Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

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Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#1

Beitrag von Xien16 » So 27. Jan 2019, 10:58

Mit dieser Lok hat schon mein Vater als Kind gespielt und sie läuft noch heute :D

Daten und Zustand der Lok:
Es handelt sich um die Märklin 3064 (ohne Telex)
Ursprünglich habe ich die Lok mit HLA und LD-G-11 digitalisiert.
Verbaut ist momentan jedoch ein Uhlenbrock 76420 (davon wusste ich gar nicht mehr :?)

Bild

Bild

Eine LED-Außenbeleuchtung hatte ich auch schon verbaut:
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Da die Lichtleiter schon vor 15 Jahren kaum noch Licht durchgelassen haben, habe ich damals LEDs verbaut.
Der untere Lichtleiter ist von dieser Lok - zum anderen komme ich später noch:
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Für den Umbau habe ich gelbe 2mm LEDs mit rechteckiger Basis verwendet.
In der oberen Position haben die LEDs perfekt gepasst, unten musste der 2mm-Teil gekürzt werden:
Bild

Bild

Schwarz matt fallen die "Kästen" kaum noch auf:
Bild


Jetzt war aber die Betriebssicherheit dran.
Die Fahreigenschaften waren mit dem Uhlenbrock Decoder zwar super, der Kontakt zu den Gleisen aber leider gar nicht.
In Ennos Thread habe ich dann eine interessante Lösung gefunden.
Nach einigen Versuchen, bei denen die Räder zu sehr gebremst wurden, habe ich mich dann für einen Kondensator entschieden :D

Den alten Lampensockel habe ich entfernt. Dadurch passt ein recht großer Kondensator in die Lok:
Bild

Jetzt konnte die Lok selbst in der langsamsten Fahrstufe ohne Ausfälle ihre Runden drehen.
Den schwarzen Stecker im Vordergrund habe ich gegen einen kompakteren ausgetauscht:
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Dann war die Telex Kupplung an der Riehe
Da ich erst kürzlich bei meiner BR86 einen LokPilot V4 mit Kupplungswalzer verbaut habe, wollte ich an der V60 unbedingt auch eine Telex Kupplung haben :D

Und da die Teile für die Kupplung mehr kosten als eine gebrauchte 3065, gab es mal wieder Zuwachs :lol:
Bild

Dass die 3064 und 3065 auf dem Gehäuse andere Nummern haben ist natürlich auch ganz nett 8)
Zum Glück ist das Gehäuse der neuen Lok auch noch in einem sehr guten Zustand.

Die neuen Haken E298470 sind auch schon da:
Bild

Leider passt der alte Anker nicht zum neuen Haken - zumindest nicht ohne Anpassungen :|

Weiter bin ich mit der neuen 3065 an der Kupplung noch nicht gekommen.
Und da Motor und Decoder auch noch fehlen, habe ich mich erst mal an die Beleuchtung gemacht.


Die Beleuchtung der 3065
Bei der neuen Lok waren zum Glück alle Lichtleiter noch transparent (siehe weiter oben)
Ich konnte sie daher weiter verwenden und mit LEDs beleuchten.

Die Idee:
An die "Eingänge" der Lichtleiter kommt je eine 0603 LED in warm weiß.
Die ersten Versuche mit den oberen Lichtleitern verliefen sehr gut:
Bild

Besonders hell ist das Licht nicht, aber es reicht vollkommen aus.
Bei den unteren Lichtleitern hatte ich da schon größere Probleme.
Die LEDs müssen sehr exakt positioniert werden, da sonst die Lichtausbeute stark sinkt.
Ich habe mich dann für 1206er LEDs entschieden, da durch das größere Gehäuse die Positionierung leichter fällt:
Bild

Vielleicht werde ich noch rote LEDs zusätzlich anbringen aber weiß genügt mir vorerst.
Da die Lichtleiter bei der V60 teilweise sichtbar sind, habe ich sie in diesem Bereich mit Aluminium Klebeband beklebt:
Bild

Bild

Die Folie schirmt das Licht perfekt ab und wird noch schwarz matt gestrichen:
Bild

Im Thread von Mario habe ich eine Lösung mit LEDs gefunden, die nicht in der Haube verbaut sind.
Da ich jedoch schon mit der Montage direkt am Lichtleiter nur eine sehr schwache Lichtausbeute hatte, frage ich mich, wie hell seine LEDs sein müssen.
Mit LEDs in der Bauform PLCC könnte ich mir eine Lösung wie von Mario schon eher vorstellen :)

Vorerst sieht es bei mir aber so aus:
Bild


Gruß,
Janik
Zuletzt geändert von Xien16 am Do 2. Mai 2019, 06:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#2

Beitrag von rmayergfx » So 27. Jan 2019, 16:06

Hallo Janik,

was mir hier auffällt sind die extrem dicken Kabel für diese zierlichen LED. Warum nicht feinere Litzen oder Kupferlackdraht ?
Damit wird es auch viel leichter diese entsprechend zu verlegen. Und 2x grau an einer LED ? Da hat man sich sehr schnell selber
Fehler in der Verdrahtung eingebaut. Wenn man schon nach den Märklin Farbcodes geht doch bitte auch Konsequent.
Die Steckverbinder bekommst du noch kleiner, wenn du diese aus IC-Sockeln selber baust, oder eine passende Leiste:
Für 2 polige Anschlüsse:
https://www.mpe-connector.de/index.php? ... oduct=0062

Für 3- oder mehrpolige Anschlüsse
https://www.mpe-connector.de/index.php? ... oduct=0061

mfg

Ralf
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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#3

Beitrag von ManniRail » So 27. Jan 2019, 17:26

Hallo Janik,

sehr detaillierter Umbaubericht. :gfm:
Ich habe vor Weihnachten meine beiden V 60s mit den Platinen von Mario (MAC) umgebaut.
Das Licht war danach deutlich heller als mit den originalen Glühbirnen.
Ich habe die LEDs per Decoder (Lopi4) um etwa die Hälfte gedimmt, damit es richtig gut aussieht.

Manfred


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Xien16
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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#4

Beitrag von Xien16 » Mo 28. Jan 2019, 06:55

Guten Morgen,

ich denke auf den Bildern kommt der Größenvergleich total falsch rüber Ralf :shock:

Zum Stecker:
Den alten Stecker habe ich aus genau solch einem IC-Sockel gemacht (nur dass ich immer bei Reichelt bestelle :wink:)
IC-Sockel mit Rastermaß 2,54mm sind jedoch insgesamt (mit Schrumpfschlauch) viel größer als der verwendete Stecker.
Verwendet habe ich einen 4-poligen JST GH Stecker mit 1,25mm Rastermaß. Er ist minimal breiter, dafür aber schmaler und viel kürzer.
Zudem hat er eine Codierung, wodurch man ihn nicht falsch herum einstecken kann :o

Die noch kleinere Veriante JST SH mit 1,0mm Rastermaß kann ich jedoch nicht empfehlen.
Die Stecker sind für das direkte Anlöten von Kabeln nicht besonders geeignet :? Man muss schon bei den 1,25mm schnell und "kalt" löten.

Zu den Litzen:
Zunächst einmal wollte ich keinen Kupfer Lackdraht mehr verwenden.
Litze sieht schöner aus und das Verzinnen geht schneller :lol:
Die verwendete Litze hat 0,09mm² und ist extrem flexibel (viele sehr dünne Adern)
Dünnere Litze kenne ich nur von ESU und die ist mir ehrlicht gesagt zu teuer :shock:

Ich muss aber auch zugeben, dass bei der verwendeten Litze der Mantel recht dick ist.
Der könnte gerne noch etwas dünner sein, aber weniger als 0,09mm² Kupfer muss nicht sein :wink:

Die Kabelfarben:
Sich konsequent an die Farben des Herstellers zu halten geht in diesem Fall schlecht.
Zwischen den LEDs muss das Kabel ja auch irgendeine Farbe haben und da habe ich mich ebenfalls für grau entschieden.
Die LED mit zwei grauen Kabeln wird noch mit dem grauen Kabel der anderen beiden LEDs fest verbunden ;)
Sie wird also nicht direkt mit dem Decoder verbunden - sonst wäre das natürlich etwas dumm :D

Solange die Lichtleiter noch nicht lackiert sind, verbinde ich die LEDs aber noch nicht fertig im Gehäuse.


Manfred das hätte ich jetzt nicht erwartet :shock:
Die bei mir direkt an den Lichtleitern verbauten LEDs muss ich ganz bestimmt nicht dimmen :(
Vielleicht mache ich auch noch einen weiteren Versuch mit einer Platine.

Ein deutlich überdimensionierter Vorwiderstand ist mir bei LEDs viel lieber als sie mit ihren Nenndaten zu betreiben :lol:
Den Dimmer würde ich aber auch erst als zweiten Schritt für die Feinjustierung benutzen.
Mit dem Vorwiderstand (Poti) grob und etwas heller einstellen und danach nach Bedarf dimmen. So habe ich es bisher gemacht :o


Gruß,
Janik

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Sebb
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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#5

Beitrag von Sebb » Sa 2. Feb 2019, 00:48

Hallo Janik,

Habe vor einiger Zeit mal die selbe Lok umgebaut, jedoch mit ewas modernen Kupplungen und mit Sounddecoder! Vielleicht ist es eine kleine Hilfe bzw Inspiration. Bei den LEDs in der Rangierbühne würden mich die schwarzen Klötze doch arg stören. Mir gingen allein die Lichtleiter auf den Keks daher habe ich die LEDs direkt in die Lampen eingesetzt. Steht aber alles im bauberricht:

https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... Cberholung

Und wenn du die gute noch etwas altern willst hier mal ein Video wie ich meine V60 anschließend gealtert habe:

https://youtu.be/uw5w9T-J-uE

Ansonsten immer weiter so! 8)

MFG Sebastian
Dinge die ich nicht mag:

-Ironie
-Listen
-Wiederholungen
-Listen
-Werbung

Schaut doch mal bei uns vorbei: viewtopic.php?f=64&t=153336

Jetzt auch bei Youtube: https://www.youtube.com/channel/UChHZew ... -6k2SRX9Rw


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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#6

Beitrag von Ambix » Mi 6. Feb 2019, 11:48

Hallo Janik,

ein sehr schöner Umbau muss ich sagen!
Zwei Fragen habe ich noch dazu: Wie groß ist der Kondensator und bringt er denn auch etwas? Ich hatte mal bei einem Tams LD-W (also weiterhin mit originalem und stromfressendem Allstrom Motor) den von Tams empfohlenen 470uF dazu gepackt, der hat die Lok nur einige wenige Millisekunden länger laufen lassen. Schadet natürlich nicht, hilft aber auch nicht so wirklich. Jedenfalls war diese Lösung nicht im entferntesten mit dem vergleichbar, was ein ESU PowerPack leistet.

Mit welchem Kleber hast Du die 1206 LEDs am Lichtkörper befestigt? Ich habe einmal versucht, mit Uhu Plast zu kleben, das hat aber den Lichtkörper so aufgeweicht, dass kaum noch Licht durchkam.

Nee, doch noch eine dritte Frage: Wie groß ist der Vorwiderstand? Würde mich sehr interessieren, wie viele mA bei dieser Anordnung für ein ausgewogenes Licht fließen müssen (ich geh mal davon aus, dass Du alle drei in Serie geschaltet hast).

Gratulierende Grüße
Frank


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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#7

Beitrag von Xien16 » Mi 6. Feb 2019, 13:45

Guten Tag,

erst gestern habe ich eine Bauteile-Lieferung von Reichelt erhalten und die 25V Elkos gegen 35V getauscht.
Die V60 hat 820µF und bisher verbaue ich immer den größten Kondensator, der in die Loks passt.
Mit diesem Kondensator sind am Uhlenbrock 76420 recht lange Pufferungen möglich.
Die Lok bleibt selbst im Schleichgang nicht stehen.

Das Problem mit dem schnellen Entladen des Kondensators kenne ich von meiner DHG 700.
Sie hat einen 1000µF Kondensator, der jedoch an einem Märklin Decoder hängt.
In diesem Fall vermute ich folgendes:
Der Decoder arbeitet nicht wie moderne Decoder mit 3,3V oder 5V, sondern direkt mit der gleichgerichteten Spannung (~22V).
Bricht die Verbindung zum Gleis ab, dann sinkt auch die Spannung am Kondensator recht schnell (abhängig von der Belastung / unabhängig vom Decoder).
Beim Märklin Decoder ist, im Gegensatz zu Decodern mit 5V, viel schneller der Punkt erreicht, an dem er nicht mehr arbeiten kann.
Der Kondensator wird somit kaum ausgenutzt ;)

Bei Loks mit LokPilot V4 kenne ich das Verhalten ganz anders. Hier wird nach dem abschalten der Spannung deutlich länger gepuffert.
Den PowerPack benötigt man dafür nicht, da reicht auch ein normaler Kondensator mit Ladeschaltung :P
Und auch die Pads am Decoder muss man nicht unbedingt benutzen: z.B. die 21MTC Schnittstelle hat ebenfalls U+ und GND.


Der Kleber ist Heißkleber
Ja, Heißkleber ist nicht besonders professionell, aber bei der Positionierung der LEDs kann es nicht schnell genug gehen :D
Ich nehme ihn jedoch nicht aus der Pistole, sondern mit dem Lötkolben direkt von der Stange ;)
Da kann man die Temperatur exakt einstellen und mit kleineren Mengen arbeiten.
Am Lichtleiter muss man aber trotzdem vorsichtig sein, der hält nicht unendlich viel Hitze aus :?

Den Widerstand kann ich nicht auswendig sagen, das Ganze ist auch noch nicht fertig und war nur ein Test.
Ich nehme immer den für den Nennbetrieb (meist 20mA) benötigten Vorwiderstand mit einem 25k Poti in Reihe.
So kann ich die Beleuchtung perfekt einstellen und danach den benötigten Vorwiderstand nachmessen.
Erst dann wird alles fertig verkabelt.
Bei der V60 werde ich jedoch nicht mehr viel dimmen können, da selbst mit 20mA das Licht nicht besonders grell ist :(

Sebb hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 00:48
Mir gingen allein die Lichtleiter auf den Keks daher habe ich die LEDs direkt in die Lampen eingesetzt.
Das ist natürlich auch noch eine Möglichkeit.
Vielleicht mache ich das auch noch, danke für den Tipp :lol:


Gruß,
Janik


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Re: Märklin V60 HLA, LokPilot V4, LED Licht, Betriebssicherheit und Kupplungswalzer

#8

Beitrag von Xien16 » Mo 4. Nov 2019, 19:47

Ich bin endlich mal wieder zur V60 gekommen...

Mit einem Stück Styrodur habe ich (ohne großen Rechenaufwand) die Abmessungen für die Elektronik bestimmt:
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In Fahrtrichtung vorne hat neben der 21MTC Platine auch noch ein Kondensator Platz:
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Die Platine hat in der Mitte ein Langloch, da sie auch noch in einer BR81 (oder auch anderen Loks) verwendet werden soll ;)
Die nächste Platinenbestellung hat aber noch Zeit - die letzte ist noch nicht mal bei mir angekommen :?

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Gruß,
Janik

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