Mut zu kurzen Zügen.

Bereich für alle Themen der vorlbildgerechten Modellbahn, wie Zugbildungsvorschläge, Vorbildinformationen oder Betriebsabläufe im Vorbild und Ihre Umsetzung bei der Modellbahn.
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alex218
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#26

Beitrag von alex218 »

Moinsen,
Kurze Züge gab es beim Vorbild schon immer. Klar ein IC mit bis zu 14 Wagen machte da schon was her. Aber ist es beim Vorbild mittlerweile nicht so, das nur noch kurze Züge verkehren?
Seit Einführung der "Strassenbahnen" (BR 425, 26, 628, 640 und wie die Dinger noch alle heissen) gibt es doch nur noch Kurzzüge. Doppeltraktionen werden nicht überall gefahren und die wenigen mit Loks bespannten RE/ RB, Dostozüge sind meist auch nicht besonders lang. Ausnahmen sind wohl nur noch ICE 1& 2 Züge, der ein oder andere EC/ IC Zug und Güterzüge.
Zuletzt geändert von alex218 am So 26. Jan 2014, 10:52, insgesamt 1-mal geändert.
...und jetzt komm´n Sie!

Bis neulich!
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Bobbel
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#27

Beitrag von Bobbel »

@ Forum...

ich möchte es nicht versäumen einen kurzen, aber vorbildgerechten,
typischen Bundesbahnzug vorzustellen:

Den Wendezug mit...
Dampflok der BR 23 oder BR 38.10 oder BR 65 oder BR 78...
plus
B3yg-Einheit (B3yg + AB3yg) + Mitteleinstiegsteuerwagen (BDymf)
oder
der gleiche Zug mit Ellok BR E41 oder E44G...
oder (seltener...)
mit Diesellok V80 oder V100.10 bespannt...

Läßt sich hervorragend mit Fleischmann-Wagen darstellen.

AB3yg = GFN 5097
B3yg = GFN 5098 (alternativ 5099)
BDymf = GFN 5664

Grüßle aus HONAU.
Klaus
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#28

Beitrag von Prellbock1 »

Hallo Freunde,

meine Züge sind so lang, wie es die mögliche und machbare Länge im Bahnhofsbereich meiner Anlage hergibt. Das mal grundsätzlich.

Ich habe mir auf einigen Messen und Ausstellungen diese riesigen Schlangen von Zügen angesehen. Vorbild, wie inzwischen fast alles in Deutschland, Amerika (es lebe hoch!)!
Sicher waren in Deutschland bis zur Epoche IIIb die Züge noch länger. Warum denn? Weil damals auch der Individualverkehr ein anderer war, als heute, wo jede Familie über mindestens zwei Auto´s verfügt. Wer fährt da noch Bahn? Also reichen im ÖPN die kleinen Triebwägelchen. Der Güterverkehr findet heute auf der Strasse statt, wozu also noch lange Güterzüge auf die Schiene stellen? Die einzigen Einheiten sind i.d.R. heute Tankzüge mit etwa 20 Vierachsern! Dass ist die Realität.

Da ich aber Modellbahner bin, besser gesagt Spielbahner, reichen mir auf meiner Anlage durchaus Schnellzüge mit 4 Wagen und einem Packwagen hinter der Lok. Sind die Wagen etwas kürzer, weil z.B. aus der Epoche II stammend, na dann sind es auch mal 5 +1. Mir reicht das völlig. Ich freue mich an meinen kleinen Modellen.

Aber es ist nur meine persönliche Ansicht. Und es ist meine persönliche Anlage, es sind meine persönlichen Zugzusammenstellungen!

Mag jeder es nach seinem Gusto halten wie er will. Ich finde nur, dass in den letzten 3 - 4 Jahren diese "Zuglängeneuphorie" ein wenig über Hand nimmt.

Grüßle aus dem Allgäu

Dieter

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Bobbel
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#29

Beitrag von Bobbel »

@ Dieter...

grundsätzlich hast Du recht, auch ich leide unter Platzmangel und Mangel an Nutzgleislänge.
Doch ich liebe neben den genannten relativ kurzen Zügen auch Wagenzüge mit vielen Wagen.

Damit sich dies realisieren läßt wende ich folgenden Trick an...:
Bei der großen Bahn gab es meistens mehrere Ausführungen / Größen klein-mittel-groß
von Eisenbahnwagen. Seit jeher verwende ich die kleine, höchstens mal die mittlere
Ausführung und kann z.B. Güterzüge mit bis zu zweiundzwanzig Wagen bei einer
Nutzgleislänge von max. 249 cm im Schattenbahnhof und auf den beiden Hauptgleise im
unteren Bahnhof fahren lassen.
Wobei ich gestehen muß, daß die Züge mit mehr als zwanzig Wagen im Bahnhof ziemlich
eingequetscht wirken.
Aus diesem Grund fahre ich meine Güterzüge mit einer maximalen Gesamtlänge von rund
210 - 220 cm und Personenzüge (1:93,5-Wagen) mit maximal sieben Wagen (selten) plus Lok.
Normalerweise haben die Nahverkehrs-/Eilzüge fünf Wagen (n-Wagen) und der "leider" nur
durchfahrende TEE hat sechs Wagen zu befördern.

Doch nun wieder zurück zum Mut mit kurzen Zügen.

Grüßle aus HONAU.
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Dwimbor
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#30

Beitrag von Dwimbor »

alex218 hat geschrieben:Moinsen,
Kurze Züge gab es beim Vorbild schon immer. Klar ein IC mit bis zu 14 Wagen machte da schon was her. Aber ist es beim Vorbild mittlerweile nicht so, das nur noch kurze Züge verkehren?
Seit Einführung der "Strassenbahnen" (BR 425, 26, 628, 640 und wie die Dinger noch alle heissen) gibt es doch nur noch Kurzzüge. Doppeltraktionen werden nicht überall gefahren und die wenigen mit Loks bespannten RE/ RB, Dostozüge sind meist auch nicht besonders lang. Ausnahmen sind wohl nur noch ICE 1& 2 Züge, der ein oder andere EC/ IC Zug und Güterzüge.
Das hat aber auch damit zu tun, dass die Züge öfter fahren. Im Nahverkehr jede Stunde, das gab es halt früher nicht. Da fuhren morgens ein, zwei richtig lange Züge, und dann war bis Mittag erst mal Pause, bis zum Schülerzug. Vielleicht nachmittags noch mal und dann erst wieder lange Züge zum Feierabend. Klar, dass die wenigen Züge dann länger waren. Im Fernverkehr war es doch noch krasser. Da gab es praktisch überhaupt keinen Taktfahrplan. Also heute: Mehr, dafür kürzere Züge.
Viele Grüsse, Michael

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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#31

Beitrag von Prellbock1 »

Dwimbor hat geschrieben:
alex218 hat geschrieben:Moinsen,
Kurze Züge gab es beim Vorbild schon immer. Klar ein IC mit bis zu 14 Wagen machte da schon was her. Aber ist es beim Vorbild mittlerweile nicht so, das nur noch kurze Züge verkehren?
Seit Einführung der "Strassenbahnen" (BR 425, 26, 628, 640 und wie die Dinger noch alle heissen) gibt es doch nur noch Kurzzüge. Doppeltraktionen werden nicht überall gefahren und die wenigen mit Loks bespannten RE/ RB, Dostozüge sind meist auch nicht besonders lang. Ausnahmen sind wohl nur noch ICE 1& 2 Züge, der ein oder andere EC/ IC Zug und Güterzüge.
Das hat aber auch damit zu tun, dass die Züge öfter fahren. Im Nahverkehr jede Stunde, das gab es halt früher nicht. Da fuhren morgens ein, zwei richtig lange Züge, und dann war bis Mittag erst mal Pause, bis zum Schülerzug. Vielleicht nachmittags noch mal und dann erst wieder lange Züge zum Feierabend. Klar, dass die wenigen Züge dann länger waren. Im Fernverkehr war es doch noch krasser. Da gab es praktisch überhaupt keinen Taktfahrplan. Also heute: Mehr, dafür kürzere Züge.

Es gab früher mal ein Kursbuch, in dem waren sämtliche Verbindungen, dies sogar international (!!!!) verzeichnet. Und die Anschlüsse klappten! Jeder Zugführer mußte, im Gegensatz zu heute, einen Fahrbericht schreiben und über jede Minute Verspätung Rechenschaft ablegen. Und es gab auch wesentlich mehr an Zügen, als man uns heute glauben machen will. Von wegen, keine Taktzeiten! Man nannte es nur ein wenig anders.

Das sagt einer, der einige Jahre Bahndienst zu damaligen Zeiten hinter sich hat und genau weiß, wovon er erzählt

Grüßle

Dieter

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Dwimbor
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#32

Beitrag von Dwimbor »

Modellbahner Arnold hat geschrieben:Meine Güte hier werden einem ja wieder mal die Worte im Munde verdreht und mit Ausnahmen und Einzefällen zu untermauern versucht :(

In meiner ersten Antwort fügte ich ein Zitat ein, auf dessen meine Antwort erfolgte. Ist es wirklich so schwer erstmal zu lesen und zu verstehen und dann zu schreiben? Ich schrieb nirgendwo, daß es keine kurzen Züge auf hauptstrecken gäbe, sondern nur daß dies nicht ausschließlich so sei.
Da hilft es nicht irgendwelche Wochenendpersonenzüge oder Kurswagenverbindungen heranzuzitieren.
Eine zweigleise Hauptstrecke wurde vor über hundert Jahren so gebaut weil es ein entsprechendes Verkehrsbedürfnis gab. Jede Bahnverwaltung ist stehts bemüht die Züge auszulasten, also sind besonders die auf Hauptbahnen anzutreffenden Ganz- und Durchgangsgüterzüge in der Regel entsprechend lang.

Wer ausschließlich auf kurze Züge steht, sollte einfach das entsprechende Vorbildthema wählen und gut ist. Eine zweigleisige Hauptstrecke ausschließlich mit kurzen Zügen zu befahren hat nichts mehr mit vorbildgerechter Modellbahn zu tun.
Du siehst das alles zu pauschal. Hauptstrecke = lange Züge stimmt(e) so nicht.
1) Hier war nie die Rede von Magistralen. Es gibt jede Menge Hauptstrecken (sogar zweigleisige) abseits der Hauptverkehrsströme, die einfach nicht das Potential für lange Züge haben. Da verkehr(t)en dann im Nahverkehr kurze Einheiten, vielleicht 4-6 Zwei- oder Dreiachser und ausserhalb der Hauptverkehrszeiten Schienenbusse. Eilzüge eher mit 3-4 Vierachsern und Schnellzüge, wenn überhaupt, 1-2 Paare am Tag.
2) Dazu zählen auch ehemalige Magistralen, die an Bedeutung verloren haben. Das betrifft insbesondere solche, die nach dem Krieg der Umleitung der Verkehrsströme von Berlin-zentriert nach Nord-Süd zum Opfer gefallen sind.
3) Ferner Hauptstrecken, die durch topografische Gegebenheiten schlicht keine langen Züge erlauben. Die Höllentalbahn wurde schon genannt. Wegen der Anhängelasten werden da sogar Güterzüge geteilt und die Reisezüge sind ggf. kürzer gehalten, um eine Schiebelokomotive einzusparen.

Meine Anlage Nibelheim vereint 1) und 3). Im Nahverkehr fahren Züge aus Donnerbüchsen, Abteilwagen und Umbauwagen, nicht mehr als 5-6. Vermutlich übernimmt ab diesem Jahr ein VT 95 (weiss immer noch nicht, ob Märklin oder Brekina...) die Bedienung in verkehrsschwachen Zeiten. Ein Eilzug läuft mit 4 Vorkriegseilzugwagen, sofern nicht die HERIS Doppelstockgarnitur zu Versuchszwecken zum Einsatz kommt. Einmal am Tag läuft ein Schnellzug durch, 7 massstäbliche Wagen (zusammen <170cm) + Lok. Dg mit bis 34 Achsen sind schon recht lang, Ng haben nicht mehr als 20 Achsen. Der Anschluss zur Nebenbahn wird sogar durch eine V36 mit 2 roten Donnerbüchsen und Güterzuggepäckwagen übernommen. Alles stimmig.
Viele Grüsse, Michael

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Thomas W
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#33

Beitrag von Thomas W »

Hallo,
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Für ausschließlich planmäßige kurze Züge braucht es keine zweigleise Hauptstrecke, schließlich wurden solche Strecken gebaut um ein entsprechendes Verkehrsaufkommen bedienen zu können.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Da hilft es nicht irgendwelche Wochenendpersonenzüge oder Kurswagenverbindungen heranzuzitieren.
Ich habe hier überhaupt nichts heranzitiert, sondern ausschließlich von planmäßig von der Bundesbahn bereitgestellten kurzen Zugverbindungen gesprochen, welche die Bedürfnisse der Reisenden auch auf langen Strecken stillen sollte:
Das F- und LS-Netz der DB wird von Dir mehr oder weniger komplett ignoriert. Gerade diese Zugverbindugen, bei Geschäftsreisenden besonders beliebt, waren jahrzehntelang fester Bestandteil des Fahrplans.
LS-Züge steht für leichte Schnellzüge, die naturgemäß also bedeutend kürzer sind.
Die langen schweren Reisezüge verkehrten gerade auf den großen Strecken auch nur einmal täglich: Z.B. D73/74 von Hamburg - Basel Bad. reichte ein Tag für Hin- und Rückfahrt nicht.
Oft gab daher mehrere Zugpaare, die solche Strecken bei unterschiedlichen Haltepunkten befuhren.
In den Hauptreisezeiten wurden zudem zusätliche Reisezüge bereitgestellt, teilweise als "Vorzug" bezeichnet.

In vielen Zugbildungsplänen sind "Vorbehaltswagen" mit einem schwarzen Dreieck gekennzeichnet. Wenn der Wagen nicht benötigt wurde, wurde er i.d.R. nicht eingereiht.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Eine zweigleise Hauptstrecke wurde vor über hundert Jahren so gebaut weil es ein entsprechendes Verkehrsbedürfnis gab. Jede Bahnverwaltung ist stehts bemüht die Züge auszulasten, also sind besonders die auf Hauptbahnen anzutreffenden Ganz- und Durchgangsgüterzüge in der Regel entsprechend lang.
Neben der Auslastung stand auch die Wirtschaftlichkeit im Vorderdrund: Ein Zug war nur so lang, wie erforderlich. Man führte keine Wagen, abgesehen von Überführungsfahrten, spazieren.
Dafür wurden regelmäßig Verkehrsstromzählungen durchgeführt.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Wer ausschließlich auf kurze Züge steht, sollte einfach das entsprechende Vorbildthema wählen und gut ist. Eine zweigleisige Hauptstrecke ausschließlich mit kurzen Zügen zu befahren hat nichts mehr mit vorbildgerechter Modellbahn zu tun.
Steht aber auch nicht im Widerspruch, alles andere wäre eine "Bevormundung", ähnlich den Ausführungen mancher Zeitgenossen in einer 1:100 vs. 1:87 Diskussion.

Ich persönlich mag auch lange Reisezüge und bevorzuge den 1:87 Maßstab auch bei den "Langen".
Ich würde aber niemals auf die Idee kommen ein Thema als verfehlt zu betrachten, weil ein Modellbahner eben nicht über den entsprechenden Platz verfügt.

Die Kunst ist es ja gerade eine Szenerie glaubhaft auch verkürzt darzustellen.
Grüße
Thomas

Richtige Lokomotiven fangen mit "D" an, also Dampf.... oder Diesel.... :wink:

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Illcoron
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#34

Beitrag von Illcoron »

Thomas W hat geschrieben: Steht aber auch nicht im Widerspruch, alles andere wäre eine "Bevormundung", ähnlich den Ausführungen mancher Zeitgenossen in einer 1:100 vs. 1:87 Diskussion.

Ich persönlich mag auch lange Reisezüge und bevorzuge den 1:87 Maßstab auch bei den "Langen".
Ich würde aber niemals auf die Idee kommen ein Thema als verfehlt zu betrachten, weil ein Modellbahner eben nicht über den entsprechenden Platz verfügt.

Die Kunst ist es ja gerade eine Szenerie glaubhaft auch verkürzt darzustellen.
Genau diese Befürchtung habe ich hier gerade, wenn ich diesen Thread so weiter beobachte - das droht in eine Grundsatzdiskussion wie AC gegen DC oder 1:87 gegen 1:100 auszuarten. Aber auch in diesen Punkten gilt für diese beiden Punkte gilt für mich eigentlich: Jeder wie er mag. Ich zum Beispiel kann aus Platzgründen nur 1:100 und verkürzt fahren, weil ich eben nicht den Platz habe. Leider :cry:

Und jetzt wieder was für die Freunde der kurzen Züge - diesesmal Gütertransport auf der Nebenbahn oder Nebenbahnromantik pur (DSO von heute, irgendwie passend zum Thema hier):
Oberhessische Nebenbahnromantik 1989 (6B) bei DSO
Oberfränkische Nebenbahnromantik 1985 (18 Dias)

Grüße

Jens


Modellbahner Arnold
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#35

Beitrag von Modellbahner Arnold »

Thomas W hat geschrieben:Hallo,

Ich habe hier überhaupt nichts heranzitiert, sondern ausschließlich von planmäßig von der Bundesbahn bereitgestellten kurzen Zugverbindungen gesprochen, welche die Bedürfnisse der Reisenden auch auf langen Strecken stillen sollte:
Das F- und LS-Netz der DB wird von Dir mehr oder weniger komplett ignoriert. Gerade diese Zugverbindugen, bei Geschäftsreisenden besonders beliebt, waren jahrzehntelang fester Bestandteil des Fahrplans.
LS-Züge steht für leichte Schnellzüge, die naturgemäß also bedeutend kürzer sind.
Die langen schweren Reisezüge verkehrten gerade auf den großen Strecken auch nur einmal täglich: Z.B. D73/74 von Hamburg - Basel Bad. reichte ein Tag für Hin- und Rückfahrt nicht.
Oft gab daher mehrere Zugpaare, die solche Strecken bei unterschiedlichen Haltepunkten befuhren.
In den Hauptreisezeiten wurden zudem zusätliche Reisezüge bereitgestellt, teilweise als "Vorzug" bezeichnet.

In vielen Zugbildungsplänen sind "Vorbehaltswagen" mit einem schwarzen Dreieck gekennzeichnet. Wenn der Wagen nicht benötigt wurde, wurde er i.d.R. nicht eingereiht.
Vielen Dank für die oberlehrerhafte Zurechtweisung! Ich kann mich nicht erinnern, daß hier von einer bestimmten Epoche geschrieben wurde. Das F- und LS- Netz der DB bestand nur über relativ wenige Jahre und gerade die F-Züge wurden hauptsächlich auf den Magistralen gefahren, wo hohe Reisegeschwindigkeiten erreicht werden konnten.
Ich wiederhole mich gern nochmal, ich schrieb nicht das es keine kurzen Züge auf Hauptstrecken gab aber im Modell sich darauf zu begrenzen hat nichts mit vorbildgerechter Modellbahn zu tun, sondern höchstens mit unpassender Themenwahl zum zur verfügung stehenden Platz, was hier aber nicht hinein gehört.
Es wird mal wieder der Kardinalfehler schlechthin gemacht und Ausnahmen und zeitliche sowie regionale Besonderheiten zum Regelfall erklärt!
Thomas W hat geschrieben: Neben der Auslastung stand auch die Wirtschaftlichkeit im Vorderdrund: Ein Zug war nur so lang, wie erforderlich. Man führte keine Wagen, abgesehen von Überführungsfahrten, spazieren.
Dafür wurden regelmäßig Verkehrsstromzählungen durchgeführt.
Das betrifft nur Reisezüge und nicht die Güterzüge, da wurde abgefahren was im Rbf anfiel. Das der Nahgüter zum Ende seiner Fahrt immer kürzer wurde bzw. zum Beginn seiner Rückrunde oft nur aus der Lok bestand, reicht nicht als Rechtfertigungsgrund alle Güterzüge so zu fahren.

Thomas W hat geschrieben: Steht aber auch nicht im Widerspruch, alles andere wäre eine "Bevormundung", ähnlich den Ausführungen mancher Zeitgenossen in einer 1:100 vs. 1:87 Diskussion.
Steht es nicht, denn dieses Unterforum nennt sich Vorbildgerechte Modellbahn und nicht "ich mache was ich will und und alle müssen das toll finden" Das viele ihre Anlagen vollquetschen und trotzdem nur kurze Züge fahren können, zeigt das die Beschäftigung mit dem Vorbild bisweilen wohl komplett ausfiel. Das gipfelt dann meist in Fragen wie "Ich habe Lok XY, welche Wagen darf ich dran hängen"
Thomas W hat geschrieben: Ich persönlich mag auch lange Reisezüge und bevorzuge den 1:87 Maßstab auch bei den "Langen".
Ich würde aber niemals auf die Idee kommen ein Thema als verfehlt zu betrachten, weil ein Modellbahner eben nicht über den entsprechenden Platz verfügt.
Die Kunst ist es ja gerade eine Szenerie glaubhaft auch verkürzt darzustellen.
Nochmal, das Unterforum nennt sich Vorbildgerechte Modellbahn und auch nicht "ich habe keinen Platz und suche Ausreden"

Wer keinen Platz hat für eine zweigleisige Hauptbahn mit den entsprechenden Radien, Gleis- und Zuglängen sowie Bahnanlagen, wird niemals auch nur eine Szenerie davon glaubhaft darstellen können. In einem anderen Unterforum sind hunderte Beiträge zu solchen gescheiterten Versuchen.
Kunst kommt bekanntlich von Können und nicht von Wollen, denn dann hieße es Wunst :wink:

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Thomas W
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#36

Beitrag von Thomas W »

Hallo,

so im Zusammenhang.....
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Vielen Dank für die oberlehrerhafte Zurechtweisung! ....Wer keinen Platz hat für eine zweigleisige Hauptbahn mit den entsprechenden Radien, Gleis- und Zuglängen sowie Bahnanlagen, wird niemals auch nur eine Szenerie davon glaubhaft darstellen können......Nochmal, das Unterforum nennt sich Vorbildgerechte Modellbahn und auch nicht "ich habe keinen Platz und suche Ausreden......"Kunst kommt bekanntlich von Können und nicht von Wollen, denn dann hieße es Wunst :wink:
Steht jetzt irgendwie für sich und wertet eindeutig. Kurze Züge auf Hauptsrecken sind nicht vorbildgerecht und zeugen davon, dass ein Modellbahner keine Ahnung hat.
So kommt hier die Botschaft an, die mit Verlaub gesagt, schon etwas "befehlshafte" Züge aufweist.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Das F- und LS- Netz der DB bestand nur über relativ wenige Jahre und gerade die F-Züge wurden hauptsächlich auf den Magistralen gefahren, wo hohe Reisegeschwindigkeiten erreicht werden konnten.
F-Züge verkehrten von 1951 bis 1971 und wuden durch Intercity-Züge abgelöst. 20 Jahre sind jetzt kein kurzer Zeitraum. Die Bezeichnung LS-Züge war um 1960 nicht mehr gebäuchlich, hielt sich also immerhin auch rund 8-9 Jahre.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Ich wiederhole mich gern nochmal, ich schrieb nicht das es keine kurzen Züge auf Hauptstrecken gab aber im Modell sich darauf zu begrenzen hat nichts mit vorbildgerechter Modellbahn zu tun, sondern höchstens mit unpassender Themenwahl zum zur verfügung stehenden Platz, was hier aber nicht hinein gehört.
Dass dies ein Widerspruch ist müsste doch eigentlich auffallen. Wenn es kurze Züge auf Hauptsrecken gab, können sie ja nicht vorbildwidrig sein, sofern man diese nachstellt.
Wer diese dann nachstellt, was aus Platzgründen bei den meisten Modellbahnern der Fall sein wird, fährt also nicht vorbildgerecht?!

Langsam keimt in mir der Verdacht auf, dass Du zwischen den Nord-Süd-Magistralen und zweigleisigen Hauptsrecken nicht sonderlich unterscheidest. Hauptstrecken ( eigentlich der umgangssprachliche Ausdruck für Hauptbahnen ) stellen nichts anderes als das Grundnetz dar.
Zu dem Grundnetz gehören auch die ganzen Querverbindungen, die überwiegend von relativ kurzen D-Züge quasi als Zubringer zu den großen Knotenbahnhöfen befuhren wurden. Ebenso verkehrten auf diesen Strecken Eil-und Personenzüge, die eher auch nicht durch ihre übergroße Länge auffielen.
Wer so eine Strecke zum Thema macht, ist deswegen nicht vorbildwidrig unterwegs, ganz im Gegenteil.
Modellbahner Arnold hat geschrieben:Es wird mal wieder der Kardinalfehler schlechthin gemacht und Ausnahmen und zeitliche sowie regionale Besonderheiten zum Regelfall erklärt!
Du hast mich bislang mit noch keiner einzigen Quelle widerlegt. Hier und hier sind neben der bereits erwähnten Miba-Meinhold-Werke genug Quellen, welche nachweisen, dass nahezu jede Zeit ihre "kurzen Besonderheiten" hatte.
Lokbespannte Züge wurden in den "Knotenbahnhöfen" durchaus neu zusammengestellt, da einzelne Wagen oder Wagengruppen dazukamen oder den Zug wechselten.
Teilweise wurden ganze Züge aufgeflügelt, da sie von einem Ausgangspunkt zwei verschiedene Ziele hatten. Andere wurden erst bei Zusammenführungen richtig lang.
Dann gab es noch die Züge, welche vom Start-bis zum Zielbahnhof mit einer stattlichen Anzahl an Wagen gesegnet war. Alles zusammen ergibt die Vorbildsituation.

Außerdem: Was Du zu Ausnahmen und regionale Besonderheiten erklärst gehörte vor Ort durchaus zum Regelfall: Wenn eben z.B. eine Schienenbusgarnitur ausgefallen ist kamen äußerst "windige" Garnituren zum Einsatz.
Da es zahlreiche Bilder solcher Situationen gibt, scheint mit das für eine Ausnahme dann doch zu oft vorgekommen zu sein.

Nebenbei: Gehört nicht das zeitliche Befassen innerhalb einer Epoche zur höheren Modellbaukunst und wird von den "ernsten Modellbahnern" immer gefordert und den Modellbahnzeitschriften propagiert ?
Das man sich dabei noch auf eine Region spezialisiert liegt ja dann wohl in der Natur der Sache und dürfte selbst von den Modellbahnern bevorzugt werden, die eine Halle ihr Eigen nennen.
Illcoron hat geschrieben:Genau diese Befürchtung habe ich hier gerade, wenn ich diesen Thread so weiter beobachte - das droht in eine Grundsatzdiskussion wie AC gegen DC oder 1:87 gegen 1:100 auszuarten.
@Jens bist Du Seher ? :wink:
Grüße
Thomas

Richtige Lokomotiven fangen mit "D" an, also Dampf.... oder Diesel.... :wink:

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Illcoron
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#37

Beitrag von Illcoron »

Thomas W hat geschrieben:
Illcoron hat geschrieben:Genau diese Befürchtung habe ich hier gerade, wenn ich diesen Thread so weiter beobachte - das droht in eine Grundsatzdiskussion wie AC gegen DC oder 1:87 gegen 1:100 auszuarten.
@Jens bist Du Seher ? :wink:
Muss man dafür Seher sein ? :-D

Ansonsten möchte ich noch, was kurze Fernzüge so manchen DC der Epoche IV anmerken. Zum Beispiel den Westfalenland (Frankfurt - Bielefeld) oder den Emsland Am + Bm + Bm + Bm. Schön Bund und reichlich kurz. Und die fuhren sicher nicht über Nebenstrecken. Und was ist mit den Planmässigen Kurz ICs? Zum Beispiel dem OldenburgCity?

Grüße

Jens

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Elchrich Elch
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#38

Beitrag von Elchrich Elch »

Moin,
mal abseits der obigen Diskussion. Auf auf der anderen Seite des Tümpels finden sich 'kurze Züge'. Hab mal exklusiv bei Amtrack gesucht.

Beispiel aus 1977.

Rettungszug mit ca. 6200hp.

Und hier ist die Lok fast länger als der Zug.

Zubringer zu Hauptstrecken können auch kurz sein.

Etwas weiter südlich werden diese Züge immer häufiger.

cu, Rainer
My intellects proceed with diesel power


Der Voreifelbahner
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#39

Beitrag von Der Voreifelbahner »

Illcoron hat geschrieben: Na das sage ich doch auch ;) Jeder wie er mag.
Übrigens:
Für Freunde geringerfügier Übermoterisierung und kurzer Züge ist der Blick zu DSO geraten:
Einwagen Reisezüge bei DSO

Grüße

Jens
Was bei DSO im HiFo teilweise für Sachen ausgegraben werden, ist einfach nur genial!
Da möchte ich aus dem letzten Beitragsbaum noch diesen Beitrag hervorheben: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/r ... sg-5893694
Br 151 + DBza. Da soll mal einer Sagen, sowas wäre nicht vorbildlich. :shock:

Mein absoluter Favorit ist aber immernoch der Kurzwendezug aus V 36 + VS 145 (Siehe dazu http://bahnen-wuppertal.de/html/cronenb ... recke.html, für die, die es nicht kennen) . Mehr Nebenbahn geht schon fast garnicht.
Gruß
Dustin


Balde99
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#40

Beitrag von Balde99 »

Es immer immer eine Frage wo ihr kurz anfangen lasst.

Bei uns fährt die IC-Linie 61 (Karlsruhe-Nürnberg) planmäßig mit 6 Wagen.

Wenn ich so die Postings hier sehen ist das verdammt kurz, auf dern MOBA ist das aber schon recht stattlich.

Ich finde schon, dass ein MOBA-Zug lieber ein wenig kürzer sein kann. Dann tun sich auch die Loks leichter!

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ATrane
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#41

Beitrag von ATrane »

Wenn ich beispielsweise im Album der "Eisenbahnstiftung" schaue, die hier und anderswo gezeigten Bilder von realen Zugbildungen gucke, und sehenden Auges an die Bahnstrecken der näheren Umgebung trete, dann ergibt sich für mich der Grundsatz:

Das Vorbild macht was es will. Mal so, mal so.
Je nach betrieblichen Bedingungen, die einem Außenstehenden
selten bis ins letzte Detail offengelegt sind.

Daraus leite ich den Grundsatz für die Modellbahn ab:

Wie es euch gefällt.
Je nach betrieblichen Bedingungen, die einem Außenstehenden
selten bis ins letzte Detail offengelegt sind.

Gruß, Christoph


P.S.: Regelmäßig stehe ich in meinem Heimatort an zwei verschiedenen [Haupt]bahnstrecken an der Schranke - mein Arbeitsweg führt mich so - und ich finde es faszinierend,
wenn da ein Güterzug mit ⪖ 40 Güterwagen vorbeidonnert - also lege ich mich daheim manchmal mit dem Kinn auf den Teppich, um dasselbe Schauspiel in 1:87 zu simulieren :) Sch**** auf die Tatsache,
daß ich weder eine Neben-, noch eine Hauptbahn habe, sondern nur eine Teppichbahn. Einbildung <=> Vorstellungsvermögen <=> Phantasie spiegelt die Wirklichkeit . . . ;)
Zuletzt geändert von ATrane am Fr 5. Feb 2016, 09:28, insgesamt 1-mal geändert.
"Eine Unterscheidung von Perzeption und Illusion ist sinnlos." Humberto Maturana


Balde99
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#42

Beitrag von Balde99 »

Das Vorbild macht was es will. Mal so, mal so.
Je nach betrieblichen Bedingungen, die einem Außenstehenden
selten bis ins letzte Detail offengelegt sind.

Daraus leite ich den Grundsatz für die Modellbahn ab:

Wie es euch gefällt.
Je nach betrieblichen Bedingungen, die einem Außenstehenden
selten bis ins letzte Detail offengelegt sind.
Da hast du ein wares Wort gelassen ausgesprochen (ääähmm geschrieben).

Und das gilt nicht nur für Zuglänge sondern auch für die Zusammenstellung.

Vlt. sollten sich das mal die zu Herzen nehmen die immer wieder die Vorbildgetreue bezweifeln und nachweise fordern :fool:

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Elchrich Elch
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Re: AW: Mut zu kurzen Zügen.

#43

Beitrag von Elchrich Elch »

Gerade am Bahnhof von gefunden:
IC 2094, oben MoTag bis Donnerstag und unten Freitags.

Bild

cu, Rainer
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#44

Beitrag von 218 »

berndm hat geschrieben:
SET800 hat geschrieben:Hallo,
Mut zu kurzen Zügen, sehen auch gut aus, sind auch "vorbidlgerecht"!


http://www.derwesten.de/img/incoming/cr ... albahn.jpg
...
Gibt es so direkt als Modelle: Doppelstockwagen im Modellbau Wiki, die Hobbytrade drei Wagen ganz unten :D
Nicht ganz ;) Der Steuerwagen ist der 760er (den es als fertiges Modell ja nicht gibt), der mittlere Wagen ist ein DBuz. Beim Wagen hinter Lok bin ich mir nicht ganz sicher, auf dem Bild lässt sich das auch nicht wirklich gut erkennen. Hier würde ich auf die Tiefeinstiegsvariante des Typ tippen den Märklin, Tillig und Fleischmann im Programm haben.

Allgemein lässt sich sagen das kurze Züge im Osten nichts ungewöhnliches sind, auf etlichen sind Lok und 2 Doppelstockwagen Standard. Zwischen Halle und Eichenberg fährt bis auf die Kasseler REs und die Diesellinien alles in dieser Kombination.

Ein Beispiel für einen kurzen IC wäre übrigens auch noch der IC Kyffhäuser mit planmäßig 5 Wagen. Sehr Modellbahntauglich sind auch die 2-teiligen Talent 2.

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lernkern
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#45

Beitrag von lernkern »

Moin.

Hier mal mein kurzer Liebling: Link.

Irgendwo hoch im Norden Deutschlands gab es auch mal einen TEE mit drei Wagen und einer V200.0 oder V200.1

Grüße

Jörg


berndm
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#46

Beitrag von berndm »

lernkern hat geschrieben:Moin.

Hier mal mein kurzer Liebling: Link.

Irgendwo hoch im Norden Deutschlands gab es auch mal einen TEE mit drei Wagen und einer V200.0 oder V200.1

Grüße

Jörg
Der SBB TEE oder auch das Gegenstück im Norden TEE Merkur (siehe Bundesbahnzeit 50 Jahre TEE) sind ja eigentlich eher Flügelzüge.

Eine weitere Alternative als kurze Züge wären die DCs. Diese ergänzten das TEE Angebot. Meistens waren das 4 Wagen, ein Am oder ABm und drei Bm.

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Thomas W
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#47

Beitrag von Thomas W »

Hallo,

meine "kurzen" Lieblinge:

D103/104
Gerade noch zumindest abschnittsweise kurz:
D234/235
Eilzug gefällig:
E516

Auf der Seite findet man viele Informationen.
Auch Freunde langer Garnituren werden fündig.

Ist natürlich eher was für Epoche III Fans. :wink:
Grüße
Thomas

Richtige Lokomotiven fangen mit "D" an, also Dampf.... oder Diesel.... :wink:


Der Voreifelbahner
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#48

Beitrag von Der Voreifelbahner »

218 hat geschrieben:Nicht ganz ;) Der Steuerwagen ist der 760er (den es als fertiges Modell ja nicht gibt), der mittlere Wagen ist ein DBuz. Beim Wagen hinter Lok bin ich mir nicht ganz sicher, auf dem Bild lässt sich das auch nicht wirklich gut erkennen. Hier würde ich auf die Tiefeinstiegsvariante des Typ tippen den Märklin, Tillig und Fleischmann im Programm haben.
Der erste Wagen von der Lok aus gesehen dürfte ein DBpza 780 sein bzw. eine von den zig Unterbauarten.

EDIT: Ok, es kämen auch DBpza 751/752 in Frage. Dazu müsste man die Zugzielanzeige sehen können (einfachstes Unterscheidungsmerkmal).
Gruß
Dustin

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K.Wagner
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#49

Beitrag von K.Wagner »

Hi,

noch eine Beobachtung aus den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts (1995/96)...
Zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr PLANMÄSSIG ein IC mit 111, einem 2.Klasse Wagen und einem 1./2. Klasse Wagen. Weiß leider den Namen nicht mehr, aber die Garnitur kam aus dem Regensburger / Passauer Raum.

Und der berühmte IC mit Diesellok auf eingleisiger Strecke: Bayerwald von Plattling nach Zwiesel, 2 Wagen + 218. DEN habe ich mir für meine Anlage gegönnt.

Ansonsten fahre ich persönlich bei 4-achsern hauptsächlich 3-Wagen Züge aus dem fränkischen (nichtelektrifizierten) Raum. Nach Erinnerung und Fotos. Und natürlich die berühmten "2 Pärchen", auch mit Steuerwagen + 280 (Wiesenttalbahn). Aber da sind wir dann schon wieder auf der Nebenbahn.
Gruß Klaus


Andreas Poths
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Re: Mut zu kurzen Zügen.

#50

Beitrag von Andreas Poths »

gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....

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