Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

Bereich für alle Themen rund um Umbauten, Neubauten, Alterungen und Verbesserungen von Modellen.
Antworten

Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

#1

Beitrag von Buh »

Moin!

Ich habe, wie schon angekündigt, mal wieder einen netten Bausatz zur Montage liegen. Es ist eine Schlepptenderlok und das "Hamsterrad" darf nicht mitraten, der weiß nämlich welche Lok es wird. ;) Er hat Komponenten zugeliefert.

Fangen wir an wie immer, der Rahmen. Wie schon bei der 41 haben sich die Rahmenwangen durch das Ätzen nach dem heraustrennen aus dem Blech gebogen.

Bild

Mit den Schrauben und dem Lötkolben bin ich dem Rahmen zu leibe gerückt. Fließt das Lötzinn gut zwischen den Rahmenwangen, sieht man es unten wieder herauskommen.

Bild

Hat man alle Abstandshalter eingeschraubt und beide Rahmenwangen verlötet, so ergibt sich mit dem Innenzylinder und dem Rahmenabschluss folgendes Bild:

Bild

Da dies eine sehr stabile Lok sein soll, habe ich den Rahmen auch sehr stabil, möglichst an allen Stellen verlötet.

Bild

Sodann kommt der Rahmenvorschuh an die Reihe. Beide Seiten werden an den Rahmen verlötet.

Bild

Ich habe mich hier am Broncerahmen orientiert, es gibt keine Führungsbohrung in der man eine Hilfe zum Ausrichten unterbringen kann. Es hat aber geklappt. Danach wird der Rahmen erstmal mit einer Zahnbürste unter fliessend Wasser gründlich gereinigt. So bekommt man das Lötwasser am besten wieder ab. Überschüssiges Lötzinn habe ich abgeschliffen.

Bild

Danach können die Federpakete eingebaut werden. So sollte man den Rahmen ausrichten und auf Parallelität von vorderer Pufferbohle und Rahmenabschluss achten. Ich lege den Rahmen auf mein Montageblech und auf eine Glasscheibe, meistens klappt das mit der "Gradität". ;)

Bild

Dann kommt der Steuerungsträger an die Reihe. Ich habe den auch verlötet um ihn nochmal richten zu können, ohne das alles wieder auseinander bricht.

Bild

Soviel erstmal für heute. Na, wer ahnt, was es wird? :D

Grüße
Buh

EDIT: Rätsel aufgelöst und Baureihe sowie Artikelnummer hinzugefügt.
Zuletzt geändert von Buh am Mi 12. Feb 2020, 09:30, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.

Benutzeravatar

ET 65
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3632
Registriert: So 1. Mär 2009, 14:01
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Nach Fahrplan und mit Verstand
Gleise: Peco C75
Wohnort: hierzulande
Alter: 56

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#2

Beitrag von ET 65 »

Hallo Buh,

ich tippe auf 01.10. Könnte aber auch ne 03.10 sein.

Gruß, Heinz
Tried to reduce to the max :wink: Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"


olli hb
InterRegio (IR)
Beiträge: 144
Registriert: Sa 17. Nov 2012, 14:57

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#3

Beitrag von olli hb »

Moin,

oder aber ne Zweizylinder-03?

Was mich irritiert ist der einzelne Tritt, der vorn aus der (noch nicht angebrachten) Schürze ragt (oder gibt es keine geschlossene Schürze?):
Vielleicht eine DB 01 mit offenem Bereich unter der Rauchkammertür?

Schöne Grüße
Olli


Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#4

Beitrag von Buh »

Moin!

Danach habe ich mich doch sehr erschrocken. Ich habe die Räder aus der Tüte genommen und die Achsen waren extrem verrostet. Sowas habe ich noch nicht gesehen, bei keinem bisherigen Bausatz. Teilweise ließen sich die Achslagerblöcke nicht mehr drehen/verschieben. Auch die Radreifen sehen angegriffen aus. Ich habe daraufhin mit Weinert telefoniert, dort nimmt man sich dem Thema aber nicht an. Okay, der Bausatz hat auch wohl schon länger beim Händler gelegen. Auch ein Anruf bei Holger Gräler führte zu keinem Ergebnis, ausser: Schleife den Rost ab, Öle alles gut ein und fertig. Ich hatte dabei ein wenig Bedenken, das die Achsen hinterher unrund sein könnten, die Achslagerblöcke evtl. nicht mehr ohne Toleranzspiel arbeiten können.

Bild

Bild

Am Ende habe ich mit einer Polierscheibe die Achsen poliert und eingeölt. Sie sehen wieder blank aus und laufen auch wieder sauber. Auch die Radreifen habe ich mit einer Messingbürste abgebürstet, sie sind jetzt wieder blank. Ein großer Schock, aber keine Konsequenzen (hoffe ich).

Nachdem das geklärt war, ging es mti dem Rahmen weiter. Von den Zylindern und den Laufgestellen habe ich keine Detailaufnahmen gemacht, warum weiß ich ganricht mehr. Auf jeden Fall lag der Rahmen dann so vor:

Bild

Danach ging es mit der Innensteuerung weiter. Alle Verbindungen sind genietet, dieser Bausatz zählt wohl zu einem der ersten die Weinert gefertigt hat, es sind keine (wie heute üblich) Laschen an den Steuerungsteilen vorhanden.

Bild

Fertig eingebaut sieht die Steuerung dann so aus. Leider klemmte die Inensteuerung, was ich beim Probezusammenbau nicht beheben konnte. Da die Gleitbahn erst bei der Endmontage wirklich fest eingebaut werden konnte ist bei der Probemontage durch zu viel Spiel keine saubere Funktion herzustellen.

Bild

Ich habe dann mit den Kuppelstangen weiter gemacht.

Bild

Danach wurde die Treibstange aus 2 Ätzteilen zusammengelötet.

Bild

Auch dabei hilft es, mit Lötwasser zu arbeiten. Das Lötzinn ist sauber zwischen den beiden Ätzteilen verlaufen und stellt eine sehr stabile Verbindung her.

Bild

Dann werden der Voreilhebel und die Lenkerstange (?) mit dem Kreuzkopf und der Treibstange vernietet. Die Nieten sind immer etwas kribbelig, aber mit der Übung wurde das immer besser.

Bild

Hier nochmal der Schieberkreuzkopf in Nahaufnahme.

Bild

Das ganze dann eben zweimal und schon ist man mit dem Rahmen praktisch fertig.

Bild

Bild

Damit waren die ersten Probeläufe möglich. Der Rahmen lief nach einem leichten Anlaufklemmen sehr sauber auf dem Gleis. Ohne Innentriebwerk. Hat man mit dem Finger das Gehäusegewicht simuliert lief das Fahrwerk recht sauber vor und zurück. Es sind aber natürlich noch keine Bremsen eingebaut, diese führen auch immer gerne mal dazu das die Kuppelstangen daran klemmen bleiben.

Grüße
Buh
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.


Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#5

Beitrag von Buh »

Moin!

Weiter ging es mit den Arbeiten am Gehäuse. Also das Übliche, Weißmetallteile versäubern und bohren.

Bild

Wie immer ist die Passgenauigkeit bei Weinert recht gut. Um das Führerhaus rechtwinkelig zusammen zu fügen setzt man Dach und Boden ein, so passt das recht gut.

Bild

Dann wird die Feuerbüchse zusammengesetzt, dabei sollte man auch immer wieder die Führerhausfront zu Hilfe nehmen, damit die beiden Seiten nicht zu stark zusammen drücken und man das Führerhaus hinterher nicht mehr dazwischen bekommt. Auch sollte man sparsam mit dem Sekundenkleber sein, damit keine Spuren nach aussen quillen.

Bild

Danach werden die Umläufe bestückt. Die Löcher sind vorsichtig zu bohren, damit man nicht nach oben durchstößt. Hier die Lokführerseite mit der Verteilung für die Triebwerksbeleuchtung.

Bild

Es werden einzelne Halter gesetzt und ein 0,3mm Draht hindurchgefädelt. Dazu sollten die Löcher der Halter vorab, noch am Spritzling, durchbohrt werden damit es nach der Montage beim einfädeln keine Probleme gibt.

Bild

Im Führerhausdach werden die Dachhaken eingesetzt.

Bild

Damit das Dach richtig sitzt, müssen die Angüsse von Innen fast komplett weg geschliffen werden. Hier vorn, an der Nut gut zu erkennen.

Bild

Dann werden die Griffstangenhalter am Führerhaus gesetzt. Auch hier wird 0,3mm Draht eingeführt.

Bild

Nun kommt der Kessel an die Reihe. Da dieser Bausatz einer der Ersten zu sein scheint die Weinert konstruiert hat, sind hier noch alle Aggregate und Leitungen getrennt. Neuere Bausätze haben meistens die vorgebogenen Leitungen an den Bauteilen angespritzt, was den Bau massiv vereinfacht. Hier leider nicht.

Bild

Die Rauchkammertür. Na, wer erkennt, welche Baureihe es wird?

Bild

Grüße
Buh
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.


Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#6

Beitrag von Buh »

Moin!

Dann habe ich die ersten Leitungen angesetzt um die Aggregate miteinander zu verbinden. Es ist nicht einfach, die Dampfleitungen hinter den Ventilen nebeneinander passend zu führen.

Bild

Dann wird auch der Dampfverteiler angesetzt. Auch die Umläufe sind angebracht, man sieht hier auch sehr schön die Sandkästen.

Bild

Hier sieht man die Pfeifenleitung auf der Lokführerseite.

Bild

Der Pfeifenzug ist aus 0,3mm Draht gebogen und geht durch 2 Umlenkungen.

Bild

Die Lokführerseite sieht dann so aus:

Bild

Die Heizerseite so:

Bild

Die Rauchkammertür war ja noch nicht bestückt. Jetzt sind auch die Laterne und der Nummernschildhalter montiert, jetzt sollte man auch erkennen welche Lok es wird!

Bild

Dann wird es Zeit, dass Gehäuse auf dem Rahmen mal anzupassen. So sollte die Freigängigkeit der Steuerung an der Luftpumpe überprüft werden und auch getestet, ob die Sandfallrohre montiert bleiben können oder abgekniffen werden sollten. Ich habe mich für letzteres entschieden, da ich keine Chance gesehen habe, hinterher lackierte Bauteile schadlos durch den Steuerungsträger usw. zu fädeln.

Bild

Bild

Bleibt noch ein sehr charakteristisches Bauteil das fehlt: Die Windleitbleche. Die DB hat sie genietet, was die Montage auf der richtigen Position recht einfach macht. Ausrichten, mit der Kreuzpinzette fixieren, nochmal die Ausrichtung überprüfen, mit Lötwasser bestreichen und verlöten. Hält bombenfest und klappt wunderbar!

Bild

Kommen wir zum vorläufigen Endergebnis:

Bild

Na, welche Lok ist das? Wer erkennt, welches Bauteil das Hamsterrad zugeliefert hat? Es war bereits auf anderen Fotos hier im Forum zu erkennen.

Grüße
Buh

...der sich immer sehr über kurze Rückmeldungen freut...
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.

Benutzeravatar

Mercutius
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 420
Registriert: So 13. Mai 2018, 12:02
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Köln
Alter: 51
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#7

Beitrag von Mercutius »

Tolle Lok und toller Baubericht!


:gfm:


Gruß

Peter

Benutzeravatar

aschenz
InterRegio (IR)
Beiträge: 165
Registriert: Fr 4. Jan 2019, 13:15
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: ESU Ecos II
Gleise: ROCO Line
Wohnort: München
Alter: 64
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#8

Beitrag von aschenz »

Macht wieder Spass Dir über die Schulter zu gucken ! :gfm:
Grüße
Andreas


Frank1969
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 291
Registriert: Mo 24. Apr 2017, 06:42
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: OpenDCC / BiDiB / Rocrail
Gleise: Rocoline/Selbstbau
Wohnort: Hamburg
Alter: 51

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#9

Beitrag von Frank1969 »

Hallo Buh,

du hast meinen vollen Respekt für den sauberen Zusammenbau der Loks! Ich traue mich an so ein Projekt noch nicht ran. Das sieht viel besser aus, als die Loks aus Hameln bei ebay :wink:

Viele Grüße aus Hamburg
Frank
Die Werrabahn - Bahnhof Grimmenthal:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 860574#top


Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: ein Weinert Bausatz...

#10

Beitrag von Buh »

Frank1969 hat geschrieben:
Mi 12. Feb 2020, 07:30
Hallo Buh,

du hast meinen vollen Respekt für den sauberen Zusammenbau der Loks! Ich traue mich an so ein Projekt noch nicht ran. Das sieht viel besser aus, als die Loks aus Hameln bei ebay :wink:

Viele Grüße aus Hamburg
Frank
Moin Frank!

Danke und DAS will ich doch wohl hoffen. ;) Aber da gehört auch nicht viel dazu. Wobei bei diesen Loks wohl vor allem die farbliche Behandlung viel ausmacht. Allerdings sind diese Bausätze aus Hameln durch den unkorrekten Zusammenbau derart missbraucht, das auch ein Acetonbad und anschließender Neuaufbau nicht mehr viel retten kann.

Der Besitzer dieser abgebildeten Dampflok ist aber total happy und freut sich auf den Einsatz beim nächsten Fremotreffen an Himmelfahrt in Rendsburg!

Grüße aus der Nachbarschaft
Buh

Nachtrag und die Auflösung: es ist die 01.10 Kohle der DB mit Neubaukessel, Art. 4149. Dieser Bausatz wurde mir sehr günstig angeboten, da der Vorbesitzer den Tender entnommen hat um damit eine DR Br 19 Reko anzutreiben. Es galt also einen 5-achsigen Langlauftender aufzutreiben. Der hier gezeigte Tender war vor wenigen Wochen noch beim Hamsterrad zuhause und sollte die 05 oder 06 antreiben. Da er sein Projekt aber abgebrochen hat, stand der fertig gebaute Tender zum Verkauf. Ein seltener Zufall und eine günstige Gelegenheit haben dazu geführt, das beide Teile jetzt hier auf den Fotos zu sehen sind.
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.


Threadersteller
Buh
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 329
Registriert: So 31. Dez 2017, 14:27
Nenngröße: H0e
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox 1 - Loconet - Fred
Gleise: Selbstbau Code 70
Wohnort: Full Metal Village
Alter: 39
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

#11

Beitrag von Buh »

Moin!

Ich bin ja noch eine Fortsetzung schuldig. Soweit ist das Modell montiert, aber es fehlt ja noch die Farbe.

Dazu muss also alles wieder zerlegt werden.

Bild

Alles wieder in die Baugruppen zerlegen. Sind doch einige.

Bild

Endlich kommt Farbe ins Spiel. Erstmal entfetten und grundieren.

Bild

Dann 24h trocknen lassen. Danach Rot aufbringen und trocknen lassen. Diese Trocknungszeit kann man ja nutzen. So habe ich whrenddessen die Steuerungsteile brüniert.

Bild

Danach beginnt die Endmontage. Der Rahmen muss dazu aber mehrfach lackiert werden, da er zweifarbig abgesetzt ist. Die Kesselstütze und die Aufstiegstritte vorn sind schwarz zu lackieren. War nicht einfach. Teilweise habe ich mit der Airbrush gearbeitet, teilweise die Feinheiten mit dem Pinsel nachgebessert. Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Bild

Der Besitzer der Lok möchte gerne eine "dezent" gealterte Maschine haben. Um die Konturen besser erkennen zu können und einen leicht gealterten Effekt zu bekommen, habe ich den roten Teil des Rahmens komplett mit Valejio Wash dunkelbraun bearbeitet. Auch die Räder sind dabei nicht zu kurz gekommen. Diese habe ich bereits vor Einbau von hinten stark bearbeitet, da sich zwischen den Speichen meistens sehr viel Dreck sammelt. Ja, dieser ist nicht braun, der nötige Effekt kommt später noch.

Mit den gefederten Rädern sieht der Rahmen dann jedenfalls so aus:

Bild

Bei der Montage der Federpakete gibt es eine besondere Schraube deren Montage einem echte Schwierigkeiten bereiten kann. Ich habe mit der kleinen Pinzette eine Weile gebraucht, bis ich diese Schraube sitzen hatte...

Bild

Während ich am Rahmen noch gearbeitet habe, konnte das Gehäuse in Ruhe trocknen. Dieses musste ich mehrschichtig schwarz lackieren, da man beim ersten Durchlauf eh nie alle Ecken aus allen Richtungen wirklich trifft. Und der weisse Rand auf dem Umlauf kommt vom Abkleben der roten Umlaufkante. Diese Stellen habe ich mit einem ruhigen Pinsel nachgebessert. Dabei wischt man automatisch über die rote Kante, die man dann auch an der einen oder anderen Stelle nachbessern muss.

Bild

Da das Gehäuse eine länger trocknet, hat man genügend zeit den Rahmen komplett mit der Steuerung zu bestücken. Schon jetzt kommt die gute Wirkung der brünierten Steuerung herüber. Allerdings ist das Rot des Steuerungsträgers noch recht kräftig, dieser wurde auf dem Bild noch nicht gealtert.

Bild

Im weiteren Verlauf habe ich leider keine Detailbilder von der Montage mehr gemacht. Nur noch das Gehäuse ist hier einzeln zu sehen, noch völlig ohne Anbauteile wie den Amaturen und WIndleitblechen.

Bild

Heraus kommt dann dieses Prachtstück:

Bild

Mit Blitz kommt das Fahrwerk besser zur Geltung.

Bild

Bild

Bild

Details können jetzt noch sehr einfach Farblich hervorgehoben werden, so die gelben Stromabzweigkästen, die Laternen oder der Innenkessel.

Bild

Des Meisters Arbeitsplatz.

Bild

Man sieht der Lok jedoch den unnatürlichen Glanz der seidenmatten Farbe noch an. Es muss also Klarlack rüber, auch um die Basisfarbe zu schützen und unempfindlicher zu machen.

Das Endergebnis:

Bild

Bild

Bild

Noch Fragen? :bigeek: :gfm:

Ich muss sagen, dass mein Herz den Rekoloks gehört. Aber bei dieser 01 könnte ich glatt schwach werden. Ich bin ein wenig neidisch auf den Besitzer, der dieses wunderschöne Modell über eine Anlage fahren lassen kann!

Wie üblich fehlt mir noch die Beschriftung (01 1096, BD Münster, BW Osnabrück) und der Digitale Sounddecoder (Zimo MX648) ist ebenfalls noch bestellt. Zur Probefahrt in Rendsburg werde ich versuchen, schöne Bilder zu machen und sie hier posten.

Viel Spaß beim Nachbauen!

Grüße
Buh
Mein Schmalspurbahnhof Rostbeula DR Feeling der 60er Jahre...

Mein "Bahnbetriebswerk" Bauberichte meiner Weinertmodelle...

Baue Weinert-Bausätze im Auftrag, bei Interesse bitte melden.

Benutzeravatar

Mercutius
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 420
Registriert: So 13. Mai 2018, 12:02
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Köln
Alter: 51
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

#12

Beitrag von Mercutius »

Eine tolle Maschiene, und Deine Lackierarbeiten haben sich auch gut weiterentwickelt!

:gfm:

Gruß

Peter


Frank1969
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 291
Registriert: Mo 24. Apr 2017, 06:42
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: OpenDCC / BiDiB / Rocrail
Gleise: Rocoline/Selbstbau
Wohnort: Hamburg
Alter: 51

Re: Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

#13

Beitrag von Frank1969 »

Moin Nachbar,

beim Anblick Deiner Bilder werde auch ich neidisch auf den Besitzer dieser schönen Lok! Leider kann ich nicht an Himmelfahrt nach Rendsburg kommen, um sie live zu sehen. Auch die 50.40 finde ich sehr interessant und toll zusammengebaut.

Viele Grüße
Frank
Die Werrabahn - Bahnhof Grimmenthal:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 860574#top


DR POWER
InterCity (IC)
Beiträge: 787
Registriert: So 29. Jul 2018, 11:02
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Gleise: Fleischmann
Wohnort: Sachsen
Deutschland

Re: Mein neues Projekt: Weinert DB 01.10 Kohle Neubaukessel, RP 25, Art. 4149

#14

Beitrag von DR POWER »

Hallo Buh

Ein feines Maschinchen hast du da wieder zusammengebaut :gfm:.
Immer wieder toll anzusehen ist der Fahrwerksbereich der Weinertmaschinen.

Liebe Grüße, Andre
Kleine DR Anlage in HO / Epoche 3 und 4 /
Rollmaterial von Brawa,Fleischmann,Gützold,Npe,Piko,Roco und Sachsenmodelle

Antworten

Zurück zu „Umbauten / Eigenbauten“