Brawas ÖBB Oppeln überarbeitet (02.05.17)

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Iceman
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Re: SSkm 49 von KMB abgeändert (06.06.15)

#26

Beitrag von Iceman » Sa 6. Jun 2015, 11:08

Guten Tag,

heute soll es um den SSkm 49 von Klein-Modellbahn (KMB) gehen. Diesen gab es in verschiedenen Sets (Tropenholz-, Gummiwalzentransport, Transport von landwirtschaftlichem Gerät, usw), aber auch als Einzelwagen (3625).

Gestört hat mich an diesem immer die überdimensionierten Binderinge der Rungen. Diese bestehen aus 0,4 mm dickem Draht mit einem Durchmesser von 3 mm. In echt hätte diese Ringe einen Durchmesser von rund 25 cm, was mit Sicherheit viel zu viel ist.

Als ich die Tage das Messingdrahtgeflecht von einer spanischen Weinflasche in die Finger bekam,musste ich unbedingt austesten, ob damit nicht was schöneres hinzubekommen ist. Dieser Draht ist recht weich und hatte einen Durchmesser von 0,2 mm, also nur halb so stark wie die ursprünglichen Ringe. Zunächst einmal sollte man den Draht glätten, da er an der Flasche alle 2-3 cm miteinander verdrillt ist.

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Danach habe ich mir einen 1,3 mm Bohrer genommen und den Draht über den Schaft (das glatte Ende) des Bohrers gewickelt. Schön eng und immer unter leichtem Zug. Nachdem man diese Spirale vom Schaft abgezogen hat, kommt der etwas knifflige Teil der Aktion. Nämlich das Abschneiden der Ringe. Mein Seitenschneider hat sich da nicht unbedingt als ideal erwiesen, da er schon etwas an Biss verloren hat. Die Ringe die man nun hat sind im Durchmesser etwas unter 2 mm, was ja schon einer Reduzierung um über 30 % entspricht.

Diese Ringe werden dann mit einer Pinzette oder feinen Zange noch etwas gerichtet und dann in die Halterungen an den Rungen platziert (wer will auch mit einen Hauch Klebstoff). Die Schnittstelle platziert man optimalerweise in der Halterung und ist somit fast unsichtbar. Die Ringe sind natürlich als Befestigungspunkt für Ketten oder Seile weiterhin nutzbar. Zu guter Letzt werden die Ringe dann noch schwarz eingefärbt und fertig.

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Grüße

Matthias

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Re: Liliput Btms 55 + Behälter Überarbeitung (15.12.15)

#27

Beitrag von Iceman » Di 15. Dez 2015, 15:24

Hallo,

Wagen:
- aufgedruckte Zettelkasten durch einen passenden geätzten aus dem Weinert-Blech 92541 ersetzt
- Andeutung des Bremsdreiecks zwischen den Bremsbacken durch einen 0,5 mm MS-Draht
- beim Wagen mit dem Übergangssteg den überflüssigen Trittbügel am Ende des Wagens entfernt.
- Seilösen an den Wagenecken aufgebort

Behäter Eoskrt 21:
- Kranösen aufgebohrt
- aufgedruckten Zettelkasten durch einen aus dem Weinert-Blech 92541 ersetzt. Da kein passender vorhanden ist, wurde der 4x4 Felder große an einer Seite so abgefeilt, dass 3x4 Felder übrigbleiben.

Behälter Efkr 421:
- angeformte Kranösenandeutungen entfernt und durch Drahtösen ersetzt. Die Verstärkungbleche um die Ösen konnte ich auf die Schnelle nicht umsetzen.
- Halterung der obersten Stufe des Behälters freigelegt. Die übrigen Stufen sollten übrigens auch teilweise freistehen, was aber auch Roco/Mätrix nicht umgesetzt haben
- Nachbildung des Klappenverschlusses durch zwei übereinander eingeklebten 0,4 mm Drähte (siehe Bild 1 vor dem Gleis liegend).
- auch hier habe ich den Zettelkasten ersetzt, Vorgehensweise siehe offener Behälter

Bild
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Ergänzung:

Bei den Basteleien ist mir aufgefallen, dass die Beschriftung der Behälter leider nicht sehr grifffest ist. Das gab es bei früheren Liliput Erzeugnissen auch schon, bisher war es aber meistens die weiße Schrift auf braunem Grund. Hier lässt sich das Ganze mit einem sehr feinen Pinsel und schwarzer Farbe wieder beheben, ist allerdings etwas diffizil. Es empfiehlt sich daher, die Behälter vorzugsweise an den nicht beschrifteten Stellen anzufassen.
Grüße

Matthias

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Re: Liliput Btms 55 + Behälter Überarbeitung (15.12.15)

#28

Beitrag von Iceman » Do 14. Apr 2016, 13:52

Überarbeitung Omm 34 Von Klein-Modellbahn (KMB)

von KMB gibt es schon seit einigen Jahren ein recht brauchbares Modell des Omm 34 ohne Bremserbühne. Leider hat es jedoch einige Problemstellen in der Detaillierung. An erster Stelle sind hier die angespritzten Türgriffe, sowie die Griffe und Tritte an den Stirnseiten zu nennen. Auch die Bedienung des Lastwechsels ist nicht wirklich gut gelungen. Zudem fehlen die Signalhalter komplett.

Eine Schwachstelle sind auch die Verschlüsse der Kniewellen der Frontklappen. Diese brechen leider recht häufig ab.

Zur Orientierung dient wie immer das entsprechende Buch von Stefan Carstens, in diesem Falle Band 3 Offenen Wagen.

Andeutung Bremsdreieck: Entweder durchbohrt man die Bremsbacken komplett und fädelt dann einen etwa 0,5 mm Draht ein, oder man bohrt die Bremsbacken nur von innen an und klemmt dann das Stück Draht, mit einen zusätzlichen Tropfen Kleber gesichert, dazwischen.

Türgriffe: Die angespritzten wurden mittels Bastelmesser, Skalpell und feinen Feilen entfernt und anschließend durch entsprechend zurechtgebogenen 0,4 mm Messingdraht ersetzt.

An Stirnwand 1 (Seite der Bremsumsteller) muss lediglich das angespritzte Irgendwas entfernt, und durch einen kleinen Handgriff ersetzt werden.

An Stirnwand 2 (Seite der Signalhalter) werden der angespritzte Griff und die Stufe ebenfalls entfernt. Während der Griff aus 0,3 mm Draht besteht, kommt die Stufe von Weinert (87029).

Das waagerechte Laufbrett wird abgezogen, die linke Seite bis zur Halterung abgetrennt und mittels einer aufgeklebten dünnen Kunststoffplatte nach rechts verlängert. Die Signalhalter stammen von Weinert (8261) und werden einfach in die entsprechenden Bohrungen geklebt.

Unterpuffer-Rangieregriffe: Diese sind zwar rudimentär angespritzt vorhanden, gefielen mir aber nicht. Auch diese wurden abgeschnitten und durch 0,3 mm Draht ersetzt.

Kniewellenverschlüsse: Diese waren bei mir beide abgebrochen. Den oberen waagerechten Halter gibt es zwar von Weinert in einem Blech, aber leider immer nur zwei Stück. Hier musste ich also improvisieren. Der Hebel selbst besteht ebenfalls aus 0,3 mm Draht, wie auch die Improvisation des Halters.

Lastwechsel: Die angeformten Umsteller wurden abgeschnitten und lediglich das eigentliche Schild übriggelassen. Dieses wurde seitlich mit 0,3mm durchbohrt damit die Halterung aus 0,3 mm Draht
durchgefädelt werden kann. Die Bedienhebel sollten seitlich leicht versetzt angebracht werden, damit (virtuell) Platz für das Umlenkgetriebe ist. Zum Schluss werden beide Seiten noch mittels eines Stückes Drahtes miteinander verbunden. Wer darauf Wert legt, dass die Hebel beide in die selbe Richtung zeigen (rechts=beladen oder links=leer), sollte sie sich von zwei Wagen zusammensuchen.

Ergänzt, aber noch großteils unlackiert:

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Lackiert

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Es ließe sich noch mehr machen, wie z.B. Ersatz der Rangierertritte und der Eckgriffe. Dies mache ich meistens erst dann, wenn diese beschädigt oder ganz abgebrochen sind. Was auch gerne abbricht sind die Kopfklappenlager, diese lassen sich mit Hilfe eines kleines Stückchens dünnen und lackierten Drahtes nachbilden.

Auf das Verstärken der Kastenrungen habe ich bewusst verzichtet, da es sehr aufwändig wäre, ohne dass man hinterher allzu viel davon sieht. Auch im Bereich der Bremsanlage gäbe es noch viel Potenzial für Verfeinerungen. Grundsätzlich sollten die Federböcke beim Omm 34 offen sein, leider hat KMB diese allerdings dermaßen schmal nachgebildet, dass eine nachträgliche Öffnung nahezu unmöglich ist.

Demnächst dann der Omm 37.
Grüße

Matthias

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Tieferlegung des SSy 45 von Artitec

#29

Beitrag von Iceman » So 11. Dez 2016, 12:11

Guten Tag,

Artitec hat mit dem Wagen ein recht brauchbares Modell in vielen Varianten abgeliefert, allerdings mit einem größeren Schönheitsfehler. Der Wagen ist recht hochbeinig und die Ladefläche relativ kippelig.

Nachdem ich in Carstens Band 8 aus der Güterwagenreihe gelesen hatte, dass der Umbau relativ einfach zu sein scheint, beschloss ich meine Wagen entsprechend abzuändern.

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Als erstes sollte man die Drehgestelle abschrauben, was mit einem passenden Kreuzschlitz-Schraubendreher einfach vonstatten geht. Über die Ladefläche und den Zapfen gemessen ergibt sich eine Höhe von 8,4 mm. Anschließend zieht man die Abdeckung der Kurzkupplungskulisse (2) nach oben ab, indem mnn einfach mit dem Fingernagel unter eine der Rastnasen (3) geht. Vorsicht ist wie immer bei der Feder angebracht, aber diese sitzt relativ fest an der Abdeckung. Die Höhe der Abdeckung mit dem Zapfen beträgt 5,9 mm.

Dann kann man mit einer Säge den Zapfen (1) möglichst dicht an der Abdeckung abtrennen. Die Höhe möchte ich um einen Wert von 0,9 - 1 mm reduzieren. Daher wird der abgetrennte Zapfen solange mit der Feile bearbeitet bis er zusammen mit der Abdeckung eine Höhe von 5 mm aufweist. Anschließen muss noch die Schraubenaufnahme am Untergestell (4) soweit gekürzt werden, dass anschließen der Zapfen (1) wieder lückenlos auf der Abdeckung (2) sitzt. Hier sollte man ihn beim Zusammenbau mit etwas Kunststoffkleber sichern. Die Höhe inklusive der Ladefläche sollte nun rund 7,5 mm betragen.

Auf einer Seite des Wagens, wird das Drehgestell noch von 2 seitlichen Auflagen (5) gestützt, auch diese sollte man etwas abfeilen und seitlich abrunden, damit eine gewisse Beweglichkeit erhalten bleibt.

Bild
Rechts vorher, links nachher.

Einschränkungen der Fahrtauglichkeit konnte ich auch bei leichten Steigungen keine feststellen. Wer allerdings den Wagen noch tiefer legen möchte, kommt wohl um eine Achsentausch auf RP 25 oder niedriger nicht herum.

Bei meinen Wagen wurde auch noch die Zettelhalter gegen welche von Weinert getauscht. Die aufgedruckten haben zwar in etwa die richtige Größe, die im Ätzblech haben jedoch einen viel zu dicken Rahmen. Damit wirkt das Gitter viel zu klein. Außerdem hab eich die Puffer, sowie die Puffersockelplatten gegen welche von Weinert ersetzt. Die Artitecpuffer haben zwar die richtige Puffertellergröße und auch -form, dafür ist aber die Pufferhülse und der -stößel viel zu dünn geraten und wirken nicht richtig.
Grüße

Matthias

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Re: Tieferlegung des SSy 45 von Artitec (11.12.16)

#30

Beitrag von stephano1 » Sa 4. Feb 2017, 12:04

Hallo Iceman

Betr: Brawa 4yg Umbauwagen Innenraumgestaltung cool !

werden in den Wagen in Zukunft auch Passagiere sitzen ?
wenn ja, dann bin ich auf den Beitrag gespannt
schöne Grüsse
Interessen Fokus : Alpen-Transit Güterzüge Schweiz 1970-2006 , RhB 1980-2000 , US Güterzüge 1960-2006
meine HP http://www.bahnbilder.de/name/galerie/f ... ntino.html

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#31

Beitrag von Iceman » Di 2. Mai 2017, 13:58

Brawas ÖBB Oppeln überarbeitet

Hallo,

Brawa hat inzwischen in mehreren Länderversionen Oppeln herausgebracht. Viele davon sollten eigentlich ein Blechdach mit den markanten Blechwülsten haben. Leider hat man sich dies bei Brawa gespart und die normalen glatten Dächer verbaut.

Fotos von ÖBB Oppeln zeigten 9 Wülste auf dem Dach. Ich wollte sie im identischen Abstand untereinander auf dem Dach verteilen. Dazu malte ich mir auf Karopapier die Abstände auf. Wenn man in der Mitte anfängt und im Abstand von 10 mm nach außen geht, kommt man an den Enden auf einen Abstand von jeweils 5 mm. Das erschien mir plausibel und so übertrug ich diese Abstände ritzenderweise mit Hilfe eines Messschiebers auf das Dach. Diese Rillen vertiefte ich mit feinen Feilen, bis ich den gewählten Draht mit etwa 0,34 mm Durchmesser etwa zur Hälfte im Dach versenken konnte. Hierbei habe ich auf weichen Draht zurückgegriffen, dieser lässt sich einfacher in die richtige Form bringen.

Bild
Zwei Drähte links bereits eingeklebt.

Befestigt habe ich die Drähte mit Kunstoffkleber. Ein wenig davon kann ruhig vorbeigehen, das komplette Dach muss hinterher sowieso nochmal mit feinem Schmirgelpapier abgezogen werden. Dabei verliert der Draht auch ein wenig von seiner Rundung. Da ich keine Airbrush habe, habe ich das ganze anschließend mit dem Pinsel silber lackiert.

Bild

Auf dem Bild im Carstens hat der Wagen bereits seine Signalhalter, Trittstufen und Handgriffe an den Stirnseiten verloren. Das habe ich hier ebenso gemacht. Von den Rangierertritten und Eckgriffstangen blieb nur der in Fahrtrichtung rechte stehen. Der Rest wanderte in die Ersatzteilkiste.

Bild


@stephano1

Ich habe noch so viele Baustellen, Preiserleins stehen da nicht unbedingt an erster Stelle.
Grüße

Matthias

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