Gleiswüste/3.4.2021: Neues Video mit E-Loks und Betriebsabläufen und ein kleiner Ausblick auf zukünftige Basteleien...

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Enphil
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1176

Beitrag von Enphil »

Hallo Wolfgang,

wieder grandios, was du zeigst! :gfm:
Dem was Roman sagt, ist nichts hinzuzufügen. Einfach klasse! :hammer:

Auf das Grün bin ich auch schon gespannt. :wink:

Liebe Grüße
Philipp
Hier geht's nach Eckenreuth am Schwendsteig!
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Barbara13
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1177

Beitrag von Barbara13 »

Hallo Wolfgang,

die Alterungen sehen schon genial aus. :hammer: :hammer: Du hast einfach ein Händchen für sowas ... einfach klasse. Muss dem uLi aber zustimmen, dass du es nicht übertreiben solltest. Dort wo Betrieb ist (und ein ICE hält :mrgreen: ) werden die DBler dann doch etwas in die Infrastruktur investiert haben. Bin auf weitere Fortschritte gespannt.
Viele Grüße

Michael

... nichts ist spannender als Intuition

http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1 ... 6#p1118087

FordPuma68
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1178

Beitrag von FordPuma68 »

Hi Wolfgang,

wirklich sehr beeindruckend was Du hier zeigst. :bigeek: Gebe den anderen hier schon soweit recht das dann der Rest vom Bahnhof ähnlich aussehen sollte.
Oder nur ein Teil, wie vorgeschlagen. An einigen Stellen könntest Du später dann den Preiser Ausbesserungstrupp anrücken lassen der die gröbsten Bereiche saniert. So als kleine Besenszene mit abgesperrten Bereichen wo gearbeitet wird.

Grüße, Wolfgang
Grüße, Wolfgang
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Planung zur Anlage: viewtopic.php?p=2189254#p2189254
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wulfmanjack
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1179

Beitrag von wulfmanjack »

wolferl65 hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 10:47
Längere Risse lassen sich recht gut im 1 mm Styrodur darstellen, hier entstand das Problem, Farbe in die Risse und zwar NUR in die Risse zu bringen. Ein Auftrag nur von oben mit einem Washing funktionierte bei den feinen Rissen nicht, es entstand einfach viel zuwenig Kontrast.

Die Lösung hierbei war ein erster Auftrag eines wenig verdünnten Washings von unten, so wurden die Risse schonmal recht dunkel:

Bild
Hallo Wolfgang,

ist das wirklich Styrodur? Von der Oberflächenbeschaffenheit würde ich eher sagen, dass es sich bei dem Material um Depron handelt.
Da ist dann in der Verarbeitung schon ein kleiner Unterschied.

Mit den verfallenden Belägen hast Du Dir bei der Fläche aber eine Aufgabe gesetzt. Eben auch ein schmaler Grad zwischen noch begehbarem Boden und aus Sicherheitsgründen abzusperrenden Bereichen. Vielleicht willst Du ja auf solche Absperrungen hinaus und führst uns hier in die Irre. :mrgreen:

Jedenfalls wieder sehr interessant Dir beim Tüfteln über die Schulter zu sehen. :gfm:
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219
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Darius
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1180

Beitrag von Darius »

Hallo Wolfgang,

Du hast echt tolle Ideen und setzt diese auch noch gut um :gfm:
E-Lok-Muffel hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 13:21 Dann müssen auch die Bahnsteigdächer vor sich hin rosten, das EG ist verwaist, die Bahnhofskneipe längst dichtgemacht, vielleicht das ein oder andere Fenster eingeschlagen die anderen mit Brettern vernagelt (Lost place?)...

...und durch diese Szenerie mit dem morbiden Charme vom Nachtlager eines Clochards donnern jetzt funkelniegelnagelneue, schachtelfrische, lackglänzende Züge!

Was willst Du darstellen? Einen heruntergekommenen Provinzbahnhof einer Nebenstrecke? Nein!
Hier herrscht Hochbetrieb! Du liebäugelst sogar mit einem ICE... Hätten sich die Bahn-Oberen jemals getraut, ihren Paradezug an einem vergammelten Bahnsteig halten zu lassen...(möglicherweise
Also ich fände so ein lost place total super 8)
Und der frisch vom Werk ausgelieferte ICE fährt (und hält) da nur, weil aufgrund einer baustellenbedingten Streckensperrung eine Umleitungsstrecke befahren werden muss... :mrgreen:

Ansonsten kann ich dem hier
Brumfda hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 14:34 Wo och mir sicher bin ist, dass Du jedes mal das rechte Maß findest zur Realität, dass kein Extrem alleine durchschlägt und der Mix einfach passt. Und letzten Endes Deine Fans sagen: GENAUSO kenne ich das. Erinnerung. Kopfkino. Meisterlich!
nur zustimmen :gfm:

Viele Grüße,
Daniel
Hier geht´s zur Baubegleitung:
viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.
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-me-
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1181

Beitrag von -me- »

Hallo Wolfgang,
da hast du mit deinen Bahnsteigen ja wieder ordentlich einen rausgehauen.
Bei uns hier in Hamm sind die Bahnsteige in vielen Fällen saniert (gepflastert) worden, aber meist nur in den Bereichen unter den Dächern. Im Auslauf der Bahnsteige sehen die schon teilweise sehr übel aus, ähnlich wie deine Bahnsteige.
Von daher hast du meine volle Zustimmung zu deine Bahnsteigen, deine Betonalterung ist erste Sahne.

Ich habe noch einmal eine Frage zu dem Material. Du schreibst, dass du Selitac verwendet hast. Wolfgang (wulfmanjack) hat das ja schon bezweifelt und sprach von Depron. Was ist das für ein Material und ist das von der Oberfläche stabiler als Selitac (Trittschalldämmung)? Ich suche für meine Bahnsteige (müssen abnehmbar sein) noch eine etwas solidere Grundlage als die bisherige Trittschalldämmmung, die sehr empfindlich ist.
Schöne Grüße vom Ponyhof.

Michael

Und hier geht es von Immental zum Ponyhof

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GSB
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1182

Beitrag von GSB »

Hallo Wolfgang,

diese ausgebrochene Betonstruktur ist Dir absolut gelungen! :gfm:

Und heutzutage ist das absolut "normal", daß Bahnsteige nur auf die Länge der bestellten Nahverkehrszüge bzw. des Fernverkehrs saniert werden (oftmals mit Erhöhung der Bahnsteigkante) und die Bereiche davor & dahinter weiter verfallen... :roll: :pflaster: Manchmal steht dann auch am Ende des sanierten Bereichs so ein kleines rot-gelbes "Durchgang verboten"-Schild um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen... :redzwinker:

Und ob erst Fernverkehrs- oder Nahverkehrsbahnsteige saniert werden, hängt oft von den Bestellern & Ihren Zuschüssen bzw. von irgendwelchen Konjunkturpaketen oder Sanierungsprogrammen ab... :baeh:

Gruß Matthias
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Jonnytulln
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1183

Beitrag von Jonnytulln »

Abend Wolfgang,

übrigens finde ich es auch toll das du alles so toll erklärst bzw. Videos ins Forum stellst. Ich weiß wieviel Arbeit das ist. :gfm: :gfm: :gfm:
Die Mühe und die Kenntnisse die du hier vielen weitergibst finde ich Wahnsinn. Das sollte mit vielen Klicks und Einträgen belohnt werden.
DANKE! :gfm: :gfm: :gfm:

Liebe Grüsse Roman
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Bockerl
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1184

Beitrag von Bockerl »

Servus Wolfgang,

mir gefallen die Schadstellen an sich auch sehr gut, hab aber als Epoche III-Fahrer eher gepflegtere Einrichtungen lieber. :wink:

Du könntest das aber ganz leicht kombinieren: :idea:
Warum nicht einen Teil der Bahnsteige mit den Schäden darstellen und zugleich eine kleine Baustelle, auf der die Bahnsteige saniert werden? :?:
Deine riesigen Bahnsteige würden das leicht hergeben, ein Blickfang würde nicht schaden. Es wäre auch ein interessantes Thema, das ich noch nie auf einer Modellbahn gesehen habe. :redzwinker:
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AE-66-Stefan
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1185

Beitrag von AE-66-Stefan »

Hallo Wolfgang,

Klasse Video :!: und beeindruckende Bahnhofseinfahrt, wirklich gelungen. Da macht es sicher viel Spaß 😉 diese langen Züge zu fahren :D Da darf der Stummileser gespannt auf die weiteren Fortschritte sein, wirklich toller Modellbau. Das Tunnelportal mit der Bepflanzung gefällt mir besonders, da muss ich nochmal zurückblättern und lesen wie du das gemacht hast. :wink:

Grüße aus Frundsberg
Stefan
Von Frundsberg nach Kaibach,

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rex
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1186

Beitrag von rex »

Hallo Wolfgang,

deine Bahnsteigbeläge gefallen mir sehr gut. Ich verwende ja auch sehr gerne Depron für Bodenbeläge oder Fassaden. Auf die Idee, die Risse von hinten zu färben, bin ich noch nicht gekommen. Das merke ich mir gerne, zumal wenn es - wie bei dir - ja recht große Flächen werden, ist das vorsichtige Färben der Risse mit feinstem Pinsel von oben doch eine nie enden wollende Angelegenheit. Um auch Zuschlagstoffe nachzubilden - gerade wenn es sich um etwas gröbere Betonböden handelt - kannst du sehr schöne Wirkungen erzielen, indem du in deine Grundfarbe kurz vor dem Abtrocknen ganz unregelmäßig Pigmente oder Pulver von Farbkreiden drüber staubst. Nach dem Trocknen pustest oder saugst du einfach den Rest weg, ein Teil wird von der Farbe gebunden und gibt einen unregelmäßigen und rauen Eindruck. Ich bin mal so frei und zeige ein Foto, von einer kleinen Szenerie, bei der ich diese Technik angewendet habe. Sag Bescheid, wenn ichs rausnehmen soll.

Bild
Die Fassade links ist auch aus Depron, die rechts ist aus Forex. Und ist schon klar, dass deine Bahnsteige nicht ganz so begrünt werden sollen ;-) es ist halt eine große Bandbreite möglich.

Auch sonst schau ich mir gerne die Fortschritte bei dir an - vielen Dank fürs Dokumentieren. Begeistert haben mich auch deine ersten grünen Ecken, der Feldweg ist einsame Spitze geworden. Viel Freude am weiteren Bau und viele Grüße von rex!
Zuletzt geändert von rex am So 31. Mai 2020, 23:48, insgesamt 1-mal geändert.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

Herzlich willkommen zum Ausflug ins detailReich: https://www.detailreich-modell.de

Mein Anlagenporträt findet Ihr hier: Sommer im Weserbergland

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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1187

Beitrag von Tim sein Papa »

Morgen Wolfgang,

egal, ob Deine Bahnsteige jetzt dem Original entsprechen oder nicht... das, was Du da gebastelt (darf man noch basteln bei dem Ergebnis sagen?) hast, ist allererste Sahne.

Wenn Du meinst, das passt nicht bei Dir, dann pack es einfach in ein Packet, meine Anschrift bekommst Du später! :redzwinker: Einige Ideen hast Du ja schon geliefert bekommen, die Variante Hauptbahnsteig (wo die prestigeträchtigen Züge halten) in Top Zustand, der Rest etwas runtergewirtschaftet, ist m.E. umsetzbar.

Übrigens, danke für die Videos, jetzt habe ich einen Wurm im Ohr, ne, einen Wunsch im Kopf, ÖBB Eurofirmzug in rot, danke dafür! :redzwinker: :mrgreen: :redzwinker:
VG Normen
(ich passe meine Baugeschwindigkeit meinem Umfeld an --> BER !!)

mein Projekt Seidenstadt 2.0: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=164465
die Anlagenplanung: https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 4#p1870803
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Dirk W
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1188

Beitrag von Dirk W »

Hallo Wolfgang,

ich bin schon lange auf der Suche nach einem perfekten Bahnsteig, nebst Angaben zur Herstellung.Und ich bin bei Dir fündig geworden. Vielen Dank, das Du so detailliert Deine Erfahrungen uns zur Verfügung stellst.

Freundliche Grüße Dirk
Hier geht es zur Einfahrt nach Bad Freinach: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=132939
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Jonnytulln
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1189

Beitrag von Jonnytulln »

Abend Wolfgang,

du hast es bei mir geschafft das deine Seite für mich Magnetisch ist!! :D :D
Schon ein Bild reicht von dir was mich persönlich begeistert. Einfach super immer wieder schaue ich deinen Thread. :gfm: :gfm:

LG Grüsse Roman
Realistische Baumherstellung und Gebäudebau!
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Jonnytulln
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1190

Beitrag von Jonnytulln »

Jonnytulln hat geschrieben: So 9. Feb 2020, 20:33 Abend Wolfgang,

Bild

du hast es bei mir geschafft das deine Seite für mich Magnetisch ist!! :D :D
Schon ein Bild reicht von dir was mich persönlich begeistert. Einfach super immer wieder schaue ich deinen Thread. :gfm: :gfm:

LG Grüsse Roman
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Saryk
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1191

Beitrag von Saryk »

Damals, zu dieser unsärglichen Zeit vor der Jahrtausendwende, hat der Flensburger HBf ausgeschaut wie ein heruntergekommenes Stück Dreck. Er schaut heute nicht sehr viel besser aus, aber soweit ich weiß, ist das die einzige Schienenverbindung nach Skandinavien, die wir neben den (Zug-)Fähren haben, und da passiert nicht viel.
København H schaut auf den Außenbereichen auch nicht gut aus, als ist es nicht nur die DB die nicht unbedingt alle Teile ihrer Infrastruktur in Schuss hält. Die (nicht privatisierte) SJ der Schweden hat auch nicht so alles in Schuss gehalten. Und von unseren osteuropäischen Kameraden fangen wir nicht an.

Wobei so ein Taurus der MÁV (Baureihe 470) doch schon was hermacht, wenn er im Bahnhof schlummert.

Grüße,
Sarah
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Martin_B
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1192

Beitrag von Martin_B »

Moin Wolfgang,

man findet mal wieder keine Worte...selbst die Superlativen gehen aus... :bigeek: :bigeek: :bigeek: :gfm:
Grüße Martin

Hier geht es zu meiner Anlage:
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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1193

Beitrag von Durlesbach »

moin Wolfgang,

irgendwo im Forum hab ich einen Bahnsteig gesehen bei dem wegen einer Schacht oder Kabelreparatur über eine größere Strecke der Asphalt in einem schmalen Streifen erneuert war - fand ich eine schöne ranzige Idee...leider find ichs nicht mehr.

Bezüglich Deiner Alterungsversuche mit dem Ibbhs kann ich Sebb`s Kanal nur wärmstens empfehlen. Ich hab mir seine Videos ein paar mal angeschaut, wenngleich ich in N nicht alles 1:1 umsetzen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=_uD6MD- ... w&index=18

Grüße Michael
oben bleiben! :wink:
hier gehts nach Durlesbach: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=175132

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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1194

Beitrag von rodgauer »

Servus Wolferl, das ist schon SEEEEEHR beeindruckend, was Du da zeigst. Den Verfall so darzustellen … :gfm: . Ich denke, es wird ein ordentlicher Balanceakt, den Du gehen musst, damit Dein Bahnhof nicht zu sehr "verranzt" ausschaut und die Preiserlein noch gern dort hingehen, um mit dem Zug zu fahren ;-)

Weiter so !!
Beste Grüße
Michael
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Re: Gleiswüste/1.2.2020 Zur Entspannung mal wieder Fahrbetrieb, heute in Epoche 5, Video

#1195

Beitrag von alex57 »

wolferl65 hat geschrieben: Sa 1. Feb 2020, 10:05


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Freu mich auf Feedback!

Hallo Wolfgang,

super, was du da an verwitterten Betonbelag da gezaubert hast. Man sieht, wie Wind und Wetter jahrelang am Belag genagt haben.....und keiner hat sich von der Bahnverwaltung Gleiswüste drum gekümmert. Großer Renovierungsstau. :gfm: :gfm: :gfm: :gfm:

Solche Stellen kannst du aber nur , dezent am Ende / Anfang eines Bahnsteigs unterbringen, sonst brechen sich die Preiserleins die Beine. Ich bin auch der Meinung, du solltest es mit diesen morbiden Stellen auf deinen Bahnsteigen übertreiben. :redzwinker:

Interessant waren deine weiteren Alterungsversuche. :hammer:

Liebe Grüsse

Alex
Zuletzt geändert von alex57 am Fr 14. Feb 2020, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
Alex aus dem Rheinland


Über Gegenbesuche würde ich mich freuen!


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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1196

Beitrag von notbremse »

Schmach und Schande über mich, dass ich erst jetzt Zeit gefunden habe, deinen Thread durchzuarbeiten:

:bigeek: :bigeek: :bigeek:

Und jetzt brauche ich einen Termin bei meinem Hals-Nasen-Ohrenarzt,

WEIL MIR IST RESTLOS DIE SPUCKE WEGGEBLIEBEN!!!

Dein tief beeindruckter Fan

Karl
Wer schnell fertig werden will, sollte nicht Modellbau betreiben, sondern sich mit losen Damen vergnügen...

Mein Projekt im Stummiforum: Österreich 1955 - Die Görtschitztalbahn

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Re: Gleiswüste/7.2.2020 Bahnsteigbau Teil 4: Fortschreitender Verfall der Bahnsteigbeläge, Risse und Ausbrüche im Beton

#1197

Beitrag von TEEvt115Fan »

Alle Achtung Wolfgang!!
von deiner ehemaligen Gleiswüste ist bald nicht mehr viel übrig... Die Augen werden auf immer mehr wunderbar gestaltete Details gelenkt :gfm: :gfm: einfach Klasse. Ich muß ständig auf deiner Seite schauen, ist Balsam für die Augen.

Gruß Kalle
Epoche III - IV, Märklin Anlage in Bau :hammer:3ter Neuanfang seit seit über 20 Jahre, Schattenbahnhöfe C-Gleis sonst K-Gleis,
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Re: Gleiswüste/14.2.2020 Bahnsteigbau Teil 5: Der Kampf gegen den Verfall beginnt, Plattenbelag und Asphaltierung

#1198

Beitrag von wolferl65 »

Servus zusammen,

vorab ein ganz herzliches Dankeschön für das reichhaltige wie konstruktive Feedback! Freut mich ungemein, daß Ihr Euch aktiv mit dem Projekt auseinandersetzt. Einige Beiträge formulieren dabei genau meine Gedanken, Bedenken und Grübeleien, was das "nicht zuviel, nicht zuwenig" mit einer ordentlichen Prise Tristesse angeht. Die gezeigten völlig vergammelten Bereiche finden sich tatsächlich nur an den schon lange nicht mehr genutzten Enden der Bahnsteige, der Rest wurde natürlich schon immer wieder - allerdings stets nur mit dem allernötigsten Aufwand - instandgehalten.

Zur Veranschaulichung der Bahnsteignutzung - bevor es mit dem Baubericht weitergeht - vorab ein kleiner Abschweif ins Thema Bahnsteigbelegung und Haltepunkte:

Das Entscheidende: Im Wüstenbahnhof halten keine Fernzüge! Auch wenn die Bahnsteiglängen (aus einer anderen Zeit) reichen würden, für TEE, D, FD, EC, IC oder ICE dient der Bahnhof ausschließlich als Paradestrecke. Der hochwertigste Zug, der den Bahnhof bedient ist der Interregio, sonst belegt nur Regional- und Nahverkehr die Bahnsteige. Somit werden die Bahnsteige im Alltag tatsächlich nur im westlichen Teil benötigt. Die Haltepunkte der längsten Züge (7-Wagen IR) mit Halt in östlicher Richtung sind so gesetzt, daß die Reisenden möglichst kurze Wege zum asymmetrisch im Westen liegenden EG haben, der letzte Wagen steht dann auf Höhe der in Richtung West haltenden Loks. So schaut das dann - bei beginnendem Taktverkehr in den 90´ern - auf der Platte aus:


Auf Gleis 4 hält mit Fahrtrichtung Ost der 2-stündige IR mit einer klassischen 7-Wagen Garnitur am für diese Zuglänge gesetzten Haltepunkt

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Auf Gleis 1 wartet vor dem zukünftigen EG eine RB auf die Durchfahrt eines IC auf Gleis 3, die RB auf Gleis 5 hat Fahrgäste für den IR gebracht und nimmt aus diesem Fahrgäste für die Unterwegsbahnhöfe Richtung Ost auf, bei denen der IR durchfährt.

Gleis 1 und Gleis 5 sind für Doppelbelegung von jeweils 4 Wagen + Lok ausgelegt, hier muß auch das östliche Bahnsteigende mehr gepflegt werden. In die Mitte kommen Deckungssignale. In der Abstellgruppe im Hintergrund wartet ein Verstärker für den Berufs- und Schülerverkehr auf seinen nächsten Einsatz.
Im Stumpfgleis am Hausbahnsteig sollte eigentlich noch ein 628er für die Nebenbahn stehen, der den Bahnhof nach der RB Richtung Ost verlassen wird, der ist allerdings seit 5 Monaten bei Roco in Reparatur wegen eiernder Achsen, Busersatzverkehr ist eingerichtet...

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Die mittlere Bahnsteig darf also ohne betrieblichen Handlungsbedarf am östlichen Ende weiter unbenutzt vor sich hin gammeln. Der Hausbahnsteig wurde jedoch Anfang der 80er komplett saniert, zu groß war der Verschleiß. Die Bahnsteighöhe wurde dabei natürlich gleich von 38 auf 58 cm SO angehoben, beim Belag bin ich wie so oft noch am Knobeln...


Zur Post:
N Bahnwurfn hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 11:48 Hallo Wolfgang,

deine Vorgehensweise hat wirklich sehr real aussehende Strukturen hervorgebracht.
Vor allem die kleinen und mittleren Risse gefallen mir echt gut. Auch die Idee hier erstes, zaghaftes Grün wachsen zu lassen. Findet sich aber sicher nur an den wenig begangenen Bereichen der Bahnsteigenden, wo es nicht ständig abgelatscht wird. Auch die stärkeren Ausbrüche sind, auf Grund der Vernachlässigung, wohl eher hier zu finden. In den viel begangenen Bereichen würde schon wegen der Unfallgefahr doch recht zügig geflickschustert werden, aber auch da lassen sich sicher interessante Strukturen gestalten.

Bin schon gespannt was du da noch so zaubern wirst.


MfG Peter
Hallo Peter, exakt so soll es werden, bin auch regelmäßig gespannt, was so herauskommt... bin ja wesentlich mehr am Testen, als am Bauen auf der Platte... :roll:


Jonnytulln hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 11:53 Hello Wolfgang,

wie immer super Bilder deiner realistischen Betongestaltung! Sieht einfach toll aus!!
Das von unten mit dem washing finde ich eine neue gelungene Idee! Du scheust keine Mühe neue Versuche zu starten um den Realismus wieder zu geben. Das Ergebnis gibt dir recht einfach super.

LG Roman
Servus Roman! Freut mich ungemein, daß Dir die Resultate meiner Basteleien so zusagen. Ist aber auch nicht verwunderlich, nachdem viele Deiner Techniken in meinen Basteleien stecken. Wie Du weißt, geht es mir umgekehrt ja genauso. Ich denke, wir haben da eine sehr ähnliche Vorstellung von den Spuren, die die Zeit an Bauwerken hinterläßt. Hätte ich eine Nebenbahn, müßte deren Bahnhof ganz genauso aussehen wie Dein aktuelles Projekt Ybbsitz. Da schaffst Du es wie so oft, daß die Wirkung des Gebäudes weit über die Länge/Breite/Höhe hinausgeht. Das Auslösen der Empfindung von Erinnerung, Jahreszeit oder Kopfkino beim Betrachter ist die höchste Kunst beim Modellbau. Mit Deinen Arbeiten dockst Du exakt an meiner Wahrnehmung an. Deswegen ist es in meinen Augen auch wichtig, das Tun zu dokumentieren, auch wenn es machmal viel Zeit kostet. Wenn dann auch noch solch ein Austausch wie hier entsteht, entstehen auch entsprechende Resultate.


E-Lok-Muffel hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 13:21 Hallo Wolfgang,

Spitzenmäßiger Betonbau, live und in Farbe an fast jeder Brücke der Republik zu bewundern

Trotzdem gebe ich hier wieder mal den Sklaven mit dem Lorbeer-Kranz:
Toll sind Deine verwahrlosten Beton-Flächen ja, ich gebe aber zu bedenken, dass dann auch alles andere damit Schritt halten muss, wenn Ranz und Gammel im Bahnsteig-Bereich derart Einzug halten sollen. Bedeutet z.B. auch, dass die Unterführungen für eine derartige Vernachlässigung der Bodenbeläge viel zu sauber daherkommen, und auch bei der Ladestraße fehlen mir dafür zu wenige Pflastersteine... das ist m.E. nicht stimmig!
Dann müssen auch die Bahnsteigdächer vor sich hin rosten, das EG ist verwaist, die Bahnhofskneipe längst dichtgemacht, vielleicht das ein oder andere Fenster eingeschlagen die anderen mit Brettern vernagelt (Lost place?)...

...und durch diese Szenerie mit dem morbiden Charme vom Nachtlager eines Clochards donnern jetzt funkelniegelnagelneue, schachtelfrische, lackglänzende Züge!

Was willst Du darstellen? Einen heruntergekommenen Provinzbahnhof einer Nebenstrecke? Nein!
Hier herrscht Hochbetrieb! Du liebäugelst sogar mit einem ICE... Hätten sich die Bahn-Oberen jemals getraut, ihren Paradezug an einem vergammelten Bahnsteig halten zu lassen...(möglicherweise schon!)
Wo Betrieb herrscht, da wird normalerweise auch gepflegt, respektive hier: geflickt! Also werden die Schlaglöcher mit Asphalt ausgegossen, die Risse mit Bitumen versiegelt, die aus- und abgebrochenen Bahnsteigkanten mit irgendetwas ersetzt und sei es ein provisorischer Stahträger, der dann auch mal 10 Jahre dort vor sich hinrosten kann, bis die geplante Bahnsteigsanierung endlich genehmigt ist.

Meine Empfehlung, der Du natürlich nicht folgen mußt, Altern ja, aber nicht übertreiben und wenn, dann wieder (provisorisch) flicken.

Gruß und schönes Wochenende
uLi

Hey uLi, herzlichen Dank für Deine konstruktive wie ausführliche Auseinandersetzung mit dem Projekt.
Was will ich darstellen: Einen langsam herunterkommenden Bahnhof, allerdings an einer Hauptstrecke! Gerade so instandgehalten von bemühten Bahnern, die in einem hoch defizitären Konzern mit dem auskommen müssen, was das Budget hergibt. Flickschusterei, Bahnsteigbereiche ohne Nutzen werden umso mehr vernachlässigt. In der Bahnhofskneipe wechseln die Pächter immer scheller, die Blumentröge aus Waschbeton werden nicht mehr regelmäßig gepflegt, geschweige denn in einem heißen Sommer täglich gegossen. In der Zielsetzung sind wir uns jedoch völlig einig, wie Du sicher bei den weiteren Schritten sehen wirst, wenn es um die Instandsetzung mit Asphaltflicken geht. Die Ladestrasse wird ihren endgültigen Gammel allerdings erst dann erhalten, wenn sie nicht mehr als Ablage für Werkzeuge und Baumaterial dient... :roll:


Brumfda hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 14:34
E-Lok-Muffel hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 13:21 ... Was willst Du darstellen? Einen heruntergekommenen Provinzbahnhof einer Nebenstrecke? Nein!
Hier herrscht Hochbetrieb! Du liebäugelst sogar mit einem ICE... Hätten sich die Bahn-Oberen jemals getraut, ihren Paradezug an einem vergammelten Bahnsteig halten zu lassen...(möglicherweise schon!)
Wo Betrieb herrscht, da wird normalerweise auch gepflegt, respektive hier: geflickt! Also werden die Schlaglöcher mit Asphalt ausgegossen, die Risse mit Bitumen versiegelt, die aus- und abgebrochenen Bahnsteigkanten mit irgendetwas ersetzt und sei es ein provisorischer Stahträger, der dann auch mal 10 Jahre dort vor sich hinrosten kann, bis die geplante Bahnsteigsanierung endlich genehmigt ist.
Meine Empfehlung, der Du natürlich nicht folgen mußt, Altern ja, aber nicht übertreiben und wenn, dann wieder (provisorisch) flicken.
Moin Uli, moin Wolfgang!

Die Realitär ist genauso. Und teils noch schlimmer (gewesen). Ab den 90ern hat die DB unglaublich viel aufzuarbeiten und machte das nach und nach. Nicht selten wurde dann nur das Ferngleis auf Hochglanz gebracht und bis zur Renovierung gammelten regelrecht die Bahnsteige weiter. Insbesondere die Bereiche, in denen keiner mehr ein und ausstieg und die Längen der Regelzüge an diesem Ort statt der möglichen 10 Waggons nur 4 -6 als Beispiel betrugen. Da entstanden Grünflächen aus den Rissen des Betons mit teils einem Fußweg zur Fußgängerunter/ -überführung. Im Genutzten Bereich kamen ganz richtig Bitumen zum Einsatz, Beim Rest wurden unterirdische Ameisenstaaten gegründet. Daher ist dieser gneiale Bereich :
wolferl65 hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 10:47 An den Bahnsteigenden hat Pflege schon viele Jahre nicht mehr stattgefunden, hier finden sich nicht nur Risse, sondern auch flächige Ausbrüche aus der Deckschicht. Mehrere Schichten Moltofill (danke, Roman!) sorgen für den notwendigen Effekt.
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Daher die Differenzierung Wolfgans der Bahnsteigenden. Insofern wäre es vielleicht zu überlegen, ob Du das Ferngleis in Topzustand darstellen möchtest, weil, da gerade investiert wurde und der Rest halt ist , wie er ist .

Ich könnte wieder ins Schwärmen, ob Deiner natürlichen Alterung, geraten. Ein Bahnsteig, der teils bereits eines Krückstockes bedarf und vielleicht auch den Rollator und noch sehr fite Bereiche hat. Wo och mir sicher bin ist, dass Du jedes mal das rechte Maß findest zur Realität, dass kein Extrem alleine durchschlägt und der Mix einfach passt. Und letzten Endes Deine Fans sagen: GENAUSO kenne ich das. Erinnerung. Kopfkino. Meisterlich!

Flauschiges Wochenendle , Fe lix
Hi Felix, da haben wir die gleichen Augen und den selben Betrachtungswinkel. Ausgelegt für bis zu 12 Wagen wird in der Wüste im Regelbetrieb nur noch Platz für 6-8 benötigt. Dieser wird mit dem Nötigsten instandgehalten, der Rest vergammelt langsam. Reisende des Fernverkehrs durcheilen den BAhnhof in wenigen Sekunden und vergessen ihn gleich wieder...


Enphil hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 15:04 Hallo Wolfgang,

wieder grandios, was du zeigst!
Dem was Roman sagt, ist nichts hinzuzufügen. Einfach klasse!

Auf das Grün bin ich auch schon gespannt.

Liebe Grüße
Philipp
Servus Philipp, herzlichen Dank! Mageres Grün auf kargem Untergrund konnte ich zum Glück ja schon etwas üben...


Barbara13 hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 16:13 Hallo Wolfgang,

die Alterungen sehen schon genial aus. Du hast einfach ein Händchen für sowas ... einfach klasse. Muss dem uLi aber zustimmen, dass du es nicht übertreiben solltest. Dort wo Betrieb ist (und ein ICE hält ) werden die DBler dann doch etwas in die Infrastruktur investiert haben. Bin auf weitere Fortschritte gespannt.
Hey Michael, merci vielmals, keine Sorge, der Instandsetzungstrupp ist - wenn auch wiederwillig - schon regelmäßig aktiv, allerdings, wie schon gesagt, nur für die örtliche Bevölkerung ohne Anspruch. Die haben sich beim täglichen Pendeln an die Zustände gewöhnt. Kann meinen Insandsetzungstrupp ja mal in Neckargemünd zur Schulung vorbeischicken :wink:


FordPuma68 hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 16:30 Hi Wolfgang,

wirklich sehr beeindruckend was Du hier zeigst. Gebe den anderen hier schon soweit recht das dann der Rest vom Bahnhof ähnlich aussehen sollte.
Oder nur ein Teil, wie vorgeschlagen. An einigen Stellen könntest Du später dann den Preiser Ausbesserungstrupp anrücken lassen der die gröbsten Bereiche saniert. So als kleine Besenszene mit abgesperrten Bereichen wo gearbeitet wird.

Grüße, Wolfgang

Hey Wolfgang, danke! Das mit dem Ausbesserungstrupp hatte ich bei der Antwort auf Jürgen und Dirk nach dem letzten Posting schon im Radar. Natürlich beim Pause machen... Nicht daß da Unruhe die Tristesse stört... :mrgreen:


wulfmanjack hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 18:10
wolferl65 hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 10:47
Längere Risse lassen sich recht gut im 1 mm Styrodur darstellen, hier entstand das Problem, Farbe in die Risse und zwar NUR in die Risse zu bringen. Ein Auftrag nur von oben mit einem Washing funktionierte bei den feinen Rissen nicht, es entstand einfach viel zuwenig Kontrast.

Die Lösung hierbei war ein erster Auftrag eines wenig verdünnten Washings von unten, so wurden die Risse schonmal recht dunkel:

Bild
Hallo Wolfgang,

ist das wirklich Styrodur? Von der Oberflächenbeschaffenheit würde ich eher sagen, dass es sich bei dem Material um Depron handelt.
Da ist dann in der Verarbeitung schon ein kleiner Unterschied.

Mit den verfallenden Belägen hast Du Dir bei der Fläche aber eine Aufgabe gesetzt. Eben auch ein schmaler Grad zwischen noch begehbarem Boden und aus Sicherheitsgründen abzusperrenden Bereichen. Vielleicht willst Du ja auf solche Absperrungen hinaus und führst uns hier in die Irre.

Jedenfalls wieder sehr interessant Dir beim Tüfteln über die Schulter zu sehen.
Servus Wolfgang, das mit den Produktbezeichnungen ist schon etwas verwirrend. Ich verwende https://www.modulor.de/styrofoam-hellbl ... itten.html. Ist das dann auch "Depron" (?), würde mich interessieren! Ist auf jeden Fall fester, als das was Heki als Styrodur bezeichnet und dichter als der Trittschall aus dem Baumarkt. Ja, der eine pflastert ganze Altstädte auf unterschiedlichen Ebenen, der andere läßt meterweise Bahnsteige vergammeln. Aber Hauptsache eine echte Aufgabe... :mrgreen:. Eine Absperrung am östlichen Bahnsteigende kann ich mir gut vorstellen, weiß zufällig jemand, welches Hinweisschild ab ca. 1980 da bei der Bahn zum Einsatz kan? Zum Glück hab ich jetzt aber genug getüftelt, jetzt gehts auf der Platte vorwärts...


Darius hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 18:40 Hallo Wolfgang,

Du hast echt tolle Ideen und setzt diese auch noch gut um
E-Lok-Muffel hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 13:21 Dann müssen auch die Bahnsteigdächer vor sich hin rosten, das EG ist verwaist, die Bahnhofskneipe längst dichtgemacht, vielleicht das ein oder andere Fenster eingeschlagen die anderen mit Brettern vernagelt (Lost place?)...

...und durch diese Szenerie mit dem morbiden Charme vom Nachtlager eines Clochards donnern jetzt funkelniegelnagelneue, schachtelfrische, lackglänzende Züge!

Was willst Du darstellen? Einen heruntergekommenen Provinzbahnhof einer Nebenstrecke? Nein!
Hier herrscht Hochbetrieb! Du liebäugelst sogar mit einem ICE... Hätten sich die Bahn-Oberen jemals getraut, ihren Paradezug an einem vergammelten Bahnsteig halten zu lassen...(möglicherweise
Also ich fände so ein lost place total super
Und der frisch vom Werk ausgelieferte ICE fährt (und hält) da nur, weil aufgrund einer baustellenbedingten Streckensperrung eine Umleitungsstrecke befahren werden muss...

Ansonsten kann ich dem hier
Brumfda hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 14:34 Wo och mir sicher bin ist, dass Du jedes mal das rechte Maß findest zur Realität, dass kein Extrem alleine durchschlägt und der Mix einfach passt. Und letzten Endes Deine Fans sagen: GENAUSO kenne ich das. Erinnerung. Kopfkino. Meisterlich!
nur zustimmen

Viele Grüße,
Daniel
Hey Daniel, ganz so schlimm wie ein "lost place" soll es dann doch nicht werden :D , aber Ansätze in die Richtung sind schon zu sehen. Und genau, der Fernverkehr hält ausschließlich, wenn der FDL die Zugfolge verdummbeutelt, oder die Rocrail-Zufallsrate einen der sehr seltenen Zwangsstopps verordnet hat.


-me- hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 18:56 Hallo Wolfgang,
da hast du mit deinen Bahnsteigen ja wieder ordentlich einen rausgehauen.
Bei uns hier in Hamm sind die Bahnsteige in vielen Fällen saniert (gepflastert) worden, aber meist nur in den Bereichen unter den Dächern. Im Auslauf der Bahnsteige sehen die schon teilweise sehr übel aus, ähnlich wie deine Bahnsteige.
Von daher hast du meine volle Zustimmung zu deine Bahnsteigen, deine Betonalterung ist erste Sahne.

Ich habe noch einmal eine Frage zu dem Material. Du schreibst, dass du Selitac verwendet hast. Wolfgang (wulfmanjack) hat das ja schon bezweifelt und sprach von Depron. Was ist das für ein Material und ist das von der Oberfläche stabiler als Selitac (Trittschalldämmung)? Ich suche für meine Bahnsteige (müssen abnehmbar sein) noch eine etwas solidere Grundlage als die bisherige Trittschalldämmmung, die sehr empfindlich ist.

Hi Michael, ja, selektive Instandhaltung ist bei der Bahn durchaus weit verbreitet, Männerhaushalt eben... :mrgreen: Materialquelle siehe Antwort zu Wolfgang, das Material kann ich absolut vorbehaltlos für den Zweck empfehlen!


GSB hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 19:31 Hallo Wolfgang,

diese ausgebrochene Betonstruktur ist Dir absolut gelungen! :gfm:

Und heutzutage ist das absolut "normal", daß Bahnsteige nur auf die Länge der bestellten Nahverkehrszüge bzw. des Fernverkehrs saniert werden (oftmals mit Erhöhung der Bahnsteigkante) und die Bereiche davor & dahinter weiter verfallen... Manchmal steht dann auch am Ende des sanierten Bereichs so ein kleines rot-gelbes "Durchgang verboten"-Schild um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen...

Und ob erst Fernverkehrs- oder Nahverkehrsbahnsteige saniert werden, hängt oft von den Bestellern & Ihren Zuschüssen bzw. von irgendwelchen Konjunkturpaketen oder Sanierungsprogrammen ab...

Gruß Matthias

Hey Matthias, genau meine Gedanken, deshalb wurde der hausbahnsteig vor dem Hintergrund des zunehmenden Nahverkehrs ins nächste Zentrum bei mir auch schon erhöht. Wie schon gesagt, so ein Schild an einer Kette gefiele mir auch sehr gut, Kette hätte ich schon... :wink:


Bockerl hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 20:20 Servus Wolfgang,

mir gefallen die Schadstellen an sich auch sehr gut, hab aber als Epoche III-Fahrer eher gepflegtere Einrichtungen lieber.

Du könntest das aber ganz leicht kombinieren:
Warum nicht einen Teil der Bahnsteige mit den Schäden darstellen und zugleich eine kleine Baustelle, auf der die Bahnsteige saniert werden?
Deine riesigen Bahnsteige würden das leicht hergeben, ein Blickfang würde nicht schaden. Es wäre auch ein interessantes Thema, das ich noch nie auf einer Modellbahn gesehen habe.
Servus Alois, ja, die gute alte Zeit, Geranien wurden nachgezogen, Blumenkästen gegossen, Bahnsteige gefegt und man konnte überall noch ungestört Rauchen :mrgreen: . Das mit der Instandsetzung ist tatsächlich eine gute Idee, eine Szene, die man glaubwürdig (Brotzeitpause) ohne Bewegung darstellen könnte und die das Prinzip "frei von Niedlichkeiten" nicht auweichen würde. Ein kleiner Asphaltkocher mit Kanne und zwei auf den Blumentrögen sitzende Arbeiter sollten dafür genügen. Wollte mir übrigens schon lange mal für das Größenverhältnis ein paar Figuren kaufen. Momentan sind im Handel leider nur Nackerte, Nonnen, Eiskunstläufer oder sonstwelche Spezialfiguren zu bekommen...


AE-66-Stefan hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 21:35 Hallo Wolfgang,

Klasse Video und beeindruckende Bahnhofseinfahrt, wirklich gelungen. Da macht es sicher viel Spaß diese langen Züge zu fahren Da darf der Stummileser gespannt auf die weiteren Fortschritte sein, wirklich toller Modellbau. Das Tunnelportal mit der Bepflanzung gefällt mir besonders, da muss ich nochmal zurückblättern und lesen wie du das gemacht hast.

Grüße aus Frundsberg
Stefan
Hallo Stefan, fein, daß es gefällt. Zur Bepflanzung gibt es auf Youtube auch die kompletten Tutorial, ist wirklich nix dabei...


rex hat geschrieben: Fr 7. Feb 2020, 22:36 Hallo Wolfgang,

deine Bahnsteigbeläge gefallen mir sehr gut. Ich verwende ja auch sehr gerne Depron für Bodenbeläge oder Fassaden. Auf die Idee, die Risse von hinten zu färben, bin ich noch nicht gekommen. Das merke ich mir gerne, zumal wenn es - wie bei dir - ja recht große Flächen werden, ist das vorsichtige Färben der Risse mit feinstem Pinsel von oben doch eine nie enden wollende Angelegenheit. Um auch Zuschlagstoffe nachzubilden - gerade wenn es sich um etwas gröbere Betonböden handelt - kannst du sehr schöne Wirkungen erzielen, indem du in deine Grundfarbe kurz vor dem Abtrocknen ganz unregelmäßig Pigmente oder Pulver von Farbkreiden drüber staubst. Nach dem Trocknen pustest oder saugst du einfach den Rest weg, ein Teil wird von der Farbe gebunden und gibt einen unregelmäßigen und rauen Eindruck. Ich bin mal so frei und zeige ein Foto, von einer kleinen Szenerie, bei der ich diese Technik angewendet habe. Sag Bescheid, wenn ichs rausnehmen soll.

Bild
Die Fassade links ist auch aus Depron, die rechts ist aus Forex. Und ist schon klar, dass deine Bahnsteige nicht ganz so begrünt werden sollen ;-) es ist halt eine große Bandbreite möglich.

Auch sonst schau ich mir gerne die Fortschritte bei dir an - vielen Dank fürs Dokumentieren. Begeistert haben mich auch deine ersten grünen Ecken, der Feldweg ist einsame Spitze geworden. Viel Freude am weiteren Bau und viele Grüße von rex!
Grüß Dich Rex, schön, mal wieder von Dir zu hören, fein daß Dir die Fortschritte gefallen und danke für das Einbinden das Bildes. Eine schöne Ergänzung mit den vielen darauf gezeigten Techniken. Als Zuschlagstoff für den Beton nutze ich "Staub" von Polak, den ich in die Grundfarbe mische. Das gibt schonmal genau den rauhen Grundeindruck. Mit Pigmenten gehe ich erst nach dem Washing drüber, um die i.d.R. vom Begehen helleren Randbereiche nochmal von der durch Staub und Dreck dunkleren Mitte der Bahnsteige nochmal zu Differenzieren. Eine leicht körnige Struktur im Asphalt bekomme ich automatisch durch die Zuschlagstoffe im Moltifill. Nach einem kräftigen Drybrushing nach dem Austrocknen "glitzert" der Asphalt sogar ganz leicht wie beim Vorbild. Puh, Styrodur, Styrofoam, Forex, Depron... da hab ich beim irgendwann anstehenden Gebäudebau noch viel zu Testen...


Tim sein Papa hat geschrieben: Sa 8. Feb 2020, 01:25 Morgen Wolfgang,

egal, ob Deine Bahnsteige jetzt dem Original entsprechen oder nicht... das, was Du da gebastelt (darf man noch basteln bei dem Ergebnis sagen?) hast, ist allererste Sahne.

Wenn Du meinst, das passt nicht bei Dir, dann pack es einfach in ein Packet, meine Anschrift bekommst Du später! Einige Ideen hast Du ja schon geliefert bekommen, die Variante Hauptbahnsteig (wo die prestigeträchtigen Züge halten) in Top Zustand, der Rest etwas runtergewirtschaftet, ist m.E. umsetzbar.

Übrigens, danke für die Videos, jetzt habe ich einen Wurm im Ohr, ne, einen Wunsch im Kopf, ÖBB Eurofirmzug in rot, danke dafür!

Hi Normen,
freut mich, daß meine "Basteleien" Dir gefallen! Bedauerlicherweise muß ich verkünden, daß die ersten Fortschritte auf der Platte doch gar nicht so übel geworden sind. Daraufhin habe ich die Bahnsteige endgültig festgeklebt, das mit dem Päckchen wird also erstmal leider nix :mrgreen:


Dirk W hat geschrieben: Sa 8. Feb 2020, 13:14 Hallo Wolfgang,

ich bin schon lange auf der Suche nach einem perfekten Bahnsteig, nebst Angaben zur Herstellung.Und ich bin bei Dir fündig geworden. Vielen Dank, das Du so detailliert Deine Erfahrungen uns zur Verfügung stellst.

Freundliche Grüße Dirk
Hallo Dirk, genauso soll es sein, freut mich! Kamera ist teilweise mitgelaufen, Videodoku kommt also auch noch!


Saryk hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 02:35 Damals, zu dieser unsärglichen Zeit vor der Jahrtausendwende, hat der Flensburger HBf ausgeschaut wie ein heruntergekommenes Stück Dreck. Er schaut heute nicht sehr viel besser aus, aber soweit ich weiß, ist das die einzige Schienenverbindung nach Skandinavien, die wir neben den (Zug-)Fähren haben, und da passiert nicht viel.
København H schaut auf den Außenbereichen auch nicht gut aus, als ist es nicht nur die DB die nicht unbedingt alle Teile ihrer Infrastruktur in Schuss hält. Die (nicht privatisierte) SJ der Schweden hat auch nicht so alles in Schuss gehalten. Und von unseren osteuropäischen Kameraden fangen wir nicht an.

Wobei so ein Taurus der MÁV (Baureihe 470) doch schon was hermacht, wenn er im Bahnhof schlummert.

Grüße,
Sarah
Hi Sarah, Nachteule, ja, das war wohl die schlimmste Zeit, danach gingen die Mittel zurecht (!) erstmal in den Osten, Mehdorn optimierte und im Westen tat sich lange nichts. Meine Heimatbahnhöfe Würzburg und Ingolstadt sind so ein Beispiel. 70 Jahre nach dem Wiederaufbau gibt es in Würzburg seit kurzem einen barrierefreien Bahnsteigzugang und eine Unterführung, in der sich die Reisenden nicht mehr eingepfercht stauen, wenn mal ein paar Züge gleichzeitig aufschlagen. Hübsche Lok!


Martin_B hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 07:48 Moin Wolfgang,

man findet mal wieder keine Worte...selbst die Superlativen gehen aus...
Hi Martin, danke! Aber schaun wir mal, wenns soweit fertig ist. Gibt noch ein paar Möglichkeiten, um zum "Kacktor des Monats" nominiert zu werden :fool:


Durlesbach hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 11:24 moin Wolfgang,

irgendwo im Forum hab ich einen Bahnsteig gesehen bei dem wegen einer Schacht oder Kabelreparatur über eine größere Strecke der Asphalt in einem schmalen Streifen erneuert war - fand ich eine schöne ranzige Idee...leider find ichs nicht mehr.

Bezüglich Deiner Alterungsversuche mit dem Ibbhs kann ich Sebb`s Kanal nur wärmstens empfehlen. Ich hab mir seine Videos ein paar mal angeschaut, wenngleich ich in N nicht alles 1:1 umsetzen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=_uD6MD- ... w&index=18

Grüße Michael
Hi Michael, jo, Sebbs letzte Lokalterung hat mich endgültig getriggert, auch mal ein paar Wagen zu veredeln. Ideale Sache auch mal für zwischendurch.
Das Motiv mit dem nachträglichen Schacht ist glaub ich (unter anderen) bei Alex103 seinen neuen Bahnsteigen zu sehen. Eine nachträgliche Kabelquerung vom Hausbahnsteig zum unteren Mittelbahnsteig und von da aus weiter auf die Strecke Richtung Osten ist eingeplant und auf dem oberen Mittelbahnsteig bereits umgesetzt :wink:


rodgauer hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 12:03 Servus Wolferl, das ist schon SEEEEEHR beeindruckend, was Du da zeigst. Den Verfall so darzustellen … . Ich denke, es wird ein ordentlicher Balanceakt, den Du gehen musst, damit Dein Bahnhof nicht zu sehr "verranzt" ausschaut und die Preiserlein noch gern dort hingehen, um mit dem Zug zu fahren ;-)

Weiter so !!
Servus Michael, Balanceakt ist ein guter Ausdruck für den Spagat über die Epochen. Zum Glück gibt es ja genügend Vorbilder, die bis in die Epoche 6 hinein ihre Nachkriegswiederaufgestaltungsbauelemente wie z.B. die 38´er Höhe noch nicht verloren haben. Wie schon gesagt, keine Fernreisezüge = keine Repräsentationspflichten. Insofern kann es mir wurscht sein, was die Preiserleins denken. Die müssen den Bahnhof benutzen, sonst kommen sie nicht zur Schule, nicht zur Arbeit und auch nicht wieder zurück :mrgreen: .


alex57 hat geschrieben: Mo 10. Feb 2020, 20:44 Hallo Wolfgang,

super, was du da an verwitterten Betonbelag da gezaubert hast. Man sieht, wie Wind und Wetter jahrelang am Belag genagt haben.....und keiner hat sich von der Bahnverwaltung Gleiswüste drum gekümmert. Großer Renovierungsstau.

Solche Stellen kannst du aber nur , dezent am Ende / Anfang eines Bahnsteigs ub´nterbringen, sonst brechen sich die Preiserleins die Beine. Ich bin auch der Meinung, du solltest es mit diesen morbiden Stellen auf deinen Bahnsteigen übertreiben.

Interessant waren deine weiteren Alterungsversuche.

Liebe Grüsse

Alex
Hey Alex, da haben wir genau den gleichen Ansatz. Ich hoffe auch, es reicht, die gewünschte leicht morbide, öde Grundstimmung nur an einigen passenden Flecken darzustellen. Bin gespannt, allzu lange dauert es ja nicht mehr, bis man einen ersten Gesamteindruck beurteilen kann...


notbremse hat geschrieben: Di 11. Feb 2020, 23:36 Schmach und Schande über mich, dass ich erst jetzt Zeit gefunden habe, deinen Thread durchzuarbeiten:

Und jetzt brauche ich einen Termin bei meinem Hals-Nasen-Ohrenarzt,

WEIL MIR IST RESTLOS DIE SPUCKE WEGGEBLIEBEN!!!

Dein tief beeindruckter Fan

Karl
Servus Karl, ganz herzlichen Dank! Ich hoffe sehr, daß im glücklichen Land im Süden mit den Bergen Fachartzttermine schnell bekommen zu sind. Sonst gib Bescheid, dann lass ich Dir schnellstens ein Tragerl von dem auf den Muschelkalkbierfilzln beworbene Landbier zukommen. Da bleibt nach entsprechendem Konsum auch das ein oder andere weg, die Spucke jedoch gewiss nicht...

Vergiss Schmach und Schande, nimm von meiner Seite lieber Dank und Lorbeeren für Deinen wesentlichen Beitrag zum moralisch-ideologischen Fundament der Wüste. Bei der Görtschitztalbahn bin ich seit der ersten Stunde fasziniert dabei. Angesichts des dort Gezeigten, habe ich für mich die mutmachende wie stabilisierende Erkenntnis gewonnen, doch kein nerdiger, nietenzählender, querulatorisch-perfektionistisch-inselbegabter Sonderling zu sein, sondern... ähm..., naja..., hm..., Du weißt schon...... :fool:


TEEvt115Fan hat geschrieben: Mi 12. Feb 2020, 20:57 Alle Achtung Wolfgang!!
von deiner ehemaligen Gleiswüste ist bald nicht mehr viel übrig... Die Augen werden auf immer mehr wunderbar gestaltete Details gelenkt einfach Klasse. Ich muß ständig auf deiner Seite schauen, ist Balsam für die Augen.

Gruß Kalle
Hey Kalle, laaaangsam wird es. "Balsam für die Augen", genau das hab ich auch schon auf anderen Seiten geschrieben, das ist das Ziel. Freut mich sehr, wenn es in der Wüste auch schon ansatzweise funktioniert!




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Jetzt zu den Fortschritten:


Damit aus dem Wüstenbahnhof tatsächlich kein "lost place" wird, gibt es schon Bemühungen, wenigstens dem gröbstem Verfall Einhalt zu gebieten. Da ist Asphalt natürlich das erste Mittel der Wahl. Heute zunächst bei der Intergration des alten Plattenbelages aus Epoche 3. Besonders an der Bahnsteigkante muße der alte Belag teilweise entfernt werden. Tricky hierbei der vorbildgerechte Übergang Platten/Asphalt, hier sollte ein "weicher" Übergang zwischen den beiden Materialien entstehen. Tests mit Spachteln führten nicht zu einem befriedigenden Ergebnis, dafür habe ich zuwenig Talent, Eindrücken der Pflastermatte in noch "weichen" Asphalt schon, hier das endgültige Testergebnis, schon mit Washing:

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Die Einarbeitung des Pflasters war auch der Auslöser, 2 Decklagen Styrodur à 1 mm zu verwenden, da das Pflaster ca. 1,7 mm stark ist, und nach dem Einarbeiten auch noch in die 2 Schicht eingedrückt werden muß. Der Abdruck des Pflasters wurde im ersten Schritt in die obere Deckschicht gedrückt und mit einem Skalpell ausgeschnitten

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Der zu asphaltierende Rest wurde auf die Platte geklebt, das Pflaster liegt noch lose

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Das Pflaster wurde wieder entfernt, um an den Kanten Platz für den weichen Asphalt zu bieten

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Wo nur eine Bahnsteigkante saniert werden musste, wurde das Pflaster vor dem Asphaltieren doch wieder seitlich fixiert, damit es nicht verrutscht, den Radius der Platten kann man durch Schnittzahl und Schnittiefe anpassen

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Vom Auftrag des Asphaltes und dem Eindrücken des Pflasters habe ich keine Fotos machen können, da hat es wegen des abbindenden Asphaltgemisches geeilt, dafür habe ich dabei die Videokamera laufen lassen, kann man also in ein paar Tagen auch "in Echtzeit" anschauen.


Nach dem Asphaltieren sah es auch ohne Washing schonmal ganz gut aus

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Das Pflaster wollte ich auch verwenden, weil die konzentrischen Fugen nochmal schön den Kurvenverlauf der Bahnsteige unterstreichen

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Das Makro ist natürlich gnadenlos, es wird allerdings nochmal geschliffen und dünn gespachtelt

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Zu sehen sind schon die in den noch weichen Asphalt eingedrückten Kanaldeckel.

Der Plattenbelag ist von CH-Kreativ, der Asphalt ist eine 50:50 Mischung aus Innendispersionsfarbe und Moltofill Innen. Durch den hohen Farbanteil bleibt die Mischung verhältnismäßig lange offen.

Wer genau hinsieht, erkennt auf den Übersichtsfotos schon einige Flicken im alten Betonbelag. Da bin ich noch am knobeln, oftmals gibt es ja mehrere "Generationen" Flicken aus mehreren Materialien, dazu mehr im nächsten Beitrag!


Freu mich auf Feedback!


Gruß
Wolfgang


P.s.: @uLi und Alex: Schachtelfrisches Rollmaterial und verfallenes Umfeld geht natürlich gar nicht. Für die Ladestrasse hab ich mit einem Kühlwaggon mal einen ersten Test mit Pigmenten veranstaltet. Was meint Ihr?

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Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=157926
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notbremse
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Re: Gleiswüste/Gleiswüste/14.2.2020 Bahnsteigbau Teil 5: Der Kampf gegen den Verfall beginnt, Plattenbelag und Asphaltie

#1199

Beitrag von notbremse »

Na seawas. Auch das noch. Wagenverschmutzung auf höchstem Niveau.

Da kannst du höchstens noch drüber nachdenken, ob die Diagonalen auf den Türen nicht etwas zu brutal hervortreten, weil da geringfügig zu viel dunkle Farbe in der Innenkante ist, und ob man das Dach und die Oberseite der Maschinenanlage nicht ein wenig schmutziger machen könnte als die Seitenwände. Aber das sind wahrscheinlich bloße Spekulationen, denn es gibt ja beim Vorbild bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Außerdem wirst du bestimmt ein Foto vor dir gehabt haben, auf dem der Wagen genau so aussieht.

Also: weiter so und viel Spaß beim weiteren Einfärben deiner Fahrzeuge!

Liebe Grüße

Karl
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wulfmanjack
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Re: Gleiswüste/14.2.2020 Bahnsteigbau Teil 5: Der Kampf gegen den Verfall beginnt, Plattenbelag und Asphaltierung

#1200

Beitrag von wulfmanjack »

Hallo Wolfgang,

heute mal ohne Zitat; bei der Vielzahl der Einträge ist das mir dann doch zu anstregend. :mrgreen:

Ok Du hast Styrofoam (Dow Chemical) verwendet. :gfm:
Es ist genau wie Depron (Kalle) oder Styrodur (BASF) ein Polystyrolschaum. Dieser Hartschaum-Markt ist etwas verwirrend. Jeder Hersteller verwendet für sein Produkt einen eigenen Markennamen. Die Produkte unterscheiden sich in der chemischen Zusammensetzung, den Eigenschaften und der Oberfläche.

Ich benutze mittlerweile alle drei Produkte. Das Depron kannst Du z. B. hier https://www.architekturbedarf.de/pappe- ... auschaum/1 beziehen. Es ist von der Oberfläche nochmals glatter und einen tick fester als Styrofoam, welches ja bereits gegenüber Styrodur diese Eigenschaften sein Eigen nennen kann. Denke das Zeug kannst Du sicherlich in der Gleiswüste auch gebrauchen. :redzwinker:

Nun zu Deinem heutigen Fortschritt.

KLASSE :!:

Und ich freue mich schon auf das Video und den weiteren Fortschritt. :sabber:
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219
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