Ep. 1-Fahrer ... ;-)

Du hast Dir einen Superplan entwickelt. Bei Wolfgang las ich, dass Du noch großzügiger planen willst, obwohl Du schon baust ? Oder beschränken sich Deine Bauaktivitäten bisher "nur" auf den Untergrund ? Ich habe Deinen Schattenbahnhofsfred mit viel Interesse gelesen ...

Mir ist nicht klar, wie Du mehr Großzügigkeit erreichen willst. Die einzige Variante sehe im Reduzieren der Gleise. Aber das ändert auch den Charakter des Bahnhofs. Auch wenn ich ein Fan von einfachen Gleisführungen bin, Dein Plan ist für mich nahezu perfekt. Bei vier Richtungen, die Du bedienen willst, benötigst Du für Fahrplanbetrieb die Gleise. Mal ganz davon abgesehen, dass Dein Plan äußerst stimmig ist. Im Urlaub würde ich mir eher Gedanken um den Fahrplan machen als den Gleisplan noch einmal anzufassen.

Aber das ist nur meine Meinung. Gefallen muss es ja Dir.

Viele Grüße
Jürgen
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Mein aktuelles Projekt: Maulbronn, ein schwäbischer Endbahnhof, 21.Juni 1922

"Man muss nicht verrückt sein, um Modellbau zu betreiben, aber es hilft ..."


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Re: Die Werrabahn 1912 - Bahnhof Grimmenthal

#13

Beitrag von Frank1969 » Mi 17. Jul 2019, 08:07

Hallo Jürgen,

ja, dem Flair der Epoche 1 erlag ich mit ca. 20 Jahren. Die Anlage wird auch in dieser Epoche gebaut, obwohl ich auch viel Rollmaterial aus Epoche 2 und 3 habe, da mir die Modelle gefielen.
Ich war bis jetzt die letzten Monate immer noch beim Untergrund beschäftigt und habe die Gleiswendeln geändert und einiges ergänzt. Ich werde im Laufe der Woche die Photos einstellen.
Der Plan, so wie er ist gefällt mir eigentlich schon gut. 2 Dinge will ich aber noch ausprobieren, damit ich mich später nicht ärgere:
1. Im Original sind 1:9 und 1:10 Weichen eingezeichnet. Vielleicht ist es möglich, dies im Modell analog mit 1:7 und 1:9 Weichen umzusetzen. Ich habe schon die Gleise eines 3,3 m langen Nebenbahnendbahnhofs mit preußischen 1:9 Weichen vor Jahren gebaut und die 1:9 Weichen mit der interessanten Schwellenanordnung sind einfach ein Traum!
2. im Moment ist der Gleisplan in der Längsachse gespiegelt. Vielleicht kann ich ihn doch korrekt umsetzen. Irgendwie ist es für meinen Orientierungssinn komisch, dass die Züge nach Meiningen Richtung Süden fahren.
Verkleinern möchte ich den Bahnhof auf jeden Fall nicht. Mal schauen, was in den nächsten Tagen herauskommt.

Viele Grüße
Frank
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