Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

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Steffen_Berlin
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Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#1

Beitrag von Steffen_Berlin » Mo 11. Mär 2019, 19:41

Hallo, liebe Modellbahn-Gemeinde,

ich bräuchte mal wieder einen Tipp von Euch; diesmal geht es um erforderliche Kabelquerschnitte.

Ich fahre mit M-Gleisen von Märklin, komplett analog. Ich will in meiner Anlage 4 elektrisch voneinander getrennte Gleise installieren, 2 davon zusätzlich mit Oberleitung (richtig versorgt, also kein Fake…). Für den Fahrstrom brauche ich also 6 Trafos. Auf den 4 Gleisen werden insgesamt 13 Züge fahren, über eine Blocksteuerung (versorgt durch installierte Reedrelais) gesteuert. Dadurch wird also jeder Fahrstrom-Trafo mit max. 2 Zügen gleichzeitig belastet, auf jedem Gleis fahren also max. 2 Züge gleichzeitig.

Die 6 Fahrstrom-Leitungen (4 für Unterleitung, 2 für Oberleitung) möchte ich als Ringleitungen installieren, wobei die längste ca. 10m sein wird. Von diesen Ringen will ich mit Abzweigverbindern und weiteren Litzen zu den einzelnen Anschlussgleisen gehen.

Nun meine Frage:
Welchen Querschnitt sollte ich
a) für die Ringleitungen
b) für die Litzen zwischen Abzweigverbinder und den Anschlussgleisen
verwenden?

Und reicht es aus, dies nur für die Mittelkontakt-Versorgung so zu tun? Also wird die Masse über die Gleiskörper ausreichend weitergeleitet? Oder muss ich das alles noch zweipolig tun?

Ich hoffe, ich konnte meine Frage verständlich formulieren; wenn Fragen sind, bitte einfach melden.

Ich freue mich auf Eure Antworten!

Viele Grüße aus Berlin
Steffen


Stephan Tuerk
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#2

Beitrag von Stephan Tuerk » Mo 11. Mär 2019, 19:58

Hallo Steffen,

die "normale" Märklinlitze sollte ausreichen. Wenn du eine günstige Quelle für "dickeres" Kabel hat, das schadet nie.

Mir hat ein Bekannter mal 0,75² Litze (100 m Rolle) für kleines Geld mitgebracht; natürlich in allen Märklinfarben. Gespart fast 70% zum orignalem Märklinkabel.
mfG Stephan Türk
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Im März 2019 sind wir volljährig geworden 18 Jahre MIST55
September = Weinlese unseres Wirtes der rebenhof hat geschlossen
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#3

Beitrag von 8erberg » Mo 11. Mär 2019, 20:31

Hallo,

die Länge der Kabel sind entscheidend, bei längeren Strecken sollte man einen etwas größeren Querschnitt nehmen.
Auch wichtig immer für gute Anschlüsse zu achten, sonst sind dort Verluste zu erwarten.

Peter
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Bobbel
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#4

Beitrag von Bobbel » Mo 11. Mär 2019, 21:35

Hallo zsammen..

... für meine sämtliche Modellbahnanlagen verwende ich erfolgreich die
0,5 mm² und 0,25 mm²-Kabel von BraWa.
An den Enden setze ich Aderendhülsen von Klauke ein. Als Verteiler ver-
wende ich Lüsterklemmen aus dem Baumarkt.

Bild

Die Kabel sind alle in den märklintypischen Farben oder den Farbschemen
der anderen Modellbahnhersteller erhältlich.

Grüßle aus HONAU.
Klaus
Eisenbahn H0, System Märklin, ECoS 4.2.3, ECoS-Boost, C-Gleis, BraWa-, GFN-, Liliput-, Märklin-, Roco-Loks + Wagen. GFN Profi-Kupplung. Epoche IIIb/IVa. Seit Jahren auf "schlanke" C-Gleis-DKW, EKW, asymmetr. DWW, Teilgleisstücke 7,5° zu R3-R9, sowie R8 + R10 wartend...!

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DocJ
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#5

Beitrag von DocJ » Di 12. Mär 2019, 06:36

Hallo Steffen,

Bevor es hier wieder eine ellenlange Diskussion über Kabelquerschnitte gibt bemühe bitte die Suchfunktion des Forums.

Dies Thema wird seit langem heiß diskutiert.

Z.B.: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=21&t=165906

Es gibt aber noch viele weitere Threads. Meiner Meinung nach ist es eines der wichtigsten Themen was die Sicherheit angeht und vor allem bei 10 Meter Leitungslänge. Es empfiehlt sich wirklich dass du da weiter nachliest. Bilde dir deine eigene Meinung, es ist deine Sicherheit und du musst sie für dich und deine liebsten vertreten.

Günstige Quelle für Kabel ist: https://www.elektroversand-schmidt.de , schaue hier nach H07V die Adern sind günstig und gut, ich habe auch länger zu viel gezahlt.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Meine Anlage Hamm:viewtopic.php?f=15&t=153777

Bei Modelleisenbahnen bewegt sich einiges auf der Platte, aber vieles im Kopf.


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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#6

Beitrag von volkerS » Di 12. Mär 2019, 12:01

Hallo Steffen,
wenn du echte Ringe baust, dann kannst du den Querschnitt reduzieren, brauchst also z.B. keine 2,5qmm sondern 1,5qmm.
Du solltest auch den Gleiskörper mit einer Ringleitung versehen. Zwar würde der Bettungsquerschnitt problemlos ausreichen, aber verbunden werden die Gleise nur über die beiden Schienenverbinder. Und in welchem Zustand sind diese?
Volker


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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#7

Beitrag von Steffen_Berlin » Di 12. Mär 2019, 12:05

Klasse, vielen Dank Euch schon mal für die raschen Antworten. Ich muss das dann noch einmal in Ruhe durchdenken und werde Eure Hinweise beachten!

Grüße aus Berlin
Steffen


teddy4949
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#8

Beitrag von teddy4949 » Mi 13. Mär 2019, 17:17

Dank an Jürgen für den Hinweis auf die Fa. Schmidt!

Dieter

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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#9

Beitrag von Railstefan » Do 14. Mär 2019, 10:04

Hallo Dieter,

du kannst auch mal im Baumarkt deiner Wahl nach mehradrigen Kabeln suchen - vielleicht findest du solche mit passendem Querschnitt und Aderfarben, die günstig sind.

Viel Erfolg
Railstefan
Unser Modellbahnverein: http://www.MEC-Erkrath.de
Meine Straßenbahn-Anlage hier im Forum: viewtopic.php?f=172&t=155557

Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker:


Fred-Meierling
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Re: Kabelquerschnitt für Fahrstrom-Versorgung

#10

Beitrag von Fred-Meierling » Di 21. Mai 2019, 22:45

Hallo Steffen,
.
dein Querschnitt hängt von Leitungslänge und Stromstärke ab, aber bei 1.000mA sollte auch auf 10 m 0.75-1,5 mm² vollkommen ausreichen. 2 aderiges Netz-, Lautsprecherkabel (ist 2 Farbig/roter strich) 2x0,5-0.75² eignet sich gut.
Brauchst du die Leitung nicht durch zu kneifen sondern kannst die an den Versorgungspunkten ein paar cm auseinander ziehen ein wenig ab isolieren (nicht an der gleichen Stelle mind. 5 cm auseinander) und deine Stichleitung problemlos anlöten! Isolierband drum, passt!
.
Auch CU hat einen Widerstand. Das Ohmsche-Gesetz ist da dein Freund & der "spezifische Widerstand von Kupfer (im Netz gibt es Tabellen dafür) macht sich gerade bei Nieder-, Kleinspannung sehr schnell bemerkbar... musste mal rechnen. R=U/I ist ganz einfach:-)
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Ein Tipp, verkable nach Tichelmann. Siehe das Beispiel, "Sonnenkollektor" im Link. Das gilt für STROM genauso:-). Also die "Phase" am Anfang der Ringstromleitung, den Nullleiter am Ende anschließen,...
https://de.wikipedia.org/wiki/Tichelmann-System.
dann hast du bei jedem Abgriff auf der Strecke gleiche Verhältnisse von Leitungs-Widerstand/Strom/Spannung & nicht da Problem, das bei hohen Stromstärken am Kabelende weniger abgreifbar ist als am Einspeiseende, wenn du parallel an einem Ende einspeist!!
.
Gruss Fred

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