Testbericht Trix 22976 / Märklin 39706: RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

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Testbericht Trix 22976 / Märklin 39706: RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#1

Beitrag von persus »

Hallo zusammen.

Nachdem Henry tolle Videos zum RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB erstellt und auf Youtube bereitgestellt hat (Link), möchte ich nun einen kleinen Testbericht zu dem Zug schreiben. Der Zug wird sowohl als AC-Variante von Märklin, wie auch als DC-Variante von Trix angeboten.
  • Märklin 39706: AC digital, vierteilig, mit Sound und vielen Lichtapplikationen.
  • Trix 22976: DC digital, vierteilig, mit Sound und vielen Lichtapplikationen.
Der Zug ist ein Märklin Insider-Modell, bzw. ein Trix Club-Modell und somit nicht jedermann zugänglich. Hier wird der Trix 22976 vorgestellt.
Zuletzt geändert von persus am Fr 11. Sep 2020, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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persus
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#2

Beitrag von persus »

Trix 22976: SBB RAm TEE 501 »Edelweiss«

Die Einführung des hochwertigen TEE Netzes wurde 1954 beschlossen. Daraufhin vereinbarten die Schweizerische Bundesbahn SBB/CFF/FFS und die Nederlandse Spoorwegen NS, einen neuen Dieseltriebzug in der Konfiguration VT+VM+VM+VS gemeinsam zu entwickeln. Die markante Form der Steuerwagen wurde von der Industriedesignerin Elsebeth van Blerkom entworfen.

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Insgesamt wurden von diesen Zügen fünf Exemplare gebaut: Zwei fuhren unter den Insignien der SBB, drei unter den Insignien der NS. Alle fünf Züge waren aber in Zürich beheimatet.
- SBB RAm 501
- SBB RAm 502
- NS DE IV 1001
- NS DE IV 1002
- NS DE IV 1003

Sie wurden auf den folgenden TEE-Strecken eingesetzt.
- TEE »Edelweiss« (Zürich–Basel–Straßburg–Luxemburg–Brüssel–Amsterdam)
- TEE »L'Arbaléte« (Zürich–Basel–Mülhausen–Belfort–Paris)
- TEE »L’Oiseau Bleu« (Paris–Brüssel)
- TEE »Étoile du Nord« (Amsterdam–Brüssel–Paris)

Alle Wagen des Zuges waren auf selbsttragenden und verwindungssteifen Röhrenkonstruktionen aufgebaut. Der angetriebene Wagen bestand aus Führerstand, Maschinenraum, Gepäckabteil, Diensttoilette und einem Aufenthaltsraum. Angetrieben wurde der Zug dieselelektrisch. Zwei parallel geschaltete Fahrmotoren in einem Drehgestell wurden über einen Generator mit Spannung versorgt. Der Generator selbst wurde von zwei Dieselmotoren des Typs Werkspoor RUHB 1616 mit V-16 Zylindern und je 1000PS Leistung angetrieben. Ein weiterer Dieselmotor des Typs Werkspoor 168 mit 8 Zylindern und 300PS Leistung trieb den Generator an, der das Bordnetz, die Küche und die Klimaanlagen mit Strom versorgte. Die Züge bestanden ausschließlich aus der 1. Klasse und boten den Fahrgästen besonderen Komfort, wie z.B. Doppelverglasung mit Jalousien dazwischen, Klimaanlage, sowie ausziehbaren Einzelsitzen mit verstellbarer Rückenlehne.

1971 ereignete sich sich einer der schlimmsten TEE Unfälle, als in der Nähe von Aitrang (DE) der RAm 501 als TEE »Bavaria« wegen überhöhter Geschwindigkeit entgleiste. Der Unfall hatte weitreichende Personenschäden zur Folge, da die Fenster des RAm nicht aus Verbundglas und das Mobiliar des Speisewagens nicht fest verankert waren. Nach dem Unfall wurden die verbliebenen RAm im Lauf des TEE »Edelweiss« bis 1974 eingesetzt.

1977 wurden die restlichen vier Züge an die kanadische Ontario Northland Railway verkauft. Eingesetzt wurden sie dort bis 1992 auf der Strecke Toronto-Timmins. 1998 wurden zwei Steuerwagen, zwei Abteilwagen und ein Speisewagen in die Niederlande zurückgeholt, wo sie allmählich restauriert werden. Die Restauration dauert bis heute an.

Allgemeine Daten

Bahnverwaltung: SBB/CFF/FFS - Schweizerische Bundesbahnen AG / Chemins de fer fédéraux suisses / Ferrovie federali svizzere
Epoche: 3
Spur: H0

Anzahl angetriebener Achsen: 4
Anzahl Achsen mit Haftreifen: 4
Anzahl Haftreifen insgesamt: 4
Kupplung: NEM-652 mit KK-Kinematik
Fünfpoliger Motor mit Schwungmassen
Schnittstelle: 21mtc
LüP: 1130mm
Mindestradius: 437,5mm
Eigengewicht: ca. 2092g
- Motorwagen: 843g
- Abteilwagen: 429g
- Speisewagen: 392g
- Steuerwagen: 428g

EAN: 4028106229763

Verpackung und Lieferumfang

Märklin/Trix (im weiteren Verlauf MäTrix) liefert den Zug in einer riesigen Schachtelverpackung mit den Abmaßen 59,5 x 38,8 x 7,5cm. Da fragt man sich wirklich, wohin mit dem Teil? Den vierteiligen Zug hätte man ohne Weiteres in einer viel kleineren Verpackung liefern können. Wie dem auch sei, das Rollmaterial liegt in Styropor eingebettet umhüllt von Kunststofffolie. Der angetriebene Wagen hat zusätzlich ein stabilisierendes Kunststoffteil, welches zwischen den Drehgestellen positioniert wird. Die Verpackung schützt ihren Inhalt sehr gut und mach keinerlei Probleme beim Aus- oder beim Einpacken des Rollmaterials. Ganz so, wie es sein sollte. Es liegen noch für MäTix typische Betriebsanleitungen sowie eine Kupplungshilfe bei. Es liegen keine Zurüstteile bei.

Die Betriebsanleitung ist in acht Sprachen ausgeführt und mit viel Text, aber auch Grafiken und Tabellen versehen. Veranschaulicht werden das Kuppeln, das Öffnen, das Schmieren und der Haftreifenwechsel. Daneben wird der Analog- und der Digitalbetrieb mitsamt CV-Tabelle und Funktionstabelle beschrieben. Abgerundet wird die Anleitung mit den Explosionszeichnungen des Rollmaterials und den Ersatzteillisten. Insgesamt ist die Betriebsanleitung, wie von MäTrix gewöhnt, hervorragend.

Konstruktion, Optik und Verarbeitung

Rücklicht:
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Das auffallendste Merkmal in der Konstruktion sind natürlich die Metallgehäuse. Alle vier (!) Wagen haben ein Metallgehäuse. Das macht den Zug sehr schwer und damit unglaublich imposant. Und es wirkt sich ungemein stabilisierend auf die Fahreigenschaften aus. Die Dynamik der Wagen in Weichen ist eine gänzlich andere, als bei leichten Wagen. Das fällt einem mit bloßem Auge auf.

Darüber hinaus gibt es bei der Konstruktion keine großen Überraschungen. Es ist eine typische Konstruktion, wie wir sie von anderen Zügen und anderen Herstellern kennen: Mittelmotor mit über Kardanwellen und Schneckengetriebe realisiertem Antrieb. Der Motor ist ein Fünfpoler und hat zwei Schwungmassen. Hervorhebenswert ist natürlich die stromführende zehnpolige Kupplung. Die Anzahl der Pins reicht für vielerlei Lichtapplikationen und sogar für eine Schleiferumschaltung. Aber dazu später mehr.

Das Erste, was man macht, ist natürlich eine Probefahrt und die Funktionen durchtesten. Das Zweite, was ich dann mache, ist, mir das Innenleben anschauen. Alle Metallgehäuse sind mit Schrauben befestigt. Ich liebe Gewinde in Metall. Nun, ich kann euch sagen, der Zug ist sehr leicht zu öffnen.

Übrigens, die Schrauben zum Öffnen der Gehäuse sind handelsübliche Kreuzschrauben. Alle anderen Schrauben, (z.B. Platinenbefestigung, Getriebedeckel, Motorbefestigung, usw.) sind Innensechsrundschrauben (Torx). Tja, mit einem Kreuzschraubenzieher alleine wird man diesen Zug nicht mehr auseinander nehmen können.

Inneneinrichtung:
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Es fällt auf, dass die Farben der Inneneinrichtung unterschiedlich sind. Der Steuerwagen hat eine blaue Inneneinrichtung, der Abteilwagen eine rote und der Speisewagen eine braune sowie eine schwarze Inneneinrichtung im Restaurant. Ob das vorbildgerecht ist, kann ich zum gegebenen Zeitpunkt nicht sagen. Das müsste ich recherchieren. Die Inneneinrichtung ist nicht schlecht, ich habe aber auch schon bessere gesehen. Dennoch insgesamt in Ordnung und daher keine Kritik von mir an dieser Stelle. Wer will, kann hier natürlich noch ein wenig mehr heraus holen. Es kann sich lohnen, denn in den Zug lässt sich von außen bei eingeschalteter Fahrgastraumbeleuchtung schon recht gut einsehen.

Maschinenraum- und Gepäckraumbeleuchtung:
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Fahrgastraumbeleuchtung:
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Schade finde ich, dass die LEDs der Fahrgastraumbeleuchtung nicht ganz bis ans Ende der Wagen reichen. So bleiben die letzten Fenster an den Wagenenden, bzw. im Türbereich unbeleuchtet. Was auch auffällt. Und das kann man auch nicht einfach mal so korrigieren.

Ebenfalls fällt sehr auf, wie tief die Platinen mit den LEDs angesetzt sind. Die Platinen reichen nicht unters Dach, sondern sind gerade mal so weit oben, dass sie sich knapp über den Fenstern befinden. Zwischen Platine und Dach ist noch so viel Platz, dass ein radialer Kondensator dazwischen passt. Das lässt sich auf dem Bild vom Inneren des Speisewagens gut zu sehen. Wirklich sehr schade. Zum einen ist die Ausleuchtung des Fahrgastraumes gleichmäßiger, wenn sich die LEDs höher über dem Wagenboden befinden. Zum anderen wird der Eindruck von räumlicher Tiefe, bzw. Höhe gestört. Wahrscheinlich sind die Platinen deswegen schwarz und nicht grün oder Weiß, denn jede andere Farbe außer Schwarz würde hier sofort unangenehm auffallen. Klar, die Wagen schaut man selten bis nie von unten an. Aber dennoch, der Gesamteindruck bei der Fahrgastraumbeleuchtung ist nun mal besser, wenn die LEDs entweder unterm Dach sind oder wenn die LEDs nach oben Zeigen und das (dann nötigerweise weiße) Dach das Licht nach unten reflektiert. Nun, vielleicht liest ein Konstrukteur von MäTrix hier mit und macht es das nächste Mal besser. ;)

Apropos radialer Kondensator: Wozu ist denn der da? Flackerschutz? Wahrscheinlich. Das würde implizieren, dass man die Fahrgastraumbeleuchtung nicht dimmen kann. Bestätigen kann ich es nicht, da ich mich mit einem mSD nicht so gut auskenne und nicht weiß, wie ich Ausgänge dimme. Muss ich zuerst recherchieren.

Auch die Machinenraumbeleuchtung ist aus demselben Grund der nicht hoch genug angesetzten Platinen zu unwirklich ausgefallen. Die LEDs befinden sich an der Unterseite der Platine und über jedem Fenster ist eine LED angeordnet. Dabei sind die LEDs so nah am Fenster, dass das Licht zu punktförmig und stechend und überhaupt nicht gleichmäßig ausfällt.

In Punkto Lichtintensität und Farbtemperatur finde ich sowohl die Stirnbeleuchtung als auch die Innenraumbeleuchtungen genau richtig abgestimmt. Dass ein Metallgehäuse nicht durchscheint ist evident. Es scheint aber auch nichts zwischen verschiedenen Teilen und durch Spalten hindurch. In diesem Punkt ist alles in Ordnung. Lediglich die Tischbeleuchtung des Speisewagens finde ich zu hell und werde diese dimmen.

Stirnbeleuchtung:
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In früheren Threads wurde thematisiert, dass das Vorbild eine glänzende Lackierung hatte, dieses Modell aber nur mit einer seidenmatten Lackierung daher kommt. Beides ist richtig. Das Modell ist schon sehr seidenmatt. Nicht einmal ansatzweise glänzend. Das ist de facto eine deutliche Abweichung vom Vorbild. Da stellt sich einem die Frage, wieso diese Abweichung? Die Designer und Konstrukteure bei MäTrix haben das sicherlich nicht einfach nur übersehen. Das muss einen anderen Grund haben. Der RAm TEE von Roco ist nämlich auch seidenmatt. Doch habe ich keine Erklärung für diese Abweichung vom Vorbild.

Darüber hinaus finde ich die Gehäuse außerordentlich gut gelungen. Die Optik ist schlichtweg makellos, die Detaillierung sehr gut. Klar, zwischen dem Gehäusekörper und den Lichtern gibt es einen kleinen Spalt. Das ist wohl konstruktionsbedingt auf das Metallgehäuse zurück zu führen. An so einer Stelle ist die Herstellung eines Plastikteils einfacher. Die entscheidende Frage aber ist, ob das störend ist. Und ich empfinde es nicht als störend. Es fällt auch nicht auf, wenn man nicht genau da hin schaut. Natürlich, unter der Lupe und bei hochauflösenden Fotos kann man es nicht übersehen, aber wenn man das Gehäuse einfach nur vor den Augen in der Hand hält, fällt es so gut wie garnicht auf.

Genauso wie die Gehäuse selbst, finde ich auch die Konstruktion an sich sehr gut. Der ganze Zug ist wertig und solide gebaut. Die vier 'Metallklötze' machen einen wahrlich imposanten Eindruck. Das ist wirklich positiv an dem Zug und des Hervorhebens wert. Ebenfalls besonders positiv ist die Art, wie die Faltenbälge gelöst wurden. Die Faltenbälge liegen immer aneinander an. In der Kurve schlägt der Zug zwar aus - das ist nun mal im Modellbereich so - aber die beiden Faltenbälge bleiben durch ihre Aufhängung und Federung stets beieinander und auch erstaunlich parallel zueinander. Da die Faltenbälge abgerundet sind, fallen keine Ecken und kanten auf und so sieht das ganze echt gut aus. Das ist mal eine geniale Idee. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das Roco seinerzeit bei seinem RAm TEE ebenfalls so gelöst. Finde ich wirkrlich gut, dass eine gute Lösung von mehreren Herstellern übernommen wird.

Dachgarten:
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Drehgestelle:
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Die Lüfter auf dem Dach des angetriebenen Wagens fallen sehr gut aus. Man hat den Eindruck, dass es sich um echte Lüfter handelt, die sich drehen lassen. So gut ist der Eindruck. Die Detaillierung der Drehgestelle hingegen ist in Ordnung. Die Drehgestelle sind nicht schlecht, muten aber ein wenig nach Kunststoff an. Das habe ich bei anderem Rollmaterial schon besser umgesetzt gesehen. Die Stromabnahmebleche wiederum fallen garnicht auf. Sobald der Zug auf den Gleisen steht, muss man schon von unten ganz genau hinschauen, um die Stromabnahmebleche zu erkennen. Wer will, kann sie natürlich schwarz anmalen. Als nötig empfinde ich es jedoch keineswegs. Sie fallen einfach nicht auf.

Abweichungen zum Vorbild werde ich wohl nicht zuverlässig erkennen können, da ich kein absoluter Bahnexperte bin. Aber das, was ich bei den Drehgestellen und auf dem Dach sehe, ist sehr, sehr detailliert und filigran ausgeführt.

Das Kuppeln der Wagen geht recht gut von der Hand: In etwa so, wie das bei den ICE 3 von MäTrix und von Piko der Fall ist. Ist zwar ein Tick filigraner, als beim ICE 3, das Prinzip der Kupplung ist aber gleich. Selber habe ich die Kuppelhilfe beim ersten Kuppeln nicht benötigt. Dennoch werde ich sie künftig verwenden, weil sie verhindert, dass die Kupplungen verbogen werden, was Missgeschicke unterbindet.

Bedruckung

Bedruckung Seitenansicht 1:
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Bedruckung Seitenansicht 2:
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Bedruckung Front:
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Draufsicht:
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Die Bedruckung des Zuges ist über jeden Zweifel erhaben. Sie ist super sauber ausgeführt und die Ränder sind durchgehend scharf umrissen. Es lässt sich alles lesen. Auch die kleinen Beschriftungen, für die man eine Lupe benötigt, sind unter einer Lupe lesbar. Die Gehäuse weisen keinerlei Druckfehler oder andere Makel auf. Sie sind schlichtweg makellos.

Einzig eine Kleinigkeit muss ich hier negativ erwähnen: Die Bedruckung der Scheibenwischer. Die Scheibenwischer sind keine separaten Teile, sondern sind an der Frontscheibe und an dem Gehäuse angespritzt. Das ist erst einmal nich so schlimm. Schlimm finde ich, dass der Teil der Scheibenwischer an der Scheibe silbern angemalt ist und der Teil am Gehäuse weinrot. Das sieht nicht wirklich überzeugend aus. Das werde ich von Hand anmalen müssen. Na ja, ist auch nicht das erste Modell, bei dem ich noch die eine oder andere Kleinigkeit nachbessern muss, um vollauf zufrieden zu sein.

Elektronik

Der Zug hat eine stromführende zehnpolige Kupplung. Das reicht neben einer Schleiferumschaltung für die folgenden Lichtapplikationen:
  • Spitzensignal
  • Zugschlussbeleuchtung
  • Führerstandsbeleuchtung
  • Fahrgastraumbeleuchtung
  • Tischbeleuchtung im Speisewagen
Mit dem Rückleiter Decoder+ sind das sechs Leitungen. Über die anderen vier Leitungen wird der Gleisstrom für die Schleiferumschaltung transportiert: Pro Pol werden zwei Leitungen/Pins verwendet. Ich vermute, das dient der Betriebssicherheit, denn ein Zug kann schon mal ein Ampere oder mehr ziehen und das könnte bei den sehr dünnen Litzen knapp werden.

Das Relais der Schleiferumschaltung wird über Aux3 und Aux4 geschaltet. Die Leiterbahnen gehen direkt vom Schnittstellen-Pin zum Relais. Ich sehe keine verstärkende Komponente dazwischen. Hm, handelt es sich bei dem Decoder um eine MKL-Decoder? Das muss ich noch mal genau nachmessen, um es zu bestätigen.

Aux1 und Aux2 gehen direkt zur Kupplung. Die steuern die Tischlampen und die Fahrgastraumbeleuchtung an. Aux0f und Aux0r gehen ebenfalls direkt auf die Kupplung. Das Spitzensignal und die Zugschlussbeleuchtung des nicht angetriebenen Steuerwagens sind demnach mit der des angetriebenen Steuerwagens verbunden und lassen sich nicht separat schalten. Das hätte man durchaus auch trennen und separat schaltbar gestalten können, denn die anderen Funktionen werden über SUSI gesteuert. Es stehen damit also noch weitere SUSI-Ausgänge zur Verfügung. Dazu befindet sich vorne an der Platine ein IC. Neben dem IC sind vier Pins, die mit den vier SUSI-Leitungen (CLK, DAT, GND, VPP) verbunden sind, was ein sehr starkes Indiz für die Annahme ist, dass der IC SUSI abbildet. Ja, so kann man es machen. Brawa macht es auch so. Beim RAm TEE hier ist es aber kein echter Zugbus. Vielmehr werden die Ausgänge aus dem IC schon auf der Hauptplatine verstärkt und die verstärkten Signale werden dann zur Kupplung geleitet.

Platine Draufsicht
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Bild in hoher Auflösung

Die Platinen sind mit Torx-Schrauben befestigt. Außerdem sind die Kupplungen über Steckerleisten an die Platinen angebunden. Das gilt für den ganzen Zug. Sprich, mit einem passenden Schraubenzieher ist die Demontage ein Klacks. Die Platine ist übersichtlich. Ich kann keinen Quatsch und auch nichts unerklärliches darauf finden. Der Konstrukteur hat hier nicht philosophiert sondern hat geradewegs und nüchtern eine Platine entworfen, die genau das tut, was sie soll. Sie ist straight konstruiert und eindeutig für den Digitalbetrieb entworfen.

Nachfolgend noch die Belegung der Funktionsausgänge.

Code: Alles auswählen

AUX0f Stirnbeleuchtung vorne, Rücklicht hinten
AUX0r Stirnbeleuchtung hinten, Rücklicht vorne
AUX1  Fahrgastraumbeleuchtung
AUX2  Tischbeleuchtung im Speisewagen
AUX3  Relais Schleiferumschaltung
AUX4  Relais Schleiferumschaltung
AUX5  werksseitig nicht belegt
AUX6  werksseitig nicht belegt
------
SUSI  Führerstandsbeleuchtung vorne
SUSI  Führerstandsbeleuchtung hinten
SUSI  Maschinenraumbeleuchtung
SUSI  Gepäckraumbeleuchtung
Ja, genau: Diesmal ist ein SUSI-Anschluss dabei. Zwar nicht als Buchse heraus geführt, aber die Pins für die Buchse und Befestigungslöcher sind da. Es ist ein Anfang. ;)

Fahreigenschaften

Die Fahreigenschaften der Lok sind hervorragend. Extrem gute Langsamfahreigenschaften und ein sauberes Beschleunigen und Verzögern. Den Motor hört man nicht. Super leiser und super geschmeidiger Lauf. Sauberes Ausrollen. Lediglich beim Anfahren habe ich einen kleinen Kritikpunkt. Fährt man langsam an, dann ist alles in Ordnung. Dreht man den Drehregler hingegen abrupt auf, dann fährt die Lok nicht langsam los, sondern ebenfalls abrupt. Nicht falsch verstehen, das ist kein mechanischer Anfahrruck. Das ist die Regelung. Wird wohl irgendeine Einstellung im Decoder sein, die das Beschleunigungsverhalten beeinflusst. Muss ich noch recherchieren.

Der Zug ist angemessen schnell. Da in dem Thread von Henry die Geschwindigkeit zur Sprache kam, habe ich mal kurz per Stoppuhr gestoppt. Natürlich ist das keine super-präzise Messung. Allein schon eine Parallaxe lässt sich bei meiner sehr einfach gestalteten, manuellen Messmethode nicht vermeiden. Aber als Annäherung taugt es allemal. Nun, voll aufgedreht legt der Zug 168cm in 3,3s zurück. Rechnen wir das mal aus.

Code: Alles auswählen

(1:87) | v [m/s]  = 1,68m / 3,3s = 0,50909091m/s
(1:87) | v [km/h] = 0,50909091m/s * 3,6 = 1,83272728km/h
 (1:1) | v [km/h] = 1,83272728km/h * 87 = 159,447273km/h
Diese kurze Rechnung zeigt also eine Maximalgeschwindigkeit von ca. 160km/h auf. Das ist für mich gut genug. Der Zug ist für mich gefühlt weder zu langsam noch zu schnell (ungeachtet der unbestimmten Toleranzen bei meiner manuellen Messung).

Die werksseitigen Motor-Parameter des werksseitig verbauten mSD3 Decoders lauten wie folgt.

Code: Alles auswählen

CV02 =   6 - Minimalgeschwindigkeit
CV05 = 235 - Maximalgeschwindigkeit
CV51 =   0 - Regelparameter I slow
CV52 =   0 - Regelparameter K slow
CV53 =  90 - Regelungsfrequenz
CV54 = 100 - Regelparameter K
CV55 =  50 - Regelparameter I
Sound

In dem Thread von Henry wurde auch viel über den Sound diskutiert. Auch wenn ich sehr viel Wert auf guten Sound lege, ist für mich zum RAm TEE eine solche Diskussion eher akademisch, da es keine hinreichenden Aufnahmen des Vorbilds gibt. Da mir die Referenz also fehlt ist alles, was ich gleich zum Sound schreiben werde, mein ganz persönlicher Eindruck.

Prinzipiell finde ich den Sound nicht schlecht. Echt nicht schlecht. Da ich aber nur zwei weitere mSD habe - einen im TGV Duplex (Ellok) und einen in der BR 01-202 (Dampflok) - und keinen mit Diesel-Sound, kann ich nicht sagen, ob es sich hierbei um den berüchtigten Baukastensound handelt, oder ob sich MäTrix diesmal ein wenig mehr Mühe gegeben hat. Aber schlecht finde ich den Sound erst einmal nicht (wie gesagt, kenne die Referenz nicht). Zu leise finde ich den Sound auch nicht. Der Diesel alleine kommt einem zunächst leise vor, wenn man aber losfährt und sich die Turbos zuschalten, dann ist der Zug durchaus laut. Man erahnt dann das Donnern, das der Zug hervorrufen sollte. Ja, leider nur sollte, denn dem Sound fehlt es total an Bass und Tiefe. Ich kann jetzt nicht sagen, ob das am Lautsprecher oder an dem Soundprojekt liegt. Eigentlich ist der Lautsprecher nicht klein und er ist auch an einen ausreichend großen Resonanzraum montiert. So schwachbrüstig sollten die Bässe bei diesem Setup nicht sein.

Mit dem Sound muss ich mal rumspielen. Vielleicht den Lautsprecher mal umdrehen. Ob das was hilft? Oder vielleicht auch den Lautsprecher tauschen. Was mir auffällt ist, dass der Resonanzraum keine dieser kleinen Bohrungen aufweist, durch welche die Schallwellen entweichen können. Der Resonanzraum ist von allen Seiten komplett zu; auch von unten. Bin hier kein Experte und weiß nicht, ob das eine Bewandtnis hat. Aber andere Züge und Loks haben im Boden immer diese kleinen Bohrungen. Kann es daran liegen? Nun, wie gesagt, muss mal ein wenig rumprobieren. Werde dann berichten.

Fazit

Das ist nicht mein erster Triebzug von Trix. Es ist mein zweiter. Ich habe noch den TGV Duplex, den ich sehr gut gelungen finde. Genauso finde ich diesen RAm TEE sehr gut gelungen. Das Meiste an ihm ist schlichtweg stimmig. Dazu kommt dann noch das Metallgehäuse. Es ist übrigens auch nicht mein erstens Metallgehäuse. Ich habe drei Loks von Trix mit Metallgehäuse. Dennoch ist dieser Zug hier, bestehend aus den vier 'Metallklötzen', doch was anderes, ja besonderes. MäTrix stellt mit diesem Zug einen Paukenschlag auf die Schienen. Das muss denen erst einmal einer nachmachen. Und die konstruktionsbedingten kleinen Unstimmigkeiten, wie z.B. der Spalt zwischen Gehäusekörper und Lichter, oder die Scheibenwischer, fallen entweder kaum auf oder lassen sich mit ganz einfachen Mitteln korrigieren.

Schade finde ich, dass die Platinen der Fahrgastraumbeleuchtung zu kurz sind und daher nicht den Türbereich ausleuchten. Und der Sound überzeugt nicht, es fehlt ihm an Tiefe. Dem gegenüber stehen eine außerordentlich gute Verarbeitung, gutes Fahrverhalten, makellose Bedruckung, eine richtig ausgeklügelte Lösung mit dem Faltenbalg, überzeugendes Platinendesign, viele elektronische Gimicks und vieles mehr. Alles das sehr, sehr solide und überzeugend. Bei alledem ist kaum bis kein Platz für Kritik. Und wenn, dann ist es Meckern auf allerhöchstem Niveau.

Auf diesen formschönen 'Metallklotz' hatte ich richtig Bock und freute mich entsprechend darauf. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Im Gegenteil. Kein Modell ist perfekt, so auch dieses nicht, aber dieses Modell kommt an mein eigenes Prädikat eines Rundum-Sorglos-Pakets schon sehr nahe heran. Das hier ist ein wirklich sehr ernst zu nehmendes Modell eines RAm TEE.

Es handelt sich insgesamt um einen guten bis sehr guten Zug. Meine Note: 1-2.
Zuletzt geändert von persus am Sa 5. Sep 2020, 20:08, insgesamt 7-mal geändert.
Gruß
Pero
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#3

Beitrag von persus »

Gruß
Pero

OttRudi
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#4

Beitrag von OttRudi »

Persus,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich freue mich auf mein Märklin Modell. Eine kleine Anmerkung Aitrang liegt nicht der Schweiz sondern im Allgäu (Bayern)

supermoee
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#5

Beitrag von supermoee »

persus hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 01:24 Was mir auffällt ist, dass der Resonanzraum nicht diese kleinen Bohrungen aufweist, durch welche die Schallwellen entweichen können. Der Resonanzraum ist von allen Seiten komplett zu; auch von unten.
Hallo,

ist bei den hier so hoch gelobten Zimo Zuckerwürfel auch nicht anders.

Gruss

Stephan
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Bodo Müller
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#6

Beitrag von Bodo Müller »

persus hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 01:23 Angetrieben wurde der Zug mit zwei Dieselmotoren des Typs Werkspoor RUHB 1616 mit V-16 Zylindern und je 1000PS Leistung. Ein weiterer Dieselmotor des Typs Werkspoor 168 mit 8 Zylindern und 300PS Leistung betrieben den Generator, der das Bordnetz, die Küche und die Klimaanlagen mit Strom versorgte.
Hallo,

in deiner Einleitung/Zusammenfassung fehl der Hinweis, daß es sich bei den Motorwagen um einen dieselelektrischen Antrieb handelt! Der Triebkopf wurde nicht von den beiden RUHB 1616 mit V-16 Zylinder Motoren direkt angetrieben, sondern diese leiferten den Strom für die beiden Fahrmotoren:

Sie trieben einen Gleichstromgenerator an, der die beiden ständig parallelgeschalteten Fahrmotoren in einem Drehgestell mit einer Spannung von maximal 650 V versorgte. Ein dritter Dieselmotor mit einer Leistung von 300 PS trieb einen 220/380-V-Drehstromgenerator an, der die elektrische Energie für das Bordnetz der Wagen mit den Klimaanlagen und die Speisewagenküche lieferte.
Viele Grüße,
Bodo Müller

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oligluck
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#7

Beitrag von oligluck »

Hallo Pero,
angenehm ausführlicher und neutral formulierter Bericht! :gfm:

Mich interessiert dieses Gefährt nicht, da es nicht in meine Epoche passt, sieht aber schick aus!

Bedauerlich finde ich deine Anmerkungen zum Sound: im Jahre 2020 sollte eigentlich jeder Hersteller das in den Griff kriegen.
Bei einem Vitrinenmodell egal, aber dieser Zug schreit ja förmlich danach, bewegt zu werden.
(und dann darf er auch selber schreien, nöch?)

Viele Grüße,
Oliver
Bleibt alle gesund!
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persus
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#8

Beitrag von persus »

Danke für die Korrekturen, Bodo und Rudi. Habe ich eingearbeitet.
Gruß
Pero
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LangerHeinrich
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#9

Beitrag von LangerHeinrich »

Vielen Dank Pero,

für den einmaligen und sehr detaillierten Bericht. Ich habe keine weiteren Fragen
mehr zu dem Modell und freue mich auf "mein" AC-Modell. Ein Bahnhofsgleis habe
ich auf meiner Anlage schon mal "freigeräumt" - Man freut sich drauf ! :sabber:
Viele Grüße von Heinrich

aus dem Osnabrücker Modellbahnland
--------------------------------------
Meine Anlage: "guggst" Du hier: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=76258
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#10

Beitrag von mond1969 »

Hallo,

Hier noch ein paar technische Details zum Decoder:

Die Innenbeleuchtung liegt auf AUX1 und läst sich über CV121 dimmen.
Die Tischlampen sind an AUX2 angeschlossen.
An AUX3+4 ist das Relai für den Umschalter der Stromabnahme angeschlossen

Die Lautstärke der Geräusche lassen sich über folgende CVs einstellen
(zuvor CV31=16; CV32=0 stellen):
CV300 Fahrgeräusch
CV301 Kurzhorn hoch
CV303 Signalhorn hoch
CV304 Kurzhorn tief
CV307 Hilfsdiesel
CV309 Lüfter
CV313 Schaffnerpfiff
CV314 Druckluft ablassen
CV315 Diesel nachfüllen
CV316 Kompressor
CV317 Sanden
CV318 Bahnhofsdurchsage SBB
CV319 Türen schließen
CV321 Signalhorn tief
CV322 Bahnhofsdurchsage französisch
CV323 Zughistorie ( undokumentiert, über F27 abrufbar)

Den Lautsprecher habe ich gegen ein ESU 23mm mit 4Ohm und 1,5W getauscht und mit der Membran nach oben in die vorhandene Schallkapsel luftdicht eingekebt(von diesen habe ich noch einige aus Umbauten mit dem LS4 übrig). Dadurch kann man die Tiefen des Fahrgeräusch besser hören und der Fahrsound wirkt etwas kräftiger.
CV63 habe ich auf 235 eingestellt.
Das Fahrgeräusch und die Signalhörner habe ich etwas lauter eingestellt, den Hilfsdiesel, Lüfter und Kompressor etwas leiser.

Das Licht vorne und Schlusslicht rot hinten ist an Licht Vorne angeschlosen, Licht hinten und Schlusslicht rot vorne an Licht Hinten.
Führerstand vorne an SUSI F6, hinten an SUSI F8.
Maschinenraum an SUSI F12
Licht Gepäckraum an SUSI F13.
Alle SUSI-Ausgänge lassen sich nicht dimmen (habe jedenfalls dazu keine CV im SUSI-Bus gefunden)

Gruß Markus
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#11

Beitrag von persus »

Hallo Markus,

vielen Dank für deine Infos. Muss ich dann schon nicht selber alles nachmessen. Arbeite ich gleich in meinen Bericht ein. Auch danke für den Tipp mit dem Lautsprecher. Den werde ich beherzigen.

:gfm: :gfm: :gfm:
Gruß
Pero

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#12

Beitrag von Railwolf »

Hallo,

zunächst herzlichen Dank für die ausführliche und ausgewogene Beschreibung!

Zu einem Detail eine Bemerkung:
persus hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 01:23 Aux0f und Aux0r gehen ebenfalls direkt auf die Kupplung. Das Spitzensignal und die Zugschlussbeleuchtung des nicht angetriebenen Steuerwagens sind demnach mit der des angetriebenen Steuerwagens verbunden und lassen sich nicht separat schalten. Das hätte man durchaus auch trennen und separat schaltbar gestalten können
Da stimme ich dir prinzipiell zu, zumal die Züge für Doppeltraktion ausgerüstet waren. Außerhalb der Schweiz mußte dabei sicher das Licht über den Kupplungen ausgeschaltet sein.
Aber hat der Zug eine grundsätzlich funktionsfähige Kupplung an den Führerständen, mit der eine Doppeltraktion hergestellt werden kann?

Und eine Anmerkung an Bodo Müller: Wenn du zitierst, gib deine Quellen an.
Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺

supermoee
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#13

Beitrag von supermoee »

mond1969 hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 19:27
An AUX3+4 ist das Relai für den Umschalter der Stromabnahme angeschlossen
Hallo Markus,

Wieso sollten zwei Ausgänge mit dem Relais besetzt sein? Ein Ausgang reicht völlig dafür.

Gruss

Stephan
MM freie Zone, während DCC sich bei der Steuerung von Loks immer breiter macht. Sonst mfx.
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mond1969
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#14

Beitrag von mond1969 »

Hallo Stephan,

Bedingung Vorwärts löst AUX4 aus
Bedingung Rückwärts AUX3.
Je nach Fahrtrichtung ist dann entweder AUX 3 ODER 4 immer aktiv.
Vermute mal das ein Bistabiles Relais verbaut wurde das durch die beiden Ausgänge dann immer exakt geschaltet wird.

Gruß Markus

Volldampf
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#15

Beitrag von Volldampf »

mond1969 hat geschrieben: Sa 5. Sep 2020, 08:18

Vermute mal das ein Bistabiles Relais verbaut wurde das durch die beiden Ausgänge dann immer exakt geschaltet wird.

Gruß Markus
Das Relais müsste auf der Platine ja zu finden sein und da steht bestimmt ein Hersteller mit einer Artikelnr drauf.
Liebe Grüße
Michael
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#16

Beitrag von persus »

persus hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 01:23 Platine Draufsicht
Bild
Bild in hoher Auflösung
Es handelt sich um ein bistabiles Relais (2-Coil-Latching). Das konkrete Relais ist ein Klassiker: Panasonic TQ2-L2-12V (siehe Foto).

Theoretisch kann man eine Schleiferumschaltung auch mit einem monostabilen Relais realisieren. Allerdings ist mir bisher noch nie eine Schleiferumschaltung mit einem monostabilen Relais untergekommen. Roco und Fleischmann verwenden ein 1-Coil-Latching Relais, bei dem die Relaisspule in Reihe mit dem Motor geschaltet ist. MäTrix verbaut ein 2-Coil-Latching Relais und schaltet die beiden Spulen mit Aux3 und Aux4.
Gruß
Pero

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#17

Beitrag von mike c »

persus hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 01:23

Insgesamt wurden von diesen Zügen fünf Exemplare gebaut: Zwei fuhren unter den Insignien der SBB, drei unter den Insignien der NS. Alle fünf Züge waren aber in Zürich beheimatet.
  • SBB RAm 501 TEE »Edelweiss« (Zürich–Basel–Straßburg–Luxemburg–Brüssel–Amsterdam)
  • SBB RAm 502 TEE »L'Arbaléte« (Zürich–Basel–Mülhausen–Belfort–Paris)
  • NS DE IV 1001 »L’Oiseau Bleu« (Paris–Brüssel)
  • NS DE IV 1002 »Étoile du Nord« (Amsterdam–Brüssel–Paris)
  • NS DE IV 1003 »Bavaria« (Zürich–München)
(Anmerkung: Die einzelnen Züge lassen sich nicht generell auf die Läufe und Bezeichnungen der TEE zuweisen, sondern wurden durchaus kombiniert.)
Ich verstehe nicht.

Es gab 5 Triebzüge. Sie waren wie folgt eingesetzt: (4 in Betrieb, 1 als Reserve)

Tag 1: Zürich - Amsterdam
Tag 2: Amsterdam - Paris ,Paris - Brussels
Tag 3: Brussels - Paris, Paris - Amsterdam
Tag 4: Amsterdam - Zürich
Tag 5: Unterhalt (Zürich)

Es gab jeden Tag ein Einheit auf Tag 1 und so weiter...

MfG

Mike C
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#18

Beitrag von persus »

Mike, du hast Recht, das habe ich ungünstig formuliert. Dennoch, jetzt verstehe ich was nicht mehr: Die Strecke TEE L'Arbaléte, wie reiht sie sich in die von dir beschrieben Rotation ein?
Gruß
Pero
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LangerHeinrich
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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#19

Beitrag von LangerHeinrich »

Der befahrbare Mindestradius,

ist für den TEE Ram, mit 437,5 mm angegeben. Ein Befahren mit 360 mm wäre auch möglich,
allerdings ohne Beachtung des Lichtraum-Profils.

Kann jemand eine Bildaufnahme von der Situation beim Durchfahren des R1-Radius machen?
Würde mich interesseiren wie das Erscheinungsbild so rüberkommt. Wie weit schwenken die
Wagen aus ? Im Bereich des "Vertretbaren" ?

Vielen Dank für eine Rückinfo !
Viele Grüße von Heinrich

aus dem Osnabrücker Modellbahnland
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Meine Anlage: "guggst" Du hier: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=76258

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#20

Beitrag von lokfan »

Hallo, mein Märklin Tee RAM läuft sich gerade warm(kann leider kein Foto schicken),R1 sieht aber fürchterlich aus ab R2 läuft er perfekt. Die Kupplungshilfe ist etwas knifflig,man benötigt 3 Hände und muß anschließend die Räder wieder auf der Schiene einfädeln! :mrgreen: Aber ansonsten ein tolles Teil . :gfm:
Danke für die tolle Vorstellung.
Gruß Jürgen

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#21

Beitrag von DG-300 »

Hallo zusammen, Hallo Pero,

erstmal ein ganz Dicker Dank für Deinen Bericht, ich konnte heute meinen auch abholen.
Und habe allerdings beim vierten Wagen Probleme mit der Kupplung.
Der Wagen hat sich heute Abend mindestens 10 mal gelöst.
Erst gehen die Lichter aus und dann geht es noch ein paar Runden und er hängt den letzten Wagen ab.
Es ist immer der gleiche Wagen und ich habe nichts wirklich gefunden.
In meinem Anlagen Thread sind auch Videos verlinkt.
Hat jemand eine Idee?
Werde morgen Abend nochmal drangehen, sonst muss er wohl ins BW nach Göppingen.

@Langer Heinrich
ich habe auch ein Video gemacht im R1
lg Björn

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#22

Beitrag von mond1969 »

Hallo Heinrich,

beim Ankuppeln solltest du unbedingt die Ankuppelhilfe benutzen, sonst kann es passieren dass sich die Kupplungen nach unten verbiegen und nicht richtig einrastet. Prüfe auch mal ob sich in der einen Kupplung nicht die Stifte verbogen haben.

Gruß Markus

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#23

Beitrag von DG-300 »

Hallo Markus,

ich glaube Du meinst mich, ja ich habe die Ankuppelhilfe benutz.
Ich habe das Problem hoffentlich heute gelöst indem ich den letzten Wagen manuell auf der Seite liegend angekuppelt habe. Hat jetzt fast 2 Stunden fahrbetrieb gehoben.
Bilder in meinen Anlagenthread.
lg Björn

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Re: Testbericht Trix 22976 RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#24

Beitrag von mond1969 »

mond1969 hat geschrieben: Fr 4. Sep 2020, 19:27 Hallo,

Hier noch ein paar technische Details zum Decoder:

Die Innenbeleuchtung liegt auf AUX1 und läst sich über CV121 dimmen.
Die Tischlampen sind an AUX2 angeschlossen.
An AUX3+4 ist das Relai für den Umschalter der Stromabnahme angeschlossen

Die Lautstärke der Geräusche lassen sich über folgende CVs einstellen
(zuvor CV31=16; CV32=0 stellen):
CV300 Fahrgeräusch
CV301 Kurzhorn hoch
CV303 Signalhorn hoch
CV304 Kurzhorn tief
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CV314 Druckluft ablassen
CV315 Diesel nachfüllen
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CV319 Türen schließen
CV321 Signalhorn tief
CV322 Bahnhofsdurchsage französisch
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Den Lautsprecher habe ich gegen ein ESU 23mm mit 4Ohm und 1,5W getauscht und mit der Membran nach oben in die vorhandene Schallkapsel luftdicht eingekebt(von diesen habe ich noch einige aus Umbauten mit dem LS4 übrig). Dadurch kann man die Tiefen des Fahrgeräusch besser hören und der Fahrsound wirkt etwas kräftiger.
CV63 habe ich auf 235 eingestellt.
Das Fahrgeräusch und die Signalhörner habe ich etwas lauter eingestellt, den Hilfsdiesel, Lüfter und Kompressor etwas leiser.

Das Licht vorne und Schlusslicht rot hinten ist an Licht Vorne angeschlosen, Licht hinten und Schlusslicht rot vorne an Licht Hinten.
Führerstand vorne an SUSI F6, hinten an SUSI F8.
Maschinenraum an SUSI F12
Licht Gepäckraum an SUSI F13.
Alle SUSI-Ausgänge lassen sich nicht dimmen (habe jedenfalls dazu keine CV im SUSI-Bus gefunden)

Gruß Markus
Hallo zusammen,

bin gestern vom Urlaub zurückgekommen und habe nochmals nach den SUSI-Ausgängen geschaut. Im SUSI-BUS habe ich jetzt doch die CV's zur Dimmung gefunden:

CV944 Gepäckraum
CV950 Maschinenraumbeleuchtung
CV953 Führerstands Beleuchtung 2
CV956 Führerstands Beleuchtung 1

Alle Ausgänge sind auf 255 eingestellt, somit kann man alle nur dunkler einstellen.

Für die "Normalen" Ausgänge sind folgende CV's zur Dimmung verantwortlich:

CV113 Licht vorne (mit Rot hinten)
CV117 Licht hinten (mit Rot vorne)
CV121 AUX1 (Wagen Innenbeleuchtung)
CV125 AUX2 (Tischlampen)

Ich habe auch gestern Abend einen Dauerfahrtest von 4 Stunden auf meiner Teststrecke im Hobbykeller gemacht (3m lange Gerade auf der einen Seite, dann eine 180° Kurve mit R3 zur Umkehr, in einer Schlangenlinie zurück mit R2 und R1 im Wechsel und wieder zur Umkehr auf die lange Gerade mit R2). Nach 30 Minuten immer wieder angehalten und nach den Anschlusskabeln am Triebkopf und Steuerwagen in den Drehgestellen geschaut. Was ich vor meinem Urlaub befürchtet habe ist leider eingetreten. Die Kabel zur Stromabnahme haben sich zuerst nach ca. 1-2h am Steuerwagen "abgenoddelt", am Triebkopf nach ca.3h zuerst vorne das rote und nach etwa 4h auch das braune. Habe alle entsprechend wieder angelötet und die Kabel mit einer Schlaufe so verlegt, dass sich diese an der Lötstelle beim Verdrehen nicht mehr "abnoddeln".

Diese Tests mache ich immer auch bei meinen eigenen Umbauten, da sich die Kabel bei falschem Verlegen immer mal wieder an den Lötstellen an den Kontaktradschleifern in den Drehgestellen lösen bzw. "abnoddeln".

Insgesamt finde ich die Fahrwerke und Drehgestelle etwas "billig" ausgeführt. Für einen Zug der 899EUR kostet eigentlich ein Witz. Hier hätte Mätrix aus meiner Sicht etwas Solideres machen können als wie solche Plastikdrehgestelle, die für mich nicht sehr stabil wirken. Man muss da schon sehr aufpassen das man da nichts abbricht, wenn man da ran geht. Der Preis wurde wohl hauptsächlich wegen den Metallgehäuse der Wagen und der Lackierung so hoch angesetzt.

Mal abwarten wie sich die Abnutzung der Fahrwerke nach einigen Betriebsstunden darstellt. Da kann man nach 4h Fahrbetrieb noch keine Aussage treffen.

Optisch finde ich den Zug sehr schön, würde ihn aber in dieser Ausführung mit diesen Drehgestellen nicht nochmal kaufen. Da bin ich doch etwas enttäuscht. Das hätte man in Göppingne besser machen sollen.

Gruß Markus
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Re: Testbericht Trix 22976 / Märklin 39706: RAm 501 TEE »Edelweiss« der SBB

#25

Beitrag von LangerHeinrich »

Hallo Markus,

kannst Du das genaue Schadensbild, zu Deiner u.g. Beschreibung, mal in Form eines Bildes einstellen? Danke !
Ein "Abnoddeln" kannte ich bisher nicht...

Zitat von Dir: "Die Kabel zur Stromabnahme haben sich zuerst nach ca. 1-2h am Steuerwagen "abgenoddelt", am
Triebkopf nach ca.3h zuerst vorne das rote und nach etwa 4h auch das braune. Habe alle entsprechend wieder an-
gelötet und die Kabel mit einer Schlaufe so verlegt, dass sich diese an der Lötstelle beim Verdrehen nicht mehr
"abnoddeln".
Viele Grüße von Heinrich

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