Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

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Toto
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Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#1

Beitrag von Toto »

Guten Tag zusammen,

ich habe hier eine Märklin Spur z 89 mit dem 5-poligen Motor. Leider ist der Kollektor Schrott. Ich benötige also einen neuen Motor.
Was wäre die beste und günstigste Vorgehensweise? Motor selber tauschen (wie geht das) oder lieber eine neue 89 kaufen?

Wozu würdet Ihr mir raten?

Gruß
Thorsten
Köf: Füllen - Fahren - Flieeeeegen!
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Stephan Tuerk
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#2

Beitrag von Stephan Tuerk »

Hallo Thorsten,

um welche BR89 handelt es sich???

Weiterhin sagt der Volksmund:

Wenn die Brocken teurer sind als die Supp.

Raten würde ich dir nichts, weil es dein Geld ist.

Was kostet ein Ersatzmotor??

Email an Märklin oder den Z-Händler deines Vertrauens.

Dann mal googlen was die Lok kostet (natürlich gebraucht).

Dann abschätzen was bringt dir mehr.

Mein Händler hat mir vor über 30 Jahren bei einer 8800 (noch 3-Poler) gesagt, Ersatzmodell, das ist günstiger als das Ersatzteil.
mfG Stephan Türk
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leider keinen Oktobertermin

neu: auch keinen November- und Dezember-Stammtisch

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zETTLER
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#3

Beitrag von zETTLER »

Hallo!

Bei der BR89 ist zu beachten, dass die Schnecke abgezogen werden muss, wenn der Kollektor noch im Chassis ist.
Das kann man noch umgehen, wenn man sich eine neue Schnecke besorgt. Dann kann man die alte mit dem alten Kollektor auch zerstören.
Aber dann muss die neue Schnecke natürlich aufgezogen werden, wenn der Kollektor schon durch das Chassis gefädelt ist...
Und das bitte so, dass es dann mit dem Zahnrad auf der hintersten Achse auch gut zusammenpasst und reibungslos läuft.
Ganz ehrlich: ganz schön viel Stress. Das muss man wirklich wollen...
Und wenn schon dieses Gefummel gemacht wird, dann aber bitte keinen Märklin-Motor mehr einbauen.
Ich habe eine 89er mit einem Glockenankermotor ausgestattet. War ne arge Fummelei, aber dafür läuft sie jetzt geräuschlos.

Viele Grüße vom zETTLER

vikr
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#4

Beitrag von vikr »

Hallo zETTLER
zETTLER hat geschrieben: Di 15. Sep 2020, 14:03 Und wenn schon dieses Gefummel gemacht wird, dann aber bitte keinen Märklin-Motor mehr einbauen.
Ich habe eine 89er mit einem Glockenankermotor ausgestattet. War ne arge Fummelei, aber dafür läuft sie jetzt geräuschlos.
Da wären genauere Informationen schon extrem willkommen!

MfG

vik

zETTLER
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#5

Beitrag von zETTLER »

Hallo allen Bastlern!

Ich hatte mal bei einem Kauf in der E-Bucht eine schlecht laufende 89 mit abgestaubt. Die habe ich auch mit Reinigen und allem möglichen Probieren nicht so richtig zum gleichmäßigen "Schnaufen" bewegen können. Da habe ich dann das kleine Teil zu meinem "Bastelschwein" erklärt und mich schon mal innerlich davon verabschiedet. Dann hab ich probeweise zum alten Märklinmotor mal einen Decoder eingebaut mit Freihandfräsen am Gehäuse und so wilden Dingen, die man im Netz findet. Aber die kleine Spur und das geringe Gewicht bei Z bestätigt drastischer als bei jeder anderen Spur: was sowieso nicht läuft wird digital nur noch schlimmer...
Dann habe ich nach einem neuen Motor geschaut und bin dabei auf einen Briten gestoßen, der mit kleinen bürstenlosen Motoren auch seine Mini-Feldbahnen antreibt und eben auch eine 89 damit ausgestattet hat.
Er betreibt einen Online-Shop und verkauft die notwendigen Dinge: http://www.nigellawton009.com/6VMicroMotors.html

Aber aufpassen: der Motor ist ein 6 Volt-Motor. Nigel Lawton weist immer wieder darauf hin, dass der Widerstand mit eingebaut werden muss.
Hab ich natürlich nicht gemacht :twisted: - hab gedacht: drehst halt das Fahrgerät nicht so weit auf... na ja, irgendwann nach paar Wochen hab ich es eben doch geschafft, den Motor "zu rösten". Aber da hatte ich ja schon Routine beim Einbau, also zweiter Versuch mit neuem Motor und diesmal mit Widerstand. Läuft alles bestens seitdem. Anleitung zum Umbau hat Nigel Lawton auch mit auf seiner (englischsprachigen) Site. Und ja, ich habe mir eine neue Schnecke als Ersatzteil besorgt und die aufgezogen.

Ich bin ja nicht der Modellbahner, der so richtig Landschaft und Anlage baut. Das bewundere ich immer bei Anderen, aber ich komme nur selten zum bauen und habe mich eher auf das bloße Basteln und Fahren lassen verlegt. Sagen wir mal so: mich reizt mehr das technisch Machbare.

Das hab ich an der 89 dann natürlich auch noch ausgelebt. Ich lasse meistens nur auf einem kleinen Schienenkreis das Bastelwerk dann fahren. Den kann ich sowohl analog als auch digital betreiben. Also was ist der nächste Schritt? Klar, wieder Dekoder rein in die kleine Lok.
Da sich aber Vorwiderstand und Dekoder nicht vertragen muss logischerweise ein Dekoder rein, der 6 Volt für den Motor bereitstellt. Da gibt es z.B. (und das ist keine Wertung oder Empfehlung, sondern nur ein Beispiel) von D&H den DH06A. Oder von ct-Elektronik den DCX65. Und bestimmt noch andere auch.
Ich habe mich aus einem schlagenden Grund für den DCX65 entschieden: Er ist nicht nur klein genug und liefert besagte 6 Volt, sondern er ist nach meinen Recherchen das einzige Modell, das sowohl analog als auch digital betrieben werden kann. Also für meinen kleinen Tischkreis, der heute mal analog und morgen mal digital läuft (je nachdem, was ich zum Einsatz bringen will an Loks - habe einige alte Modelle, die ich noch nicht digitalisiert habe) ist das im Moment der Dekoder der Wahl. Ich weiß: es gibt nicht wenige sehr kritische Stimmen zu den Produkten und dem Service von ct-Elektronik. Und ich habe auch den Eindruck, dass bei dem 6 Volt Dekoder nicht alles ganz sauber programmiert ist - aber sei es drum. Irgendwo ist immer was offen bei unserem Hobby. Das gehört dazu.

Wenn jetzt noch Bedarf an Fotos oder Video ist, dann einfach melden. Da muss ich mal was erstellen. Bisher habe ich noch nichts veröffentlicht, habe die Zeit eher zum Basteln genutzt. :D

Ich will hier auch nicht den Threat sprengen. Dieser Erguss zu meinen Basteleien passt ja noch halbwegs zum Anfangsthema. Aber wenn es weitere Fragen gibt, dann sollten wir das wohl besser sortieren.

So, das mal fürs Erste. Nutzt die schönen Tage noch zum rausgehen - die feuchte Kälte kommt bestimmt irgendwann, und dann macht Modellbahn noch mehr Spaß. :)
Grüße vom zETTLER

vikr
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#6

Beitrag von vikr »

Hallo zETTLER,
zETTLER hat geschrieben: Mi 16. Sep 2020, 11:56
Dann habe ich nach einem neuen Motor geschaut und bin dabei auf einen Briten gestoßen, der mit kleinen bürstenlosen Motoren auch seine Mini-Feldbahnen antreibt und eben auch eine 89 damit ausgestattet hat.
Er betreibt einen Online-Shop und verkauft die notwendigen Dinge: http://www.nigellawton009.com/6VMicroMotors.html
Danke für die detaillierte Beschreibung, aber woran machst Du genau fest, dass es sich bei Nigels Motor um einen bürstenlosen Motor handelt?

MfG

Viktor

zETTLER
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Re: Märklin Z 89 Motor defekt, was tun?

#7

Beitrag von zETTLER »

Asche auf mein Haupt - die Frage ist absolut berechtigt.
Da hat mich meine Erinnerung betrogen. Na ja, mit 57 Jahren kein Wunder...
Nigel schreibt nur von coreless, nicht von brushless.
Ich bitte um Entschuldigung für den Fehler.

Aber ich baue die Motoren trotzdem nicht aus 8) - ich teste jetzt mal wie lange sie halten.
Und bei der kleinen 89 mit vier Wagen dran, da hat er gut zu tun.

Viele Grüße vom zETTLER
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