Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - erste Farbe und Baustopp -

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Mercutius
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#251

Beitrag von Mercutius » So 23. Jun 2019, 21:36

Hallo Arno, hallo Buh!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich beide Radsätze jweils verschoben habe. Ich habe keine Kombi gefunden, die gepasst hat.

Vorstellbar ist schon, dass Weinert eine art Richtbank, bzw. ein Werkzeug hat, mit dem die Radsätze immer perfekt ausgerichtet werden.

Aber was ist schon perfekt? Ich meine, ich hole die Radsätze aus dem Formschaumblock, der noch original-verschweißt ist, und dennoch gibt es große Stellen mit abgeplatzter Farbe!?

Transport und/oder Lagerprobleme? Vielleicht, aber dann hätten sie wahrscheinlich mehr Rückläufer. Vielleicht doch mal ein produktions- und/oder packproblem? Durchaus auch möglich, denke ich.

Die Federn. Hm, ja, ich hatte das ja schon angedeutet. Komplette Federn sind wohl zu stark, aber wie sollen die eingekürzt werden, welche Stärke und welche Wirkung sollen die nachher noch haben? Weinert findet das wohl selber nicht wirklich gut, denn in dem Bausatz sind sicher doppelt so viele Federn enthalten, wie man benötigen würde. Vielleicht weiß man nach dutzenden gebauten und eingefahrenen Modellen, wie das genau aussehen soll, aber das ist schlicht, ähm, bescheiden.

Es ist ja explizit nicht gewollt, dass man die ganzen Federn verwendet, weil die Lok ja dann zu leicht sei. Dass bedeutet ja nur, dass dann die Lok praktisch auf den Federn schweben würde, oder anders gesagt, die Räder wären immer in der untersten möglichen Position gehalten. Vielleicht ist das auch das Problem von Deinem Bekannten gewesen, dem das Getriebe kaputt gegangen ist. Denn bei dieser Konstellation hat man ja immer den größtmöglichen Abstand in den Zahnrädern, sprich die greifen nicht so weit ineinander wie sie es tun würden, würden die Räder oben am Rahmen sitzen.

Was sie ja bei entsprechend schwachen, bzw. eingekürzten Federn machen würden. Oder auch machen würden, würde man gar keine Federn verwenden. - Das schließt Weinert aber expliziet aus und sagt, wenn man keine Federn verwenden möchte, muss man die Räder in der oberen Position im Rahmen verkleben.

Jetzt habe ich das Problem, dass ich praktisch keinen Unterschied zwischen eingekürzten und gar keinen Federn feststellen kann.

Und ich habe drei Varianten durchprobiert:
- ungekürzte Federn, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie fest die Achsen dadurch in der unteren Position gehalten werden
- wie in der Anleitung vorgesehen: Federn halbiert. Das führt zu null(!) Effekt.
- ca. nur um ein drittel gekürzt: hier kann ich immernoch keinen Effekt feststellen, aber wenn doch Federn drin sein sollen, und zwar keine kompletten, wenn Federn verwendet werden, dann bleiben die 2/3 jetzt drin, auch wenn _ich_ keinen Effekt feststellen kann.

Gruß

Peter


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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#252

Beitrag von Buh » Mo 24. Jun 2019, 10:30

Moin Peter,

ich meine mich erinnern zu können, dass in der 81er Anleitung darauf hingewiesen wird, das Probefahrten ohne Gehäuse nicht aussagekräftig sind.

Wie schon geschrieben, ich lasse die Federn bei der Vormontage komplett weg. Auch den Antrieb habe ich bei der 81 erst zum Schluss eingebaut und Probe gefahren. Bau doch erstmal die Kuppelstangen ein, ohne Getriebe dazwischen?

Von den Federn habe ich auch noch reichlich liegen, bislang ist mir keine weggeflogen.

Grüße
Buh
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#253

Beitrag von Mausebär » Mo 24. Jun 2019, 22:37

Hallo Peter,

da hast Du Dir aber was vorgenommen. Und leider sind die Schwierigkeiten schon da. Grundsätzlich sind Weinertloks gut montierbar, mit speziell dieser 94.5 gibt es leider immer wieder Probleme. Selbst etablierte Fachwerkstätten tun sich wohl schwer. Sie scheint lt. dem was ich gehört habe nicht Weinerts gelungendste Konstruktion zu sein. Das hilft Dir jetzt natürlich alles nichts.
Was die beste Vorgehensweise anbetrifft kann ich Dir leider keinen Tipp geben, da ich mir diese Lok nicht angetan habe. Der Weg die Federn erst mal weg zu lassen scheint mir aber sinnvoll.
Grundsätzlich - denke ich - benötigt man zur Montage der Lok etwas Erfahrung. Vielleicht kannst Du ja zunächst eine andere vorziehen? (war da nicht mal Weinerts 93.5?)

Wie auch immer, wünsch Dir gutes Gelingen!

Viele Grüße Holger
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#254

Beitrag von volkerS » Di 25. Jun 2019, 11:21

Hallo Peter,
Federung an Loks ist ein heikles Thema. Ich baue in 5-Zoll und da geht eigentlich nur ein Weg: Achslager genau auf Mitte der Führung durch Einlegen eines Distanzstückes oberhalb des Lagers zum Rahmen fixieren (bei uns sind die Federn unter den Lagern voll funktionsfähig). Dann das Modell komplett fertigstellen. Lokgewicht ermitteln und die Federpakete (in deinem Fall die Federn) so dimensionieren, dass jede Feder 10% des Lokgewichtes bei 1/2 Einfederung (= Mitte) trägt.
Die Schnittstelle deiner Federn an einer Schleifscheibe, zur Not geht auch ein Dremel, planschleifen und zum Achslager hin einbauen.
Auf Fett möglichst verzichten, kann die Lagerführung schwergängig machen, wenn sowieso kaum Gewicht da ist.
Volker


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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#255

Beitrag von Rolf Hartmann » Mi 26. Jun 2019, 06:26

Hallo Allerseits,
kurz vorab. Habe mich jetzt doch mal hier angemeldet, weil mich einige der Selbstbaubeiträge, wie z. B. dieser, doch sehr interessieren.
Nun zum Thema. Ich habe bereits etliche Weinert Loks montiert. U. a. auch die hier von Mercutius vorgestellte 94. Auch die am Rande erwähnte 81 habe ich gebaut.
Bei beiden Loks hatte ich exakt die hier geschilderten Probleme. Der Versatz der angetriebenen Radsätze war einfach nicht parallel einstellbar. Dabei spielte es überhaupt keine Rolle ob mit oder ohne Federn, ob mit oder ohne Gehäuse. Es passte einfach nie.
Bei der 81 habe ich letztendlich die Räder der Treibachse abgezogen und am fertigen Fahrwerk neu und exakt sitzend aufgepresst. Im Fahrbetieb ergab sich aber dann doch ein ganz leichtes Schaukeln. Versuche mit gekürzten Federn und festgelegten Treibradsätzen erbrachten keine befriedigende Lösung.
Am Ende habe ich den Federweg der angetriebenen Radsätze durch einen 0,5 mm dicken Messingstreifen auf dem Lager begrenzt. Seitdem läuft meine 81 wie eine 1.
Nun zur 94. Der minimal falsche Versatz war mir erst gar nicht aufgefallen. Erst beim probeweisen Montieren der Kuppelstange trat das Problem zutage. Mit zwei sehr erfahrenen Modellbauern haben wir das Problem begutachtet. Abziehen und neu aufpressen wäre eine denkbare Option gewesen. Der leicht schaukelnde Lauf der 81 ließ mich aber auch hier eher nichts Gutes ahnen. Bei den Freunden stieß ich dann aber auf die denkbar beste, leider auch teuerste, Lösung. Der eine Freund hatte seine 94 gerade auch im Bau und direkt ein Fahrwerk bei Holger Gräler bestellt. Diese Fahreigenschaften sind unerreicht! Alle Achsern sind über Zahnräder präzise und beweglich gekuppelt. Da taumelt nichts und da schaukelt nichts.
Als die Lok fertig war, war ich froh, dass ich mich so entschieden hatte. Die Lok ist einfach ein Gedicht.
Nach dem Fahrwerk gab es übrigens noch ein weiteres Problem beim Bau. Trotz RP 25 Rädern stießen die Spurkränze der 1. Achse regelmäßig an die kleinen Umlaufbleche vorne (Teile Nr. 31 a/b). Da half nur feilen, feilen, feilen. Und zwischendurch natürlich immer probieren. Schließlich will man nicht zuviel wegnehmen.
Soweit meine Erfahrungen mit der 94
Viel Spaß und Erfolg beim Weiterbau
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - schon Pause

#256

Beitrag von Michael K. » Do 27. Jun 2019, 12:56

Hallo Peter
Mercutius hat geschrieben:
So 23. Jun 2019, 16:54

Problematisch finde ich dann schon eher diesen Satz: wegen des geringen Gewichtes der Lok müssen die Federn halbiert werden. Die sind winzig! Und fertige Federn haben in der Regel, diese hier auch, an den Enden waagerecht auslaufende Ringe, so dass die Federn auf jeder Seite eine gute Auflage haben. Nach der halbierung stippt an einer Seite jetzt ein einsamer Draht in die Höhe. Das ist schlicht nicht gut.
Das zumindest habe ich bei meinen 64ern dadurch "gelöst", dass das abgeschittene Ende in die Buchse kam, das scheint mir etwas stabiler als diese Seite der Feder auf dem schmalen Zapfen am Fahrwerk zu haben. Das mit den Rädern finde ich allerdings etwas merkwürdig; hast Du mal die Kuppelstange angebaut und geschaut, ob das soviel Spiel hat, dass es keine Rolle spielt?
Ansonsten, wie Rolf ja auch schreibt - manchmal muss man sich an die gut fahrende und passende Lok auch etwas ranfeilen :wink:

Bis denn
Michael
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - dann halt erstmal nur Deko...

#257

Beitrag von Mercutius » So 7. Jul 2019, 17:07

@Buh: Hallo Buh, dass Probefahrten ohne Gehäuse nicht aussagekräftig sind, steht auch in der Bauanleitung zur 94er. Das kann ich auch so stehen lassen, wenn es darum geht, Kurvenfahrten und das Meistern von Weichenstraßen zu beurteilen, denn da ist der Achsdruck sicher eine wichtige Größe.

Aber auf einer Geraden(!) erwarte ich schon dass das Laufwerk auch für sich alleine schon sauber laufen kann! Das konnte meine 45er ja auch von Anfang an, und zwar erheblich(!) besser als das der 94er.

Federn habe ich noch einmal entfernt, aber die eingekürzten hatten ja eh keinen Effekt.

Montierte Kuppelstangen ohne Getriebe läuft zufriedenstellend, aber das bringt mich nicht weiter, denn die Lok soll ja nicht für die Vitrine, sondern für die Anlage gebaut werden :).


@Mausebär: Hallo Holger! Du hast Recht, da gibt es noch eine 93.5, aber meine Frau wollte zuerst die 94er fertig sehen *lach*. Erfahrung ist immer gut, keine Frage, aber die 93er hat ja ein fertig vormontiertes Fahrwerk. Das habe ich noch nicht überprüft, aber wenn das in Ordung ist, gibt es an der Lok ja praktisch nichts, was noch schief gehen könnte.

Ich meine alles ausser dem Fahrwerk ist ja nichts anderes als ein Revellbausatz aus Metall statt Plaste, da kann eigentlich(eigentlich, g) ja nichts schiefgehen. Klar, kann schlecht gebaut grottig aussehen, aber das würde der Funktionalität ja keinen Abbruch tun *lach*


@volkerS: Hallo Volker, vielen Dank für Deine Anleitung zur Federberechnung! Das gefällt mir! Bei der 94er ist es theoretisch sogar noch viel einfacher: Wenn man das Chassis ohne Federn baut, soll man die Achslager in der höchstmöglichen Position festkleben. Also gehe ich davon aus, dass die Federn nicht so stark sein dürfen, dass sie die Achslager von selber schon tiefer drücken. Ich denke, dass bekomme ich so ausgetüftelt :-).


@Rolf Hartmann: Hallo Rolf, vielen Dank für Deine Erfahrungen! Ich hoffe doch sehr, auch ohne ein Holger'sches Fahrwerk eine anständig lauffähige Lok zu bekommen *g*.

Wahrscheinlich werde ich mir so oder so Werkzeug zum ab- und aufziehen von Rädern besorgen, zumal ja auch immer das Radsatzinenmaß so eine Sache ist. Zumindest, wenn man auf ein Gleis geht, welches etwas weniger Toleranzen hat :).


@Michael K: Hallo Michael, mit den Federn werde ich das genau so machen, wie Du das hier beschrieben hast! Danke!!!


Und ja sicher, an eine gut fahrende Lok muss man sich ranfeilen, keine Frage! Ich denke, dass habe ich bei der 45er auch ganz gut hinbekommen ;).


Hier ist jetzt nur das Problem, dass die Fa. Weinert sagt, die Getriebe wären geprüft, und Radfehlstellungen werden kategorisch ausgeschlossen. Ausserdem schreibt die Anleitung explizit, dass man die Löcher in den Kuppelstangen nicht aufweiten soll.

Oder auf deutsch: die Teile montieren, und dann muss das passen! Das tut es aber nicht! Rückwärts, durch die Anordnung der Zahnräder, werden die beiden angetriebenen Achsen nach oben in das Lager gezogen. Obwohl das alles etwas schwergängig ist (siehe weiter oben die Bilder zu dem leichten Versatz), geht das. Vorwärts dann allerdings drückt es die Räder eher nach unten raus aus den Lagern, als das es vorwärts geht, so dass die Lok regelrechte Bocksprünge macht, bis hin zum entgleisen. Jo, nur auf gerader Strecke probiert.

Leider habe ich bisher noch eine Antwort auf meine Mails bekommen. Nicht zu der 94er, noch seinerzeit zu dem Kohlenkran.

Ich habe das Fahrwerk jetzt eingeschickt und warte gespannt darauf zu erfahren, wo das Problem liegt. Wenn ich etwas höre, werde ich berichten :)



Ansonsten wurde nebenher dennoch ein wenig mit der Deko angefangen:

Optisch ist das Gestänge erste Sahne:

Bild


Die fertig bestückten Zylinder:

Bild


Alle Weißmetallteile versäubert und alle Bohrungen laut Plan angebracht:

Bild
&
Bild


Die Gewindebuchsen nur mit Sekundenkleber geheftet, die werden erst 'richtig' verklebt, wenn ich gegen das Chassis testen kann, zumal eine Bohrung in der Rückwand ziemlich aussermittig war:

Bild


Die Teile für die beiden Seiten:

Bild


Angepasst und zusammengefügt:

Bild


Gehäuserückwand:

Bild


Das wird chick (Spalten nicht beachten, ist noch nicht verklebt):

Bild


Gruß

Peter


Buh
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - dann halt erstmal nur Deko...

#258

Beitrag von Buh » So 7. Jul 2019, 20:23

Moin Peter,

tja, also das Fahrwerk der 81 fuhr ohne Gehäuse auch auf grader Strecke nicht optimal. ;) Mit Gehäuse werden die Achsen fest in die obere Position gedrückt, allein durch das Gewicht. Sinn der Federn ist es, bei einer Unebenheit die Achse nach unten auf das Gleis zu drücken und so eine permanente Auflage zu gewähren. Funktioniert im übrigen sehr gut, in mein Probegleis habe ich absichtlich einen Schienenstoß eingebaut der das simuliert. Bei der Überfahrt mit der 44er hört man sauber jede Achse "Klack-tok-tik-tik-tik-tik". Klack, wenn der Vorläufer da drüber läuft; tok, wenn die erste Achse den Rahmen anhebt; und tik, wenn jede weitere Achse gegen die Kante läuft und hoch gedrückt wird.
Bei der 81er ist es so, das die angetriebenen Achsen so viel Bewegungsfreiheit haben, das bei unten liegender Achse die Zahnräder überspringen können. Ich habe dennoch Federn eingebaut und nix negatives gehört. Das Fahrwerk bot aber sicherlich auch 0,8-1mm Luft nach unten, so viel Höhenunterschied hat man selten bis nie auf den Gleisen. Da muss ein Modulübergang schon extreme Lücken im Gleis aufweisen. Und selbst dann würde die Achse von den Kuppelstangen und den anderen Achsen weitergedreht. Fährt man aber mit dem Fahrwerk ohne Gehäuse, drücken sich die Zahnräder wie von Dir beschrieben hoch und es kommt zum Überspringen. Dann wirken ganz andere Hebelkräfte auf die Räder. Klingt komisch, ist aber so. Vielleicht bekomme ich die 81 bei Gelegenheit mal wieder auf den Tisch, dann kann ich mal versuchen das zu veranschaulichen. :D

Ich bin gespannt, was die Jungs aus Weyhe mit Deinem Fahrwerk anstellen.

Übrigends verwende ich das Brüniermittel von Fohrmann. Deren Shop kann ich auch empfehlen, wenn man Achsen einstellen, auf- und abziehen möchte (also braucht man das Werkzeug von denen bei Weinert Bausätzen eigentlich nicht). ;) :lol:

Grüße
Buh

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - dann halt erstmal nur Deko...

#259

Beitrag von Michael K. » Mo 8. Jul 2019, 13:38

Hallo Peter,

ich bewundere Deine aufgeräumte Vorgehensweise. Wenn ich gerade an das Chaos auf meinem Tisch während des 98.8er Umbaus denke und an die blauen Schachteln, die hier noch rumliegen...woher hast Du diese Sortierkästen? Könnte einiges vereinfachen, so zu arbeiten :wink:

Bis denn
Michael
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - dann halt erstmal nur Deko...

#260

Beitrag von Rolf Hartmann » Mo 8. Jul 2019, 18:14

Hallo Peter,
auf die Antwort von Weinert bin ich gespannt. Ich denke, dass es sich sowohl bei Deinem als auch bei meinem Bausatz um Ausreißer handelt. In den letzten Jahren habe ich mehrere gut laufende Weinert 94er gesehen. Es geht also!
Mit den entsprechenden Werkzeugen z. B. von Fohrmann, lassen sich die Räder auch abziehen und wieder aufpressen. Zur Einstellung des Spurmasses benutze ich schon seit Jahrzehnten eine NMRA Lehre. Beim Einsatz feiner Gleise und dem Kuddelmuddel an Hausnormen diverser Hersteller ein unverzchtbares Instrument.
Weiterhin viel Erfolg und Freude an dem Bausatz
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Stehkessel bestückt -

#261

Beitrag von Mercutius » Mo 8. Jul 2019, 18:53

@Buh: Hallo Buh, ja, die Werkzeuge von Fohrmann werden es werden :). Mit dem Federgestänge, welches die Achslager in der Bewegung nach unten hin limitiert, kann es zu keinem überspringen der Zahnräder kommen, dafür ist nicht genügend 'Weg' vorhanden.

Ja sicher, dass Gewicht wirkt dagegen, dass sich die Lager nach unten herausdrücken wollen. Aber durch die Kuppelachsen werden alle Räder angetrieben, wenn es leichtgängig wäre, würde sich das Chassis leicht in eine Vorwärtsbewegung versetzen, anstatt Bocksprünge zu veranstalten, und ja, auch dass mit ordentlich Gewicht ausprobiert. Dadurch wird es zwar besser, aber IMHO immer noch nicht akzeptabel. Die 45er hat über ein solches Getriebe drei angetriebene Achsen, auch das lief bereits ohne Gewicht seidenweich, nachdem mir die liebe Katze den Versatz ordentlich eingestellt hat.

Das wird auch hier das Problem sein, denn ohne die Kuppelstangen fährt das Chassis der 94er ebenfalls butterweich, ohne das da versucht wird, durch ausweichen der Lager nach unten einen 'passenderen' Kuppelstangenabstand herzustellen :).

Wie gesagt, mit den Brüniermitteln bin ich noch am experimentieren, ich werde hier aber dann aussagekräftige Bilder einstellen :-).


@Michel K.: Hallo Michael, die Ordnung wird von meiner besseren Hälfte erzwungen, denn ansonsten dürfte ich diese Basteleien nicht im Wohnzimmer machen *g*. Die Sortierkästen gibt es in allen Farben und Größen in jedem Baumarkt. Meine sind ungefähr die drei Euro - Klasse :-).


@Rolf Hartmann: Hallo Rolf, ich gehe auch davon aus, dass das nicht die Norm ist! Bei allem anderen, was ich bisher von Weinert gebaut habe, gab es nie solche Probleme. Wenn auch jedesmal gesagt werden muss, dass bisher _jede_ Bauanleitung mit Fehlern gespickt war! Und ja, dass Fohrmannwerkzeug kommt mit der nächsten Bestellung mit :-). Danke!



Ein wenig gebastelt habe ich heute auch:

Habe den Stehkessel bestückt, dass schreit ja geradezu nach einer Kabinenbeleuchtung:

Bild

Bild

Das Teil taucht im Bohrplan nicht auf, ist aber kein Problem, die Maße von den Anbauteilen zu nehmen und die entsprechenden Löcher zu bohren. Nur oben auf dem Kessel waren die beiden Körnungen irreführend. Vielleicht war eines auch keins, da habe ich jetzt jedenfalls ein Loch zuviel. Dass zu schließen mache ich, wenn ich mögliche Spalten am Führerhaus spachtel :).

Gruß

Peter

Edith sagt, dass Macro sagt, ich muss da noch mal das Richtwerkzeug an die Armaturen setzen :-)

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Farbe für den Stehkessel -

#262

Beitrag von Mercutius » Fr 12. Jul 2019, 18:42

Ich laborier mal wieder an 'nem Infekt, da bleibt nur wenig Kraft zum basteln, aber dennoch habe ich den Stehkessel mit etwas Farbe beworfen.

Sobald das Dach drauf ist und die Rückwand montiert, sieht man von dem Stehkessel fast nix mehr. Aber egal, der hat heute ein wenig Farbe bekommen:

Bild

Gruß

Peter

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Farbe für den Stehkessel -

#263

Beitrag von Mausebär » Fr 12. Jul 2019, 20:47

Hallo Peter,

auf diesem Wege gute Besserung. So ein Infekt kann einen ganz schön zusammen hauen - erhol Dich gut.

Zu Deiner Bastelei - bei so einem Stehkessel gilt wohl für später dann "zu wissen es ist Platin" :)

Mach`s gut , bis bald

viele Grüße

Holger
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Farbe für den Stehkessel -

#264

Beitrag von Mercutius » So 14. Jul 2019, 16:29

@Mausebär: Hallo Holger, vielen Dank für Deine Genesungswünsche! Wenigstens kann ich zwischendurch immer mal ein, zwei Teile montieren, aber die Erholung hat natürlich höchste Prio *lach*.

Da hast Du absolut Recht! Man bastelt ja schließlich nur für sich selber, wobei in anerkennendes rauntzen von von einem wahren Könner wie Dir doch auch immer sehr gerne gehört wird! Danke! :-)


Das Gehäuse ist zusammengebaut, wenn auch immernoch nur geheftet. In dem Zustamd werden auch schon alle Spalten geschlossen. Wenn das zufriedenstellend klappt, wird das Gehäuse zementiert :-).

Hier sieht man noch, wo ich die Spalten mir lGS geschwämmt, und anschließend versäubert habe:

Bild


Erste Anbauteile (das Dach ist noch nicht verklebt, dass hebe ich mir für den Schluss auf):

Bild

Bild


Gruß

Peter


Buh
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Farbe für den Stehkessel -

#265

Beitrag von Buh » So 14. Jul 2019, 21:26

Hallo Peter,

schön mal wieder von Dir zu lesen! :)

Mit etwas Glück liegt das Fahrwerk Deiner Lok neben dem Fahrwerk meines neuen Bausatzes bei Weinert auf dem Werktisch. ;) Bei mir ist es zum Glück kein Haken, bei mir ist nur eine Schraube verwürgt.

Ich muss demnächst mal einen neuen Thread aufmachen...

Grüße
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Farbe für den Stehkessel -

#266

Beitrag von Rolf Hartmann » Mo 15. Jul 2019, 10:23

Hallo,
um Dich ein wenig zu beflügeln und den Genesungsprozess zu unterstützen hier mal drei Bilder meiner fertigen 94.

Bild

Bild

Bild
Hoffe es gefällt und spornt an.
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Die Karosse weiter bestücken -

#267

Beitrag von Mercutius » Mo 15. Jul 2019, 16:55

@Buh: Hallo Buh, danke Dir! Ich bin schon sehr gespannt darauf, was Du uns als nächstes servieren wirst! :-)


@Rolf Hartmann: Hallo Rolf, wahnsinn! Deine 94er sieht einfach nur umwerfend aus! Vor allem auch das Finish! Ganz großes Kino! Danke für die Bilder! Ach ja, die Kadee-Einsätze von Weinert habe ich auch schon bereit liegen! :-)



Ganz gemütlich kommen weitere Anbauteile hinzu:

Bild


Bremsleitungen (die kann ich nach unten hin natürlich erst dann final biegen, wenn ich das Chassis wiederhabe):

Bild


Handläufe (ganz schön fummelig):

Bild


Gruß

Peter

EDITH sagt, dass wären keine Bremsleitungen, sondern Sandfallrohre, mann mann mann... :-)


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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - Die Karosse weiter bestücken -

#268

Beitrag von Rolf Hartmann » Mo 15. Jul 2019, 18:28

Hallo Peter,
danke für das Kompliment.
Das Tollste ist, dass sie genau so gut fährt wie sie aussieht. Meine absolute Lieblingslok.
Deine wird sicher auch so gut. Wenn ich sehe wie sorgfältig Du arbeitest, bin ich mir da sicher.
Zum Finish: Ich kann manches, aber nicht lackieren! Dafür ist ein Freund verantwortlich. Lackiert wurde mit Weinert Farben. Nach dem Anbringen der Beschriftung hat die ganze Lok einen Überzug mit mattem Klarlack aus der Sprühdose von Gunze Sanyo bekommen. Das mache ich dann auch wieder selbst.
Viel Erfolg und Freude weiterhin mit Deiner 94
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - doch mit Gegendruckbremse -

#269

Beitrag von Mercutius » Di 16. Jul 2019, 13:43

@Rolf Hartmann: Jo, die Decals lackiere ich am Schluss auch nochmal mit Klarlack über. Die 45er habe ich mit Humbrol Farben lackiert, dass werde ich hier auch so handhaben. Das Schwarz in seidenmatt, und das Rot in matt :). Habe leider noch nichts von der Fa. Weinert gehört. Hoffe natürlich auf baldiges eintrudeln meines Chassis :-).


Eigentlich hat 'meine' 94er keine Gegendruckbremse, aber ich hatte unwissenderweise dafür schon ein par Löcher gebohrt, also ist sie dann doch noch drangekommen:

Bild

Bild

Gruß

Peter


EDITH sagt, für den Vorwärmer lohnt kein neuer Post, also hier noch ein Bild mit den letzten neuen Teilen:

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Mittlerweile besteht die Hauptschwierigkeit darin, bei der montage der neuen Teile keine der alten zu beschädigen oder wieder ganz abzureißen :-9

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - man was hab ich geflucht....

#270

Beitrag von Mercutius » Di 16. Jul 2019, 19:30

Boah hab ich vielleicht geflucht!

Ich zitiere mal kurz die Anleitung: "Nun kann der Kessel und das Führerhaus bestückt werden mit den Teilen (106 bis 163).

Also bin ich in meiner zugegebenermaßen ziemlich naiven Weise darangegangen, und habe die Teile in aufsteigender Reihenfolge der Numerierung hab Teil 106 durchgeführt!

Fehler!!!!!

Da baut man sich ganz schön die Leitungswege zu! Wenn man weiß, wass bei dieser Lok wo und vor allem: in welcher Höhe liegen muss, mag es kein Problem sein, aber wenn man das nicht weiß ist ein Alptraum! Ich habe teilweise bereits montierte Teile wieder herausgerissen, und teilweise bin ich nur zum Ziel gekommen, indem ich die vorgegeossenen Leitungen in mehrere Stücke aufgetrennt habe. Dann die einzelnen Stücke noch unter und hinter bereits montierte Teile gefummelt.

Nichts desto trotz hier das Ergebniss meiner Fluch- und Huddelarie. Bei genauem hinsehen findet man die ein oder andere Stelle, an der ich, ähm, kreativ werden musste:

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Gruß

Peter


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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - man was hab ich geflucht....

#271

Beitrag von Rolf Hartmann » Di 16. Jul 2019, 20:02

Hallo,
das sieht doch schon seeeehr gut aus!
Fehlen eigentlich nur noch die Luftleitungen zu den Sandstreudüsen. Statt vieler Worte ein Bild vom Rohbau meiner 93.
Bild
Diese dünnen Leitungen verschwinden hinter dem Sanddom in einer 0,4 mm Bohrung im Kessel. Das sieht man nach dem Lackieren nicht mehr. Zur Darstellung der Luftleitungen geht 0,15 mm Kupferlackdraht oder wie hier bei meiner 93 ein einzelner Draht aus einem flexiblen Kabel. Zur Montage habe ich die Sandstreudüsen mit 0,3 mm aufgebohrt (einen Tropfen Öl zugeben, dann bohrt's sich fast von allein, aber das dürfte ja bekannt sein) und die Drähtchen dann darin verlötet. Wenn Du eine ruhige Hand hast und vorsichtig arbeitest geht das auch an der Lok.
Wenn Du in die Bilder meiner 94 reinzoomst wirst du diese Leitungen auch sehen.
Weiterhin frohes Schaffen
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - man was hab ich geflucht....

#272

Beitrag von Mausebär » Di 16. Jul 2019, 22:17

Hallo Peter,

hm, kleiner Tipp, besorge Dir Vorbildphotos , dann kannst Du vor dem Verlegen der Leitungen abgleichen, welche wo liegen.

Aaaaber :D - sehr schön gemacht :gfm: - die kleinen Leitungen für die Sandstreudüsen würden das Ganze noch schön abrunden .

Und Rolf :gfm: auch sehr gut - habe schon lange keine 93-er in Arbeit mehr gesehen :) Vielleicht möchtest Du - wenn es noch machbar ist - den im Durchmesser etwas zu kleinen Sanddom gegen einen von Reitz (1049) oder Weinert (8160) tauschen - das würde die 93.0 noch weiter aufwerten.

Aber bitte - das sind nur Tipps ! Jedem wie es ihm selbst am besten gefällt :wink:

Viele Grüße

Holger
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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - man was hab ich geflucht....

#273

Beitrag von Rolf Hartmann » Mi 17. Jul 2019, 06:56

Hallo Allerseits,

@ Holger: Danke für die Blumen und den Tipp. Leider kommt er zu spät. Die Lok ist schon seit ein paar Jahren fertig und im Dauereinsatz (neben ein paar anderen DB ex Preußen) auf meiner Anlage.

@ Peter: Holgers Tipp mit den Vorbildfotos kann ich nur unterstützen. Bei mir lagen zum Bau von Weinert Loks immer die Bellingrodt Postkartenserien aus dem EK daneben. Leider gibt es die nur noch im Zweithandel.
Auch meine zur Zeit in der Lackierwerkstatt weilende 93.5 entstandt mit Bildern daneben.

Bin gespannt auf weitere Bilder der entstehenden 94
Rolf

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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - erste Farbe und Baustopp -

#274

Beitrag von Mercutius » Fr 26. Jul 2019, 10:57

@Rolf Hartmann: Hallo Rolf, danke für den Tipp mit den extra-Leitungen, auch wenn ich den noch nicht umgesetzt habe. Wenn ich wieder weiterbauen kann, kommt das sicher auch nocht. Und ja, chicke 93er :-)!


@Mausebär: Hallo Holger! Vorbildphotos, ja, da hätte ich mal selber draufkommen sollen *lach*. Nicht, dass ich mir extra Literatur besorgt habe, und im Netz gibt es ja auch undendlich viele Bilder, aber bei dem Bauschritt habe ich schlicht nicht drangedacht *g*. Wie oben schon geschrieben, da es wegen des Fahrwerks nicht weitergehen kann, war jetzt ersteinmal die Luft raus. So Phasen hatte ich bei der 45er auch. Das gibt sich, und dann kommen auch die noch fehlenden Leitungen :-).


@Rolf Hartmann: nochmal hallo Rolf :-). Wie oben schon geschrieben, ich habe ja sogar das dicke Buch von Wenzel, aber bin nicht auf die Idee gekommen, meine Literatur für diesen Bauschritt zu nutzen. Dabei habe ich mir ja sogar schon eine Vorbildlok ausgesucht, die diese mal werden soll :-). Auf die 93er freue ich mich auch schon, die hat was, finde ich! :)


Kurzer Stand von Weinert: keine Zeit, wird wohl noch dauern, zumal nur(!) Herr Weinert selber in der Lage wäre, Fahrwerksprobleme zu finden und zu beheben. Deswegen ist nach dem unten beschriebenen Schritt jetzt ersteinmal Baustopp!


Die erste Farbe ist drauf! Schwarz ist schwer zu knipsen, aber so ganz schlecht ist es nicht geworden. Es wird nach dem finalen Zusammenbau sicher noch eine zweite Schicht geben, die dann auch das abdeckt, was jetzt noch nicht ok ist.

Bild


Ich liebe ja diesen Schlagmetallook am Kessel:

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Am Führerhaus und den Wasserkästen möchte ich den natürlich nicht haben:

Bild
Die Führerhausstirnwand hat zuwenig Farbe abgekommen, das wird dann mit dem finalen Anstrich behoben :)


Hier sieht man den Unterschied besonders deutlich:

Bild


Kann man grundsätzlich aber auch nur im Makro und mit entsprechendem Lichteinfall erkennen, denn eigentlich ist alles 'nur' schwarz *g*

Bild


Mein persönliches Resumee: wird langsam besser, aber gerade auch beim lackieren habe ich noch sooo viel zu lernen *lach*, aber nach dem bemalen ist ja bekanntermaßen vor dem bemalen :-).

Das war es dann vorerst, ohne das Fahrwerk kann ich weiter nichts mehr machen.

Gruß

Peter.


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Re: Mercutius AW - Weinert 4276, BR94 - erste Farbe und Baustopp -

#275

Beitrag von Mottimuc » Fr 26. Jul 2019, 18:45

Hallo Peter,

Wow, das schaut echt genial aus, was Du da machst. Ich weiss zwar nicht, wie sowas beimisst rauskommen würde, aber ich denke, dass Du mich schon etwas infiziert hast!

Viele Grüße
Michael
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