Neues aus Bad Grafen-Röthsitz - Segmentanlage Ep. III im Bau

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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catlighter
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Neues aus Bad Grafen-Röthsitz - Segmentanlage Ep. III im Bau

#1

Beitrag von catlighter »

Liebe Stummi's

ich hatte es ja bereits angedroht, nun ist es soweit: Ich stelle mein erstes Anlagenbauprojekt vor! Irgendwie immer nur im Kämmerlein (meine Frau sagt dazu Höhle) zu werkeln ist auf die Dauer langweilig, Man(n) will sich ja auch mal austauschen...

Also zum Thema:
Es handelt sich um die erste Anlage die ich bauen darf. Bisher scheiterte es immer am Platzmangel. Weil der Traum vom eigenen Haus noch nicht in Erfüllung ging und man ja nie weiß, ob man nicht doch noch mal umzieht, wurde es eine Segmentanlage. Dabei war es mir wichtig, den zur Verfügung stehenden Raum von 5,7 x 3 Metern mit Dachschräge möglichst optimal zu nutzen. Naja, eine konseqente Planung mit WinTrack hat es nicht gegeben und ehrlich gesagt bin ich mit der Planung auch noch nicht wirklich fertig. Ich wollte aber beginnen zu bauen und möglichst viele Erfahrungen sammeln.
Wenn ich zum Beispiel den hervorragenden Baubericht von Guido (Meise) betrachte, dann bin ich immer sehr beeindruckt, wie konsequent er alles vorausplant und dann wie nach Plan abarbeitet (oder sieht das nur so aus?).
Ich zum Beispiel sitze/stehe mitunter stundenlang vor meinen Segmenten und versuche mir vorzustellen, wie es am besten aussehen könnte und was ich wie gestalten sollte.
Es gibt noch immer viele weiße Flecken in meinem Kopf und auf dem Anlagenplan.

Also 5,7 m sind nicht wirklich viel Platz für einen Bahnhof, der auch plausibel ein Dampf-BW mit Drehscheibe und Ringlokschuppen beherbergen sollte. Das aber wollte ich haben, nachdem ich die beiden wunderschönen Anlagenberichte "Klassiker der Bundesbahn" von Otto Humbach verschlungen hattte. Der hat ja nun mal doppelt so viel
Platz. Unvernunft nimm deinen Lauf, ich habe es trotzdem riskiert und hoffe das es nicht zu überladen oder gar albern wirkt.

Epoche IIIa ganz früh sollte es sein, vielleicht auch mit der Möglichkeit der einfachen Umgestaltung Epoche II darzustellen(darüber denke ich noch nach).
Ich bin ein Fan dieser "dunklen" Phase, vielleicht weil sie einem so viel erlaubt. Der Bahnhof Bad Röthsitz liegt am Fuße einer Steilrampe einer eingleisigen Hauptstrecke. Dabei hatte ich mir ursprünglich vorgestellt, es handele sich um einen Bahnhof, der im Rahmen der Teilung Deutschlands zu erheblich höherem Verkehrsaufkommen verurteilt wurde,
da eine zweigleisige Hauptbahn quasi abgeschnitten wurde und der Verkehr jetzt umgeleitet werden muß. Vielleicht handelt es sich aber auch nur um einen Trennungsbahnhof einer eingleisigen Hauptbahn. Ich weiß es noch nicht...
Jedenfalls führt am östlichen Ende ein Gleis heraus, am westlichen jedoch zwei Gleise.

Gleis-Technisch sind bereits die beiden Bahnhofssegmente Ost und West mit jeweils 200 x 80 cm fertiggestellt, sowie die beiden anschließenden Ecksegmente mit den Bögen. Auch ein 100 x 100 cm großes Gleiswendelsegment ist fertig, jedoch für meinen Geschmack zu steil. Es war halt eins, wie es diverse Anbieter als Holzbausatz so anbieten. Das werde ich nochmal auftrennen(müssen).

Gefahren wird auf K-Gleis (sichtbarer Bereich) und C-Gleis im verdeckten Teil. Alles was sich außer den Lokomotiven noch bewegt wird mittels Servo angetrieben. Gesteuert wird digital mit der guten alten CS1, irgendwann mal mit ESU-Update. Ein wichtiges Ziel war, das die Segmente mit nicht mehr als 4 Kabeln verbunden werden können. Dazu war es notwendig alle Servo- und Licht-Decoder auf dem jeweiligen Segment unterzubringen, eventuell auch einmal einen Decoder nicht ganz auszulasten. So habe ich tatsächlich nur ein kräftiges Kabelpaar für den Bahnstrom und eines für die Versorgungsspannung.
Alle Gleise sind elektrisch mittels angelötetem Kabelpaar an den Masterbahnstrom angeschlossen. Das macht zwar anfänglich etwas mehr Arbeit, aber ich erhoffe mir dadurch einen dauerhaften, störungsfreien Fahrspaß.

Ohne mit der ganzen Elektrik und Servo-Verkabelung fertig zu sein habe ich mir nun mal das östliche Bahnhofsegment zum Schottern und Gestalten vorgenommen.

Davon mal ein paar Impressionen:

Bild
Das östliche Bahnhofs-Vorfeld :wink:

Bild
Segment-Ost in einer frühen Aufbau-Phase

Bild
Segment-Ost in der Totale

Bild
es wird geschottert

Bild
Die zwei 2275er nachgearbeitet und geschottert. Diejenige im Vordergrund ist bereits per Airbrush patiniert, einschließlich Schotterkörper. Nach Abschluß der Patinierung werden Pukos und Gleisprofil letztmalig gesäubert. Dafür verwende ich RocoRubber bzw. einen mit feinem Schmirgelpapier beklebten Schleifer.

Bild
Das erste Grün! Ich konnte nicht wiederstehen einmal ein gekauftes Büschel zu setzen. Die nächsten werde ich selber machen... Auch hier fehlt noch die letzte Airbrushbehandlung.



Ich hoffe es gefällt, regt an, oder macht Lust auf mehr...
Schon jetzt Danke für Euer Feedback -- Viele Grüße
Kai
Zuletzt geändert von catlighter am Mo 14. Sep 2009, 20:28, insgesamt 2-mal geändert.

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Morzi
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#2

Beitrag von Morzi »

Hi!

Schaut ja mal gar nicht so schlecht aus! Mach nur so weiter!

P.S.: ich würd mich freuen, wenn ich deine 5,70 m zuhause hätte!


Grüße
Martin

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JoMä
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#3

Beitrag von JoMä »

Hallo,

sieht super aus. Viel Glück bei dem restlichen Bau!

MFG
LG vom Joey ;)
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civian
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#4

Beitrag von civian »

schöne Bilder und interessantes Anlagenthema... hast Du vielleicht nen Gleisplan zum Anschauen?

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catlighter
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#5

Beitrag von catlighter »

Danke für die aufmunternden Worte!!

@Martin
Ich hab quasi 40 Jahre darauf warten müssen :lol: Aber 5,7 m sind bei Verwendung schlanker Weichen nicht wirklich viel...

@Jo
Ja danke, bisher hatte ich immer die erfoderliche Portion Glück. Ich werde berichten...

@civian
Die Anlage ist ja noch nicht vollständig durchgeplant. Für den Bahnhof habe ich mit einem einfachen Programm (nicht WinTrack) mal einen Plan gemacht. Aber auch der stimmt heute nicht mehr ganz mit der Wirklichkeit überein. Das BW in der dargestellten Form musst Du Dir wegdenken, das wird anders aussehen...

Bild

Viele Grüße
Kai
Zuletzt geändert von catlighter am Mo 14. Sep 2009, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.

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JoMä
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#6

Beitrag von JoMä »

Hallo Kai,

mir gefällt dein Plan sehr gut!

Wenn du das C-Gleis verwendet hättest, hättest du noch weniger Platz, da dort die schlanken Weichen mehr Platz verbrauchen.

MfG
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catlighter
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#7

Beitrag von catlighter »

Ja Jo,

viel mehr Platz, weil ich ja auch keine schlanke DKW zur Verfügung gehabt hätte. Das war mit ein Grund mich trotz der antiquierten Profilhöhe für das K-Gleis zu entscheiden. So schlecht sieht es trotz der 40-Jahre, die es mittlerweile auf dem Buckel hat, gar nicht aus. Immer vorausgesetzt es ist gut farblich behandelt und geschottert. Cornberg aus der Ruhmeshalle ist ja ein schönes Beispiel dafür.

Gruß Kai


Seba1078
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Re: Neues aus Bad Grafen-Röthsitz

#8

Beitrag von Seba1078 »

Hallo Kai,

gefällt mir sehr gut was du da bis jetzt gebaut hast!!!

catlighter hat geschrieben:
Nach Abschluß der Patinierung werden Pukos und Gleisprofil letztmalig gesäubert. Dafür verwende ich RocoRubber bzw. einen mit feinem Schmirgelpapier beklebten Schleifer.

... nur ob das mit dem Schmirgelpapier so eine gute Idee ist weiss ich nicht!?

Gruss Sebastian

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bjb
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#9

Beitrag von bjb »

Hallo Kai,

die Pukos solltest Du auf alle Fälle gleich nach dem bemahlen mit einem Tuch wieder säubern, von einer späteren Behandlung mit Schleifpapier würd ich auch abraten. Es könnten dabei kleine Riefen entstehen in denen sich dann immer wieder dreck absetzen kann.

Also mein Tipp, gleich nach der Farbbehandlung Schienenoberkanten und Pukos mit altem Lappen oder T-Shirt von der Farbe befreien.

Mit weichgesäuberten Grüßen
BJB

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#10

Beitrag von catlighter »

Hallo Sebastian und bjb,

die Diskussion um Riefen/Aufrauhen der Oberflächen ist ja nicht neu. Grundsätzlich habt ihr sicher Recht. Ich mache mir aber eigentlich keine Sorgen. Die Pukos werden mit 1000er Naßschleifpapier quasi nur abgezogen. Man muß da schon sehr vorsichtig sein. Natürlich hoffe ich es nicht zu bereuen. Einige Pukos in der Abstell-/Gütergruppe rosten übrigens gerade etwas vor sich hin. Offensichtlich hat der Schotterkleber mit dem feinen Drainagematerial von Asoa reagiert. :evil: Es ist auffällig, das es nur dort passiert, wo das feine Material auf den Schwellen liegt.

Die Schienprofile selbst könnte man natürlich auch gleich abwischen. Da ich aber mit mehreren verschiedenen Farbaufträgen arbeite, ist mir das zuviel Aufwand. Der Vorteil ist ja nun mal, das Mä echte Stahlprofile verwendet. Die sind doch deutlich härter als Neusilber oder gar Messing. Ich hatte ein 20 Jahre dauerndes Intermezzo in der 2-Leiter Welt und kann davon ein kleines Lied singen.

Mal sehen ob ich heute zum letzten Airbrushen komme, will endlich mal wieder etwas fahren sehen...

Jetzt aber erstmal an die frische Luft!

Gruß Kai

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bjb
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#11

Beitrag von bjb »

Hallo Kai,

bei 1000er Schleifpapier sollte es natürlich keine Probleme geben, viele bezeichnen ja feines Schleifpapier schon mit einer Körnung <250 als fein und da wäre ich dann vorsichtig.

Wünsch Dir weiterhin einen guten Aufbau.

Mit superfeinschliff Grüßen
BJB

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catlighter
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#12

Beitrag von catlighter »

Hallo BJB,

vielen Dank, du wirst es hier verfolgen können. Wenn es nur annähernd so schön :oops: wird wie das, was Du hier vorgestellt hast :shock:

...dann werde ich sehr zufrieden mit mir sein :D

Schönen Sonntag noch
Kai

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Udo Nitzsche
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#13

Beitrag von Udo Nitzsche »

catlighter hat geschrieben:viel mehr Platz, weil ich ja auch keine schlanke DKW zur Verfügung gehabt hätte. Das war mit ein Grund mich trotz der antiquierten Profilhöhe für das K-Gleis zu entscheiden. So schlecht sieht es trotz der 40-Jahre, die es mittlerweile auf dem Buckel hat, gar nicht aus. Immer vorausgesetzt es ist gut farblich behandelt und geschottert. Cornberg aus der Ruhmeshalle ist ja ein schönes Beispiel dafür.
Hallo Kai,

das mit dem unvollständigem C-Gleis-Sortiment und das beim K-Gleis vorhandene Flexgleis waren für mich auch die Hauptgründe, weiterhin auf das K-Gleis zu bauen. Und auch bei der farblichen Nachbehandlung sitmme ich Dir zu. Im Gesamteindruck fällt dann das hohe Profil nicht mehr so arg auf.

Tolle Anlage, die Du da baust, auch wenn der Bahnhof so "schnurgerade" ein bisschen starr wirkt - zumindest laut Plan... Eine leicht geschwungene Form wäre aus meiner Sicht etwas "spannender".

Super finde ich übrigens auch die Nachbildung der mechanischen Seilzugkanäle für die Weichen- und Signalbetätigung. Man sieht gleich, hier ist ein Fachmann am Werk! :wink:

Ich versuche das auf meiner Anlage auch weitgehend umzusetzen - wenn das Weinert-Zeugs nur nicht so teuer wäre...

Mach weiter so! Ich bin schon gespannt auf mehr Bilder!
Gruß aus Berlin
Udo

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#14

Beitrag von catlighter »

Hallo Udo,

danke für die Blumen - ich verfolge ja Deinen Baubericht mit dem gleichen Interesse. Die Arkadenkonstruktion und den Abzweig als Thema - sehr schön und spannend.

Du hast recht, der Bahnhof ist recht gerade. Da er jedoch, bedingt durch die Segmentierung in der Mitte, teilbar sein musste, wollte ich mir am Anfang nicht unnötig viele Probleme mit den Gleisübergängen einhandeln. Mittlerweile habe ich einige Erfahrungen gesammelt und traue mir auch beliebige Winkel zu. Zu spät - es ist ja auch ein Erstlingswerk :)

Die Seilzugkanäle, naja Fachmann - ich hab halt die 2 Bände von S.Carstens gelesen. Er schreibt ja letztlich auch, es hätte beim Vorbild so gut wie alles gegeben 8).

Übrigens, von Weinert habe ich nur einmal die Kanäle, die Umlenkkästen und die Rollenkästen gekauft. Danach habe ich mir mit Abformsilikon mehrere Formen erstellt und gieße jetzt enGros mit Resinharz. Wenn mal ein Teil nicht so schön wird (Blässcheneinschlüsse) wirft man es halt weg.

Demnächst kommen neue Bilder, wenn ich mich doch nur mit dem Fotografieren leichter täte...

Viele Grüße
Kai

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Udo Nitzsche
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#15

Beitrag von Udo Nitzsche »

catlighter hat geschrieben:Die Seilzugkanäle, naja Fachmann - ich hab halt die 2 Bände von S.Carstens gelesen. Er schreibt ja letztlich auch, es hätte beim Vorbild so gut wie alles gegeben 8).
Das habe ich auch, nachdem ich das bei mehreren Anlagen gesehen hatte. Solche Details verfeinern und vervollständigen das Gesamtbild.
catlighter hat geschrieben: Übrigens, von Weinert habe ich nur einmal die Kanäle, die Umlenkkästen und die Rollenkästen gekauft. Danach habe ich mir mit Abformsilikon mehrere Formen erstellt und gieße jetzt enGros mit Resinharz. Wenn mal ein Teil nicht so schön wird (Blässcheneinschlüsse) wirft man es halt weg.
Gute Idee... Wie macht man so etwas? (Gerne per PN)
Gruß aus Berlin
Udo

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#16

Beitrag von DOBI »

Hallo Kai

Erst mal muß ich sagen, sieht super aus, was du da produzierst.
Da mußt du dich wirklich nicht in deiner "Höhle" verstecken, das kann man schon herzeigen! Ist eben der Vorteil von Modulen, daß man schneller was ansehnliches aufbauen kann. Bei mir liegen erst mal haufenweise die Gleise auf der Platte.

Nachdem ich da auf dem ersten Foto ein paar Ro*-Schachteln liegen sehe,
noch eine andere Sache. Ich bin seit einiger Zeit am überlegen, meine M*-Anlage auch mit dem einen oder anderen Ro*-Wagen zu ergänzen (haben ja teilweise recht nette Sachen)
Wie sind deine Erfahrungen? Tauscht du die Radsätze, machen die Wagen z.B. an den Weichen Probleme (habe hauptsächlich M-Gleis) und wie ist das mit den Kupplungen (habe ganz ordinäre M*-Standard-Kupplungen)?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Gruß
Oliver

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catlighter
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#17

Beitrag von catlighter »

Hallo Oliver,

Vielen Dank!
Zu Deiner Frage:
Das kann man glaube ich nicht so pauschal beantworten. Zu meiner M-Gleis Zeit (5. bis 18. Lebensjahr) habe ich mit den Problemen des Entgleisens von Fremdmaterial auf den Weichen leben müssen. Vor allem Wagen mit langen Radständen und Drehgestellen liefen ohne Tauschradsätze nicht gut. Roco-Material war zu dieser Zeit noch ganz neu, vormals ja Röwa. Ich hatte eine auf Dreileiter umgebaute Br 58 und nur wenige Roco-Wagen. Das meiste war damals Piko oder Märklin.

Ich hab dann alles verschleudert und mit Roco/Fleischmann/Piko auf Roco, später RocoLine neu angefangen und aus dieser Zeit einen immensen Fuhrpark angesammelt (daher die Kartons :roll:). Vor einigen wenigen Jahren, ich glaub 2005 war's, begann ich erneut mit Märklin C- und K-Gleis. Vieles von meinem Roco-Rollmaterial hat diese Gleise noch nie gesehen. Das was bisher mal rollen durfte benimmt sich auf den schlanken K-Weichen ganz vorbildlich. Einige Liliput-Wagen zicken aber schon. Im Zweifelsfall werden eben die Achsen getauscht. Ein guter Händler wird dir das beim Neukauf kostenfrei anbieten.
Zu den Kupplungen: Die Roco Universal ist sowieso um Längen besser als die KK von Märklin und zudem sehr gut kompatibel. Umfangreicher Fahrversuche auch auf der Wendel stehen aber noch aus...

Ich würd mir da echt keine Gedanken machen!

Gruß Kai


DOBI
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#18

Beitrag von DOBI »

Hallo Kai

Danke für die umfassende Antwort.
Mal sehen, wann der erste Roco-Wagen bei mir fährt.
Das mit dem Radsatztauschen ist auf jeden Fall noch eine Möglichkeit.

Mit Grüssen aus Niederbayern
Oliver

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Udo Nitzsche
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#19

Beitrag von Udo Nitzsche »

Hallo Oliver,

ich kann Kais Aussagen nur bestätigen.

Zweiachsige Wagen machen auch auf M-Gleis mit NEM-Radsätzen weniger Probleme (wenn der Achsstand nicht zu groß ist). Drehgestellwagen sind da kritischer, wobei meine Erfahrung mich lehrte, dass die Probleme mit Drehzapfenabstandslänge wuchsen.

Wenn es gar nicht geht, hilft nur der Radsatztausch. Bei neu gekauften Wagen habe ich immer drauf bestanden - bei Roco und Fleischmann gab es dann mal als kostenlosen Service beim Neukauf.
Gruß aus Berlin
Udo

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#20

Beitrag von DOBI »

Hallo Udo

Danke für deine Nachricht.
Offensichtlich gilt auch hier wieder "Probieren geht über studieren".
Auf ein paar Fl*-wagen wäre ich nämlich auch scharf. Bin zwar mit meinem Mä*-Rollmaterial zufrieden, aber das Problem kennt ja jeder, ein paar bestimmte Wagen, die man gerne hätte, hat der Haus-und-Hof-Hersteller eben nicht im Programm. Gerade so schöne altmodische preußische D-Zug-Wagen im DB-Outfit würden meiner Ep3/4 Anlage schon gut stehen.
Als guter Kunde wäre der Achsentausch bei meinem Händler auf jeden Fall eine Möglichkeit, werde das mal im Hinterkopf behalten, hat ja Kai auch schon angeregt.

Mit Grüssen aus Niederbayern
Oliver

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#21

Beitrag von catlighter »

Wie versprochen ein paar neue Bilder...

Mit meinen fotografischen Möglichkeiten komme ich noch nicht ganz zurecht. Eigentlich machte die Powershot 530 immer ganz gute Bilder, aber das war im Urlaub und draußen :oops:

Aber der Baufortschritt wird ja ganz gut dokumentiert.


Bild

Alles ist nun eingeschottert und weitgehend farblich behandelt. Einige farbliche Details fehlen aber noch. Derzeit sind die Bahnsteige und Nebenflächen dran.

Bild

Es ist schon wieder etwas Fahrbetrieb möglich :D



sonntägliche Grüße
Kai
Zuletzt geändert von catlighter am Mo 14. Sep 2009, 20:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Udo Nitzsche
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#22

Beitrag von Udo Nitzsche »

Hallo Kai,

was verwendest Du denn zwischen den etwas weiter auseinanderliegenden Parallelgleisen für ein "Streumaterial" (im letzten Bild vorn und neben dem Bahnsteigende)?

Aber auch in der Detailaufnahme mit dem "ersten Grün" ist mir das schon positiv aufgefallen.
Gruß aus Berlin
Udo

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#23

Beitrag von catlighter »

Hallo Udo,

manch einer nimmt ja gesiebte Erde -- etwas anderes dürfte das Drainagematerial 1298 von ASOA auch nicht sein. Das Problem ist für den Privatmann an die feinen Siebe zu kommen, um ein solches Gemisch selbst herzustellen. Zwar sind die 200 ml von ASOA nicht ganz preiswert, aber doch recht ergiebig. Das bisher verwendete Material entspricht etwa 10 - 15 ml.

Dazu kommen dann noch die Kremer Pigmente, ebenfalls von Holl/ASOA. Die lassen sich herrlich mit einem weichen Pinsel verteilen, verreiben und schlimmstenfalls auch wieder abwaschen, absaugen. Teile des Gleiskörpers, das Stellwerk und der rechte Bahnsteig sind damit patiniert.

Für mich als Anfänger war es erstaunlich, wie leicht man damit ganz brauchbare Ergebnisse erzielen kann.

Gruß Kai

PS: Die Anleitung zum Formenabguß werde ich wohl doch hier einstellen, aber erst im Laufe der Woche!


Helmi
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#24

Beitrag von Helmi »

Sieht super aus! Klasse!!!!! Freue mich auf mehr.

Gruss
Helmi

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es geht weiter...

#25

Beitrag von catlighter »

soooo jetzet (wie man in Teilen des Ländle's so sagt)

also liebe Stummis,

ich war die letzten, nicht wirklich ernst zu nehmenden Sommertage etwas umtriebig :)

Der Bahnhof steht, ist in den Bahnsteig einzementiert (gegipst) und farblich gealtert, sowie beleuchtet. Vorhin habe ich mal ein paar Probeaufnahmen gemacht. Für Freihand 1/4 sek. Belichtung ganz schön scharf 8).

Bild

Bild

Das ganze nur mal als Appetizer. Der Bahnsteig leuchtet zu weiß, da kommt noch der gelbe Lackstift zum Einsatz. Er ist sowieso nur zur Probe gestellt.

In Kürze weiteres Material...

Gruß Kai

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