welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

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welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#1

Beitrag von Silbergräber » Fr 14. Okt 2016, 19:00

Moin,

wie bereits an anderer Stelle erwähnt bin ich stolzer Besitzer der 99 6102 von Tillig geworden. Diese möchte ich gerne mit einem Sounddecoder ausrüsten. Bei den mir bislang bekannten Dampflok-Sounds stört mich, dass die Dampfmaschine akustisch ständig am arbeiten ist egal ob auf Berg- oder Talfahrt.

Mich würde daher interessieren, ob man dem Decoder beibringen kann, beim Anfahren kräftig zu dampfern und nach Erreichen der Sollgeschwindigkeit bzw. beim Zurückschalten um eine Fahrstufe akustisch den Regler zu schließen, so dass man nur noch das Klackern der Steuerung, das leichte Schnaufen der Zylinder und die Rollgeräusche hört.

Und wie sieht es aus, wenn der Motor mehr Strom zieht wie auf Bergfahrt oder unter schwerer Last. Erkennt das der Decoder und lässt den Auspuffschlag dann schärfer und lauter klingen?

Bisher hatte ich den ESU Loksoud Micro im Auge, bis ich bei den Strategen von DSO

http://www.drehscheibe-online.de/foren/ ... 0,page=all

über die Aussage gestolpert bin, wonach mein Lastenheft mit ESU-Decodern nicht abzudecken sei. Könnt Ihr mir dazu Eure Einschätzung mitteilen?

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#2

Beitrag von Silbergräber » Di 15. Nov 2016, 17:59

Moin,

heute habe ich einen ESU LokSound Micro eingebaut und den LokProgrammer installiert. Und es funktioniert auf Anhieb! Jetzt muss ich mich in den nächsten Wochen nur noch durch das Handbuch arbeiten. Das von mir gewünschte Nachlaufen macht er bisher nur im oberen Geschwindigkeitsbereich.

Einziger Wermutstropfen: der Lautsprecher ist zu groß, den bekomme ich ohne viel Schnitzen nicht ins Führerhaus. Könnt Ihr eine Alternative empfehlen?

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#3

Beitrag von Carl Martin » Di 15. Nov 2016, 18:21

Hei Jörn,

also es sollte gehen:

Bild



Verbaut habe ich einen Microlautsprecher mit Schallkapsel (50321 von ESU), nur muss die Schallkapsel etwas verkleinert werden.
http://www.esu.eu/produkte/zubehoer/lau ... micro-v40/

Der Lautsprecher liegt auf der linken Seite gegenüber dem Decoder, hierfür musste ein wenig von der Gehäsueabdeckung im Führerstand weggeschnitten werden, der eingebaute Lautsprecher schließt allerdings bündig mit der Abdeckung ab.
Fotos von der Montage habe ich leider nicht.

hG
Carl Martin

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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#4

Beitrag von Silbergräber » Di 15. Nov 2016, 19:37

Vielen Dank! :D
Mir gefällt besonders, dass man noch durch den Führerstand durchschauen kann :gfm:

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#5

Beitrag von Carl Martin » Di 15. Nov 2016, 20:03

Danke! ;)

Beim Einbau aber bitte darauf achten, dass die Anschlüsse des Lautsprechers, da nach aussen liegend, isoliert sind gegenüber dem Gehäuse ... .
Die Qualität des Sounds ist beim gekapselten Microlautsprechers besser, nach meinem Empfinden, als beim mitgelieferten Lautsprecher.

viel Spaß beim Einbau!
Carl Martin


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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#6

Beitrag von metropolis » Di 15. Nov 2016, 20:50

Es gibt (u.a.?) bei Doehler&Haass noch einen kleineren LS (13x8) mit kleiner Schallkapsel. Der könnte seitlich reinpassen.
Ich habe den ESU genommen und im Führerhaus oben platziert. Da musste ich nicht am Gehäuse schnitzen.

Gruß
Jürgen


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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#7

Beitrag von Carl Martin » Di 15. Nov 2016, 21:25

Hei,

na, am Gehäuse selber muss nicht geschnitten werden! Nur "im Innneren" ;)
Da wenn man auf den "Durchblick" verzichten kann, geht´s natürlich auch im Oberstübchen. Nur ... netter wär´s im Verborgnen.

;)
Carl Martin

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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#8

Beitrag von Silbergräber » Do 17. Nov 2016, 20:32

Moin,

Carl Martin, Du meinst diesen Bereich hier, woll?
Bild

Wenn ich Dich richtig verstanden habe muss die Blende angepasst werden. Liegt der Lautsprecher mit der Schallöffnung nach innen zum Motor oder nach außen zum Gehäuse?

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#9

Beitrag von Carl Martin » Do 17. Nov 2016, 20:51

Hei,

Schallöffnung bzw. Resonanzkörper nach innen, nach außen hin die Anschlüsse isolieren.

hG
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#10

Beitrag von Silbergräber » So 20. Nov 2016, 11:35

Moin,

ich bin mal wieder auf Eure Hilfe angewiesen :cry:

Bild
Das sind die Baueile, die beim 50321 mitgeliefert werden. Leider ist keine Anleitng dabei. Unten links sind die Teile, wie ich sie zu verbauen gedenke: Deckel der Schallkapsel, Schallkapsel 1,5 mm und Lautsprecher. Oben die nicht benötigten Teile: Abdeckung für zwei parallele Schallkapseln und Schallkapsel 3 mm.

Bild
Und das ist die Reihenfolge, wie ich sie zu verbauen gedenke: Die Schallkapsel wird auf den Lautsprecher aufgeklebt?

Bild
Kommen wir zum Einbauort: Es gibt m.E. zwei Möglichkeiten:
a) oben etwas von der Abdeckung weg"flexen", gelb marmkiert
b) unten am Rahmen etwas wegfräsen, blau markiert.

Wenn ich Carl Martin richtig verstanden habe, hat er a) gewählt.

verwirrte Grüße

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#11

Beitrag von Carl Martin » Do 24. Nov 2016, 18:55

Hei Jörn,

Genauuuu! ;)

hG
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#12

Beitrag von Silbergräber » Fr 25. Nov 2016, 13:27

Moin,

das war war einge ganz schöne Flex-Orgie, aber das dürfte sich gelohnt haben. Der kleine Lautsprecher klingt wirklich im längen besser als die Original-Brüllbox.

Mittlerweile habe ich das 4.5.0er-Update des Lokprogrammers aufgespielt, die tout a fait unpassenden Stationsansagen eleminiert und die freien F-Plätze mit Lastfahrt und Leerlauf belegt - ich bin begeistert. Das "Klackern" bei Leerlauf ist genau das, was ich haben wollte. Nur bekomme ich bei Lastfahrt keinen lauteren Sound - dafür aber kann ich damit Bremsenquietschen bei Talfahrt darstellen, auch nicht schlecht. Jetzt noch Wasserkästen und Führerhaus flaschgrün spritzen und dann die Kleine dem Betriebsdienst übergeben.

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#13

Beitrag von Carl Martin » Fr 25. Nov 2016, 17:46

Hei Jörn,

na, das freut mich ja, dass Dein Werklen zum Erfolg geführt hat!

Halt uns auf dem Laufenden! ;)

hG
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#14

Beitrag von Silbergräber » So 27. Nov 2016, 20:02

Ein anderes Problem habe ich bei meiner kleinen beobachtet: sowohl auf dem Rollenprüfstand als auch auf dem Testgleis ist sie äußerst zickig, was Kontaktfreudig angeht. Da fuhr selbst die Liliput-MV8 besser. Gleise und Kontakte sind gereinigt - ob es an dem Lokprogrammer liegt, da ich derzeit noch ausschließlich hierüber fahren lasse? Oder braucht sie einfach etwas, um warm zu werden? Zurzeit schnurrt sie einigermaßen ruhig und ohne Sound auf dem Rollenprüfstand vor sich hin; ich gönne ihr die von Tillig empfohlenen 20 Minuten Einfahrzeit in jede Richtung. Vielleicht hilft das ja.

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#15

Beitrag von Carl Martin » Mo 28. Nov 2016, 13:16

Hei Jörn,

meine zickte auch rum ... :/.
Einmal Ausachsen und die Kontakte reinigen half. Die Brünierung hatte sich soweit abrerieben, dass die Rückstände an den Schleifern Kontaktprobleme ergaben. Wieso die Hersteller die Radflächen mit brünieren ist mir ein Rätsel, zumal die Radreifen inzwischen oft so fein sind, dass auf ein Einfärben verzichtet werden kann.

m2c
hG
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#16

Beitrag von Silbergräber » Do 26. Okt 2017, 16:51

Moin,

heute ging gar nichts mehr: bockig und zickig ohne Ende, und aus dem Lautsprecher kam nur noch Rotzel-Spotzel-Musik statt satt Dampf. Also:
Carl Martin hat geschrieben:
Mo 28. Nov 2016, 13:16
Einmal Ausachsen und die Kontakte reinigen half.
tatsächlich wahre Wunder und ging wider erwarten recht problemlos. Trotzdem möchte ich das nicht monatlich machen müssen.

Jetzt fährt sie so, wie es sich für einen C-Kuppler gehört - traumhaft.

LG

Jörn
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Re: welcher Sounddecoder für Tillig 99.610?

#17

Beitrag von Silbergräber » Do 16. Mai 2019, 09:34

Moin,

der Vollständigkeit halber poste ich auch an dieser Stelle den letzten Akt zur Digitalisierung von Tilligs 99.610: das Anbraten eines Speicherbausteins.
Silbergräber hat geschrieben:
Do 26. Okt 2017, 16:51
Trotzdem möchte ich das [Zerlegen des Fahrwerks] nicht monatlich machen müssen.
...und genau deshalb habe ich mich getraut, das PowerPack mini (ESU 54671) am Decoder anzulöten und im Führerstand zu platzieren. Das Ergebnis überzeugt, ich kann mit dem brettharten Fahrwerk sogar Kreuzungen überfahren, bei denen die Herzstücke stromlos sind. Man merkt zwar noch, wenn die Lok den Saft aus dem Kondensator zieht (Sound wird geringfügig leiser und das Tempo reduziert sich), aber ständiges Stehen bleiben und anschieben gehören jetzt der Vergangenheit an.

LG

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