Hampstedt an der Ostsee

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Waldkobold
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#801

Beitrag von Waldkobold »

Guten Morgen Horst,


Gegenbesuch, ich habe Deinen Trööd mal kurz überflogen, das nachlesen dauert etwas länger, schaff ich jetzt nicht schnell, ne Stunde nach dem wach werden und Frühstück :lol:

Muss sagen die Idee mit der Freilichtbühne :gfm: Die vorherige Version mit den Häusern, passte irgend wie nicht in diesen Bereich. Ich denke auch, das der ganze Bereich mit der Geländegestaltung jetzt etwas stimmiger aussieht. Ach und wie war das, 350 Preiserlein, na dann viel Spaß :redzwinker:

schönen Sonntag noch

Gruß Andre´


Hier geht es zu meiner Baustelle

viewtopic.php?f=15&t=124332

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histor
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#802

Beitrag von histor »

Danke für euren Besuch im Seebad Hampstedt.

@ Erich: Augen malen? Das muss ein Tag sein mit einer ganz ruhigen Hand. Vor 20 Jahren habe ich meinen "oben ohne" Badenixen die Nippel markiert - da lernte ich meine maltechnischen Grenzen kennen. Aber versuchen kann man es ja mal. Die Hunde sind von Noch. Auch hier stößt die Neubemalung an individuelle Grenzen. :lol:

@ Matthias: Das Industriegebiet franst irgendwann aus und verzahnt sich mit Wohnungsgebieten. Ist natürlich eher Arbeitergegend - obwohl dort auch das Fischbistro mit einem Michelin-Stern steht. Der Verein "Falke 04" ist natürlich auch Arbeiterfußball - Verbandsliga oder so. Bin noch nicht dazu gekommen, die beiden Mannschaften und ein paar Zuschauer aufzustellen. Bestimmt 300 Preiserchen liegen noch in der Schachtel und wollen frei gelassen werden. Die werden vorher aber maltechnisch noch upgedated. Vorher ist aber weitere Elektrfizierung angesagt.

Der Kater sieht auf dem Photo eigentlich ziemlich arrogant aus - ist aber sonst ein lieber Kerl und bald 9 Jahre hier. Seine Webseite ist http://www.ziggie.de

@ André: Lass dir Zeit - der Trööt läuft ja nicht weg. In der Tat hat mich der Kalkberg von Anfang an gestört und endlich habe ich mich entschlossen, ihn abzureißen. Zuschauer beim "open air" werden nur ein paar sein - eben die, die bei der Probe zusehen. Bin gerade bei der Planung der Bühnenbeleuchtung und suche seit Tagen die weißen Leuchtdioden, die ich vor Jahren mal gekauft habe. Klar, wenn ich neue kaufe, dann finden sich die alten wieder an.

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histor
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#803

Beitrag von histor »

Bekanntlich liegt Hampstedt auf einer kleinen Insel vor der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Inzwischen hat sich ergeben, dass Hampstedt nicht direkt an der Bahnlinie Hamburg- Lübeck - Kopenhagen oder Berlin - Lübeck - Kiel - Flensburg liegen soll, sondern dass diese Bahn auf dem Festland nur nahe an Hampstedt vorbei geht - der Bahnhof "Hampstedt" hat zwar D-Zug-Niveau, liegt aber von der Altstadt entfernt. Kann aber egal sein, weil man ihn auf der Modellbahn-Anlage ohnehin nicht mehr sieht.

Hampstedt (auf der Insel) ist aber durch eine elektrifizierte Verbindungsbahn angeschlossen - die HVB. Betrieben wird sie mit gebrauchten ET 85 und wie schon bisher mit echtem Oberleitungsbetrieb. Zusätzlich gibt es ein bischen Güterverkehr mit einer kleinen Elektrolok. Die Strecke muss man sich etwa so vorstellen
Bild

Das, was orange markiert ist, wird auf der Anlage dargestellt, beides L-förmige Segmente, der jeweils lange Schenkel etwa 8,50 m und der kurze etwa 5,00 m. Zwischen Vrumpke und Fischhafen läuft nach wie vor die Strandallee, über die in diesem Thread ja schon am Anfang berichtet wurde. Von Hampstedt-Altstadt bis Fischhafen kann die Bahn immerhin so um 22 m fahren.

Bild
Der Bahnhof Hampstedt-Altstadt im Überblick. Die braun gezeichneten Geise dienen dem Güterverkehr. Zu den Abstellgleisen können die Züge von Gleis 1 und 2 fahren, von Gleis 3 geht es zur Strecke und wieder zurück. Gleise sind Roco-line und Weichen die 10° Version. Gesteuert werden die Weichen 1 bis 7 und die Signale A bis E durch einen Arduino Mega.

Die Strecke geht dann eingleisig bis Vrumpke mit Ausweiche bei Margaretenhöhe und von Vrumpke bis zum Fischhafen ist sie zweigleisig gleich hinter der Strandallee. Beim Fischhafen verzweigt sich die zweigleisige Strecke wieder in zwei eingleisige Abschnitte - das Personengleis zum Hampstedter Bahnhof und das Gütergleis zum Güterbahnhof.

Bild
Diese drei Signale und vier Weichen steuert der kleinere Arduino Uno, dessen Programm bereits fertig ist. Die Haltestelle ist hier eingleisig, damit es nicht auffällt, dass der Zug längere Zeit herumsteht, bis er wieder nach Hampstedt-Altstadt zurück fährt.

Die Hampstedter Verbindungsbahn läuft hier auf einem Mauerviadukt. Nach rechts schließt sich auf tieferem Niveau der Fischhafen an, der von seinem bisherigen Platz an der Strandallee hierhin verlagert wird. Dieser Anlagenteil wird mit normalem 2-Leiter Gleichstrom betrieben und ist elektrisch unabhängig von der Verbindungsbahn. Dort fahren die 74er, 78er und 82er Dampfloks und ein paar kleine Dieselloks

Bild
An Fahrzeugen auf der Verbindungsbahn gibt es wie bisher zwei ET 85 mit je zwei Beiwagen, eine elektrifizierte Diesellok mit 3 Abteilwagen und dann eben etwas Güterverkehr. Zum Rangieren langen die Gleise 8 und 9. Hier hat sich auch noch das Flügelsignal "D" erhalten - alles andere sind Lichtsignale.

Man muss ehrlich zugeben, dass weniger oft mehr sein kann. So wird der Raum aufgeräumter und der Verdrahratungsaufwand geringer. Auch die Frage, wohin mit dem nachträglichem Schattenbahnhof, erübrigt sich jetzt.

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pollotrain
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#804

Beitrag von pollotrain »

Moin moin Horst :wink:

Schön mal wieder etwas von Dir zu hören, :gfm:
Auch Dein Vorhaben :gfm:
Ich werde weiter am Ball bleiben.
Gruß Thomas 8)

GKB
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Rummelplatz
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histor
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#805

Beitrag von histor »

Hallo Thomas,
wichtig war mir die Verringerung der ganzen Schalterei - daher die beiden Arduinos. Und der Raum sah doch sehr voll aus mit der Extra-Zunge für das Industriegebiet. Der Verzicht auf lange Personenzüge war allerdings nicht einfach - aber irgendwann muss man einen Schnitt machen und sich überlegen, was man wirklich will - eine Anlage, die zu viel fordert oder eine schnuckelige kleine Bahn, die man vielleicht doch noch fertig bekommt.

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N Bahnwurfn
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#806

Beitrag von N Bahnwurfn »

Hallo Horst,

schön das du wieder online bist. :D
histor hat geschrieben:
Di 25. Jul 2017, 13:45
aber irgendwann muss man einen Schnitt machen und sich überlegen, was man wirklich will - eine Anlage, die zu viel fordert oder eine schnuckelige kleine Bahn, die man vielleicht doch noch fertig bekommt.
Diese Entscheidung wird irgend wann sicher auch auf mich zukommen. :roll:

Auf jeden Fall ist auch bei deiner neuen Planung wieder Wasser im Spiel und das :gfm: :mrgreen:


MfG Peter


Djian
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#807

Beitrag von Djian »

Moin Horst,

das mit der kleinen schnuckeligen Bahn macht Sinn. Die will ja auch erstmal fertig werden (so fertig, wie eine Modellbahn halt werden kann). Anbauen kann man dann immer noch.
Gleich auf schiere Größe zu setzen, daran verheben sich viele. Dann folgt zumeist der Abriss. Beispiele dafür finden sich hier im Forum genügend.
Insofern ist mir die Reduktion auf das dem jeweiligen Modellbahner Wesentliche sehr sympathisch. Man kann dann ja so machen, dass die Option auf ein "mehr" immer noch gegeben ist und sich ohne große kosmetische Eingriffe bewerkstelligen lässt.

Außerdem finde ich es schön, dass du von Zeit zu Zeit immer wieder von dir hören/ lesen lässt.

Schöne Grüße aus der Nähe von Klettkamp :redzwinker:
Matthias
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Sagau: Ländliches an der Magistrale http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=139007

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#808

Beitrag von histor »

Hallo Peter und Matthias,
danke für eure Ermutigung. Sicher - man ist immer versucht, die Möglichkeiten des Raumes bis zum letzten auszunutzen. Denn da könnte noch dies ... und da noch jenes... Man merkt aber doch in einem bestimmten Alter, dass die Dinge nicht mehr so leicht von der Hand gehen. Da muss man dann seine Grenzen akzeptieren. Es soll ja Spass machen und nicht zu einer inneren Arbeitsaufforderung werden und in Stress ausarten.

Was mich immer faszinierte, waren lange Fahrstrecken. Die kleine Vorortsbahn hat ja schon jetzt ihre 11 m. So übernimmt sie auf der Westseite der Anlage hinter der Strandallee die Strecke der Eisenbahn - muss allerdings dort noch elektrifiziert werden. Auch der Fischhafen bleibt ja und eine Reihe von Güterwagen zum Rangieren und dafür die 74-er, 78-er und 82-er Dampfloks. Das sind dann aber alles Übergabezüge vom Rangierbahnhof Hampstedt, der sich gedachtermaßen "außerhalb" befindet.

Was verschwindet sind die langen Loks wie 01, 17, 23, 39 und 41 und die drei Schleswig-Holstein-Diesel 215 / 218 und natürlich eine Menge Personenwagen. Das Bahnbetriebswerk mit Drehscheibe entfällt. Die 17 fand ich allerdinhgs immer sehr schön. Aber sie hat eben hin Hampstedt keine Aufgabe mehr. Dadurch kann die Anlage deutlich schmaler werden und doch alle Häuser plaziert werden, die vorhanden sind. Auch der Sportplatz bleibt erhalten. Dabei - oh Wunder - gibt es auch den Boule-Platz, denn nach monatelangem Warten konnte mein Sohn die Preiser-Boulespieler nun doch bekommen.

Ein paar Tage muss ich nun aber doch noch mit dem Teil-Abriss warten, denn am Dienstag hat sich der Bekannte eines Bekannten angesagt, der sich das alles noch einmal ansehen will. Bis dahin sind auch noch eine Menge Zeichnungen zu machen.

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#809

Beitrag von histor »

Und dieses Mal - ich schwöre es - beginne ich wirklich unten, nämlich mit dem Schattenbahnhof für die Fischhafen. Er hat vier Gleise für vier Güterzüge, die abwechselnd über eine Rampe und ein Kehrgleis in den Fischhafen geschoben werden. Daher ist die Lok immer rechts. Nebenbei können vier Lokomotiven auf der rechten Seite abgestellt werden. Gafahren wird analog und mit Gleichstrom und Abschaltstrecken.
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Darüber liegt dann der Fischhafen und natürlich mit dem Getränkegrosshandel Petersen. Der Kohlebansen und Kohlekran vom ehemaligen Bahnbetriebswerk findet ebenfalls seinen Platz am Hafen für den örtlichen Kohleumschlag. Die Übergabelok stellt den Zug ein und holt die in Gleis 6 bereitgestellten Wagen wieder ab. Dann macht die Verschiebelok - eine 74 oder V100 - ihre Arbeit. Der "Hosenträger" oben rechts ist Teil der alten S-Bahn-Gleise und von ROCO.

Die ganze Sache ist etwa 50 cm "tief" und bis zur Kurve in den Untergrund 4,500 m breit, so dass man überall gut ankommen kann. Hier nutze ich das vorhandene Gleismaterial - also zumeist PIKO-A-Weichen.
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#810

Beitrag von histor »

Inzwischen sind auch die Gehäuse für die Arduinos gekommen - zweimal das Gehäuse für den Arduino Mega. Der kleinere Arduino Uno (blaues Schild) passt wunderbar und passgenau hinein. Der Arduino Mega (weisses Schild) - für den das Gehäuse eigentlich gedacht war - würde auch hineinpassen, wenn er nicht mit einer Unterplatte geliefert worden wäre, die ich mich nicht zu entfernen traue. So musste man eben ein wenig tricksen. Gut, dass noch längere 2mm Schrauben vorhanden waren. Ansonsten sehr schöne Gehäuse. Man ist da doch etwas unbefangener beim anfassen der kleinen Zwerge.
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Re: Hampstedt an der Ostsee

#811

Beitrag von histor »

Neben der ganzen Arduino-Peripherie heißt es auch: SPOT ON! Es geht um die Blinkschaltungen für den Leuchtturm und die Bühne im Freilichttheater. Diese Prototypen dienten zum Test
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Rechts zwei Schaltungen - erkennbar als astabile Multivibratoren - für die Effekte der Bühnenbeleuchtung. Kondensatoren sind immer 100 µF, aber die Widerstände der einen Einheit 100 KOhm und der anderen 50 KOhm. Offensichtlich synchronisieren sich beide Einheiten auch gegenseitig, da die Kondensatoren wohl auch Einflüsse nicht nur auf die "eigene" Schaltung ausüben, sondern auch auf die andere. Jedenfaslls schalten die 100er nach 2 Phasen der 50er um, so dass eine feste Taktfolge entsteht, wobei die mit 50 KOhm doppelt so schnell wechseln wie die mit 100 KOhm Widerstand. Dieses Phänomen hat mich in gewisser Weise überrascht, da ich annahm, dass durch die Bauteiledifferenz der Takt beider Blinkschaltungen auseinander äuft. Transistor ist BC337.

Links mit der leuchtenden grüben Diode ist die Schaltung für den Leuchtturm. Man kann mit einem astabilen Multivibrator durchaus unterschiedliche Blinkzeiten von 1 zu 8 errreichen, denn später soll er 12 Sekunden weißes "Dauerlicht" zeigen (statt der grünen Testdiode) und dann 1,5 Sekunden eine rote Kennung. Die beiden Potentiometer dienen bisher als Test, wie weit man den Unterschied der Bauteibemessung ausweiten kann, denn grenzenlos geht es natürlich nicht. Später werden die Potentiometer durch feste Widerstände ersetzt. Kondensatoren hier 100 und 220 µF, Widerstände 22 KOhm und etwa 90 KOhm. Geht man noch höher auf z.B. 120 KOhm schaltet der abhängige Transistor nicht mehr korrekt durch und die rote LED zuckelt nur kurz und leuchtet nicht.

Weitere Effektschaltungen für die Bühne können dann mit dem NE555 realisiert werden, der allerdings nur mit 100 mA belastbar ist.

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#812

Beitrag von histor »

=======================================================

Jahre später ...............

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Die Station der Hampstedter Vorortsbahn hat inzwischen einen endgültigen Gleisplan bekommen. Verwendet wird Rocoline und dabei auch die 10° Weichen der bisherigen Hauptstrecke in Hampstedt. Die Hauptstrecke wird es nicht mehr geben, auch das Bahnbetriebswerk nicht mehr. Dafür weitet sich der Güterbereich aus. Die Kurve Margaretenhöhe im Süden, die Strandallee und der Fischereihafen im Westen bleiben in der bisherigen Form erhalten. Aber im Raum wird aufgeräumt - die bisherige "Industriezunge" wird freier Raum. Mir war das Ganze einfach zu vollgestellt. Außerdem hätte ich für die Fertigstellung der ursprünglichen Version noch massenhaft Weichnantriebe und Formsignale besorgen müssen und Kabel über Kabel legen - das muss es nicht mehr sein.

Erst einmal der aktuelle Gleisplan. Mit einer Einfach-Kreuzungsweiche und 6 weiteren Weichen relativ übersichtlich. Breite der Anlage bei der "Yorkstrße" etwa 45 Zentimeter.

Bild

Man sieht links ein paar gestrichelte Gleise: Dort ging es früher weiter, die Strecken liefen bei einer Drehscheibe zusammen, als nach Hampstedt noch Dampfzüge verkehrten. Jetzt sind dort Elektrotriebwagen unterwegs (nach Lübeck), es werden nur kürzere Gleise benötigt und auf den ehemaligen Gleisen hat man ein Kaufhaus errichtet. Gleis 1 und 2 sind an die Abstellgleise angeschlossen, Gleis 3 nur an die Strecke in die große weite Welt. Gleis 10 war das alte Ladegleis - nun Lokgleis mit vielleicht kleinem Schuppen.

Rechts sind die Abstellgleise - 11 und 12 für die Elektrotriebwagen ET85 und Gleis 13 dient als Gleis für die HMB - Hampstedter Museums Bahn. Die erhalten dort zwei Einheiten der alten LBE-Doppelstockzüge. Der kann nach etwas rangieren dann ab Gleis 3 hin und wieder zu Sonderfahrten starten. Ansonsten wird der Betrieb abgewickelt durch zwei ET85-Einheiten und den Abteilwagenzug - siehe ein paar Seiten zurück in diesem Thread. Wie in der Vergangenheit läuft dies mit echter Oberleitung. Den anderen Pol bilden die beiden Fahrschienen. Die Polarisation der Weichenherzstücke gestaltet sich so recht übersichtlich - alles ist ein Pol. Und nach wie vor analog.

Was ist nun das grüne Gleis? Das gehört zum Guter- und Industriekomplex. Petersens Getränke, Phönix Öl, Fischhafen, Kohleverladung am Hafen sind einige der Bedienpunkte, die man eigentlich schon kennt. Neben Gleis 3 führt das Gleis als Rampe von Höhe 620 zum Fischmarkt auf Höhe 540 mit 1:40 Steigung, also 3.20 m Länge. Auf der Westseite der Anlage ist eine ebensolche Rampe und mit ein paar Tricks kann man im Kreis fahren. Manchmal werden dort eben auch Personenzüge - ja, sogar D-Züge - auftauchen, die aus irgndwelchen Gründen von der Hauptstrecke umgeleitet woren sind. Dieser Teil der Anlage ist ganz gewöhnlicher 2-Leiter-Gleichstrom analog und dort fahren und rangieren Tenderloks wie 74er oder die 82 und ein paar kleinere Dieselloks. So kann man eben auch mit mehreren die Anlage zum Leben bringen. Beide Anlagen sind elektrisch völlig getrennt (eine frühere Gleisverbndung wurde entfernt).

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#813

Beitrag von Barbara13 »

Hallo Horst,

Schön dass es bei dir weitergeht. :D Kann ich nachvollziehen, dass es am Ende zu vollgestellt ausgesehen hat. Ging mir auch so ... am Anfang alles vollgeplant ... und dann ... alles zu eng. :oops: Stell doch mal ein aktuelles Foto ein.
Viele Grüße

Michael

... nichts ist spannender als Intuition

http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1 ... 6#p1118087

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#814

Beitrag von histor »

Hallo Michael,

hier das ganze Elend: diese Industriezunge war auf dem Papier ganz attraktiv - aber in der Realität stören mich die engen Gänge und der wirklich vollgestellte Raum. Gleich eine Bartiere, wenn man die Treppe in der Mitte der Raumes hochkommt.
Bild

Bild

Bild

Also kommt die Industrie und die Häuser der Zunge weiter nach hinten an die blaue Wand. Die Schuhkartons warten schon, damit erst einmal die Wagen von den Gleisen kommen können und gestapelt werden. Die vier Abstellgleise an der Wand entfalen dafür. Lange Personenzüge wird es nur noch an hohen Feiertagen geben, die dort ihre Runden drehen.

Nun ja - monatelang habe ich an der Anlage nichts gemacht. Träume aufgeben ist eben schwierig. Auch Frau und Kinder wollten mich zum Weitermachen ermutigen. Bringt aber nichts - man muss seine Grenzen kennen. Also wird verkleinert. Und vieles bleibt ja auch erhalten.

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Re: Hampstedt an der Ostsee

#815

Beitrag von pollotrain »

Moin Horst, :wink:

Manchmal ist weniger mehr :bigeek: :!:
Auch ich habe oft diese Erfahrung gemacht, und
im nach hinein bin ich damit besser gefahren. Klar hat
man "Träume" und möchte diese gern verwirklichen, aber
manch mal werden einem hier Grenzen gesetzt. Ich habe
z.B. breite Gänge gemacht, damit man im "Alter" noch gut
an alles heran kommt. Eben auf den Kern beschränken, oder
aber es nur andeuten, allenfalls ganz drauf verzichten.
In diesem Sinne, ein schön langes "Bastelwochenende" und
viel Spaß morgen :prost: :popcorn: :clap:
Gruß Thomas 8)

GKB
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