Euer Verhältnis zur Eisenbahn

Bereich für Umfragen zu Modellbahn- und Eisenbahn-Themen.

Wie ist Euer Verhältnis zur Eisenbahn?

Ich verdiene mein täglich Brot damit
57
7%
Ich nutze die Eisenbahn häufig/täglich als Verkehrsmittel
124
15%
Ich nutze die Eisenbahn gelegentlich als Verkehrsmittel
261
31%
Ich nutze die Eisenbahn nie als Verkehrsmittel
41
5%
Ich nehme gerne an Veranstaltungen rum um die (historische) Eisenbahn teil
234
28%
Ich verwende die Eisenbahn lediglich als Vorlage für meine Modelleisenbahn, ohne sie zu nutzen
120
14%
 
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berndm
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#301

Beitrag von berndm » Mi 1. Mai 2019, 13:32

Brillenhuber hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 13:04
...
Hallo
Einmal in der Woche nicht, aber gerade gestern kam das vor :-) :
https://flic.kr/p/SaEQKU
Unter dem IC61 stand, man solle den IC 1, 06.02 nach Bern benützen. Zähneknirschend machte ich das und hatte einen Turnschuhanschluss in Bern (den ich aber erwische).
Am Abend habe ich dann die Insiderinfo erhalten, dass am IC61 die Notbremsüberbrückung defekt war und er daher nicht über die NBS nach Bern fahren konnte, sondern die alte Linie über Burgdorf nahm.
Mit etwa 12 Minuten kam er in Bern verspätet an. Ein Mitreisender, der nach Thun fährt hat mir dann heute Morgen gesagt, dass er durch schnellen Wechsel beim Kopfmachen in Bern in Thun lediglich noch 2 Min verspätet war.
Ich hätte also den IC61 mit Speisewagen nutzen können, hätte aber den Anschluss in Bern verpasst.
Gruss Heinz
So was kann die DB-AG aber wirklich besser:
Zuerst bekommst Du die Information, dass der IC 20 Minuten verspätet ist. Dann gehst Du natürlich davon aus, dass der Zug halt 20 Minuten später abfährt und dann halt ca. 30 Minuten verspätet ankommt.
Natürlich könnte man dann noch mit etwas Beeilung einen Zug früher fahren. Aber die Verspätung ist noch im eingepreisten Bereich.
Wenn Du dann am Bahnhof stehst, dann erfährst Du, dass der Zug ausgefallen ist. Und dann nimmt das Desaster halt so seinen Verlauf: RE und der ist dann auch nicht pünktlich.
Und zum Schluss bekommt man dann mit, dass die DB-AG zu wenige IC-Wagen hat. Und die wenigen IC-Wagen müssen dann auch noch die Schrott-ICE4 ersetzen. Da ist dann nicht die Bremsüberbrückung ausgefallen, sondern die ICE4 sind ja ein Totalausfall.


3047
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#302

Beitrag von 3047 » Mi 1. Mai 2019, 14:12

Also ich habe die Vorbildeisenbahn lediglich während meiner Lehrzeit genutzt, als ich noch kein eigenes Auto hatte, also rund 3 Jahre. Ansonsten habe ich keinen Bezug zum Vorbild.

Meine Spielzeugeisenbahn habe ich bekommen als ich 4 war, es war eigentlich mehr die Eisenbahn meines Vaters, der einige Jahre bei der DB gearbeitet hatte. Mit 14 und 17 hatte ich dann einige Male eine Anlage gebaut, genau wie heute, ohne jegliches Vorbildwissen. Die Signale stehen da wo ich denke dass sie hingehören, die Weichenstrassen sind vorbildwidrig verbaut, eigentlich ist nichts vorbildgetreu, eine Spielanlage eben.

Ich hätte auch keine Lust zuerst alle Regelwerke der verschiedenen Epochen und Bahngesellschaften zu studieren, um dann vorbildgetreue Anlagen zu bauen, ich will damit spielen, erfreue mich am Fahren, deshalb interessieren mich auch nicht so sehr ob jetzt an einer Lok ein Detail nicht so genau nachgebildet oder vorbildwidrig nachgebildet wurde, das ist für mich irrelevant.

Ich weiß nicht wie viele Spielbahner es gibt die genau so denken und sind wie ich, aber ich würde mal sagen, die Meisten die nur gelegentlich ihre Spielbahn nutzen, aufbauen und damit spielen, sind genau so gestrickt. Ob es die Mehrheit ist weiß ich nicht, aber ich vermute es.

Auch heute nutze ich die Bahn nur notgedrungen manchmal wenn es nicht anders geht, also alle paar Jahre einmal. Vorbildgerecht - ja wenn es gerade in die Anlage passt, aber deshalb meine Anlage umbauen weil etwas nicht vorbildgerecht ist - neee, kommt nicht in Frage, ich erfreue mich an schönen Modelle die mir gefallen, wie sie fahren, und ich baue mir meine eigene kleine Welt nach meinem eigenen Gusto, vorbildgetreu muss das nicht sein, so ähnlich reicht mir.

Das nur mal zur Klarstellung, wenn wieder mal der Zuschlaghammer hervorgeholt wird, irgend etwas sei doch nicht vorbildgerecht oder vorbildgetreu, oder vorbildwidrig. Wie gesagt, wenn es geht, mach ich es gerne vorbildgetreu, aber vorher zu studieren wie ich es exact in allen Teilen vorbildgetreu mache, das für wär mich zu viel Gdöns, da hab ich keinen Bock drauf.
kollegiale Grüße

Gustav


Brillenhuber
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#303

Beitrag von Brillenhuber » Do 2. Mai 2019, 14:51

berndm hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 13:32
So was kann die DB-AG aber wirklich besser:
Zuerst bekommst Du die Information, dass der IC 20 Minuten verspätet ist. Dann gehst Du natürlich davon aus, dass der Zug halt 20 Minuten später abfährt und dann halt ca. 30 Minuten verspätet ankommt.
Natürlich könnte man dann noch mit etwas Beeilung einen Zug früher fahren. Aber die Verspätung ist noch im eingepreisten Bereich.
Wenn Du dann am Bahnhof stehst, dann erfährst Du, dass der Zug ausgefallen ist. Und dann nimmt das Desaster halt so seinen Verlauf: RE und der ist dann auch nicht pünktlich.
Und zum Schluss bekommt man dann mit, dass die DB-AG zu wenige IC-Wagen hat. Und die wenigen IC-Wagen müssen dann auch noch die Schrott-ICE4 ersetzen. Da ist dann nicht die Bremsüberbrückung ausgefallen, sondern die ICE4 sind ja ein Totalausfall.
na ja, doe Probs die ihr mit dem IC4 haben, haben wir mit dem Bobastischen Schüttelbescher:
https://www.20min.ch/schweiz/news/story ... r-11732212
Nur ist Meyer immer noch an seine Aussage gebunden, dass das Gerümpel West-Ost nicht eingesetzt wird, bis es tauglich sei. Darum auch auf dem Bild der Abfahrtstabelle weiter oben beim IC1 "Ersatzzug".

Beim Verspätungsmanagement, kann die SBB auch (aber nicht immer) sehr kreativ sein:
So wurde eines Tages, als der IC Ab Romanshorn nicht fahrtauglich war, der damals übernachtende ICN nach Zürich eingesetzt, der erst eine halbe Stunde später laufen sollte. Der wäre normalerweise an den ICN von Konstanz her in Weinfelden angekuppelt worden. Der fuhr also im Plan des ICs bis Zürich, wo dann auf den Dispozug umgestiegen werden musste. Der ICN aus Konstanz nahm die Passagiere auf, die mit dem Regionalzug von Amriswil - Romanshorn her kamen, Was zwar ein wenig eng, aber man fuhr.

Ab Bern nach Zürich Weinfelden mit dem IC von Brig her: Der 17.02 hatte manchmal Verspätung. 17.11 lief der Zwischenzug nach Zürich als Entlastungs- IC. Kurzerhand wurde der um 17.02 im Plan des ICs nach Romanshorn laufen gelassen, mit den Passagieren bis Zürich. Der verspätete IC lief dann im Plan des 17.11ers. Bis Zürich machte er meistens 5 Minuten gut, und ab Zürich war Romanshorner Zugpersonal drauf, dass es loshatte in schneller Abfertigung. Meistens wurde in Weinfelden der Anschluss nach Konstanz noch erwischt.

Eines Abends war ich unterwegs von Zürich nach Olten: In Killwangen war Schluss: Lokdefekt. Der Zug rollte noch bis an den Perron und wir wurden gebeten auszusteigen. Ansage: Die S bahn nach Aarau hält an diesem Perron und die reisenden werden gebeten umszusteigen und in Aarau den Schnellzug nach Olten zu nehmen.
Fahrzeitverlust: Halbe Stunde. Für mich weniger, denn ich wusste, dass ich in Aarau mit dem Bummler nach Schönenwerd fahren konnte und dort den Überland- Busanschluss nach Olten habe, der meinen Wohnort von hinten anfährt: Verlust: 10 Minuten.

Natürlich gibt es auch die andern Beispiele. Aber im Grossen Ganzen klappts immer gut.
Sogar bei einem Supergau wie Luzern konnte man innert nützlicher Frist einiges in die Wege leiten:
https://www.watson.ch/schweiz/sbb/89943 ... dereinsatz
Vielleicht ist der Grund, dass man in der Schweiz weiss, dass nichts vollkommen ist, und damit rechnet.
Gruss Heinz


berndm
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#304

Beitrag von berndm » Sa 11. Mai 2019, 19:26

Heinz, das wäre nach DB AG ja alles super pünktlich.
Mal ein Beispiel wie das die DB AG macht, also mal wieder mein wöchentliches Erlebnis vom Wochenanfang:
Der IC wird erst mal am Zwischenhalt recht voll. Aber nicht wegen der angeblich vielen Fahrgäste, nein ein ICE 4 hat mal wieder versagt (eigentlich dachte ich ja dass die Dinger alle außer Betrieb sind). Naja dieser ICE 4 hat sich selbst außer Betrieb gesetzt. Die mit zugestiegenen ICE 4 Zugbegleiter waren stinksauer.
Die DB AG könnte sich wohl am besten der ICE 4 entledigen, wenn sie den ICE 4 einige Schneidbrenner mitgeben würden. Bei den vielen Pannen würden die Zugpersonale die Dinger am liebsten gleich zu Bender-gerechten Teilen zerlegen.
OK, mein Zug hatte dann auch nur 10 Minuten Verspätung und war dann nur etwas voll. Beim nächsten Halt war der Zug dann supervoll. Da ist dann wieder ein Zug ausgefallen und die Leute mussten mit meinem IC mitfahren. Nach welchem Grund wollte ich nicht mehr fragen, denn die Zugestiegenen mussten wohl recht lange warten und waren entsprechend drauf.
Bei dem nächsten Halt hätte der IC aber wieder fast pünktlich sein können. Aber er wurde bei der Einfahrt gestellt und wir hatten dann 15 Minuten Verspätung.
Und dann vor meinem Ausstiegsbahnhof hat halt die Weiche zum Güterabzweig nicht funktioniert. Nach einer halben Stunde wurde der Zugchef dann mal informiert, was so ungefähr los ist. Und dann sind wir DB-AG pünktlich 55 Minuten verspätet angekommen. Das wurde dann auch deutlich angekündigt, so dass jeder weiß, es gibt da keine Entschädigung.
Aber eigentlich hatte ich ja Glück, denn die Regionalzüge hat die DB-AG Fahrdienstleitung gleich gestoppt.
Ja, das ist halt die DB-AG und das Woche für Woche. :(

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#305

Beitrag von Frank 72 » Sa 11. Mai 2019, 21:10

Bezugnehmend auf die Eingangsfrage gehe ich davon aus, dass du ein gutes Verhältnis zur Eisenbahn hast. Denn du warst anscheinend froh, dass wenigstens dein Zug noch gefahren ist. :D
Gruß Frank
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#306

Beitrag von berndm » Sa 11. Mai 2019, 21:31

Frank 72 hat geschrieben:
Sa 11. Mai 2019, 21:10
Bezugnehmend auf die Eingangsfrage gehe ich davon aus, dass du ein gutes Verhältnis zur Eisenbahn hast. Denn du warst anscheinend froh, dass wenigstens dein Zug noch gefahren ist. :D
Natürlich finde ich die Eisenbahn nicht so schlecht. Nur halt die DB AG ist das Problem. Andererseits stellt sich da natürlich die Frage, ob die DB AG überhaupt eine Eisenbahngesellschaft ist. Schließlich ist der Laden ja ganz groß im Immobilienbereich aktiv und hat eine riesige LKW-Flotte und eine weitere Menge nicht nicht-Eisenbahn-Aktivitäten.
Da bekommt man halt das Gefühl, dass bei der DB AG der Bahnverkehr nur ein lästiges Anhängsel ist. Aber Herr Profalla hat ja schon gezeigt, wie man mit lästigen Geschäftsbereichen umgeht.


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#307

Beitrag von berndm » Di 14. Mai 2019, 06:54

Sorry, ich muss noch eines draufsetzen.
Seit Ende letzten Jahres beobachte ich ein Phänomen bei der DB AG, das einfach zum k... ist:
Zugverspätungen werden, obwohl der Laden längst weiß dass der Zug eine Riesenverspätung hat, erst im letzten Moment, also auf jeden Fall so, dass man nicht mehr eine Verbindung früher fahren kann, bekannt gegeben.
Das war schon mal besser.
Und das heißt jetzt nicht dass mir das jetzt zwei oder dreimal aufgefallen ist, nein das waren Seit Anfang dieser Woche 17 derartige Vorfälle seit Dezember. Oder genauer: Bei jeder großen Verspätung.
Klar, auch schon vor längerem wurden Verspätungen zu spät gemeldet. Aber es gab halt auch rechtzeitige Meldungen. Das scheint wohl mit der Profalla/Lutz-Verspätungs-Initiative wohl nun vorbei zu sein :).


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Ende Schönes Wochenende

#308

Beitrag von berndm » So 16. Jun 2019, 13:01

Wir haben hier ja immer wieder über die Auslastung von Zügen gesprochen. Leider fehlen dazu ja konkrete, echte Zahlen.
Aber die DB AG vermeldet ja eine steigende Anzahl von Fahrgästen.
Nur ein Angebot ist (aktuell) angeblich leider gar nicht mehr gefragt: Das Schöne Wochenende Ticket.
Das ist nun Geschichte. Angedroht war es ja schon seit Jahresbeginn.
Wenn man der Argumentation der DB AG folgt, dass widersprechen die sich selbst. Andererseits hat Profalla so die Nachtzüge abgemurkst.

Nun hocken der Vorstand wohl Bahn-Tower und hoffen dass wir als Fahrgäste so blöd sind und alle in die eh angeblich schon überlasteten Fernzüge umsteigen.
Aber es gibt ja noch (andere) Privatbahnen ...

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alex218
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Re: Ende Schönes Wochenende

#309

Beitrag von alex218 » So 16. Jun 2019, 14:08

berndm hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 13:01
Wir haben hier ja immer wieder über die Auslastung von Zügen gesprochen. Leider fehlen dazu ja konkrete, echte Zahlen.
Aber die DB AG vermeldet ja eine steigende Anzahl von Fahrgästen.
Nur ein Angebot ist (aktuell) angeblich leider gar nicht mehr gefragt: Das Schöne Wochenende Ticket.
Das ist nun Geschichte. Angedroht war es ja schon seit Jahresbeginn.
Wenn man der Argumentation der DB AG folgt, dass widersprechen die sich selbst. Andererseits hat Profalla so die Nachtzüge abgemurkst.

Nun hocken der Vorstand wohl Bahn-Tower und hoffen dass wir als Fahrgäste so blöd sind und alle in die eh angeblich schon überlasteten Fernzüge umsteigen.
Aber es gibt ja noch (andere) Privatbahnen ...
Moin,
der Mann heißt aber Pofalla. :wink:
...und jetzt komm´n Sie!

Bis neulich!
Alex

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#310

Beitrag von berndm » So 16. Jun 2019, 14:52

Alex, sorry, Du hast natürlich recht. Da war ich wohl gerade zu pro-Bahn ...

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Miraculus
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Re: Ende Schönes Wochenende

#311

Beitrag von Miraculus » So 16. Jun 2019, 21:32

Hallo Berndm @All
berndm hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 13:01
...Aber es gibt ja noch (andere) Privatbahnen ...
Sischer, sischer doch .... nicht :twisted:
Kuckst Du https://www.pz-news.de/region_artikel,- ... 99744.html

Ob die Privaten das besser können :| :?: :?: . Der Start war mal kein Ruhmesblatt. Lag zum Teil an nicht ausgelieferten Zügen von Bombadier, aber auch hausgemacht mit extrem mangelhafter Kommunikation. Von daher nichts neues um Südwesten.

Der Betreiberwechsel hat zwar ein paar Verbesserungen für die Stadt Mühlacker gebracht, dafür werden die Haltepunkte Niefern, Enzberg oder Ötisheim nicht mehr vom IR bedient, sondern nur noch vom Bummelzug RB 17A. Zudem weggefallen sind da die langjährige S5 und S9 der KVV welche nur noch bis Pforzheim fahren. Also eher eine Verschlimmbesserung für die kleineren Dörfer auf dem gar nicht so flachen Land.

Bin gespannt wie es nach dem Ferienende weitergeht. Von daher derzeit ein zwiespältiges Verhältnis zur "großen" Bahn.


Grüße
Peter

Anlage im Bau: Baubericht! "Klostermühl 1.0 - Neuordnung im Oberstübchen"

Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

Frei nach F. Gump: "Die Moba ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie.. :lol: "


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Re: Ende Schönes Wochenende

#312

Beitrag von berndm » Do 20. Jun 2019, 21:37

Miraculus hat geschrieben:
So 16. Jun 2019, 21:32
Hallo Berndm @All
....
Ob die Privaten das besser können :| :?: :?: . Der Start war mal kein Ruhmesblatt. Lag zum Teil an nicht ausgelieferten Zügen von Bombadier, aber auch hausgemacht mit extrem mangelhafter Kommunikation. Von daher nichts neues um Südwesten.

Der Betreiberwechsel hat zwar ein paar Verbesserungen für die Stadt Mühlacker gebracht, dafür werden die Haltepunkte Niefern, Enzberg oder Ötisheim nicht mehr vom IR bedient, sondern nur noch vom Bummelzug RB 17A. Zudem weggefallen sind da die langjährige S5 und S9 der KVV welche nur noch bis Pforzheim fahren. Also eher eine Verschlimmbesserung für die kleineren Dörfer auf dem gar nicht so flachen Land.

Bin gespannt wie es nach dem Ferienende weitergeht. Von daher derzeit ein zwiespältiges Verhältnis zur "großen" Bahn.


Grüße
OK, da hat man ja einen Schönen Tausch hingelegt. Allerdings ist das wohl ein Problem des Landes, also von letztlich von Hermann.
Die "IREs" erscheinen als Minizügle. Und wer die Stadtbahn des KVV abschafft oder kürzt, kann wohl echt noch nie da mit gefahren sein. Das sind optimale Anbindungen an Karlsruhe.
Grüße -- Bernd

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Re: Ende Schönes Wochenende

#313

Beitrag von Viet Bui » Fr 21. Jun 2019, 03:33

berndm hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 21:37
Die "IREs" erscheinen als Minizügle.
656 Sitzplätze und 215 m Zuglänge sind bei Dir also „Minizügle“? Interessant.

Grüße
Viet
Die Schwarzwaldbahn: Eine andere Umsetzung
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Re: Ende Schönes Wochenende

#314

Beitrag von berndm » Sa 22. Jun 2019, 10:26

Viet Bui hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 03:33
berndm hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 21:37
Die "IREs" erscheinen als Minizügle.
656 Sitzplätze und 215 m Zuglänge sind bei Dir also „Minizügle“? Interessant.

Grüße
Viet
Die 215m Zuglänge bestehen dann aus wievielen Einheiten? Und werden wo tatsächlich gefahren?

Von der Größe wäre das beispielsweise ein siebenteiliger Zug aus Silberlingen gewesen.
Wobei die Eilzüge aus Silberlingen leicht verlängert werden konnten, was auch geschehen ist.

Und leider sind die Sitze in den neuen Fahrzeugen recht eng angeordnet. In diesen Fahrzeugen hat man kreativ jeden Kubikzentimeter ausgenutzt. Extraplatz für Gepäck ist dann nur noch Schein. Hat man mal einen größeren Rucksack oder Koffer dabei, dann wird es sehr eng.

Das ist halt das Problem mit den neuen Fahrzeugen: Nominell und rechnerisch alles viiiiel besser.
In Realität nur kleine Veränderungen und kein wirklicher Fortschritt.

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Re: Ende Schönes Wochenende

#315

Beitrag von Viet Bui » Sa 22. Jun 2019, 23:05

berndm hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 10:26
Extraplatz für Gepäck ist dann nur noch Schein. Hat man mal einen größeren Rucksack oder Koffer dabei, dann wird es sehr eng.
Sind Dir die Gepäckablagen und die Staufläche unter den Sitzen völlig entfallen?
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Re: Ende Schönes Wochenende

#316

Beitrag von berndm » Mo 24. Jun 2019, 20:55

Viet Bui hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 23:05
berndm hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 10:26
Extraplatz für Gepäck ist dann nur noch Schein. Hat man mal einen größeren Rucksack oder Koffer dabei, dann wird es sehr eng.
Sind Dir die Gepäckablagen und die Staufläche unter den Sitzen völlig entfallen?
Viet, nein definitiv nicht. Das ist ja genau das Problem.
Wenn man das mal vergleicht mit den alten Silberlingen oder Umbauwagen vergleicht, dann sind die neuen Fahrzeuge eher eine Provokation.
Gut, die viele Reisende von heute wissen nicht, wie es schon mal war.

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Re: Ende Schönes Wochenende

#317

Beitrag von Viet Bui » Mo 24. Jun 2019, 23:56

berndm hat geschrieben:
Mo 24. Jun 2019, 20:55
Wenn man das mal vergleicht mit den alten Silberlingen oder Umbauwagen vergleicht, dann sind die neuen Fahrzeuge eher eine Provokation.
Guten Tag Bernd,

in Deinem Hass auf die Eisenbahn hast Du bedauerlicherweise eine sehr selektive Wahrnehmung. Die Fahrgäste loben ausdrücklich den Komfort der neuen Züge gegenüber den vorher eingesetzten Doppelstockwagen, insbesondere wegen der verbesserten Möglichkeiten zum Verstauen von Gepäck. Vielmehr empfinden die Fahrgäste die Silberlinge als Zumutung, vor allem bei dieser Hitze.
Das ist mein letzter Beitrag in diesem Faden, schönen Tag noch.

Grüße
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E-Lok-Muffel
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#318

Beitrag von E-Lok-Muffel » Di 25. Jun 2019, 10:20

Hallo Leute,

um wenigstens hier die erhitzten Gemüter zu beruhigen ( draußen hab ich keine Chance :lol: ), möchte ich noch eine Bahn-Anekdote zum Besten geben, die sich bei uns an Pfingsten ereignet hat.

Wir hatten einen WE-Trip nach Hamburg gebucht (Nein, nicht MiWuLa, Schwiegervater hat meiner Tochter ein Musical-WE geschenkt). Schon an Ostern hatten wir über die Bahn-App Tickets gekauft: ICE FFm-HH 1.Klasse-Abteil ( meine Frau bestand darauf, sie hats im Rücken... ) laut Internet mit Steckdose fürs Laptop und WLan ( Bespaßung der Tochter... ).

Zwei Stunden vor Reise-Beginn ( zunächst RE nach FFm-Hbf ) meldete die Bahn-App ( immerhin guter Service ! ), dass der ICE ausfällt ( erstmal keine weitere Information... ). Daraufhin haben wir eine Regionalbahn früher genommen, in der Hoffnung, ggfs. den früheren ICE zu erwischen... hat auch geklappt, wir hätten allerdings die vier Stunden bis Hamburg stehen müssen, da dieser Zug hoffnungslos überfüllt war ( ausreserviert war er sowieso, sogar in der 1. Klasse - Pfingsten halt...). Bei der Information im Hbf wurde uns dann von einer genervten Mitarbeiterin ( die Schlange vor dem Schalter war zwölf ( 12! ) Meter lang ) erzählt, es gäbe für unseren ausgefallenen ICE einen Ersatz-IC, der aber ca. 100 Sitzplätze weniger habe und schon jetzt 55 Minuten Verspätung ( kam von Stuttgart ). Tatsächlich konnten wir dann im vorletzten Wagen (relativ leer) des Zuges noch drei Sitzplätze ergattern ( 2. Klasse ), während in der Mitte die Leute auf dem Gang standen und wir uns deshalb nicht die Mühe gaben, uns 300 Meter durch den Zug bis zu den 1-Klasse-Wagen durchzukämpfen.

Dann konnten wir langsam anfangen, die Fahrt zu genießen. Seltsamerweise dauerten die ersten 200 km von FFm bis Fulda (über Ffm-Süd-Hanau-Gelnhausen ohne Halt) genauso lange wie die 450 km von Fulda bis Hamburg ( NBS halt ). Ab dem Halt in Kassel hatten wir eine Stunde Verspätung, das Zugbegleiter-Team teilte routiniert die Reklamations-Bögen aus, ab da wurde bei jedem Halt die offizielle Verspätung durchgesagt. In Hamburg-Hbf hatten wir dann schlussendlich 115 Min Verspätung. Da wir aber nach Dammtor weiterwollten ( ICE bis Altona, Ersatz-Zug endete aber aus unerfindlichen Gründen in HH-Hbf), mussten wir noch einmal umsteigen und hatten dann schließlich 135 min auf der Uhr... was solls, wir mussten ja nicht zum Zug... :fool:

Bei der Rückfahrt hatte meine Frau eine andere Verbindung gewählt: einen Bummel-IC über Bremen und Köln ( Umsteigen in Koblenz auf RE; Fahrzeit 90 min länger als die Hinreise projektiert war )... und oh Wunder: dieser Zug war auf die Minute pünktlich und wir konnten sogar unsere reservierten Plätze nutzen. Jedoch ging es auch in diesem Zug nicht ohne Panne: ein Wagen musste wegen defekter Klimaanlage geschlossen werden...

Fazit meiner nun drei Stichproben von DB-Fernverkehr innerhalb von 8 Monaten ( Ing-Stuttgart; Ing- Köln; Ing-HH ):
Die Bahn kann auch pünktlich, aber irgendwie nicht mit den Flagschiff-Weißwürsten.
Urlaubsreisen, v.a. mit Kindern ähneln jedoch einem Roulette-Spiel, da die ICE´s als Rückgrat der Fernverkehrs-Flotte doch immer noch (oder zumindest immer mal wieder) eine hohe Ausfallsquote haben und damit jedwede Sitzplatzreservierung hinfällig ist (das muss auch gar nicht den gebuchten Zug betreffen, Fällt nur ein Zug der gleichen Verbindung am selben Tag aus, kann man ggfs. seinen reservierten Sitzplatz besetzt vorfinden und hat keine Möglichkeit, seinen Anspruch durchzusetzen).
Wer also auf Abenteuer-Urlaub aus ist, sollte mit der Bahn fahren, das Abenteuer beginnt berets am Bahnsteig!

Gruß
uLi
Meine MOBA-Mottos: "Freu(n)de beim Fahren" oder auch "De Zooch kütt"
mein Trööt: Im Rheintal ist es schön
und neu in der Planung: DEO

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myfo
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Schweiz

Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#319

Beitrag von myfo » Do 27. Jun 2019, 10:27

Hallo zusammen

ein wenig Lektüre.... :wink:

https://avenue.argusdatainsights.ch/kun ... 958437.pdf

Grüessli
Mylina&Follet
Neu was wäre wenn... Bannewitz! viewtopic.php?f=15&t=153830&p=1748807#p1748807


berndm
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#320

Beitrag von berndm » Do 27. Jun 2019, 22:19

Wenn ich das lese, dann würde ich leicht modifiziert sagen: Felix Helvetia!
Wenn wir mal mit der DB AG die Probleme der SBB haben, dann wären wir wohl ein großes Stück weiter.


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#321

Beitrag von Analogbahner » Di 2. Jul 2019, 21:17

Filmchen zum Güterverkehr und zum Verhältnis „Schiene-Straße“:

https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... s-100.html
Gruß
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#322

Beitrag von berndm » Di 2. Jul 2019, 22:00

Und wenn man dann noch den eigentlichen Goldesel Rheinschiene verkümmern lässt und das Geld lieber in Löcher wie in Stuttgart versenkt. Dann fehlt halt noch mehr Geld und es wird noch schlimmer.


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#323

Beitrag von Analogbahner » Mi 3. Jul 2019, 16:50

Egal, wie hoch gelobt die Doppelstockwagen werden: zwei Reisende mit Gepäck, die aneinander vorbei wollen, müssen schon ziemlich tricksen. Da die Züge selten an der vorgeschriebenen Parkposition halten, ist das Aufsuchen seines Sitzplatzes im Zug leider immer noch mühsame Quälerei und üblich. Von wegen, die Fahrgäste könnten nicht vor IHREM Wagen warten, dann ginge nämlich alles beim Einsteigen schneller! Der Zug könnte ja auch mal korrekt halten! Es ist egal, wo man wartet - durch einige Wagen muss man sich immer durchkämpfen. Für ältere Fahrgäste ist die Viertelstunde Frist bis zum Aufsuchen der Sitze knapp bemessen. Oder ist das nicht mehr so..?
Gruß
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#324

Beitrag von st-oldie » Sa 13. Jul 2019, 21:14

Hallo,

Eisenbahn als Verkehrsmittel ist für mich etwas zwiespältig.

Für eine RMV Monatskarte zahle ich etwa die Spritkosten, die ich für die Fahrt zur Arbeit habe. Das ist also preislich durchaus eine Alternative, da auch der Verschleiß des eigenene PKW wegfällt. Und mit dem Taktabstand von 15 min bekommt man ja schnell einen Anschluß. Also eigentlich besser, als mit dem eigenen Auto zu fahren.

Dann hatte ich aber bei einem Test bei meinem vorherigen Arbeitgeber einmal pro Woche eine Verspätung, bei der ich den Anschluß nicht bekomme. Und in manche Randbezirke muß ich leider den doppelten Taktabstand warten. Also 30 min Wartzeit. Und morgens haben die Geschäfte auf der Zeil noch nicht mal offen, um die Zeit irgendwie rumzukriegen. Der Bus zur Verteilung in die Industriegebiete wartet natürlich auch nicht. Also laufen wenn es mehr als 20 min bis zum nächsten dauert oder warten. Das war dann in der Summe eher zum abgewöhnen als als Alternative wahrgenommen zu werden :-(

Wenn ich im Berufsverkehr nach Frankfurt einen RE nehmen kann, kann ich das Leben in vollen Zügen genießen. Die sind so überfüllt, daß ich die 30 min Fahrt im Einstiegsbereich stehen muß.

Dann kommt noch die schlechte Planung der Industriegebiete hinzu :-( Zur Arbeit zu meinem jetzigen Arbeitgeber muß ich einmal umsteigen und dann vom Bahnhof einen Bus nehmen. Da brauch ich fast das doppelte der Zeit, die ich mit dem eigenen PKW brauche (auch im Berufsverkehr!). Eigentlich schade :-( Denn den ÖPNV für den Weg zur Arbeit zu nehmen und nur für einige persönliche Fahrten die Bahn ud für die restlichen Fahrten das Auto würde viel für die Umwelt bringen und eigentlich auch den eigenen Geldbeutel entlasten. Eigentlich eine Win-Win Situation.

Für Individualverkehr ist mir die Bahn zu teuer. Attraktive Preise bekommt man wohl nur, wenn man das lang im Vorraus plant und/oder zu unattraktiven Zeitne reist. Für einen Messebesuch reise ich morgens/vormittags an und am späten Nachmittag zurück und nicht mittags, wo die Preise niedriger sind! Zu meinen Eltern fahren gibt es keinen Anschlußbus, obwohl ich einige Jahre "mit der Fahrkarte abgestimmt hatte" (Wie es die DB immer gefordert hatte). Zum EJag Fest hab ich den Kofferraum voll, ... Ausnahmen wo dann doch der RMV attraktiv ist sind manche Veranstaltungen in F, für die ich dann doch per S-Bahn anreise.

Eigentlich finde ich die Bahn für ÖPNV im Ballungsgebiet gut, speziell für die Fahrt zu Arbeit. Leider wird einem das vermiest. Und für manche private Fahrten ist die Bahn keine Alternative, weil man halt nicht von Ballungszentrum zu Ballungszentrum reist sondern in die sogenannte Fläche weiter muß oder zu viel Gepäck hat.

Tschüß
Michael


Andreas Poths
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#325

Beitrag von Andreas Poths » Fr 19. Jul 2019, 07:31

Hallo Michael :wink:
Mit den vollen RE-Zügen aus den Räumen GI, FB, FD, KO bin ich bei dir; wenn ich morgens um 6.28h mit dem Sprinter von F.-Dorf im Frankfurter Hbf einfahre, gibt es so manche Paralleleinfahrt. Da sieht man dann die armen Würmer in den Waggons stehen...
Ich vermute (!) mal, daß viele (aus ebendieser nördlichen Richtung) weiter Richtung Rhein-Main-Airport wollen; hier können wir alle zusammen nur hoffen und beten, daß die Tangente Bad Homburg - Eschborn - Flughafen so schnell wie möglich "Wirklichkeit" wird. Ich werd es in meinem Arbeitsleben wohl nicht mehr erleben, für alle anderen kann man es nur wünschen.
Zunächst darf man sich die schnelle Fertigstellung des 3-Gleisigen Ausbaus Frankfurt - Bad Vilbel ...ff herbeisehnen und die (eigentlich schon für 2019 vorgesehene) Verlängerung der S5 nach Usingen.....
Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber sie stirbt...... :cry:
gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....

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