Ein 'elektromechanisches' Stellwerk : Fdl-VIDEO Teil2

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
Antworten
Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Ein 'elektromechanisches' Stellwerk : Fdl-VIDEO Teil2

#1

Beitrag von MicroBahner » Fr 30. Nov 2012, 16:53

Hallo liebe Forumsgemeinde,
als Neuer in der Runde möchte ich euch mal mein Stellwerk vorstellen. Nachdem ich einige Beiträge hier gelesen habe, glaube ich, dass mein Stellwerk vielleicht doch etwas Neues im Forum darstellt. Ich hoffe, dass es die richtige Rubrik ist aber es geht ja im wesentlichen um Elektrik und Elektronik.
'Altersbedingt' :wink: spielt meine im Aufbau befindliche Anlage in der Epoche 3. Ganz klassisch: ein kleiner Bahnhof an einer 2-gleisigen Hauptstrecke mit abzweigender Nebenbahn.
Hier mal das Gleisschema:
Bild
Da ich unbedingt Formsignale verwenden möchte, kam ein Gleisbildstellpult für mich nicht in Frage, denn neben der Bahn sollte sich auch mein Stellwerk am Vorbild orientieren. Ich habe mich deshalb für ein 'elektromechanisches Stellwerk mit elektrischer Gleisfreimeldung' entschieden. Klar kann man das nicht direkt nachbauen, aber von den Abläufen sollte es doch möglichst nah dran sein. Hier ein Gesamtbild des Stellwerks im derzeitigen Bauzustand:
Bild
Wie man sieht, habe ich mir ein paar Freiheiten erlaubt: Die Kombination von Hebelschaltern für die Weichen, und Drehschaltern für Fahrstraßen und Signale gabs beim Vorbild nicht. Da gabs nur entweder oder. Für mich war das so vom Aufbau her aber günstiger. Und um die Optik ging es mir auch gar nicht. Ich wollte mich bei den Bedienabläufen am Vorbild orientieren und die entsprechenden Sicherheitsfunktionen einbauen. Eine gegenseitige mechanische Verriegelung der Bedienelemente habe ich mir auch geschenkt - das wäre mir doch zu aufwendig geworden. Die Sicherheitsfunktionen sind daher komplett elektronisch realisiert. Wenn ein Schalter 'verriegelt' ist, leuchtet neben ihm eine rote LED, was eben bedeutet, dass er nicht betätigt werden darf. Tut man es trotzdem, so blinkt die LED, und die Aktion wird vom Stellwerk ignoriert. Im Zuge einer aktiven Fahrstraße verriegelte Weichen sind also tatsächlich verriegelt und können nicht verstellt werden. Umgekehrt können auch Fahrstraßen nur aktiviert werden, wenn die Weichen richtig stehen und der Fahrweg auch frei ist. Auch diese Verriegelung wird durch LED's signalisiert. Wie man auf dem Foto sieht, sind die Bedienelemente der Stellwerke Wf bzw. Wn am Bedienpult links und rechts getrennt. Einen Bahnhofsblock habe ich mir aber trotzdem nicht eingebaut. Im Gegensatz zu den mechanischen Sicherheitseinrichtungen des Vorbilds kann ich das Ganze wie ein grosses Stellwerk betrachten. Abhängigkeiten zwischen Stellwerk Wf und Wn werden also direkt - wie in einem einzelnen grossen Stellwerk - realisiert.
Die großen Drehknöpfe vorn sind die Fahrpotis, die von der Steuerung dynamisch einer aktiven Fahrstraße zugeordnet werden. Ausserdem kann eines der Fahrpotis auch dem Rangierbereich zugeordnet werden. Schalter für dem Fahrstrom gibt es nicht (gabs beim Vorbild ja auch nicht :wink: ). Das Zuschalten der elektronischen Fahrregler zu den jeweiligen Gleisabschnitten erledigt die Steuerung selbstständig anhand der eingestellten Fahrstraßen und Weichen.
Der mittlere Bereich mit der Tastatur und den Anzeigen gehört natürlich auch nicht wirklich zu einem elektromechanischen Stellwerk. Damit lassen sich aber diverse Sonderfunktionen realisieren. Beim Rangieren wird man der Steuerung ein paar Hinweise geben müssen, damit sie den Fahrstrom richtig zuordnen kann. Z.B. wenn Züge zu Rangiereinheiten werden und umgekehrt (Etwa Umsetzen der Nebenbahnlok , oder Zerlegen der Nahgüterzüge). Das ist aber noch nicht fertig, da es auch die Rangiergleise noch nicht gibt.
Das Stellwerk Wf:
Bild
Der Gleisanschluß des Holzplatzes befindet sich auf der freien Strecke. Fahrten dorthin müssen also als Sperrfahrten abgewickelt werden (Schalter ganz links)
Die große Anzeige (4x40 Zeichen) ist eine Multifunktionsanzeige und kann für verschiedene Aufgaben genutzt werden. Standardmäßig wird dort der Streckenblock für die Hauptstrecke und das Erlaubnisfeld für die Nebenbahn angezeigt. Ausserdem kann man da ein paar 'Servicemasken' aufrufen, um Einblick in den inneren Zustand des Stellwerks zu bekommen. So ist es möglich die aktuelle Belegung der Bahnhofsgleise darzustellen (also doch ein bisschen Gleisbildstellpult...):

Wärterstellwerk Wn:
Bild
Die kleinere Anzeige (2x20 Zeichen) ist die Zugmeldeanzeige. Hier melden die Fahrdienstleiter der Nachbarbahnhöfe 'Nordham' 'Ostfeld' und 'Süders' die als nächstes eintreffenden Züge. Den Job dieser Fahrdienstleiter übernimmt die Steuerung meines Schattenbahnhofs. Der kann gut 40 Züge aufnehmen, was einen abwechslungsreichen Betrieb sicherstellt. Angenommen werden die Züge normalerweise dadurch, dass man eine passende Fahrstraße einstellt. Dann rollen die Züge vom Sbf in den sichtbaren Bereich.
Gefahren wird per Hand. Auch für das Anhalten vor den Signalen ist der Lokführer zuständig. Allerdings gibt es eine 'Indusi': Passt der Lokführer nicht auf, und gerät in die Durchrutschwege hinter einem geschlossenen Signal (graue Bereiche im Gleisschema), wird eine Zwangsbremsung ausgelöst.
Da euch die Innereien auch immer interessieren, hier ein Blick unter das Stellpult:
Bild Bild
Alle Bedienelemente sind mit dem Hauptprozessor verbunden, und der wiederum steuert die Bahnhofselemente (Weichen, Signale, Fahrregler...). Es gibt keine direkte Verbindung zwischen den Schaltern und den Gleisanlagen. Dadurch kann die Steuerung auch immer eingreifen, wenn der Fahrdienstleiter sicherheitstechnisch bedenkliche Handlungen tätigt (Beim Vorbild ergibt sich das durch die mechanische Blockierung der entsprechenden Hebel).
Zum Abschluß noch ein Blick unter die Anlagenplatte:
Eines der 2 Relaismodule für die Fahrstromverteilung:
Bild
Die elektronischen Fahrregler:
Bild
Die Fahrregler sind mikroprozessorgesteuert, und können sowohl Gleichspannug, als auch PWM-Signale einschliesslich beliebiger Mischformen erzeugen. Z.B. können für das Anfahren im unteren Geschwindigkeitsbereich Impulse erzeugt werden, die dann mit weiter aufgedrehtem Poti kontinuierlich in Gleichspannung übergehen. Das Verhalten ist weitgehend parametrierbar, und kann vom Stellwerk individuell für die zu steuernde Lok eingestellt werden. Derzeit wird aber noch mit einer Standard-Parametrierung gefahren.

Derzeit befindet sich der Bahnhof im Aufbau. Die Gleise 2-4 mit den dazugehörigen Weichenstraßen sind realisiert, der gesamte Rangierbereich ab Gl 5 fehlt noch. Die Stellwerksoftware ist aber soweit fertiggestellt, dass der gesicherte Betrieb über die vorhandenen Gleise bereits möglich ist (Die 'Nachbarbahnhöfe' im Form des Sbf gibt's auch schon).

Noch ein paar Worte zum mechanischen Aufbau. Die Frontplatte ist aus 3mm Aluminium, mit CNC-gefrästen Auschnitten. Dazu habe ich die gesamte Frontplatte mit QCad ( ein kostenloses 2D-Konstruktionsprogramm ) gezeichnet. Mit der vom Programm erstellten dxf-Datei konnte ich mir die Platte dann bei einem entsprechenden Betrieb fräsen lassen. Da gibt's im Internet mehrere Anbieter. Ich habe einen gefunden, der ganz bei mir in der Nähe war, so dass ich die Platte sogar selbst abholen konnte. Das hat zwar 77€ (incl. der Alu-Platte) gekostet; wenn man aber bedenkt, was man sonst so alles für die Moba ausgibt, fand ich das noch im Rahmen und es ergibt ein sauberes Aussehen. Speziell die Ausschnitte für die Displays und die Tastatur bekommt man in Handarbeit nie so sauber hin (ich jedenfalls nicht).

So, das soll für's erste mal reichen. Für Fragen, Kommentare oder sonstige Anmerkungen bin ich jederzeit offen.

Gruß
Franz-Peter
Zuletzt geändert von MicroBahner am Do 13. Aug 2015, 19:02, insgesamt 13-mal geändert.

Benutzeravatar

hansi59
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 443
Registriert: Sa 28. Mai 2011, 21:42
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: DCC
Gleise: Peco Code 100
Wohnort: Niedersachsen
Alter: 60
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#2

Beitrag von hansi59 » Sa 1. Dez 2012, 22:39

Hallo Franz-Peter,

ich bin schwer beeindruckt. Vor einiger Zeit hab' ich auch mal so etwas vorgehabt, eine analoge Steuerung mit automatischer Fahrtrichtungszuweisung/polung, ohne dass man umschalten muss.

Beim Versuch, alle denkbaren Fahrstraßenschaltungen einschließlich Verriegelungen und Polaritätszuweisungen analog zu verwirklichen, hat mir dann der Kopf innerhalb kurzer Zeit so geraucht, dass ich auf digital umgestiegen bin . . .
Viele Grüße, Hans
"Und nein, mein Herr, tut mir Leid, ich bin nicht bei Fäißbuck."


Muenchner Kindl
Moderator
Beiträge: 10228
Registriert: Di 26. Apr 2005, 21:26

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#3

Beitrag von Muenchner Kindl » So 2. Dez 2012, 07:32

Guten Morgen,

ich finde, solche beeindruckenden technischen Eigenkreationen gehören auch in die Ruhmeshalle, weshalb ich dieses Thema dafür vorschlage.

Ein solches Stellwerk auf hohem technischen Niveau habe ich noch nie gesehen, ganz grosse Klasse!

Über weitere Infos würde ich mich sehr freuen ;-)

Benutzeravatar

CS2
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 99
Registriert: Di 10. Feb 2009, 19:19
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: CS2, WDP 2012 u. iPad
Gleise: C-Gleis
Wohnort: Hamburg
Alter: 50

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#4

Beitrag von CS2 » So 2. Dez 2012, 08:10

Muenchner Kindl hat geschrieben: ich finde, solche beeindruckenden technischen Eigenkreationen gehören auch in die Ruhmeshalle, weshalb ich dieses Thema dafür vorschlage.
Dito :!:
Viele Grüße
Andreas
---------------------------

Update Bilder 23.02.13: http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=70408

Benutzeravatar

kaeselok
ICE-Sprinter
Beiträge: 6793
Registriert: Mo 30. Apr 2007, 13:15
Nenngröße: 1
Stromart: digital
Steuerung: ECoS II / TAMS
Gleise: Hübner nach NEM
Wohnort: Brühl

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#5

Beitrag von kaeselok » So 2. Dez 2012, 08:29

Tolle Arbeit! Über Details - z.B. der Elektronik - würde ich mich auch freuen! :D

Viele Grüße,

Kalle

Benutzeravatar

hansi057
InterCity (IC)
Beiträge: 841
Registriert: Sa 9. Jan 2010, 10:38
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: CS2 MS2 iTrain
Gleise: C-Gleis
Wohnort: Bei Peine
Alter: 62

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#6

Beitrag von hansi057 » So 2. Dez 2012, 09:25

Muenchner Kindl hat geschrieben:Guten Morgen,

ich finde, solche beeindruckenden technischen Eigenkreationen gehören auch in die Ruhmeshalle, weshalb ich dieses Thema dafür vorschlage.

Ein solches Stellwerk auf hohem technischen Niveau habe ich noch nie gesehen, ganz grosse Klasse!

Über weitere Infos würde ich mich sehr freuen ;-)
Absolut beeindruckend,kaum angemeldet und dann solche Spitzenberichte.
Ich hoffe es kommt noch mehr.
Ich schließe mich der Meinung von Thomas an.
Ruhmeshalle
Freundliche Grüße
Hansi

Benutzeravatar

TRAXXer
EuroCity (EC)
Beiträge: 1184
Registriert: Mi 19. Jan 2011, 18:36
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Wohnort: Köln
Alter: 28

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#7

Beitrag von TRAXXer » So 2. Dez 2012, 10:07

Hallo Franz-Peter,

Glückwunsch zum gelungenen Einstand ;)

Jetzt habe ich mich aber doch gefragt: bist du beruflich Elektroingenieur oder Eisenbahner? Du scheinst nämlich in beiden Bereichen ein umfassendes Wissen zu haben und vereinst dies in diesem wunderbaren Werk, das nach wesentlich mehr Fahr- und Rangierspaß (eigentlich muss man ja -Arbeit sagen) aussieht als beispielsweise eine CS2. Hier gibt es ja richtig was zum anfassen.

Allerdings würde mich genauso wie weitere Berichte über das Stellwerk, natürlich auch der dazugehörige Bahnhof inkl. vieler Bilder interessieren!
Liebe Grüße, Niklas

BildBild

Benutzeravatar

volvospeed
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1724
Registriert: Mi 29. Sep 2010, 09:52
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: WDP,Märklin CS2 & Tams MC
Gleise: Piko A
Wohnort: 55779
Alter: 47
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#8

Beitrag von volvospeed » Mo 3. Dez 2012, 16:37

Hallo Franz-Peter,

das ist ja der helle Wahnsinn was Du Dir da gebaut hast. Absoluter Respekt. Ich bin froh wenn ich meine Steuerprogramm in den Griff bekomme
Mfg Manuel

- Manuel Rollbahn ( Moba nach Vorbild, Spur H0 )
- Reichelsheim II ( Spur H0 )
- Rumänische Waldbahn ( Spur H0e )
- kleines Kieswerk ( Spur H0e )
- Traunstein ( modifizierte Fertiganlage Spur N )


Kute
Ehemaliger Benutzer

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#9

Beitrag von Kute » Mo 3. Dez 2012, 17:01

Hallo Franz-Peter,

da ist dir der große Wurf gelungen, moderne Technik im alten Gewand. Meine Hochachtung.


Carolusmagnus1911
Ehemaliger Benutzer

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#10

Beitrag von Carolusmagnus1911 » Mo 3. Dez 2012, 22:10

Hallo Franz-Peter,

erstmal Glückwunsch zur Ruhmeshalle in Rekordgeschwindigkeit! Super geniales Stellwerk hast du da... gefällt mir echt gut. Da hab ich so gar keine Lust mehr auf meine Kippschalter in der Spanplatte :pflaster:

Wie lange hast du daran gebaut?

Viele Grüße
Daniel

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#11

Beitrag von MicroBahner » Di 4. Dez 2012, 10:40

Allmäächt - wie der Franke sagt (wobei ich gar kein 'echter' bin ) - so viel Lob und gleich in die Ruhmeshalle - da wird man ja ganz verlegen... :oops:

Nun ganz im Ernst, ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut, dass mein Stellwerk bei euch so gut ankommt und das ist auch Ansporn weiterzumachen. Ich werde gleich mal noch ein paar Info's dazu zusammenstellen.

Bilder von der ganzen Anlage werde ich bei 'Meine Anlage' einstellen - oder vielleicht auch besser bei 'Anlagenbau', da der fotografierbare sichtbare Anteil doch noch eine ziemliche Baustelle ist. Ein paar Bilder - auch von früheren Bauzuständen der Anlage - könnt ihr aber schon hier http://www.myway.de/fpm/Eisenbahn/Album/index.html ansehen. Die Seite habe ich für ein paar ehemalige Kollegen gemacht, die wissen wollen, wie ich so meinen Ruhestand verbringe.

@Niklas: ja, Du hast schon richtig getippt. Von Beruf bin ich Elektroingenieur. Das Programmieren hat mich auch immer schon gereizt. Meine ersten Programme habe ich vor ca. 40 Jahren im Studium geschrieben. Da waren Computer noch raumfüllende Gebilde und die heutigen PC's konnte man sich weder von Größe (oder besser 'Kleine') noch von der Leistung im Traum nicht vorstellen. Besonders fasziniert es mich, wenn die Software nicht nur irgendwelche bunten Bildchen auf einem Monitor erzeugt, sondern richtig was bewegt. Auch die Bahn hat mich schon als Kind interessiert. Wenn man meinen Eltern glauben darf, stand ich schon als kleiner Bub am Bahnsteig ganz fasziniert vor den großen Lokomotiven und diese Faszination hat mich auch zeitlebens nicht mehr ganz losgelassen. So habe ich mir im Laufe der Zeit einiges Wissen darüber angeeignet. Das ist aber immer Hobby geblieben - beruflich hatte ich mit der Bahn nichts zu tun. Vor allem Elektroloks (wen wundert's) - und da speziell die Altbau Loks - haben es mir angetan. Mein Wissen über Stellwerke stammt hauptsächlich von stellwerke.de. Nachdem ich jetzt im Ruhestand die Zeit dafür habe, kann ich beides in idealer Weise miteinander verbinden.

@Daniel: Danke für die Glückwünsche. Die kann ich aber auch gleich zurückgeben. Deine Arbeiten sind absolut faszinierend. An solchen Bildern kann ich mich gar nicht sattsehen. Beim Landschaftsbau klafft bei mir zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch eine ziemlich große Lücke. Sehr fraglich, ob ich die je ganz schliessen kann.
Wie lange ich an dem Stellwerk gebaut habe? Schwierig zu sagen, wieviel Stunden das sind. Begonnen habe ich vor gut einem Jahr. Die meiste Zeit nimmt auf jeden Fall die Software in Anspruch. Die Testerei ist da sehr zeitaufwändig. Im Laufe der Zeit dürften sicher schon deutlich über hundert Stunden zusammengekommen sein. Edit: P.S. hab jetzt mal in mein Programmlog reingeschaut - man verschätzt sich doch gewaltig. Da dürfte insgesamt noch 'ne ganze Ecke mehr zusammengekommen sein.

Da ich sehr viel selbst baue, geht der Baufortschritt nur relativ langsam voran. Außerdem gibt es ja auch im Ruhestand noch ein Leben neben der Moba :wink: - da sorgt schon meine Frau dafür. Aber das Ganze soll mich ja auch noch einige Jährchen beschäftigen. Zukünftig werde ich immer mal wieder berichten.

Gruß
Franz-Peter
Zuletzt geändert von MicroBahner am Di 4. Dez 2012, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#12

Beitrag von MicroBahner » Di 4. Dez 2012, 14:02

Hallo,
hier nun ein paar weitere Details zu meinem Stellwerk.

Zur Übersicht erstmal ein Blockschaltbild, wie die Komponenten zusammenarbeiten:
Bild
In dem gestrichelten Kasten sind die Komponenten die im Stellpult selbst untergebracht sind. Die anderen Kästchen represäntieren jeweils ein Modul (=1 Platine) die unter der Bahnhofsplatte so angeordnet sind, das die Kabelwege zu den zu steuernden Komponenten möglichst kurz sind. Der Hauptprozessoren im Stellwerk ist eine C-Control Pro vom 'grossen C'. Die 'intelligenten' Module im Bahnhof (Fahrregler und Steuerung der Weichenservo's) enthalten ebenfalls ATMega-Prozessoren. Die anderen Module sind einfache Eingangs- bzw. Ausgangsbausteine.
Verbunden sind die Peripheriemodule über den I²C-Bus mit dem Hauptprozessor. Das ist ein in der Microcontrollertechnik weit verbreiteter 2-Draht-Bus (+Masse). Damit lassen sich die Module individuell adressieren, und Daten in beide Richtung übertragen. Alle Module, die mit Fahrstrom zu tun haben, sind galvanisch von den reinen Logikbausteinen getrennt (dazu dient auch der Trennmodul). Das verbessert die Störsicherheit.

Die ganze Fahrstromversorgung ist konsequent massebezogen aufgebaut. Jeweils die äussere Schiene wird mit Fahrstrom versorgt, und die innere ist die Rückführung. Das erleichtert die elektronische Ansteuerung ungemein. Die Fahrregler können ohne ein Umpolrelais positive und negative Spannungen erzeugen. Dazu müssen sie natürlich mit +/- Spannung versorgt werden. Aufgrund der massebezogenheit reicht aber ein Netzteil ( +/-15V stabilisiert ) für alle 4 Regler aus. Die Gleisbesetztmelder arbeiten nach dem Stromfühlerprinzip. Dazu sind bei den jeweiligen Überwachungsabschnitten die inneren Schienen über antiparallele Dioden mit der Fahrstrommasse verbunden. Für die Elektronik gibt es noch eine 5V-Versorgung und 12V für die Relais. Programmiert ist das ganze in der Programmiersprache 'C'.

Die elektrische Aufteilung und der Anschluß der Gleise ist in dem folgenden Bild ersichtlich ( Eine Seite aus meiner Anlagendoku - eine gute Doku der Elektrik ist aus meiner Sicht das A&O für einen langfristig zuverlässigen Betrieb ):
Bild

Damit ihr seht, wie ich meine Module aufbaue, als Beispiel ein Bild vom Servomodul:
Bild
Vielleicht interessierts ja auch jemanden, wie's drunter so aussieht:
Bild
In der Art sind alle meine Module aufgebaut. Dieses hier kann 16 Servo's und 12 Relais ansteuern. Die Endlagen und die Stellgeschwindigkeit ist für jeden Servo einzeln parametrierbar.
Die Relais werden für die Herzstückpolarisierung verwendet, und die Servos ohne Relais sollen die Signale stellen.
Wie man sieht, ist dafür gar nicht viel HW-Aufwand nötig.


Um die Abläufe im Stellwerk etwas zu verdeutlichen, lassen wir jetzt einfach mal einen Zug fahren. Dazu schauen wir auf das Erlaubnisfeld
Bild
( N.B. Eigentlich wäre es schöner, wenn das Erlaubnisfeld mit eigenen Bedien- und Anzeigeelementen in das Stellwerk integriert ist. Wie ich die Frontplatte entworfen und gezeichnet habe, habe ich da aber einfach nicht dran gedacht :cry: - so muss als Notlösung das Display herhalten. Vielleicht baue ich mal irgendwann dafür ein eigenes Bedienkästchen)
In der obersten Zeile sieht man, dass derzeit die Erlaubnis bei uns liegt (Fahrtrichtung ist 'nach Süders'). Die 2. Zeile zeigt, dass derzeit aber kein Zug dahin unterwegs ist, die Strecke ist 'frei'. Die 'X' in der 3. Zeile sind die Anforderungs-Zeichen. Links die Anforderung vom eigenen Bahnhof, rechts die Anforderung durch den Fdl in Süders. Da die Erlaubnis standardmäßig in Westal (unser Bahnhof) liegt, ist dass eigene Anfo-Flag gesetzt.
Wir sehen aber, dass uns der Kollege in Süders einen Zug schicken möchte. ER fordert nämlich die Erlaubnis von uns an (Das 'X' rechts unten neben 'Erlaub.').
Zur Zeit haben wir keinen Zug Richtung Süders abzufertigen, deshalb kommen wir der Bitte des Kollegen nach und geben die Erlaubnis ab ( Taster 'Abg.' ). Weil kein Zug auf der Nebenbahn unterwegs ist ( ist ja 'frei' ), wechselt die Erlaubnis direkt nach Süders. Wir erkennen auch gleich, dass der Kollege den Zug schon abgeschickt hat, den jetzt ist die Nebenbahn belegt:
Bild

Sobald der Zug bereit ist für die Einfahrt in den sichtbaren Bereich wird er im Zugmeldefenster angekündigt:
Bild
Der P38100 ist ein Wendezug der bei uns im Bahnhof Kopf machen soll und dann nach Ostfeld weiterfährt. Wir lassen ihn also nach Gleis 4 einfahren. Die Ruhelage der Weichen ist so definiert, dass die Hauptfahrstraßen ( Ein/Ausfahrten auf der durchgehenden Hauptbahn und Nebenbahnfahrten nach/von Gleis 4 ) keine Weichenumstellung benötigen. Wir können also gleich den Fahrstraßenschalter betätigen. In der ersten Stufe werden die Weichen festgelegt (Led's leuchten auf). Jetzt kann keine feindliche Fahrstraße mehr eingestellt werden. In der 2 Stufe wird die Fahrstraße elektrisch festgelegt. Das bedeutet hier, dass die zur Fahrstraße gehörigen Gleisabschnitte von den übrigen Gleisabschnitten isoliert werden und die Fahrstraße jetzt einen eigenen Fahrstromkreis bildet. Auch wird ein Fahrregler und ein Fahrpoti für diese Fahrstraße reserviert.
Bild
An dem entsprechenden Fahrpoti leuchtet die rote Anzeige auf, und zeigt ein 'B' für das zugehörige Einfahrsignal B. Das zeigt aber noch Hp0, und auch der Fahrregler ist noch nicht mit der Fahrstraße verbunden. Das passiert erst in der letzten Stufe des Drehschalters. Jetzt wird der Fahrstrom zugeschaltet und das Signal wechselt auf Hp2. Der Zug kann kommen. Und da ist er auch schon:
Bild
(Weil in diesem Bereich der Anlage die Strecke auch vor dem Einfahrsignal sichtbar ist, könnte man den Zug auch annehmen, ohne eine Fahrstraße einzustellen. Der Lokführer muß dann natürlich vor dem geschlossenen Einfahrsignal anhalten. Den dazu nötigen Bedientaster gibt's auch schon, nur die Software ist noch nicht so weit)
Sobald die Zugspitze das Einfahrsignal passiert hat, fällt dieses automatisch wieder auf Hp0 zurück. Ist der Zug komplett ins Gleis 4 eingefahren, kann die Fahrstraße wieder aufgelöst werden. Das erkennt der Fdl auch daran, dass die Led am Fahrstraßenschalter blinkt. Jetzt können wir den Fahrstraßenschalter wieder zurückdrehen und die Weichen werden wieder freigegeben. Hat der Zug seinen endgültigen Haltpunkt erreicht, und das Poti steht wieder auf 0 wird auch die Fahrreglerzuordnung aufgehoben - das rote 'B' erlischt, die Zugfahrt ist abgeschlossen. Jetzt können unsere Preiserlein ein- und aussteigen :wink: ( diese elende Kletterei, wenn es doch wenigstens schon einen Bahnsteig gäbe...)

Nachdem alle Preiserlein die Kletterei geschafft haben, soll unser Zug jetzt weiter nach Ostfeld fahren. Erst ein Blick auf den Streckenblock:
Bild
Ja, der Fahrweg nach Ostfeld ist frei, wir können unseren Zug also ausfahren lassen. Dazu müssen die Weichenverbindungen 3/4 und 5/6 gestellt werden, damit wir von Gleis 4 auf die Hauptbahn kommen. Nachdem die Weichen gestellt sind, wird jetzt auch unser Fahrstrassenhebel Gl4->Of freigegeben ( Bei der Weichenstellung ist das auch die einzig mögliche Fahrstraße - alle anderen sind blockiert ).
Bild
Wieder das gleiche Spiel: Stufe 1 zum Festlegen der Weichen, Stufe 2 um die Fahrstraße elektrisch einzurichten und eine Fahrpoti zuzuordnen. Das zeigt jetzt eine '4' für die Ausfahrt aus Gleis 4.
Da wir viel zu tun haben (von Nordham wurde schon wieder ein Zug gemeldet, den wir nicht warten lassen wollen) soll die Ausfahrt 'semiautomatisch' ablaufen.
Dafür stellen wir das Fahrpoti bereits jetzt auf die gewünschte Streckengeschwindigkeit. Die Fahrregler haben eine Anfahrverzögerung und eine Leerlauferkennung. Wird der Fahrregler der Fahrstraße zugeordnet, steht die Fahrspannung immer auf 0, und da der Fahrregler 'Leerlauf' erkennt (er ist ja noch nicht mit dem Fahrstromkreis verbunden) bleibt das auch - unabhängig von der Potistellung - erstmal so. Nun den Fahrstraßenknopf in die letzte Raste: Das Signal geht auf Hp2, der Regler wird mit dem Gleis verbunden, erkennt die Lok und regelt die Fahrspannung langsam hoch - unser Zug setzt sich in Bewegung, rumpelt über die Weichenstraße
Bild
und entschwindet gen Ostfeld. Wir können uns derweil schonmal dem Zug aus Nordham widmen. Wenn der P38100 weg ist, müssen wird nur noch die Fahrstraße auflösen und die Weichen zurückstellen - Fahrdienstleiter Alltag eben...

fahrdienstliche Grüße von Eurem
Franz-Peter

Benutzeravatar

Guppy6660
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1784
Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:26
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Analog
Gleise: Fleischmann
Wohnort: Mitten in Bayern
Alter: 51
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#13

Beitrag von Guppy6660 » Mi 5. Dez 2012, 10:28

Servus Franz- Peter,

Der Einzug in die Hall of Fame ging ja schneller, als John Wayne schießen kann. :bigeek:
Aber er ist mehr als verdient! Herzlichen Glückwunsch nochmal dazu!

Dein Stellwerk dürfte ja einmalig sein. Absolut Klasse Ausführung. Da ziehe ich meinen Hut. Da wünscht man sich gleich, so etwas auch zu können. :|
Bei mir ist allerdings beim zusammenlöten einiger Litzen schon Schluss...

In deinem Link war ich auch mal kurz stöbern, auch das Video habe ich mir angeschaut. Was man bis jetzt sehen kann, ist absolut genial!
Ich denke mal, deine Anlage wird wohl deinem Stellwerk in nichts nachstehen, wenn sie mal fertig ist! :sabber:

Ich freue mich schon darauf!

Viele Grüße aus dem Altmühltal ins nahe Mittelfranken.
Viele Grüße,

Richard

Lust auf einen Kurzurlaub in Buchenhüll?

... und Neu! Altmühl- Module

Bild



Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte.
F.W. Nietzsche

Benutzeravatar

HaJoWolf
InterRegio (IR)
Beiträge: 220
Registriert: Do 3. Sep 2009, 00:18
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Digital plus/TC Gold
Gleise: Roco / Tillig
Wohnort: Weyersbühl
Alter: 66
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#14

Beitrag von HaJoWolf » Mi 5. Dez 2012, 13:46

Ja wie oberhammergeil ist das denn?! [wo ist der Daumen-hoch-Smiley?]
Grüße aus Weyersbühl
HaJo
_____________________________________________________________________________
Meine Frau hat gesagt, sie verlässt mich, wenn ich mich weiter im Stummiforum rumtreibe.
Ich werde sie vermissen.

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#15

Beitrag von MicroBahner » Mi 5. Dez 2012, 17:28

@Richard: Vielen Dank für die Glückwünsche :D . Ich war auch ganz baff als ich mich so schnell in der Ruhmeshalle wiederfand. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet :shock: . Nochmal vielen Dank an alle, die da 'gevotet' haben.
Als ich jetzt aber mal kurz bei Dir reingeschaut habe, ist mir das Werkzeug aus der Hand gefallen :bigeek:. DAS ist eine Modellbahnanlage - da helfen mir meine Elektronik Kentnisse gar nix :cry: . Vorstellen tät ich mir meine auch gern so, aber da müsste ich mich noch sehr steigern. Sehr fraglich ob das was wird :-| .

Grüße ins schöne Altmühltal (oftmals unser kleines Sommer-Radel-Ausflugsziel )
Franz-Peter


AK_75
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 492
Registriert: So 17. Jul 2011, 10:32
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: CS2
Gleise: K-Gleise
Wohnort: Rheinland
Alter: 44

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#16

Beitrag von AK_75 » So 6. Jan 2013, 22:17

Hallo Franz-Peter,

als blutiger Elektronik-Laie bin ich tief beeindruckt und ziehe meinen virtuellen Hut.


GottfriedW
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2080
Registriert: Mi 13. Apr 2011, 20:52
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: MS2 und analog
Gleise: K+ M-Gleis
Wohnort: Ostalbkreis

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#17

Beitrag von GottfriedW » So 6. Jan 2013, 22:31

Hallo Franz - Peter,

dein "Stellwerk" ist absolut der Hammer, davon kann ein normal Steblicher nur träumen. Herzlichen Glückwunsch zur Halle.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich so etwas nie hinbekomme, aber ich freue mich jetzt schon auf weitere Details.

Liebe Grüße
Gottfried
Schau auch mal in Kahlfelden vorbei: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=62356


OliverW.
InterCity (IC)
Beiträge: 819
Registriert: Mi 17. Okt 2007, 23:09
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: 6021, 60226
Gleise: C

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#18

Beitrag von OliverW. » So 6. Jan 2013, 23:16

HaJoWolf hat geschrieben:[wo ist der Daumen-hoch-Smiley?]
Hier: Bild

Oliver W.

Benutzeravatar

St. Goar
EuroCity (EC)
Beiträge: 1288
Registriert: Fr 2. Okt 2009, 17:20
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Zimo
Gleise: RocoLine
Wohnort: Bielefeld
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#19

Beitrag von St. Goar » Mi 9. Jan 2013, 22:58

Hallo Franz-Peter,

ich kann mich den vielen Vorrednern nur anschließen: Eine tolle Leistung. :shock:
Solch ein Stellwerk hätte ich auch gerne. :?
Gruß aus Bielefeld

Gerhard

In Stummis Modellbahnforum: viewtopic.php?f=51&t=42457

Bild


Sir Bier
Ehemaliger Benutzer

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#20

Beitrag von Sir Bier » Sa 19. Jan 2013, 18:14

Hey Franz Peter!

Ooooooh mein Gott, was hast du denn da für ein Teil? Das ist ja der absolute Oberhammer überhaupt :bigeek: zum niederknien!

Ich als Elektromechanischer Analphabet stelle hiermit fest das du der Messias unter den Elektromechamenschen bist! Amen :mrgreen: ( Hoffe ich komme nicht dafür in die Hölle :oops: )

Grats zur Ruhmeshalle, wohlverdient!!

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#21

Beitrag von MicroBahner » So 20. Jan 2013, 11:26

Hi all,
vielen Dank für euer Lob zu meinem Stellwerk.
Ich koche da aber auch nur mit Wasser. Man muss sich nur etwas mit der Mikroprozessor-Programmierung auskennen. Das Stellwerk ist auch bei weitem noch nicht perfekt und fertig. Aber es geht halt schon eine ganze Menge, und macht auch schon Spaß damit zu 'spielen'. Wenn ich wieder am Bahnhof weiterbaue, habe ich vor auch mal ein Video über die Abläufe zu machen. Das ist dann etwas anschaulicher als viele Worte.
Es ist halt so wie bei vielen Dingen: Wenn man's kann, findet man es gar nicht so schwierig. Wenn nicht, steht man mit staunenden Augen davor. In anderen Bereichen geht mir das hier im Forum ja auch so.

Benutzeravatar

Rückblock
EuroCity (EC)
Beiträge: 1063
Registriert: Sa 29. Jun 2013, 11:28
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: CS2 + Computer
Gleise: Märklin K Gleis
Wohnort: MG im Rheinland
Alter: 65

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#22

Beitrag von Rückblock » Sa 13. Jul 2013, 10:15

Hallo Franz Peter,

als Neuling stöbere ich zur Zeit ein wenig hier im Forum herum. Auch ich möchte ja gerne meine Modellbahn möglichst dem Vorbild entsprechend steuern. Dein Projekt gefällt mir daher recht gut. Nachdem der Bau eines Spurplanstelltischs bei der Vorgängeranlage nicht so recht vorangegangen ist, (die Firma Erbert hat mich hier mit der Lieferung der Tischelemente zu lange warten lassen) habe ich nun die Steuerung über einen PC mit Bildschirmdarstellung realisiert. Für die Nebenbahn mit Formsignalen könnte ich mir durchaus auch eine Ausführung, so wie Du sie realisiert hast, vorstellen. Jedoch habe ich auch nicht die Lust und Fähigkeit hier viel Mechanik zu bauen. Die von Dir erdachte Lösung mit der "Blockier-LED" neben den Schaltern finde ich daher sehr gut. Mal sehen, noch stecke ich im Gleisbau, aber man sollte sich ja auch schon einmal Gedanken über die Steuerung machen.

Wünsche viel Freude beim Basteln.
Mit freundlichem Gruß
Rolf

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#23

Beitrag von MicroBahner » Di 16. Jul 2013, 21:02

Hallo Rolf,
das freut mich natürlich, wenn ich dir mit meinem Stellwerk ein paar Anregungen geben konnte.
Hast Du schon Vorstellungen, wie Du das Stellwerk für deine Nebenbahn realisierst - mit eigenem MP oder auch über den PC? Hast Du das PC-Programm selbst geschrieben?
Vielleicht stellst Du dein Bauprojekt ja auch mal in einem Thread vor - wär bestimmt interessant.

Benutzeravatar

SpaceRambler
Verstorben (+)
Beiträge: 5201
Registriert: Fr 1. Feb 2008, 10:08
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Lenz LZV 100 + TC8 Gold
Gleise: GFN Profigleis
Wohnort: Hohenbrunn
Alter: 62
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#24

Beitrag von SpaceRambler » Mi 17. Jul 2013, 08:03

Hallo Franz-Peter,

mit Deinem selbstgebauten Stellwerk, welches ich erst jetzt auf einen Hinweis hin zu Gesicht bekommen habe, hast Du verdienter Maßen einen Raketenstart hingelegt! Mit der µC-Programmierung gehst Du angesichts der Komplexität eines Stellwerks den richtigen Weg, damit bleibt das beherrschbar UND flexibel. Ich selber hatte beim Stellwerksbau nicht soooo die glückliche Hand ... hat funktioniert, aber ... inzwischen bin ich heilfroh, dass TrainController und ein Stellwerk auf dem PC-Monitor den Job machen.

Bemerkenswert ist neben der Elektrotechnik auch die blitzsaubere Ausführung der Blech-Arbeiten. Selbst gemacht - oder hast Du hier Unterstützung von fachlich kompetenter Seite?

Gruß, Randolf
Bild
mein Epoche2-Trennungsbf. "Mühlfeld im Wald" (TC8 Gold) (Link: Bild klicken)
Spur-N-Projekt "Mitwitz" (iTrain 4 Pro / LinuxMint 17.1 Mate)

Benutzeravatar

Threadersteller
MicroBahner
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2368
Registriert: Mi 28. Nov 2012, 14:24
Nenngröße: H0
Stromart: analog DC
Steuerung: Microprozessor-Eigenbau
Gleise: Tillig
Wohnort: Mittelfranken
Alter: 69

Re: Ein rein elektronisches 'elektromechanisches' Stellwerk

#25

Beitrag von MicroBahner » Mi 17. Jul 2013, 16:51

Hallo Randolf,
danke für die Blumen :D :D . Wenn man ein Stellwerk vorbildorientiert betreiben will, kommt man wohl in der Tat kaum um eine µC-Programmierung herum. Alles in HW aufzubauen ist ein Riesen-Aufwand und extrem unflexibel bei Änderungen. Auch wenn das beim Vorbild ja früher alles in HW realisiert wurde.....
Alternative ist eben noch die PC-Technik, aber ich persönlich möchte beim Betrieb der Moba nicht vom PC abhängig sein. Man kann sicher auf dem Monitor schöne Visualisierungen machen, aber funktionieren soll das ganze bei mir auch ohne PC 8)
Für die 'Blecharbeiten' habe ich die ganzen notwendigen Bohrungen und Ausschnitte mit einem CAD-Programm erstellt und mir danach von einem Dienstleister eine 3mm Alu-Platte CNC-fräsen lassen. Mit Bohrer und Feile bekommt man das nie so genau hin. Gebogen hat mir die Aluplatte dann ein Karosseriebauer bei mir in der Nähe auf seiner Abkantpresse. Auch das ist bei 3mm Alu mit 'Hausmitteln' kaum ordentlich machbar. Die Seitenwände rechts und links sind entsprechend zugesägte und gefeilte MDF-Platten, so dass das Alublech da genau herumpasste. Das geht noch ordentlich mit Säge und Feile und gibt dem Ganzen dann seine Stabilität. Nach dem Lackieren sind die unterschiedlichen Materialien nicht mehr erkennbar.

Antworten

Zurück zu „Meine Anlage“