Eine Insel mit zwei Bergen

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!

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Peter Guthörl
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Eine Insel mit zwei Bergen

#1

Beitrag von Peter Guthörl » Do 26. Jan 2012, 22:21

"Eine Insel mit 2 Bergen" - oder; eine Segmentanlage aus PUR-Platten

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme, gestattet mir ein paar Vorbemerkungen, die letztendlich die eigentliche Motivation, aber auch den Ablauf des hier vorgestellten Anlagenbaus ergänzend erklären.
Es sei auch erwähnt, daß die hier dargestellten Aktivitäten sich schon seit einigen Jahren hinziehen, immer wieder begleitet von monatelangen Baupausen. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn eben nicht jede Woche ein neues Update mit fulminanten Baufortschritten erscheint.

Es ist schon einige Jahre her, daß ein Familienausflug ins MiWuLa stattfand, der bei meinen Söhnen natürlich den Wunsch weckte "wir wollen auch eine Eisenbahn". Wäre es dabei geblieben, hätte man dieses Begehren vielleicht einfach aussitzen können, aber sofort wurde zielgerichtet nachgeschoben: "Du hast doch bei Oma noch Deine alten Eisenbahnsachen auf dem Dachboden". Die Oma stieß in's gleiche Horn und freute sich schon, daß endlich mal die Sachen vom Dachboden geholt werden.

Nun stellte sich die Frage, WAS für Anlage(n) zur Nachwuchsförderung geeignet sei. Bleibt man bei der klassischen Platte, so drängt sich ein Inselthema geradezu auf, da ja ‚rundherum‘ NICHTS ist.
Außerdem kam schnell der Vorschlag, doch eine Strecke von der einen Anlage zur anderen zu bauen, der Einwand, daß die Zimmer in unterschiedlichen Stockwerken liegen begegnete man mit „dann mußt Du halt ein Loch in die Decke machen“. Das wiederum konnte mit Verweis auf eine imaginäre Eisenbahnfähre abgewendet werden, die halt beide Anlagen über Ozeane/Stockwerke hinweg verbinden sollte.

So starteten erste Überlegungen basierend auf einem Regalsystem eines schwedischen Möbelhauses mehrere Segmente zu bauen, die als Anlage eben nebeneinander platziert würden, zur Lagerung im Regal eben übereinander.
Es ergab sich ein Segmentmaß von 50 x 80 cm und eine Gesamtfläche von 1,50 x 2,40 m. Thematisch stellte ich mir eben zwei Berge vor, die je von einem Gleiswendel erklommen werden sollten und insgesamt eine 8-förmige Streckenführung mit 2 Bahnhöfen ergeben sollte. Dazu ein schönes Hafengebiet mit viel Rangiermöglichkeiten, einer Eisenbahnfähre und zu alle dem noch ein ‚unterseeischer‘ Schattenbahnhof.

Auf mehrere Papierbögen wurde gezeichnet, und dann probehalber 3 Segmente zunächst aus Pappe gebaut:

Bild (026-23)

Bild (028-25)


Diese Prototypen brachten folgende Erkenntnisse:

1.) Das gewählte Segmentmaß ist zu kleine (immerhin wollte ich von dem kleinsten Mindestradius von 50 cm nicht abgehen)

2.) Durch die doch recht 3-dimensionale Ausdehnung schien die Integration in das o.g. Regalsystem suboptimal

3.) Würde das Ganze klassisch in Holz gefertigt, würde das die Gewichts-, Aufwands- und Kostenziele weit verfehlen.

So gewann die Idee Raum, PUR-Platten (Styrodur) zu verwenden.

Um sich beim Anblick der nachfolgenden Bau-Details vorstellen zu können in welchem Gesamtkontext das zu sehen ist, sein hier vorab zwei Bilder vom fertigen Rohbau gezeigt:

Bild (DSCF7547)

Bild (DSCF7548)

Praktisch: man kann die ganze Anlage hochkant lagern
Unpraktisch: es ist doch alles in allem recht groß geworden.

Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#2

Beitrag von Nichteisenbahner » Do 26. Jan 2012, 22:24

Hallo,
Das gefällt mir richtig gut.

Bau mal schön weiter daran, und fotografier immer, das zeige ich meinen Kindern, dann wollen die nächste Weihnachten auch ein Lummerland haben ...

Respekt!
Martin

P.S.: Styrodur verwende ich auch - allerdings nur bei der Gartenbahn. Im Zimmer bauen wir mit Wellpappe.
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#3

Beitrag von Buddahmann » Do 26. Jan 2012, 23:01

Hi!

Versteh ich das richtig, ihr nehmt nur Styrodur??Kein Holz? :shock:

Ok, da bin ich mal gespannt....auch auf weitere Bilder.

Gruß Klaus


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#4

Beitrag von Peter Guthörl » Do 26. Jan 2012, 23:06

Nun wird hier der Wunsch entstehen, doch den Gleisplan mal zu Gesicht zu bekommen. Das ist kein ganz einfaches Unterfangen. Obwohl auf der Papiervorlage schon die verschiedenen Ebenen farbig gekennzeichnet wurden, ging der Überblich schnell verloren.
Das Ganze wurde dann mit einem einfachen 2-D-Grafikprogramm in mehreren Schichten gezeichnet. Anstelle des eigentlichen Gleisverlaufes wurden nur die Trassen gezeichnet, z.B. die Gleisführung im Hafenbereich wurde gar nicht dargestellt, um für später noch genügend Flexibilität zu behalten.

Das Ganze sieht dann in etwas so aus:
(ich bitte um Nachsicht, daß in der ein- oder anderen Zeichnung noch ein bißchen Arbeitsmaterial rumliegt)

1. Ebene (Schattenbahnhof 1)
Bild

Zwischenebene zwischen den beiden Schattenbahnhöfen
Bild

2. Ebene (Schattenbahnhof 2)
Bild

Zwischenebene zwischen Schattenbahnhof 1 und unterem Bahnhof
Bild

3. Ebene (unterem Bahnhof)
Bild

1. Zwischenebene zwischen unterem und oberen Bahnhof
Bild

2. Zwischenebene zwischen unterem und oberen Bahnhof
Bild

Oberer Bahnhof
Bild

Zu allem Überfluß ist auch noch eine Straßenführung für das Car-System vorgesehen
Bild

Und so (unübersichtlich) sieht alles zusammen aus (ohne Straße)
Bild

Ferner wurden aus diesen Zeichnungen die Maße für die Durchbrüche der Spanten ermittelt
Bild

Die Spanten sehen dann so aus:
Bild

Bild

Bild

Bild



Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#5

Beitrag von Buddahmann » Do 26. Jan 2012, 23:16

Ab Bild 10 wird's lustig. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Gruß Klaus

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#6

Beitrag von Nichteisenbahner » Do 26. Jan 2012, 23:18

Peter Guthörl hat geschrieben:... so ... sieht alles zusammen aus ... ... aus diesen Zeichnungen die Maße für die Durchbrüche der Spanten ermittelt...
Hallo Peter,
Du hast aber beruflich auch was mit CAD zu tun? Das hast Du Dir nicht nur für die Modellbahn beigebracht?
Unglaublich.
Gruß
Martin
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#7

Beitrag von Megamattiman » Do 26. Jan 2012, 23:50

Hallo Peter,

sehr interessante Bauweise, und super Planung! (Ist nicht ironisch gemeint)
Ich arbeite auch viel mit CAD, aber da hab ich trotzdem mehr "vor Ort" improvisiert :D .
Eingriffsöffnungen, ausschwenkende Wagen, etc. befürchtete ich in der Planung einfach zu unterschätzen.

Ich bin gespannt, wie die Stabilität aussieht, wenn die 5 (?) Ebenen mit Gleisen und Zügen gefüllt sind und wie die Kabelführung befestigt wird.

Freue mich auch auf eine weitere Berichterstattung!
viele Grüsse von der Ostsee
Matti

Auch im Norden wird gebaut: von St.Luis nach Bad Kimstadt bzw. www.megamattiman.de

Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen (Stanislav Jerry Lee)


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#8

Beitrag von Peter Guthörl » Fr 27. Jan 2012, 09:06

Du hast aber beruflich auch was mit CAD zu tun? Das hast Du Dir nicht nur für die Modellbahn beigebracht?
Nein ! Sonst sähe das Ganze wohl besser aus.
Ich arbeite auch viel mit CAD, aber da hab ich trotzdem mehr "vor Ort" improvisiert .
Eingriffsöffnungen, ausschwenkende Wagen, etc. befürchtete ich in der Planung einfach zu unterschätzen.
Genau die Erfahrung mußte ich dann später auch machen...
Aber das ist dann in den nächsten Berichten zu lesen.

Gruß

Peter


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#9

Beitrag von Peter Guthörl » Fr 27. Jan 2012, 18:51

So ! Genug der Vorrede – frisch an’s Werk.

Halt, zwischen der VOR-rede und dem Werk, kommt noch die VOR-arbeit.

Damit alle Segmente nachher gleich groß, rechtwinklig und eben sind, wurde aus Spanplatten eine große Kiste gebaut, als Schablone um die äußeren Platten der Segmente zusammen zu kleben.

Schrieb ich schon, daß das Segmentmaß nun 60 x 100 cm betrug ? D.h. die Innenabmessungen der Kiste sollten 1 - 2 mm größer sein.

(leider keine Bild der Kiste)

Beim örtlichen Baustoffhändler dann ein Paket PUR-Platten (20 mm) besorgt und eine Kartusche Montage-Kleber auf PUR-Basis (klebt ganz heftig – auch an Fingern :o ).

Die Styrodur-Platten gibt es mit glatter und gewaffelter Oberfläche. Erstere eignet sich besser zum anzeichnen, zweitere eignet sich besser zum verkleben.

Auf die Grundplatte wurde zunächst die Gleisführung für den Schattenbahnhof übertragen.
Bild

Bild

Dann wurde aus den o.g. Zeichnungen der Spanten die Kontur und die Durchbrüche aufgezeichnet.
Bild

Dabei wurde versucht eine Toleranz von 1 mm einzuhalten.
Bild

Da viele Trassen, die Spanten spitzwinklig und mit Steigung durchschneiden, wurde die Unterseite eines Durchbruches immer mit der größten Höhe (vom Boden aus) ausgeschnitten, damit später die eigentlich schräge Form noch heraus gearbeitet werden konnte (später noch zu sehen).

Danach wurden die Konturen und Durchbrüche ausgeschnitten. Mit einem guten Cutter-Messer kein Problem (nicht das 1€-Teil an der Baumarkt-Kasse – da gibt nur Frust).
Bild

Bild

Geschnitten wurde nicht an einem flachen Lineal, sondern an der deutlich höheren Wasserwaage, damit das Messer senkrecht geführt werden kann und sich eine rechtwinklige Schnittkante ergibt.
Bild

Bild

Nun wurde der Montage-Kleber entweder auf die Stirnkante oder eben am Rand einer Platte aufgetragen. Damit hervorquellender Kleber nicht die Platten mit der Schablonenkiste verklebt, wurde einfach ein breites Kreppband über die Naht geklebt.
Bild

Wurde eine Platte eingeschoben, so waren deren Kanten leicht schräg geschnitten, damit die Kleberaupe nicht ganz nach unten gedrückt wurde
Bild

Der nach innen hervorquellende Kleber wurde dann als Kehlnaht sauber abgezogen
Bild

Nach einkleben der Zwischenebene für den 2. Schattenbahnhof, weißt dieses Segment schon eine beachtliche Stabilität, bei minimalem Gewicht auf:
Bild

Dort, wo später die Strecke von der unteren Ebene nach oben startet, wurde die Trasse aus der Grundplatte 3-seitig ausgeschnitten, nach oben gebogen und verklebt. Damit ließ sich ein gleichmäßiger und knickfreier Übergang gestelten.
Bild

So entstand Segment für Segment (die hier eingeklebten Aussteifungen entfielen später wieder, als die eingeklebten Trassen die nötige Steifigkeit brachten)
Bild


Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#10

Beitrag von Dirk S » Fr 27. Jan 2012, 20:15

Wow das sieht ja sehr gut aus.
Ich dachte erst ok jetzt finde ich es immer spannender wie das Ergebnis wird.
Gruß Dirk
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#11

Beitrag von Bubikopf 064 446-8 » Fr 27. Jan 2012, 21:28

Das schaut finde ich sehr interessant aus.
Bin auch schon auf die Landschaft gespannt.

Schaffen deine Loks auch die Steigungen?
Allerdigns traue ich dem Materiel Styrodur nicht allzuviel zu, ist das nicht etwas porös, wäre Holz nicht stabieler?

Freu mich sehr auf das Endergebnis, mach weiter so!
Gruß Felix


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#12

Beitrag von Nichteisenbahner » Fr 27. Jan 2012, 21:44

Bubikopf 064 446-8 hat geschrieben:Allerdigns traue ich dem Materiel Styrodur nicht allzuviel zu, ist das nicht etwas porös, wäre Holz nicht stabieler?
Hi,
unterschätz das Material mal nicht! Ich benutze das für die Gartenbahn, das ist stabil - wetterfest - zersetzt sich nciht - wiegt fast nix - läßt sich prima kleben - und weitere tolle EIgenschaften.
Der Bahnsteig, auf dem die beiden Preiserleins meines Avatars stehen, ist auch aus Stypodur. Liegt seit .... Jahren draußen. Sommer wie Winter. Kriegt gelegentlich mal neue Farbe, aber das wars auch.
Ganz sicher auch für drinnen geeignet.
Gruß
Martin
P.S.: Hat jemand meine beiden Preiserleins erkannt?
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#13

Beitrag von Buddahmann » Sa 28. Jan 2012, 13:15

Hi!

Ich bin echt mal gespannt, wie das wird. :shock: :shock: :shock:

Vor allem wie schwer dia Anlage wird.

Gruß Klaus

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#14

Beitrag von Johannes O'Donnell » Sa 28. Jan 2012, 13:52

Hallo Peter,

sehr eindrucksvoll - irgendwann hat auch mal ein N-Bahner seine Balsaholz-Konstruktion vorgestellt, die aber ungleich teurer ist. Stabil ist das, bedingt durch die Stützen und Streben schon, nur sollte kein heftiges Gerangel in Anlagennähe stattfinden - Modellbahner sind aber friedfertige Leute, solange sie nicht zu sehr in hitzigen Internet Forendiskussionen aktiv sind :wink:

Ich verfolge diesen Bau weiter mit großem Interesse.
Mit gespannten Grüßen
Johannes
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#15

Beitrag von 3L-Bernhard » So 29. Jan 2012, 22:38

Nichteisenbahner hat geschrieben: P.S.: Hat jemand meine beiden Preiserleins erkannt?
Erhard und Adenauer???

Ins blaue geschossene Grüße,

Bernhard.
Zum Zeitpunkt des Postens war ich all meiner 5 Sinne (Stumpfsinn, Schwachsinn, Wahnsinn, Irrsinn und Unsinn) mächtig.


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#16

Beitrag von Peter Guthörl » Mo 30. Jan 2012, 21:46

Bevor ich nun den nächsten Bauschritt beschreibe, möchte ich noch auf ein paar Zwischenfragen eingehen.

Zunächst mal muß ich mich korrigieren. Bei den Styrodurplatten handelt es sich nicht um Polyurethanplatten (PUR), sondern um Polystyrolplatten (PS). Also im Prinzip das gleiche wie Styropur, aber wesentlich stabiler.
Styrodur ist zwar noch in gewisser Hinsicht flexibel, aber schon so fest, dass man es nicht oder nur mit Mühe brechen kann.

Die Dichte von Styrodur liegt bei ca. 30 – 40 kg / m³, die von Sperrholz bei ca. 760 kg / m³. Selbst wenn man bei Holz die Wandstärke halbieren könnte, so hat man immer noch das 10-fache Gewicht.

Styrodur schneidet man mit dem Messer Holz muß gesägt werden (alle Radien mit der Stichsäge). Die Styrodurplatten werden ausschließlich geklebt (auch wenn der Klebespalt etwas uneben ist). Bei Holz muß der Spalt eben sein und es muß i.d.R. zusätzlich geschraubt werden.

Den Kostenvergleich spar ich mir jetzt mal.

Die Steigungen der Gleise beträgt im Mittel 40 ‰, müsste also für Modellbahn-Loks locker zu schaffen sein.

So – nun geht es darum, die Segmente miteinander zu verbinden:

Dazu nimmt man sich Alu-Rohr 10 x 1 mm und schneidet jeweils Stücke mit 18 mm. Diese werden dann mit einer Karosseriescheibe auf einen M8-Schraube fixiert.
Bild

Scheibe und Rohr werden dann mit dem PUR-Kleber verlebt (nur kleine Kehlnaht).
Bild

Von diesen Hülsen fertigt man dann einige viele an (ca. 120 Stück)
Bild

Jetzt werden die Segmente rechtwinklig ausgerichtet und mit Schraubzwingen fixiert.
Mit einer 10er-Lochpfeife (auch Locheisen genannt), in den Akku-Bohrer gespannt, werden dann die Löcher durch die beiden benachbarten Segmente gebohrt. Durch die Wärme, die sich bildet, bohrt sich das sehr leicht und gibt eine saubere Bohrung.
Bild

Danach wird das Loch von beiden Seiten mit einem Kegelsenker aufgeweitet. Das ist nicht ganz so sauber und krümelt ziemlich.
Bild

Nun werden die Hülsen mit einer satten Kehlnaht PUR-Kleber versehen…
Bild

… von beiden in die Bohrungen eingesetzt.
Bild

Dann wird das Ganze verschraubt (M8-Schraube + Flügelmutter).
Bild

In der Regel habe ich die Segmente an 5 Stellen verschraubt (in den 4 Ecken + einmal in der Mitte). Auch wenn die Schraube minimales Spiel in der Hülse hat, so ergibt sich über die 5 Stellen eine eindeutige Verbindung, mit einer Wiederholgenauigkeit < 0,1 mm.
Dadurch, dass die Segmente eine gewisse Elastizität haben, können sie dann durch die Schrauben bündig aneinander gezogen werden.


Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#17

Beitrag von Nichteisenbahner » Mo 30. Jan 2012, 22:16

Hallo Peter,
bitte entschuldige, wenn ich hier in Deinem Thread über Deine faszinierende Styroduranlage einen OT-Nebenfaden angefangen habe, nur weil meine Preiserleins im Garten auf einem Bahnsteig stehen, der auch aus Styrodur ist. Ich hör jetzt auch wieder auf damit. Aber die Auflösung darf ich doch sicher noch verraten?
3L-Bernhard hat geschrieben: Erhard und Adenauer???Bernhard.
Richtig. In meinem Garten gibt es keine Epochen, da warten Adenauer und Erhard in den Schweizer Bergen auf ihren ICE :-)
Gruß
Martin
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#18

Beitrag von Peter Guthörl » Sa 4. Feb 2012, 15:36

So, nun gilt es die eigentlichen Trassen zu bauen:

Auf entsprechend Reststücke, werden mit dem Zirkel die Radien aufgetragen.
Da die Bogensegmente zwischen den Begrenzungen der Anlagensegmente immer rechtwinklig begrenzt sind, werden mit einem Flach-Winkel die beiden Schenkel angezeichnet.
Bild 8575

Trotz der Radien läßt sich das Syrodur gut mit dem Cutter-Messer schneiden.

Die Maße der Schenkellängen werden nun an die Durchbrüche der Seitenwände der Anlagensegmente übertragen.
Bild 8573

Ein Ende der Trasse wird mit PUR-Kleber in der richtigen Höhe angeklebt und mit Stecknadeln fixiert. Das andere Ende wird nur mit Stecknadeln fixiert. Nach dem Aushärten der ersten Klebestelle, wird dann das zweite Ende in gleicher Weise angeklebt.
Bild 8571

Da fast alle Trassen Radien haben und in der Steigung liegen, müssen die Styrodurstreifen leicht verdreht werden. Dies geht natürlich schon einfacher, wenn eine Seite angeklebt ist.
Um eine knickfreie Gleislage zu erreichen, wird mit einen geraden Kante nivelliert
Bild 7272

Da, wie oben beschrieben, die Durchbrüche zunächst etwas kleiner ausgeschnitten wurden, muß das ‚Nivellierbrett‘ eine Aussparung bekommen.
Bild 7268

Um Neigungswechsel auszurunden, wurde die Trasse in kurzen Abständen (2 cm) eingeschnitten, gebogen und die Schnitte dann zugeklebt.

So wird nun Trasse um Trasse eingeklebt:
Bild 8577

Die längeren Trassen werden mit Styrodurstreifen abgestützt
Bild 2555

Bild 2557h

Da die beiden Berge am Ende doch recht hoch wurden, mußten die Seitenwände der Anlagensegmente teilweise aufgestockt werden. Dazu wurden Platten Stumpf angeklebt. Damit der sich herausdrückende Kleber keine überstehende Naht bildet, wurden die Kanten der Platten angefast.
Bild 3111

Bild 3114

Nachdem alle Trassen eingeklebt sind, werden die Durchbrüche bündig zu den Trassen ausgeschnitten.
Bild 7530

Eine Besonderheit stellt die Trasse für das Car-System dar. Da sie deutlich steiler ist, konnten die Styrodurstreifen nicht mehr verdreht werden. Sie wurden daher in Stücke geschnitten und dann verdreht verklebt.
Bild 7431

Bild 7446

Anschließend wurden die Stöße dann mit der Raspel angeglichen.
Bild 7465

Da der PUR-Kleber deutlich härter ist, werden die Klebestellen noch mit einer feineren Feile bearbeitet.
Bild 7467


Bild 7453

Hier noch mal der im Rohbau fertige erste Berg
Bild 3861



Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#19

Beitrag von thertz » Sa 4. Feb 2012, 15:41

Ich sag nur GENIAL!!!!! :bigeek:

Tolle Bauweise!!
Gruß Thomas

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#20

Beitrag von Südrampe » Sa 4. Feb 2012, 15:55

thertz hat geschrieben:Ich sag nur GENIAL!!!!! :bigeek:

Tolle Bauweise!!
Das finde ich genauso!! Bin sehr gespannt, wie es mit Eurem Karusell weitergeht :wink:
Viele Grüße,

Jochen


zur BLS Bietschtalbrücke:
http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=64621

zu den "Freitagsfilmchen" von der BLS-Bergstrecke:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=115&t=140396

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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#21

Beitrag von Lokwilli » Sa 4. Feb 2012, 19:07

Hallo Peter,
auch ich beobachte gespannt Deine genialen Bastelarbeiten und habe den thread in die Beobachtungsliste aufgenommen. Bin gespannt wie es weiter geht und freue mich schon auf die nächsten Bilder. :D

Viele Grüße
Phil
Mein aktuelles Projekt: Wolkingen: Perspektiv-Diorama


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Weitere Threads findet Ihr unter dem Titel 'Wolkingen'.


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#22

Beitrag von dieter 160 » Fr 10. Feb 2012, 17:54

Hallo Peter,
sehr interessant, Dein Thema!! Gerade für mich, da ich noch in der "Planungsphase" bin. Mir fehlt in der jetzigen Wohnung einfach der Platz. Aber was ich weiss, ist dass die Anlage leicht sein muss. Und sie soll in ein Regalsystem intregiert werden, also leicht rein oder wieder raus. Ich bleib an Deinem Thema und bin gespannt wie es weiter geht!
Gruss aus dem Norden, Dietrich


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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#23

Beitrag von Peter Guthörl » Sa 11. Feb 2012, 15:36

Wie nun weiter oben schon festgestellt wurde, zeigt sich in diesem Bauzustand erstmalig die (Nicht-) Zugänglichkeit einiger Anlagenteile:

Natürlich sollen die Gleiswendel in den beiden ‚Bergen‘ von innen zuganglich sein. Daher wird in den jeweiligen Segmenten eine großzügige Öffnung in die Bodenplatte geschnitten. Dabei soll aber noch so viel Rand stehen bleiben, daß die Stabilität des gesamten Segmentes nicht zu sehr leidet.
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Außerdem müssen die Trennwände zwischen den Segmenten großzügig ausgeschnitten werden, damit die Zugänglichkeit der Tunnelstrecken im Berg auch hier möglich ist.
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Und zuletzt muß die Zugänglichkeit der Verbindungschrauben so gestaltet werden, daß beide Seiten gleichzeitig erreichbar sind.
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Dazu wurden u.a. mit der Lochkreissäge Durchgriffsöffnungen in die Bodenplatten geschnitten.
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Zur Kontrolle dient eine erste Probebegehung :wink: .
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Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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Genua
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#24

Beitrag von Genua » Sa 11. Feb 2012, 16:25

DAS ist stark!
Normalerweise stehe ich eher aufs flache - bis höchstens mittelhügelige Land. Aber hier bleibe ich gerne am Ball.


Threadersteller
Peter Guthörl
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Re: Eine Insel mit zwei Bergen

#25

Beitrag von Peter Guthörl » So 12. Feb 2012, 14:49

Nun galt es heraus zu bekommen, welche Verlegeart der Gleise geeignet ist, um die Verbindungsstellen zwischen den Segmenten zu überbrücken. Zu diesem Zweck wurde ein Verbindungsstellen-Dummy gebaut, auf dem Gleise unter Steigung und unter schrägem Verlauf moniert wurden.

Bild 7570-11 600

Die verschiedenen Verlegearten, von vorne nach hinten:
1. doppelseitiges Teppichklebeband
2. doppelseitiges Klebeband aus dem Trockenbau (Dampfsperre)
3. Holzleim
4. Styropor-Kleber
5. PUR-Kleber

Nach dem Aushärten, wurden die Gleise mittels Trennscheibe durchtrennt, mit folgendem Fazit:

Das doppelseitige Klebeband war natürlich nicht in der Lage, Höhenversatze auszugleichen, so dass nach dem Trennen eine ‚Stufe’ entstand.
Bild 7571-11
Bild 7572-11

Der Holzleim ist in die Trennfuge zwischen die Segmente gelaufen und hätte diese nach dem vollständigen Aushärten ziemlich heftig verklebt.
Bild 7577-11

Der PUR-Kleber ist beim Aushärten noch ziemlich gequollen, außerdem ließ sich das Gleis nicht zerstörungsfrei demontieren
Bild 7575-11
Bild 7581-11

Der Favorit war der Styropor-Kleber aus dem Baumarkt. Er härtet aus, verläuft nicht und fixiert das Gleis fest. Seine Festigkeit lässt durchaus zu, dass Gleis zu demonieren. Außerdem ist er wasserverdünnbar, was sein Handling deutlich vereinfacht (.z.B. reinigen der Werkzeuge).
Bild 7579-11
Bild 7582-11



Um das Thema vollständig zu behandeln, nun ein Vorgriff auf die späteren ‚echten’ Gleisverlegearbeiten:
Im nicht sichtbaren Bereich, werden die Gleise satt im Styropor-Kleber über die Verbindungsstellen verlegt.
Bild 2925-12

Dann wird der Styropor-Kleber satt zwischen den Schwellen verteilt und mit einem feuchten Pinsel geglättet, so dass das Schienenprofil frei liegt.
Bild 8593-12
Hier im Schattenbahnhof.

Im sichtbaren Bereich, wird der Styropor-Kleber etwas sparsamer aufgetragen. Durch unterlegen von Pappstreifen, wird eine Gleisüberhöhung angedeutet.
Bild 2928-12

Danach wird das Gleis an der Verbindungsstelle komplett eingeschottert.
Bild 8507_12

Dann mit dem bekannten Holzleim-Spüli-Wasser-Gemisch beträufelt.
Bild 8518-12

Dabei denn Schotter satt durchtränken.
Bild 8520-12

Nach dem Aushärten kommt dann die ‚große Säge’. Mit einer nicht zu kleinen Trennscheibe, werden Schienen, Schwellenrost, ausgehärteter Schotter und Styropor-Kleber bis zum Styrodur durchtrennt.
Bild 8563-12

Bild 8564-12

Bild 8571-12

Im nichtsichtbaren Bereich sieht es dann so aus:
Bild 8606-12
Bild 8607-12

Durch dieses Verkleben, wird erreicht, dass nach Wiedermontage der Segmente die Gleise sich wieder genau treffen (bis auf ca. 1 mm Spalt).

Beim Verlegen werden die Gleise mit kleinen Drahtstiften im Styrodur fixiert. Allerdings können diese Stifte keine großen (Quer-) Kräfte aufnehmen. Damit die Gleise bei Stößen im Bogen (und hier liegt fast alle Stöße im Bogen) nicht ausknicken, wird der Stoß etwas vorgespannt, fixiert und ebenfalls verklebt.
Bild 2947-12



Ff (Fortsetzung folgt)

Gruß

Peter

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