(Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

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MK-Matthias
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(Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#1

Beitrag von MK-Matthias »

Hallo zusammen,
es ist doch eine merkwürdige Zeit momentan. Tolles Wetter, und doch sitzen die meisten von uns zu Hause. Während viele Bekannte und Verwandte jammern, genieße ich mit meiner Familie allerdings die Zeit. Da wir das Glück haben, eher ländlich zu leben und auch den Garten nutzen, ist die Corona-Krise zumindest für uns eine willkommene Entschleunigung zum normalen Alltag. Dass ich zur Risikogruppe gehöre, tut sein Übriges, dass ich gerade sehr viel Zeit zu Hause verbringe. Tja, und wie das so ist: Hat man Zeit, reifen (dumme?) Ideen. :lol:

Eigentlich begann die Idee mit meinem Vater. Er erzählte, dass er die Zeit zu Hause nutzt, um an seiner Gartenbahn weiter zu bauen, welche begonnen wurde als ich noch im elterlichen Haushalt lebte. Daher hatte ich auch noch ein paar LGB-Fahrzeuge in einer Kiste liegen und fragte meinen Vater, ob er nicht Interesse daran hätte. Wenig später suchte ich den besagten Karton mal heraus und betrachtete mir die Waggons.

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Ach, die sehen ja noch richtig gut aus. Eigentlich könnte ich sie ja mal in den Garten stellen und schauen, wie das aussieht. Nur um zu gucken. Denn ich möchte sie ja abgeben...

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Im Garten sehen die Modelle ja noch schöner aus. Eigentlich würde sich so eine Bahn ja ganz gut machen hier bei uns...

Eh ich mich versah, saß ich auf der Terrasse und schaute bei E**y-Kleinanzeigen nach Gleisen. Nur zum gucken, ob die Lok noch funktioniert...

Allerdings gibt es Entscheidungen, die werden einem einfach abgenommen. So auch bei mir, als wenig später unsere 4-jährige Tochter in den Garten kam, die Fahrzeuge sah, und begeistert war. In dem Moment war irgendwie klar, dass die Fahrzeuge doch nicht weggegeben werden würden. :)
Im Familienrat wurde dann gemeinsam überlegt, wo denn eine kleine Strecke überhaupt gebaut werden könnte. Zumindest irgendwann einmal. Aber natürlich nicht jetzt sofort.
Zwei Tage später wurde günstig ein gebrauchter Schienenkreis gekauft, ohne persönlichen Kontakt natürlich. Merkwürdige Situation. Der Verkäufer stelle mir die Kiste mit Gleisen vor die Tür, ich nahm die Kurven heraus und legte das Geld hinein. Aber die Gesundheit geht vor.

Zu Hause wurde dann erstmal ausprobiert, ob ich die geplante Kehrschleife um einen Baumstamm hinbekomme. Ja, das würde gehen, auch wenn ich beim Radius R1 bleiben muss:

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Am nächsten Tag wurde der Kreis dann auf der Terrasse aufgebaut und die Lok darauf gestellt, nachdem ich zwei Kabel an die Schienen gelötet hatte. So drehte die "kleine Dicke" zur Freude unserer Tochter ihre Runden und schaffte mit Ach und Krach alle 4 Waggons. Am selben Tag fragte mich mein Vater, ob ich einige Gleise brauchen könne, da er auch größere Fahrzeuge besitzt und deshalb keinen R1 mehr verbaut hat. Das Angebot kam natürlich genau passend, da ich (erstmal) um den R1 nicht drum herum kommen werde.

So stand dann am Samstag Morgen fest, dass es nicht nur beim Gucken bleiben wird. Spontan wurde ein Zementkübel in den Kofferraum geworfen und dem örtlichen Baustoffhändler ein Besuch abgestattet.

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Allerdings verschätzt man sich enorm, was die benötigte Menge angeht. Die nächste Ladung habe ich direkt mit dem Anhänger geholt...
Das Wochenende über wurde dann der Split verarbeitet. Der Bereich der Wendeschleife ist aufgrund von Baumwurzeln der höchste Punkt der zukünftigen Strecke. Daher musste hier erstmal eine Ebene geschaffen werden:

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Da ich noch nicht wirklich viele Gleise habe, wurde der Kreis provisorisch geschlossen. Somit konnte unsere Tochter schon mit der Bahn spielen, obwohl die Strecke noch nicht ansatzweise fertig ist.

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Eine Woche später traf dann noch eine gebrauchte Kehrschleifensteuerung bei mir ein. Es wird feinste 70er-Jahre-High-Tech zum Einsatz kommen. :lol:
Da es langfristig nicht nur bei einer Lok bleiben wird, und ich dann auf Digitalbetrieb umstellen werde, möchte ich nicht viel Geld in analoge Technik stecken. Aus diesem Grund wird die Steuerung mit einem "Polator" von Kutter-Modelltechnik erfolgen:

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Zwischenzeitlich habe ich dann eine von drei Weichen, welche ich von meinem Vater bekommen habe, wieder gangbar gemacht. Zuerst hatte ich nur den (Hand-) Antrieb abmontiert um ihn zu reinigen, merke aber dann, dass sie Weiche selber sehr schwergängig ist. Also eine Radikalkur mit Gartenschlauch, Backofenreiniger und abschließend Behandlung mit einem Schienenradierer. Mit letzterem habe ich vor allem die Gleitflächen der Weichenzunge wieder blank bekommen. Nun fällt die Zunge bei demontiertem Stellantrieb von alleine hin und her, wenn man die Weiche in der Hand bewegt. Nach dem Einbau wird sie noch ein wenig Fett bekommen, dann sollte das klappen.
Betrieben wird die Weiche an der Kehrschleife als Rückfallweiche, somit bleibt es bei einem Handantrieb.

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Da das Wetter die letzten Tage nicht so toll war, ging es an der Bahn lediglich mit einer unliebsamen, aber notwendigen Aufgabe weiter: Der Verkabelung. Für eine sichere Stromversorgung im Freilandbetrieb gibt es ja relativ viele verschiedene Lösungsansätze. Ich hatte zuerst vor, die Schienen zumindest im Bereich der Kehrschleife fest miteinander zu verlöten. Hierbei würden jedoch die Kunststoffschwellen durch die Hitze schmelzen. Daher bin ich nun den selben Weg gegangen wie bei meiner H0e-Anlage: Jedes Stück Schiene bekommt eine eigene Zuleitung. Um etwas flexibler zu sein, falls mal ein Gleisstück ausgetauscht werden muss, habe ich die Zuleitungen nicht direkt neben dem Gleis verbunden, sondern diese werden alle zusammen in einer Verteilerdose angeschlossen. Sieht daher wild aus, ist aber harmlos. Einfach alle Kabel einer Farbe zusammenstecken, schon bleiben nur noch zwei Pole übrig.
Beim weiteren Streckenbau wird das ganze auch deutlich harmloser, da ich außerhalb der Kehrschleife Flexgleise mit mindestens 150cm Länge verwenden werde. Das verringert die nötigen Zuleitungen.

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Ein paar zusätzliche Kabel kamen dann doch noch hinzu, denn die notwendigen Trennstellen und Übergangsabschnitte für die Kehrschleife habe ich auch schon eingeplant. Die gelben Dinger von LGB werde ich allerdings vor dem finalen Einbau noch in einer dezenteren Farbe lackieren. In der Garage dürfte sich noch eine Dose freundliches Schwarz matt finden.

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Das ist nun erst einmal der aktuelle Stand der Anlage. Diese Woche steht noch der Aufbau eines Kletterturmes im Garten an, mal schauen ob ich trotzdem an der Anlage weiter machen kann. Material wurde jedenfalls am Wochenende bereits beschafft: :bigeek:

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Viele Grüße
Matthias

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Meteor
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#2

Beitrag von Meteor »

Hallo Matthias,

netter Bericht. Allerdings finde ich die Überschrift im derzeitigen Kontext unangemessen. Das Bild vom Modellbahnvirus ist zwar verbreitet, heutzutage weckt es aber doch sehr negative Assoziationen.

Witzig finde ich den Polator. Das Ding habe ich auch noch im Keller. "möchte ich nicht viel Geld in analoge Technik stecken. Aus diesem Grund wird die Steuerung mit einem "Polator" von Kutter-Modelltechnik erfolgen" ist natürlich relativ. Wenn Du das Ding günstig bekommen hast, ist der Originalpreis natürlich zweitrangig. Für mich sind das auch sunk costs. Aber immerhin hat es mal 490 DM gekostet, steht bei Dir noch drauf. Das sind dann auch €250. Ganz so viel habe ich damals in dne 80ern nicht gezahlt, ich habe es afair direkt in Nürnberg auf der Messe gekauft. Bei den kleineren Firmen ging das eigentlich immer, auch wenn die Spielwarenmesse das nicht so gern sieht. Die Schafbergbahn von Gerard hab ich auch von dort.
MK-Matthias hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 08:24
Eine Woche später traf dann noch eine gebrauchte Kehrschleifensteuerung bei mir ein. Es wird feinste 70er-Jahre-High-Tech zum Einsatz kommen. :lol:
Da es langfristig nicht nur bei einer Lok bleiben wird, und ich dann auf Digitalbetrieb umstellen werde, möchte ich nicht viel Geld in analoge Technik stecken. Aus diesem Grund wird die Steuerung mit einem "Polator" von Kutter-Modelltechnik erfolgen:

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Die Bilder sind toll, da bekomme ich Lust auf Grtenbahn obwohl das eigentlich nicht mein Hobby ist - gerne mehr davon.
Mit freundlichem Gruß

Stefan

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MK-Matthias
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#3

Beitrag von MK-Matthias »

Hallo Stefan,

danke für deine Antwort.

Dir Überschrift zwang sich fast schon auf, da die Fahrzeuge ohne die derzeitige Situation vermutlich weitere Jahrzehnte im Regal gelegen hätten. Und ein paar positive Dinge in Zeiten von Corona brauchten wir doch auch. :wink:

Den Polator habe ich eher zufällig bei Eb*y-Kleinanzeigen entdeckt. Ich war mir noch nicht einmal sicher, ob er den von mir gewünschten Betrieb, das Durchfahren von Kehrschleifen ohne anzuhalten, ermöglichen würde. Auch der Verkäufer konnte mir dies nicht zweifelsfrei bestätigen, in der Anleitung fand sich aber dann zum Glück der Hinweis. Da er für gerade einmal 25 Euro inseriert war, bin ich das Risiko eingegangen.
Witzigerweise habe ich die benötigten Isolierverbinder unwissend bei dem selben Geschäft bestellt, in dem laut Aufkleber in der Anleitung seinerzeit der Polator gekauft wurde. Die Welt ist offenbar klein. :D
Sobald irgendwann eine zweite Lok angeschafft wird, werde ich allerdings auf digitale Kehrschleifenmodule umrüsten müssen.

Mir ist aufgefallen, dass ich noch nichts zum Konzept geschrieben habe.

Im Garten werde ich gar nicht erst versuchen, eine möglichst vorbildgetreue Bahn zu bauen. Schon allein, weil die Bepflanzung neben der Strecke etwa 22,5-fach zu groß für die Baugröße ist. Der Focus liegt daher auf dem Spaß an der Sache, gerne auch mit meiner Tochter zusammen. Denn meine bisherige H0e-Anlage findet sie eher langweilig. Dort ist alles so zerbrechlich und die Waggons dürfen auch nicht mit ihren Tierfiguren beladen werden... :lol:
Somit ist die Gartenbahn eine Spielbahn. Die Kehrschleife im Radius 1 kann ich daher auch verschmerzen. Irgendwann einmal werde ich die Bahn erweitern und die hintere Terrasse umfahren. Dann werde ich auch ausschließlich großzügige Radien verbauen, die Kehrschleife wird dann nur noch von kurzen zweiachsigen Fahrzeugen genutzt werden. Ich träume ja immer noch von einem Wismarer...

Der Gleisplan ist schnell beschrieben. Zuerst war ein Hundeknochen geplant, allerdings erscheint mir eine zweigleisige Strecke bei einer Schmalspurbahn dann doch übertrieben, sofern es sich nicht z.B. um ein Vorbild aus der Schweiz handelt. Daher wurde stattdessen eine eingleisige Strecke mit je einer Kehrschleife am Ende geplant. Am noch zu bauenden Ende wird außerdem ein (vorerst) zweigleisiger Bahnhof gebaut werden. Mit diesem Konzept kann die Gartenbahn sowohl "aktiv" genutzt werden, oder ich kann vom Liegestuhl aus einfach faul dem Zug zusehen. Einen Gleisplan habe ich auch erstellt, den müsste ich allerdings erst hochladen.

Somit werden auf jeden Fall noch weitere Bilder folgen. Der Split im Anhänger muss dort schließlich auch halbwegs zeitnah wieder raus... :fool:
Viele Grüße
Matthias

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#4

Beitrag von SiKZorro »

Hallo Matthias,

ich wünsche dir viel Spaß mit deinem neuen Hobby.

Ein Kommentar zur Stromeinspeisung:

Anstatt der original Schienenverbinder verwende ich Schraubverbinder.
Da ersparst du dir so oft Strom einspeisen zu müssen.
Mit diesen Verbindern speise ich zig Meter Strecke nur 2 mal ein.

Grüße

Zvoni
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Lanz-Franz
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#5

Beitrag von Lanz-Franz »

Hallo Matthias.
Na dann... :welcome: im Bereich der (nicht nur) Gartenbahner :)
Für den Start hast doch schon etliches zur Verfügung und installiert.
Und keine falsche Scham bei Playmo bei der Gartenbahn. :)
Gibt sogar Gebäude die in etwa passen und deiner Tochter wahrscheinlich zusätzlichen Spielspass bereiten.
Weiterhin viel Freude beim Bau und dem gemeinsamen "Eisenbahnspielen".
PS Ich hatt für meinen Enkel eine Toytraynlok zur Schiebelok umgebaut.
Hatte ihm vor einigen Jahren gefallen auf Knieen durch den Garten zu rutschen. (mit dem Zug).
MfG Werner
mfG Werner -und immer 50mA Reserve imTrafo :D
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Gartenbahn : http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1578793
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derOlli
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#6

Beitrag von derOlli »

Hallo Matthias, :D

auch ich hätte gerne eine Eisenbahn im Garten. Meine Frau sagt aber das wir dafür keinen Platz haben. Um so interessanter werden deine Bauberichte werden. Da kann ich ihr dann Bilder zeigen: Schau mal, so wie der Matthias baut können wir das auch im Garten machen. :D :D :D
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
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MK-Matthias
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#7

Beitrag von MK-Matthias »

Danke für eure Antworten. :D

Die Schraubverbinder hatte ich auch in der engeren Wahl und werde die vermutlich auf jeden Fall ausprobieren. Spätestens am Streckengleis, denn da werden sie sowieso mitgeliefert. Hauptgrund für die Kabel war eigentlich, dass ich damit an einem Samstag Abend begonnen habe. Die Rolle Kabel hatte ich ich zu Hause, geschraubte Schienenverbinder nicht. :wink:

Umbauten werde ich auf jeden Fall irgendwann beginnen. Viele Toy-Train-Fahrzeuge haben für mich ein großes Potential. Oft wirken sie schon ganz anders, wenn sie nicht mehr so knallbunt sind.

Ein Playtrain-Set hatte ich eigentlich schon bei Eb*y-Kleinanzeigen gefunden und auch schon bezahlt. Leider hat der Verkäufer es fast 3 Wochen nicht geschafft, das Set zu versenden. Naja, nachdem er es wenigstens geschafft hat, mir den Kaufpreis zu erstatten gab es eine entsprechende Bewertung und ich denke nicht mehr drüber nach. Stattdessen ist ja nun die LGB da. 8)

Olli, der kleinste Radius sind 600mm. Damit sollte auch in einem sehr kleinen Garten eine Anlage möglich sein. Solange man sich bewusst ist, sich damit auf eher kleine Fahrzeuge zu beschränken, finde ich das absolut ok. Bei größeren Modellen wird es wohl schwieriger. Mein Vater hat z.B. auch eine (umgebaute) Baureihe U, die sieht nicht nur sehr unschön aus im R1, sondern "zwängt" sich auch regelrecht dadurch. Das war auch der Grund, weshalb er seine R1-Weichen abgegeben hat.

Hier mal der Gleisplan der Anlage. Ist nichts Spektakuläres, aber darum geht es mir im Garten auch nicht. :wink:

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Natürlich gibt es auch schon ganz grobe Pläne für eine mögliche Erweiterung, aber auf keinen Fall in näherer Zukunft.... :fool:

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So würde ich wohl einen Rundkurs um den gesamten garten realisieren können, auf dem dann (manuell oder automatisch) zwei Züge gleichzeitig fahren könnten. Ggf. könnte auch noch ein dritter Zug die alte Strecke aus dem ursprünglichen Gleisplan befahren.

Denkbar (und natürlich schon vermessen und auf Machbarkeit geprüft) wäre auch eine Einfahrt ins Haus, verbunden mit einem Schattenbahnhof unter der Kellerdecke. Von der Idee habe ich meiner Frau aber lieber noch nichts erzählt. :mrgreen:
Viele Grüße
Matthias

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#8

Beitrag von Analogbahner »

Der Kreis ist wirklich niedlich... :mrgreen: :lol: :redzwinker:
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Blech_Maxe
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#9

Beitrag von Blech_Maxe »

Hallo Matthias,

ich kann den "Rückfall" voll und ganz nachvollziehen! Ich hatte genau die gleiche Überlegung und bin mittlerweile auch immer wieder mit der Maxi-Bahn draußen (einfache Spur 1 Blechmodelle). :D

Was mir direkt aufgefallen ist: Anscheinend verwendest Du kein Vlies unter dem Schotter. Das wiederum empfiehlt sich jedoch gegen ein Durchwachsen des Schotterbettes von unten und könnte ja zumindest beim weiteren Streckenbau berücksichtigt werden. Z.B. so etwas:
https://www.obi.de/folien-vliese/anti-u ... /p/9376062

Der von Lanz-Franz gemachte Vorschlag, Playmobil zu nutzen ist in dem Fall wirklich toll, die erste Playmobil-Eisenbahn war eine umgemodelte LGB und fuhr auf dem gleichen MEssinggleis. Der Maßstab passt sehr gut und es gibt dazu auch mehrere Bahnhöfe bzw. einen Güterschuppen. Mal auf die Schnelle was herausgesucht:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 92-23-7434
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 13-23-2137

Der hier läuft als Anregung "außer Konkurrenz", die Idee fand ich schön:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 1-249-2463

Viele Grüße und noch viel Spaß im Garten!

Dirk
Zuletzt geändert von Blech_Maxe am Di 5. Mai 2020, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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oligluck
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#10

Beitrag von oligluck »

Moin Olli,
derOlli hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 14:49 auch ich hätte gerne eine Eisenbahn im Garten. Meine Frau sagt aber das wir dafür keinen Platz haben.
Das ist nicht schwierig: sag' ihr, dass du nur die unteren 30-40cm benötigst, über alles darüber darf sie verfügen.
"Wäschespinne" wäre notfalls ein gutes Totschlagargument: du hängst die Wäsche auf und schon habt ihr einen Deal 8)
MK-Matthias hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 15:01 Denkbar (und natürlich schon vermessen und auf Machbarkeit geprüft) wäre auch eine Einfahrt ins Haus, verbunden mit einem Schattenbahnhof unter der Kellerdecke. Von der Idee habe ich meiner Frau aber lieber noch nichts erzählt. :mrgreen:
Auch hier steht und fällt alles mit der sorgsam gewählten Argumentationskette:
wir brauchen sowieso eine Katzenklappe. Sie wird, rein wirtschaftlich, günstiger, wenn sie noch einen Zweitnutzen erfährt.
Klar, die Katze muss gechipped werden, weil hier in der Nachbarschaft dutzende kleiner Schnurrer rumlaufen. Die LGB-Lok dann eben auch 8)

Ich bin noch nicht soweit, zu bauen, da noch in der Planung. Aber was ich sicher weiß: ich habe keine Lust, die Fahrzeuge rein und raus zu schleppen.
Einen Bahnhof indoor wird es also definitiv geben :)

Viele Grüße,
Oliver
Bleibt alle gesund!

volkerS
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#11

Beitrag von volkerS »

Hallo Matthias,
im Eröffnungsbeitrag beschreibst du die Mühen mit der Gangbarmachung der Weiche. Versau dir deine Arbeit nicht mit Fetten oder Ölen der Weiche.
Fett oder Öl in Verbindung mit Pollen oder (Sahara-)Staub, ich meinen den der so schön Autos versaut, bilden eine Masse die die Weiche erneut außer Gefecht setzt. Bei meinem Verein gibt es eine Outdooranlage die 365 Tage aufgebaut ist, alle Weichen sind ohne Schmiermittel. Einiges Problem:
keine Ästchen vom Baum darüber die die Weichenzungen blockieren.
Volker
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#12

Beitrag von Waldbart »

Hallo Matthias!

Gut zu hören, dass auch andere Menschen die Zeit positiv zur Entschleunigung nutzen können, aber zum Thema :
Schön, von Deiner Gartenbahnvirus-Infektion zu lesen. :welcome: Und anscheinend hat es ja auch gleich noch ein Familienmitglied mit erwischt. Aber mal sehen, beim Einen dauert die Infektion länger, beim Anderen geht es schnell wieder vorbei. Aber solange es nicht zu fanatisch von Technik dominiert wird, können auch solche Vater-Tochter-Beschäftigungen eine gute Zeit vorhalten.
Jedenfalls hat es ja gleich zu einer kleinen Anlage geführt, die wieder mal zeigt, daß eine Gartenbahn auch mit wenig auskommen kann. Wenig Platz, wenige Fahrzeuge, wenig Technik.
Ich bin zwar kein Fan von Kehrschleifeb, aber der einfache Gleisplan :gfm:

Viel Spaß beim Auf- und Ausbau (vielleicht kommt ja noch das eine oder andere Abstell- oder Ladegleis dazu) und natürlich bei der Ausgestaltung (sowas geht mit Kindern mitunter sehr gut, da bringen die sich ganz gerne ein), sowie beim Betrieb wünscht euch

Tobias, der Waldbart.

p.s.: Fett an den Weichen ist tatsächlich keine so gute Idee. Lieber trocken lassen und die beweglichen Teile grob sauber halten.
Meine Gartenbahnanlage: Waldbahn Horska Dolina
H0-Kleinanlage (wiederentdeckt): Kirchberg
p.s.: Auch eingetragen bei: gartenbahnen-in-deutschland.de

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Spiel-Bahn

#13

Beitrag von zugpferdchen »

Wer hat da eigentlich nach Playmobil gefragt?
Lanz-Franz hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 11:07 Und keine falsche Scham bei Playmo bei der Gartenbahn. :)
Gibt sogar Gebäude die in etwa passen und deiner Tochter wahrscheinlich zusätzlichen Spielspass bereiten.
Vielleicht zur Inspiration: bei mir kommen im Garten fast ausschließlich meist lackierte* Playmobil-Gebäude (später auch Figuren, Zubehör,...) zum Einsatz [KLICKEN & SCHAUEN!].

*lackierte sind besser gegen die Witterung geschützt, sonst bleichen sie aus.

Nur die Regelspurfahrzeuge kommen zumeist von Piko G, weil Playmobil bei der Eisenbahn seit 2012 nichts Neues mehr nachfolgen lässt und ich nicht alle Fahrzeuge selber bauen möchte und kann.

Die Gleise sind bei mir mit günstigen Schraubverbindern Typ »Bima« (4 Edelstahl-Inbus-Schrauben) verbunden [KLICKEN & SCHAUEN!].
Viele Grüße
Daniel
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#14

Beitrag von Lanz-Franz »

Hallo Matthias.
Lanz-Franz hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 11:07 Und keine falsche Scham bei Playmo bei der Gartenbahn. :)
Gibt sogar Gebäude die in etwa passen und deiner Tochter wahrscheinlich zusätzlichen Spielspass bereiten.
Nicht zu empfehlen wären allerdings ältere Playmobil Lokomotiven, die den Funkfrequenzbereich 27 MHz verwenden.
Erkennbar an den blauen Sendern und mit auswechselbaren Quarzen.
Siehe #164 https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 0#p1872589
MfG Werner
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Gartenbahn : http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1578793

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#15

Beitrag von zugpferdchen »

Lanz-Franz hat geschrieben: Mi 13. Mai 2020, 10:39 Nicht zu empfehlen wären allerdings ältere Playmobil Lokomotiven, die den Funkfrequenzbereich 27 MHz verwenden.
Erkennbar an den blauen Sendern und mit auswechselbaren Quarzen.
...wobei man diese (z.B. die rote 4-achsige E-Lok 4010) leicht in die Trafoversion umbauen kann mit einem Playmobil Trafomotorblock der 1. Generation...
Viele Grüße
Daniel
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#16

Beitrag von MK-Matthias »

Danke für die vielen Antworten. Es steht also zunächst einmal fest, dass die Weichen nicht ihr Fett wegkriegen werden, sondern "trocken" bleiben. Gut dass ich die Warnungen bekam, bevor die Weiche verbaut ist. :)
oligluck hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 16:02Auch hier steht und fällt alles mit der sorgsam gewählten Argumentationskette:
wir brauchen sowieso eine Katzenklappe. Sie wird, rein wirtschaftlich, günstiger, wenn sie noch einen Zweitnutzen erfährt.
Klar, die Katze muss gechipped werden, weil hier in der Nachbarschaft dutzende kleiner Schnurrer rumlaufen. Die LGB-Lok dann eben auch 8)

Ich bin noch nicht soweit, zu bauen, da noch in der Planung. Aber was ich sicher weiß: ich habe keine Lust, die Fahrzeuge rein und raus zu schleppen.
Einen Bahnhof indoor wird es also definitiv geben :)
Ich habe gar keine Katze... :D
Ich habe die Idee mal angesprochen und meine Frau war gar nicht so abgeneigt. Das Argument, dass ja viel schneller komplette Züge auf der Anlage wären und keine Kartons geschleppt werden müssen, war letztendlich ausschlaggebend. Zitat: "Mach doch, solange keine Spinnen durch das Loch kommen." :mrgreen:

Bei Playmobil habe ich mich mal umgesehen. Fahrzeuge gibt es nur wenige die mir gefallen. Das Ganze ist mir zu offensichtlich in Normalspur gehalten, so dass es mit einem Umbau auf Mittelpuffer wohl oft nicht getan ist. Mein Bauch wehrt sich außerdem auch noch gegen die Funktechnik, auch wenn der Kopf dafür ist. Somit blieben also nur die alten Playmo-Fahrzeuge.
Definitiv werde ich mich aber bei den Playmobil-Gebäuden ein wenig bedienen. Ein Selbstbau ist im Garten immer so eine Sache, aber Playmobil traue ich die nötige Langlebigkeit zu.
Daniel, was ist das denn für eine tolle Windmühle? Die habe ich weder bei Eb*y, noch auf der Homepage von Playmobil gefunden. Sie sieht jedenfalls richtig gut aus, und geht auch gut und gerne als "richtiges" Modell durch. :gfm:
Viele Grüße
Matthias

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#17

Beitrag von zugpferdchen »

MK-Matthias hat geschrieben: Mi 13. Mai 2020, 12:38 Daniel, was ist das denn für eine tolle Windmühle? Die habe ich weder bei Eb*y, noch auf der Homepage von Playmobil gefunden. Sie sieht jedenfalls richtig gut aus, und geht auch gut und gerne als "richtiges" Modell durch. :gfm:
Außer, dass sie hinten offen (zum Bespielen) ist; so muss ich sie halt entsprechend drehen. Sie ist von Sylvanian Families (Windmühle gab es von PM nicht, ist mein einziges Nicht-Playmobil-Gebäude) [KLICK!].
Ich habe meine über Ebay UK bekommen... Eine der letzten ging bei Ebay Irland (.ie) weg. [KLICK!]
Bekomm keinen Schreck ob der Bewohner bei SF. :wink:
Viele Grüße
Daniel
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#18

Beitrag von MK-Matthias »

Der letzte Beitrag ist zwei Monate her - Zeit für den aktuellen Stand. 8)

Bevor ich mit dem Bau der Strecke angefangen habe, fiel mir auf, dass ich mir noch keine Gedanken um die Kabelverlegung gemacht hatte. Die analoge Kehrschleife benötigt ein paar Zuleitungen, aber auch später wird es vermutlich nicht bei den nur zwei Kabeln bleiben, die die Modellbahnhersteller bei Einführung der Digitaltechnik gepriesen haben. :lol:
Da im Keller noch Abwasserrohre von unserer Hausrenovierung lagen, habe ich diese als Kabelkanal verwendet. Der Grund hierfür ist ganz eichfach, dass in solchen KG-Rohren mehr Platz als in "echten" Kabelrohren ist. Auch das Einziehen der Kabel geht dank der glatten Innenseiten viel einfacher als bei einem Wellrohr. Bei der Verlegung des Rohres wurde natürlich auch ein Abzweig für eine mögliche spätere Erweiterung der Bahn eingebaut. :mrgreen:

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Derzeit ist der Abzweig zwar ungenutzt, es liegt aber schon eine Campingschnur bis hinter die Blindkappe, so dass bei einer Erweiterung problemlos die benötigten Kabel eingezogen werden können.

Nun konnten die ersten Streckenmeter trassiert werden:

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Eigentlich sollten die Gleise auf Eisenbahnschwellen verlegt werden. Dies war jedoch vor der Hecke nicht möglich, da dort Wurzeln verlaufen, die ich nicht zerstören möchte. Deshalb ist dieser Teil der Strecke mit Rasenkantensteinen gebaut worden. Neben der Kinderschaukel beginnt dann die Trasse aus Holzschwellen. Diese werden gleichzeitig eine Stützmauer aufgrund des Höhenunterschiedes zwischen Bahnhof und Rasen bilden.
Meine Frau steht der Bahn übrigens nicht ablehnend gegenüber, sondern half beim Bau der Trasse tatkräftig mit. :mad: :hearts:

Nachdem vor etwa zwei Wochen die bestellten 18 Meter Flexgleis eingetroffen waren, konnte mit dem eigentlichen Gleisbau begonnen werden:

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Das ist nun der aktuelle Stand hinsichtlich der Gleisanlagen. Eigentlich wollte ich diese Woche schon deutlich weiter sein. Das Wetter hat mir da aber wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. :lol:
Viele Grüße
Matthias

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#19

Beitrag von MK-Matthias »

Der Übersichtlichkeit halber teile ich die letzten zwei Monate auf zwei Beiträge. :oops:

Neben dem Gleisbau hat sich auch bei den Fahrzeugen ein wenig getan. Der erste Neuzugang nach meiner jahrelangen Gartenbahn-Pause war ein Packwagen LGB 3019 mit Beleuchtung, den ich auf Eb*y-Kleinanzeigen entdeckt hatte. Dan habe ich tatsächlich gar nicht einzeln fotografiert. Er taucht aber auf dem ein oder anderen Bild auf. 8)

Beim den weiteren Neuzugängen müssen Nietenzähler jetzt sehr stark sein: :lol:

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Die Dinger habe ich durch Zufall für einen fast schon unanständigen Preis bei Eb*y-Kleinanzeigen entdeckt. Da der Verkäufer auch noch direkt an meinem Heimweg von der Arbeit wohnte und auf meine Anfrage sehr nett antwortete (leider nicht mehr selbstverständlich auf dem genannten Kleinanzeigen-Portal...) habe ich mir diese Basis für Basteleien nicht entgehen lassen. :mrgreen:
Schlimmstenfalls hätte ich sie als stationäre Anlagendeko eingesetzt.
Hersteller der Wagen ist Echo Toys aus China. Sie reihen sich meines Erachtens qualitativ deutlich unter Newquida ein, da sie nicht nur billig produziert sind, sondern es sich bei der Konstruktion nicht um eine LGB-Kopie handelt sondern das Fahrgestell deutlich einfacher ist. Sie haben genau wie LGB-Wagen zwei "einachsige Drehgestelle", die Achsen sind also beweglich gelagert. Das dürfte den engen Radien einer Spielbahn geschuldet sein. Die Kupplungen sind, anders als bei LGB, nicht mit dem "Drehgestell" verbunden, sondern direkt am Rahmen befestigt. Trotzdem laufen die Waggongs recht gut und sind auch kompatibel zu den LGB-Kupplungen.

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Mit dem rot-weißen Caboose im Bild ganz oben konnte ich überhaupt nichts anfangen. Das "Problem" löste allerdings meine 4-jährige Tochter. Sie findet den Wagen total klasse mit dem vielen Gold daran. Daher habe ich ihn ihr geschenkt und sie hat nun ihren ersten eigenen Waggon. Wenn ich alleine an der Bahn bin, verschwindet das hässl...., äh schöne Stück natürlich von den Gleisen. :fool:
Der rote Caboose auf den letzten beiden Bilder wird meiner bleiben und umgebaut.

Als erstes habe ich mich an die beiden offenen GW gemacht, diese waren auch eigentlich der Grund für den Kauf des Konvoluts. Sie sind ein bisschen zu klein für die LGB, das ist aber in meinen Augen so gerade noch vertretbar. Zuerst wurde der Laderaum mit einem matten Grau lackiert. Da hier noch teilweise das ursprüngliche Gelb durchschimmerte, wurde vor den nächsten Schritten der gesamte Aufbau schwarz matt lackiert. Anschließend wurde das "Holz" des Aufbaus braun matt lackiert. Da die braune Farbe extrem schnell anzog, ich aber für ein gutes Lackbild alles "nass in nass" pinseln wollte, habe ich sehr schnell gearbeitet und dabei auch die "Metallteile" des Aufbaus teilweise übermalt. Da ich aber sowieso vorhatte, diese noch ordentlich zu lackieren, ist das nicht weiter tragisch. Das soll nur der Hinweis sein, dass die Bilder noch nicht den fertigen Wagen zeigen. :wink:

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Jetzt müssen noch die Griffe und Bremssläuche wieder montiert werden. Außerdem muss ich mal schauen, wie ich Puffer für die Wagen basteln kann. Beschriftet werden die Waggons erst, wenn beide fertig sind.
Mehr Aufwand werde ich bei einem 5-Euro-Waggon nicht betreiben, in meinen Augen sind sie für die Gartenbahn nach dem Umbau brauchbar. 8)

Das nächste Bastelprojekt ist ebenfalls schon geplant:

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Der rote Caboose soll optisch "entamerikanisiert" und zum Werkstattwagen umgebaut werden. Dazu wird der Ausguck für den Bremser verschwinden, ebenso der restliche Dachgarten und die Leitern. Die ganzen goldenen Teile kommen auch ab. Nachdem der Wagen dann ein schlichtes Dach ohne Aufbauten sowie eine neue Lackierung erhalten hat, wird er später zusammen mit einem LGB-Kranwagen in meinen Bauzug eingereiht. Eventuell auch zusammen mit den beiden offenen GW.

Der rot-weiße Caboose bleibt im großen und ganzen so wie er ist. Er bekommt nur eine Beleuchtung und die auf einer Seite fehlende Beschriftung wird ergänzt. Dann darf meine Tochter den auf der Bahn einsetzen. :D
Zuletzt geändert von MK-Matthias am Fr 14. Aug 2020, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Matthias

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#20

Beitrag von Waldbart »

Hallo Matthias!

Ja, einen solchen China-O-Wagen habe ich auch schon mal an Land gezogen und für meine Rübenbahn "eingedeutscht".
Ich habe bei meinem die Kupplungen und die Radsätze getauscht. Wie bei solchen Bahnen üblich, kommen da Wagen verschiedener Bauarten zum Einsatz.

Viel Spaß damit, und schön, dass es bei Euch weiter geht.
Tobias, der Waldbart
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#21

Beitrag von Lanz-Franz »

MK-Matthias hat geschrieben: Fr 10. Jul 2020, 12:45 Deshalb ist dieser Teil der Strecke mit Rasenkantensteinen gebaut worden.
Hallo Matthias.
Wie hast du den Unterbau für die Rasenkantensteine bewekstelligt.
Auf den Fotos wirkt der Graben recht tief.
Liegen die Steine auf Splitt oder hast du Mörtel genommen.
Die Aufgleishilfe sieht auch interressant aus. Ist die fest eingebaut?
MfG Werner
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#22

Beitrag von MK-Matthias »

Hallo Werner,
der Graben ist so tief, weil ich vor der Trassierung ein Leerrohr verbuddelt habe. Darauf kam anschließend wieder ein Teil des Aushubs. Nach dem Verdichten kam darauf dann Split und in den Split die Kantsteine.

Welche Aufgleishilfe meinst du denn? Sowas besitze ich gar nicht. :wink:
Zuletzt geändert von MK-Matthias am Fr 14. Aug 2020, 11:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Matthias

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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#23

Beitrag von Lanz-Franz »

Hallo Mathias.
Hab es jetzt erkannt. :banghead: :banghead:
#19 Bild 3 Das ist der Übergang von Rasensteinen zu Schwelle.
Liegt wohl an der Perspektive. Sah für mich so aus, als wurde das dunkle Teil keilförmig schräg stehen.
Die Wagen würden dann über die Schräge ins Gleis rollen.
Angenehmes Schaffen weiterhin.
MfG Werner
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#24

Beitrag von MK-Matthias »

@ Werner:
Stimmt, da hast du Recht. Im ersten Moment sieht das tatsächlich wie eine Aufgleishilfe aus. :)

@ Alle:
Da es das Wetter zuließ, ist nun endlich der erste Teil der Strecke befahrbar:



Die Wendeschleife am Baum kann zwar von geschobenen Fahrzeugen befahren werden, mehr allerdings noch nicht, da sie noch nicht angeschlossen ist. Die bereits vor längerer Zeit dafür gekauften Wagoklemmen konnte ich leider nicht verwenden. Daher musste nach der Arbeit nochmal im Baumarkt vorbei schauen. Letztendlich habe ich nun ganz normale Lüsterklemmen verwendet.

Die Trasse wurde um weitere 120cm (Länge einer Eichenbohle) verlängert. Als nächstes geht es dann schon an den Bau des Plateaus für den Bahnhof. :D

Am Abend ist mir dann auch direkt noch der Spätzug vor die Kamera gefahren. Da die beiden Personenwagen unbeleuchtet sind, dürfte es sich wohl um eine Leerfahrt handeln... :wink:

Bild

Ein Nachschuss ist mir dann zum Glück auch noch gelungen: :wink:

Bild

Kleiner Spoiler:
Spoiler
Zeige
Die Bilder sind vom Sonntag. Mittlerweile wurde fleißig weiter gebaut. Da der Tag aber leider nur 24 Stunden hat, muss ich aber erst noch den Beitrag zu schreiben. :wink: :pen:
Soviel sei schon mal verraten: Das Plateau für den Bahnhof ist schätzungsweise zur Hälfte fertig.
Zuletzt geändert von MK-Matthias am Mi 15. Jul 2020, 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
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Re: (Wieder-) Erkrankung am Gartenbahn-Virus

#25

Beitrag von MK-Matthias »

MK-Matthias hat geschrieben: Mo 13. Jul 2020, 21:46Kleiner Spoiler:
Die Bilder sind vom Sonntag. Mittlerweile wurde fleißig weiter gebaut. Da der Tag aber leider nur 24 Stunden hat, muss ich aber erst noch den Beitrag zu schreiben. :wink: :pen:
Soviel sei schon mal verraten: Das Plateau für den Bahnhof ist schätzungsweise zur Hälfte fertig.
Das Wetter spielt mit - also geht es im Garten gut voran. 8)

Gestern habe ich mich als erstes um die Elektrik der bereits fertigen Kehrschleife gekümmert. Eigentlich hatte ich mir dafür Wago-Klemmen besorgt, dort dürfen die Litzen aber nicht ohne Aderendhülsen eingeschoben werden. Und mit Hülsen waren sie zu dick. :roll:

Also habe ich das Problem schließlich ganz banal mit Lüsterklemmen gelöst:

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Somit sollte die Kehrschleife nun befahrbar sein, das habe ich allerdings noch nicht getestet.

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Anschließend wurde am anderen Streckenende weiter gearbeitet. Das Plateau für den Bahnhof und die andere Kehrschleife wurde begonnen:

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Bild

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Hier wird es dann an dem unten mittig im Bild zu sehenden Abzweig links zum Bahnhof (die erste Einfahrtsweiche liegt bereits zur Probe) gehen. Rechts quetscht sich die Strecke dann zwischen dem Zaun und den großen Lebensbäumchen hindurch um dann nach einer Kehrschleife am anderen Ende des Bahnhofs zu münden. Die Durchfahrt zwischen Bäumchen und Zaun ist zwar eng, es passt aber. Langfristig wird da mal was kleineres gepflanzt werden, aber momentan haben wir aus irgendeinem Grund ein Tuja-Sterben im Garten. Da fällen wir aktuell nur die Pflanzen, die wirklich krank sind. Es sind eh schon genug Löcher in der Hecke... :x

Insgesamt wurden gestern zwei weitere Eichenschwellen (angeblich Bahnschwellen, glaube ich aber nicht) verlegt:

Bild

Bild

Was ich mir damit angetan habe, die Schwellen auf Gehrung zu sägen, habe ich erst während der Arbeit gemerkt. :pflaster:

Damit ist das Plateau für den Bahnhof nun etwa zur Hälfte fertiggestellt. Das Anfüllen nicht mitgerechnet, aber das geht relativ schnell. Auf jeden Fall juckt es nun in den Fingern, das Ganze fertig zu stellen. :)

So ganz nebenbei wird nächste Woche unsere neue Gartenhütte geliefert. Dort wo die hin soll, lagern der Split und die Eichenschwellen für die Bahn. Also muss ich Gas geben um die Fläche frei zu bekommen. :lol:
Viele Grüße
Matthias

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