Container-Terminal (Binnenhafen) Spur N

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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jaffa
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Container-Terminal (Binnenhafen) Spur N

#1

Beitrag von jaffa » Mo 14. Sep 2009, 15:51

In Einzelbeiträgen habe ich bereits über aktuelle Details meiner Anlage berichtet, aber noch nie die Anlage insgesamt vorgestellt. Das will ich hier nachholen. Das Binnenhafen Container-Terminal ist "streng" nach dem realen Vorbild HAFEN HANNOVER gebaut und hat neben der Werksbahn eine Container-Ladebrücke mit Funktion und Container-Trucks (Faller Car-System), die auf der Anlage fahren. Zunächst einmal der Plan der Anlage:

Bild

Und zwei Ansichten, die das gesamte aus zwei Segmenten bestehende Modell im Überblick zeigen:

Bild

Bild

Auf dem zweiten Bild sind im Hintergrund die Verbindungsmodule zu sehen, die es erlauben, das Hafenmodell an andere Modulwelten/-Schnittstellen anzuschließen.

Fürs Erste will ich euch nicht mit Bilder zuschütten, möchte euch aber einen kleinen Rückblick auf die Entstehung des Modells, insbesondere des Krans als "Herzstück" geben. Hier "historische" Aufnahmen von Anfang 2007:
Bild
Bild
Der Kran ist aus Messingprofilen gelötet und wird auf einem Schlitten unterhalb der Anlage bewegt (Motor, Seilzug über Umlenkrollen).

Auch die Gebäude sind Eigenkonstruktionen, die teilweise recht aufwendige Detailarbeiten erforderten ... wie z.B. der Balkonvorbau mit Wendeltreppe und die filigrane Dachkonstruktion:

Bild
Bild

Auch bei den Ausstattungsdetails waren Selbstentwicklungen gefragt: da es keine Reachstacker gab, habe ich ihn selbst konstruiert; ich habe dabei mit dem Kleinserienhersteller kooperiert, die meine Konstruktion inzwischen als Bausatz vertreiben:

Bild

Die teilweise in Spur N doch sehr filgranen Details lassen sich befriedigend eigentlich nur noch in Ätztechnik bewältigen. So z.B. der Treppenaufgang zum Containerkran:

Bild

Auch hier habe ich meine Konstruktionen wieder von Ndetail ätzen lassen ... eine abgewandelte Form davon ist jetzt als Bausatz "Industrietreppen" im Handel. Das Bild zeigt aber auch eine der Schwachstellen, an denen ich noch arbeiten muss: die Laufkatze in diesem Bild ist der erste Prototyp, dem es noch an Detaillierung mangelt. Da die Funktionalität auch nicht wie erhofft klappte, bin ich da an einer Neukonstruktion. Der Bau ist noch lange nicht abgeschlossen, auch wenn die Anlage bereits verschiedentlich bei Fahrtreffen und bei Präsentationen in Betrieb war.

Die jeweils aktuellen Bauschritte werden dokumentiert unter:
http://www.moba-trickkiste.de/einzelne- ... ojekt.html --- Von dort gibt es auch eine Verlinkung zu der Seite, wo die ersten Bauabschnitte dokumentiert sind.

So weit erst einmal für heute. Wenn ihr Interesse habt, kann ich weitere Bilder von Bau- und Anlagendetails nachreichen.
Zuletzt geändert von jaffa am Mo 20. Okt 2014, 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß --- Jürgen
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catlighter
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#2

Beitrag von catlighter » Mo 14. Sep 2009, 17:15

Hallo Jaffa,

ein Funktionsmodell in diesen Ausmaßen in Spur N - alle Achtung Reschpekt - ganz große Klasse

Auch wenn's so gar nicht mein Thema ist...

wirklich gut gelungen!!!

Gruß Kai

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#3

Beitrag von Br120Fan » Mo 14. Sep 2009, 18:48

Hi Jaffa,

ich bin sicher nicht der Einzige der diese Meinung vertritt... RUHMESHALLE :!:

Gruß
Felix


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#4

Beitrag von HNull-Bahner » Mo 14. Sep 2009, 19:48

Da gehörts hin! Ich bin echt beeindruckt. Donnerwetter. Dass das in N geht, finde ich echt toll.

Torsten grüßt

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#5

Beitrag von GeX008 » Mo 14. Sep 2009, 19:52

Also das nenne ich mal eine Meisterleistung, die es mehr als verdient hat in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden...!
Grüße,
Jonas

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#6

Beitrag von frankshuette » Mo 14. Sep 2009, 22:39

Also, wenn DAS nicht in die Ruhmeshalle gehört, was dann ??

Schwer beeindruckte Grüße

Frank


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#7

Beitrag von uwe 1109 » Di 15. Sep 2009, 06:12

Guten morgen,

:shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

ab damit in die RUHMESHALLE

Ganz klasse Arbeit

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#8

Beitrag von jaffa » Di 15. Sep 2009, 09:58

Danke für das viele Lob ... da bekomme ich ja rote Ohren :oops:

Wenn ihr mögt, kann ich ja noch ein bisschen mehr zeigen; im Laufe von gut 2 Jahren Bauzeit sammelt sich so einiges an. Vielleicht ist es am interessantesten, wenn ich Fotos von einzelnen Szenen einstelle und dann – sofern vorhanden – Baufotos dazu.

Hier ein Foto von der Einfahrt zum Terminal:
Bild

Das Gebäude ist aus Karton, die Wandstruktur aus Computerflachkabel, die Treppenaufgänge sind in "Handarbeit" aus Polystyrol entstanden:
Bild

Hinweisen möchte ich auf die Pkws, die vor Verwendung gesupert werden: die Kühlergrill, Vorder- und Rücklichter werden aufgemalt (bei N zumindest bei älteren Fahrzeugen im Lieferzustand nicht der Fall) und die Fahrzeuge bekommen Nummernschilder ... für einzelne Szenen werden Fahrzeuge mit dem Skalpell "geöffnet" ... wie hier der Mercedes mit geöffnetem Kofferraum. Fahrzeuge dieser Art gibt es etliche auf der Anlage ... z.B. für Ladeszenen:

Bild

Bild
Bild

Manchmal reicht das aber nicht aus: wenn es die gewünschten Fahrzeuge in N nicht gibt, dann muss improvisiert werden. So brauchte ich z.B. einen Pritschenwagen mit Doppelkabine. Basis für den Umbau war ein Kastenwagen:

Bild
Bild
Bild

... und selbstredend bekommt auch dieses Fahrzeug Nummernschilder und zu guter Letzt wird es im Hafendesign mit Logo versehen:
Bild

So viel für heute!

P.S.: einen hatte ich noch vergessen:
Bild
Die Logo-Schrift hat hier eine Buchstabenhöhe von ca. 0,8 mm

... und ein Nachtrag zum ersten Beitrag: der Dachvorbau des Hafengebäudes ... netter Einfall der Architekten ... aber eine Herausforderung das in 1:160 zu bauen:
Bild
Der obere Teil des Bildes ist nicht das Modell, sondern das Vorbild. Die Modellansicht ist im gestrigen Beitrag zu sehen.
Gruß --- Jürgen
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#9

Beitrag von JoMä » Di 15. Sep 2009, 15:31

Hallo Jürgen,

:shock: :shock: :shock: :shock: :shock: ganz großes Kino :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

Ich wäre auch für etwas verschieben in Richtung Hall of fame!!!

MfG
LG vom Joey ;)
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#10

Beitrag von jaffa » Mi 16. Sep 2009, 11:11

Danke Jo!

Ich erzähl mal was zu den Schiffen. In 1 zu 160 sieht es da ziemlich mau aus.
Immerhin ein Artitec-Boot konnte ich als Bausatz unverändert verwenden:

Bild
Dieses Boot ist aber eigentlich nur Staffage und hat mit "richtigen" Schiffen nix zu tun. Dies sollten am Ende ungefähr so aussehen:

Bild

... und das bedeutete: Selberbauen! Ich habe Fotos von entsprechenden Schubverbänden gemacht, bin darauf herumgekraxelt und habe dann gebaut:

Bild
Die Laderaumkästen sind so angelegt, dass der Boden unterhalb der Wasserlinie liegt. In der Kanaloberfläche werden dann entsprechende Ausschnitte eingesägt.

Bild
Die verwendeten Materialien sind neben Sperrholz (Pappel 4mm und Birkensperrholz/Flugmodellbau 0,4 und 0,8 mm) vor allem Polystyrolplatten von 0,25 bis 1,0 mm Stärke.

Bild

Hier die Antriebseinheit vor Einbau in die Anlage:

Bild
Bild
Bild

... und der komplette Schubverband:

Bild

... und ein Detail vom Schubleichter:

Bild

Stay tuned ... Fortsetzung folgt :wink:
Gruß --- Jürgen
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#11

Beitrag von HafenbahnFrankfurt » Mi 16. Sep 2009, 11:17

RUHMESHALLE
Viele Grüße
Yannick


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#12

Beitrag von Matthi205 » Mi 16. Sep 2009, 16:52

Dieser Beitrag ->->-> RUMESHALLE :!: :!: :!:


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#13

Beitrag von Hoettelknoettel » Mi 16. Sep 2009, 19:11

Wow, wirklich eine tolle Anlage. Auch meine Stimme für die Ruhmeshalle

Wie hast du das Wasser gemacht, mit Gießharz?

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#14

Beitrag von jaffa » Mi 16. Sep 2009, 21:54

Vielen Dank, Yannick, matthi und "Hoettelknoettel" für Euer Lob!

Zum Thema Wasser: bei Hafenmodell habe ich mit einem Material gearbeitet, dass sich "Kaltglasur" nennt; wie auch Gießharz ein 2-Komponentenmaterial, aber eher von sirupartiger Konsistenz und mit relativ geringer Geruchsbelästigung. Außerdem wird es 1:1 gemischt, also nicht die Probleme mit der richtigen Einstellung wie bei Gießharz. Bei Gießharz kommt zu der unangenehmen Geruchsbelästigung das Problem hinzu, dass man perfekte "Wannen" präparieren muss, damit sich das Zeugs nicht doch irgendeinen Weg nach unten sucht ...
"Kaltglasur" gibt es im Künstlerbedarf z.B. bei www.boesner.com ... die Kosten liegen noch etwas über Gießharz, aber die genannten Vorteile machen das wett. Zumal die "Wassertiefe" nur ca. 2 mm beträgt.
Die Wellen auf der so präparierten Wasseroberfläche sind mit Window Color Kristallklar gemacht.

Inzwischen würde ich das Wasser aber wohl auch hier anders machen. Bei einem anderen in Bau befindlichen Projekt (siehe: http://www.moba-trickkiste.de/einzelne- ... nlage.html ) habe ich den Untergrund mit Malerkrepp vorbereitet, mit grüner und brauner Dispersionsfarbe nass in nass zugeschmuddelt und anschließend in mehreren Durchgängen dünn mit hochglänzendem Bootslack gestrichen.

Bild
Bild
Bild

Das hat den Vorteil, dass man von vornherein eine leicht gekräuselt Wasseroberfläche. Das ist für die meisten Fälle sinnvoller als die "spiegelglatte" Wasseroberfläche, die man bei den Gießmaterialien erhält.
Gruß --- Jürgen
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#15

Beitrag von jaffa » Do 17. Sep 2009, 07:37

Guten Morgen!

Heute ein paar Bilder zum Thema Container und Faller-Car-System. Bei so einem Projekt braucht man natürlich Unmengen an Containern. In einen Schubleichter passen 48 20-Fuß-Container, das Containerlager auf dem Gelände umfasst Hunderte ... ich habe irgendwann aufgehört zu zählen.

Bild

Bild

Anfangs hatte ich aus Kostengründen Containeraufrisse auf Karton ausgedruckt, ausgeschnitten und geklebt. Das entsprach irgendwann nicht mehr den qualitativen Vorstellungen. Inzwischen sind fast nur noch Container von Walthers und von deLuxe Innovation auf der Anlage. Allerdings mit Tricks 17 ... nämlich "potemkinsche" Cotainerstapel:

Bild
Bild

Das Entscheidende dabei ist, dass in der obersten Reihe auch mal eine Position frei bleibt und durch seitliche herangestellte Container die simple Klotzoptik weiter gebrochen wird.


Zum Faller Car-System: In N gibt es für diesen Zusammenhang gerade mal ein Fahrzeug! ... einen Sattelschlepper, schwarzes Führerhaus mit rotem Hamburg-Süd-Container. Schluss.
Also habe ich andere Container-Lastzüge von HERPA gekauft und munter Container und Führerhäuser umgerüstet. So sieht jetzt die Flotte aus:

Bild

Und um noch etwas mehr Abwechslung hineinzubringen, habe ich auch eine 2-Achser-Pritschen-Lkw von Faller auf Container-Lkw umgerüstet:

Bild
Bild

Die Steuerung der Trucks geschieht über ein kleines Fahrpult, bei dem es für das Car-System eine Art "Gleisbildstellwerk" gibt, auf dem die Weichen geschaltet werden und die Stoppstellen mittels Taster deaktiviert werden können (die Stoppstellen sind so ausgelegt, dass die Fahrzeuge generell anhalten und stehenbleiben).

Bild

Die Car-System-Weichen sind bei mir mechanische Eigenbau-Weichen, die mit einem motorischen Antrieb geschaltet werden:

Bild

So viel für heute!
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#16

Beitrag von bjb » Do 17. Sep 2009, 17:46

Hallo Jürgen,

tolle "Arbeit", ist ja eigentlich die falsche Bezeichnung für unser Hobby und die Bastelei aber es drückt doch auch aus, wieviel Mühe und Zeit in so einem tollen Projekt steckt. Danke für die Bilder und Deinen Bericht.

Mit herumschiffenden Grüßen
BJB

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Genial...

#17

Beitrag von HO-Fahrdienstleiter » Fr 18. Sep 2009, 08:55

Hallo,

deine Arbeit die du hier vorgestellt hast ist einfach genial.
Mir fehlen einfach die Worte.

Dafür gibt es nur einen Platz

...RUHMESHALLE...

mach bitte weiter so und lass ins daran teilhaben.

VG
Klaus
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#18

Beitrag von jaffa » Fr 18. Sep 2009, 09:31

Vielen, vielen Dank, dass ihr mich mit eurem Lob so schnell in die Ruhmeshalle geschubst habt!

Dabei habe ich doch zu bahnspezifischen Dingen bislang doch noch herzlich wenig gezeigt und geschrieben :roll: ... aber das soll anders werden: :D
heute ein paar Informationen zu meinem rollenden Material. Erst einmal im Überblick der "harte Kern" meines Fuhrparks:


Bild
Bild

Neben den Dieselloks sind esnatürlich in erster Linie Container-Wagen, die zum Fuhrpark gehören. Hafen-eigene Waggons gibt es relativ wenige: ein paar Schiebewandwagen, einige EAOS für Schrotttransporte (dazu weiter unten) und ein paar Werkstattwagen.
Der größte Teil der Loks ist im Hafen-Design lackiert und mit dem Hafen-Logo ausgestattet (Nassschiebe-Bilder):

Bild

Für Gleisbauarbeiten gibt es einen kleinen Rottenwagen KLV 51 mit Anhänger. Den habe ich selbst konstruiert und ätzen lassen. Meine Konstruktion wurde von Ndetail zur Serienreife weiter entwickelt und ist jetzt als Bausatz im Handel erhältlich:

Bild

Bei den EAOS-Wagen, die für Schrotttransporte eingesetzt werden, sind die Türen zugeschweißt und die Ladebordwand wurde erhöht. Gibts natürlich nicht bei den Modellanbietern ... also wieder Bastelei:

Bild
Bild
Bild
Es gibt noch ein paar Baufotos von den ersten Schritten des EAOS-Umbaus, falls ich die finde, ergänze ich die noch.

So viel für heute. Fortsetzung folgt.
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#19

Beitrag von jaffa » Do 24. Sep 2009, 21:40

Zum Rollmaterial gibt es noch einen Nachtrag: Die Loks, die beim Hafen (in der Realität) im Einsatz sind, sind alle schon etwas in die Jahre gekommen. außerdem gibt es mit der MAK nur eine einzige streckentaugliche Lok. Da wird zurzeit über zeitgemäßen Ersatz nachgedacht. Im vorauseilenden Gehorsam habe ich dem Hafen im Modell schon einmal eine zeitgemäße neue Lok verpasst, eine Vossloh G 2000, die gleich auf Hafendesign umgestaltet wurde:

Bild

Bild


Für den Einsatz bei Modultreffen gibt es Zwischenmodule, die am Ende eine modultaugliche Schnittstelle besitzen:

Bild

Dieses erste Verbindungsmodul bot dann endlich Platz, die Toreinfahrt zum Hafenverwaltungsgebäudes unterzubringen, die auf den beiden eigentlichen Hafensegmenten keinen Platz mehr gefunden hatte.

Dafür musste zunächst das Tor gebaut werden:

Bildlink folgt

Und so sieht die fertige Einfahrt aus:
Bildlink folgt

Zu den Fahnen: Abziehbilder mit dem Fahnenmotiv auf Spezialfolie gedruckt, einmal seitenrichtig, einmal seitenverkehrt; anschließend die Nass-Schiebebilder auf Haushalts-Alufolie beidseitig aufgebracht und dann die Fahne in gefällige Falten gelegt. Das ging, ohne dass sich die Schiebebilder wieder lösten:
Bildlink folgt
Zuletzt geändert von jaffa am Do 25. Okt 2012, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Die Arbeit geht weiter ...

#20

Beitrag von jaffa » Mo 9. Nov 2009, 16:57

... aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen:
Dem Kran in der Laufkatze des Containerkran soll nun das Heben-Senken und Greifen-Loslasse beigebracht werden. Dazu hatte ich die Laufkatze komplett neu konstruiert (Greifmechanismus mit Memory-Wire; Seilwinde und Greifer digital gesteuert ...)
Bild
Bild
(in diesen Fotos sind noch provisorische Wickelrollen installiert)

Nach dem Zusammenbau sah eigentlich alles ganz gut aus (Laufkatze in ein Testgestell gehängt):

Bild
(weitere Fotos: http://www.moba-trickkiste.de/wie-macht ... ojekt.html )

Aber die Funktionen waren nicht so, wie sie sein sollten (obwohl die Einzelkomponenten vor Zusammenbau getestet wurden):
1. Die Stromlitzen zwischen Laufkatze und Greifer -- eigentlich "hochflexible Decoderlitze" -- sind zu steif und widerspenstig, so dass die Seilwinde nicht sauber und gleichmässig auf die vier Seiltrommeln wickelt
2. Die Greifklauen, die beim Vorabtest per Memory-Wire sauber gespreizt wurden, tun das im montierten Zustand nicht mehr
3. Zu allem Überfluss rauchte mir dann noch einer der vier Memorydrähte ab ... und ich weiß nicht weshalb, weil sich an dem gedimmten Funktionsausgang des Decoders nichts verändert hat.

Also einen Schritt zurück und den dritten Konstruktionsanlauf machen:

Inzwischen habe ich mir 0,09-mm-Stahlseil (aus 7 Einzellitzen) bestellt -- ja, so was gibt es! -- und werde dann die Stromübertragung von der Laufkatze zum Greifer über die Stahlseile machen. Dazu muss ich Laufkatze und Greifer so umbauen, dass die rechte und die linke Laufkatzen- und Greiferseite elektrisch voneinander isoliert sind. Das ist mit überschaubarem Aufwand und ohne völlige Neukonstruktion zu machen ... und damit wäre die erste Störquelle beseitigt.

Die Greiferkonstruktion werde ich im Prinzip so lassen, wie sie jetzt ist; werde nur die vier Greifhebel auf den Ecken durch neu konstruierte ersetzen, bei denen sich vor allem die Memory-Drähte einfacher und präziser spannen lassen ... und, falls mal wieder einer durchschmort, auch schneller austauschen lassen ;-)

Die Programmierung des Decoders und die Einstellung der Spannung auf dem gedimmten Funktionsausgang werde ich dann künftig auch erst und nur im montierten Zustand machen.
Gruß --- Jürgen
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#21

Beitrag von frankshuette » Mo 9. Nov 2009, 17:55

Ich bin in Ehrfurcht erstarrt und benötige jetzt erstmal etwas Sauerstoff!
Sagenhaft, was Du da konstruierst und vor allem auch handwerklich umsetzt.

Gruß
Frank

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#22

Beitrag von Scaneli » Mo 9. Nov 2009, 20:33

hin + weg, einfach genial :shock:
gruss christoph

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#23

Beitrag von jaffa » Fr 13. Nov 2009, 14:42

Schön, dass ihr das so seht, Frank und Christoph ... aber ich habe schon das Gefühl, dass ich immer wieder an meine Grenzen stoße, wenn es darum geht, in diesem Maßstab die für die Funktionen notwendige Präzision sicherzustellen. Ein Uhrmacher oder gelernter Feinmechaniker würde vermutlich die Nase rümpfen. Und gerade du Frank, hast mit deiner "Hüttenzauberei" schon gar keinen Grund in Ehrfurcht zu erstarren!

Wie dem auch sei ... trotz Freitag, dem 13., kann ich kleine Fortschritte vermelden: den Rollenblock des Greifers habe ich in der Mitte durchgesägt, die Sägekanten plan gefräst und anschließend die beiden Teile mit einem Holzpuffer wieder verklebt. In die hohlen Trägerholme sind ebenfalls kleine Holzleisten geklebt, so dass sich eine stabile, solide Konstruktion ergibt, deren Hälften nun elektrisch gegeneinander isoliert sind; Zustand vor dem Spachteln:

Bild

Die Wickelachsen und die Umlenkrolle, die vorher komplett aus Messing waren, sind verändert:

Bild

... auf die Messingachsen sind Kunststoffröhrchen aufgeschoben, so dass die darauf befestigten Metallelemente kein Kontakt mehr zur Masse der Laufkatze haben. Bei den Wickelachsen fehlen noch die äußeren Flankenscheiben. Zunächst müssen die Stahlseile an den Wickelkernen befestigt werden. Dafür sind kleine schräge Schlitze in die Messingscheiben gesägt – hier werden die Stahlseile mit Sekundenkleber eingeklebt. Damit trotz der Klebungen ordentliche Leitfähigkeit gegeben ist, werden anschließend die Wickelkerne mit Silberleitlack eingepinselt. Dann kann es wieder an die Montage gehen und ich kann mir anschließend den Greifmechanismus vornehmen.

Weitere Fortschritte gibt es aktuell immer hier:
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#24

Beitrag von frankshuette » Fr 13. Nov 2009, 15:16

jaffa hat geschrieben:Schön, dass ihr das so seht, Frank und Christoph ... aber ich habe schon das Gefühl, dass ich immer wieder an meine Grenzen stoße, wenn es darum geht, in diesem Maßstab die für die Funktionen notwendige Präzision sicherzustellen. Ein Uhrmacher oder gelernter Feinmechaniker würde vermutlich die Nase rümpfen. Und gerade du Frank, hast mit deiner "Hüttenzauberei" schon gar keinen Grund in Ehrfurcht zu erstarren!
In meinen Augen ist alles, was kleiner als 1cm ist, Mikrochirurgie!

Frank

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Beitrag von ardez09 » Fr 13. Nov 2009, 18:25

Hallo Jürgen,

irgendwie muss ich mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass Du das alles in N baust! *Super Leistung* :!:

Grüße
Volker ... der als Zweit-N-Bahner weiß, wie klein das alles ist ... ;-)

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