Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

Bereich für alle Themen der vorlbildgerechten Modellbahn, wie Zugbildungsvorschläge, Vorbildinformationen oder Betriebsabläufe im Vorbild und Ihre Umsetzung bei der Modellbahn.

ES44C4
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#26

Beitrag von ES44C4 » Mi 1. Apr 2015, 23:55

Auf der Clubanlage können wir ohne Probleme auf der Main-Line mit Speed / High Speed Fahren. Wohl verstanden mit US-Zügen und DCC/2L. Ein Club Freund bringt ab und an seinen RoLa Zug mit. Und zwar denn, der mit den 8-Achsigen Wagen und den kleinen Achsen. Der fährt auf der ganzen Clubanlage mit High Speed. Ohne Probleme auch mit den leeren Wagen.
Meine Loks habe ìch begrenzt auf 100km/h und die Switcher auf 60km/h mittels PR3 & JMRI. Da die im Original (SD40-2, C44-9W, SD60M, ES44AC/DC/C4, GP15-1, GP30 & GP38/-2) 79 Mile Top Speed haben. So wie vereinzelt auch einige Switcher. Z.B.: GS3B21/GS3B21-DE (GenSet).
Mit PR3 & JMRI kann ich fast alle Decoder Lesen und beschreiben. Sogar D&H Decoder...


berndm
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#27

Beitrag von berndm » Do 2. Apr 2015, 14:30

ET 65 hat geschrieben:...
berndm hat geschrieben: 89 381 DB ED Köln, Bw Krefeld Gbf, Knorrbremse letzte Br. Unt 24.2.49, Brawa 40031
Hallo Bernd,

eine württembergische T3 in Köln? Gab's die überhaupt noch in 1949 (was www.revisionsdaten.de dazu sagt)?
...
Gruß, Heinz
Etwas länger hat die 89 381 wohl noch gelebt. Wenn auch als Hofdame im AW Krefeld-Oppum: http://www.oocities.org/de/rolf126bilder/0893.htm

Hier noch ein Film-Link auf eine erhaltene Württemberger T 3: https://vimeo.com/83607960
Höchstgeschwindigkeit hat da schon eine besondere Bedeutung :wink:

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Rheingoldexpress
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#28

Beitrag von Rheingoldexpress » Sa 4. Apr 2015, 21:58

Ich gehöre auch eher zu den Langsamfahrern. Im Traincontroller habe ich ebenfalls die vorbildgerechten Höchstgeschwindigkeiten eingestellt. Aufgrund der Gleisgeometrie, Mindestradius 2, schaut selbst diese häufig zu schnell aus. Auf der Paradestrecke sind maql 120 km/h drin, ansonsten max. 80-90 km/h. Für die Epoche III passt das so einigermaßen.

Gibt es eigentlich irgendwo im www eine Übersicht mit zulässigen Höchstgeschwindigkeiten für die Epoche III der DB, zumindest aber Richt- oder Anhaltswerte? Hab bisher nichts gefunden und wär für Eure Hilfe dankbar.
*************************
Viele Grüße

Niko
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#29

Beitrag von BR 213 » So 5. Apr 2015, 07:01

Die Geschwindigkeit maßstabsgerecht umzurechnen ist nicht so schwer.

Bei schlanken Weichen mit Gegenbogen und einer Zwischengeraden ist noch kein Preiserlein seekrank geworden.

Bei kleineren Radien sollte man an die Fliehkräfte an den Köpfen der Reisenden denken.

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E 44
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#30

Beitrag von E 44 » Sa 4. Mai 2019, 10:22

Moin zusammen,

ich hole den Beitrag mal aus der Versenkung, weil ich grad bei bin, für meine Dampfloks "die" Geschwindigkeit auszuloten.

Dabei stieß ich gestern auf einen Interessanten Text, wo es hieß, das die Umdrehungsgeschwindigkeit der Treibräder einer Dampflok auf ~400 U/min-1 oder 6,5 U/s-1 begrenzt ist, weil das Gestänge und die Treibstange nicht beliebig vergrößert werden können.
Ich denke, das ist ein guter Gedanke, das man sich genau daran halten kann, denn die Treibradgröße entscheidet am Ende über die Geschwindigkeit.
Dazu kommt dann noch die Kolbengeschwindigkeit und die max. Geschwindigkeit des Kreuzkopfes.
Wenn ich das richtig gelesen habe, soll der bei etwa 9m/s begrenzt sein.
Die beiden letzteren sind aber für eine Modellbahn nicht entscheidend, sondern nur die Umdrehungen der Treibräder.

Vielleicht kann der eine oder andere damit noch was anfangen......
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#31

Beitrag von Schwanck » Sa 4. Mai 2019, 11:10

Moin,

eine vorbildgerechte Geschwindigkeit wird duch die vorhandenen Bogenradien bestimmt. Im Betrieb auf Hauptbahnen darf eine lange Kurve mit 300 m Radius mit 80 km/h befahren werden. 300 m entsprechen in H0 3,45 m.
Noch eine bemerkenswerte Beschränkung ist das: Bei Normalspureisenbahnen* bedarf ein Bogenradius kleiner als 180 m einer Sondergenehmigung; in H0 sind dies 2,07 m.

* nicht Straßenbahn
Tschüss

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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#32

Beitrag von Dreispur » Sa 4. Mai 2019, 12:25

Hallo !
Schwanck hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 11:10
Moin,

eine vorbildgerechte Geschwindigkeit wird duch die vorhandenen Bogenradien bestimmt. Im Betrieb auf Hauptbahnen darf eine lange Kurve mit 300 m Radius mit 80 km/h befahren werden. 300 m entsprechen in H0 3,45 m.
Noch eine bemerkenswerte Beschränkung ist das: Bei Normalspureisenbahnen* bedarf ein Bogenradius kleiner als 180 m einer Sondergenehmigung; in H0 sind dies 2,07 m.

* nicht Straßenbahn
Diese Betrachtung der Bogen auf der Anlage ,da ist etwas drann .

Fährt man Vorbild auf der geraden ist wieder die Kurve für das Auge zu schnell . Es hinkt wie immer wenn der Betrachtungsabstand berücksichtigt wird . Ein kurzer Zug wird schneller aussehen als ein doppelt langer .
mfG ANTON

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E 44
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#33

Beitrag von E 44 » Sa 4. Mai 2019, 12:44

Schwanck hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 11:10
Moin,

eine vorbildgerechte Geschwindigkeit wird duch die vorhandenen Bogenradien bestimmt. Im Betrieb auf Hauptbahnen darf eine lange Kurve mit 300 m Radius mit 80 km/h befahren werden. 300 m entsprechen in H0 3,45 m.
Noch eine bemerkenswerte Beschränkung ist das: Bei Normalspureisenbahnen* bedarf ein Bogenradius kleiner als 180 m einer Sondergenehmigung; in H0 sind dies 2,07 m.

* nicht Straßenbahn
Hallo Schwanck,

wer von uns Normal Modellbahner hat schon den Platz für einen Halbmesser von 3,45m?
Das war auch nicht, was ich wollte. Zum einen habe ich zwar auch Ep V Fzge wie Diesel und E-Loks, aber die fahren eher selten.
Mir gehts eher um die Dampfloks, weil die erstens besser ausschauen beim Fahren, als eine Moderne Lok und zum anderen wurde die Geschwindigkeit ohne Computer in den Grenzen der Physik gehalten. Da haben sich seinerzeit ein Paar Leute heftig den Kopf zum rauchen gebracht um solche Lösungen eben zu finden. Darauf beruht heute noch der Schienenverkehr. Er wird nur noch verbessert.
Sicherlich sind deine Einwände berechtigt und nicht unnütze.
Im grunde sind alle Modellbahner Raser in Reinkultur, zu schnell anfahren, sehr stark beschleunigen und heftig abbremsen. Das wäre mit der 1:1 Bahn so nicht wirklich machbar, auch wenn es dort sicher auch so ein paar "Experten" gibt. Aber ein Dauerbetrieb wäre so nicht haltbar gewesen.
Allein der Bremsweg würde so manche Modellbahner ins Schwitzen bringen, müssten sie diese einhalten.
Liebe Grüße aus der Südheide
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#34

Beitrag von HansHampel » Sa 4. Mai 2019, 14:15

Ich finde, es ist auch noch ein gefühlter Unterschied, ob man so gemütlich aus der Vogelperspektive seine Züge anschaut oder sich wirklich in die Preisermännchen-Position bemüht.

Aus einer gewissen Höhe sieht dann die Geschwindigkeit - wie ich meine - manchmal schon recht langsam aus. Aus Ameisenkniehöhenposition scheint die Geschwindigkeit dann wieder gleich viel schneller. Insbesondere wenn man das von Steve so schön beschriebene Verfahren mit zugehaltenem Auge anwendet.

Mir ist das mal bei Filmaufnahmen der Modellbahn aufgefallen. Durch den kleinen Ausschnitt sieht das dann sehr schnell nach einer großen Raserei aus.

Meint Hans


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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#35

Beitrag von steve1964 » Sa 4. Mai 2019, 15:08

Für mich als Musiker kommt noch das rhytmische Klackern der Räder
auf den Schienstößen hinzu. Bei masstäblichen 303 mm - Wagen
hört sich das im selben Tempo doch anders an als bei 1 : 100 - Fahrzeugen.

Meistens bevorzuge ich schon die Froschperspektive. Einen Punkt mal
optisch fixiert, evtl., einen Fahrleitungs ( nicht Ober.. ) - mast,
und den als Bezugspunkt nehmen, wie schnell Wagen vorbeirauschen
sollen, wahlweise mit 60, 80, 100, 120, 140 oder 160 km/h.
VG
Steve
Ich baue , also bin ich .


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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#36

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 15:08

Für mich gilt die Faustregel: wenn ein Schnellzugwagen ca. 1 Sekunde braucht, um vorbeizurauschen, hat der Zug ungefähr 90 bis 100 km/h drauf (26m x 60 x 60 : 1000 = 93,6). Dasselbe Gefühl würde ich auch haben wollen, wenn ich als Preiserlein an der Schranke stehe.
Da aber einige Modellbahner postulieren, dass mit dem Maßstab auch die Zeit verkleinert werden muss, kann man "echte" Zeit auf der Moba sowieso nicht annehmen. Durch die Verkleinerung würden Bewegungen schneller.
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#37

Beitrag von SAH » Sa 4. Mai 2019, 16:10

Moin Jochen,

der Maßstab zur Verkleinerung bezieht sich auf die SI-Basiseinheit der Länge. Die Zeit ist in diesem Fall invariant.
Das Problem auf einer Anlage ist dann das subjektive Empfinden der wahrgenommenen Bewegung. Dies wiederum wird beeinflusst durch die Modell- und Anlagengestaltung sowie etwaige Vorkenntnisse.

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#38

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 16:17

Wer mag, kann die Begründung von "beschleunigter" Zeit hier nachlesen:

https://anlagenideen.blogspot.com/2014/ ... rummt.html
Gruß
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#39

Beitrag von E 44 » Sa 4. Mai 2019, 17:17

Moin zusammen,

da hab ich ja was losgetreten.
Aber ok.

Ich stell jetzt meine Loks so ein, das sie in der höchsten Fahrstufe Vmax erreichen. Langsamer darf ich ja immer fahren. Schneller geht ja nicht wirklich.
Das mache ich, in dem ich eine Stoppuhr, 1m Strecke und mein Tablet zum Steuern nehme. Ja, ich weiß, ist nicht das gelbe vom Ei und kann Ungenau sein.
Was solls, für 1x ausmessen teure Geräte kaufen und sie dann rumliegen haben, will ich auch nicht. Zudem fahre ich zwar digital, aber Händisch und nicht per PC. Also auch keine Software dafür.

Zum errechnen der Geschwindigkeit hab ich eine Formel in Netz gefunden. Ich schreib sie mal auf, vielleicht kennt sie einer, der keine Technischen Fahrzeuge dafür hat.

1m/ ___ sek. x 3,6 = MoBa km/h x 87 = Vorbild Km/h so hab ich das jedenfalls verstanden.
Ich hab das gefunden, weil ich eigendlich was anderes gesucht hatte.
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Raimund

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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#40

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 18:07

Eigentlich ist es ja simpel: 1 km/h sind 1 / 87 km/h im Modell. Fährt das Original also einen Kilometer in der Stunde, schafft das H0-Modell ~115 Meter in der Stunde. Da aber die Modell-Entfernungen in der Länge verkürzt sind, muss man schummeln. Denn hat das Original 100 km/h drauf, müsste das Modell in einer Stunde bei "derselben" Modellgeschwindigkeit 1,15 km zurückgelegt haben. Die hat kein Modellbahner zur Verfügung. Also muss man entweder deutlich langsamer als das Original fahren, oder man verzerrt die Zeit.

Nun gibt es Bahnhöfe und freie Strecke. Während die Bahnhöfe annähernd (!!) in 1:87 angelegt werden, müssen die Loks dort quasi in "richtiger" Geschwindigkeit fahren, damit derselbe Eindruck einer maßstäblichen Fortbewegung entsteht. Man hat genügend Vergleichsobjekte, wie Bahnsteige, Häuser oder andere Züge, an denen man die Relativbewegung sofort erkennt.

Auf freier Strecke hingegen sind sie fast immer zu schnell unterwegs. Im Grunde könnten die Züge dort in Ruhe "parken", da sie für die 50 Kilometer zwischen zwei Städten nur einige Meter zur Verfügung haben und diese bereits in wenigen Sekunden schaffen... Oft sind Modellzüge so lang, dass sie von einem Bahnhof zum anderen reichen... :)

Die Zeit bzw. die Geschwindigkeit auf der Moba ist also nicht linear, sondern "umgebungsabhängig".
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#41

Beitrag von SAH » Sa 4. Mai 2019, 19:36

Moin Raimund,

Du hast die ideale Lösung gefunden, und das ist gut so. Die von @Analogbahner (Jochen) genannten Ideen entspringen einem anderen Konzept.

Auch ich benutze Strecken und Stopuhr zur Messung und bin damit genauer und flexibler als mit anderen Methoden.

Noch eine Frage an Dich @E44 (Raimund):
vmax = v_Vorbild oder mit einer Toleranz?

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#42

Beitrag von E 44 » Sa 4. Mai 2019, 20:11

Hallo SAH,

ich bin ja mit einer z21 unterwegs und dann auch noch mit dem DCC und 128 Fahrstufen. Verbaut sind, außer bei meiner E40, ESU LoPi 4.0, teils M4.
Ich habe heute versucht meine BR 234 (die Mintgrüne :) ) auf die entsprechenden Geschwindigkeiten einzustellen. Das klappt aber nur bedingt, oder man müsste in den CV einiges mehr einstellen, als nur die CV5.
Also gehe ich so heran, das ich relativ genau bin.
Die 234 fährt im Original Vmax 140 Km/h. Bei mir sind es dann halt 136 Km/h. Das ist der Kompromiss, den man machen muss.
Auch die Fahrstufen für 50 und 30 Km/h passen nicht ganz genau. Aber damit kann ich leben.
Ich fahre eh weitaus langsamer als die erwähnten 140 Km/h, weil es sonst auch keinen Spaß macht, der Lok beim fahren hinterherzuschauen, weil sie dann zu schnell wieder am Punkt ist.

Auch hatte ich heute einen dicken Denkfehler, als ich mit dem Einstellen angefangen habe. Ich habe die Fahrstufe eingestellt, die ich sonst immer gefahren bin und da die Vmax eingestellt. Dass das dann nicht klappen kann, hab ich gemerkt, als ich eine eingestellte Lok mit größtmöglicher Fahrstufe gefahren bin. Das passte nicht. Also alles nochmal von vorne :mrgreen: :mrgreen:
Aber jetzt weiß ich wie ich das machen muss, nu gehts dann auch schneller.
Liebe Grüße aus der Südheide
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#43

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 20:41

Ich stell jetzt meine Loks so ein, das sie in der höchsten Fahrstufe Vmax erreichen. Langsamer darf ich ja immer fahren. Schneller geht ja nicht wirklich.
Ich habe die Fahrstufe eingestellt, die ich sonst immer gefahren bin und da die Vmax eingestellt. Dass das dann nicht klappen kann, hab ich gemerkt, als ich eine eingestellte Lok mit größtmöglicher Fahrstufe gefahren bin. Das passte nicht.
Also, ich bin ja nun kein Digitalfahrer. Deshalb verstehe ich das Problem nicht. Stellst du die höchste Fahrstufe ein (ich sage mit meinem laienhaften Wissen jetzt mal 255), dann kann die Lok nicht schneller fahren. Jede Lok hat aber nun ihre eigene Vmax. Das heißt, die Lok soll mit 255 z.B. höchstens 90 fahren, richtig? Oder 120, je nach Typ. Oder 350, wenn es ein ICE ist.

Geht das nicht so, dass du eine bestimmte Maximal-Geschwindigkeit manuell fährst und diese als höchste Fahrstufe 255 festlegst? Der Decoder erkennt ja die Drehzahl, oder? Die Höchstgeschwindigkeit muss man vorher aus der klassischen Meter-pro-Sekunde-Formel abmessen und umrechnen. Wie gesagt, ich weiß nicht, wie es geht, in analog ist das einfach so, dass man den Regler eben nicht weiter aufdreht...

Oder musst du vorher die Geschwindigkeit in die Fahrstufe umrechnen und dann händisch einprogrammieren..?
Gruß
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#44

Beitrag von E 44 » Sa 4. Mai 2019, 21:01

Hallo Jochen,

bei Digital hast du ja keinen Regeltrafo. Du kannst also die Bauartbedingte Geschwindigkeit so einstellen, das sie auch optisch nicht schneller fährt.
Jede Digitalzentrale arbeitet mit Fahrstufen, ebenso der Decoder in der Lok. Maximal sind 128 Fahrstufen bei DCC vorgesehen. Bei Märklin Digital sind es nur 28 Fahrstufen, wenn sie es nicht geändert haben.
Du kannst auch nur die Bauartbedingte Vmax einstellen. Die einzelnen Geschwindigkeiten, z.B. 70 Km/h musst du ausmessen und am besten in eine Excel Tabelle eintragen.
Das Verfahren was du am Ende erwähnt hast, das mache ich gerade und rechne das dann hoch auf die Vmax des Originals. Schwankungen in den Ergebnissen sind da nicht auszuschließen. Gerade bei schnellen Geschwindigkeiten muss man höllisch aufpassen.
Liebe Grüße aus der Südheide
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#45

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 21:33

E 44 hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 21:01
Hallo Jochen,

bei Digital hast du ja keinen Regeltrafo.
Ich hatte immer einen Fahrtregler im Kopf, entweder mobil oder meinetwegen als Touchscreen auf einer Zentrale. Deshalb dachte ich, man fährt einfach die Vmax (entweder die „gefühlte“ oder die errechnete) und speichert die dann als Vmax in die Zentrale ein. Eine Lok, die eine nicht so hohe Vmax hat (etwa eine P8 oder V60) hätte dann logischerweise eine feinfühligere Unterteilung der 128 Fahrstufen als eine Lok, die 200 km/h kann.
Ja, ich hatte automatisch 255 als digitale Stufen geraten (genau genommen dürften es nur 254 sein, weil die 0 mitzählt...), danke für die Korrektur auf 128.
Du kannst auch nur die Bauartbedingte Vmax einstellen. Die einzelnen Geschwindigkeiten, z.B. 70 Km/h musst du ausmessen und am besten in eine Excel Tabelle eintragen.
Das ist eine interessante Info für mich. Woher weiß die Zentrale die Vmax der Lok, wenn man doch verschiedenste Decodertypen einbauen kann? Dass das Getriebe möglicherweise nicht mehr hergibt, ist schon klar (meine Brawa-Köf kann einfach nicht schneller als 50 km/h...), aber ich kann mit meiner analogen V100 über 200 km/h fahren! Rein mechanisch hat sie es also auch dann noch drauf, wenn sie digital umgebaut fährt - oder nicht? Wird sie digital dann auf 100 km/h heruntergezwungen?
Gruß
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#46

Beitrag von steve1964 » Sa 4. Mai 2019, 21:48

Analogbahner hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 15:08
Für mich gilt die Faustregel: wenn ein Schnellzugwagen ca. 1 Sekunde braucht, um vorbeizurauschen, hat der Zug ungefähr 90 bis 100 km/h drauf (26m x 60 x 60 : 1000 = 93,6). Dasselbe Gefühl würde ich auch haben wollen, wenn ich als Preiserlein an der Schranke stehe.
Da aber einige Modellbahner postulieren, dass mit dem Maßstab auch die Zeit verkleinert werden muss, kann man "echte" Zeit auf der Moba sowieso nicht annehmen. Durch die Verkleinerung würden Bewegungen schneller.
-
Schwierige Frage mit der Modellzeit...
wenn es ein Sonnensystem gäbe in 1:87 mit einer Erde in 1: 87,
wie würden dann die Umlaufzeiten der Planeten aussehen .... ?
Einstein hilf mal ...

Ansonsten:
Die 8-10 vorbeiauschenden Wagen eines IC stoppe ich manchmal mit der Uhr
und komme dann auf ca. 100 -120 km/h.

Lässt sich vielelicht auf der Paradestrecke einer mittelgroßen Anlage
noch glaubhaft darstellen, wenn Nebenbahnen fahren, wird es langsamer.

Modellzeit wäre für mich aber evtl. auch noch anders zu verstehen :
Ich baue eine Strecke von A nach B, von der Länge x km
der Zug durchfährt sie im Großbetrieb in y Minuten.
Im Modell kann er ja 90 % dieser Zeit stehend im SBH verbringen,
oder eine Wendel hochschleichen,
um dann pünktlich im Zielbahnhof zu erscheinen.
Somit kann die Modellzeit gleich der echten Zeit bleiben.-
VG
Steve
Ich baue , also bin ich .


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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#47

Beitrag von Luke173 » Sa 4. Mai 2019, 22:00

Zur eingehenden Frage: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?
Dies muss jeder für sich selber herausfinden. Auch hier gilt, erlaubt ist was gefällt. Das macht das Hobby ja auch interessant.

Für mich gilt: Langsamer sieht besser aus als schneller.

Hier mein Ansatz zu dieser Thematik:

Meine Züge fahren durch TrainController gesteuert. Somit habe ich etliche Möglichkeiten, die Geschwindigkeit zu beeinflussen:

- Meine Loks sind (bis 200km/h) nach der Originalgeschwindigkeit eingestellt / programmiert. Heisst, z.B. ne Re 460 kann in real mit 200 km/h fahren, so kann sie das auch bei mir erreichen (sofern die Lok (Motor, Getriebe, Decoder dies hergibt)
- Ich arbeite mit Wagen. Jede Lok zieht normalerweise einen Zug (mit Wagen). Diese Wagen haben eine eigene Maximalgeschwindigkeit, so wie ein Gewicht. (es kann über einen Wagen einen gesamten Zug (ohne Lok) definiert werden

Während dem laufenden Betrieb kann ich nun einen Wagen (bzw. Einen Zug) einer Lok anhängen. Wenn die Lok nun mit 200 fahren kann, die Wagen aber "nur" 120 hergeben, wird das Gespann auf der Anlage die 120 nie überschreiten. Wenn die Anhänger nun auch noch ein stolzes Gewicht vorweisen, wird die Beschleunigung automatisch reduziert.

Auch kann pro Streckenblock eine max. Geschwindigkeit definiert werden. Die Schnellfahrstrecke bei mir ist mit 160 km/h begrenzt, die 'normalen' Strecken von 100-120 km/h. Bahnhof ist normalerweise bei 100 km/h gesetzt.

Des Weiteren kann mit zusätzlichen Tricks gearbeitet werden: Z.B. sind die Weichen bei mir in Ablenkung normalerweise mit reduzierter Geschwindigkeit zu befahren. So bremst also der Zug im Block vor der Weiche ab, passiert die Ablenkung, und erst wenn der gesamte Zug die Weiche passiert hat, wird die Geschwindigkeit wieder erhöht.

Auch kann der Zug ein rotes Signal vorhersehen. Somit wird die Geschwindigkeit bereits einen Block vor dem roten Signal reduziert. Dies erhöht dann die Chance auf eine langsame Weiterfahrt, anstatt vor dem Signal zum stehen zu kommen.

Dies alles sind in meinen Augen die Vorteile von Traincontroller in Kombination mit einer Digitalen Steuerung.

Luke

EDIT: Damit Traincontroller die Geschwindigkeit der Lok kennt, muss Diese einmalig eingemessen werden. Dies ist automatisch, braucht jedoch Zeit. Das Resultat ist aber lohnenswert!
Zuletzt geändert von Luke173 am Sa 4. Mai 2019, 22:12, insgesamt 1-mal geändert.


Erich Müller
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#48

Beitrag von Erich Müller » Sa 4. Mai 2019, 22:03

Hallo Jochen,

erwarte bitte keine Wunder.
Analogbahner hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 21:33
Woher weiß die Zentrale die Vmax der Lok, wenn man doch verschiedenste Decodertypen einbauen kann?
Gar nicht. Je nachdem wie die Zentrale aber programmiert ist, kannst du möglicherweise eine Vmax eingeben. Das ist aber ein Wert, den die Zentrale nicht überprüfen kann, und ob die Lok bei angeblichen 100km/h nun 28/87 m/s fährt oder 47,3/87 m/s, kann die Zentrale nicht prüfen.
Die Zentrale dividiert im beschriebenen Fall lediglich die Spanne zwischen 0 und der eingegebenen Vmax durch die Zahl der Fahrstufen (14, 27 oder 28 bei MM, 14, 28 oder 126 bei DCC, 126 bei mfx) und setzt entsprechend eine Geschwindigkeitsanforderung des Anwenders in eine Fahrstufe um, die sie an den Decoder sendet.
Analogbahner hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 21:33
Deshalb dachte ich, man fährt einfach die Vmax (entweder die „gefühlte“ oder die errechnete) und speichert die dann als Vmax in die Zentrale ein.
So etwas ermöglicht Rocrail, und man kann es nutzen für nicht einstellbare Decoder: das Programm ruft dann nur die wirklich sinnvollen Fahrstufen auf. Die Steuerung wird dabei aber sehr grob, weil u. U. nur noch vier oder fünf Fahrstufen zur Verfügung stehen.
Bei einstellbaren Decodern ist es immer besser, die gewünschte Geschwindigkeitsspanne am Decoder einzustellen. Eine Funktion "stelle die aktuelle Geschwindigkeit als deine neue Höchstgeschwindigkeit ein" gibt es aber nicht.
Analogbahner hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 21:33
ich kann mit meiner analogen V100 über 200 km/h fahren! Rein mechanisch hat sie es also auch dann noch drauf, wenn sie digital umgebaut fährt - oder nicht? Wird sie digital dann auf 100 km/h heruntergezwungen?
Wenn die 3072 einen HLA bekommt, wird sie etwas langsamer: der Motor ist anders ausgelegt. Eine Rennsemmel bleibt sie trotzdem. Aber man kann den Decoder so einstellen, dass die höchste mögliche Geschwindigkeit bei etwa 35cm/s liegt, also grob die Höchstgeschwindigkeit des Vorbilds.
Analogbahner hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 21:33
Ja, ich hatte automatisch 255 als digitale Stufen geraten (genau genommen dürften es nur 254 sein, weil die 0 mitzählt...)
2 hoch 8 ist 256, wird von 0 ausgegangen, kommt man also von 0 bis 255. :redzwinker:
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#49

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 22:11

Steve1964:
Ja, klar, die Zählung der Schnellzugwagen war nur ein Beispiel, wie ich - genau wie du - auf ca. 100 km/h komme. Diese Geschwindigkeit ist für D-Züge gang und gäbe, bei unserem DB-Gleiszustand sowieso... Inzwischen sind Dampfloks, an denen man die Rotation von Kuppelstangen messen könnte, etwas rar geworden (bei der V 60 ginge das noch), so dass Langsamfahrt anders abgeschätzt werden muss. Aber mit langsamen Güterwagen geht das Zählen ja auch, man muss nur die Waggonlängen kennen.
Als Kind habe ich die Kilometersteine aus dem fahrenden Zug gezählt und die Zeit dabei gemessen.

Edit:
2 hoch 8 ist 256, wird von 0 ausgegangen, kommt man also von 0 bis 255. :redzwinker:
Yepp, stimmt, mein Fehler. Ich kriege die Zählweisen bei verschiedenen Programmiersprachen immer durcheinander... mal zählt man ab 0, mal nicht...
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Was ist die vorbildgerechte Geschwindigkeit auf der Anlage?

#50

Beitrag von Analogbahner » Sa 4. Mai 2019, 22:50

Wenn man Lust auf Rechnen hat: hier ein kleines Beispiel für die Vorbildgeschwindigkeit:

Angenommen, wir haben eine BR 01. Deren Treibraddurchmesser setzen wir auf 2000 mm fest.
Bei jeder Umdrehung legt die Lok also 6280 mm zurück (kennen wir noch: 2 x r x π )

Die besagte Original-Lok hat eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Sie legt also in einer Stunde 130 km zurück. 130 km sind 130 x 1000 x 100 x 10 = 130 000 000 mm, geteilt durch die Radumläufe von 6280 mm sind das rund 20700. In einer Stunde dreht sich das Treibrad bei 130 km/h also 20700 mal. Pro Sekunde (durch 3600) dreht sich das Treibrad der Lok also 5,75 mal... und das würde auch für die Modelllok gelten, wenn sie „echte“ Modell-130 km/h laufen soll.

Jetzt braucht man das nur zu messen. :roll:
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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