Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

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Schlaubi
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Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

#1

Beitrag von Schlaubi »

Hallo Modellbahnfreunde,

ich habe größere Anzahl älte Märklin HO Personenwagen die ich auf meiner künftigen noch zu bauenden Analoganlage gern mit LED-Streifen
beleuchten würde. Das Nachrüsten mit gebrauchter alter klassischer Märklintechnik ist mir schlicht zu teuer.

Nun habe ich Angebote mit Led-Streifen gefunden die folgende Daten haben:

Spannungsbereich Gleichspannung - 4V bis 24V
Spannungsbereich Wechselspannung - 4V bis 19V

Nun erreicht die Umschaltspannung für die Fahrtrichtung ja über 30 V, laut Anbieter
hält sein Produkt dies auf Dauer nicht aus.

Meine Idee eine Konstandstromquelle davorzusetzen wird von ihm verworfen. Leider ohne Erklärung.

Meine Frage: Was steckt dahinter, und wie könnte ich die Beleuchtung realisieren ?

Für Eure Hinweise und Ideen meinen herzlichen Dank !

Wiedereinsteiger
:clap: Schlaubi


Elch
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Re: Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

#2

Beitrag von Elch »

Wenn es dir zu teuer ist Selbstbau!

Vielleicht hilft dir der Thread ein wenig weiter:
viewtopic.php?f=21&t=178245

Dann brauchst du aber immer noch einen Mittelschleifer und Radschleifer unter jedem Waggon (geht auch im Selbstbau). Wobei bei Analog könnten 35V Konsatoren wohl recht knapp werden.


SAH
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Re: Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

#3

Beitrag von SAH »

Guten Abend Schlaubi,

das Problem ist an vielen Ecken, zumal Du offenbar analog und Digital fährst. Ich versuche es, ohne groß in die Theorie einzusteigen, Dir zu erklären:
die LED-Streifen sind auf eine bestimmte Maximalspannung ausgelegt. Der Umschaltimpuls sprengt diese Werte grundsätzlich. Daher hast Du zwei Möglichkeiten:
Beschränkung auf den reinen Digitalbetrieb (dann fällt die Umschaltspannung weg) oder die Stromversorgung der Leuchtmittel erfordert eine zusätzliche Schaltung, die überhöhte Spannungen abfängt (Spannungsbegrenzung) und somit die Leuchtmittel schützt. Diese wird aber nicht mitgeliefert, die müsstest Du selbst bauen.
Eine von Dir genannte Konstantstromquelle ist schon einiges an Aufwand und wohl zu teuer für die angebotenen Leuchtmittel (auf 0,02€ Leuchtmittel kämen 0,20€ Elektronik).

Wolltest Du das komplett selbst bauen, müsstest Du diese ganze Entwicklung selbst durchführen. Ist eine gehörige Stange Arbeit, doch falls Du das machst, dann hast Du wirklich was geleistet.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


Threadersteller
Schlaubi
Beiträge: 2
Registriert: Di 15. Jan 2019, 13:49

Re: Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

#4

Beitrag von Schlaubi »

Danke für die ersten Hinweise !

Die Anlage wird nur einfach analog sein, wie in den 6oigern ...

Eine Konstantstromquelle gibt doch wie der Name sagt unabhängig von der eingehenden elektrischen Spannung und der nachfolgenden Schaltung einen konstanten elektrischen Strom ab.

So eine Konstandstromquelle in Form einen kleinen Minichips (verschiedene Ausführungen von 5 bis 30 mA sind für 1€ im Herstellerland China bestellbar),
kombiniert mit einem Gleichrichter um aus der Wechselspannung eine Gleichpannung zu machen, einem Kondensator gegen Flackern und einem 20cm - Abschnitt von einem flexiblen, batteriebetriebenen - Led Strip ( den gibt es im 1 € -Laden, ist 1 Meter lang und arbeitet da batteriebetrieben mit nur 3 V).

Sehe ich es richtig daß durch die Strombegrenzung der Konstantstromquelle die Ausgangsspannung doch heruntergeregelt wird um den Strom nicht ansteigen zu lassen. Damit sollte doch der Led-Streifen auch die Umschaltspannung von 30 V bei Märklin alt&analog überleben ?

Oder ist dieser Gedanke laierhafter "Mumpitz" von mir ?

Ich hätte es schon längst ausprobiert :idea: aber ich habe diese Led-Stripes für 3 V nicht da.

Auf meine "technische Hinrichtung wartend:

Viele Grüsse
Schlaubi


Schwanck
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Re: Beleuchtung von Personenwagen bei Märklin

#5

Beitrag von Schwanck »

Moin Schlaubi,

du bist mit deinem Beitrag durchaus auf dem richtigen Weg.
Schlaubi hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 02:00
Sehe ich es richtig daß durch die Strombegrenzung der Konstantstromquelle die Ausgangsspannung doch heruntergeregelt wird um den Strom nicht ansteigen zu lassen. Damit sollte doch der Led-Streifen auch die Umschaltspannung von 30 V bei Märklin alt&analog überleben ?

Oder ist dieser Gedanke laierhafter "Mumpitz" von mir ?
Bedenke aber, dass die Konstantstromquelle (KIQ) auch dem Ohmschen Gesez unterliegt: Spannung (U) = Strom (I) mal (x) Widerstand (R); kurz: U = I x R. Der Strom ist konstant z.B. 10 mA und der Widerstand der Verbraucher beträgt 100 Ohm dann fogt daraus U = 0,01 x 1000 --> 10,0 V. Damit die KIQ das liefern kann, benötigt sie ca. 2 V mehr als Speisespannung. Der Überspannungsimpuls der Märklin-Trafos hat gleichgerichtet eine Spitzenspannung von mehr als 40 V; diese Spannung müssen die Bauelemente der KIQ aushalten!
Für den Einsatz bei Wagenbeleuchtungen kommt für die üblichen LED-Leisten* eher eine Schaltung mit Festspannungsregler für 12 V in Frage; das ist qusi eine Konstanspannungsquelle mit einem preiswerten IC 7812. Einen Bausatz dafür bietet ELV unter der Bestell-Nr. 90-03 78 46 an www.elv.de . Die Spannungsregler-IC im TO 220 Gehäuse gibt es von 2 bis 24 V Regelspannung; sie müssen extra beschafft werden.

* die Leisten der Zubehörfirmen sind nicht gemeint! Nimm die Meterware vom Elektronikversender.
Tschüss

KFS

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