Baumbau und Sträucher

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2326

Beitrag von hubedi » So 17. Mär 2019, 11:28

Hallo zusammen,

Manfred liefert mir ein gutes Stichwort:
Baumbauer hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 06:41
... Viel weniger ist oft mehr und der Baum wird luftdurchlässiger ...
Diesmal habe ich ganz auf irgendwelche Filterwatten verzichtet. :D Hier die ersten Ergebnisse des neuen Versuchs einigermaßen gescheite Büsche und kleine Bäumchen in Spur N hinzukriegen:

Bild

Bild

Das Buschwerk besteht aus aus einer waagerechten Seemoos-Rispe. Den Trick habe ich mir von Wolfgang (wolferl65) in seiner "Gleiswüste" abgeschaut. Das Gerippe des kleinen Bäumchens entstand aus zusammengeklebten Seemoos-Ästchen. die ich mit 4,5 mm Grasfasern beschoss. Zur Belaubung habe ich mein eigenes Material aus gebeizter Weizenkleie verwendet, dem ich noch ein wenig Turf hinzugefügt habe. Wie das Laub entstand, ist in meinem Thread #2049 nachzulesen. Links ist beim Bäumchen m.E. das aufgeschossenen Gras noch zu deutlich zu erkennen ... da muss ich nochmal ran.

Dann ist der Baum vlt. einen Tick zu kugelig und zeigt eine zu geringe "Schichtung" oder "Staffelung" durch die tragenden Äste ... oder ... hm ...?

Was haltet Ihr von diesem Versuch und was kann ich noch besser machen?

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


wolferl65
InterCity (IC)
Beiträge: 829
Registriert: Mi 30. Mär 2016, 12:10
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Bidib Fichtelbahn
Gleise: Tillig Elite

Re: Baumbau und Sträucher

#2327

Beitrag von wolferl65 » So 17. Mär 2019, 12:57

Servus Hubert!

die Filigranität hat ohne Filterwatte deutlich gewonnen und die Bäume sind jetzt schon viel besser, als alles was man für Geld kaufen kann!

Was spontan auffält:

Gibt es einen Grund, warum Du die Bäume nicht braun lackiert hast? Der Sprühlack ist auch ein guter "nachträglicher" Kleber und gleichzeitig eine gute Grundierung für den Kleber. Ich MUSS die Rohlinge lackieren, weil ich ja zum Beschiessen die kunterbunten Faserreste von MBR verwende...

An den Spitzen der Grasfasern hat der Kleber nicht gehaftet, auch sind es recht wenige Grasfasern am Meerschaum, welchen Kleber verwendest Du?

Die ausschließlich 4,5 mm langen Fasern sind -denke ich- der Grund für die vermisste "Schichtung" oder "Staffelung". Die Kontur wird so nach wie vor fast nur durch den Meerschaum geprägt.

Um Dir die Bedenken, in Spur-N könnten die 12, bzw. 6 mm Fasern zu lang sein habe ich auf die schnelle mal eine meiner alten Spur-N Loks vor die Büsche und Bäume der Gleiswüste gestellt:

Bild

Bild

Bild


Sehe wegen der Maßstäblichkeit kein Problem, auf die Verwendung von 12/6/4,5/2 mm Fasern zu verzichten... Die 12 mm Fasern könnte man nach dem Beschiessen -was ich auch machen werde- an einzelnen Stellen noch etwas einkürzen. Soviele neue, dem Licht zustrebende Triebe hat ein Strauch dann doch nicht...


Gruß,
Wolfgang
Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: viewtopic.php?f=64&t=157926
Bild

Benutzeravatar

Nutri
EuroCity (EC)
Beiträge: 1417
Registriert: Di 12. Mai 2009, 12:18
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: ESU ECOS 1
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Osthessische Rhön
Alter: 56
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2328

Beitrag von Nutri » So 17. Mär 2019, 13:09

hubedi hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 11:28
Bild
..
Dann ist der Baum vlt. einen Tick zu kugelig und zeigt eine zu geringe "Schichtung" oder "Staffelung" durch die tragenden Äste ... oder ... hm ...?

Was haltet Ihr von diesem Versuch und was kann ich noch besser machen?

LG
Hubert
Servus Hubert,
Ich finde nicht, dass Du da nochmal ran musst. Das gefällt mir so wie es ist. :gfm:
Übrigens habe ich mit Seemoosästchen schon einmal einen kompletten Baum gebaut. Eine irrsinnige, aufwändige Arbeit. Aber es lohnt sich, da die Bäume relativ luftig und nicht zu puschig werden. Aber man muss sich diese Vorgehensweise sehr gut überlegen. Ich habe auf jeden Drahtast des Rohlings ein Seemoosästchen aufgeklebt... boah und das dauert bis man damit einen H0-Baum gefüllt hat.

Bild

Bild

Aber das Ergebnis lässt sich sehen, wie man an Deinem Bäumchen sehen kann.

Grüße
Zuletzt geändert von Nutri am Mo 18. Mär 2019, 06:10, insgesamt 1-mal geändert.
Markus
(alias Rhön-Yeti, alias Nutri)
Hentershausen? Hier geht's lang>
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.(Tucholsky)

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2329

Beitrag von hubedi » So 17. Mär 2019, 15:35

Hallo Wolfgang und Markus.

vielen Dank für Eure Einschätzung.

Im ersten Versuch war ich wohl zu vorsichtig bei der Fasernlänge. Mein Peco-Begrasungsgerät ist allerdings für lange Fasern jenseits von 6 mm weniger geeignet. Es schafft m.W. 10 KV Spannung, aber die elektrisch geladene Platte sitzt ganz oben im Vorratsbecher und damit weit vom Geschehen entfernt. Das Gerät ist für die kurzen Fasern in Spur N prima geeignet und zu diesem Zweck habe ich es mir auch gekauft. Vlt. lasse ich mir für längere Fasern noch etwas einfallen. Die von Jos vorgeschlagenen Perückenhaare wäre auch eine Alternative.

De Stamm ist mit einer Mischung aus Anthrazit und Erdbraun bemalt. So richtig braun sind Stämme eigentlich eher selten. Die Farbe kommt m.E. dem Vorbild einigermaßen nahe. Auf dem Foto im leichten Gegenlicht ist der Stamm mehr oder weniger als Silhouette abgebildet und die Farbe sieht am lebenden Modell doch anders aus.

Boh ... ein ganzer Baum aus angeklebten Seemoss-Ästchen ... :shock: ... was für eine Arbeit. Ich suchte nach einer schnellen Methode, Sträucher und Hecken zu produzieren oder um z.B. einen Waldrand mit einer Buschreihe am Rand zu versehen.

Bild

Ich baue im Augenblick so:

In einen Blumenbindedraht von 0,3 mm biege ich über eine Pinzettenspitze Ösen.

Bild

Hier das Ganze noch einmal näher betrachtet:

Bild

In die Ösen stecke ich die Seemoos-Ästchen und ziehe mit einer Zange die Öffnung fest zu. Zur Fixerung kommt noch ein Tropfen Seku-Kleber auf die Öse. Nach dem Trocknen schneide ich die unten überstehenden Ästchen ab.

Bild

So erhalte ich die Basis für eine Buscheihe, die mit Hilfe des Drahtes angepasst, unterteilt oder zugeschnitten werden kann ... jedenfalls in der Theorie. So geht's auf alle Fälle wesentlich schneller, als das Ankleben einzelner Äste.

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


PeetBr1
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 57
Registriert: Do 28. Feb 2013, 16:03
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: z21
Gleise: Peco, Tillig
Wohnort: Köln

Re: Baumbau und Sträucher

#2330

Beitrag von PeetBr1 » So 17. Mär 2019, 21:23

Hallo zusammen,
ich bin immer wieder überwältigt, was hier an Qualität abgeliefert wird... hab immer noch den Mund offen …
Ich bin nun auch am 2. Laubbaum dran … ich hätte nie geglaubt das es sooo viel zu beachten gibt. Wenn man bei Euch schaut, denkt man immer das ist ja soooo einfach. Erst wennman das selber probiert merkt man wie verdammt schwer das ja doch ist. Um so mehr meine Hochachtung vor allen die sich daran wagen!...

hier nun mein zwischenstand...:

Bild

der wird wenn durchgetrocknet noch weiter gerichtet frisiert und dann final belaubt.
Aktuell bastel ich nur mit Polak foliage herum …

Hab zwischendurch meine Liliput D-Zug Wagen auf Kurkupplung umgebaut .. ich brauch zwischendrin etwas Abwechslung ...
Gruß aus dem sonnigen Köln

wünscht

Peter Brinkmann


Aristides
InterRegio (IR)
Beiträge: 172
Registriert: Do 15. Dez 2016, 16:30
Nenngröße: H0m
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox
Gleise: Peco, Tillig, Roco
Wohnort: In NRW, westlich des Rheines , nördlich von Köln
Alter: 70
Färöer Inseln

Re: Baumbau und Sträucher

#2331

Beitrag von Aristides » So 17. Mär 2019, 23:38

Hallo liebe Modellbahnfreunde,

dachte ich es mir doch: Diese Linde an der Ortseinfahrt von Amern nach Dülken ist der Baum, an dem ich mehrere Jahre mit dem Fahrrad von Waldniel kommend vorbeigefahren bin. Für den Eisenbahnfreund ist das eine eher traurige Strecke, denn der Fahrradweg von (Schwalmtal-)Waldniel nach Dülken verläuft genau auf der abgebauten DB-Strecke (Viersen-)Dülken nach Brüggen über Waldniel und Amern. Bis 1997 fuhr auf der Strecke zwei- dreimal die Woche eine V 100 mit etlichen Güterwagen von dem Draht- und Eisenwerk in Waldniel. - Wegen der Entwicklung ab 1989 meinte man, die Strecke aufgeben zu müssen, weil kein Frachtaufkommen für die britischen Munitionslager im Grenzwald hinter Brüggen mehr nötig sei.

Meine Schulkameraden, die mit mir in den 60er Jahren auf das Gymnasium in Viersen gingen, kamen mit der Bahn aus Brüggen und Amern und hatten dann schon fast eine Stunde Wegeszeit hinter sich. Noch früher hatte die Strecke eine überragende Bedeutung, weil an die 25 Ziegeleien in Brüggen ihre Backsteine und Klinker nach ganz Deutschland versandten, umgekehrt war für den Brand jede Menge Kohle notwendig - während die Zechen aus dem Grenzwald ( von Alsdorf bei Aachen bis Kleve) Holz für den Strebbau bezogen. Also gab es in Brüggen einen End-Bahnhof mit knapp zwei Dutzend Weichen und mehreren Feldbahnen.

Vorbei, vorbei.

Beste Grüße
Herbert

Benutzeravatar

Lanz-Franz
EuroCity (EC)
Beiträge: 1224
Registriert: Di 19. Jan 2016, 21:57
Steuerung: div.
Wohnort: zwischen Köln und Düsseldorf
Alter: 67
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2332

Beitrag von Lanz-Franz » Mo 18. Mär 2019, 09:34

Hallo Herbert.
Aristides hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 23:38
Meine Schulkameraden, die mit mir in den 60er Jahren auf das Gymnasium in Viersen gingen, kamen mit der Bahn aus Brüggen und Amern und hatten dann schon fast eine Stunde Wegeszeit hinter sich.
Die Welt ist doch kleiner, als man denkt.
Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen, Erinnerungen als Zeitzeuge in dem Thread https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 3&start=25 einbringen würdest. Die Sache hier weiter auszuführen währe :ot: :)
Deine bisherigen Erläuterungen mach mich neugierig auf mehr.
mfG Werner
mfG Werner -und immer 50mA Reserve imTrafo :D
Schmalspur 1:87 : Die Birkenbahn http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=50&t=133452
Gartenbahn : http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1578793


Aristides
InterRegio (IR)
Beiträge: 172
Registriert: Do 15. Dez 2016, 16:30
Nenngröße: H0m
Stromart: digital
Steuerung: Intellibox
Gleise: Peco, Tillig, Roco
Wohnort: In NRW, westlich des Rheines , nördlich von Köln
Alter: 70
Färöer Inseln

Re: Baumbau und Sträucher

#2333

Beitrag von Aristides » Mo 18. Mär 2019, 17:52

Lieber Werner, liebe Mitglieder des Stummiforums,

- wie aus meiner Zuschrift zu ersehen ist, bin ich nicht mehr ein Jüngling. Ich kam 1960 auf das Viersener altsprachliche Gymnasium, dorthin kamen auch die Jungen aus dem Westen des heutigen Kreises Viersen (früher Kreis Kempen-Krefeld, Kfz-Kennz. KK, gerne auch "Königreich Kappes" genannt). Meine Klassenkameraden aus "Brüggen, Bracht, Breyell, Boisheim und Umgebung" durften oft schon um 13. h statt um 13.15 den Unterricht verlassen, weil sie sonst den Zug nicht bekommen hätten. Sie fuhren von Viersen Bhf nach Dülken ( = sieben km) , stiegen um in die "Klimp" ( rheinisch für "Bimmelbahn") über Waldniel, Amern nach Brüggen. Ich meine, dass es damals schon Triebwagen gewesen seien. Die Strecke von etwa 17 km von Schul-Tisch zum heimatlichen Mittags-Tisch dauerte gut & gerne 90 Minuten. Ab und zu fuhren von Waldniel noch lange Sonderzüge nach Xanten oder Kleve, jeweils mit einer V 100 bespannt. 1977 bin ich da noch einmal mitgefahren.

- Ab 1993 hatte mich auf meinen Wunsch mein Arbeitgeber, der Regierungspräsident Düsseldorf, wieder nach (Schwalmtal-)Waldniel versetzt. Bei gutem Wetter - und nicht nur da ! - nahm ich es sportlich, fuhr mit dem Fahrrad entlang der Landstraße oder durch Feld & Wald die 16 km Richtung Heimat. Ab und zu fuhr ich mit einem Güterzug um die Wette, wenn wieder eine Ladung Draht bei der Fa. Rösler Draht in Waldniel verfrachtet worden war: Er Gleis, ich Landstraße, bei Rückenwind war ich schneller bis Dülken. Ab 1995/6 wurden die Gleise nicht mehr befahren, bald kam der Abbauzug, es blieb nur die rohe Trasse, im Laufe der Jahre entwickelte sich dort eine "spontane Ruderalflora mit potentiell naturnaher Bestockung" ( das heißt im wissenschaftl. Sprech der Naturschützer: Wildnis); das war sehr schön, wie sich Birken, Weiden, Erlen, Ebereschen, Buchen, Walnussbäume in dem alten Gleisbett ansiedelten. Die ausgeräumte Agrar-Landschaft ( ach, der Lindenbaum!!!) mit ihren Rüben- und Kartoffeläckern, dazu mit den Stromleitungen, gewann außerordentlich dadurch. Mir fiel immer der Spruch ein: "Der Niederhein ist zur Zeit der Kartoffelblüte am schönsten".

- Ab 2010 kam das "Radwegeprogramm NRW" - was eigentlich Quatsch ist. Unter einer Rot-Grünen Landesregierung wurden lediglich aufgelassene Eisenbahnstrecken geteert und als Radwege verkauft: Zwischen Schlackebergen und abgerissenen Gießereien ist das ein landschaftlicher Hochgenuss. Ich hatte mich an verschiedene Stellen gewandt, die überwachsene Bahnstrecke nicht zu teeren, die sogen. "Grünen" in Waldniel meinten dazu: "Das bezahlt Düsseldorf, geht uns nichts an", es ging um 520.000 € Steuergeld - von den Bruthabitaten einiger seltener Vögel ( Baumfalke und Wespenbussard) ganz zu schweigen.

- Ab 2011 war Schluss: Rodung, Planierraupe, Teeren, Neuanpflanzung. Und was haben die klugen Leute wohl gepflanzt??? Linden, hohe Linden ( tilia cordata) von fast vier Metern Höhe, teuere Bäumchen, dazu Hainbuchenhecken. Jetzt sieht es aus wie auf der Siegesallee, sie führt geradewegs auf die - Aha ! - mächtige Linde zu, die dort steht, wo früher die Eisenbahnstrecke die Landstraße von Dülken nach Amern kreuzte.

- Und was ist von der Strecke übrig geblieben? Nun, in Brüggen gibt es in dem früheren Bahnhofsgebäude ein Hotel "Zur Klimp", davor steht eine Tenderlok, allerdings - aus Finnland! Traurig ist der sogen. Bahnhof ( Haltepunkt, ein Wellblech-Unterstand) Brüggen-Born heute noch zu betrachten; man sieht ein gepflegtes Stückchen Gleis, ein Hauptsignal auf "Freie Fahrt" und daneben den verträumten Borner See. Gelegentlich laufe ich um den Borner See herum, mein Enkel sagt dann immer ganz leise: "Opa, wo ist die Eisenbahn?" Ja, da hat der kleine Mann recht. Das frage ich mich auch.

Man suche ein wenig im Netz, dort findet sich ein Foto der kleinen finnischen Dampflok, auch das Signal am winzigen Bahnhöfchen von Brüggen-Born, gleich hinter dem Kirchlein.

Beste Grüße

Herbert

Benutzeravatar

wulfmanjack
EuroCity (EC)
Beiträge: 1496
Registriert: Sa 11. Jun 2011, 11:30
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Rocomotion
Gleise: Roco Bettungsgleis
Wohnort: Mittelrhein
Alter: 60

Re: Baumbau und Sträucher

#2334

Beitrag von wulfmanjack » Di 19. Mär 2019, 16:05

Hallo Hubert,

da gibt man dem einen Anschauungsunterricht in Sachen "Ein Hauch von nichts" und jetzt werkelt der Hubert mit Seemoos herum. :mrgreen:
hubedi hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 15:35
De Stamm ist mit einer Mischung aus Anthrazit und Erdbraun bemalt. So richtig braun sind Stämme eigentlich eher selten. Die Farbe kommt m.E. dem Vorbild einigermaßen nahe.

Ich suchte nach einer schnellen Methode, Sträucher und Hecken zu produzieren oder um z.B. einen Waldrand mit einer Buschreihe am Rand zu versehen.

So erhalte ich die Basis für eine Buscheihe, die mit Hilfe des Drahtes angepasst, unterteilt oder zugeschnitten werden kann ... jedenfalls in der Theorie. So geht's auf alle Fälle wesentlich schneller, als das Ankleben einzelner Äste.
Du hast die Äste doch nicht tatsächlich mit dem Pinsel....... :shock: :pflaster:
Oder was gibt es da für entsprechende Spraydosen? Klär mich da mal bitte auf.

Wir hatten uns ja in Lahnstein über diese selten dargestellten Buschreihen vor einem Wald unterhalten. Das macht Sinn und Deine Vorgehensweise :gfm:. Alternativ zu den Drahtösen könntest Du als Träger auch eine 1mm Forexplatte nehmen. Die ist stabil genug und Du kannst die einzelnen Büsche dann am Arbeitstisch fixieren.
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2335

Beitrag von hubedi » Di 19. Mär 2019, 19:05

Hallo Wolfgang,
wulfmanjack hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 16:05
... da gibt man dem einen Anschauungsunterricht in Sachen "Ein Hauch von nichts" und jetzt werkelt der Hubert mit Seemoos herum ...
Keine Sorge ... Dein Exklusivunterricht ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich habe zur Vorbereitung extra neue Rohlinge gebastelt und werde sie in den nächsten Tagen nach Deiner Anleitung mit diesem "Nichts" behauchen ... :D Ich überlege, ob ich auf dieses Nichts noch ein paar Grasfasern aufschließen soll, um aufwärts strebende Ästchen nachzubilden. Was meinst Du Herr Lehrer ... :?:
wulfmanjack hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 16:05
... Du hast die Äste doch nicht tatsächlich mit dem Pinsel....... :shock: :pflaster:
Oder was gibt es da für entsprechende Spraydosen? Klär mich da mal bitte auf ...
Nee, so weit bin ich dann doch noch nicht, dass ich mit dem Pinsel Grasfasern bemale. :D Es handelt sich um gewöhnliche Lacksprays aus dem Baumarkt ... matte Farben natürlich. Bei den Seemoosrispen hauchen ich noch eine dünne Schicht Zinkspray auf. Ich bilde mir ein, die zusätzlich aufgeschossenen Fasern stehen besser aufrecht. Vlt. Ist es auch nur der Glaube, der sich magisch auf meinen Eletrostaten überträgt.

Das Aufreihen der Seemoosrispen mit meiner Drahtmethode gefällt mir eigentlich ganz prima. Ich sehe noch keinen Vorteil durch Forex-Streifen als Basis. Ich kann die Büschel auch so bei Bedarf einzeln verarbeiten. Die Drahtenden kann ich zu einem U verbiegen und im Untergrund aus Styrodur versenken bzw. verankern. Sollen die Büschel zusammen bleiben, kann ich sie mit dem Draht beliebigen Geländeformen oder Radien anpassen. Hm ... ich muss nochmal darüber nachdenken ...

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

Benutzeravatar

wulfmanjack
EuroCity (EC)
Beiträge: 1496
Registriert: Sa 11. Jun 2011, 11:30
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Rocomotion
Gleise: Roco Bettungsgleis
Wohnort: Mittelrhein
Alter: 60

Re: Baumbau und Sträucher

#2336

Beitrag von wulfmanjack » Di 19. Mär 2019, 20:50

Hallo Hubert,
hubedi hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 19:05
Ich überlege, ob ich auf dieses Nichts noch ein paar Grasfasern aufschließen soll, um aufwärts strebende Ästchen nachzubilden.
Würde zunächst mal ohne Grasfasern einen Versuch machen. Das kann u. U. schnell zu einer (nicht gewollten) Fülle der Belaubung führen. So kannst Du auch ein gutes Gespür für die Verarbeitung entwickeln. Bei den weiteren Bäumen mit Grasfasern hast Du dann etwas mehr belaubte Exemplare und somit auch schöne unterschiedliche Bäume.
hubedi hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 19:05
Bei den Seemoosrispen hauchen ich noch eine dünne Schicht Zinkspray auf. Ich bilde mir ein, die zusätzlich aufgeschossenen Fasern stehen besser aufrecht. Vlt. Ist es auch nur der Glaube, der sich magisch auf meinen Eletrostaten überträgt.
Des Menschen Wille.......... :mrgreen: :pflaster:
hubedi hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 19:05
Die Drahtenden kann ich zu einem U verbiegen und im Untergrund aus Styrodur versenken bzw. verankern. Sollen die Büschel zusammen bleiben, kann ich sie mit dem Draht beliebigen Geländeformen oder Radien anpassen. Hm ... ich muss nochmal darüber nachdenken ...
Ne lass mal, so wie Du das ggf. auf die Anlage setzen willst macht das Sinn. :gfm:

Wünsche Dir einen schönen grünen Daumen. :D
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

Benutzeravatar

alex57
Metropolitan (MET)
Beiträge: 2830
Registriert: Sa 1. Dez 2012, 00:28
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Ecos
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Hennef / NRW
Alter: 62
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2337

Beitrag von alex57 » Di 19. Mär 2019, 23:34

hubedi hat geschrieben:
Di 19. Mär 2019, 19:05

Ich überlege, ob ich auf dieses Nichts noch ein paar Grasfasern aufschließen soll, um aufwärts strebende Ästchen nachzubilden.

Es handelt sich um gewöhnliche Lacksprays aus dem Baumarkt ... matte Farben natürlich. Bei den Seemoosrispen hauchen ich noch eine dünne Schicht Zinkspray auf. Ich bilde mir ein, die zusätzlich aufgeschossenen Fasern stehen besser aufrecht. Vlt. Ist es auch nur der Glaube, der sich magisch auf meinen Eletrostaten überträgt.


Hallo Hubert,

ich habe nach dem Aufbringen von einem Hauch von Filterwatte auf meine Apfelbäumchen zusätzlich noch ein paar 4,5 mm Fasern ( wenig ) aufgeschossen, um ein paar abstehende Ästchen zu haben. Ich finde , das dies die Baumkrone noch was verbessert hat.

Bild.

Ich würde das mit den Fasern wieder machen, auch bei anderen, größeren Bäumen.

Ich nehme auch gerne mattes Schokobraun und Zinkspray ( nass in nass ). Dies hatte mir Jürgen Büser beim Bau der Fichten empfohlen.

Durch das Zinkspray stehen anschließend die 0,5 mm Fasern ( bei den Fichten ) wie gewünscht. :redzwinker:

Liebe Grüsse

Alex
Alex aus dem Rheinland


Über Gegenbesuche würde ich mich freuen!


Meine Anlage Weinheim http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=96427


Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker: Dampf-und Dieselfan :hearts:

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2338

Beitrag von hubedi » Mi 20. Mär 2019, 18:54

Hallo zusammen,

zunächst ein Dankeschön an Wolfgang und Alex für Eure Tipps. Ich habe die Grasfasern im ersten Versuch weggelassen und wollte wirklich am "Rande des Nichts" arbeiten. Das ist dabei herausgekommen:

Bild

Naja, man sieht ja schon noch etwas aber fast hörte ich die Quanten im Vakuum fluktuieren. :D Die Drahtäste bzw. diese Stummel machten mir noch etwas Sorgen. Die erwiesen sich aber als unbegründet.

Ich möchte Wolfgang nicht länger auf die Folter spannen. Schließlich wartet er ungeduldig auf Ergebnisse seines Lehrgangs in Lahnstein. Hier sind die ersten Bäumchen noch frisch nach Fixierlack "duftend":

Bild

Hier und da muss ich noch ein paar Fussel wegschneiden aber ich denke, so langsam geht mein Baumbau nicht zuletzt auf Grund Eurer Unterstützung in die richtige Richtung. Was meint Ihr?

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


PeetBr1
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 57
Registriert: Do 28. Feb 2013, 16:03
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: z21
Gleise: Peco, Tillig
Wohnort: Köln

Re: Baumbau und Sträucher

#2339

Beitrag von PeetBr1 » Mi 20. Mär 2019, 19:28

Hubert nur ein Wort … ziemlich unanständig aber : GEIL !
Gruß aus dem sonnigen Köln

wünscht

Peter Brinkmann


wolferl65
InterCity (IC)
Beiträge: 829
Registriert: Mi 30. Mär 2016, 12:10
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Bidib Fichtelbahn
Gleise: Tillig Elite

Re: Baumbau und Sträucher

#2340

Beitrag von wolferl65 » Mi 20. Mär 2019, 19:41

Servus Hubert,

ausgesprochen hübsch. besonders der rechte. Muß ich auch mal probieren, habe bisher ja nur mit Meerschaum und Grasfasern gearbeitet...
Sind das die selbergemachten Flocken?

Gruß,
Wolfgang
Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: viewtopic.php?f=64&t=157926
Bild

Benutzeravatar

Schachtelbahner
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1603
Registriert: Fr 6. Apr 2012, 12:55
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Selectrix
Gleise: Selbstbau/Tillig Eli
Wohnort: RLP
Alter: 73
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2341

Beitrag von Schachtelbahner » Mi 20. Mär 2019, 19:43

hubedi hat geschrieben:
So 17. Mär 2019, 15:35
Hallo Wolfgang und Markus.

vielen Dank für Eure Einschätzung.

Im ersten Versuch war ich wohl zu vorsichtig bei der Fasernlänge. Mein Peco-Begrasungsgerät ist allerdings für lange Fasern jenseits von 6 mm weniger geeignet. Es schafft m.W. 10 KV Spannung, aber die elektrisch geladene Platte sitzt ganz oben im Vorratsbecher und damit weit vom Geschehen entfernt. Das Gerät ist für die kurzen Fasern in Spur N prima geeignet und zu diesem Zweck habe ich es mir auch gekauft. Vlt. lasse ich mir für längere Fasern noch etwas einfallen. Die von Jos vorgeschlagenen Perückenhaare wäre auch eine Alternative.

De Stamm ist mit einer Mischung aus Anthrazit und Erdbraun bemalt. So richtig braun sind Stämme eigentlich eher selten. Die Farbe kommt m.E. dem Vorbild einigermaßen nahe. Auf dem Foto im leichten Gegenlicht ist der Stamm mehr oder weniger als Silhouette abgebildet und die Farbe sieht am lebenden Modell doch anders aus.

Boh ... ein ganzer Baum aus angeklebten Seemoss-Ästchen ... :shock: ... was für eine Arbeit. Ich suchte nach einer schnellen Methode, Sträucher und Hecken zu produzieren oder um z.B. einen Waldrand mit einer Buschreihe am Rand zu versehen.

Bild

Ich baue im Augenblick so:

In einen Blumenbindedraht von 0,3 mm biege ich über eine Pinzettenspitze Ösen.

Bild

Hier das Ganze noch einmal näher betrachtet:

Bild

In die Ösen stecke ich die Seemoos-Ästchen und ziehe mit einer Zange die Öffnung fest zu. Zur Fixerung kommt noch ein Tropfen Seku-Kleber auf die Öse. Nach dem Trocknen schneide ich die unten überstehenden Ästchen ab.

Bild

So erhalte ich die Basis für eine Buscheihe, die mit Hilfe des Drahtes angepasst, unterteilt oder zugeschnitten werden kann ... jedenfalls in der Theorie. So geht's auf alle Fälle wesentlich schneller, als das Ankleben einzelner Äste.

LG
Hubert
Mit solchem Buschwerk habe ich mir das einfacher gemacht.

Mit einer Aale, Vorstecher, ein kleines Loch ins Gelände, einen Tropfen Kleber ins Loch und den Busch einstecken, fertig ist der Busch.

Es können so auch 2, 3 oder 4 Stengel in ein Loch gesteckt werden.
Grüße von Kurt
dem Schachtelbahner

Nicht vom Leben träumen, sondern Träume erleben.
http://www.fremo-saarlorlux.de/
28 Videos auf meinem Kanal
http://www.youtube.com/results?search_q ... hner&sm=12

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2342

Beitrag von hubedi » Mi 20. Mär 2019, 20:17

Servus,

huch ... es gibt ja schon Reaktionen.

@Peter
Danke für Deine unanständige Anmerkung. :D

wolferl65 hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 19:41
... Sind das die selbergemachten Flocken? ...
@Wolfgang
Genau die sind's. Ich habe zusätzlich ein paar Heki-Flocken zu feinem Turf zermahlen und zu etwa 20% untergemischt. Die Flocken haften besser auf der extrem auseinander gezogenen Trägerwolle von Manfred Grünig. Und auf diesen Flocken haften wiederum meine selbsgemischten Blätter aus Weizenkleie.

@Kurt
Danke für den Tipp. So wie von Dir vorgeschlagen geht's sicher etwas schneller. Ich wollte die Sträucher nur außerhalb der Anlage beflocken und ihre Wirkung vor dem Einbau - speziell entlang meines im Bau befindlichen Bachlaufs - testen.

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

Benutzeravatar

alex57
Metropolitan (MET)
Beiträge: 2830
Registriert: Sa 1. Dez 2012, 00:28
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Ecos
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Hennef / NRW
Alter: 62
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2343

Beitrag von alex57 » Mi 20. Mär 2019, 21:06

hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 18:54


Bild

Hubert,

die Beiden, vor allem das rechte Bäumchen, sehen richtig Klasse aus. :gfm: :gfm: :gfm:

Besonders macht der Vergleich von "Hauch von nix" und das spätere Ergebnis deutlich, das Alles was mehr als "Hauch von nix" einfach zu viel ist.


Liebe Grüsse


Alex
Alex aus dem Rheinland


Über Gegenbesuche würde ich mich freuen!


Meine Anlage Weinheim http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=96427


Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker: Dampf-und Dieselfan :hearts:

Benutzeravatar

wulfmanjack
EuroCity (EC)
Beiträge: 1496
Registriert: Sa 11. Jun 2011, 11:30
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Rocomotion
Gleise: Roco Bettungsgleis
Wohnort: Mittelrhein
Alter: 60

Re: Baumbau und Sträucher

#2344

Beitrag von wulfmanjack » Mi 20. Mär 2019, 21:09

Hallo Hubert,

:clap:
Du hast richtig gezupfelt und das nötige Volumen für ein Astwerk erhalten. Also mal im Ernst; bei diesen gelungenen Exemplaren braucht`s keine Fasern mehr.

Mit weiteren Bäumen wirst Du noch bessere Ergebnisse erreichen. Vielmehr ist da jetzt eh nicht mehr machbar. Schließlich willst Du ja ganze Wälder produzieren. :redzwinker:
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2345

Beitrag von hubedi » Mi 20. Mär 2019, 22:23

Hallo zusammen,

ich muss dem linken Bäumchen schon Mut zusprechen ... es bekommt langsam Minderwertigkeitskomplexe ... :D
alex57 hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 21:06
... Beonders macht der Vergleich von "Hauch von nix" und das spätere Ergebnis deutlich, das Alles was mehr als "Hauch von nix" einfach zu viel ist ...
@Alex
Dieser Vergleich hat mich auch überrascht. Nach dem Aufkleben der Wolle war aus manchen Perspektiven kein Astwerk zu sehen. Nach dem ersten Belaubungsdurchgang staunte ich, wo die ganzen Fussel plötzlich herkamen. Diesen Effekt habe ich bislang einfach unterschätzt und somit zuviel Trägernaterial aufgebracht.

@Wolfgang
Luft nach oben ist immer ... aber um ganze Wälder aufzuforsten kann ich diesen Aufwand sicher nicht durchhalten. Wie ich in Lahnstein bereits festgestellt habe, halte ich das für meine Anlage für übertrieben und unnötig. Da werde ich mir rationellere Methoden einfallen lassen. Waldbäume sind sowieso gänzlich anders geformt als die von allen Seiten von der Sonne verwöhnten Solitärgewächse.

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

Benutzeravatar

Nutri
EuroCity (EC)
Beiträge: 1417
Registriert: Di 12. Mai 2009, 12:18
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: ESU ECOS 1
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Osthessische Rhön
Alter: 56
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2346

Beitrag von Nutri » Do 21. Mär 2019, 10:38

hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 22:23
..
Dieser Vergleich hat mich auch überrascht. Nach dem Aufkleben der Wolle war aus manchen Perspektiven kein Astwerk zu sehen. Nach dem ersten Belaubungsdurchgang staunte ich, wo die ganzen Fussel plötzlich herkamen. Diesen Effekt habe ich bislang einfach unterschätzt und somit zuviel Trägernaterial aufgebracht.
..
Hubert
Servus Hubert,
genau das ist der casus knacksus. Das ist der "Fehler", den ich auch auch immer wieder, und wieder gemacht habe.
So und jetzt nochmal alles Ergebnisse zusammenfassend auf sich wirken lassen und dann klappt es auch mit dem Nachbarn, ähm .. Baumbau, hoff ich doch. Den "abgebrannten" Rohling hab ich ja noch, mal sehen, was draus wird.

Wenn Deine Bäume eine Frau wären, könnte man sich direkt in die verlieben. :oops: :redzwinker:

Grüße
Markus
(alias Rhön-Yeti, alias Nutri)
Hentershausen? Hier geht's lang>
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.(Tucholsky)

Benutzeravatar

KaBeEs246
InterCity (IC)
Beiträge: 562
Registriert: Mi 22. Mär 2017, 20:49
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Gleise: C-Gleis
Wohnort: Ruhrgebiet
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2347

Beitrag von KaBeEs246 » So 24. Mär 2019, 01:08

hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 22:23
Dieser Vergleich hat mich auch überrascht. Nach dem Aufkleben der Wolle war aus manchen Perspektiven kein Astwerk zu sehen. Nach dem ersten Belaubungsdurchgang staunte ich, wo die ganzen Fussel plötzlich herkamen. Diesen Effekt habe ich bislang einfach unterschätzt und somit zuviel Trägernaterial aufgebracht.
Luft nach oben ist immer ... aber um ganze Wälder aufzuforsten kann ich diesen Aufwand sicher nicht durchhalten. Wie ich in Lahnstein bereits festgestellt habe, halte ich das für meine Anlage für übertrieben und unnötig. Da werde ich mir rationellere Methoden einfallen lassen. Waldbäume sind sowieso gänzlich anders geformt als die von allen Seiten von der Sonne verwöhnten Solitärgewächse.
Hallo zusammen,
so ähnlich ging es mir auch bei meinem zweiten Versuch, eine Pyramidenpappel zu basteln. Als ich den "Hauch von fast keiner Filterwatte" rundherum an den obersten Ästen befestigt hatte, kam es mir schon wieder etwas zu dicht vor. Nach unten hin wurde ich dann etwas geiziger und habe das dünn gezupfte Nichts noch einmal auf die doppelte Länge gezogen.
Bild
Aber das ist jetzt auch "nur" eine einzeln stehende Pappel, hinter der sich eine Ecke der Hintergrundkulisse verstecken soll. Wälder werde ich so sicher nicht herstellen. Und aus 40 - 60 cm Betrachtungsentfernung fällt auch die missglückte Rindenstruktur nicht auf. Makroaufnahmen bleiben den Modellbäumen der Champions vorbehalten. Mir reicht es, dass man auf Anhieb die Art des Baumes erkennen kann und es nicht nur ein "Laubbaum" ist. Gut, ist bei einer Pyramidenpappel nicht ganz so schwierig.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans

Benutzeravatar

giesl ejektor
InterCity (IC)
Beiträge: 975
Registriert: Fr 18. Apr 2014, 20:20
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: N analog H0 digital
Gleise: PIKO A + Minitrix
Wohnort: Westerwald
Alter: 53
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2348

Beitrag von giesl ejektor » So 24. Mär 2019, 20:56

hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 18:54

zunächst ein Dankeschön an Wolfgang und Alex für Eure Tipps. Ich habe die Grasfasern im ersten Versuch weggelassen und wollte wirklich am "Rande des Nichts" arbeiten. Das ist dabei herausgekommen:

Bild
Hallo Hubert,

eigentlich zu schade, das auf diesen filigranen Hauch von Watte jetzt noch Laub soll :redzwinker:
Wahnsinn, dieser Hauch von nichts, ich habe bisher nur mit Belaubungsvlies von Heki bei Laubbäumen gearbeitet bzw. mit Laub von Noch.
Das Heki Vlies verliert aber das meiste Laub, hier ist wohl die Klebung nicht die Beste. Das Noch Laub ist wie ja schon öfter berichtet, doch eher zu groß. Deine Weizenkleie ist aber wirklich fein und wirkt in der Kombination mit dem Turf sehr gut.
hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 18:54
Bild

Hier und da muss ich noch ein paar Fussel wegschneiden aber ich denke, so langsam geht mein Baumbau nicht zuletzt auf Grund Eurer Unterstützung in die richtige Richtung. Was meint Ihr?
Ich finde, Du hast die Methode zum Bau der notwendigen Bäume in Michingen gefunden. Die Bäume sehen aus meiner Sicht sehr gut aus.

Bis bald und viele Grüße


Lutz

Benutzeravatar

Nutri
EuroCity (EC)
Beiträge: 1417
Registriert: Di 12. Mai 2009, 12:18
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: ESU ECOS 1
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Osthessische Rhön
Alter: 56
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2349

Beitrag von Nutri » So 24. Mär 2019, 22:11

giesl ejektor hat geschrieben:
So 24. Mär 2019, 20:56
hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 18:54

zunächst ein Dankeschön an Wolfgang und Alex für Eure Tipps. Ich habe die Grasfasern im ersten Versuch weggelassen und wollte wirklich am "Rande des Nichts" arbeiten. Das ist dabei herausgekommen:

Bild
Hallo Hubert,

eigentlich zu schade, das auf diesen filigranen Hauch von Watte jetzt noch Laub soll :redzwinker:
Wahnsinn, dieser Hauch von nichts, ich habe bisher nur mit Belaubungsvlies von Heki bei Laubbäumen gearbeitet bzw. mit Laub von Noch.
Das Heki Vlies verliert aber das meiste Laub, hier ist wohl die Klebung nicht die Beste. Das Noch Laub ist wie ja schon öfter berichtet, doch eher zu groß. Deine Weizenkleie ist aber wirklich fein und wirkt in der Kombination mit dem Turf sehr gut.
hubedi hat geschrieben:
Mi 20. Mär 2019, 18:54
Bild

Hier und da muss ich noch ein paar Fussel wegschneiden aber ich denke, so langsam geht mein Baumbau nicht zuletzt auf Grund Eurer Unterstützung in die richtige Richtung. Was meint Ihr?
Ich finde, Du hast die Methode zum Bau der notwendigen Bäume in Michingen gefunden. Die Bäume sehen aus meiner Sicht sehr gut aus.

Bis bald und viele Grüße


Lutz
Servus Lutz,
Zeig uns doch mal Deine Bäume. Ich weiß, dass sie gut sind.
Markus
(alias Rhön-Yeti, alias Nutri)
Hentershausen? Hier geht's lang>
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.(Tucholsky)

Benutzeravatar

hubedi
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3759
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 17:57
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Lenz, OpenDCC
Gleise: Selbstbau, Arnold
Wohnort: Südhessen
Alter: 63
Deutschland

Re: Baumbau und Sträucher

#2350

Beitrag von hubedi » Mo 25. Mär 2019, 16:53

Servus zusammen,
giesl ejektor hat geschrieben:
So 24. Mär 2019, 20:56
... ich habe bisher nur mit Belaubungsvlies von Heki bei Laubbäumen gearbeitet bzw. mit Laub von Noch.
Das Heki Vlies verliert aber das meiste Laub, hier ist wohl die Klebung nicht die Beste. Das Noch Laub ist wie ja schon öfter berichtet, doch eher zu groß. Deine Weizenkleie ist aber wirklich fein und wirkt in der Kombination mit dem Turf sehr gut ...
@Lutz
Dein Beitrag hat mich daran erinnert, dass ich ja auch zwei Packungen Belaubungsvlies von Heki herumliegen habe. Also kramte ich das Zeug hervor und versuchte es zu diesem gewissen Hauch auseinander zu zupfen. Hm ... auf meinem Basteltisch sammelte sich bereits mit dem Auspacken eine gehörige Ladung Flocken. Als ich dann genug gezupft hatte, ergab sich dieses Bild:

Bild

Das Nichts breitete sich offensichtlich auch dort aus, wo ich wenigstens etwas Laub behalten wollte. Nach dieser Erfahrung zog ich das Vlies vorsichtiger auseinander. Dennoch hatte ich hinterher ein fast nacktes Trägermaterial und daneben einen Haufen Flocken. Tja, das sah nach einem harten Schicksal für das für richtiges Geld gekaufte Zeug aus.

Kurz vor der Tonne fiel mir dann gerade noch rechtzeitig die Aussage eines gewissen Geheimagenten seiner britischen Majestät ein. Die philosophischen Erkenntnisse dieses Herrn Bond ... James Bond ... werden immer noch in ihrer Bedeutung für den Eisenbahnmodellbau unterschätzt. "Sag niemals nie" heißt es da in einem seiner bekannten Werke ... hm ... einen Versuch ist das Vlies vlt. doch wert.

Also habe ich das Trägermaterial neu belaubt ... natürlich nicht einfach so mit den herunter gerieselten Flocken. Erstens habe ich die Flocken gemahlen und ausgesiebt, so dass ich N-taugliche Größen erhielt. Zweitens sind die Schaumstoffflocken alle gleichförmig eingefärbt was dem Laub m.E. ein totes, wenig natürliches Aussehen verleiht. Ich kombinierte das gesiebte Originalmaterial mit meiner selbst gefärbten Weizenkleie. Der erste Eindruck ... nicht schlecht.

Bild

Hier ist das Trägermaterial beim Bad im Flockenmix zu sehen. Als Kleber sprühte ich eine Mischung aus verdünntem Latex-Bindemittel und einem Tröpfchen Mirasol 2000 auf. Das feine Trägernetz stellte sich als hervorragende Basis heraus. Wo bei der bislang eingesetzten Wolle immer noch störende langgezogene Fäden entstanden, sah das Ergebnis unregelmäßig und irgendwie natürlicher aus.

Bild

Hier liegt das Laub zum Trocknen in einer Plastikschüssel. Nach einer gewissen Zeit fühlen sich die Laubhäufchen etwas steifer an, als das Ausgangsmaterial. Ob das Original vom Hersteller überhaupt Kleber zu sehen bekam ... naja ... es ist ja nicht die Jahreszeit für Spekulatius.

Natürlich brachte ich meine Flockenmatten zur Anlagensonne ... die richtige Sonne wollte sich nicht zeigen. So sieht's unter der LED-Kunstbeleuchtung aus:

Bild

Der Streichholzkopf kuschelte sich jedenfalls genüsslich in den Haufen ...

Bild

Solche Makros sind eine Sache, aber die Wahrheit liegt diesmal weder auf dem Platz noch auf der Anlage. Sie hängt hier am Modellbaum ... und das werde ich testen, wenn die Haufen durchgetrocknet sind. Wenn es klappt, wäre das möglicherweise bei der Massenherstellung eine rationellere Methode als die Wolle. Überfliegerbäume für die Weltliga werden so wohl nicht entstehen, aber so mittelgute, modellwaldtaugliche Gewächse kommen vlt. zustande. Ich werde berichten ...

LG
Hubert
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

Antworten

Zurück zu „Meine Anlage“