Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

Bereich für alle Themen der vorlbildgerechten Modellbahn, wie Zugbildungsvorschläge, Vorbildinformationen oder Betriebsabläufe im Vorbild und Ihre Umsetzung bei der Modellbahn.
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Claus B
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.4

#51

Beitrag von Claus B »

Hallo alle zusammen,
Remo Suriani hat geschrieben:
Fr 22. Mai 2020, 11:40
Hallo Claus,

bevor ich antworte nochmals - DANKE AN ALLE! :gfm:
Ich hoffe, ich kann nun beruhigt mit der Planung beginnen und den Abzweig so bauen. Falls sich wieder erwarten noch ein Fehler versteckt hat bitte ich um Korrektur - wenn nicht bitte ich um "Freigabe der offiziellen Stellen" oder ein einfaches 'bau es so'!.
Zwei kleine Anmerkungen.
fährt die DB Lok bis an eines der H-Zeichen (Halt für DB Lok)
Bitte drauf achten, dass es keine klassische "H"-Tafel (Ne5) mit Zusatzschild, sondern ein eigenes Schild ist. Das Ne5 ist ein Signal mit feststehendem Begriff, der hier nicht passt (z.B. nur für Zugfahrten). Es wäre eher ein Freitextschild. So wie hier (ich weiß aber nicht, wie lange der Link geht, da eine ebay-Auktion) https://www.ebay.ie/itm/Halt-fuer-Bunde ... 3051242071
Schild ist abgespeichert - ich muss schauen wie ich so etwas mit meinen Mitteln hinbekomme. So etwas wird dann in der Zeche stehen. Danke für den Tipp - ich Dummy hätte wahrscheinlich blauäugig eine H Tafel aufgestellt.
Richtung C wird das Ra 10 kurz vor dem Signal stehen.
Das Ra10 muss mindestens im Gefahrpunktabstand hinter de Signal stehen (je nach Streckengeschwindigkeit 100-200m). Auch wenn das im Modell umgerechnet nicht geht, sollte zwischen Esig und Ra10 ein deutlich sichtbarer Abstand sein. Ich werde das Ra 10 nur so weit von der Zechenweiche aufstellen, das eine 50er locker zwischen Weiche und Ra 10 stehen kann. Das gibt dann etwas Abstand zum S 2 (so viel eben auf meinem Modell Layout geht - Abstände wie beim Vorbild sind bei meinen Kellerausmessungen eben nicht drin :( - leider. ).
Dafür wäre es aber innerhalb des Bahnhofs auch kein Problem, dass die Zechenloks selber die Wagen zum Sammelbahnhof bringt, wo dann die DB übernimmt, oder die DB den im Sammelbahnhof angekommen Leerwagenpark einfach mit der Zuglok zurück in die Zeche schiebt. Diese Aussage erhöht meinen Rangierspass noch - alle Möglichkeiten stehen mir da offen. :gfm:

Noch eine kleine Anmerkung eher für den Hinterkopf Die Weiche auf den Schutzstumpf in der Zeche müsste noch auf die Hebelbank, weil die als Flankenschutzweiche für die Zugfahrten mit unter der Kontrolle des Fdl sein muss. O.K. ein zusätzlicher Hebel für die Schutzweiche wird eingesetzt ! Formsperrsignale haben auch immer einen eigenen Hebel und keinen Schalter (blauer Griff mit rotem Ring). Taster gibt es, wenn in mechanischen Stellwerken ein Licht-Sh1 eingebunden ist zum Beispiel mit Lichtsperrsignalen oder am Wartezeichen. Aufgrund dieser Aussage von Epsuedgro44: Auch Hauptsignale fanden Verwendung, überwiegend und schon recht frühzeitig (auch bei mechanischen Anlagen) Lichtsperrsignale in hoher und niedriger Ausführung ! möchte ich ein hohes Lichtsperrsignal einsetzen das ich noch in meiner Kiste gefunden habe - alle anderen Signale sind schon vorhanden und bereitgelegt.
Finale Pläne:
Bild
Bild
Und hier das Gebäude für den Abzweig:
Bild
hmmueller hat geschrieben:
Fr 22. Mai 2020, 14:02
Eine kleine Detailfrage @Claus & alle: Du verwendest in Deiner Zeichnung in der Zeche den Begriff "Hauptsperrsignal". Das hat mich irritiert, weil ich dachte ... dann habe ich am Internet herumgeforscht, und nun meine ich: Dieser Begriff wird in mindestens drei verschiedenen Bedeutungen verwendet (und daher sollte man ihn gar nicht verwenden?):
Sorry in meiner Einfalt habe ich immer angenommen das das Vorwort 'Haupt' für die hohen (egal ob mechanisch oder Licht) gelten. Aber danke für die Aufklärung.
Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby und bleibt gesund.
Glück auf und bis demnächst aus dem fiktiven Essener Stadtteil Altenbeck Bild

Claus
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Remo Suriani
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#52

Beitrag von Remo Suriani »

Hallo Claus,
Schild ist abgespeichert - ich muss schauen wie ich so etwas mit meinen Mitteln hinbekomme
In dem Du mir - natürlich nur bei Gefallen - per Pn Deine Adresse schickst

Bild

Links maßstäblic rechts um den Faktor 1,5 vergrößert, wenn Dir Lesbarkeit vor maßstäblichkeit geht. Ein großteil der Unschärfe ist der Kompression geschuldet. Und bedenke, das linke Schild ist 4,5mm breit.
Viele Grüße
Dirk

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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#53

Beitrag von Railwolf »

Hallo zusammen,

hier habe ich wieder mal viel gelernt. Vielen Dank.

Nur eine Randfrage: wenn die Zufahrt zur Zeche zum Bahnhof gehört, dann ist das als Einfahrsignal bezeichnete Signal doch nun ein Zwischensignal, oder? Die eigentlichen Einfahrsignale sind dann doch die zwei, die die Verzweigung decken (ich sage jetzt nicht Abzweig, weil die Trennung ja jetzt im Bahnhof liegt und nicht auf Strecke), S2 und S3 in den Plänen.
Oder irre ich mich?
Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺

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hmmueller
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#54

Beitrag von hmmueller »

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es das Konzept des "Zwischensignals" noch nicht so lang gibt - zu Formsignalzeiten, also vor 1945, jedenfalls ziemlich sicher nicht. Ich habe irgendwo gelesen (weiß aber nicht mehr wo), dass man damals Hauptsignale im Bahnhof als "wie EInfahrsignale" und "wie Ausfahrsignale" beschrieb; das S1 wäre also ein "Hauptsignal im Bahnhof wie ein Einfahrsignal" oder so ähnlich.

EDIT: In den Fahrdienstvorschriften der DB von 1960 kommt das Wort "Zwischensignal" nicht vor; dafür sehr oft "Einfahrsignal" und "Ausfahrsignal"; z.B. im schon diskutierten §22 "Für Züge, die einen Bahnhof d u r c h f a h r e n sollen, darf das Einfahrsignal erst auf Fahrt gestellt oder freigegeben werden, wenn die Ausfahrt frei ist. Wo Ausfahrsignale vorhanden sind, müssen sie v o r dem Einfahrsignal auf Fahrt gestellt werden" usw. Damit ein Fdl bei Hauptsignalen "mitten im Bahnhof" weiß, wie er mit denen umgehen muss, müssen die also im Bahnhofsbuch wohl als "wie Einfahrsignal zu behandeln" oder "wie Ausfahrsignal ..." beschrieben worden sein.

(Lasse mich gern korrigieren, wenn das anders ist).

H.M.

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Remo Suriani
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#55

Beitrag von Remo Suriani »

Hallo H.M.,

also die heutige Benennung der Signale APRSNF stammt aus dem Jahr 1953 und da werden Zwischensignale explizit genannt.

In einer Regel zu Vorsignalen aus dem Jahr 1939 taucht auf: "Muß[sic] ein Bahnhof durch weitere, zwischen Einfahrsignal und Ausfahrsignal aufzustellende Hauptsignale unterteilt werden, so sind die Ausfahrvorsignale an den letzteren anzubringen und diese ihrerseits durch weitere Vorsignale anzukündigen"
Dort könnte es also den Begriff Zwischensignal tatsächlich noch nicht gegeben haben. Ein Signal in der Funktion eines Zwischensignals aber durchaus.

Für Claus hat das aber keine Relevanz: Das einzige was sich ändern könnte, wäre die Signalbezeichnung, wenn seit 1953 bei ihm die Signale noch einmal umgezeichnet wurden. Das kam aber eigentlich in mechanischen Stellwerken nicht vor (Sie heißen ja meist heute noch nicht APRSNF). Da aber sein Sammelbahnhof schon Lichtsignale hat, gab es dort scheinbar schon Umbauten nach 1953. Das könnte natürlich dafür sprechen, dass man auch mal die Signalbezeichnung im ganzen Bahnhof glatt gezogen hat. Dann würde das "S2" "A", das S3 "B" (oder umgekehrt) und S1 P heißen. Das ursprüngliche Esig des Sammelbahnhofs müsste dann "R" heißen und die "Asigs" des Sammelbahnhof S1/2/3...
Viele Grüße
Dirk

Rheinfort
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hmmueller
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#56

Beitrag von hmmueller »

Danke!
Remo Suriani hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 10:59
also die heutige Benennung der Signale APRSNF stammt aus dem Jahr 1953 und da werden Zwischensignale explizit genannt.
... was die Nicht-Nennung in den Fv etwas interessanter macht. Ich würde meinen, dass das Wort "Zwischensignal" informell gebraucht werden kann (z.B., wenn es um Signalbezeichnungen geht - einfach "ein Hauptsignal "zwischen" Ein- und Ausfahrsignalen einer Richtung") oder formal = mit Betriebsvorschriften verbunden. Vielleicht ist es 1953 noch im ersteren Sinne mehr oder weniger "selbstverständlich" gebraucht worden, aber erst später im zweiten (heute kommt der Begriff ja in der 408 vor, auch mit eigener Abkürzung Zsig; und in allen Varianten, z.B. auch das "Gruppenzwischensignal" ...).
Remo Suriani hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 10:59
In einer Regel zu Vorsignalen aus dem Jahr 1939 taucht auf: "Muß[sic] ein Bahnhof durch weitere, zwischen Einfahrsignal und Ausfahrsignal aufzustellende Hauptsignale unterteilt werden, so sind die Ausfahrvorsignale an den letzteren anzubringen und diese ihrerseits durch weitere Vorsignale anzukündigen"
Dort könnte es also den Begriff Zwischensignal tatsächlich noch nicht gegeben haben. Ein Signal in der Funktion eines Zwischensignals aber durchaus.
Ja, klar sind "Zwischensignale" schon immer aufgestellt worden, wenn Bahnhofsanlagen groß genug oder "interessant genug" waren - das habe ich nie bestritten.

Was ich behaupte (aber nicht belegen kann), weil's nur so für mich Sinn macht, ist, dass solche Signale (z.B.) 1939 dann im Bahnhofsbuch explizit entweder den Ein- oder den Ausfahrsignalen (oder vielleicht beiden) "zugeschlagen" wurden, damit eben klar ist, welche der Fahrvorschriften bei ihnen Gültigkeit haben (ich würde raten, häufiger den Ausfahrsignalen, weil Gleispläne eher "innere Gleisgruppen" haben).
Remo Suriani hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 10:59
Für Claus hat das aber keine Relevanz...
Mhm - sehe ich auch so.

H.M.


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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#57

Beitrag von Epsuedgro44 »

Hallo Hmmueller,

richtig, die Bezeichnung Zwischensignal wurde früher nicht offiziell verwendet, da es bei den alten Stellwerken (mechanisch oder elektro-mechanisch) ja keine richtigen waren sondern sozusagen "zweite Hauptsignale an einem Gleis" .Denn beide waren abhängig von einander.
Als Beispiel nehmen wir ein Gleis vom Einfahrsignal D bis zum Signal E und danach dann nach 380 Metern das "richtige" Ausfahrsignal F.
Zuerst musste man das Signal F auf Fahrt stellen, um dann D in Fahrtstellung bringen zu können.

Als dann in den 1950er-Jahren die Gleisbildstellwerke (Spurplan) aufkamen und somit die Steuerung eines ganzen Bahnhof möglich wurde,führte man auch den Begriff Zwischensignal offiziell ein.
Dadurch konnte man bei größeren Bahnhöfen diese in mehrere "kleinere" unterteilen,was gerade im Güterverkehr natürlich erhebliche Vorteile brachte.

Und seit gut 20 Jahren ist der Begriff dann wiederum eigentlich "Falsch" weil durch die EstW und deren Einbindung in BZ heute viele ZSig eigentlich E/A Signale sind, das sie zu einem virtuellen Bahnhof gehören, der in den "Rechnern" ist .Praktisch sind es aber die alten E oder A Signale von alten Bf, die man zu einem "großen" virtuellen gemacht hat.

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KaBeEs246
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#58

Beitrag von KaBeEs246 »

Epsuedgro44 hat geschrieben:
Mi 27. Mai 2020, 12:53
Als Beispiel nehmen wir ein Gleis vom Einfahrsignal D bis zum Signal E und danach dann nach 380 Metern das "richtige" Ausfahrsignal F.
Zuerst musste man das Signal F auf Fahrt stellen, um dann D in Fahrtstellung bringen zu können.
Hallo zusammen,
das sehe ich z.B. für den Bahnhof Breyell anders. Vor den Zwischensignalen stehen Vorsignale für die Ausfahrsignale. Letztere müssen also offenbar nicht auf Fahrt stehen, bevor ein Zwischensignal Fahrt anzeigt. Zweck der Zwischensignale ist die Möglichkeit des Überholens oder Kreuzens von 2 hintereinander wartenden Zügen zur Erhöhung des Durchsatzes der eingleisigen Strecke.
Fast, wie beim seriellen Schattenbahnhof auf der Modellbahn. :fool:
Die Diskussion hier war für mich sehr interessant und insbesondere weiß ich jetzt dank Haralds Video, wie das mit den gegenläufigen Scheiben bei dreibegriffigen Signalen funktioniert. Glaube ich zumindest...
Und Claus, auf deinen Aufbau mit Zechenanschluss in Wuppertal bin ich dann in 2021 gespannt.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans


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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#59

Beitrag von Epsuedgro44 »

Hallo Hans,

die Frage ist aber , wie der Bahnhof Breyell ursprünglich einmal aussah,denn offensichtlich wurde Bw erst später zu einem "Stellwerk".

Siehe hierzu die Aufnamen davon

Bild


Bild




Siehe hierzu die Aufname davon und vom Stellwerk "Bf


Bild






Wie man sieht, ein deutlicher Unterschied der Bauausführung.

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reinout
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#60

Beitrag von reinout »

Sorry, ich habe glaub ich zwei Wochen fast nicht im Forum hineingeschaut.... ich bin mich noch nicht ganz sicher ob es jetzt klappt.

Mein Problem: die Unterschied zwischen Zugfahrten und Rangierfahrten. Und damit die Plazierung des Ausfahrsignals des Bahnhofs.
Die Sperrsignalen gelten doch für Rangierfahrten? Ich finde es ein bisschen komisch um Zugfahrten zuerst aus dem Bahnhof ausfahren zu lassen als wären es Rangierfahrten um dann nach einige hunderte Meter beim eigentlichen Ausfahrsignal zu kommen.

Was ich ein bisschen erwarte:

- Ausfahrsignale im Bahnhof.
- Abzweigweiche + Zecheneinfahrt ist immer noch Rangierbereich des Bahnhofs.
- "Halt für Rangierfahrten" also hinter die Abzweigweichen, aber natürlich für die Einfahrsignale.
- Das Wärterstellwerk hat ein Wärter, kein Fahrdienstleiter. Ein Bahnhof hat nur ein Fahrdienstleiter.

Ich hoffe, mein Problem ist kein richtiges Problem :)

Reinout
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Bau meiner Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisig, Eifel, 1970.
Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Remo Suriani
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#61

Beitrag von Remo Suriani »

Moin,

zuerst einmal zur Diskussion des historischen Zwischensignals:
Ja, klar sind "Zwischensignale" schon immer aufgestellt worden, wenn Bahnhofsanlagen groß genug oder "interessant genug" waren - das habe ich nie bestritten.
Das war auch nicht als Kritik gemeint, sondern als Bestätigung/Erläuterung
richtig, die Bezeichnung Zwischensignal wurde früher nicht offiziell verwendet, da es bei den alten Stellwerken (mechanisch oder elektro-mechanisch) ja keine richtigen waren sondern sozusagen "zweite Hauptsignale an einem Gleis" .Denn beide waren abhängig von einander.
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Zuerst musste man das Signal F auf Fahrt stellen, um dann D in Fahrtstellung bringen zu können.
Hallo zusammen,
das sehe ich z.B. für den Bahnhof Breyell anders. Vor den Zwischensignalen stehen Vorsignale für die Ausfahrsignale. Letztere müssen also offenbar nicht auf Fahrt stehen, bevor ein Zwischensignal Fahrt anzeigt. Zweck der Zwischensignale ist die Möglichkeit des Überholens oder Kreuzens von 2 hintereinander wartenden Zügen zur Erhöhung des Durchsatzes der eingleisigen Strecke.
Es ist ganz einfach: Unabhängig davon, ob es den Begriff Zwischensignal gab oder nicht, gab es beide Funktionen.

Heute gibt es bei Lichtsignalen Zwischensignale in zwei Varianten: Im Falle von Lang- oder Kurzeinfahrten, wo das jeweils andere Signal mit Kennlicht deaktiviert ist und die klassische Unterteilung in zwei Bahnhofsteile.
Bei Formsignalen ist es ähnlich. Häufiger gab es aus den Gütergleisen in der Mechanik Langausfahrten bei der man hinter dem Signal des Gütergleises erst einmal am Bahnsteig vorbeifuhr und dann das richtige Asig folgte. Da waren die Signale aber nur eine Bahnsteiglänge entfernt, also zu wenig für einen Block. Dann kam der Fall mit den gekoppelten Signalen zum Einsatz. Erst wurde das Asig auf Fahrt gestellt und dann das Signal im Gütergleis.

Auf der anderen Seite gab es aber auch schon Bahnhöfe mit zwei Bahnhofsteilen (die dann meist je eigene Fahrdienstleiter hatten, da sonst der Bereich zu groß gewesen wäre) bei denen es eine saubere Unterteilung gab, so wie man heute ein Zwischensignal kennt. Vorsignalisierung gab es dann meist aber nur für die durchgehenden Hauptgleise.
Mein Problem: die Unterschied zwischen Zugfahrten und Rangierfahrten. Und damit die Plazierung des Ausfahrsignals des Bahnhofs.
Die Sperrsignalen gelten doch für Rangierfahrten? Ich finde es ein bisschen komisch um Zugfahrten zuerst aus dem Bahnhof ausfahren zu lassen als wären es Rangierfahrten um dann nach einige hunderte Meter beim eigentlichen Ausfahrsignal zu kommen.
In Claus' Fall würden die Züge aus dem Sammelbahnhof ganz normal als Zugfahrt ausfahren. Sie bekommen Fahrt am Gruppenausfahrt des Sammelbahnhofsteils und dann auch am Bahnhofsteil "Zechenabzweig" ebenfalls. Es sind nur zusätzlich auf dem Gleis zwischen den zwei Bahnhofsteilen Rangierfahrten möglich. Für die Züge macht es fast keinen Unterschied ob es Bahnhof und Abzweig oder zwei Bahnhofsteile sind. Einzig die länge des anschließenden Weichenbereichs ändert sich.

Edit. "E" und "A" getauscht
Zuletzt geändert von Remo Suriani am Mi 3. Jun 2020, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Dirk

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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#62

Beitrag von hmmueller »

Danke; und alles d'accord, bis auf einen mikroskopischen Tippfehler:
Remo Suriani hat geschrieben:
Mi 3. Jun 2020, 07:45
... Langausfahrten bei der man hinter dem Signal des Gütergleises erst einmal am Bahnsteig vorbeifuhr und dann das richtige Esig folgte.
... gemeint ist ASig, denke ich.

H.M.

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Remo Suriani
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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#63

Beitrag von Remo Suriani »

... gemeint ist ASig, denke ich.
Stimmt, ist korrigiert
Viele Grüße
Dirk

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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#64

Beitrag von Epsuedgro44 »

Hallo reinout,

nun das:
- Ausfahrsignale im Bahnhof.
- Abzweigweiche + Zecheneinfahrt ist immer noch Rangierbereich des Bahnhofs.
- "Halt für Rangierfahrten" also hinter die Abzweigweichen, aber natürlich für die Einfahrsignale.
- Das Wärterstellwerk hat ein Wärter, kein Fahrdienstleiter. Ein Bahnhof hat nur ein Fahrdienstleiter.
hängt doch immer von der Epoche ab, in der man seine Modellbahnwelt "spielen" läßt und hier in Deutschland dann noch zusätzlich ob es sich um das Gebiet "BRD" oder "DDR" (1949 bis 1993) handelt,da überall unterschiedliche Regeln galten.

Die einzig wirklich übergreifende Regel ist, das der Fahrdienstleiter immer der Verantwortliche für den Bahnhof ist ohne selber aber überhaupt ein Signal oder Weiche bedienen zu müssen.
Wobei der noch nicht einmal vor Ort sitzen muss,so gibt e szum B. bei einer NE-Bahn einen "Zentral-Fdl" der für zwei örtliche Stellwerke zuständig ist und über Funk den dort arbeitetenden Wärtern die Aufträge erteilt.


Beim Signal Ra 10 (Rangierhalttafel) hingegen fängt es schon an.diese war nach dem Regelwerk der Bundesbahn nur dann aufzustellen, wenn aus der betreffenden Sterckenrichtung Zugfahrten erfolgen.

Auch Ausfahrsignale haben wirklich nur eine Gemsinsamkeit, nämlich das sie immer notwendig sind, wenn es auf die freie Strecke geht und diese als solche zugelassen ist (Pv/Gv oder gemeinsam für beides).
Ansonsten gab und gibt es dafür bei der Bahn jede Menge Vorschriften, wobei man im Modellbereich aber sowieso Kompromisse machen muß, da einem ja der Platz des Originales fehlt.

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Re: Frage zur Signalisierung und mech. Betätigung eines Abzweigs Ver.3

#65

Beitrag von reinout »

??? Epsuedgro44, was meinst du damit? Es klingt als ob du sagst das es nicht stimmt was ich sage?
Meine Auflistung, das war meine Erwartung für diesem Fall.

Also finde ich es unsinnig um zu sagen das es von die Epoche oder BRD/DDR abhängt. Essen liegt doch klar in die BDR?!?
Und deine "Ra10 nur bei Zugfahrten": wass soll den das? Es war am Anfang doch gesagt das es Zugfahrten gab auf die zwei Strecken ab die Abzweig?

Und dies ist auch nicht korrekt:
Epsuedgro44 hat geschrieben:
Mi 3. Jun 2020, 15:20
Auch Ausfahrsignale haben wirklich nur eine Gemsinsamkeit, nämlich das sie immer notwendig sind, wenn es auf die freie Strecke geht
Es gibt nämlich viele Bahnhöfe ohne Ausfahrsignale (zum Beispiel beim Zugleitbetrieb).

Also: ????

Reinout
Reinout van Rees
Bau meiner Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisig, Eifel, 1970.
Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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