CAVEMBOURG: Eisenbahn-Romantik

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Claus B
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#776

Beitrag von Claus B »

Hallo Gregor,

super Story, gut gemacht und bebildert. Ich habe in Deinem Bauberich das 'Making off' gelesen und war begeistert. Beckenhöhe = Schwimmhöhe Seehund. :gfm: Ist das Foto des im Fluss liegenden Seehunds auch auf dem Seediorama entstanden?
Ich freue mich schon auf den nächsten Freitag. Ich bin gespannt ob Siegfriede durch die Deutschen Linien nach Cavembourg geschleust wird.
Der Stummi Oskar ist Dir schon wieder so gut wie sicher. :redzwinker: :lol:

Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby.
Glück auf und bis demnächst aus dem fiktiven Essener Stadtteil Altenbeck Bild

Claus
Hier geht es nach Essen Altenbeck
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Claus
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Dampfliebe
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#777

Beitrag von Dampfliebe »

Hallo Gregor,

Was für ein Abenteuer. :bigeek:

Über den Ärmelkanal durch die Seine Richtung Paris. Alle Achtung vor Siegfriede und Mr. Merker zu diesen seemännischen Glanzleistung.
Sehr schöne Geschichte und wie immer exzellent recherchiert. Hut ab und Kompliment :gfm:
Meine Stimme für den Stummi-Oskar hast Du. :D

Herzliche Grüße
Volker
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Miraculus
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#778

Beitrag von Miraculus »

Moin moin Gregor,

Draaaaamaaaaatiik pur :bigeek: . Die :gfm:

Duuuuududuududuuuududuuuduuuuududududuuuuu (Wer's nicht erkannt hat, das ist die Filmmusik von Petersens "Das Boot" :wink: )

Original gibbet auch,


Quelle: https://youtu.be/dkgtA30tZn8

Ich bin wie immer begeistert. Wir wär's mit ner Umsetzung als Kinder- oder Jugendbuch?


Grüße
Peter

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Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

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gaulois
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#779

Beitrag von gaulois »

Hallo Gregor,
ich lese schon länger still mit, muss aber jetzt dann doch mal mit Worten meiner Begeisterung Ausdruck verleihen. Meine Mutter stammte aus einem Ort nicht allzu weit von Cavembourg entfernt und hat auch in Cavembourg schon als junges Mädchen gearbeitet. Die Geschichten und Geschichte, die Du uns hier präsentierst ist echt mit viel Liebe gemacht und das merkt man mit jeder Zeile und jedem Bild. :hearts:
Im U96 in der Bavaria durfte ich vor knapp 40 Jahren auch mehr als ein mal sein, aber auch in den U-Booten in Speyer und Hamburg. Das ist schon eine besondere Atmosphäre. Wenn man dann so kleine U-Boote wie den Biber in Emmerich sieht oder eben dann Deinen Seehund, das ist dann noch mal was besonderes, weil ja auch flusstauglich. Da muss ich gleich wieder daran denken, dass ich hier noch ein U96 in 1:72 liegen habe, das gerne in meinen Moselhafen einfahren würde... :shock:

Mach weiter so, Deine Geschichten begeistern, ich wünschte, ich wäre auch schon so weit, dass ich meine Geschichten vom Deutschen Herbst etc. präsentieren könnte. Aber das braucht Geduld. Die Zeit versüßt Du mir mit Deinen Geschichten. :sabber:
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#780

Beitrag von Mornsgrans »

Gegor,
Erlebnisbericht aus Königins Tagebuch und Schilderung: Hammer!
Was mich verwunderte, war die Tatsache, dass der Seehund so lange unentdeckt auf der Sandbank lag, bis er wegen Hochwassers an prominenterer Stelle angeschwemmt wurde.
Nach Kriegsende wurde doch fast jeder Stein umgedreht, um noch Kriegserinnerungen oder andere "Beute" machen zu können. In den heißen trockenen Sommern der Nachkriegsjahre hätte man das Boot auch von der Flussmitte aus entdecken müssen. *Kopfschütteln*

Aber es hatte seinen Vorteil, nämlich hatte man keine Zeit für ausgiebige Plünderungen, weshalb das Cavembourger Technikmuseum immerhin zu einem fast unversehrt gebliebenem Exponat von derart weitreichender Bedeutung gekommen war.

Es war jedenfalls ein weiterer kurzweiliger Lesestoff.
Miraculus hat geschrieben: Sa 7. Mär 2020, 08:50 Wir wär's mit ner Umsetzung als Kinder- oder Jugendbuch?
In der heutigen Zeit wirst Du in diesem Land nur böse Worte (=Shitstorm) ernten, wegen Kriegsverherrlichung, Personenkult und was weiß ich nicht alles. Wer etwas finden will, der findet etwas zum Schlechtreden. :evil:

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am Mi 11. Mär 2020, 07:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#781

Beitrag von greg »

Hallo Freunde Cavembourgs

:hearts: Danke an alle Leser und Kommentatoren! Es freut mich, wenn euch die Geschichte gefällt, obwohl sie in den letzten drei Kapiteln wenig mit Eisenbahn zu tun hatte. Davon gibt es in den nächsten Folgen wieder mehr!

Zunächst die Post:

@Claus: Ja, das Foto ist ebenfalls auf dem Nordseediorama entstanden, nur eben von der anderen Richtung, aus Dünensicht sozusagen, ein paar Bäume dazu gepflanzt und die Wandersleut drapiert. Die Wellenstruktur ist wieder mit dem "Wischfinger" in Photoshop gemacht. Im Baubericht habe ich der vollständigkeitshalber das Originalfoto eingestellt.

@Volker: Das war schon eine ziemlich waghalsige Aktion. Danke für dein Kompliment! :lol:

@Peter: Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken die ganze Geschichte Cavembourgs später mal zwischen Buchdeckeln zu pressen - für die Familie, Freunde und Interessierte (und natürlich für mich selber) :wink: Erste Erfahrungen habe ich ja mit dem Schienenzeppelin-Büchlein gemacht. Das war schon eine Heidenarbeit....und die Videos müsste man auch noch irgendwie illustrieren.... :pflaster: Der Film "Das Boot" spielte natürlich vor dem geistigen Auge immer mit. Der hat mich nachhaltig beeindruckt und hin und wieder schaue ich ihn mir auf DVD an....

@Gerd: Danke für deinen ersten Kommentar hier! Eine U96 in einem Moselhafen wäre natürlich ein ganz anderes Kaliber.... :shock: Bin gespannt was da noch bei dir kommt und freue mich natürlich, wenn dir die Geschichte gefällt. :pen:

@Erich: Ich müsste die Bildunterschrift umformulieren. Ich habe keinen Hinweis gefunden, dass der Standort des U-Bootes vor 1950 bekannt war. Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass die Einheimischen davon wussten. Richtig bekannt wurde es eben erst, als es fortgeschwemmt wurde. Davon gibt es wiederum jede Menge Berichte.
Selbst der Baedeker-Reiseführer "Haute-Normandie - Wanderführer und kulinarischer Wegbegleiter" Deutsche Ausgabe 1952, beschreibt in einer Wanderroute entlang der Seine (dem späteren Fernwanderweg GR 2): "...unterhalb der Felsformation "Roches d´Orival" entdeckt man im Fluße ein kleines deutsches Unterseeboot, Typ Seehund. Ein hochrangiger Nationalsozialist soll hier bei einem Fluchtversuch aus der französischen Hauptstadt gestrandet sein."
Wie wir wissen, ist das natürlich völliger Quatsch. Allein technisch ist diese Geschichte auf Grund mehrerer Schleusen im Oberlauf der Seine unhaltbar.
Die drei Sommer, in denen die Dorfkinder auf der Seehund Gelegenheit hatten, ausgiebig den U-Bootkrieg nachzuspielen, hinterließen ihre Spuren am Boot. Z.B. ist im Innern bis heute ein herzumrahmtes "Georges + Emilie" eingeritzt. :pflaster:

In der Zwischenzeit habe ich eine kleine Such-Anfrage bei den Kleinanzeigen im Stummiforum eingestellt, die das letzte Kapitel des Weltkrieg-Abschnittes betrifft. Gerne kopiere und wiederhole ich sie an dieser Stelle:
Hallo!

Ich stelle kurz mein Projekt vor:
In meiner Anlagenvorstellung „Cavembourg“ erzähle ich die fiktive Geschichte eines kleinen Königreichs mit meiner Modellbahnanlage. Das Königreich ist irgendwo zwischen Deutschland, Luxemburg und Belgien angesiedelt und erzählerisch befinden wir uns gerade am Ende des 2. Weltkrieges. Eine Lokomotive der Union Pacific Class 4000 „Big Boy“ befindet sich durch kriegsbedingte Umstände in Europa :shock:
Da diese Lokomotive in einem späteren Kapitel noch einmal durch Europa, aber auch durch Amerika fahren soll, suche ich nun dazu passende Fotos.


Konkret:
Ich suche Fotos der Big Boy auf Modellbahnanlagen, die ich in meinem Thread veröffentlichen darf.

Dabei spielt es keine Rolle, welche Nummer die Big Boy trägt.

Es ist sogar hilfreich, wenn die Fotos eine Big Boy auf einer Anlage mit europäischen Motiven zeigt.

Da es auch nach Amerika geht, sind amerikanischen Motive natürlich ebenfalls gut.
Auch wenn sich deine Anlage noch im Bau befindet, spielt das keine Rolle.

Es ist also fast alles erlaubt - zum Beispiel:
Big Boy vor Alpenkulisse oder auf Reichsbahn- oder Bundesbahngleisen, Big Boy neben einer Baureihe 01, Big Boy am Sherman Hill und Big Boy in der „Holzwüste“ :wink:
Auch die Qualität der Fotos spielt eine untergeordnete Rolle.

Was nicht so gut wäre, ist eine Big Boy in Epoche V und später (aber zur Not tut sich da dann ein Wurmloch auf :fool: ). Big Boys in Vitrine und ohne Anlage kann ich leider nicht gebrauchen.

Falls du mir dein Big Boy Foto zur Verfügung stellen willst, dann lade es bei einem der bekannten Bildhostern hoch (z.B. abload.de) und schicke mir per PN den Link zum Bild.
Du kannst mir aber auch einen Direktlink zum Bild per PN senden (falls es schon im Internet veröffentlicht wurde), oder es per Emailanhang direkt an mich schicken: g_a_f_m(at)hotmail.com.

Wenn du mir ein Foto oder einen Link zu einem Foto schickst und zur Verfügung stellst, dann erklärst du damit, dass du der Urheber des Fotos bist und die Rechte daran hast. Du erklärst dich damit einverstanden, dass ich dein Foto auf meiner Festplatte speichere, es ggf. beschneide und bearbeite, es in meinem Account bei abload.de hochlade und es in meinem Thread im Stummiforum veröffentliche. Wenn du als Urheber des Fotos namentlich genannt werden willst, dann schreibe mir das bitte.

Ich versichere, dass ich die Fotos ausschließlich für die Veröffentlichung in dem Thread „Cavembourg“ im Stummiforum verwende.
Ich behalte mir vor, zugesendete Fotos nicht zu veröffentlichen.

Das Kapitel mit den Fotos wird voraussichtlich am 3.April 2020 hier im stummiforum veröffentlicht.

Falls du weitere Fragen hast, beantworte ich sie dir gerne per PN.

Und nun hoffe ich, dass ich so ein paar Fotos der Big Boy in Europa (und Amerika) zusammen bekomme....

Gruß

gregor 8)
Also: Falls ihr eine Big Boy besitzt und schon immer die Gelegenheit nutzen wolltet, diese amerikanische Lokomotive auf eurer "europäischen" Anlage zu zeigen - dann schickt mir einfach ein Foto davon :mrgreen:

Bis nächsten Freitag - kommt gut durch die Woche!

gregor 8)
Zuletzt geändert von greg am Mo 9. Mär 2020, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#782

Beitrag von Miraculus »

Ahoi Gregor,

also ich sach ma so
greg hat geschrieben: So 8. Mär 2020, 12:37 Hallo Freunde Cavembourgs....

@Peter: Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken die ganze Geschichte Cavembourgs später mal zwischen Buchdeckeln zu pressen - für die Familie, Freunde und Interessierte (und natürlich für mich selber) :wink: Erste Erfahrungen habe ich ja mit dem Schienenzeppelin-Büchlein gemacht. Das war schon eine Heidenarbeit....und die Videos müsste man auch noch irgendwie illustrieren.... :pflaster: Der Film "Das Boot" spielte natürlich vor dem geistigen Auge immer mit. Der hat mich nachhaltig beeindruckt und hin und wieder schaue ich ihn mir auf DVD an....

Bis nächsten Freitag - kommt gut durch die Woche!

gregor 8)
ich würde mich schon als Interessierten betrachten :fool:

Was Du aus dem Big Boy zauberst bin ich ja sowas von.... interessiert 8)


Grüße
Zuletzt geändert von Miraculus am So 8. Mär 2020, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#783

Beitrag von Mornsgrans »

Hallo Gregor,
zu Deine Kleinanzeige:
Frage mal die Beitragsersteller:
viewtopic.php?t=81658&start=3025#p1780500
Und auch mal Markus, ich meine, er hatte in seinem alten Thread auch schon eine Big Boy den Rhein entlang fahren lassen.

Grüße aus Idar-Oberstein

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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 12: Operation "SoftDrive-Sinus" Teil 3

#784

Beitrag von gaulois »

greg hat geschrieben: So 8. Mär 2020, 12:37Hallo Freunde Cavembourgs

:hearts: Danke an alle Leser und Kommentatoren! Es freut mich, wenn euch die Geschichte gefällt, obwohl sie in den letzten drei Kapiteln wenig mit Eisenbahn zu tun hatte. Davon gibt es in den nächsten Folgen wieder mehr!

Zunächst die Post:
(...)
@Gerd: Danke für deinen ersten Kommentar hier! Eine U96 in einem Moselhafen wäre natürlich ein ganz anderes Kaliber.... :shock: Bin gespannt was da noch bei dir kommt und freue mich natürlich, wenn dir die Geschichte gefällt. :pen:
(...)
Hallo Gregor,
ja, in der Tat, das ist nur auf drei Arten zu erklären:
1. zu viel Vodka-Genuss nach dem Aufbringen eines russischen Frachtschiffes,
2. der Navigator hat die Karte falsch herum gehalten, oder
3. der Kreiselkompass hat Nord und Süd vertauscht und keinem ist es aufgefallen...
Fragt sich, wie man mit dem Ding jetzt rückwärts wieder bis nach Koblenz kommt...
:fool: :fool: :fool: :fool: :fool:
zum Big Boy kann ich leider nicht beitragen, bin aber schon sehr gespannt, was da auf uns zu rollt. Hoffentlich wirst Du fündig!
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Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#785

Beitrag von greg »

Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

In der Nacht zum 28. August 1944 erreichten die Königin und Hermann Merker mit General Eisenhower und Einheiten der 28. U.S. Infanteriedivision die bereits befreite, französische Hauptstadt. Der Pariser Bürgermeister Pierre Taittinger, den Siegfriede aus besseren Tagen, anlässlich verschiedener Wein- und Champagnermessen persönlich kannte und schätzte, quartierte sie in seine Stadtvilla ein.
Am 29. August nahm Siegfriede dann, auf Einladung Eisenhowers, an der Siegesparade der amerikanischen Streitkräfte auf der Avenue des Champs-Élysées teil.

Bild

Foto: Die Siegesparade der U.S. - Truppen. Siegfriede fuhr an der Spitze der Parade, direkt hinter General Eisenhower (man kann Siegfriede vorne rechts im Auto auf der Rückbank sitzend erkennen). General de Gaulle hatte eine französische Siegesparade zwei Tage vorher abgehalten und befand sich nun auf der Tribüne am Place de la Concorde.

Am 30. und 31. August traf sich die Königin in der Villa Taitinger mit den Generälen De Gaulle und Eisenhower um über die prekäre Lage der Pariser Stadtbevölkerung zu beraten, während sich Merker mit Führern der Résistance und seiner ehemaligen LFCM, die sich bekanntlich den Franzosen angeschlossen hatte, im Ostteil der Stadt zusammenfand.
Die Widerstandsgruppen waren nicht entwaffnet worden, was Angesichts der prekären Lage in der Stadt zu massiven Problemen führte. Lebensmittelknappheit und eine drohende Hungersnot führten zu bewaffneten Unruhen und Plünderungen, aber auch zu politischen Aktionen, wie die Gründung kommunistischer Räte in einigen Vororten und Bezirken. Siegfriede sicherte de Gaulle Lebensmittellieferungen aus Cavembourg zu, sobald das Königreich befreit wäre. Und de Gaulle, der alle wehrdienstfähigen Résistancekämpfer in die französische Armee eingliedern wollte, versprach dabei zu helfen.

Eisenhower musste die deutschen Verbände nach Compiège, Richtung Nordosten, verfolgen und konnte der Befreiung des Königreiches und damit der Versorgung der französischen Hauptstadt keine Priorität einräumen. Doch als de Gaulle Schutz für die Königin und Hilfe bei der Befreiung ihres Königreichs zusicherte, ließ Eisenhower das "Jableman Corps“ und die Lokomotive Class 4012 an den Gare de l'Est verlegen. Die Lokomotive sollte eine schnelle Versorgung der französischen Hauptstadt garantieren, sobald man Cavembourg erreichte.
Die im Jahr 1872 eröffnete und 1931 zweigleisig ausgebaute Schnellbahn-Magistrale Paris - Reims - Luxemburg - Cavembourg entpuppte sich als strategischer Glücksfall, denn sie war bis auf wenige, kleinere Kriegsschäden, von den Deutschen einwandfrei in Schuss gehalten worden und für die schwere Class 4012 vollumfänglich und ohne größere Ausbesserungsarbeiten befahrbar.

Die US-Armee bewegte sich über Amiens, Cambrai und schließlich dem Kessel von Mons in Richtung Belgien und bündelte auf dieser nördlichen Route fast alle deutschen Kampfverbände, die sich auf ihrem Rückzug noch in Nordfrankreich aufhielten. Das bedeutete für die französischen Soldaten, die auf ihrem südlichen Weg Richtung Osten die Eisenbahnstrecke sicherten, kaum Feindberührung und ein schnelles Vorankommen. Das Fehlen der Class 4012 für den militärischen Nachschub der alliierten Truppen, versuchten die Amerikaner mit Lastkraftwagen auszugleichen. Der bisher mit der 4012 gut geschmierte "Red Ball Express" geriet ins Stocken und immer wieder kam es nun zu massiven Nachschubproblemen und sogar zu tagelangen Pausen beim alliierten Vormarsch.

Am 5. September erreichten die französischen und cavembourgischen Kämpfer Luxemburg und einen Tag später Cavembourg, wo man unter dem Kommando von Hermann Merker die letzten deutschen Besatzer fast kampflos vertreiben konnte.
Am 10. September erreichte die US-Armee von Norden her Luxemburg. Zeitgleich traf Siegfriede in Cavembourg ein.

Die allgemeine Freude über den Abzug der deutschen Besatzungsmacht steigerte sich, als die legendäre 4012 "Big Boy" am 10. September 1944 erstmals in den Hauptbahnhof der Hauptstadt Cavembourgs einfuhr und geriet in enthusiastische Begeisterung, als zur Überraschung der Anwesenden am Bahnhof und bald des ganzen Landes, die geliebte Königin Siegfriede dem Zug entstieg und aus dem Exil in ihre Heimat zurückkehrte.
Sichtlich gerührt, mit Tränen in den Augen, stieg die Königin auf die kleine Plattform oberhalb der Vorlaufachse der großen 4012 und hielt eine kurze Ansprache, die schließlich im Freudentaumel der Zuhörer endete. Die Herzen der Cavembourger flogen ihr zu. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Wieder füllte sich der Place-du-Roi mit einer großen Menschenmenge und wieder feierten die Cavembourger ihre Königin, als sie an der Spitze eines Triumpfzugs, ihrem Wohnhaus in der Innenstadt entgegen schritt. Der Place-du-Roi sollte sich erst am nächsten Morgen leeren.

Hinweis zum Film: Ausschnitt aus einer Kriegsberichterstattung des amerikanischen Fernsehens über die Einfahrt der Lokomotive 4012 in Cavembourg und die Rede Siegfriedes im Bahnhof. Dem Filmausschnitt fehlt die ursprüngliche Tonspur des amerikanischen Sprechers. Sie hatte durch die enthusiastische Kommentierung die Rede der Königin unverständlich werden lassen.




Bild

Bild

Fotos: Die UP Class 4012 in Cavembourg September 1944. In den darauffolgenden Wochen war diese Lokomotive ein sehr beliebtes Motiv bei den Hobbyfotografen der SBB im Königreich.

Bild

Foto: Die 4012 im Hauptbahnhof Cavembourg, zusammen mit einer S160 im November 1944 (die S160 schon mit einer Stirnbeleuchtung der SRCF ausgestattet, die 4012 mit einem "Normativ Europeen Main Shaft" (NEM-Schacht), der bekanntlich an dieser Lokomotive in Europa eingeführt wurde)



Fortsetzung folgt: Die Zerstörung der „Big Boy" Class 4012 und das Ende des „Jableman Corps"
Zuletzt geändert von greg am So 15. Mär 2020, 10:18, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#786

Beitrag von reinout »

Nette Geschichte, wie immer!
Die Titel des nächstes Teil ist ein bisschen furchterregend... "Zerstörung der „Big Boy""...
Mal sehen, nächste Woche!

Reinout
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Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#787

Beitrag von WMaerker »

Moin Greg,
wie immer mitreißend erzählt! :D
Vor allem aber der Film dazu! Professionell gemacht! Kommst Du beruflich aus der Filmbranche??
Lg
Walter
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greg
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#788

Beitrag von greg »

Guten Morgen !

Danke für euer Feedback! :hearts:
Wir nähern uns dem Ende und es sind noch ein paar lose Erzählfäden, die zusammen geführt werden müssen :calc:

@Reinout: Ursprünglich sollte das nächste Kapitel „Pirouetten des Schicksals“ heißen. :pflaster:

@Walter: :D Beruflich bin ich von der Filmbranche so weit entfernt wie zur Raumfahrt. Nein, das sind alles ganz einfache Sachen, die ich da mache. Und professionell ist daran wirklich nix :oops: (ich arbeite mit iMovie auf einem iMac von Apple, Adobes Photoshop Elements 11, einem iPhone XR, einer Pentax K50 (für die Tiefenschärfe bei den Fotos), und einer kleinen Nebelmaschine - siehe auch hier) Aber Danke für deine Anerkennung! 8)

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und bleibt alle gesund und munter!

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#789

Beitrag von UKR »

Moin Gregor,

immer wieder Klasse die Geschichten und Filme von dir. Da Gerhard ja schon ein Fotobuch vorgelegt hat....bist du jetzt am Zug :mrgreen: und natürlich mit DVD a la National Geographic Magazine :wink:

Freu mich schon auf die Fortsetzung....vielleicht ja "dank" der kleinen Viecher schon eher als Freitag :fool:

Harzliche Grüsse

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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#790

Beitrag von Mornsgrans »

Mensch Gregor,
was Du an Zeitdokumenten aus den Archiven hervorgekramt ist, ist sehr beeindruckend. Schade, dass nur noch Standbilder von Königin Siegfrides Siegesrede existieren, aber der Zahn der Zeit nagte an so manchem Zelluloid. Das alte Material war eben sehr empfindlich. - Gut, dass der Restaurator wenigstens die Tonspur, von den Kommentatoräußerungen befreit, retten konnte.

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 13: Die Rückkehr der Königin

#791

Beitrag von punch »

Hallo Greg,

endlich wissen wir, wann und wie der NEM-Schacht eingeführt wurde. Da muss ich diese Woche mal bei den hiesigen Talent-Zügen schauen, wo der dort steckt.

Zerstörung des Big Boy klingt gewaltig :bigeek: , mal sehen, was die Cavembourger da wieder angestellt haben :mrgreen:

Viele Grüße

Patrick
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Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der "Big Boy" 4012 und das Ende des "Jableman Corps"

#792

Beitrag von greg »

Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

Es ist schwer sich in die Gefühlslage von Bruno Jabelmann hinein zu versetzen, als er aus seinem Büro der Lokomotivbaumanufaktur zum Hauptbahnhof herüber eilte, und so überrascht wie jeder Cavembourger, die amerikanische 4012 erblickte, die dort am Bahnsteig 1 eingefahren war. Er hatte die Maschine schon von weitem kommen gehört und wunderte sich über den exotischen Klang ihrer Dampfstöße (er gehörte zu den Leuten, die Lokomotiven für gewöhnlich schon von weitem an ihrem Fahrgeräusch erkennen können).
Tage zuvor waren Gerüchte im Umlauf gewesen, eine riesige Lokomotive wäre mit den Amerikanern auf dem Weg nach Osten und triebe die Deutschen vor sich her. Und nun fuhr ausgerechnet diese Maschine bei ihm in Cavembourg ein. Beeindruckend in ihrer Größe und Kraft, und: Unverkennbar seines Bruders Werk!
Er wusste aus Briefen, geschrieben noch vor dem Kriege, wie sein Bruder Otto mit der Konstruktion dieser Lok gerungen hatte. Er kannte auch die Umstände seines tragischen Todes und nun stand eine dieser gewaltigen Lokomotiven vor ihm.

"Das Schicksal dreht manche Pirouette... " dachte er und bahnte sich einen Weg durch die neugierige und begeisterte Menge, die die Lok am Bahnsteig umringte. Als dann die Königin aus einem der hinteren Wagen des Zuges stieg und die Menge sich ihr zuwandte, konnte er sich zur Lokomotive durchschlagen und begrüßte die drei Männer im Führerstand: "Welcome to the Kingdom of Cavembourg!" rief er ihnen am Fuße des Aufstiegs entgegen "My name is Jabelman, Bruno Jabelman. And I am glad to see you..." Die Männer oben lachten und riefen: "We are Jablemen, too!" und sie bedeuteten ihm mit einer Handbewegung hinauf zu steigen. Auch wenn Bruno noch nie von diesen "Jablemen" gehört hatte, so wussten die drei Männer im Führerstand sehr wohl von ihm. Sie stellten sich vor und fassten ihre Geschichte in ein paar kurze Sätze, dann verabredeten sie sich für den Abend, um die neue Bekanntschaft mit einem guten Wein zu vertiefen und um ausführlich berichten zu können. Denn in der Zwischenzeit war die Königin an der Lok vorbei gegangen, hatte ein paar Worte mit einem der drei Männer im Führerstand gewechselt und stieg nun auf die Vorlaufplattform der Lokomotive, um ihre berühmte Rede zu halten. Der sichtlich perplexe Bruno kletterte während dessen aus dem Führerstand zurück auf den Bahnsteig und konnte des Schicksals"-pirouette" kaum fassen...

Am Abend fand sich Bruno Jabelmann dann in den Baracken am Güterbahnhof ein, wo sich die drei Männer des „Jableman Corps“ einquartiert hatten. Er hatte eine Kiste Clos Cavembourg dabei und die drei Lokomotivführer erzählten ihre ganze Geschichte und so manche Anekdote über seinen Bruder. Das restliche "Jableman Corps" sollte in den nächsten Tagen ebenfalls in Cavembourg Quartier beziehen.

In den folgenden Wochen machte Königin Siegfriede ihr Versprechen wahr und versorgte die französische Hauptstadt mit Lebensmitteln. Die 4012 und ihre „Jablemen“ fuhren die Strecke dabei fast täglich und die Lok tat klaglos ihren Dienst. Im November 1944 musste sie schließlich auf Grund von Brennstoffmangel im BW Cavembourg abgestellt werden. Da sich die allgemeine Versorgungslage der französischen Hauptstadt stabilisiert hatte und mit der Eroberung des Hafens von Antwerpen auch der alliierte Nachschub gesichert war, verlor die Lokomotive vollends an Bedeutung. Die Männer des "Jableman Corps" lösten ihre Einheit schweren Herzens auf und kehrten zurück zur 723rd Railway Operation Division, die bereits in Antwerpen stationiert war.

Nach der Operation Market Garden, bei der die alliierten Truppen große Lücken am belgischen Frontabschnitt zurück ließen, sahen die Deutschen eine Chance, die Initiative zu übernehmen und stießen im Dezember 1944 in den Ardennen vor. Während dieser Offensive eroberten sie Teile Südbelgiens und den Norden Luxmbourgs zurück, wobei sie ganze Landstriche verwüsteten. Zeitgleich beschossen sie zwischen dem 30. Dezember 1944 und dem 22. Januar 1945 das Königreich Cavembourg und das Stadtgebiet Luxemburg mit der Langrohrkanone V3, die in der Nähe des Örtchens Lampaden bei Trier stationiert war. Insgesamt feuerten sie 183 Treibspiegelgranaten aus einer Entfernung von 43 Kilometern ab, davon trafen 44 das luxemburger Stadtgebiet und drei die cavembourgische Hauptstadt - zwei schlugen ohne großen Schaden zu verursachen in Grünflächen ein, die dritte explodierte in der Nähe der abgestellten Lokomotive 4012, verletzte zwei Bahnmitarbeiter und beschädigte die amerikanische Lok erheblich. Es sollten die einzigen kriegsbedingten Schäden im Königreich bleiben.

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Foto: Die Langrohrkanone V3 bei Lampaden. Sie hatte eine Reichweite von bis zu 60 Kilometern und eine Streuung von 3 Kilometern. Ein präzise Kriegsführung war damit nicht möglich und Treffer waren Zufallssache.

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Foto: Bruno Jabelmann auf der 4012, vor der Beschädigung durch Granatenbeschuß.

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Foto: Die beschädigte 4012 auf dem Gelände des BW Cavembourg. Das Geschoss schlug etwa 25 Meter entfernt ein. Dabei hob es die Lok aus den Gleisen, der Prellbock vor ihr riss los, flog und brach auseinander, seine Pufferbohle riss ab und schlug ein Loch in den Kessel, während sich die Schienen verformten.

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Foto: Königin Siegfriede besucht noch am selben Abend die beiden verwundeten Bahnmitarbeiter im Lazarett. Die Verwundeten sind vollständig genesen, obwohl es am Anfang sehr kritisch um sie stand. Sie konnten ihren Dienst bei der SRCF wieder aufnehmen.


Die Big Boy 4012 schien unwiederbringlich zerstört. Doch Bruno Jabelmann, der sich mit dieser „Pirouette des Schicksals“ nicht abfinden wollte, schwor sich, die Lok wieder auf Vordermann zu bringen. Und sei es nur um seines Bruders zu gedenken.

Fortsetzung folgt: Nachträge
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Mornsgrans
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#793

Beitrag von Mornsgrans »

Guten Morgen Gregor,
der Vorteil eines Urlaubes liegt vor allem daran, dass man Freitags zu den ersten Lesern neuer Kapitel der Geschichte Cavembourgs gehört und so die Wartezeit ein paar Stunden kürzer ist.

Ich kann mir gut vorstellen, was in Jabelmann vorgegangen sein muss, als er die Bigboy einfahren gesehen hatte. Als Experte kannte er ja auch das Potential dieser Lok und konnte sich davon auch überzeugen.

Eigentlich schade, dass die 4012 nach der Eroberung Antwerpens überflüssig wurde aber auf Grund des weicheren Untergrundes im küstennahen Flachland wäre der Bahnkörper durch das hohe Gewicht der Lok schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, zumal die Wehrmacht die frontnahen Gebiete Belgiens und der Niederlande teilweise unter Wasser gesetzt hatte. Letztlich war auch diese Maßnahme mit Schuld am Scheitern der Operation Market Garden.

Dass die 4012 sozusagen bei der letzten sich bietenden Gelegenheit doch noch schwer beschädigt wurde, ist natürlich ärgerlich. Wie ich die Cavembourger aber kenne, wird sie zumindest optisch bald nach dem Krieg wieder in vollem Glanz erstrahlen...

Infektionsfreie Grüße aus Idar-Oberstein

Erich

P.S.: Grüße frei nach bjb ;)
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Miraculus
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#794

Beitrag von Miraculus »

Guten Morgen Gregor,

Danke für die Fortsetzung mit dem unrühmlichen Ende des Big Boy 4012.

Jabelmanns Pirouetten des Schicksals kurz beschrieben: "Jabelmann (hört die 4012), Jubelmann (besichtigt die 4012), Jammermann (trauert um die beschädigte 4012), Jubelmann (baut den Big Boy wieder auf), Jabelmann (wird für seine Dienste geehrt)"


Grüße
Peter

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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#795

Beitrag von Dampfliebe »

Gregor,

wie immer: Exzellente Story. :gfm: xxxl

Und wunderbar wie du Modellbaufiktion und Geschichte miteinander verwebst. Großes Kompliment dafür.

Für diese Klasse Unterhaltung in diesen düsteren Zeiten extra vielen Dank . :clap:

Herzliche Grüße und bleib gesund
Volker
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#796

Beitrag von Vorarlberg-Express »

Hallo Gregor,
Wiederum Klasse deine letzten Folgen, die ich sehr genossen habe. Neben der spannenden Geschichte von Cavembourgs Befreiung hab ich wiederum allerhand gelernt über deutsche Waffentechnik, v.a. über U-Boote ("Das Boot" habe ich seinerzeit auch gerne angesehen und gelesen), über Dioramenbau mit Echtwasser, über die gewaltige Big Boy in Europa, woher der NEM-Schacht kommt, über die Jabelmänner und noch vieles mehr.
Chapeau! :clap: :clap:
Interessieren würde mich noch, ob die 4012 repariert werden konnte und wie das Foto entstanden ist.

Viele Grüße und BX
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Gerhard

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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#797

Beitrag von UKR »

Moin Gregor,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und danken, das du uns mit deinen Geschichten ein wenig ablenkst. Grad im letzten Kapitel mit der Erwähnung von Market Garden kommen viele Erinnerungen an die Geschichten dazu von meinem Vater und den Großeltern von den unzähligen Lastenseglern über Hamminkeln und was dann später aus den Fallschirmen gemacht wurde. Und wer aufmerksam durch die Wälder des deutsch / niederländischen Grenzgebiets fährt wird durch die vielen Kriegsgräberfriedhöfe an die Schwere der Kämpfe im Reichswald erinnert.

Kommt gut durch die Zeit und bleibt gesund

Harzliche Grüsse

Ulrich
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#798

Beitrag von Claus B »

Hallo Gregor,

ich habe heute morgen die beiden letzten Teile gelesen und alle gesetzten Links zu den Geschichten verfolgt. Die Besetzung Paris war für mich in großen Zügen so nicht bekannt und vom Red Ball Express wusste ich auch nichts. Danke für die Links - es waren alle sehr interessant. Nun weiss ich wofür Du die Zeit bis Dezember gebraucht hast. Es wird eine Heidenarbeit sein die Fakten aus den Tiefen des WWW herauszusuchen. Hut ab. :gfm:
Ich hoffe doch, das es ein 'Making off' des zerstörten Big Boy gibt. Ich hoffe auch, das Du nicht die Mä Lok zerstört hast. :fool:

Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby.
Glück auf und bis demnächst aus dem fiktiven Essener Stadtteil Altenbeck Bild

Claus

PS.: Die Heizleistung des Lockenstabes ist in der höchsten Stufe nicht so groß das Schrumpfschläuche schrumpfen.
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#799

Beitrag von greg »

Hallo Freunde der Eisenbahn

Danke für euer Feedback! :pen:

@Erich: Danke für deine wie immer sehr kompetente Ergänzung! Ob du mit deiner (ich gebe zu: sehr naheliegenden Vermutung) Recht behälst und die Cavembourger die Lok wieder aufbauen, wird garantiert noch verraten....in zwei Wochen. :mrgreen:

@Peter: Du hast seherische Fähigkeiten! :bigeek: :fool:

@Volker: Danke fürs Kompliment. Es freut mich sehr, wenn es dir gefällt!

@Gerhard: Das ahnt der ein oder andere ja schon, dass die Lok wieder aufgebaut wird. :wink: Ich werde die nächsten Tage noch ein kleines Making of zur kaputten Big Boy einstellen. Speziellen Gruß nach Müselbach, wo es (was mich sehr freut) auch weiter geht :gfm:

@Ulrich: Danke für deinen eindrücklichen Kommentar. Die Geschichte um Cavembourg kann den Schrecken dieser Zeit nicht einfangen. Vielleicht verharmlost sie ihn auch in gewisser Weise. Aber es ist eben Cavembourg.... das kam schon immer mit einem blauen Auge davon :wink:

@Claus: Es ist jede Mühe wert! Und es macht ja auch Spaß. :D Ein kleines Making of gibt es in den nächsten Tagen. :charles:
Das wäre ja zu praktisch gewesen, wenn das Schläucheschrumpfen mit einen Lockenstab funktioniert hätte! :pflaster:

Ich wünsche euch nun eine schöne Woche und hoffe, daß ihr gesund und munter bleibt! Gerade zur Zeit bin ich froh so ein schönes Hobby zu haben! :fool:

Bis die Tage!

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Der 2. Weltkrieg Teil 14: Die Zerstörung der „Big Boy" 4012 und das Ende des „Jableman Corps"

#800

Beitrag von Miraculus »

Hi Gregor,
jo mein Nickname kommt nicht von ungefähr :fool:

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Quelle: http://www.google.de/search?q=asterix+u ... P6lfpJM%3A



Gruß
Peter

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Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

Frei nach F. Gump: "Die Moba ist wie eine Pralinenschachtel. Du weißt nie.. :lol: "
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