Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Jumbo-44
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Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#76

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummis,

es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen...

Für die Zufahrt zum SBF hatte ich seinerzeit ein "Behelfsstellwerk" installiert.

Bild
[0280] Behelfsstellwerk im Bereich des Einfahrweichenfeldes zum SBF "Welt-Süd"

Ausführung und Standort waren von vornherein nicht auf Dauer ausgelegt, ich brauchte die Elektronik aber für Testfahrten über die Weichen und um mich an rocrail heranzutasten. Außerdem fehlte mir die zündende Idee für die Unterbringung der Bausteine, da ich unter der untersten Ebene keinen Platz dafür habe.

Im Herbst reiften dann also die Gedanken, wie ich die Elektronik in Form einer Schublade unterhalb der nächsthöheren Ebene unterbingen könnte. Das letzte halbe Jahr habe ich mich also damit beschäftigt, aus dieser Skizze

Bild
[0281] Planskizze für Auslegung und Positionierung der Schublade

entwickelte sich dann über das letzte halbe Jahr meine "Elektronikschublade".

Bild
[0282] Die Bausteine sind montiert

Die Schubladenführung soll aus Alu-U-Profilen entstehen, als Laufrollen habe ich Kunststoff-Distanzhülsen montiert.

Ein ziehmliches Gefrickel war dann die Verkabelung: Jeder Melderbaustein ist mit 8 Leitungen an die I/O-Gruppe angeschlossen, insgesamt 50 Leitungen verbinden die Melder und die Servosteuerung mit der Anlage, zzgl. 6 Leitungen für den rocnet-Bus. Alles ist per Sub-D- bzw. RJ12-Steckern trennbar mit der Anlage verbunden.

Bild
[0283] Schublade fertig verdrahtet

Der Schock kam dann bei der Inbetriebnahme: Kurzschlußbrummen beim Anklemmen der Spannungsversorgung für die Belegtmelder.
Also nochmal alles durchmessen. Einer der Sub-D-Stecker war spiegelverkehrt verdrahtet (zeigt die Zeichnung jetzt den Stecker oder die Buchse, und mit Blick von vorne oder von hinten - so viele Deutungsmöglichkeiten wie früher beim Auflegen von Tageslichtfolien!). Das zu korrigieren dauert. Froh war ich an dieser Stelle über meine ausführliche Dokumentation mit gEDA.
Nur habe ich immer noch nicht die Ursache der Störung gefunden.

Das wird mich also wohl noch eine Weile beschäftigen. Dabei hatte ich gerade mit dem Verlegen der Kopfgleise des SBF begonnen, dachte ich könnte rechte Seite des SBF (Einfahrtseite) in absehbarer Zeit endmontieren...

Bild
[0284] Blick über die Einfahrtweichen des SBF auf die Kopfgleise für Triebwagen und Wendezüge

Gruß,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#77

Beitrag von Transalpin »

Hallo Mark,

gute Idee die Elektronik in einer Schublade zu installieren. Es muss extrem ärgerlich sein, nun einen Fehler suchen zu müssen, nachdem alle diese Kabel verbunden worden sind!
LG,

Bahram

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Re: Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#78

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummies,

inzwischen bin ich mit meiner Fehlersuche ein gutes Stück weitergekommen.

Im rocrail-Forum habe ich das Ergebnis zusammengefaßt mit der nicht mehr kompakter und treffender komprimierbaren Beschreibung: "ich Trottel"

Die Auswertung historischer Fotos (in diesem Fall also "Photographien") des nicht mehr existenten Behelfsstellwerks hat nämlich ergeben, daß in diesem sehr wohl der vom Hersteller beschriebene Umbau von Sicherungen auf Widerstände vorgenommen worden war:

Bild
0285 Links im Bild die mit Widerständen bestückte Platine, rechts im Bild die selbstrückstellenden Sicherungen (ockerfarbene 'Teller')

Nach Umbau der erforderlichen vier Platinen funktioniert das neue Stellwerk nun (technisch) einwandfrei.
Zu meiner großen Erleichterung hat auch keiner der beteiligten elektronischen Bausteine unter dem Kurzschluß gelitten.

Nach der technischen Lösungsfindung folgt nun die logische: nicht alle Lämpchen zeigen die Belegtmeldung dort, wo ich sie erwartet hatte. Einige Anschlüsse habe ich wohl vertauscht und muß das nun geradeziehen bzw. in der Software und der Dokumentation angleichen.

Der zügigen Fertigstellung von Belegtmeldung und Weichensteuerung für das Einfahrweichenfeld steht nun nichts mehr entgegen. dann kann ich die begonnenen Arbeiten an den Stumpfgleisen wieder aufnehmen und danach die gesamte rechte Häfte des unteren SBF "Welt-Süd" endlich an ihrem endgültigen Platz aufstellen.

Gruß,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#79

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin moin allen Freunden der Hafenbahn,

es wird wieder Zeit für ein Lebenszeichen.
Der Fehler in der Belegtmeldung konnte ja zum Glück gelöst werden, und auch sonst war ich nicht ganz untätig.
Da auf Fotos von meinen Schattenbahnhofsarbeiten meistens kaum zu erkennen ist, was sich eigentlich verändert haben soll, habe ich das ergebnis meiner Arbeiten im nachfolgenden Foto mal vergrößert dargestellt:

Bild
0286 Kopfgleise in der Kehre der "Welt-Süd"

In der Kehre des SBF sind die Kopfgleise für Triebwagen, Triebwagenzüge und alles andere, was auch anders herum fahren kann, bis zur Segmentkante fertiggestellt. In der Summe handelt es sich um neun Abstellgleise bis zu einer Länge von 174 cm - lang genug, um einen vollständigen VT11.5 zu parken.

Dank der wenig anspruchsvollen Geometrie und der Tatsache, daß ein SBF nicht fürs Auge gemacht ist, stammen in diesem Abschnitt auch die Weichen aus der Mä-Restekiste. Spart Geld, spart Zeit und Aufwand (da weder PuKos noch Polarisierung nachzurüsten sind), geht aber nicht ganz ohne Zusatzarbeit.

Bild
0287 angepaßte Märklin K-Gleis-Weiche

Für einen kompakteren Gleisverlauf waren die schlanken K-Gleis-Weichen einzukürzen, das bei diesem Artikel bewegliche Herzstück festzusetzen, die Herzstückspitze ebenfalls einzukürzen und Seitenschienen für die seitliche Führung zu ergänzen - auf die hatte der Premiumhersteller nämlich seinerzeit komplett verzichtet. Diese entstanden aus umgedrehten Schienenprofilresten. Umgedreht deshalb, weil durch den breiten Schienenfuß bei Aufkleben neben den Kleineisen sonst der Abstand zur Außenschiene so groß geworden wäre, daß von "Führung" nichts mehr übrig geblieben wäre. Die auf dem Kopf stehende Schiene wurde mit dem Lötkolben erwärmt und in die Schwellen gedrückt, also quasi heißverklebt.

Das auf dem nächsten Foto ebenfalls vergrößerte Detail zeigt den Prototypen meiner Absturzsicherung.

Bild
02888 Absturzsicherung

Entstanden aus ordinärer Verpackungspappe aus Schweden, befestigt mittels einer "Papierklemmschiene" (oder so ähnlich). Diese gibt es auch mit angespritzten Heftösen zum Einheften in "Leitz"-Ordner. Diese Heftösen eignen sich hervorragend, um die Klemmleistenstücke am Trassenbrett zu verschrauben.
Der Pappestreifen könnte noch geringfügig weniger hoch ausgeführt werden. Die Konstruktion scheint aber auch schwerste Fahrzeuge sicher vom Todessturz über die Plattenkante abhalten zu können.

Mit diesem Foto aus der Konserve wünscht Hein viel Freude bei der Lektüre,

Bild
[0136] Fofftein mit dem Abendblatt

Liebe Grüße,
Mark
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Thomas I
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#80

Beitrag von Thomas I »

Jumbo-44 hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 11:29


Für einen kompakteren Gleisverlauf waren die schlanken K-Gleis-Weichen einzukürzen, das bei diesem Artikel bewegliche Herzstück festzusetzen, die Herzstückspitze ebenfalls einzukürzen und Seitenschienen für die seitliche Führung zu ergänzen - auf die hatte der Premiumhersteller nämlich seinerzeit komplett verzichtet.
Hallo Mark!
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.

Mit besten Grüßen
Thomas
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#81

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Thomas,
daß rein betrieblich gesehen aufgrund der beweglichen Herzstücke keine Führungsschienen erforderlich sind, leuchtet mir ein.
Thomas I hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 17:32
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.
Jetzt muß ich aber ganz blöd fragen: meinst Du mit "vorbildgerecht", daß auch die große Bahn Weichen mit beweglichen Herzstücken kennt? Ich weiß das wirklich nicht, deshalb frage ich nochmal nach.

Gruß,
Mark
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Thomas I
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#82

Beitrag von Thomas I »

Jumbo-44 hat geschrieben:
Fr 25. Okt 2019, 10:22
Moin Thomas,
daß rein betrieblich gesehen aufgrund der beweglichen Herzstücke keine Führungsschienen erforderlich sind, leuchtet mir ein.
Thomas I hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 17:32
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.
Jetzt muß ich aber ganz blöd fragen: meinst Du mit "vorbildgerecht", daß auch die große Bahn Weichen mit beweglichen Herzstücken kennt? Ich weiß das wirklich nicht, deshalb frage ich nochmal nach.

Gruß,
Mark
Hallo Mark,
ja natürlich.
Auf Schnellfahrstrecken ist das gang und gäbe um bei hohen Geschwindigkeiten die Herzstückelücke zu vermeiden und auch weil bei den bei hohen Geschwindigkeiten erforderlichen sehr schlanken Weichen die Herzstücklücke irgendwann auch zu groß wird.

Auf der Modellbahn hat das den Vorteil, zumindestens bei Zweileitergleisen, dass man Radsätze nach unterschiedlichen Normen einsetzen kann, da auch feine Räder in keine Herzstücklücke fallen.
Weswegen ich im Untergrund die Schnellfahrweiche von Fleischmann Profi verwendet habe.

Im sichtbaren Bereich kommt man da um Weichen-Walter oder Selbstbau nicht herum, aber machbar ist es wie das Bild der Einfahrt meines Bahnhof "San Joaquino sulla Terrazza" zeigt:

Bild

Die linke Weiche ist mit fester Fahrbahn, die rechts muss noch geschottert werden.

Ganz rechts kommt noch die hier hin:
Bild

Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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Mein Hamburg - Segmentübergänge: Eine Zusammenfassung

#83

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummies,

dank verschiedener Hinweise komme ich mit dem Löt-Öl von Sommerfeldt jetzt bestens klar: Lötstelle leicht anrauhen, Löttemperatur 400..450°C und das K-Gleis läßt sich so leicht löten wie verzinntes Kupferlitze!

Damit wird es Zeit für eine kurze Zusammenfassung meiner bisherigen Versuche zur Gestaltung der Gleisverbindungen an den Segmentübergängen.

Zwar hatte ich schon ganz zu Beginn bei den Modulbahnern geluschert, die bei Verlötung der Schienen mit dem Unterbau entstehende Schallbrücke wollte ich aber gerne vermeiden.

Die erste Idee: Die Gleise auf einer Streifenrasterplatine (um die beiden Außenschienen nicht elektrisch zu verbinden in Längsrichtung angeordnet) auflöten die ihrerseits mit doppelseitigem Klebeband auf Kork aufgeklebt wird. Auch den Kork hatte ich mit doppelseitigem Klebeband befestigt, da gewöhnlicher Weißleim in den Kork einzieht und beim Aushärten wiederum eine Schallbrücke bildet.
Ergebnis: Die Verklebung ist nicht hinreichend haltbar, der Unterbau der Gleise hat sich immer wieder gelöst.

Die zweite Idee: Die Gleise direkt mit einem dauerelastischen Kleber (in meinem Fall 'ecocoll' aus dem Öko-Innenausbaubedarf) verkleben. Für die Höhenausrichtung der Gleisstöße hatte ich mir entsprechende Holzlehren gefräst.
Ergebnis: Die Gleise lösen sich vereinzelt aus dem Kleberbett bzw. die Schienen vom Schwellenband.

Bild
[0255] Ausrichtung der verklebten Gleise mittels Holzlehren

Die dritte Idee: Lötbare Schrauben in entsprechend großen Löchern mit dauerelastischem Kleber (s.o.) einlassen und die Gleise darauf auflöten.
Ergebnis: Durch die Löthitze schrumpft der Kleber und die Schrauben sind nicht mehr sicher fixiert.

Bild
[0303] Schwellenband auf in Kleber eingelassener Schraube

Die vierte Idee: Zurück zu der bewährten Methode der Modulbahner. Lötbare Schrauben direkt ins Holz und darauf die Schienen (nicht die Schwellenroste) auflöten. Dank Sommerfeldt Lötöl klappt das auch mit Märklin-K-Gleis-Schienen.

Bild
[0301] Auf Schrauben verlötete Schienenprofile

Die Stumpfgleise des unteren SBF habe ich jetzt so umgesetzt. Wie erwartet bilden die Schrauben eine Schallbrücke. Anders als erwartet aber nur unmittelbar beim Überfahren. Schon wenige Zentimeter jenseits der Schrauben sinkt der Schallpegel deutlich hörbar. Ein wenig erinnert dies an die Geräuschänderung des Vorbilds beim Überfahren von Schienenstößen. Angesichts der geringen Geschwindigkeiten in der Abstellgruppe allemal hinnehmbar.

Bild
[0302] Die Segmentübergänge der Stumpfgleise im unteren SBF 'Welt Süd'

Wegen der höheren Geschwindigkeiten auf 'freier Strecke' möchte ich noch mit einer anderen Idee experimentieren. Dazu mehr, wenn erste Ergebnisse (nicht vor dem späten Frühjahr) vorliegen.

Über weitere Lösungen Eurerseits freue ich mich, vielleicht ist ja noch mal ein ganz anderer Ansatz dabei!

Gruß,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#84

Beitrag von Brumfda »

Moin moin!

Danke für den Löttip. Hoffe, bald nicht mehr wie Rumpelstielzchen ums Feuer zu hüpfen und ebenso... neben der Sour zu wirken! Habßs bestellt und bin in freudiger Erwartung!

Schöne flauschige Woche, Fe :fool: lix
Loks und Züge, die es niemals gab, aber teils geplant waren: :redzwinker:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f= ... 5#p1844365

Mein Modul mit Naturmaterialien: :mrgreen:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?p=2024824#p2024824

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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#85

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummies,

auch wenn Schattenbahnhöfe unglaublich langweilig sind, kann ich zumindest ein paar Kleinigkeiten stellvertretend für die kleinen Fortschritte vorzeigen.

Wie schon mal geschrieben, fehlen den von mir genutzten Mä-Weichen die Radlenker. Mit funktionierendem beweglichem Herzstück wäre das kein Problem - bei mir ist aber genau das das Problem. Die zunächst angedachte Lösung, Schienenstücke als Radlenker auf die Schwellen aufzuschmelzen, hat sich nicht dauerhaft bewährt.
Es war etwas mechanisch festeres erforderlich.
Die Radlenker selbst entstanden aus (Tillig, Piko, ... ?) gut lötbaren Profilen, die sich dankbarerweise auch leicht biegen ließen.

Bild
[0304] Ablängen der Schienenprofile auf 30mm

Dank meines neuen Lieblings, dem Sommerfeldt Löt-Öl, konnten die vorhandenen kleinen standard-irgendwas-Nägel problemlos verzinnt werden und das benötigte Material war rasch vorbereitet.

Bild
[0305] Radlenker und "Fundamentnägel"

Je Radlenker wurden zwei Nägelchen in vorgebohrten Löchern "versenkt" und auf diesen die Schienenprofile ausgerichtet und verlötet.

Bild
[0306] fertig montierter Radlenker

Die bisherigen Versuche erfüllten sowohl in Puncto Zuverlässigkeit als auch Haltbarkeit die Anforderungen.



Eine andere kleine Bastelei betraf diese unschöne Lücke.

Bild
[0307] Durch die hohle Lücke soll er kommen?

Entstanden beim Zurechtschieben des Weichenfeldes bildete sie einen nicht dauerhaft hinzunehmenden Gefahrenherd.

Die eingepaßten Schienenstücke sind zwar nicht schön, konnten aber die erforderliche Betriebssicherheit herstellen.

Bild
[0308] Jetzt läuft es wie geschmiert.


Schöne Grüße von der Ostsee,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#86

Beitrag von Transalpin »

Hallo Mark,

dumme Frage, aber wozu sind die Radlenker da? Damit die Räder nicht aus den Gleisen springen?
LG,

Bahram

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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#87

Beitrag von Jumbo-44 »

Transalpin hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 15:46
dumme Frage, aber wozu sind die Radlenker da? Damit die Räder nicht aus den Gleisen springen?
LG,
Bahram
Moin Bahram,
das ist gar keine dumme Frage.
Die schlanken K-Weichen bräuchten eigentlich keine Radlenker, da sie die DB-Schnellfahrweichen nachbilden. Diese haben bewegliche Herzstücke und somit keine Herzstück-Lücke.
Bei meinen Weichen sind die Herzstücke aber nicht mehr beweglich und die Herzstücke wurden von mir in der Länge etwas eingekürzt, um den Rädern beide möglichen Wege freizugeben.
In der Folge verhalten sich die ursprünglichen Schnellfahrweichen wie ganz normale Weichen: Da ein Rad am Herzstück wahlweise "rechts" oder "links" abbiegen kann ist eine entsprechende -führung notwendig, damit Rad und Schienenfahrzeug den gewollten Weg nehmen. Mit Glück folgen Radsatz und Fahrzeug dem Weg, den die Weichenzungen vorgeben. An der Herzstück-Lücke kann der Radsatz sich aber auch anders entscheiden.
Um dies zu verhindern sind an beiden Außenschienen (Flügelschienen) die Radlenker angebracht die den Radsatz außen halten und ein Abdriften in die falsche Richtung mit nahezu sicherem Aufklettern auf das Herzstück und anschließender Entgleisung verhindern.

Wem das jetzt zu theoretisch war kann das ganze ja mit einem einzelnen Radsatz auf einer beliebigen Weiche nachvollziehen ;)

Gruß,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Kleine Basteleien, Radlenker selbst gemacht

#88

Beitrag von Transalpin »

Danke für die Erklärung Mark.
LG,

Bahram

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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#89

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin all tosamm,

naturgemäß gibt es bei der elektrischen Verdrahtung wenig fotowirksame Fortschritte, aber es wird einfach mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen aus 'Hamburg'.


Dank des allgemeinen Corona-Wahnsinns habe ich mehr Zeit für die Eisenbahn.
Im Ergebnis kann ich nach Anschluß aller Rückmelder und Justierung der Weichen-Servos für die Kopfgleise vollautomatischen Betrieb vom Einfahrgleis in die Abstellgruppe für Triebwagen (und zurück) machen.

Es tut so gut, Züge fahren zu sehen :hearts:

Dementsprechend viel Zeit verwende ich seitdem auf Probefahrten und die Beseitigung der dabei zutagetretenden Mängel (vergessene Kabel, unsaubere Segment-Schienenübergänge, falsch positionierte PuKos, ...). Schockiert bin ich denn allerdings doch, daß die in diesem Abschnitt verbauten original Mä-Weichen erheblich mehr Probleme bereiten als die selbst pukoisierten Peco-Weichen :(

Der einzige sichtbare Fortschritt besteht in dem 'Stellwerk', das der SBF bekam:

Bild
[0309] 'Stellwerk' für 6 der 22 Weichen der Einfahtseite

Gerade noch im Foto zu sehen: V 188 001 die für testfahrten in die Durchgangsgleise bereitsteht.

Bild
[0310] Die 'Gruppenablenkung' zu den Weichenservos

Nach Anschluß dieses 'Stellwerk' und Justierung der Servos kann ich nun die gesamte Einfahrtseite und ihre Steuerungslogik (Triebwagen und Wendezüge in die Kopfgleise, übrige Personenzüge in die Durchgangsgleise, Güterzüge über das Umfahrungsgleis, Reinigungszüge überall hin) testen.
Von diesem Standpunkt aus betrachtet könnte "Corona" also ruhig noch länger dauern...

Euch allen ein frohes Pfingstfest, die nötige Gelassenheit und daß Ihr gut durch diese Zeiten kommt,

LG,
Mark
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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#90

Beitrag von modellbahnelektronik »

Mahlzeit

Aus der Sicht als Elektroniker finde ich Selbstgebaut Elektronik immer interessant.
Ich selber baue auch alles komplett selber, muss aber sagen

Finde das wirkt bei Dir alles sehr abenteuerlich... ;-)

Grüsse
Pat
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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#91

Beitrag von Gelegenheitsbahner »

Hallo Mark,

läuft die Servosteuerung auf Arduinobasis? Kannst du zur Verkabelung noch etwas schreiben? Warum hast die Servokabel über die Lötleiste geführt?

Viele Grüße

Thomas

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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#92

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Pat,
modellbahnelektronik hat geschrieben:
So 31. Mai 2020, 15:03
[...] finde ich Selbstgebaut Elektronik immer interessant.
[...]Finde das wirkt bei Dir alles sehr abenteuerlich... ;-)
der Baustein ist zwar selbst gelötet, aber nicht selbstentwickelt.
Es handelt sich um einen Pi03 von Peter Giling (GCA).
Das etwas abenteuerliche Aussehen rührt daher, daß ich zwischen den Gleisen nicht viel Platz habe - und darunter gar keinen. Die Signalleitungen gehen noch ganz geordnet über die im Bild sichtbare Lötleiste. Die Versorgungsleitungen führe ich in zwei Sammelschienen zusammen. Beim Auflöten auf die Trägerplatine ist mir die eine ein wenig verrutscht. Aber im SBF ist mir das egal.

Moin Thomas
von Gelegenheitsbahner hat geschrieben: läuft die Servosteuerung auf Arduinobasis?
Kannst du zur Verkabelung noch etwas schreiben? Warum hast die Servokabel über die Lötleiste geführt?
Der Baustein von GCA (s. o.) ist hundertfach auf verschiedenen Anlagen verbaut. Ich nutze ihn mit rocrail und bin sehr zufrieden.
Die Lötleiste brauchte ich zur Verlängerung der Servo-Kabel. Fertige, steckbare Verlängerungen sind mir unnötig teuer.
Das schwarze(braune) bzw. rote Kabel versorgt den Servo mit der nötigen Betriebsspannung. Auf der Platine sind die Versorgungskontakte aller Servos verbunden, weshalb ich sie auch auf der Verlängerungsleiste auf eine Sammelschiene (je Farbe) gelegt habe. Zur Störungssicherheit bekommt trotzdem jeder Servo alle drei Kabel 'verseilt', d.h. keine 'Sammelleitung' für + bzw -.
Die orangenen Kabel liefern das Steuersignal, das braucht jeder Servo für sich.

Hoffe, das beantwortet Deine Frage.

LG,
Mark
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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#93

Beitrag von Gelegenheitsbahner »

Hallo Mark,

das beantwortet meine Frage. Die Aufsteckplatine habe ich doch richtig erkannt. Ich werde die zusammen mit einem Arduino nutzen und die ESU Switchpiloten (machen mir bisher nur graue Haare) ablösen.

Viele Grüße

Thomas

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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#94

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Thomas,

'rocnet' verwendet bislang einen raspi. Bevor Du eine Lösung speziell für die Weichenansteuerung entwickelst, lohnt sich eventuell ein Blick in das rocrail-wiki.
Vorteile der rocnet-Lösung aus meiner Sicht:
  • voll in rocrail integriert
  • ein System für Servos, Sensoren, Beleuchtung, Relais etc.
  • relativ günstige Bausteine
Gruß,
Mark
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Gelegenheitsbahner
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Re: Mein Hamburg - ein Stellwerk für den SBF

#95

Beitrag von Gelegenheitsbahner »

Hallo Mark,

entwickeln muss ich da eigentlich nix. Ich habe diese Kreation entdeckt und etwas meinen Bedürfnissen angepasst. Die Servokanäle bekommen nun nur Strom, wenn sie angesteuert werden und die Verkettung der Servoboards habe ich mit meinen bescheidenen Kentnissen auch realiseren können. Die Einstellungen der Servos geht zwar nur über das Script, aber das macht man eigentlich nur einmal.

Was noch schön wäre, wäre die Speicherung der letzten Servostellung, aber wenn man mit RocRail beim Betriebsstart einmal die Anlage initialisiert ist das auch erledigt.

Für das Thema Weichen bin ich also für´s erste bedient und unabhängig von einer Software.

Viele Grüße

Thomas

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