Rund übers Eck - Das große Signalwippen mit selbstgestricktem Arduino DCC Decoder !!

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!

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Domapi
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Re: Rund übers Eck - Kleine Schattenbahnhofskunde

#26

Beitrag von Domapi »

Da immer wieder nach Schattenbahnhofsteuerungen gefragt wird, möchte ich meine Erfahrungen und Selbstbauten vorstellen, die auf meiner Anlage zum Einsatz kommen.

Das Spektrum reicht von einer einfachen FIFO-Steuerung über eine Zufallssteuerung oder einer Speicherschaltung incl. Gleisbesetztmeldern und LED-Anzeige für ein manuelles Gleisstellpult.

Beim Aufbau einer Schattenbahnhofsteuerung muss man sich über folgende Punkte Gedanken machen:
  • Sollen die Schattenbahnhöfe nur in einer Fahrtrichtung funktionieren oder in beide?
  • Gibt es ein Umfahrgleis? Ist der SBHf. ein Endbahnhof mit Abstellgleisen oder ein Durchgangsbahnhof?
  • Werden nur gezogene Züge eingesetzt oder auch geschobene? Mehrfachtraktionen ?
  • Soll pro Schattenbahnhofsgleis nur ein Zug abgestellt werden können oder werden mehrere Züge pro Gleis geparkt?
  • Wie funktioniert das Ausfahren aus dem Schattenbahnhof, manuell, automatisch, nach FIFO-Prinzip (First in first out – Einfahrreihenfolge = Ausfahrreihenfolge), zufällig , zeitgesteuert (z.B. verzögert um x sec)?
  • Wie erfolgt das Einfahren in den Schattenbahnhof? Füllt er sich von selbst auf?
  • Wie erfolgt die Steuerung? Über Reedkontakte, Gleisbesetztmelder (Stromfühler), Lichtschranken, Hall-Sensoren usw.?
  • Wie viele Gleise soll der Schattenbahnhof überhaupt haben ?
  • Wie werden die Einfahr- und Ausfahrweichen gesteuert? Werden die Ausfahrweichen nur aufgefahren oder haben sie einen Antrieb ? Wie erfolgt die Herzstückpolarisierung?
  • Wie werden die Halteabschnitte realisiert? Stromlose Abschnitte? PC-Steuerung?
  • Wie wird der Schattenbahnhof in die Steuerung der Anlage integriert? Erfolgt die Steuerung per PC, ohne PC, „analog“, z.B. mit Relais? Werden die Schattenbahnhöfe in eine Blockstreckenautomatik integriert?
  • Müssen die Schattenbahnhöfe über CVs digital über die Zentrale einstellbar sein oder reichen lokale, analoge Einstellungen z.B. über (DIP-)Schalter?
  • Wie soll das Abbremsen in den Schattenbahnhofsgleisen erfolgen? Separater Bremsabschnitt vor dem Halteabschnitt? Bremsmodule (z.B. ABC-Bremsen)? PC-gesteuert? Bremswiderstand?
Wahrscheinlich gibt es noch weitere Aspekte, die eine Rolle spielen können. Wer also weitere Ideen hat, bitte ergänzen.

Für meine einfachste Variante habe ich mich für folgende Eckpunkte entschieden:
  • Die Schattenbahnhöfe sind Durchgangsbahnhöfe ohne Umfahrgleis und sollen nur in einer Fahrtrichtung funktionieren. Es werden nur gezogene Züge eingesetzt, keine geschobenen. Die Ausfahrweichen werden nur aufgefahren.
  • Pro Schattenbahnhofsgleis (3 Gleise) soll nur ein Zug abgestellt werden können (es werden nicht mehrere Züge pro Gleis geparkt). Die Länge der Gleise muss also so bemessen sein, dass der längste Zug auf alle Gleise passt, der auf der Anlage verkehren soll.
  • Die Schattenbahnhofsteuerung funktioniert nach dem FIFO-Prinzip: Der erste eingefahrene Zug fährt auch wieder zuerst aus.
  • Ausfahrgleise sollen aber auch manuell ausgewählt werden können.
  • Voraussetzung ist ein freies Gleis, damit ein neuer Zug einfahren kann. Die restlichen Schattenbahnhofsgleise sind alle belegt. Der SBhf. füllt sich also nicht von „selbst“.
  • Die Steuerung erfolgt über Reedkontakte, die von einem Magneten am letzten Wagen des Zuges ausgelöst werden. Eine Steuerung über Gleisbelegtmelder ist nicht vorgesehen. Eine stehende Lok im Halteabschnitt soll jedoch über eine LED angezeigt werden.
  • Die Schattenbahnhöfe werden in eine Blocksteuerung mit Relais integriert.
  • Die Steuerung soll mit dem Lenz ABC-Bremsen funktionieren.
Es ergibt sich folgender Ablauf:
  • Sobald ein Gleis im Schattenbahnhof frei ist, wird der Schattenbahnhofsblock frei geschaltet und ein neuer Zug kann aus dem vorhergehenden Block auf das freie Gleis einfahren.
  • Jedes Schattenbahnhofsgleis hat im Einfahrbereich kurz nach der Einfahrweiche einen Reedkontakt, der durch den Magneten am letzten Wagen eines Zuges ausgelöst wird. Die Reedkontakte schalten die Gleise nacheinander frei:
  • Reedkontakt 1 in Gleis 1 schaltet die Weichen auf Gleis 2 und den Halteabschnitt 2 ein (alle anderen Gleise sind dann stromlos), ein Zug auf Gleis 2 fährt los.
  • Reedkontakt 2 in Gleis 2 schaltet die Weichen auf Gleis 3 und den Halteabschnitt 3 ein (alle anderen Gleise sind stromlos), ein Zug auf Gleis 3 fährt los.
  • Reedkontakt 3 in Gleis 3 schaltet auf Gleis 1 entsprechend, ein Zug auf Gleis 1 fährt los.
  • D.h. die Gleise werden immer in der Reihenfolge 1 --> 2 --> 3 --> 1 usw. durchgeschaltet.
  • Der einfahrende Zug kommt anschließend in einen ca. 1,50 m langen Zwangs-Bremsabschnitt, der mit einem Lenz BM1 (1 + 4 Dioden) gegen Digital "B" geschaltet ist und beim einfahrenden Zug einen ABC-Bremsvorgang auslöst. Das geht natürlich nur mit entsprechenden Lokdekodern unter DCC und den notwendigen CV-Einstellungen (konstanter Bremsweg etc.). Dies dient dazu, dass Züge sanft im folgenden stromlosen Halteabschnitt halten, nicht "durchrutschen“, aber auch nicht vorher halten.
  • Jedes Gleis hat einen ca. 40 cm langen Halteabschnitt im Ausfahrbereich. Das reicht, um eine Lok zum Stehen zu bringen. Wenn Mehrfachttraktionen verwendet werden sollen, so ist dieser Halteabschnitt entsprechend zu verlängern. Dort hält der einfahrende Zug an, da der Halteabschnitt stromlos gestellt wurde.
  • Loks im Halteabschnitt werden durch einen Gleisbesetztmelder erkannt und über eine LED in einem Gleisbildstellpult angezeigt; die Melder funktionieren nach dem Stromfühlerprinzip (Optokoppler), auch bei stromlosem Halteabschnitt. Die Gleisbesetzmeldung wird nicht an die Digital-Zentrale weitergegeben.
  • Die Reedkontakte schalten bistabile Relais, die über Dauerkontakt die Weichen schalten. Diese brauchen natürlich eine Endabschaltung (z.B. Hofmann-Antriebe, viele Spulenantriebe). Pro Einfahrweiche wird ein Relais benötigt.
  • Die Relais steuern über mehrere Umschalter (2 x UM) die Weichen, die Verteilung der Gleisspannung an die Haltabschnitte und die Anzeige des aktuell geschalteten Gleises (LED im Stellpult).
  • Die Weichen im Einfahrbereich sind polarisiert über die Hofmann-Antriebe, die Herzstückpolarisierung der Ausfahrweichen wird ebenfalls darüber gesteuert; Voraussetzung hierfür ist, dass jeweils a l l e Einfahrweichen geschaltet werden, und zwar so, dass die Ausfahrweichenpolarisierung stimmt.
  • Die Steuerung kann durch Unterbrechen der 12V Stromversorgung für die Reedkontakte ausgeschaltet werden (Kippschalter im Stellpult vorsehen). Der Schattenbahnhof arbeitet dann quasi als eingleisiger Block. Die manuelle Schaltung der Gleise am Stellpult über Taster funktioniert aber dann immer noch.
  • Zum initialen "Befüllen" des SBhf. müssen ein freies Gleis gewählt und das Ausfahrsignal des vorhergehenden Blocks manuell auf grün gestellt werden, damit der nächste Zug nachrücken kann.
  • Beim "Entleeren" für Wartungszwecke muss der vorhergehende Block manuell auf rot gestellt werden. Dann sind die SBHf.-Gleise manuell anzuwählen und die Züge nacheinander auszufahren.
  • Der Normalfall ist Automatikbetrieb in Verbindung mit der Blockstellenautomatik. Die SBHf.-Steuerung funktioniert dann i.V.m. der Blockautomatik, wenn Anzahl Gleise - 1 Züge bereits dort stehen, ein Gleis muss frei sein.
Hier mal eine Skizze des 3-fach Schattenbahnhofs, Lage der Reedkontakte, Brems- und Halteabschnitte etc.:

Bild

So sieht das dann als Schaltplan aus:

Bild

So auf der Platine (oben die beiden Relais, unten zusätzlich die 3 Gleisbesetztmelder, angeschlossen wird alles über eine Buchsenleiste):

Bild

So sind die Schattenbahnhöfe auf der untersten Ebene in die Blockautomatik eingebunden:

Bild

Wenn man mehr als 3 Gleise einsetzen will, müssen entsprechend mehr Relais vorgesehen werden. Bei der Verwendung von stromintensiven Weichenantrieben muss man dann aber aufpassen, dass die Weichen noch sauber gestellt werden und nicht die Spannungsversorgung einbricht wegen der hohen Stromstärke. Dann wird´s kompliziert, da die Weichen nacheinander geschaltet werden müssten. Bei meinen Hoffmann-Antrieben, die recht wenig Strom ziehen kann ich locker auch 7 Weichen gleichzeitig schalten.
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Kleine Schattenbahnhofskunde

#27

Beitrag von Domapi »

Die  Schattenbahnhofs-Evolution geht weiter!
 
Die nächsten Varianten erlauben es, zwischen FIFO-Prinzip und Zufallssteuerung auszuwählen. Hierbei kommen selbst programmierte Microchip PICs (Micro-Controller, µC) zum Einsatz.
 
Über einen Artikel in der MIBA Digital 2014 bin ich letztes Jahr nicht auf den Hund sondern auf den PIC gekommen. PICs - programmable integrated circuits - sind im Prinzip kleine Computer mit einer CPU, Programm und Daten-Speicher sowie diversen Ein-/Ausgabemöglichkeiten. Die Programmierung der PICs erfolgt am PC, das eigentliche Programm wird dann über einen sogenannten Brenner in das IC übertragen bzw. "eingebrannt" und verrichtet ab da im PIC seine Aufgaben. Typische Programmiersprachen fürs PICs sind z.B. Assembler und C. Ich programmiere die PICs in der Hardcore-Variante: in Assembler. Klingt schlimmer als es ist und fördert das logische Denkvermögen!
 
PICs lassen sich in weiten Bereichen an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen. Fast jedes Beinchen (Anschluss-Pin des PICs) kann z.B. als Input oder als Output definiert werden. Damit lassen sich beispielsweise Tasten, Schalter, Reedkontakte abfragen, LEDs ein-/ausschalten oder Motoren, Servos, Spulenantriebe etc. betreiben.
 
Mit wenigen Zusatzbauteilen lassen sich komplexe Steuerungsschaltungen erstellen. Frei nach dem Motto "Hirn statt Löten" steckt die Logik der Schaltung in einem Programm des PIC´s und nicht im Zusammenlöten von diversen elektronischen Komponenten.
 
Eine PIC-Steuerung besteht also immer aus dem Softwareteil (dem PIC-Programm) und der Hardware (Peripherie), wie z.B. Taster, Stromfühler, DIP-Schalter und Relais oder LEDs.

Die meisten industriell angebotenen Lokdekoder, Magnetartikeldekoder, Zentralen etc. arbeiten auch mit PICs oder anderen Microcontrollern z.B. einem atmega von Atmel usw.
 
Eines meiner ersten Projekte war ein zufallsgesteuerter Schattenbahnhof für 8 Gleise, der auch auf FIFO-Prinzip umstellbar ist. Hier die Schaltung der 8-fach Schattenbahnhofsteuerung auf einer Lochrasterplatine aufgebaut:
 
Bild
 
In meiner Steuerung werkelt ein PIC16F887 (das ist das große IC mit den vielen Beinchen in der Platinenmitte), da dieser PIC entsprechend viele Anschlussmöglichkeiten für die LEDs zur Anzeige des Ausfahrgleises, der Gleistaster für die direkte Auswahl eines Gleises und der Relais hat. Für die Experten: über Multiplextechnik könnte man evtl. auch einen kleineren PIC verwenden.
 
 
Das Steuerungsprinzip ist das gleiche wie bisher, außer:
 
  • Die Reedkontakte lösen am PIC einen Triggerimpuls aus, der je nach Option auf das nächste Gleis schaltet oder zufällig ein Gleis auswählt, damit mehr Abwechslung in den Fahrbetrieb kommt.
  • Beim Zufall kann man noch einstellen, ob der einfahrende Zug ausgenommen wird, d.h. eines der anderen 7 Gleise zum Zug kommt. Auf diese Weise erreicht man, dass nicht der gleiche Zug wieder ausfährt.
  • Hier habe ich noch eine Art gewichteten Zufall umgesetzt, um verhindern, dass ein Gleis längere Zeit nicht ausfahren darf und ein Zug somit ewig parken würde. Wird ein Gleis nicht ausgewählt, so steigt die Wahrscheinlichkeit stetig an, dass es wieder einmal dran kommt.
  • Zu Testzwecken kann man auch auf den Betrieb von nur 4 Gleisen umstellen.
 
Die Einstellung der Optionen wird beim 8er-Schattenbahnhof  über Tastenkombinationen und eine kleine Menüsteuerung vorgenommen. Sie werden dauerhaft im PIC gespeichert (EEPROM) und sind beim nächsten Einschalten der Anlage sofort verfügbar (das sind quasi die CVs der Steuerung).
 
Als Gag habe ich einen Knight Rider Effekt :lol: eingebaut, wenn der Zufallsgenerator auf das nächste Gleis stellt, siehe Video:


 
Die rote LED rechts leuchtet kurz auf, wenn ein Reedkontakt durch einen Zug ausgelöst wurde, dann wird zufällig ein neues Gleis ausgewählt.

In meinem früheren Leben hatte ich eine ähnliche Steuerung für meine N-Spur-Anlage mit Logik-ICs aus der SN74xx Serie aufgebaut. Das sah schon viel wüster aus, man beachte die Diodenmatrix … :oops:

Bild

Hat trotz Kabelverhau jahrelang gut funktioniert.

Diese Variante konnte natürlich nicht Knight-ridern, konnte nicht verhindern, dass das Einfahrgleis = Ausfahrgleis war, vom gewichteten Zufall ganz zu schweigen. So etwas läßt sich nur mit Software vernünftig realisieren. Und der Vorteil ist, die Firmware läßt sich updaten, falls das Programm fehlerhaft wäre oder neue Funktionen dazukommen.
 
Eine weitere Variante ist ein 3-fach Schattenbahnhof, ebenfalls zufallsgesteuert.
Hierfür habe ich das PIC-Programm leicht anpassen müssen. Es reichte auch ein kleinerer
PIC-Typ. Auf der gleichen Platine hatten auch noch Gleisbesetztmelder Platz.
 
Der rechte Teil der Schaltung steuert den Schattenbahnhof über die Relais und übernimmt die LED-Anzeige des aktuellen Ausfahr-Gleises. Per Taster kann das Überfahren des Reedkontakts simuliert werden oder ein anderes Gleis wird manuell ausgewählt. Die roten DIP-Schalter steuern die Optionen.
 
Der linke Teil übernimmt die Gleisbesetztmeldung der Halteabschnitte. Auch hier werkelt ein PIC, der die Stromfühler auswertet und die Besetztzustände speichert. Fällt die Digitalspannung aus (z.B. nach einem Kurzschluss), so wird der letzte gespeicherte Zustand angezeigt. Wenn die Anlage eingeschaltet wird, zeigen die Melder ebenfalls den letzten Zustand vor dem Ausschalten an. Liegt dann wieder Digitalspannung am Gleis an, wird der aktuelle Besetzzustand upgedatet (wichtig, falls zwischendurch eine Lok von der Anlage genommen wurde). Die Meldung funktioniert auch in stromlosen Abschnitten.
 
Bild

Auf der Platine arbeiten 2 PICs, da historisch gewachsen. Natürlich kann man die beiden Programme verheiraten und dann nur einen größeren PIC verwenden. Oder man arbeitet die Steuerung um, verzichtet auf Reedkontakte und steuert nur über die Gleisbelegtmelder.

So, das warˋs für dieses Mal!
 
 
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Kleine Schattenbahnhofskunde

#28

Beitrag von Bk Distelrasen »

Tolle Anlage- genau mein Geschmack :!:

Und vielen Dank für die ausführliche Dokumentation! Wenn es mit meinem SBF ernst wird gucke ich hier nochmal rein :idea:
Gruß
Alex

Bild

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Re: Rund übers Eck - Kleine Schattenbahnhofskunde

#29

Beitrag von Domapi »

So ist das mit Foren und dem WWW:

Früher habe ich vom Wissen anderer profitiert und auch hier im Forum einiges gelernt, jetzt dürfen die anderen ˋmal von mir ˋwas lernen.
:mad:
Viele Grüße
Martin

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Kleine Schattenbahnhofskunde - Teil 3

#30

Beitrag von Domapi »

Schattenbahnhofsteuerung 4.0

Die nächste Evolutionsstufe der Steuerung kann mehrere Steuerprinzipien umsetzen (diese sind über eine kleine Menüsteuerung mit den Tastern auswählbar) :

- Reines FIFO (2 Gleise sind befüllt, ein Zug fährt ein, ein anderer wieder raus)
- Speichersteuerung (Schattenbahnhof füllt sich automatisch auf und lässt solange Züge ausfahren, wie der Folgeblock grün ist)
- Zufallsteuerung mit oder ohne Ausschluss des gerade eingefahrenen Gleises/Zug
- Steuerung komplett ausschalten

An der reinen FIFO-Steuerung (siehe meinen letzten Beitrag) hat mich gestört, dass hier natürlich 2 Züge stehen bleiben, ein dritter kann ausfahren.

Um mehr Verkehr auf die Strecke zu bringen, wollte ich einen Speicherbahnhof realisieren, bei dem das Ein- und Ausfahren unabhängig voneinander erfolgt.

Der Schattenbahnhof füllt sich so lange auf, bis alle Gleise belegt sind. Dann stellt er den vorhergehenden Block auf rot, damit keine weiteren Züge mehr einfahren. Sonst würde es ja gewaltig scheppern !

Gleichzeitig bemerkt die Steuerung, ob der Folge-Block nach dem Schattenbahnhof frei ist. Dann lässt er den nächsten Zug ausfahren.

Der Schattenbahnhof wirkt so als eine Art Puffer.

Bild

Unten sind Relais für die Einfahrweichen und die Herzstückpolarisierung der Ausfahrweichen, das IC in der Mitte ist ein PIC16F886.
Rechts zwei ULN2803 zur Ansteuerung der Relais und der LEDs für das Gleisstellpult.
Oben ein paar Taster zur Steuerung und ein paar Status-LEDs.

Das Programm hierfür ist schon etwas komplizierter, da es sich die Belegtzustände und die Reihenfolge der Belegung merken muss.

Ich hatte es vor ca. 1 Jahr geschrieben und wollte es die letzten Tage „mal schnell“ erweitern um das reine FIFO-Prinzip und um eine Abschaltfunktion, so dass die Steuerung quasi als einfache Blockstrecke funktioniert und die Züge ohne irgendetwas zu schalten auf einem Durchgangsgleis ein- und ausfahren.

Wie das so ist im Leben, war das mehrere Stunden Entwicklungs – und Testaufwand, da ich das Coding an diversen Stellen anpassen musste und einige Sonderkonstellationen zu beachten waren. Gott sei Dank hatte ich letztes Jahr alles im Programmcode ausführlich dokumentiert. Das hat sich gerade bei Assembler-Programmen bewährt, die zugegebener Weise ohne Kommentarzeilen schlecht lesbar sind.

Die Steuerungsarten können nun im laufenden Betrieb umgeschaltet oder ausgeschaltet werden. Die Steuerung initialisiert sich dann neu und macht anschließend einfach weiter.

Ausgelöst wird sie wieder vom Magneten am letzten Wagen über 6 Reedkontakte, jeweils 2 pro Gleis, einer am Anfang und einer am Ende des Gleises. Damit wird festgestellt, ob ein Gleis belegt oder frei ist. Hier könnte man noch auf reine Gleisbelegtmelder auf Stromfühlerbasis umstellen. Bei mir haben sich jedoch die Reedkontakte bewährt.

Ein Ausbau der Steuerung für mehr als 3 Gleise wäre über ein paar Anpassungen im Programm möglich.

So, das war´s für dieses Mal!
Viele Grüße
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Re: Rund übers Eck - Etwas fast Sinnfreies

#31

Beitrag von Domapi »

Die Bundesregierung hat ihren Schuldenzähler, ich meinen Eisenbahnkeller-Pranger.

Aus Spaß an der Freude und weil ich noch ein paar 7-Segment-LED-Anzeigen übrig hatte, habe ich mir eine Zählschaltung gebaut. Diese zählt über einen Stromfühler, wie viele Züge aus dem Untergrund in den sichtbaren Bereich fahren. Weiterhin wird auch die Zeit gemessen und angezeigt.

Anzahl Züge und Zeit werden als Gesamtzähler und als „Tageszähler“ (seit dem letzten Einschalten der Anlagen) gemessen. Die Anzeige erfolgt abwechselnd, Anzahl Züge, Stunden und Minuten/Sekunden, erst die Gesamtwerte und anschließend die Tageswerte. Dafür reichen dann 4 LED-Anzeigen.

Über eine Reset-Taste kann wieder alles auf Null gestellt werden.

Bild

Messung und Anzeige übernimmt ein PIC16F628A. Die 7-Segment-Anzeige wird interruptgesteuert im Multiplexverfahren betrieben. Es leuchtet zu einem Zeitpunkt nur jeweils ein Segment. Das ganze geht zig Mal pro Sekunde, so dass für das menschliche Auge alle 4 Ziffern angezeigt werden.

Der Gesamtzähler und die Gesamt-Zeit werden im PIC-EEPROM gespeichert und beim nächsten Einschalten entsprechend weiter hochgezählt.

Neben der kompletten Sinnfreiheit dieser Schaltung gibt sie mir eine grobe Orientierung, wann mal wieder die Loks und Gleise gereinigt werden sollten.

Hier das Ganze in Aktion:

Das ‚d‘ in der Anzeige symbolisiert den Tageszähler. Wird ein Zug erfasst, springt die Anzeige auf den Tageswert und zeigt ihn länger an.

Viele Grüße
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Re: Rund übers Eck - Tunnels aus Spörle-Formen

#32

Beitrag von Domapi »

Nachdem mich die Eletronik und die Steuerung langsam langweilen, habe ich einige Spörle-Abgüsse zum Tunnelbau verwendet.

Bild

Als Unterkonstruktion wurden Sperrholzreste passgenau ausgesägt und aufgeklebt, teilweise mit Ponal, oder auch mit Heißkleber.
Zuerst wurden die Gipsteile verspachtelt und nachgeritzt.

Anschließend Kalksteingrau grundiert, mit brauner Brühe lasiert und zum Abschluss graniert. Ein paar Entwässerungsrohre aus Kabelisolierung und Kalk-/Rostspuren und fertig ist der Tunnel! Jetzt fehlt nur noch Nachschottern und die Begrünung, aber das ist ein anderes Kapitel.

Grundiert:

Bild

Lasiert:

Bild

Graniert:

Bild

Die Spörle-Gipsformen sind eine feine Sache !!!

Hier noch ein anderes Beispiel:

Bild
Zuletzt geändert von Domapi am Di 17. Apr 2018, 05:46, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
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Re: Rund übers Eck - Die Einschubbrücke

#33

Beitrag von Domapi »

Aus 2 in der Höhe gekürzten Faller-Tunnelportalen entstand eine Brücke, die einfach unter die Gleistrasse geschoben werden kann.

Hier die Konstruktion aus Sperrholz, Styrodur und Architektenpappe. Wurde alles natürlich noch farblich behandelt.

Bild

Bild

Bild

Die andere Seite wird zum Schluss einfach aufgeklebt.

So sieht sie im eingebauten Zustand aus:

Bild

Jetzt muss nur der Flusslauf noch angepasst werden - das blaue Flussbett-Provisorium passt ja irgendwie nicht - und die Integration der Brücke in die Landschaft umgesetzt werden.
Viele Grüße
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Re: Rund übers Eck - Tunnelbau à la Spörle

#34

Beitrag von Chneemann »

Hi, (nicht nur der Bahnhof ist namenlos :baeh: )

sowohl die Tunneleinfahrt als auch die Brücke können sich sehen lassen :)
Sowieso gefällt mir Dein Anlagenkonzept (auch wenn es märklinfrei ist) sehr gut.
Ich bleib dran :D

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Re: Rund übers Eck - Tunnelbau à la Spörle

#35

Beitrag von Feyd-Rautha »

Hallo Martin,

deine Anlage gefällt mir sehr, der Gleisplan ist super :gfm:
Viele Grüße

Raoul

Nur Epoche II und nur DRG :mrgreen:


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Re: Rund übers Eck - Tunnelbau à la Spörle

#36

Beitrag von Domapi »

Danke für die Blumen !

Habe übrigens in meinem Fuhrpark doch wenigstens einen Märklin Güterwagen entdeckt.
Hat sich wohl über ein Ebay-Konvolut bei mir als subversives Element eingeschlichen!
:pflaster:
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Stützmauern à la Spörle

#37

Beitrag von Domapi »

Aus weiteren Gipsformen entstand eine weitläufige Stützmauer am hinteren Rand der Anlage, um den noch zu modellierenden Hang abzufangen, unter dem sich später die Zufahrt zum Nebenbahnhof verstecken wird.

Bild

Bei den verwendeten Spörle-Formen für die Stützmauer-Abschnitte sind auch Stützpfosten mit dabei, die sich zwischen die Mauerstücke einbauen lassen. Ein paar zusätzliche einfache Mauerabschnitte mit entsprechenden Deckplatten und weiteren Vormauerungen zum Abstützen vervollständigen das Ganze und machen die Mauer etwas abwechslungsreicher.

Da die Mauer im Bogen verläuft, habe ich teilweise die Silikon-Formen mit Hilfe von untergelegten Zahnstochern, Balsaholzstreifen und Schaschlikspießen beim Gießen etwas ausgerundet.

Als Unterkonstruktion dienten wieder Sperrholzreste, auf die die Gipsteile aufgeklebt wurden, teilweise mit Ponal oder Heißkleber.
Zum Ausrichten unerlässlich ist eine Miniwasserwaage oder auch ein kleiner Winkel. Was schief eingebaut wurde, wird später mit Begrünung kaschiert. :D

Bild

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Zum Verspachteln der unvermeidbaren Fugen zwischen den Gipsteilen verwende ich verschieden große Spatel und einen Laborglasbecher zum Anmischen kleiner Moltofillmengen - alte Relikte aus meinem Studium. Ein nasser Pinsel hilft ebenfalls, den Gips in die Spalten einzuarbeiten.

Die Spatel eignen sich übrigens auch, um Schotter an schlecht zugänglichen Stellen, z.B. in einer Tunnelröhre, zu platzieren.

Danach muss man die zugesetzten Mauerfugen teilweise wieder frei kratzen. Da ist es von Vorteil, wenn einem der Zahnarztnachbar ein paar alte Folterwerkzeuge überläßt, in meinem Fall ein paar Küretten. Die sind hierfür noch besser geeignet als das berühmte Bastelmesser mit Einwegklingen.

Nach dem Trocknen des Gips wurden die Mauern wieder grundiert, einige Ecken mit verschiedenen Braun-, Grün- und Grautönen betont, lasiert und graniert.

Anschließend habe ich das Gleisbett nachgeschottert und am Rand verschiedene Sandarten von ASOA aufgebracht und mit dem bekannten Weißleimgemisch fixiert.

Für das Beträufeln mit Leim verwende ich eine uralte Ohrenspritze, mit der ich schon als Kind malträtiert wurde. Das Teil ist auch hervorragend als Miniblaseblag geeignet, um mit viel Gefühl den Schotter von den Schwellen zu pusten.

Bild

Jetzt fehlt nur noch die Landschaft an sich und die Begrünung - hier bin ich noch am überlegen, welches Begrasungsgerät ich mir zulegen soll.

Was haltet ihr vom RTS Greenkeeper 55kV?

Wahrscheinlich baue ich auch noch ein paar Entwässerungsrohre in die Mauer ein.
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Stützmauern à la Spörle

#38

Beitrag von Heichtl »

Hallo Martin,

Dein Mauerwerk ist super! :gfm:
Domapi hat geschrieben:
Mi 17. Jan 2018, 17:55
Was haltet ihr vom RTS Greenkeeper 55kV?
Ich hab mir den 35kV gegönnt und bin begeistert von!
Zum 55kV kann ich nichts sagen, aber ich denke, der könnte noch nen Zacken besser sein :wink:
Trotz dem Preis sicherlich ne gute Investition.

Bin gespannt wie du dich entscheidest und bin auf deine Fortschritte gespannt

Gruß
Matthias
M-Gleis. Es gibt viel Neues und Besseres, aber was kann Kindheitsträume ersetzen?
Vielleicht K-Gleis, iTrain4, Ecos2? => Heichtlingen :mrgreen:


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Chneemann
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Re: Rund übers Eck - Stützmauern à la Spörle

#39

Beitrag von Chneemann »

Hi,

schön geworden die Mauer :)

Ich hab auch den Greenkeeper und bin damit zufrieden :)
Weiß nur nicht ob 35 oder 55kV...


H0er
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Re: Rund übers Eck - Stützmauern à la Spörle

#40

Beitrag von H0er »

Hallo!

Erstmal super Mauer und super Modellanlagenbau...die Schattenbahnhofsteuerung hat schon was HUT ab....

Ich hab den Greenkeeper 35 kV.

Bis 6 mm steht da alles wie eine EINS, bei 12 mm Fasern macht es nach dem Begrünen der Staubsauger...

Hier mal ein Bild ( Fasern Gemisch aus 12 mm hellgrün, 12 mm beige und 6 mm dunkelgrün )

Bild

wenn das Bild stört einfach löschen...

LG

Gottfried
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Re: Rund übers Eck - Stützmauern à la Spörle

#41

Beitrag von Domapi »

Sehr schöne Begrünung!

Welche Fasern hast Du verwendet und mit wie vielen Durchgängen begrast?

Ich muss mich bei der elektrostatischen Begrünung erst noch ein wenig herantasten.
Meine bisherigen Anlagen habe ich immer mit der Noch-Streuflasche bzw. einer aufgebohrten Prilflasche begrünt.
Das ist seit Brandl nicht mehr zeitgemäß.

Da ich auch noch die Gewässergestaltung üben muss, werde ich mir mal ein Fotodiorama mit Fluss bauen und dabei gleich verschiedene Begrünungstechnikenn austesten.
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#42

Beitrag von Domapi »

Brückenbau Teil 2

Jeder hat so seine Problemzonen.

Auf meiner Anlage befindet sich diese am rechten hinteren Eck, wo recht viele Kunstbauten aufeinander treffen: eine Brücke für die Nebenbahn, direkt darunter eine Brücke für die doppelgleisige Haupstrecke über den Fluß und einen Feldweg und zwei Tunnelportale.

Da die Hauptstrecke hier in einer leichten Steigung verläuft (auf der ganzen Anlage ca. 2%, nur die Wendelabwärtsstrecken haben etwas mehr) und im Bogen, habe ich wieder eine Steinbogenbrücke auf Basis zweier Faller-Tunnelportale verwendet.

Bild

Bild

Evtl. bekommen die Seitenmauern der Brücke noch ein Weinert-Geländer, das schon auf den Einbau wartet.

Zur Abrundung im Flußbett muss ich noch ein paar im Bogen gegossene Spörle-Mauern einbauen, dann kann der eigentliche Landschaftsbau starten. Die Begrünung wird dann die Problemzonen weiter abmildern. Wenn das doch im echten Leben auch so einfach wäre ...

Auf das Gleis der Stahlträgerbrücke habe ich aus „gerosteten“ Paketbändern probehalber eine Stahlplatten-Imitation aufgelegt, damit Herr Preiser nicht runterfällt. Sieht recht passabel aus, und muss nur noch in einzelnen Stückchen endgültig aufgeklebt werden.

Bild
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#43

Beitrag von Domapi »

Die Steinbogenbrücke hat nun ein paar Flügelmauern bekommen. Lediglich an einer Ecke hadere ich noch damit, wie ich den Übergang zum hohen Brückenpfeiler gestalten soll.

Bild

Bild

Bild

Die Mauern müssen natürlich noch patiniert werden.

So langsam muss ich mir überlegen, wie ich den kleinen Fluss gestalten werde. Auf einer früheren Anlage habe ich Seefolie verwendet und die Stöße als Stromschnellen mit Steinen getarnt. Das ist mir aber zu popelig. Aktuell tendiere ich eher zu Epoxyharz und irgendeiner Fenstermalpampe zum Wellenmachen sowie Klarlack. Wasserdrops scheinen nichts zu taugen.

Ich habe noch 2 Komponentenharz von Faller und einem anderen Hersteller im Keller rumstehen.
Beides > 20 Jahre alt.

Meint ihr, das kann man noch verwenden, oder altert das Material?

Ich muss ws. sowieso erst mal ein Probestück außerhalb der Anlage damit versauen. Den Kriecheigenschaften des Harzes traue ich nicht. Weiterhin habe ich noch kein Gefühl dafür, wie der Untergrund farblich und gestalterisch unter dem Gießharz wirkt, und ob und wie das Harz das verfälscht.
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Die Einschubbrücke

#44

Beitrag von E 03 »

Domapi hat geschrieben:
So 14. Jan 2018, 12:56
Bild
Hallo Martin ?, Du hast eine wirklich schöne Gleisführung gewähl. :sabber: :sabber: Große Radien und unterschiedliche Trassenhöhen werden das Verfolgen der Züge für den Betrachter sicherlich sehr interessant machen.
Auf dem oberen Bild kommen mir die Tunnelportale recht dicht an die obere Ebene gerückt vor. Etwas weiter vorgerückt, dürftest Du Dich bei der Gestaltung der Geländehaut etwas leichter tun. Kann natürlich auf dem Bild auch täuschen.
Die Mauern, Arkaden und Tunnelportale sind Dir auf alle Fälle sehr gut gelungen und lassen ein absolut realistisches Gesamtbild erwarten. :gfm:

Viele Grüße
Friedl
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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#45

Beitrag von Domapi »

Da täuscht die Perspektive auf dem Bild.

Von oben sieht es so aus (Tunnels waren gerade grundiert):

Bild

Sollte also genug Platz sein für einen Steilhang, evtl. abgesichert mit zusätzlichen Mauern, Felsen und ein paar Büschen. Wäre auch schlimm, wenn ich alles abreißen und weiter vorverlegen müßte :D

Ein Kompromiss bleibt es immer. Der Platz ist leider immer begrenzt.
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#46

Beitrag von Rheingold 1928 »

Hallo Martin
eine wirklich schöne Anlage bist du da am bauen,gefällt mir sehr gut,besonders deine Arkadenmauer den Anstoß hatte ich gebraucht jetzt weiß ich wie ich wie ich meine Strecke abschließe zum Bahnhof hin,,,,Danke,,,,und ich werde es weiter hin im Auge behalten was du so zauberst.
Gruß Thomas
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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#47

Beitrag von Domapi »

@ Thomas:

Für meinen kleinen Haltepunkt an Rande der Stadt habe ich schon etliche Beton 3000 Gipsabdrücke aus weiteren Spörle-Formen auf Vorrat gegossen. So eine Beton-Optik hat auch etwas. Wird aber noch etwas dauern, bis dieser Teil der Anlage an der Reihe ist.

Evtl. kommen auch wieder die Steinarkaden zum Einsatz oder eine Mischung.

Meine Faller-Arkaden, die ich zum Testen gekauft habe, werde ich demnächst wieder verkaufen, jetzt wo ich auf den Gipsgeschmack gekommen bin.

Deine Anlage gefällt mir auch sehr gut: ebenfalls großzügige Radien und gutes Verhältnis zwischen Landschaft und Gleisanlagen!


@ Friedl:

Du tust Dich mit Spur N deutlich leichter mit großzügigen Landschaften. Hut ab übrigens vor Deiner Brücke! War früher ebenfalls N-Bahner, drum weiß ich ob der Filigranität.

Das schwindende Sehvermögen und die nachlassende Feinmotorik waren der Grund für mich auf H0 zu wechseln. :lol:
Viele Grüße
Martin

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Re: Rund übers Eck - Brückenbau

#48

Beitrag von Domapi »

Im vorderen Bereich habe ich damit begonnen, das Flußbett auszugestalten.

Auf die Grundplatte wurde 10 mm Sperrholz als Ufer geklebt und die Ränder mit Moltofill Holzpaste abgeböscht. In die noch feuchte Pampe habe ich einige Splittsteinchen eingedrückt und später mit Weißleimgemisch fixiert.

Rechts eine kleine abgerundete Stützmauer; die Deckplatten und die Kolorierung fehlen noch.

Das braune längliche Teil wird noch links unter die Brücke geschoben und verspachtelt, um das Flußbett zu verengen. Es besteht aus 2 Lagen Architekturpappe und wurde rudimetär besandet.

Die Flußfarbe muss auch noch etwas angepasst werden. Wahrscheinlich eher in Richtung braun-grün. Das mache ich aber erst, wenn der Rest der Landschaft begrünt wurde. Das Ausgießen mit Harz wird der dann letzte Schritt sein.

So langsam muss ich mal meine Fliegengitterreste und den Tacker aus dem Keller holen, um die ersten Geländeverläufe mit Gips aufzutragen.

Bild
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Martin

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Rund übers Eck - Eine Vorahnung von Landschaft

#49

Beitrag von Domapi »

Im vorderen Bereich bekommt man nun einen ersten Eindruck, wie die spätere Landschaft aussehen wird. Als Abschluß der Anlage habe ich Sperholzplatten montiert und einige Spanten eingebaut, an denen später das Fliegengitter befestigt wird.

Den Fluß habe ich farblich überarbeitet, muss aber erst einmal außerhalb der Anlage testen, ob die Farbe auch nach dem Gießharzauftrag so passt.

Das linke Ufer wird erst einmal so bleiben, bis das BW-Brett montiert ist. Dann kommen evtl. noch ein paar Mauern und ein Pumpenhäuschen zur Versorgung der Dampfer mit Wasser an Fluß. Keine Ahnung, ob es das in Echt auch gegeben hat, aber irgendwo muss das Wasser ja hergekommen sein.

Bild

Bild

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Martin

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Re: Rund übers Eck - Eine Vorahnung von Landschaft

#50

Beitrag von Chneemann »

Hallo Martin,

gefällt mir was Du da gebaut hast :D
Nur zwischen den geschotterten Gleisen ist es mir etwas zu grün.

Wie willst Du denn den Bereich zwischen rechtem Tunnelportal und der Anlagenkante gestalten?
Du hast da eine Arkadenmauer, aber die Anlagenkante ist dort recht hoch.
Wenn Du dort auffüllst bleibt ja von der Mauer nicht viel über. Was nicht heißt, dass es dann nicht gut aussieht :wink:

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