Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

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Carcassimo
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Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#1

Beitrag von Carcassimo » So 9. Jun 2019, 14:54

Hallo Stummies,

welchen H0 Hersteller könnt ihr für‘s Rollmaterial empfehlen bzw. womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Die Fahrzeuge sollten was her machen, d.h. wenig anfällig und möglichst detailliert sein.


PIKO
BRAWA
Rocco
Märklin

Grüße vom Niederrhein,
Daniel
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klein.uhu
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#2

Beitrag von klein.uhu » So 9. Jun 2019, 15:33

Moin Daniel,

Wenn nicht Deine bisherigen Beiträge etwas anderes aussagen würden, würde ich diesen für Trollerei halten. Keine Angaben im Profil, nur im Text ein Hinweis auf H0 ... :roll:

Was meinst Du mit Rollmaterial: Personenwagen, Güterwagen, oder auch Triebfahrzeuge? Und die von Dir genannten Marken sind nun ja nicht alle. Da gibt es zumindest auch noch Firmen wie Liliput, Rivarossi, HAG, L.S., ACME, Exact trains - um mal willkürlich einige zu nennen, und noch Dutzende mehr (die Marke heißt übrigens "Roco" - nicht "Rocco"). Und von den meisten dieser Marken, zumindest der großen, gibt es sehr gute Modelle, Standard, und stark vereinfachte für den Anfängerbereich. Da kann man keine pauschale Empfehlung abgeben. Da solltest Du Dich bitte schon etwas präziser ausdrücken.
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#3

Beitrag von Schwanck » So 9. Jun 2019, 15:35

Moin Daniel,

jeder der 4 Hersteller muss bei seinem Rollmateriel Kompromisse machen,
Jeder der 4 Hersteller muss bei seinen Preisen so kalkulieren, dass er Gewinn macht.
Das Rollmaterial der Hersteller PIKO, BRAWA und Roco folgen dem selben Betriebssystem, nämlich Zweileiter. Märklin braucht Punktkontakte, bietet 2-L aber auch in Form von TRIX.
Drei Hersteller sind sog. Vollsortimenter, bei BRAWA fehlen die eigenen Gleise und die Fahrgeräte.

Du musst deine Entscheidung selber treffen. Das konnte ich nicht für nur einen und besitze daher Fahrzeuge von allen Vieren und habe in letzter Zeit am wenigsten von Roco gekauft. Die Firma scheint mit ihrer Produktionsverlagerung nach Vietnam einen Weg gegangen zu sein, auf dem sie sich immer wieder verlaufen - ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
Tschüss

KFS

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Carcassimo
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#4

Beitrag von Carcassimo » So 9. Jun 2019, 15:44

Entschuldige, dass muss wohl am Wetter liegen.
Also genau meine ich Fahrzeuge der Epoche V/VI
Loks für Personen und Güterverkehr sowie Rangierbetrieb.
Waggons im Nah- und Fernverkehr RB, RE, IC, ICE
Güterwaggons insbesondere was beim Thema Chemie so gebraucht wird... hauptsächlich Kessel, Silo und Schüttgut wie Kalk, Salz usw...

Ich weiß, dass es viel mehr Hersteller gibt.
Im Grunde möchte ich wissen, mit welchem Hersteller ich gut fahre und womit ich mich näher beschäftigen sollte.
Ich möchte zur Planung schonmal das Eine oder Andere anschaffen, um real testen zu können.
Meine Wahl würde derzeit auf BRAWA und PIKO fallen.

Was ist eurer Meinung nach der Mercedes und was der Golf?

Fahren möchte ich Digital, wobei die Hard- u d Software da nich nicht feststeht.
Gleise werden Tillig Elite werden, also 2-Leiter.

Hab ich noch was vergessen?

Gruß,
Daniel
Zuletzt geändert von Carcassimo am So 9. Jun 2019, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#5

Beitrag von Y-Weiche » So 9. Jun 2019, 15:57

Hallo Daniel,

sorry, aber komplett falscher Ansatz. Warum willst du pauschal die Hersteller beurteilen, was soll dir das bringen? Ich nehme an, du fährst H0-Zweileitersystem. Wähle das Rollmaterial aus, das auf deine Anlage passt, und wenn es Mehrfachentwicklungen gibt, dann informiere dich eben konkret, welcher Hersteller dieses Vorbild am besten ins Modell umgesetzt hat. Es dürfte kaum eine populäre H0-Modellumsetzung geben, die nicht hier oder andernorts ausführlich besprochen wurde...

Grüße
Andreas


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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#6

Beitrag von Carcassimo » So 9. Jun 2019, 16:42

Danke Andreas,
da hast du natürlich recht. Am besten ist es, sich jedes Modell, was auf die Anlage soll, genau anzuschauen und dann den besten Hersteller wählen.
Vorrangig geht es mir darum, bei welchem Hersteller man überwiegend gucken sollte und wo man es besser lässt.
Ich möchte eigentlich nicht die bunte Mischung, sondern mich eher auf 2-3 Hersteller beschränken.

Gruß,
Daniel
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#7

Beitrag von Stummilein » So 9. Jun 2019, 19:10

Carcassimo hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 16:42
Danke Andreas,
da hast du natürlich recht. Am besten ist es, sich jedes Modell, was auf die Anlage soll, genau anzuschauen und dann den besten Hersteller wählen.
Vorrangig geht es mir darum, bei welchem Hersteller man überwiegend gucken sollte und wo man es besser lässt.
Ich möchte eigentlich nicht die bunte Mischung, sondern mich eher auf 2-3 Hersteller beschränken.

Gruß,
Daniel
Hallo,

egal, für welchen Hersteller Du Dich entscheidest, aber betrachte auch die Service- und Ersatzteilleistungen, denn irgendwann wirst Du diese brauchen und dann wird sich zeigen, ob Deine Auswahl gut war.
Beste Grüße Ralf
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tstening
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#8

Beitrag von tstening » Do 13. Jun 2019, 15:51

Meines Erachtens ist es gar nicht nötig, sich für "einen" Hersteller zu entscheiden. Wenn ich bei mir in die Sammlung schaue, gibt es da von zig verschiedenen Herstellern Loks und Wagen. Von Roco und Fleischmann historisch bedingt mehr, als von den anderen, wie A.C.M.E., Brawa, Piko, Liliput, Rivarossi, Lenz, Trix etc. Die Marke ist mir da eigentlch schnuppe. Was gefällt und ins Budget passt, wird gekauft.

Gibt es Doppelentwicklungen, wie die E52 von Piko und Fleischmann, habe ich mir beide angesehen und mich am Ende für das Modell von Fleischmann entschieden. Am selben Tag habe ich beim Händler aber auch eine Lokomotive von Piko gekauft und Güterwagen von Brawa.

Alle Hersteller produzieren tolle Modelle und auch mal die ein oder andere Gurke.

Ich gehe rundsätzlich so vor: Wenn mich ein Fahrzeug interessiert, dann schaue ich zuerst, wer es anbietet und vergleiche dann die Modelle. Das Netz ist voll von Berichten und Videos. Meist findet man auch etwas zu den Modellen.

Wichtiger, als der "eine Hersteller" ist meines Erachtens die Entscheidung fürs Gleissystem und in gewissem Maße auch die Entscheidung für die gewünschte Kupplung. Meist werden Fahrzege mit Bügelkupplungen geliefert, die ich persönlich sofort gegen die von mir präferierte Kurzkupplung tausche.

Grüße
Tobi
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#9

Beitrag von teddy4949 » Fr 14. Jun 2019, 11:08

Im Eingangsbeitrag schriebt der Ersteller das die Modelle möglichst gut detailliert und trotzdem unempfindlich sein sollen. Nach meinen Erfahrungen schließt sich das gegenseitig aus. Brawa macht z.B. sehr fein detaillierte Modelle, die sind aber extrem empfindlich gegen unsanfte Berührungen. Aus meiner Erfahrung waren die Modelle von Fleischmann HO da ein guter Kompromiss (die es aber neu nicht mehr gibt, außer denen, die die Modelleisenbahn GmbH jetzt als Roco-Modelle wieder auflegt). Alle anderen Marken, auch die dort nicht genannten, z.B. TRIX, Rivarrossi, Liliput etc. sind brauchbar. Am Besten selbst beim Händler anschauen vor dem Kauf.

Dieter


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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#10

Beitrag von LongHairedDavid » Fr 14. Jun 2019, 11:42

I bought a Maerklin train set in February and have been expanding it ever since. I have only bought Roco in addition to Maerklin. I bought one of the Roco packs of wagons - the DB set - and everything worked well and was very economical against Maerklin prices. I bought three of their Era III coaches and installed lighting. I now have a set of three SBB coaches (one with a slider).

I have been very happy with my purchases such that I have 6 SBB gravel wagons on order for my recently purchased Maerkiln 482 Cargo loco.

I can thoroughly recommend Maerklin and Roco.
Long Haired David
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Maerklin newby so lots to learn

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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#11

Beitrag von E-Lok-Muffel » Mi 7. Aug 2019, 22:08

Hallo Daniel,
Als einer, der eigentlich gar nichts mit besagten Epochen zu tun hat und keine einzige E-Lok besitzt, also Infos zu Deinen Fragen nur vom Hörensagen aus zweiter Hand aus dem Forum kennt, möchte ich Dir trotzdem ein paar Tipps geben:

Lokomotiven:
Roco wird für Maschinen der aktuellen Epochen hier im Forum am wenigsten kritisiert, die scheinen damit also viel richtig zu machen...
Trix hat Traxx und Vectron im Hobby-segment angesiedelt, also bei den Details gespart, aber gut ausgestattet (meistens sogar mit Sound, der hier jedoch häufig kritisiert wird).
Piko ist günstig und gut detailliert, aber hat Probleme mit den Decodern, die sich wohl schlecht einstellen lassen, die meisten hier im Forum rüsten die Loks mit eigenen Decodern aus...
Wenn Du mehr über diese Dinge erfahren willst, lohnt sich der Besuch des Teppichbahnforums, die sind meist in akt. Epochen unterwegs und kennen sich aus...

Wagen:
Hier ist jeder Hersteller vertreten, erlaubt ist, was gefällt, alles ist kombinierbar (bei Märklin müssen halt die Radsätze auf DC-Achsen getauscht werden).
Bei Kesselwagen lohnt noch ein näherer Blick auf die Firma Tillig, die mit MäTrix aktuelle ZANS-Knickkesselwagen konstruiert hat.
Bei Silowagen unbedingt die Nürnberger Firma NME berücksichtigen.

Auch bei aktuellen Wagen ist der Gebrauchtmarkt riesig, bei Märklin (weniger bei Roco) ist Vorsicht geboten bei vierstelligen Artikelnummern, die Wagen haben meist noch keinen NEM-schacht und keine KKK.

Bei Personenwagen ist besondere Aufmerksamkeit verlangt, da es hier unterschiedliche Längenmassstäbe gibt. Wenn Du 1:87 fahren willst, fallen MäTrix und Fleischmann (gebraucht) komplett raus, Piko hat Hobby-Wagen in 1:100, die willst Du dann auch nicht...

Gruß
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#12

Beitrag von E-Lok-Muffel » Do 8. Aug 2019, 14:37

Nachtrag:
Carcassimo hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 16:42
Am besten ist es, sich jedes Modell, was auf die Anlage soll, genau anzuschauen und dann den besten Hersteller wählen.
Genau so!
Vorrangig geht es mir darum, bei welchem Hersteller man überwiegend gucken sollte und wo man es besser lässt.
Ich möchte eigentlich nicht die bunte Mischung, sondern mich eher auf 2-3 Hersteller beschränken.
Das mag für den Anfang auch richtig sein, je mehr Du Dich in die Materie reinfuchst, desto mehr kommen aber auch Details zum tragen, wenn Du ein Modell unbedingt haben willst, Dein Lieblingshersteller es aber nicht auflegt, musst Du halt bei anderen schauen...
Beispiel: den TXLeitwolf gibt es mometan nur von Roco, den LTE-Lord-of-the-rails nur von Piko.
Die Sache mit der Beschränkung auf wenige Hersteller bekommt eine neue Bedeutung, da Piko sich wohl gerade anschickt, eigene Decoder mit einer eigenen - nicht durch die NEM genormten - Schnittstelle zu etablieren (z.B bein neuen ICE 4). Je mehr Hersteller Du im Einsatz hast, desto mehr Decoder-Firmen hast Du auch und jeder Decoder läßt sich anders einstellen. Manche hier haben deshalb schon drei oder vier verschiedene Programmer im Einsatz - oder wechseln alle Fremd-Decoder gegen die Ihrer Lieblingsmarke aus...

Stichwort Brawa:
Sicherlich eine gute Adresse, allerdings ist das Angebot von Fahrzeugen in Deinen Epochen begrenzt.
Wenn Du eine Gravita willst, geht kaum ein Weg an Brawa vorbei, bei den Traxx-Varianten 146, 185, 186 gibt es große Konkurrenz, nicht nur von Piko, Roco, Trix sondern z.B. auch ACME. Solltest Du Dir ansehen und Test-Berichte und Vergleiche u.a. hier im Forum lesen.

Fazit: Roco scheint mir persönlich das bessere Gesmatpaket out-of-the-box zu haben, insbesondere wenn Du auch Sound-Loks willst, Piko hat preisgünstige, gut detaillierte Modelle, die Decoder scheinen aber nicht unbedingt state-of-the-art zu sein, wenn Du Dir Decoder-Wechsel auf Anhieb zutraust trotzdem eine gute Wahl. Alle anderen haben nur wenige Modelle in Deiner Kategorie am Markt, taugen also nicht zum "führenden Hersteller" für Dich.

Gruß
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#13

Beitrag von Michael K. » Fr 9. Aug 2019, 11:56

Hallo Daniel,

wie bereits viele meiner Vorredner anmerkten, sind Deine Informationen etwas dürftig. "Gut detailliert" ist ein weites Feld, gehört für Dich auch "maßstäblich" und nach Vorbild umgesetzt dazu oder ist das egal, so lange es gut aussieht?
Ebenso "wenig anfällig": Meinst Du den Wartungsaufwand bei Tfz oder soll wenig angebaut sein, was bei Berührung abbrechen kann?
Bei allen Herstellern wirst Du mehr oder weniger "gut" gelungene Modelle finden, die konkreten Vorbildern entsprechen, aber auch mit Sicherheit eine Menge an halbgaren oder vorbildfreien Umsetzungen, was nicht heißt, dass die nicht unter Umständen "gut" aussehen.

Bis denn
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#14

Beitrag von persus » Fr 9. Aug 2019, 13:15

Liebe Stummis,

den Verlauf dieses Threads finde ich sehr lobenswert. Die etwas unpräzise Frage im Anfängerforum finde ich in Ordnung. Zumal eine präzise Frage auch eine gewisse Vorkenntnis voraussetzt, was man ja im Anfängerforum gewissermaßen nicht als gegeben annehmen kann. Unsere gesammelten Antworten sind ja darauf eingegangen und haben das in Folge ein wenig eingegrenzt. So stellt man sich Hilfe und Rat als Anfänger vor.

:gfm:
Gruß
Pero
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#15

Beitrag von persus » Fr 9. Aug 2019, 13:20

Hallo Daniel,

meine Antwort teile ich mal auf Rollmaterial und auf Decoder auf, weil ich die Decoder-Frage für sehr wichtig halte.

Rollmaterial

Persönlich finde ich, dass über die Distanz betrachtet die Hersteller Märklin (plus Trix*), Piko, Roco (plus Fleischmann**) und Hornby (Lima und Rivarossi***) eine sehr gute Abwägung zwischen Detaillierung und Alltagstauglichkeit gefunden haben. Auch Produkte der Hersteller Rocky-Rail und Liliput wissen zweifelsohne zu gefallen. Im Allgemeinen macht man wenig falsch, wenn man Artikel dieser Hersteller kauft. Obwohl sehr pauschal, ist diese Aussage als Orientierungshilfe durchaus angebracht und, wie gesagt, über die Distanz betrachtet, auch recht zutreffend.

Märklin, Piko und auch Roco haben sowohl ein ein günstigeres Einsteiger-Segment wie auch ein höherwertiges und damit höherpreisiges Pro-Segment.

Wer Brawa in Erwägung zieht, der sollte unbedingt auch die Hersteller A.C.M.E. und L.S. Models mit betrachten. Evtl. auch ESU und Jägerndorfer. Sie stellen allesamt sehr schöne und sehr detaillierte Produkte her.

Definitiv wichtig ist, wie oben schon angemerkt, die Situation mit Verschleiß- und Ersatzteilen. Halte dich hier bitte informiert.
Und was heute gilt, galt früher nicht unbedingt. Vorsicht also bei Gebrauchtware. Früher waren viele Dinge anders. Kaufe bitte kein Rollmaterial ohne NEM-Kupplungsschacht und keine Wagen ohne Kurzupplungskulisse. Ansonsten informiere dich auch hier bitte gut.

Da wir uns hier im Anfängerforum befinden, können unsere Antworten nur recht pauschal ausfallen. In letzter Konsequenz bleibt dir nichts anderes übrig, als dich detailliert zu informieren. Was ich dir sehr anrate, denn günstig ist unser Hobby nicht, da möchte man seine Kaufentscheidung auch mit Bedacht treffen, nicht wahr? In diesem Forum wird dir auch sehr gerne geholfen. Als ich mal die recht pauschale Frage gestellt habe, was man von einem bestimmten Modell hält, hat man mich innerhalb kürzester Zeit mit Links zu relevantem Lesestoff überhäuft. :)

Keinesfalls möchte ich hier pauschal pro oder contra bestimmter Hersteller schreiben. Alle haben sie ihre Zielgruppen und ihre Eigenheiten und damit ihre Vor- und Nachteile. Ist normal. Und es sind auch zu viele Hersteller, um sie irgendwie alle abzuhandeln. Die oben erwähnten sind wohl die in unseren Gefilden etwas bekannteren unter den vielen.

Decoder

Weil du angegeben hast, digital auf Zweileiter zu fahren, ergibt sich hier der Vorteil der häufig freien Wahl des Decoders. Präzise formuliert: Heutzutage sind alle Loks und digitalisierten Wagen (z.B. Steuerwagen) mit digitalen Schnittstellen ausgestattet, in die man Decoder einstecken kann. Man muss also Loks und Co. nicht zwingend mit werksseitig ausgerüstetem Decoder kaufen, sondern kann diese analog kaufen und mit einem separat gekauften Decoder nachrüsten.

Ich finde diesen Aspekt sehr wichtig. Er hat, wie alles im Leben, seine Vor- und Nachteile.
  • Brawa zum Beispiel versieht viele seiner analogen Loks nicht mit allen Features, womit man dann selbst mit einem nachgerüsteten Decoder nicht alle Funktionen hat, wie bei einer bereits werksseitig mit Decoder ausgestatteten Variante. Brawa kaufe ich also fast nur mit Decoder. Was OK ist, denn sie verwenden Decoder von ESU und neuerdings von Döhler&Haas (D&H).
  • Piko hingegen stattet seine Loks werksseitig mit Decodern von Uhlenbrock aus, die einen sehr schlechten Ruf haben. Meiner Meinung nach zurecht. Ein Uhlenbrock kommt mir nicht mehr in meinen Fuhrpark. Zu viele negative Erfahrungen gemacht. Von Piko kaufe ich also ausschließlich analoge Loks.
  • Roco wiederum setzt Decoder von Zimo ein. Brawa setzt, wie gesagt, früher ESU heute D&H ein. Allesamt hervorragende Decoder. Das sind auch schon die großen drei, die ausgezeichnete Decoder herstellen: ESU, D&H und Zimo. Auch der Hersteller Lenz genießt einen hervorragenden Ruf.
  • Wenn du auf Sound nicht verzichten willst, dann wird die Decoder-Frage noch einmal komplizierter und damit schwieriger, pauschal zu beantworten.
Persönlich habe ich mich für zwei Decoder-Hersteller entschieden: ESU und D&H. Der Vorteil ist, dass ich damit die Anzahl der Progammer wie auch das nötige Decoder-Know-How in Grenzen halten kann. Zum Thema Decoder kann man noch sehr viel mehr schreiben. Lasse ich erst einmal sein.

Ob man sich auf das selbstständige Nachrüsten mit Decodern einlässt, ist jedermanns eigene Sache. Meine Erfahrung lehrt mich, dass die wenigsten Modellbahner über die Zeit "nur einfache Konsumenten" bleiben, die ihre Loks nur aufs Gleis stellen und damit über die Gleise kurven wollen. Im Laufe der Zeit entwickelt sich Know-How, ja sogar eine gewisse Versiertheit und dann fängt man tatsächlich an, sich die Loks und Co. selber zu programmieren und so zurecht zu legen, wie es einem ins eigene Schema passt. Wer sich seine eigene Anlage baut, kommt fast nicht umhin, sich viel Know-How mit Decodern, deren Eigenschaften und deren Programmierung anzueignen.

Wenn dich das mit den Decodern weiter interessiert, können wir gerne noch einige Posts dazu schreiben.


-------------------
* Märklin stellt klassischerweise Dreileiter-Systeme her. Für die Zweileiter-Sparte hat Märklin eine eigene Marke namens Trix. Wird daher häufig als MäTrix bezeichnet.
** Fleischmann (gerne mit "GFN" oder "Flm" abgekürzt) ist vor Jahren von Roco aufgekauft worden und führt einiges aus dem Sortiment von Fleischmann weiter.
*** Lima und Rivarossi sind als Markennamen erhalten, sind aber unter Hornby angesiedelt. Gerade bei Rivarossi würde ich nur neuere Produkte kaufen, die unter der Regie von Hornby hergestellt worden sind.
Zuletzt geändert von persus am Fr 9. Aug 2019, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#16

Beitrag von klein.uhu » Fr 9. Aug 2019, 15:12

persus hat geschrieben:
Fr 9. Aug 2019, 13:20

-------------------
* Märklin stellt klassischerweise Dreileiter-Systeme her. Für die Zweileiter-Sparte hat Märklin eine eigene Marke namens Trix. Wird daher häufig als MäTrix bezeichnet.
** Fleischmann (gerne mit "Flm" abgekürzt) hat vor Jahren Insolvenz angemeldet. Roco hat das aufgekauft und führt einiges aus dem Sortiment von Fleischmann weiter.
*** Lilliput und Rivarossi sind als Markennamen erhalten, sind aber unter Hornby angesiedelt. Gerade bei Rivarossi würde ich nur neuere Produkte kaufen, die unter der Regie von Hornby hergestellt worden sind.
Moin,

Zu diesen Fußnoten:

*) Trix Nürnberg war früher einer der großen Modellbahnhersteller in Deutschland und wurde von Märklin übernommen.

**) Fleischmann war ursprünglich einer der großen Modellbahnhersteller in Deutschland (neben Märklin, Trix). Früher kürzte man den Namen ab mit "GFN" (Gebrüder Fleischmann Nürnberg), "Flm" war nie eine offizielle Bezeichnung, außer in Foren. Fleischmann wurde vor gut 10 Jahren an die "Modelleisenbahn GmbH" verkauft, zu der auch Roco gehört:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fleisch ... ternehmen)
Bis dahin war Fleischmann m.W. nicht insolvent, die Insolvenz kam erst unter der "Modelleisenbahnen GmbH".
Roco war früher ein großer Modellbahn-Hersteller in Österreich, der in Konkurs ging.
Beide hatten sehr schöne und oft ausgezeichnete Modelle, die auch heute noch sehr gut und begehrt sind.

***) Liliput (nicht Lilliput !) war neben und schon vor Roco ein großer Modellbahnhersteller in Wien:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liliput ... eisenbahn)
und gehört seit der Übernahme zur Firma Bachmann, einem der größten Modellbahnhersteller der Welt.
Mit Hornby hat das nicht das geringste zu tun!
Zu Hornby als ebenfalls großem Modellbahnhersteller gehören die Marken Rivarossi, Lima, Jouef, Electrotren und Arnold.
Diese waren früher eigenständige Hersteller in Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. Im H0-Bereich werden von Hornby oft gleiche/ähnliche Modelle in verschiedenen Varianten unter allen Markennamen angeboten, hin-/hergeschoben. Die Modelle aus der urprünglichen Fertigung z.B. aus Italien sind "mit Vorsicht" zu genießen, aber von Hornby teilweise überarbeitet worden.
Hornby (Rivarossi, Lima, Electrotren, Jouef) hat mit Bachmann (Liliput) nichts zu tun.
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#17

Beitrag von persus » Fr 9. Aug 2019, 16:50

Hallo klein.uhu,

danke für die Korrektur und die Ergänzung. Da hatte ich doch glatt Lima und Liliput verwechselt. :oops: Hatte wohl zu viel des adriatischen Salzwassers in den Ohren. ;) Habe es korrigiert.

Grüße aus Kroatien. :)
Gruß
Pero
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#18

Beitrag von 8erberg » Mo 12. Aug 2019, 19:27

Hallo,

naja, Hornby lässt viel bei Kader (Mutter von Bachmann) fertigen, früher hat auch Märklin, Roco und viele andere dort Sachen produzieren lassen.

Peter
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Re: Welcher Hersteller für‘s Rollmaterial

#19

Beitrag von gäubahner » Mo 12. Aug 2019, 22:52

Hallo Daniel,

wie bereits viele hier schon geschildert haben, kann man da keine pauschale Aussage treffen. Ich habe Loks von Fleischmann, Roco, Trix, Piko und Hamo (ehemalige 2-Leiter-Sparte von Märklin) auf meiner Anlage. Bei den Waggons ist es noch deutlich durchmischter.

Es kommt wie ebenfalls bereits erwähnt darauf an, was für dich gut detailliert bedeutet, und, vor allem, was dir das ganze Wert ist. Ich bin eher der Typ Hobby-Segment, auch wenn ich gerne eine 500€ Lok hätte, so ist mir das einfach zu viel Geld (Schwabe eben :D ).
Ich konnte schon die Erfahrung machen, dass die "billigen" Hobby-Loks z.B. von Trix deutlich zugkräftiger sind als teurere Modelle, auf der anderen Seite muss man natürlich Abstriche machen was die Details angeht.

Bei allen Loks und Waggons würde ich darauf achten das sie einen NEM-Schacht für die Kupplung haben, das sollte bei neuen Modellen kein Problem sein, ältere Modelle haben diesen oft nicht. Mit dem NEM-Schacht kannst du ganz einfach die vorhandene Kupplung gegen eine andere tauschen, so macht es später keinen Unterschied von welchem Hersteller das Modell ist, wenn du dich für einen Kupplungstyp entschieden hast.
Gruß Mirko

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Epfendorf an der Gäubahn

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