Frage Zugbildung Triebwagen EP 3

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Frage Zugbildung Triebwagen EP 3

#1

Beitrag von Rangierleiter » Mi 17. Apr 2019, 06:10

Moin Modellbahnfreunde,

folgendes Problem: Ich arbeite an dem Projekt einer eingleisigen Nebenbahn im Hundeknochenprinzip, also von Endbahnhof zu Endbahnhof in der frühen EP 3. Geplant ist der Einsatz eines zweiteiligen Ferkeltaxis und eines ebenfalls zweiteiligen VT 135. Nun bestehen die zweiteiligen Sets meist aus Trieb-und Beiwagen, was mir mangels Umsetzmöglichkeit oder besser Drehung der Triebwagen nichts nützt. Eine Drehscheibe wird wohl auch kaum jeder dörfliche Endbahnhof besessen haben, fällt also aus. Nun meine Frage: Gab es zu dieser Zeit beim Vorbild Garnituren, welche aus zwei entgegengesetzt gekuppelten Triebwagen bestanden?



Gruß und Danke

Thomas

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katzenjogi
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Re: Frage Zugbildung Triebwagen EP 3

#2

Beitrag von katzenjogi » Mi 17. Apr 2019, 07:58

Hallo Thomas,

wenn Du im Hundeknochen-Prinzip planen würdest, wäre eigentlich die Umsetzmöglichkeit kein Problem. Denn als Hundeknochen wird ein Oval bezeichnet, deren gegenüberliegende Gleise so nah bei einander verlaufen, dass es wirkt wie eine zweigleisige Strecke. Bei nur einem Gleis wären die Wendekreise als Kehrschleife ausgelegt.

Wenn Du allerdings lediglich zwei Nebenbahnendbahnhöfe miteinander verbinden willst, wäre die fehlende Umsetzmöglichkeit tatsächlich ein Problem, zumal vom VT 135 bei der DR lediglich 8 Stück eingesetzt waren, und dazu passende Beiwagen gab es lediglich 6. Da dürften die Möglichkeiten, tatsächlich zwei Motorwagen zusammen einzusetzen, relativ gering gewesen sein. Vor allem da in der Regel die Strecke selbst die Einsatzmöglichkeiten vorgegeben hat. Sprich das Rollmaterial musste sich den Umgebungsbedingungen anpassen oder angepasst werden. Bei der Modellbahn passiert dies ja häufig umgekehrt.

D.h. dass selbst in der Realität bei einem Endbahnhof mit Drehscheibe die Motorwagen umgesetzt wurden, da dies weniger Arbeit gemacht haben dürfte, als den Triebwagen samt Beiwagen auf die Drehscheibe zu fahren und dort zu wenden. Im Gegensatz zu den meisten Modellbahn-BWs darf man nicht vergessen, dass die Drehscheiben häufig nicht in Sichtweite der Bahnsteige gelegen haben dürften, so dass ein Umfahren des Beiwagens über ein Nebengleis wesentlich schneller und einfacher war (und auch weniger Treibstoff verbraucht hat).

Aber so genau kenne ich mich mit den Gepflogenheiten der deutschen Reichsbahn in der Epoche III nicht aus :wink:

Liebe Grüße

Jürgen

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kartusche
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Re: Frage Zugbildung Triebwagen EP 3

#3

Beitrag von kartusche » Mi 17. Apr 2019, 09:01

Ferkeltaxe gibt es ja von Brawa und SaMo/Tillig (zumindest in H0). Mindestens die Brawa Version gab es mit Steuerwagen. Tillig wohl nur mit Beiwagen. Zu den VT135 (Piko, Tillig, Trix) gibt es keine Steuerwagen, das es das bei denen beim Vorbild auch nicht gab, soweit mir bekannt. Einsatz mit Steuerwagen heist der TW muss weder umgesetzt noch gewendet werden im Endbahnhof.
Gruss, Ralf

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Dwimbor
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Re: Frage Zugbildung Triebwagen EP 3

#4

Beitrag von Dwimbor » Do 18. Apr 2019, 13:39

katzenjogi hat geschrieben:
Mi 17. Apr 2019, 07:58
D.h. dass selbst in der Realität bei einem Endbahnhof mit Drehscheibe die Motorwagen umgesetzt wurden, da dies weniger Arbeit gemacht haben dürfte, als den Triebwagen samt Beiwagen auf die Drehscheibe zu fahren und dort zu wenden. Im Gegensatz zu den meisten Modellbahn-BWs darf man nicht vergessen, dass die Drehscheiben häufig nicht in Sichtweite der Bahnsteige gelegen haben dürften, so dass ein Umfahren des Beiwagens über ein Nebengleis wesentlich schneller und einfacher war (und auch weniger Treibstoff verbraucht hat).
Wenn die Drehscheibe am Ende des Bahnsteig lag, wurde das durchaus gemacht. Mir fällt spontan ein Bild vom alten Heidelberger Kopfbahnhof ein, auf dem ein einmotoriger Schienenbus samt Beiwagen gedreht wird.
Viele Grüsse, Michael

Einladung zum Gegenbesuch: Nibelheim II im Bau
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Bis bald!

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