Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

Bereich für alle Themen rund um die Spur H0 aller Modellbahnhersteller.
Antworten
Benutzeravatar

Threadersteller
11652
InterCity (IC)
Beiträge: 512
Registriert: Fr 20. Jul 2012, 21:13
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: IB II - auf dem Weg zu TC
Gleise: Märklin K
Wohnort: Region Basel
Alter: 47
Schweiz

Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#1

Beitrag von 11652 » Sa 6. Apr 2019, 20:57

Hallo zusammen

In meinem Fuhrpark befindet sich eine himbeerrote 120, mit Märklin Art. Nr. 3553 - die Zahl "35" in der Art. Nr. bedeutete einmal eine kleine Revolution in der Modellbahnelektronik, das war der 5* Antrieb bei Märklin Analog. Es war lange Zeit meine liebste Lok, ich hänge noch immer an ihr...

Später baute ich sie mit einem 6090 Umbausatz auf Digital um.

Seit längerem lief sie nicht mehr so richtig gut, nur noch mühsam, mit schlechter Lastregelung. Ich schreib dies der mangelhaften Stromversorgung zu und wir fuhren dann einfach selten mit ihr. Heute dann ihre "Protestvorstellung" - noch weiter schlechterer Lauf, sie "schlief fast ein" um dann im Bereich der Stromschiene Tempo zu machen. Später lies sie sich gar nicht mehr regeln, sie fuhr einfach weiter - beim Fahrtrichtungswechsel wechselte nur das Licht... Der Decoder hat den Geist aufgegeben. Beim Öffnen kam dann die ganze Schande über mich... Ehrlich, ich schaue gut zu meinen Fahrzeugen. Die 120.1 muss irgendwie an der regelmässigen Reinigung vorbei gekommen sein. Ich gehe davon aus, dass ein Kurzschluss über den Schmutz im Kollektor den Decoder bzw. Teile davon zerstört hat :oops:

Nun kommt ihr drittes Leben, sie befindet sich in der Reinigung, alles Elektrische ist demontiert, eine mtc21 Platine bereit, wie auch ein Lopi 3 oder 4. Weiteres soll sie nicht erhalten - weder andere Beleuchtung noch Sound.

Tipp: Pflege ernst nehmen. Wenn es mal schief geht, nach Vorne schauen - ich freue mich, wenn Sie dann bald wieder läuft :wink:
Gruss Christian

Meine Fotos (Bahnen und Vierwaldstättersee-Dampfschiffe) auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/

Benutzeravatar

Threadersteller
11652
InterCity (IC)
Beiträge: 512
Registriert: Fr 20. Jul 2012, 21:13
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: IB II - auf dem Weg zu TC
Gleise: Märklin K
Wohnort: Region Basel
Alter: 47
Schweiz

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#2

Beitrag von 11652 » Mi 10. Jul 2019, 22:58

Hallo zusammen

Aus aktuellem Anlass im Piko Thread (Vmax der 120) komme ich nochmals zu meiner 120.1 mit dem Weg ins "dritte Leben".

Mittlerweile habe ich sie wieder zusammen gebaut - mit neuem HLA (Märklin 60941), 4mm Kugellager auf der Getriebeseite (Auf der Kollektorseite lasse ich das noch bleiben - ein erster, überhasteter Bohrversuch ging schief, deshalb auch der neue HLA. Gut, ein neuer HLA kam auch ein bisschen wegen dem abgenutzten Rotor rein...), mtc21 Platine und ESU Lopi 4.0.

Die Lok läuft nun vom Fahrgeräusch her ruhiger (das Kugellager auf der Getriebeseite zusammen mit dem neuen Motorschild brachte dies offenbar), lässt sich sehr fein regeln (DCC 128 Fahrstufen) und läuft eben auch sehr schnell - so wie zu lesen ist, hätte die Piko 120 005 keine Chance 8)

Dies kann ich natürlich bei Bedarf noch am Decoder einstellen - auch die Langsamfahreigenschaften bestens.

"Freude herrscht", meine Lok, an der ich sehr hänge, läuft wieder - besser als je zuvor.
Gruss Christian

Meine Fotos (Bahnen und Vierwaldstättersee-Dampfschiffe) auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/


Elokfahrer160
InterCityExpress (ICE)
Beiträge: 2154
Registriert: Di 6. Mai 2014, 16:44

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#3

Beitrag von Elokfahrer160 » Do 11. Jul 2019, 07:21

Moin, Christian,

schön, dass du deinem alten BR 120 Schätzchen einen neuen Motor und Kugellager spendiert hast ..... und sie läuft wohl
besser als zuvor. Auch bei mir werkeln Kugellager in älteren Märklin Loks, das bringt schon viele Vorteile.

Die Vmax. der BR 120 betrug 265 km/h, gefahren bei einem Echtversuch der DB durch die BR 120 001, die Regelgeschwindigkeit der Lok
waren 200 km/h mit IC / TEE Zügen am Haken , dafür wurden sie gebaut. Mein Vater ( damals BBC , Mannheim ) hatte einige dieser Loks
an die DB mit Übergabe- und Lastprobefahrten übergeben und er schwärmt noch heute von diesen ersten Drehstromlokomotiven.
Habe ihm die neue Piko 120 005 für seine Vitrine geschenkt.

Gruss - Elokfahrer 160 / Rainer


PS: seit 11.07.2019 wurde der Lötschberg Zug um 2 neue, verpackte Roco FS Wagen (45040, 45041) erweitert


OttRudi
Regionalbahn (RB)
Beiträge: 33
Registriert: So 7. Jul 2019, 21:11
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: CS 2
Gleise: K-Gleis
Alter: 67
Deutschland

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#4

Beitrag von OttRudi » Do 11. Jul 2019, 07:37

11652 hat geschrieben:
Mi 10. Jul 2019, 22:58

Mittlerweile habe ich sie wieder zusammen gebaut - mit neuem HLA (Märklin 60941), 4mm Kugellager auf der Getriebeseite (Auf der Kollektorseite lasse ich das noch bleiben - ein erster, überhasteter Bohrversuch ging schief, deshalb auch der neue HLA. Gut, ein neuer HLA kam auch ein bisschen wegen dem abgenutzten Rotor rein...), mtc21 Platine und ESU Lopi 4.0.
Christian,

noch ein kleiner Tip. Wenn Du die Ankerwelle mit dem Kugellager verklebst, sollte die Lok noch leiser werden, denn damit wird die Längsschwingung (in Richtung Ankerachse) des Ankers unterdrückt.

Das Kugellager auf der Kollektorseite erfordert eine exakte Bohrung, ohne Zentrierlehre ein schwieriges Unterfangen.

Gruß
Rüdiger


Michael Knop
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3048
Registriert: Do 28. Apr 2005, 11:03
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: IB
Gleise: C-Gleis
Wohnort: NRW
Schweden

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#5

Beitrag von Michael Knop » Do 11. Jul 2019, 07:48

11652 hat geschrieben:
Mi 10. Jul 2019, 22:58
Hallo zusammen

Auf der Kollektorseite lasse ich das noch bleiben - ein erster, überhasteter Bohrversuch ging schief,
Hi Christian

Dabei ist das Kugellager auf der Kollektorseite das wichtigere, weil damit sichergestellt ist, dass der Kollektor nicht mehr verölen kann.

Um dir Konkret zu helfen, wegen dem Bohren des Motorschilds:

1. es gibt von Märklin ein Schild, dass zur Aufnahme des 1,5x4x2 mm Lager vorbereitet ist – es stammt vom VT11.5 37605 – Et-Nr. E306603
Vorteil: es ist fertig zum Einsatz, es muß nur das Kugellager eingesetzt werden - Nachteil: es ist verhältnismäßig teuer

2. Wenn Du doch noch mal das Bohren versuchen willst, nachfolgend die Werkzeuge, die bei mir und in meinem Umfeld zu einwandfreien Ergebnissen führt:
1. Handbohrgriff, von Fohrmann, Link zum Produkt
https://www.fohrmann.com/de/handbohrgri ... 50-mm.html

2. Zentrierbohrer 1,6 mm, von GHW-Modellbauversand, Link https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=4437

Damit sollte bei normalem Geschick der Umbau problemlos zu erledigen sein – ein Tipp noch zum Bohren selbst:
Ich bohre von der Innenseite des Schilds aus, aus der Freien Hand – Motorschild in der einen, in der anderen den Handbohrgriff mit dem Zentrierbohrer. Klappt wunderbar!

Durch den Zentrierbohrer kann die Bohrung auch nicht verlaufen, wie bei normalen Bohrern. Du muss nur einigermaßen Senkrecht bohren – und das einigermaßen meine ich Ernst, es muss im Motorschild nicht 100% exakt sein – der relativ weiche Kunststoff gleicht viel aus.


Und das verkleben der Lager oder der Welle würde ich lassen – gibt nur Probleme, und bringt nix.



Bei GHW-Modellbauversand bekommst Du auch die benötigten Kugellager relativ günstig: https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=3375




Ich hoffe, die Tipps helfen Dir das Modell nun vollständig umzurüsten!



Viele Grüße, Michael


Vau100
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 441
Registriert: Mi 7. Nov 2007, 23:17
Nenngröße: H0
Wohnort: bei Reutlingen
Alter: 42

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#6

Beitrag von Vau100 » Do 11. Jul 2019, 11:57

11652 hat geschrieben:
Mi 10. Jul 2019, 22:58
Hallo zusammen

Aus aktuellem Anlass im Piko Thread (Vmax der 120) komme ich nochmals zu meiner 120.1 mit dem Weg ins "dritte Leben".

Mittlerweile habe ich sie wieder zusammen gebaut - mit neuem HLA (Märklin 60941), 4mm Kugellager auf der Getriebeseite (Auf der Kollektorseite lasse ich das noch bleiben - ein erster, überhasteter Bohrversuch ging schief, deshalb auch der neue HLA. Gut, ein neuer HLA kam auch ein bisschen wegen dem abgenutzten Rotor rein...), mtc21 Platine und ESU Lopi 4.0.

Die Lok läuft nun vom Fahrgeräusch her ruhiger (das Kugellager auf der Getriebeseite zusammen mit dem neuen Motorschild brachte dies offenbar), lässt sich sehr fein regeln (DCC 128 Fahrstufen) und läuft eben auch sehr schnell - so wie zu lesen ist, hätte die Piko 120 005 keine Chance 8)

Dies kann ich natürlich bei Bedarf noch am Decoder einstellen - auch die Langsamfahreigenschaften bestens.

"Freude herrscht", meine Lok, an der ich sehr hänge, läuft wieder - besser als je zuvor.


Hallo 11652,


wie geht man auf der Getriebeseite am besten vor beim Bohren für das Kugellager ? Auch mit dem Zentrierbohrer ? Was sollte man beachten dabei ...

Möchte eine 3322 / Br 194 so umbauen, bekomme sie einfach nicht leise, habe sämtliches versucht.



Gruß Wolfgang
I. d. letzten Jahren nur Sammler und Teppichbahner Epoche III/IV bis ca. 1984, nur Märklin, aber offen für alles, Kein Insider. K-Gleis Anlage mit CU in Planung.


Walter S
InterRegio (IR)
Beiträge: 202
Registriert: Mo 17. Sep 2012, 20:06
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: CS 2
Gleise: K-Gleis
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#7

Beitrag von Walter S » Do 11. Jul 2019, 13:28

Hallo Wolfgang,
auf der Getriebeseite braucht man doch nicht Bohren,
da sitzt doch nur ein kleines Kunststoffteil was man nach innen rausdrückt.
Bei den älteren Modellen mit den Öltaschen muss man aufbohren.
Dazu braucht man aber auch gutes Werkzeug.

Gruß vom linken Niederrhein
Walter


OttRudi
Regionalbahn (RB)
Beiträge: 33
Registriert: So 7. Jul 2019, 21:11
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: CS 2
Gleise: K-Gleis
Alter: 67
Deutschland

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#8

Beitrag von OttRudi » Do 11. Jul 2019, 15:08

Vau100 hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 11:57
Möchte eine 3322 / Br 194 so umbauen, bekomme sie einfach nicht leise, habe sämtliches versucht.
Wolfgang,
falls es mit den Kugellager nicht hin haut, es gibt es Faulhaber Rundmotoren, damit bekommt man die Lok auch leiser.
Gruß
Rüdiger

Benutzeravatar

Threadersteller
11652
InterCity (IC)
Beiträge: 512
Registriert: Fr 20. Jul 2012, 21:13
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: IB II - auf dem Weg zu TC
Gleise: Märklin K
Wohnort: Region Basel
Alter: 47
Schweiz

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#9

Beitrag von 11652 » Do 11. Jul 2019, 20:06

Hallo Rainer
Elokfahrer160 hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 07:21
Moin, Christian,

schön, dass du deinem alten BR 120 Schätzchen einen neuen Motor und Kugellager spendiert hast ..... und sie läuft wohl
besser als zuvor. Auch bei mir werkeln Kugellager in älteren Märklin Loks, das bringt schon viele Vorteile.

Die Vmax. der BR 120 betrug 265 km/h, gefahren bei einem Echtversuch der DB durch die BR 120 001, die Regelgeschwindigkeit der Lok
waren 200 km/h mit IC / TEE Zügen am Haken , dafür wurden sie gebaut. Mein Vater ( damals BBC , Mannheim ) hatte einige dieser Loks
an die DB mit Übergabe- und Lastprobefahrten übergeben und er schwärmt noch heute von diesen ersten Drehstromlokomotiven.
Habe ihm die neue Piko 120 005 für seine Vitrine geschenkt.

Gruss - Elokfahrer 160 / Rainer

PS: seit 11.07.2019 wurde der Lötschberg Zug um 2 neue, verpackte Roco FS Wagen (45040, 45041) erweitert
Ja, an die Rekordfahrt der 120 001 erinnere ich mich noch! Diese Lok als Märklin 3153 hat ein ähnlich bewegtes Leben mit noch deutlich mehr km als die hier besprochene 120 104 - allerdings ist es dann schon eine Frage, ob es noch Sinn mancht, zumal ich auch noch eine relativ wenig gefahrene 120 003 (3348) im Fuhrpark habe.

Von deinem Vater mehr zu hören, vor allem Müsterchen, wäre schon toll :wink: Das mit dem Geschenk hast du toll gemacht!

Zum PS: Schöne internationale Züge, das ist schon etwas tolles! Falls die die Wagen in Rosso/Fegato auch gefallen, kann ich dir den ACME 50746 empfehlen - mein "Lieblingswagen"... Achtung: Bilder im Netz zeigen nicht immer den richtigen Wagen!

Hier der richtige Wagen:
- http://www.reisezugwagen.eu/?p=31483
Hier ein falsches Bild, doch der Wagen ist dafür noch lieferbar...
- https://www.modellbahnshop-lippe.com/pr ... odukt.html
Gruss Christian

Meine Fotos (Bahnen und Vierwaldstättersee-Dampfschiffe) auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/

Benutzeravatar

Threadersteller
11652
InterCity (IC)
Beiträge: 512
Registriert: Fr 20. Jul 2012, 21:13
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: IB II - auf dem Weg zu TC
Gleise: Märklin K
Wohnort: Region Basel
Alter: 47
Schweiz

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#10

Beitrag von 11652 » Do 11. Jul 2019, 20:26

Hallo Michael
Michael Knop hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 07:48

...

Hi Christian

Dabei ist das Kugellager auf der Kollektorseite das wichtigere, weil damit sichergestellt ist, dass der Kollektor nicht mehr verölen kann.

Um dir Konkret zu helfen, wegen dem Bohren des Motorschilds:

1. es gibt von Märklin ein Schild, dass zur Aufnahme des 1,5x4x2 mm Lager vorbereitet ist – es stammt vom VT11.5 37605 – Et-Nr. E306603
Vorteil: es ist fertig zum Einsatz, es muß nur das Kugellager eingesetzt werden - Nachteil: es ist verhältnismäßig teuer
....
Besten Dank für diesen Tipp (deine Tipps im Ganzen)! Den werde ich auch als erstes Umsetzen - die Teile sind ja offenbar noch lieferbar (heute nachgeschaut im Online-Shop). Ich frage mich nur, warum Märklin diese Kugellager denn nicht standardmässig einsetzt? Klar, es würden ein paar Pfennig mehr an Materialkosten anfallen und die Beschaffung/Lagerhaltung wie Montage würden aufwendiger (wir wollen jedoch nciht in BWL abdriften - oder...).

HAG Lokomotiven mögen ihre Eigenheiten haben und bisweilen optisch nicht mehr zeitgemäss sein - Kugellager sind an deren perfekt laufenden Dreipoler Standard 8)
Michael Knop hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 07:48
2. Wenn Du doch noch mal das Bohren versuchen willst, nachfolgend die Werkzeuge, die bei mir und in meinem Umfeld zu einwandfreien Ergebnissen führt:
1. Handbohrgriff, von Fohrmann, Link zum Produkt
https://www.fohrmann.com/de/handbohrgri ... 50-mm.html

2. Zentrierbohrer 1,6 mm, von GHW-Modellbauversand, Link https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=4437

Damit sollte bei normalem Geschick der Umbau problemlos zu erledigen sein – ein Tipp noch zum Bohren selbst:
Ich bohre von der Innenseite des Schilds aus, aus der Freien Hand – Motorschild in der einen, in der anderen den Handbohrgriff mit dem Zentrierbohrer. Klappt wunderbar!

Durch den Zentrierbohrer kann die Bohrung auch nicht verlaufen, wie bei normalen Bohrern. Du muss nur einigermaßen Senkrecht bohren – und das einigermaßen meine ich Ernst, es muss im Motorschild nicht 100% exakt sein – der relativ weiche Kunststoff gleicht viel aus.
Das Bohren werde ich bei Erfolg (mit den Ersatzteilen des VT 11.5) bestimmt wieder versuchen, und sollte ich auch hinkriegen... Ich habe einmal eine Berufsausbildung als Elektromechaniker (heute Automatiker) absolviert :oops: Dies - hat zwar wenig mit Kugellager zu tun - erst noch an Schienenfahrzeugen; ich "durfte" bei Schindler Waggon an den Dosto der Zürcher S-Bahn "Hand anlegen".

Das Problem war und ist viel mehr die Zeit und Musse zu finden, das eben richtig zu tun. So - ich bin auch hier offen, wie im ersten Beitrag - bohrte ich auf der Ständerbohrmaschine in der kleine Werkstätte im Geschäft - habe zwar Erfahrung mit solchen Maschinen, nicht jedoch mit dieser. Der Fehler war jedoch, dass das Motorschild nicht fest gespannt bzw. geschraubt war - der Bohrer zog das Teil gnadenlos nach oben und damit in die Zerstörung :?

Ja, ich bin dankbar für den Tipp mit dem Zentrierbohrer. Hat dieser dann hinten 4mm Durchmesser?
Michael Knop hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 07:48
Und das verkleben der Lager oder der Welle würde ich lassen – gibt nur Probleme, und bringt nix.
Bei GHW-Modellbauversand bekommst Du auch die benötigten Kugellager relativ günstig: https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=3375
- Verklebt im eigentlichen Sinne habe ich nicht, lediglich das Getriebeseitige Lager mit Schraubensicherung im Motorblock fixiert - es rutsche sehr leicht in der Öffnung hin und her.
- GHW-Modellbauversand ist auch der Lieferant meiner Lager. Bestätige gern, das das bestens funktionierte - inkl. freundlichem Hinweismail, dass ein Teil nicht vorrätig sei und die Lieferung sich verzögere (es waren dann nur wenige Tage...).

Berichte wieder, wenn ich weiter bin (was jedoch ein paar Wochen dauern wird, da ich die Teile noch bestellen und vor allem abholen muss).
Gruss Christian

Meine Fotos (Bahnen und Vierwaldstättersee-Dampfschiffe) auf Flickr: https://www.flickr.com/photos/134896793@N03/


Michael Knop
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3048
Registriert: Do 28. Apr 2005, 11:03
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: IB
Gleise: C-Gleis
Wohnort: NRW
Schweden

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#11

Beitrag von Michael Knop » Do 11. Jul 2019, 20:54

Hi Christian,

Ja, der empfohlene Zentrierbohrer hat am Schaft 4 mm.

Wie gesagt, wenn du von innen bohrst wird alles gut. Ich löte beim Umbauen noch nicht mal mehr die Kabel vom Motorschild ab, so gut/einfach geht das.


Wenn die Lager auf der Getriebeseite zu locker sin, dann stauche ich das Metall des Getriebeblocks mittels 5 oder 6 mm Durchschlag und sanften aber bestimmten Schlägen mit einen 100g Hammer geringfügig. Ggf. Ganz vorsichtig anfragen, und wenn nötig Schlagenergie langsam steigern. Das Getriebe dabei auf einen Hartholz Klotz abstützen.
Hat bisher immer tadellos funktioniert, wenn es nötig war (bei den vielen Dutzend umgebauten Modellen erst ein paar mal)





Hi Wolfgang,

Bei deiner 3322 musst du berücksichtigten, dass der Anker (egal ob noch Original oder schon auf HLA, 60944, umgebaut) der Wellendurchmesser auf der Getriebeseite 2,0 mm beträgt, und du daher andere Kugellager benötigst - in dem Fall 2x5x2,3 - https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=5361

Ob man mit einem Zentrierbohrer die Bohrung aufbohren kann? Ich denke schon - und das https://ghw-modellbau.de/product_info.p ... ts_id=4438 sollte der dazu passende Zentrierbohrer sein.

Allerdings habe ich nach an keiner Lok, die ursprünglich mit Scheibenkollektormotor war, und damit ohne das einfach zu tauschende Kunststofflager auf der Getriebeseite, ein Kugellager auf der Getriebeseite eingebaut.
Bei Bohrungen ins Metall wird es auch nicht mehr aus der freien Hand gehen, da wird ein Bohrständer nötig, inclusive exakter Ausrichtung des Getriebes.
Ich habe bei diesen Modellen bislang ausschließlich das Kugellager auf der Kollektorseite eingebaut, wenn das Modell auf HLA umgebaut ist (dann ist auf der Kollektorseite der Wellendurchmesser 1,5 mm, vom Original Scheibenkollektormotor ist auch auf der Kollektoseite der Durchmesser 2 mm).


Viele Grüße, Michael

Benutzeravatar

Lokpaint
Metropolitan (MET)
Beiträge: 2518
Registriert: Fr 10. Nov 2006, 00:41
Nenngröße: H0
Niederlande

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#12

Beitrag von Lokpaint » Do 11. Jul 2019, 21:35

Michael Knop hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 20:54

Wie gesagt, wenn du von innen bohrst wird alles gut. Ich löte beim Umbauen noch nicht mal mehr die Kabel vom Motorschild ab, so gut/einfach geht das.
Hallo

Erklär mir doch bitte mal worin der Unterschied besteht ob von innen oder von aussen gebohrt wird, denn die meisten Motorschilde die nach der von dir beschriebenen Methode gebohrt werden sind nachher versaut.
Eben weil die Zentrierspitze schon austritt wenn der rest des bohrers noch nicht voll schneiden kann. Das schild ist dafür zu dünn. Das es bei dir klappt ist wohl eher Glück weil die Schärfe (oder eher nicht Schärfe 8) ) deines Bohrers irgendwie stimmt.
Für aufbohren ist ein Bohrer jedoch das meist ungeeigneste Werkzeich das es gibt.
Dafür braucht es was mit mindestens 3 Schneidkanten, oder eine stabile Einspannmöglichkeit.

Bart


Michael Knop
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3048
Registriert: Do 28. Apr 2005, 11:03
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: IB
Gleise: C-Gleis
Wohnort: NRW
Schweden

Re: Märklin 3553 - 120 104-5 - "Drittes Leben" oder putzen lohnt sich...

#13

Beitrag von Michael Knop » Do 11. Jul 2019, 21:57

Lokpaint hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 21:35
Michael Knop hat geschrieben:
Do 11. Jul 2019, 20:54

Wie gesagt, wenn du von innen bohrst wird alles gut. Ich löte beim Umbauen noch nicht mal mehr die Kabel vom Motorschild ab, so gut/einfach geht das.
Hallo

Erklär mir doch bitte mal worin der Unterschied besteht ob von innen oder von aussen gebohrt wird, denn die meisten Motorschilde die nach der von dir beschriebenen Methode gebohrt werden sind nachher versaut.
Eben weil die Zentrierspitze schon austritt wenn der rest des bohrers noch nicht voll schneiden kann. Das schild ist dafür zu dünn. Das es bei dir klappt ist wohl eher Glück weil die Schärfe (oder eher nicht Schärfe 8) ) deines Bohrers irgendwie stimmt.
Für aufbohren ist ein Bohrer jedoch das meist ungeeigneste Werkzeich das es gibt.
Dafür braucht es was mit mindestens 3 Schneidkanten, oder eine stabile Einspannmöglichkeit.

Bart
Hi Bart,

Wenn du von innen bohrst, hat du „besseren“ Halt/Kraftschuss (zum halten). Und wie du oben lesen konntest, rate ich von normalen Bohrern auch ab, aber mir den Zentrierbohrern gelingt es einwandfrei:

Wie geschrieben, habe ich mehrere Dutzend Modelle mit Kugellagern nach der oben beschriebenen Methode umgebaut, nur die erste Lok (mit 2 HLA) habe ich (umständlich) im Ausgebauten Zustand auf einer ständerbohrmaschine und mit extra angefertigter Spannvorrichtung für die Schilder gebohrt.

Versaut habe ich noch kein Motorschild - auch nicht bei der Zwischenzeitlich praktizierten Methode (die ich hier nicht beschreiben werde 8) 8) 8) ), bevor ich den Handbohrgriff hatte - bei allen Schilden ist die Bohrung perfekt in der Mitte. Das ist leicht an der Fläche auf dem Motorschild zu erkennen, die nur wenig größer wie die Bohrung für die Kugellager ist - jede Abweichung würde sofort an der ungleichmäßigen Ringbreite an der Stelle sichtbar.


Und scharf sind die Zentrierbohrer - es gibt kein „Bohrmehl“ sondern nur zwei leicht gekräuselte „Knübelchen“.
Wenige Umdrehungen, und der Zentrierbohrer ist durch!

Auch im Umfeld, wo einige die selbe Bohrmethode anwenden, habe ich noch nicht von missratenen Bohrungen gehört.



Viele Grüße, Michael

Antworten

Zurück zu „Spur H0“