Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Jumbo-44
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Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#76

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummis,

es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen...

Für die Zufahrt zum SBF hatte ich seinerzeit ein "Behelfsstellwerk" installiert.

Bild
[0280] Behelfsstellwerk im Bereich des Einfahrweichenfeldes zum SBF "Welt-Süd"

Ausführung und Standort waren von vornherein nicht auf Dauer ausgelegt, ich brauchte die Elektronik aber für Testfahrten über die Weichen und um mich an rocrail heranzutasten. Außerdem fehlte mir die zündende Idee für die Unterbringung der Bausteine, da ich unter der untersten Ebene keinen Platz dafür habe.

Im Herbst reiften dann also die Gedanken, wie ich die Elektronik in Form einer Schublade unterhalb der nächsthöheren Ebene unterbingen könnte. Das letzte halbe Jahr habe ich mich also damit beschäftigt, aus dieser Skizze

Bild
[0281] Planskizze für Auslegung und Positionierung der Schublade

entwickelte sich dann über das letzte halbe Jahr meine "Elektronikschublade".

Bild
[0282] Die Bausteine sind montiert

Die Schubladenführung soll aus Alu-U-Profilen entstehen, als Laufrollen habe ich Kunststoff-Distanzhülsen montiert.

Ein ziehmliches Gefrickel war dann die Verkabelung: Jeder Melderbaustein ist mit 8 Leitungen an die I/O-Gruppe angeschlossen, insgesamt 50 Leitungen verbinden die Melder und die Servosteuerung mit der Anlage, zzgl. 6 Leitungen für den rocnet-Bus. Alles ist per Sub-D- bzw. RJ12-Steckern trennbar mit der Anlage verbunden.

Bild
[0283] Schublade fertig verdrahtet

Der Schock kam dann bei der Inbetriebnahme: Kurzschlußbrummen beim Anklemmen der Spannungsversorgung für die Belegtmelder.
Also nochmal alles durchmessen. Einer der Sub-D-Stecker war spiegelverkehrt verdrahtet (zeigt die Zeichnung jetzt den Stecker oder die Buchse, und mit Blick von vorne oder von hinten - so viele Deutungsmöglichkeiten wie früher beim Auflegen von Tageslichtfolien!). Das zu korrigieren dauert. Froh war ich an dieser Stelle über meine ausführliche Dokumentation mit gEDA.
Nur habe ich immer noch nicht die Ursache der Störung gefunden.

Das wird mich also wohl noch eine Weile beschäftigen. Dabei hatte ich gerade mit dem Verlegen der Kopfgleise des SBF begonnen, dachte ich könnte rechte Seite des SBF (Einfahrtseite) in absehbarer Zeit endmontieren...

Bild
[0284] Blick über die Einfahrtweichen des SBF auf die Kopfgleise für Triebwagen und Wendezüge

Gruß,
Mark
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Transalpin
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Re: Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#77

Beitrag von Transalpin »

Hallo Mark,

gute Idee die Elektronik in einer Schublade zu installieren. Es muss extrem ärgerlich sein, nun einen Fehler suchen zu müssen, nachdem alle diese Kabel verbunden worden sind!
LG,

Bahram

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Jumbo-44
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Re: Mein Hamburg - Elektronikschublade für den SBF

#78

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummies,

inzwischen bin ich mit meiner Fehlersuche ein gutes Stück weitergekommen.

Im rocrail-Forum habe ich das Ergebnis zusammengefaßt mit der nicht mehr kompakter und treffender komprimierbaren Beschreibung: "ich Trottel"

Die Auswertung historischer Fotos (in diesem Fall also "Photographien") des nicht mehr existenten Behelfsstellwerks hat nämlich ergeben, daß in diesem sehr wohl der vom Hersteller beschriebene Umbau von Sicherungen auf Widerstände vorgenommen worden war:

Bild
0285 Links im Bild die mit Widerständen bestückte Platine, rechts im Bild die selbstrückstellenden Sicherungen (ockerfarbene 'Teller')

Nach Umbau der erforderlichen vier Platinen funktioniert das neue Stellwerk nun (technisch) einwandfrei.
Zu meiner großen Erleichterung hat auch keiner der beteiligten elektronischen Bausteine unter dem Kurzschluß gelitten.

Nach der technischen Lösungsfindung folgt nun die logische: nicht alle Lämpchen zeigen die Belegtmeldung dort, wo ich sie erwartet hatte. Einige Anschlüsse habe ich wohl vertauscht und muß das nun geradeziehen bzw. in der Software und der Dokumentation angleichen.

Der zügigen Fertigstellung von Belegtmeldung und Weichensteuerung für das Einfahrweichenfeld steht nun nichts mehr entgegen. dann kann ich die begonnenen Arbeiten an den Stumpfgleisen wieder aufnehmen und danach die gesamte rechte Häfte des unteren SBF "Welt-Süd" endlich an ihrem endgültigen Platz aufstellen.

Gruß,
Mark
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#79

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin moin allen Freunden der Hafenbahn,

es wird wieder Zeit für ein Lebenszeichen.
Der Fehler in der Belegtmeldung konnte ja zum Glück gelöst werden, und auch sonst war ich nicht ganz untätig.
Da auf Fotos von meinen Schattenbahnhofsarbeiten meistens kaum zu erkennen ist, was sich eigentlich verändert haben soll, habe ich das ergebnis meiner Arbeiten im nachfolgenden Foto mal vergrößert dargestellt:

Bild
0286 Kopfgleise in der Kehre der "Welt-Süd"

In der Kehre des SBF sind die Kopfgleise für Triebwagen, Triebwagenzüge und alles andere, was auch anders herum fahren kann, bis zur Segmentkante fertiggestellt. In der Summe handelt es sich um neun Abstellgleise bis zu einer Länge von 174 cm - lang genug, um einen vollständigen VT11.5 zu parken.

Dank der wenig anspruchsvollen Geometrie und der Tatsache, daß ein SBF nicht fürs Auge gemacht ist, stammen in diesem Abschnitt auch die Weichen aus der Mä-Restekiste. Spart Geld, spart Zeit und Aufwand (da weder PuKos noch Polarisierung nachzurüsten sind), geht aber nicht ganz ohne Zusatzarbeit.

Bild
0287 angepaßte Märklin K-Gleis-Weiche

Für einen kompakteren Gleisverlauf waren die schlanken K-Gleis-Weichen einzukürzen, das bei diesem Artikel bewegliche Herzstück festzusetzen, die Herzstückspitze ebenfalls einzukürzen und Seitenschienen für die seitliche Führung zu ergänzen - auf die hatte der Premiumhersteller nämlich seinerzeit komplett verzichtet. Diese entstanden aus umgedrehten Schienenprofilresten. Umgedreht deshalb, weil durch den breiten Schienenfuß bei Aufkleben neben den Kleineisen sonst der Abstand zur Außenschiene so groß geworden wäre, daß von "Führung" nichts mehr übrig geblieben wäre. Die auf dem Kopf stehende Schiene wurde mit dem Lötkolben erwärmt und in die Schwellen gedrückt, also quasi heißverklebt.

Das auf dem nächsten Foto ebenfalls vergrößerte Detail zeigt den Prototypen meiner Absturzsicherung.

Bild
02888 Absturzsicherung

Entstanden aus ordinärer Verpackungspappe aus Schweden, befestigt mittels einer "Papierklemmschiene" (oder so ähnlich). Diese gibt es auch mit angespritzten Heftösen zum Einheften in "Leitz"-Ordner. Diese Heftösen eignen sich hervorragend, um die Klemmleistenstücke am Trassenbrett zu verschrauben.
Der Pappestreifen könnte noch geringfügig weniger hoch ausgeführt werden. Die Konstruktion scheint aber auch schwerste Fahrzeuge sicher vom Todessturz über die Plattenkante abhalten zu können.

Mit diesem Foto aus der Konserve wünscht Hein viel Freude bei der Lektüre,

Bild
[0136] Fofftein mit dem Abendblatt

Liebe Grüße,
Mark
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Thomas I
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#80

Beitrag von Thomas I »

Jumbo-44 hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 11:29


Für einen kompakteren Gleisverlauf waren die schlanken K-Gleis-Weichen einzukürzen, das bei diesem Artikel bewegliche Herzstück festzusetzen, die Herzstückspitze ebenfalls einzukürzen und Seitenschienen für die seitliche Führung zu ergänzen - auf die hatte der Premiumhersteller nämlich seinerzeit komplett verzichtet.
Hallo Mark!
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.

Mit besten Grüßen
Thomas
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#81

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Thomas,
daß rein betrieblich gesehen aufgrund der beweglichen Herzstücke keine Führungsschienen erforderlich sind, leuchtet mir ein.
Thomas I hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 17:32
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.
Jetzt muß ich aber ganz blöd fragen: meinst Du mit "vorbildgerecht", daß auch die große Bahn Weichen mit beweglichen Herzstücken kennt? Ich weiß das wirklich nicht, deshalb frage ich nochmal nach.

Gruß,
Mark
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Thomas I
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#82

Beitrag von Thomas I »

Jumbo-44 hat geschrieben:
Fr 25. Okt 2019, 10:22
Moin Thomas,
daß rein betrieblich gesehen aufgrund der beweglichen Herzstücke keine Führungsschienen erforderlich sind, leuchtet mir ein.
Thomas I hat geschrieben:
Do 24. Okt 2019, 17:32
Da muss ich Märklin jetzt aber in Schutz nehmen.
Weichen mit beweglichen Herzstück brauchen keine seitlichen Führungsschienen.
Das ist absolut vorbildgerecht wenn die fehlen, da mangels einer Herzstücklücke auch nichts über diese Lücke geführt werden muss.
Jetzt muß ich aber ganz blöd fragen: meinst Du mit "vorbildgerecht", daß auch die große Bahn Weichen mit beweglichen Herzstücken kennt? Ich weiß das wirklich nicht, deshalb frage ich nochmal nach.

Gruß,
Mark
Hallo Mark,
ja natürlich.
Auf Schnellfahrstrecken ist das gang und gäbe um bei hohen Geschwindigkeiten die Herzstückelücke zu vermeiden und auch weil bei den bei hohen Geschwindigkeiten erforderlichen sehr schlanken Weichen die Herzstücklücke irgendwann auch zu groß wird.

Auf der Modellbahn hat das den Vorteil, zumindestens bei Zweileitergleisen, dass man Radsätze nach unterschiedlichen Normen einsetzen kann, da auch feine Räder in keine Herzstücklücke fallen.
Weswegen ich im Untergrund die Schnellfahrweiche von Fleischmann Profi verwendet habe.

Im sichtbaren Bereich kommt man da um Weichen-Walter oder Selbstbau nicht herum, aber machbar ist es wie das Bild der Einfahrt meines Bahnhof "San Joaquino sulla Terrazza" zeigt:

Bild

Die linke Weiche ist mit fester Fahrbahn, die rechts muss noch geschottert werden.

Ganz rechts kommt noch die hier hin:
Bild

Mit freundlichen Grüßen
Thomas
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Mein Hamburg - Segmentübergänge: Eine Zusammenfassung

#83

Beitrag von Jumbo-44 »

Moin Stummies,

dank verschiedener Hinweise komme ich mit dem Löt-Öl von Sommerfeldt jetzt bestens klar: Lötstelle leicht anrauhen, Löttemperatur 400..450°C und das K-Gleis läßt sich so leicht löten wie verzinntes Kupferlitze!

Damit wird es Zeit für eine kurze Zusammenfassung meiner bisherigen Versuche zur Gestaltung der Gleisverbindungen an den Segmentübergängen.

Zwar hatte ich schon ganz zu Beginn bei den Modulbahnern geluschert, die bei Verlötung der Schienen mit dem Unterbau entstehende Schallbrücke wollte ich aber gerne vermeiden.

Die erste Idee: Die Gleise auf einer Streifenrasterplatine (um die beiden Außenschienen nicht elektrisch zu verbinden in Längsrichtung angeordnet) auflöten die ihrerseits mit doppelseitigem Klebeband auf Kork aufgeklebt wird. Auch den Kork hatte ich mit doppelseitigem Klebeband befestigt, da gewöhnlicher Weißleim in den Kork einzieht und beim Aushärten wiederum eine Schallbrücke bildet.
Ergebnis: Die Verklebung ist nicht hinreichend haltbar, der Unterbau der Gleise hat sich immer wieder gelöst.

Die zweite Idee: Die Gleise direkt mit einem dauerelastischen Kleber (in meinem Fall 'ecocoll' aus dem Öko-Innenausbaubedarf) verkleben. Für die Höhenausrichtung der Gleisstöße hatte ich mir entsprechende Holzlehren gefräst.
Ergebnis: Die Gleise lösen sich vereinzelt aus dem Kleberbett bzw. die Schienen vom Schwellenband.

Bild
[0255] Ausrichtung der verklebten Gleise mittels Holzlehren

Die dritte Idee: Lötbare Schrauben in entsprechend großen Löchern mit dauerelastischem Kleber (s.o.) einlassen und die Gleise darauf auflöten.
Ergebnis: Durch die Löthitze schrumpft der Kleber und die Schrauben sind nicht mehr sicher fixiert.

Bild
[0303] Schwellenband auf in Kleber eingelassener Schraube

Die vierte Idee: Zurück zu der bewährten Methode der Modulbahner. Lötbare Schrauben direkt ins Holz und darauf die Schienen (nicht die Schwellenroste) auflöten. Dank Sommerfeldt Lötöl klappt das auch mit Märklin-K-Gleis-Schienen.

Bild
[0301] Auf Schrauben verlötete Schienenprofile

Die Stumpfgleise des unteren SBF habe ich jetzt so umgesetzt. Wie erwartet bilden die Schrauben eine Schallbrücke. Anders als erwartet aber nur unmittelbar beim Überfahren. Schon wenige Zentimeter jenseits der Schrauben sinkt der Schallpegel deutlich hörbar. Ein wenig erinnert dies an die Geräuschänderung des Vorbilds beim Überfahren von Schienenstößen. Angesichts der geringen Geschwindigkeiten in der Abstellgruppe allemal hinnehmbar.

Bild
[0302] Die Segmentübergänge der Stumpfgleise im unteren SBF 'Welt Süd'

Wegen der höheren Geschwindigkeiten auf 'freier Strecke' möchte ich noch mit einer anderen Idee experimentieren. Dazu mehr, wenn erste Ergebnisse (nicht vor dem späten Frühjahr) vorliegen.

Über weitere Lösungen Eurerseits freue ich mich, vielleicht ist ja noch mal ein ganz anderer Ansatz dabei!

Gruß,
Mark
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Brumfda
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Re: Mein Hamburg - Kopfgleise im SBF, Absturzsicherung

#84

Beitrag von Brumfda »

Moin moin!

Danke für den Löttip. Hoffe, bald nicht mehr wie Rumpelstielzchen ums Feuer zu hüpfen und ebenso... neben der Sour zu wirken! Habßs bestellt und bin in freudiger Erwartung!

Schöne flauschige Woche, Fe :fool: lix
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