Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

Bereich für alle Themen der vorlbildgerechten Modellbahn, wie Zugbildungsvorschläge, Vorbildinformationen oder Betriebsabläufe im Vorbild und Ihre Umsetzung bei der Modellbahn.
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Dirk63
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#26

Beitrag von Dirk63 » Mi 30. Mär 2016, 14:46

Hallo Reinout,

ja, genau das meinte ich: Das Symbol sagt etwas über die Bedienung (Ort oder Fern) und die Auswurfrichtung aus.

Schau's Dir mal auf Seite 297 an:
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 8183,d.ZWU

Zu finden mit den google-Begriffen "gleissperre symbol auswurfrichtung".

Gruß,
Dirk

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#27

Beitrag von reinout » Mi 30. Mär 2016, 16:00

Also zeit für eine Erneuerung des Gleisplans :)

Bild

Die Änderungen:
  • Dirk: ich habe die Auswurfrichtung korrigiert, danke.
  • Fast allen: ich habe die H-tafel in die Mülltonne geworfen :)
  • Extra Gleissperre beim Lokschuppengleis.
Nicht geändert habe ich die Gleisnummer 1 und 2. Viele Vorbilder, auch im Eifel, nutzen "1" für "Hausbahnsteig". Aber gerade auf dem Eifelquerbahn habe ich Vorbilder gefunden das 1 das durchgehende Gleis ist und 2 das Kreuzungsgleis, auch wenn das Kreuzungsgleis am Hausbahnsteig liegt. (Jedenfalls in Mayen West und Uersfeld ist das so). Deshalb wolle ich es so behalten :D

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#28

Beitrag von Jürgen » Mi 30. Mär 2016, 16:17

Hallo Reinout,

ich würde das Einfahrtsignal noch zweibegriffig machen und die Streckengeschwindigkeit soweit heruntersetzen, wie es für die Bogenfahrt der Weiche erforderlich ist. Schneller fährt sowieso keiner an dieser Stelle.

Grüße
Jürgen
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#29

Beitrag von DB-IV-Proto87 » Mi 30. Mär 2016, 18:22

Hallo Jürgen,

so weit braucht man nicht zu gehen, denn Hp1 vs. Hp2 setzt auch eine gewisse Mindestdifferenz der Geschwindigkeiten voraus. Z. B. braucht bei 60km/h auf der Strecke (und somit zuviel für eine Trapeztafel :D ) eine Einfahrt mit 50km/h (etwa über eine ablenkende EW 300-1:9) nicht gesondert signalisiert zu werden - zweibegriffig Hp0/Hp1 reicht dann.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#30

Beitrag von reinout » Mi 30. Mär 2016, 21:31

Jürgen/Alexander: ich glaube, sie sagen beide dasselbe? Oder irre ich mich?

Hm.... "Nur" zweibegriffig. Ich mag so ein dreibegriffiges Signal wenn ich ganz ehrlich bin... Vielleicht ist eine gute Frage dann "ist ein dreibegriffiges Signal erlaubt wenn es ein Durchgangsbahnhof wäre?". Streckengeschwindigkeit ist 50km/h. Anders gesagt: mein Durchgangsbahnhof "Berenbach" hat auch Einfahrsignale. Eine steht schon und ist .... dreibegriffig :)

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#31

Beitrag von Jürgen » Do 31. Mär 2016, 07:01

Hallo Reinout,

Alexander und ich meinen das Gleiche. Er hat mich wahrscheinlich nur falsch verstanden (oder ich mich schlecht ausgedrückt ?). Egal.

Wenn Dir das dreibegriffige Signal so gut gefällt, dann lasse es doch stehen und deklariere es als Überbleibsel aus der Zeit vor der Stilllegung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es "verboten" ist.

Grüße
Jürgen
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#32

Beitrag von reinout » Fr 1. Apr 2016, 09:25

reinout hat geschrieben:Also zeit für eine Erneuerung des Gleisplans :)
Nicht geändert habe ich die Gleisnummer 1 und 2. Viele Vorbilder, auch im Eifel, nutzen "1" für "Hausbahnsteig". Aber gerade auf dem Eifelquerbahn habe ich Vorbilder gefunden das 1 das durchgehende Gleis ist und 2 das Kreuzungsgleis, auch wenn das Kreuzungsgleis am Hausbahnsteig liegt. (Jedenfalls in Mayen West und Uersfeld ist das so). Deshalb wolle ich es so behalten :D
Oh schreck! Ich habe das Bild von Mayen West noch etwas besser angeschaut und ich habe zwei große Fehler gemacht:
  • Das Hausbahnsteig ist Gleis 1, nicht 2.
  • Aber... es ist Gleis 1 weil es auch das durchgehende Hauptgleis ist...
Also Mayen West ist kein gutes Beispiel... Aber auf DSO gibt es vier gute Vorbilder: Laubach-Müllenbach und Uersfeld und Kaisersesch und Darscheid.

Also.... :D

Ich mag diese Art von Recherchen. Damit wird (für mich) so etwas ganz normales wie "Gleisnummer" zu etwas spezielles das man sich jedes mal erinnert wenn man ein Zug auf "Gleis 2" einfahren lässt.

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#33

Beitrag von DB-IV-Proto87 » Fr 1. Apr 2016, 23:19

Beste Reinout,

bei 50km/h Streckengeschwindigkeit genügt eine Trapeztafel, natürlich "darfst" Du auch ein "richtiges" Einfahrsignal aufstellen, bei dem ist die Dreibegriffigkeit aber dann überflüssig. Für Zugfahrten sind keine Weichen zugelassen, die weniger als 40km/h erlauben; somit ist die Geschwindigkeitsdifferenz zu klein um Hp2 zu erzwingen.

Die beste Geschichte für Dich wäre eine frühere Hg von 60km/h in Kombination mit einer Weiche für 40km/h, dann ist das dreibegriffige Einfahrsignal erforderlich gewesen. Nach Einstellung der Streckenfortsetzung und Reduktion der Hg auf 50km/h hat man es einfach belassen.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander
Zuletzt geändert von DB-IV-Proto87 am Sa 2. Apr 2016, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#34

Beitrag von reinout » Sa 2. Apr 2016, 10:06

Ich werde das dreibegriffiges Signal behalten. Ich habe eine ziemlich gute Begründung dafür gefunden wofür ich die Streckengeschwindigkeit nicht auf 60km/h anzuheben bedarf: Manderscheid-Pantenburg an der naheliegende Daun-Wittlich Strecke. Hier gibt es ein Gleisplan aus 1953 worauf driebegriffige Einfahrsignale zu erkennen sein.

Gleichzeitig war die Streckengeschwindigkeit dort teils 40, teils 50 km/h (laut Buchfahrplan Sommer 1972 das ich erstaunlicherweise auf eine holländische Modellbauaustellung fand!):

Bild

Meine Annahme ist das man irgendwo gerne Unterschied machte zwischen Hauptgleis und Durchgangsgleis, obwohl das Geschwindigkeitsunterschied nicht groß ist.

Ok... Jetzt brauche ich denke ich nur noch ein bisschen auszusuchen was ich noch an Schilder brauche. (Ankündigung Hauptsignal usw.)

Danke alle für die Hilfe!

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#35

Beitrag von DB-IV-Proto87 » Sa 2. Apr 2016, 14:31

Hallo Reinout,

das Einfahrsignal kündigst Du 400m vorher mittels Vorsignaltafel an.

Grüße aus Nürnberg,

Alexander
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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#36

Beitrag von reinout » Sa 2. Apr 2016, 15:20

Ah, "400m" meint "weit auserhalb diese Module". Das ist also einfach :)

Weniger einfach: versuchen mit etwas Kram aus dem Baumarkt, vier Mikroschalter und einige Profile ein Hebelbank zu basteln:

Bild

Ich denke etwas zu haben das gut genug funktioniert, aber das muss sich noch beweisen :D

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#37

Beitrag von reinout » Sa 2. Apr 2016, 21:22

Ich habe die Basis der Hebelbank fertig!



In meine eigentlichen Fred habe ich eine ausführige Bauanleitung! (Ich wolle nicht zuviel duplizieren zwischen zwei Freds).

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#38

Beitrag von 211064 » So 3. Apr 2016, 16:00

Hallo Reinoud,

deine Schlüssellösung :gfm:, sehr vorbildnah!

Ich habe eine Anregung für dich, wie du die Schlüsselfreigabe gestalten könntest. Darf ich dir die Lösung aus Appeldorn (nein, nicht die holländische :wink: Stadt, sondern das Dorf bei Kalkar am Niederrhein) zeigen? Appeldorn war eine unbesetzte "Ausweichanschlussstelle". In dem dort von der Strecke Xanten - Kleve abzweigende Ladegleis konnte sich eine Übergabe einschließen und einen anderen Zug passieren lassen. Dazu stand zwischen Weiche und Gleissperre diese Fernsprechbude (Ich habe das Papierbild nur abfotografiert, dadurch ist die Qualität nicht so gut, sorry):

Bild

Darin befanden sich ein Blockkasten, ein Schlüsselbrett (linke Seitenwand), ein Streckenfernsprecher und eine Menge anderer Kram:

Bild

Über den Blockkasten konnte der Fahrdienstleiter in Marienbaum den Schlüssel freigeben, der links am Blockkasten im Schloss steckt. Dann waren die Ausfahrsignale in Marienbaum und Kalkar verschlossen, kein Zug konnte die Bahnhöfe Richtung Appeldorn verlassen.

Da der Eisenbahnverein, bei dem ich langezeit mitgearbeitet habe, die Fernsprechbude abbauen durfte, habe ich das Schlüsselbrett im Keller. Den Blockkasten leider nicht, der war einfach zu schwer ...

Bild

Hier sind zwei Schlüssel nötig, um den Schlüssel für die Weiche (oben) freizubekommen. Das Schloss links unten wird mit dem Schlüssel geöffnet, der im Blockkasten steckt, das Schloss rechts unten ist mit "Zf" beschriftet - Zugführer. Diesen Schlüssel führte der Zugführer oder Rangierleiter mit sich, der ihn in Kalkar bekam. Von dort aus wurde Appeldorn mit einer Sperrfahrt bedient. Nur wenn die beiden unteren Schlösser aufgeschlossen waren, ließ sich das obere Schloss verschließen, sodass der Schlüssel frei wurde.

Bild

Der Weichenschlüssel ist frei:

Bild

Leider weiß ich bisher nicht, wie die Fahrdienstleiter in Kalkar und Marienbaum mit der Anschlussfreigabe zusammengearbeitet haben :shame: . Der Rangierleiter musste telefonisch bei einem der beiden Fahrdienstleiter die Schlüsselfreigabe anfordern. Der Fahrdienstleiter gab den Schlüssel frei, indem er das entsprechende Blockfeld bediente. dadurch sperrte er seine Ausfahrsignale und die des Bahnhofs in der anderen Richtung. Vielleicht finde ich das noch genauer heraus.

Viel Spaß auf jeden Fall mit deinen Schlüsseln!
Viele Grüße
Christoph

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#39

Beitrag von reinout » So 3. Apr 2016, 22:03

Das ist schön! Das Bild mit die drei Schlösser zeigt eine sehr einfache Lösung um die Abhängigkeit sicher zu stellen. Nur drei Schlösser. Genial.

Auch die Wellblechbude: ich wusste nicht das soviel Kram darin passte :)

So eine Blockkasten war da um die "elektrische" Welt mit die mechanische Welt zu verbinden. Also ein elektrisches Signal von die Blockkasten (oder eine Blockkasten in ein anderes Bahnhof) konnte mittels elektro-mechanische Motoren (oder so etwas) Einfluss haben auf die mechanische Welt der Hebelbank oder von Schlösser.

Was ich vermute vom Betriebablauf in Appeldorn:

Ok, die Strecke Marienbaum-Kalkar ist also gesperrt für eine Sperrfahrt nach Appeldorn. "Gesperrt" meint das die Strecke mittels eine elektrische Strom das zutreffende "Blockfeld" in Marienbaum und Kalkar gesperrt ist. "Blockfeld" meint "ein weises oder rotes Fenster im Blockkasten". "Elektrische Strom" meint "ich habe so eine Taste oben auf die Blockkasten eingedrückt und 7 mal an die Kurbel rechts gedräht um Strom aufzuwecken".

Wenn der Zug in Appeldorn eintrefft und um Schlüsselfreigabe fragt drückt der Fdl in Appeldorn auf die Taste des Blockfeldes "Schlüsselfreigabe Appeldorn" und dreht 7 Mal. Bestätigung der Taste ist nur möglich wenn der Strecke gesperrt ist ("Abhängigkeit"). Die Betätigung der Taste + Stromerzeugung schaltet das Blockfeld "Schlüsselfreigabe" ein. Das zugehörige Fenster wird jetzt Rot (statt das normale Weiß). Dasselbe passiert in das (einzige) Blockfeld von Appeldorn. In Appeldorn wird elektro-mechanisch hierdurch auch das Schloss freigegeben.

In Marienbaum wirdt (durch Abhängichkeit) hierdurch auch die Streckensperrung "gesperrt": die Streckensperrung kann nicht zurückgenommen werden weil offenbar ein Zug halbwegs am arbeit ist!

Der Zugführer kann in Appeldorn jetzt den Schlüssel entnehmen. Alles weitere (Weichenschlüssel entnehmen, öffnen, Gleissperreschlüssel entnehmen, usw) ist lokal rein mechanisch geregelt.

Wenn der Zug sich selbst eingesperrt hat und die Weiche wieder im Grundstellung ist kann der Zugführerschlüssel und Blockwerkschlüssel wieder ausgenommen werden. Blockwerkschlüssel im Blockwerk einstecken. Damit wird es möglich die Taste oben auf das einzigen Blockfeld ("Schlüsselfreigabe) zu betätigen und zugleich 7x an die Kurbel zu drehen. Elektro-mechanisch verschließt das am Blockkasten die Blockwerkschlüssel wieder. Elektrisch schaltet es im Blockkasten in Marienbaum das Blockfeld "Schlüsselfreigabe Appeldorn" wieder frei. Hierdurch
wird auch das Streckensperrung-Blockfeld wieder freigegeben für mögliches entblocken.

Jetzt ruft der Zugführer den Fdl Marienbaum an und sagt, er habe sein Zug eingesperrt. Der Fdl Marienbaum beendet jetzt in sein Zugmeldebuch die Sperrfahrt. Fdl Marienbaum ruft Fdl Kalkar an und sagt, der Sperrfahrt ist beendet. Dann hebt er mittels Blockkasten der Streckenblockierung auf. Jetzt kann die Strecke für andere Züge benutzt werden.

Wenn der Zug aus Appeldorn wieder zurück wollt, passiert das ganze in die andere Reihenfolge. Anrufen aus Appeldorn. In Marienbaum Kalkar anrufen. Strecke sperren. Schlüsselfreigabe betätigen. Usw.

Jedenfalls.... so etwas meine ich :D Wahrscheinlich nicht 100% OK. Möglicherweise wird die Strecke zwischen Marienbaum und Kalkar nicht mittels Blockkasten gesperrt, aber nur mittels ein "Hilfsschild" (mit Text "Sperrfahrt") das in Marienbaum und Kalkar an die Fahrstraßenhebel gehängt wird. Zum Beispiel.

Frage die ich (hierdurch) jetzt habe: wird so eine "Rangiererlaubnis" Schlüssel (in Realität wahrscheinlich ein Schlüssel womit die eigentliche Weichenschlüssel entnommen werden können) im Bahnhof mittels eines Blockfeld freigeschaltet? Also elektro-mechanisch? Oder wird so eine Schlüssel rein mechanisch im Hebelbank integriert?

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#40

Beitrag von 211064 » Mo 4. Apr 2016, 21:30

Hi Reinoud,

Du kennst dich ja bestens aus! Die Funktionsweise hast Du gut beschrieben, die Blockfelder werden mit elektromagnetischen Impulsen gesperrt und entsperrt. Ich hab das Innenleben eines solchen Blockfeldes hier, kann ich gerne fotografieren.
Mit deiner Beschreibung bist Du vermutlich nah dran am Ablauf. Aber es passt noch nicht ganz. Wobei ich dich auf die falsche Spur gesetzt habe. Die Bedienung von Appeldorn erfolgte vermutlich im Rahmen einer Zugfahrt nach Marienbaum und nicht als Sperrfahrt. Marienbaum war der letzte Bahnhof an der Strecke, der von Kleve aus bedient wurde. Ab Xanten war Moers bzw. Millingen zuständig. Wenn die Bedienung als Sperrfahrt erfolgt wäre, würde die Sperrfahrt ja wieder nach Kalkar zurückkehren und die Schlüsselfreigabe in Appeldorn wäre überflüssig, den Schlüssel würde die Sperrfahrt mitnehmen. Wenn die Bedienung erfolgt, während der Zug von Bahnhof zu Bahnhof zuckelt, ist der Blockkasten nötig, um für Zugfahrten zwischen Kalkar und Marienbaum sicherzustellen, dass die Weiche in Appeldorn richtig liegt und verschlossen ist. Dann fehlt der Schlüssel nicht irgendwo, was die Strecke zu lange blockieren würde.
Soweit so gut. Habe ich mich verständlich ausgedrückt?
Was mir noch nicht klar ist: Warum war auch noch ein Zugführerschlüssel nötig? Gab es in Kalkar dafür auch eine Abhängigkeit? In Marienbaum befand sich in der Hebelbank übrigens ein Riegel für die Anschlussbedienung. Wie gesagt, ich weiß, wen ich fragen kann.
Zu deiner Frage: der Schlüssel für die Freigabe der Weichenschlüssel steckt in einem Schloss in der Hebelbank und wirkt darüber auf das Verschlussregister.
Viele Grüße
Christoph

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#41

Beitrag von reinout » Di 5. Apr 2016, 09:55

Die Zugführerschlüssel wird fast "überall" benötigt. Ich habe die Eindruck das damit ganz einfach sichergestellt wird das die Schlüssel nicht irgendwo steckengeblieben/vergessen ist. Wenn am vorigen Bahnhof die Schlüssel versehentlich noch in irgendeine nicht-verschlossene Weiche steckt.... bemerkt man das schnellstens wenn die Schlüssel oft gebraucht wird.

Kein Sperrfahrt: ok. Das macht es ein bisschen einfacher.

Ein Bild der Marienbaumer Riegel im Hebelbank würde mich sicher interessieren!

Zu meiner Frage: ok, ein Hebelbankschloss also? Ich denke, das passt auch am schönsten zu meine heutige Lösung. Es ist dann ein bisschen vereinfacht weil ich nur ein Schlüsseltyp habe. Noch realistischer wäre das mit der Schlüssel aus dem Hebelbankschloss ein anderes Schloss in ein "Schlösserwerk" entschließt wird wodurch die drei separate Weichenschlüssel entschlossen werden.... Das ist mich zu aufwendig und ich habe auch nicht genügend Platz dafür :)

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#42

Beitrag von 211064 » Fr 8. Apr 2016, 20:56

reinout hat geschrieben:
Ein Bild der Marienbaumer Riegel im Hebelbank würde mich sicher interessieren!
Hallo Reionout,

die Marienbaumer Hebelbank:

Bild

Allerdings ist der entscheidende Bereich unten ziemlich dunkel. Ich habe aber hier im Forum ein Bild eines solchen Hebelbank-Schlosses gefunden - hier.
Viele Grüße
Christoph

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#43

Beitrag von Jürgen » Fr 8. Apr 2016, 23:05

Hallo Christoph,

habe Dein Bild etwas überarbeitet. Leider kann ich bei jpgs in der Qualität nicht mehr eraus holen. Wenn es Dich stört, werfe ich es wieder raus-

Grüße
Jürgen

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#44

Beitrag von reinout » Sa 9. Apr 2016, 11:16

Christoph: dank für das Bild. Jügen, dank das es jetzt sichtbar ist :)

Ja, das Bild hilft. Ich überlege mich deshalb noch ob ich mein Plan etwas abändern woll :) Es gibt mich jedenfalls eine zweite Möglichkeit. Ich hoffe heute Abend etwas vorlegen zu können.

Auch auffallend: die Reihenfolge und Platzierung. Ich dachte, die blaue Weichenhebel gehören links, im mitte die rote Signalhebel und rechts der Blockkasten. Und es gehört an die dem Fenster gegenüberliegende Wand.

In Realität war es also oft anders als im Theorie :D

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#45

Beitrag von reinout » Sa 9. Apr 2016, 21:54

In meine "Eifelburgenbahn" Fred habe ich die aktuelle Situation erläutert. Hier das letzte Bild:

Bild

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#46

Beitrag von 211064 » Mo 11. Apr 2016, 19:42

Danke, Jürgen, für die Aufhellung :wink:. Darauf hätte ich auch selbst kommen können ...

@Reinoud: Meine Kommentar zur Hebelbank habe ich im Eifelburgenbahn-Thread hinterlassen.
Viele Grüße
Christoph

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#47

Beitrag von reinout » Do 14. Apr 2016, 09:03

In meine Eifelburgenbahn Fred hat alles jetzt ein bisschen Farbe bekommen:

Bild

Ich meine, etwas blasses "Machinengrün" und ein bisschen "Grau" ist OK?

Ich werde später noch Schilder usw hinzufügen. Und ich überlege mich auch noch an einige Verkleidung um die Fahrstraßenhebel.

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#48

Beitrag von reinout » Fr 15. Apr 2016, 01:04

Ich habe mich einige vorläufige Schilder gebastelt:

Bild

Meine Frage: die Text beim Schloss, ist das OK? "Schlüsselsperre für ortsgestellte Weichen".

Normalerweise benutzte man so eine Schlüssel um im Schlüsselwerk die Weihenschlüssel zu entschließen. Ich benutze die Schlüssel direkt für die Weichen.

Was ich eigentlich meine: soll so eine Beschriftung positiv oder negativ sein? Ich habe es als etwas negatives Beschriftet. Es sperrt die Weichen. Positiv wäre etwa "Rangiererlaubnis".

Also: ist es OK so? Andere Vorschläge?

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#49

Beitrag von reinout » So 1. Mai 2016, 23:00

Ich habe nochmals eine "Kontrolle erwünscht" Frage: über Fahrstraßenauslösung. Die Fragen habe ich hierunter fettgedruckt dargestellt. Zuerst als Verdeutlichung ein aktuelles Bild:

Bild

Die Frage ist über die grüne Blockkasten. Zwei Kippschalter (ein-aus-ein). Die Erste für "a2"/"a1", also Einfahrt ab signal A (=Einfahrsignal) nach Gleis 2 oder 1. Die Zweite "Nach Berenbach ab Gleis 2"/"... ab Gleis 1".

Die Erste, für Einfahrten, hat eine grüne Festlegungstaste oben auf den Blockkasten. Wenn betätigt leuchtet das weiße LED darunter und ist die Fahrstraße festgelegt.

Ich dachte, automatische Gleiskontakte, die gibt es nicht in so ein "billiges" Bahnhof. Also keine automatische Fahrstraßenauslösung. Also, dachte ich irgendwo gelesen zu haben, wird die Fahrstraße ausgelöst durch das Einfahrsignal wider auf "Halt" zu stellen. Ist das möglich/vorbildgerecht?

In eine alte Miba habe ich ein mechanisches Modellstellwerk gefunden mit eine Fahrstraßenauslösetaste mit eine Schlüssel darunter. Das habe ich noch nicht in ein reales Vorbild aufgefunden. Weiß jemand wie das funktioniert? Und speziell: welche Schlüssel ist das? Zugführerschlüssel? Streckenschlüssel? Und ist das ein Schlüssel die es nicht im Bahnhof gibt?

Und die Fahrstraße für ausfahrende Züge hat keine dazugehörige Ausfahrsignale weil es keine gibt. Ich bin ziemlich sicher das ich Bilder gesehen habe wo es doch Fahrstraßenhebel für solche Zugfahrten gab obwohl es keine Fahrstraßenfestlegung gab. Ich kann die Bilder aber nicht gleich finden. Gab es Fahrstraßen ohne Festlegung? Ich meine, es ist möglich. Nur ein bisschen extra Sicherheit. Vielleicht mit eine Hilfssperre "es gibt jetzt eine Zugfahrt" am Fahrstraßenhebel?

Ich habe, ehrlich gesagt, nicht geplant jetzt gleich viel zu Ändern, aber jede Bemerkung wird im Stellwerk des zweiten Bahnhofs einfließen! Und vielleicht kann ich auch beim heutigen Blockkasten noch etwas kleines Abändern. Die ganze Logik muss ich noch programmieren ("Arduino" Steuerung), also das ist sehr flexibel.

Mensch... ich bleibe bei meine Meinung das es viel leichter ist ein völlig ausgebautes Stellwerk inklusive Ausfahrsignale und Streckenblock zu bauen. Die meiste Vorbilder sind darauf ausgerichtet. Und das ist auch worüber geschrieben wird. So eine kleine Nebenbahn ohne Ausfahrsignale wie ich baue... Dafür gibt es viel weniger Material :) Das macht es auch interessant, finde ich :)

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Re: Kontrolle erwünscht: Nebenbahnbahnhof mit Esig, ohne Asig

#50

Beitrag von Remo Suriani » Di 3. Mai 2016, 21:06

Beste Reinout,

ich schreibe auch noch einmal hier, der Vollständigkeit halber ;-)

Das Auflösen der Fahrstraße kann nicht an das zurückstellen des Signals gekoppelt sein. Das hat einen ganz einfachen Grund: Würde man das Signal in einer Notsituation vorzeitig auf halt stellen, darf sich die Fahrstraße nicht auflösen. Daher sind diese Schritte getrennt: Ich darf die Fahsrtraße erst aufklösen, wenn der Zug steht, oder die Signalzugschlusstelle (habe ich ja schn von geschrieben passiert wurde). Das Signal stele ich aber ggf. zurücl, wenn keine der beiden Bedingungen erfüllt sind - Eben in einer Notsituation, bei einer Fehlleitung, oder ggf. auch aus Versehen.

Für das Auflösen kenne ich persönlich 3 Vaianten:
- Kontakt (z.B. S44) löst Fahsrtraße auf
- Kontakt+Mitwirktaste (Erst wenn der Kontakt befahren wurde, kann man die Tatse zum auflösen betätigen). Gibt es teilweise auch zwischen Stellwerken: Fahsrtraße beim Wärter, Kontakt wird überfahren, gibt beim Fdl die Mitwirktaste frei und der kann dem Weichenwärter per Taste nun die Fahrstraße auflösen.
- Nur per Taste (bin mit nicht sicher, den Fall kenne ich nicht, kann mir aber vorstellen, dass es das bei einfachen Verhälnissen - wie bei Dir - gibt). Hier wäre ein Beleg hilfreich, ich habe keinen.

Für den Fall Kontakt + Taste gibt hier eine gute Beschreibung: (auch wie der Kontakt technisch funktioniert) http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung ... onFile&v=3
Seite 11, Kapitel 4.4, ab dem zweiten Absatz.

Eine Variante mit Schlüssel ist mir nicht bekannt, könnte eventuelle eine Variante im signalisiertem Zugleitbetrieb sein, aber für eine besetzte Betriebsstelle wäre mir das unbekannt.

Nun zur Ausfahrzugstraße:
Ich persönlich kann mir eine Fahsrtraße ohne Festlegung nicht so richtig vorstellen. Das Signal selber ist ja keine Bedingung für eine Fahrstraße, daher ist sie ohne Signal nicht weniger schützendwert, es ist eine Fahrstraße, wie jede anderen auch. Und diese ist zu Sichern. Der Fahrsraßenhebel stellt dabei keine ausreichende Sicherung da, da damit PEPSi (Merkwort zur Fahrwegsicherung) nicht vollständig ist:

Prüfen - Meint das Prüfen auf Freisen von Gleisen und weichen
Einstellen - der Fahrwegelemente
Prüfen - auf richtige Lage! Das passiert im mechanischen Stellwerk über den Fahsrtraßenhebel - per Definition sichert er nicht
Sichern - Festlegen der Fahrsrtraße

Gemäß heutigen Regelwerk muss man eine Hilfssperre anbringen, wenn man den Fahrstraßenhebel nicht festlegen kann. Es handelt sich hierbei aber um keine Regelhandlung. Der Fall ohne Asigs im mech. Stellwerk ist wohl heute nicht mehr vorgsehen, aber ich kann mir auch schwer vorstellen, dass eine Hilfssperre mal Regelandlung war (sonst hieße sie ja nicht Hilfssperre).

Wie es nun aber genau dort ausseht, kann ich auch nur spekulieren. Ich habe nur ein sehr ungutes Gefühl bei einer nicht festgelegten Fahrstraße. Das Wiederspricht meinem Verstädnis der Bahn von der Sicherheit der Fahrstraße und man kann der Bahn vieles nachsagen, aber das ist eigentlich eine seit Jahren feste Konstante, die sich von Mechanik bis zum ESTW durchzieht.

Trotz meiner Anerkung möchte ich aber betonen, dass wir jetzt hier wirklich bei ganz kleinen Kleinigkeiten sind. Sowas wie Du da baust, mit dem Vorbildnahe Betrieb ist genau mein Ding :-)
Viele Grüße
Dirk

Rheinfort
Übergabebahnhof an eingleisiger elektrifizierter Strecke (Ep V/VI)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=96070

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Zwischen Niebüll und Klanxbüll: nach Vorbild in Spur N
viewtopic.php?f=64&t=110645

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