Warum Ständig Neue Decoder Normen

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#51

Beitrag von lokhenry » Mo 21. Mai 2012, 16:57

Heute habe ich Unkonventionell meine Lok getauscht, das ist der Vorteil wieder beim Händler gekauft zu haben, ein großen Dank an den besagten MoBa Händler :lol: :lol: :lol: :lol:

Das Gespräch mit dem Inhaber war genau so ernüchtern und Verständlich vom MoBa Händler aus gesehen, weil bei gleicher Umsatzgröße diese neuen PluX Schnittstellen das Warenlager unnötig aufbläht ohne wirklich mehr Umsatz zu machen, hier wird auch nur Verständnislos der Kopf geschüttelt, wer soll das bezahlen, diese Frage stelle ich nicht dem MoBa Händler, sondern der MoBa Industrie, wir hatten bisher einen 6, 8, 22(21)Poligen System, warum nun die PluX
Schnittstelle mit 8, 12, 16, 22 pole????? :roll:

Mein Ärger ist verraucht und Ernüchterung ist eingekehrt, dieser Thread zeigt das wir wieder Machtlos zusehen müssen, wie der gebeutelte MoBa Handel weiter unter Druck gesetzt wird und keiner mehr weiß, was die Loks für Decoder brauchen, die Ausnahme ist die Märklin Fraktion, hier wird bereits ein Decoder verbaut, welcher das ist, bleibt erstmals Sekundär,
am Ende ist der Kunde und der freut sich ganz besonders und diese Freude teile ich gerade auch. :?


MoBa Grüße

Henry
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#52

Beitrag von lokhenry » Mo 21. Mai 2012, 18:27

Nachtrag:

Heute habe ich meine PluX 16 Decoder von Roco bekommen auch der PluX Adapter wurde geliefert.
Natürlich habe ich das sofort ausprobiert, der Roco Decoder ist in Wirklichkeit ein Zimo Decoder, sehr klein und Handlich, noch kleiner ist der 6 polige Decoder von Fleischmann der auch N tauglich ist, mit 1000 mA und 200 mA pro Ausgang ist der für die meisten H0 Lokomotiven mehr als ausreichend, meine zwei Minis von Lenz und ESU sind minimal kleiner als der Fleischmann Decoder, trotz der Größe mit allen Extras ausgestattet.

Siehe Bilder:

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Beim PluX Adapter, der auch sofort funktioniert hat, sieht das nicht so elegant aus.
Als Beispiel ein Lenz und ESU Decoder, der Adapter steht hinten etwas hoch da der 8 polige Stecker zu hoch aufbaut, ist aber fest und sicher.

In der Lok ist unter der Platine Platz für den Decoder, das letzte Bild zeigt Vollwertige Minis von GFN + Lenz ca. 50 % kleiner als ein Lenz Silver.

Warum die Frage PluX????? Muss das sein?????

MfG

Henry
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#53

Beitrag von Martin Lutz » Mo 21. Mai 2012, 21:29

lokhenry hat geschrieben:...auch der PluX Adapter wurde geliefert....
Hurra, ein Hersteller konnte wieder etwas überflüssiges verkaufen: er hat ein Schnittstellenadapter verkauft. :lol: :lol: :lol:

Das Ganze kommt mir vor wie man einem Elch eine Gasmaske verkaufen kann. http://www.ekkw.de/martinskirche-bad-he ... -08/11.pdf

Bevor ich so einen Schnittstellenadapter kaufe und in eine Lok einbaue, löte ich den Decoder an den vorhandenen Schnittstellenstecker.

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#54

Beitrag von lokhenry » Mo 21. Mai 2012, 21:43

Hallo Martin,

die Frage ist, soll man Loks mit PluX einfach nicht mehr kaufen, das wäre die Konsequenz??

MfG

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#55

Beitrag von Kurt » Mo 21. Mai 2012, 22:22

Natürlich darf jeder kaufen was er will. Nur widerspricht der Schnittstellenadapter dem Sinn der Schnittstelle. In der NEM 658 heißt es:
Anmerkung: Der Einbauraum für den Decoder im Fahrzeug ist so zu bemessen, dass dieser mit den
Maximalabmessungen gemäss Tabelle 2 zwängungsfrei und ohne Spezialwerkzeuge eingebaut werden
kann.
Wenn ich diesen Schnittstellenadapter verwende wo soll ich dann bei kleineren Loks oder bei verbauten Fahrzeugen mit dem Decoder + Kabelsalat hin? Oder wenn ich bspw. noch ein paar Funktionen mehr habe? Löten, weil ja die 8-polige Schnittstelle nicht mehr Funktionen hergibt? Oder Sounddecoder? :!:

Meine persönliche Meinung. Die NEM 658 so ändern, dass der Platz für einen PluX22 Decodervorhanden sein muß. Dann kann jeder Fahrzeug und Decoderhersteller einfach soviele Anschlüsse verbauen wie er will und trotzdem passt alles zusammen. Egal ob ich in der Lok eine PluX 8 Schnittstelle und einen PluX 22 Decoder habe oder einen Plux8 Decoder mit 22 oder 8 Stiften habe. Da die Decoder wohl in Zukunft nicht größer werden müsste das ne Weile reichen. Und die Ausnahmen (besonders kleine oder seltsam gebaute Loks) müssen oder sollten eben vom Hersteller gekennzeichnet werden.
Kurt

Der Zukunft voraus


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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#56

Beitrag von Martin Lutz » Mo 21. Mai 2012, 22:43

lokhenry hat geschrieben:Hallo Martin,

die Frage ist, soll man Loks mit PluX einfach nicht mehr kaufen, das wäre die Konsequenz??

MfG

Henry
Ich habe mich schon lange und mehrfach darüber geäussert, dass ich mich nicht auf die Schnittstelle versteife. Ich suche mir eine Lok nicht nach der Schnittstelle aus. Natürlich: hat die Lok eine Schnittstelle, so nutze ich sie. Passt etwas irgendwie nicht, dann schmeisse ich unter Umständen sogar die ganze Elektronik raus oder löte die Kabel des Decoders gleich an die richtige Stelle. Ich weiss aber auch, dass sich nicht jeder das traut, was ich mir traue. Deshalb kann ich nur für mich schreiben und nicht für einen anderen.

Ich persönlich bezeichne die Plux Schnittstelle als die besten Schnittstelle, die in der Vergangenheit entstanden ist. Mein Wunsch äre jetzt, dass alle (wirklich alle, auch Märklin) hingehen und diese nutzen und die Vorgänger langsam ablösen. Und nicht wieder teure Resourcen damit verschwenden wieder etwas nNeues zu kreieren, das letztlich nicht nur die Hersteller verwirrt sondern auch Händler, sich selber und letztlich auch die Kunden verärgert. Gerade jetzt, nachdem Märklin so halbwegs wieder aus dem Insolvenzverfahren gekrochen zu sein scheint. Gerade jetzt nach dem Konkurs von Roco. Gerade jetzt, wo die Kundenzahlen immer noch zurückgehen. Warum bloss muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Gerade jetzt sollten die Hersteller auch ein wenig wirtschaftlicher denken.

Sie müssen sich stets bewusst sein: Ich als Kunde brauche keine Modelleisenbahn um überleben zu können, aber die Modelleisenbahnhersteller brauchen uns Kunden um überleben zu können. :wink:

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#57

Beitrag von lokhenry » Mo 21. Mai 2012, 22:58

Martin Lutz hat geschrieben:
lokhenry hat geschrieben:Hallo Martin,

die Frage ist, soll man Loks mit PluX einfach nicht mehr kaufen, das wäre die Konsequenz??

MfG

Henry
Ich habe mich schon lange und mehrfach darüber geäussert, dass ich mich nicht auf die Schnittstelle versteife. Ich suche mir eine Lok nicht nach der Schnittstelle aus. Natürlich: hat die Lok eine Schnittstelle, so nutze ich sie. Passt etwas irgendwie nicht, dann schmeisse ich unter Umständen sogar die ganze Elektronik raus oder löte die Kabel des Decoders gleich an die richtige Stelle. Ich weiss aber auch, dass sich nicht jeder das traut, was ich mir traue. Deshalb kann ich nur für mich schreiben und nicht für einen anderen.

Ich persönlich bezeichne die Plux Schnittstelle als die besten Schnittstelle, die in der Vergangenheit entstanden ist. Mein Wunsch äre jetzt, dass alle (wirklich alle, auch Märklin) hingehen und diese nutzen und die Vorgänger langsam ablösen. Und nicht wieder teure Resourcen damit verschwenden wieder etwas nNeues zu kreieren, das letztlich nicht nur die Hersteller verwirrt sondern auch Händler, sich selber und letztlich auch die Kunden verärgert. Gerade jetzt, nachdem Märklin so halbwegs wieder aus dem Insolvenzverfahren gekrochen zu sein scheint. Gerade jetzt nach dem Konkurs von Roco. Gerade jetzt, wo die Kundenzahlen immer noch zurückgehen. Warum bloss muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Gerade jetzt sollten die Hersteller auch ein wenig wirtschaftlicher denken.

Sie müssen sich stets bewusst sein: Ich als Kunde brauche keine Modelleisenbahn um überleben zu können, aber die Modelleisenbahnhersteller brauchen uns Kunden um überleben zu können. :wink:


Hallo Martin,

einverstanden und wie bekommste diese Information bei den Hersteller beigebracht?

Wir sollten hier nur über H0/00 sprechen, kleine Spuren wie TT/N ist ein Teil für sich, das lässt sich genau wie die Schienenbreite nicht vermischen?

Ich sehe bei Kleinloks ohne Konstruktive Maßnahmen ein PluX 22 für nicht möglich, was nun, aber gehen wir trotzdem von aus es geht, dann sollten alle Hersteller im Sinne der Vereinheitlichung ein Übergang machen, nur PluX 22 zu verbauen und die Norm der ersten Tage aufzugeben und zwar alle Hersteller, ist so was möglich?

Wirklich??

Ich Träume auch gerne??


Gruß

Henry
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Martin Lutz
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#58

Beitrag von Martin Lutz » Mo 21. Mai 2012, 23:19

lokhenry hat geschrieben:
Martin Lutz hat geschrieben:
lokhenry hat geschrieben:Hallo Martin,

die Frage ist, soll man Loks mit PluX einfach nicht mehr kaufen, das wäre die Konsequenz??

MfG

Henry
Ich habe mich schon lange und mehrfach darüber geäussert, dass ich mich nicht auf die Schnittstelle versteife. Ich suche mir eine Lok nicht nach der Schnittstelle aus. Natürlich: hat die Lok eine Schnittstelle, so nutze ich sie. Passt etwas irgendwie nicht, dann schmeisse ich unter Umständen sogar die ganze Elektronik raus oder löte die Kabel des Decoders gleich an die richtige Stelle. Ich weiss aber auch, dass sich nicht jeder das traut, was ich mir traue. Deshalb kann ich nur für mich schreiben und nicht für einen anderen.

Ich persönlich bezeichne die Plux Schnittstelle als die besten Schnittstelle, die in der Vergangenheit entstanden ist. Mein Wunsch äre jetzt, dass alle (wirklich alle, auch Märklin) hingehen und diese nutzen und die Vorgänger langsam ablösen. Und nicht wieder teure Resourcen damit verschwenden wieder etwas nNeues zu kreieren, das letztlich nicht nur die Hersteller verwirrt sondern auch Händler, sich selber und letztlich auch die Kunden verärgert. Gerade jetzt, nachdem Märklin so halbwegs wieder aus dem Insolvenzverfahren gekrochen zu sein scheint. Gerade jetzt nach dem Konkurs von Roco. Gerade jetzt, wo die Kundenzahlen immer noch zurückgehen. Warum bloss muss das Rad immer wieder neu erfunden werden? Gerade jetzt sollten die Hersteller auch ein wenig wirtschaftlicher denken.

Sie müssen sich stets bewusst sein: Ich als Kunde brauche keine Modelleisenbahn um überleben zu können, aber die Modelleisenbahnhersteller brauchen uns Kunden um überleben zu können. :wink:


Hallo Martin,

einverstanden und wie bekommste diese Information bei den Hersteller beigebracht?

Wir sollten hier nur über H0/00 sprechen, kleine Spuren wie TT/N ist ein Teil für sich, das lässt sich genau wie die Schienenbreite nicht vermischen?

Ich sehe bei Kleinloks ohne Konstruktive Maßnahmen ein PluX 22 für nicht möglich, was nun, aber gehen wir trotzdem von aus es geht, dann sollten alle Hersteller im Sinne der Vereinheitlichung ein Übergang machen, nur PluX 22 zu verbauen und die Norm der ersten Tage aufzugeben und zwar alle Hersteller, ist so was möglich?

Wirklich??

Ich Träume auch gerne??


Gruß

Henry
Die N Loks oder die TT Loks haben ihre Grösse nicht erst in den letztzen 2 Jahren erhalten. Auch nicht die H0m oder die H0e Loks. Auch ist die Entwicklung in die Richtung bekannt, dass man immer mehr Funktionen einbaut. Man überlege sich, wie lange es schon Decoder gibt, die 4 Aux Ausgänge haben. Auch die Bauteileindustrie kennt die kleinen Stecker schon lange. Ausserdem sollte man ja auch die Stromstärken kennen, die durch die Lokmotoren fliessen. Wäre es nicht schon bei der Entwicklung der Plux Schnittstelle möglich gewesen, auf die sich schon seit Jahren abzeichnende Entwicklung der Decodernutzung und -ausstattung auf eine Weise Rücksicht zu nehmen, damit eine Plux16 oder Plux22 sogar in eine N-Lok passt?


digilox1

Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#59

Beitrag von digilox1 » Mo 21. Mai 2012, 23:23

...bezahlen, diese Frage stelle ich nicht dem MoBa Händler, sondern der MoBa Industrie, wir hatten bisher einen 6, 8, 22(21)Poligen System, warum nun die PluX
Schnittstelle mit 8, 12, 16, 22 pole?????
Nun, die mtc21-Schnittstelle ist obsolet geworden mit dem Verzicht von Märklin auf die Sinus-Motoren.
Dort liegen jetzt Pins rum, die nicht gebraucht werden können.

Bei der 8-Poligen (NEM 652) blieb meistens ein Pin (Drahtfarben-Code grün) unbelegt, dafür mussten zwei am Decoder herausgeführte Drähte, wenn sie denn benutzt wurden, separat und dauerhaft velötet werden: Ein Pin nicht genutzt und dafür zwei separat herausgeführte Drähte an der Schnittstelle vorbei - das ist nicht nur nicht im Sinne des Erfinders, das ist schlicht idiotisch.
Das wurde vermieden mit dem in den USA gebräuchlichen JST-9 pin-Stecker, dem haftet aber in Europa das Odium an, zu hoch zu bauen und nur einen Ausgang mehr zu haben bei 1/10 Inch Pin-Abstand.
Also ging man hin und plante ohne Sinus-Motor- und Zugbus-Ausgänge möglichst Nenngrössen-übergreifend
und mit möglichst grossem Überschneidungsbereich (NEM 651/NMRA small, inklusive).

Gar nicht so blöd, eigentlich.
Wichtig ist, dass in der Lok mehr oder gleich viele Sockets liegen als der Decoder Pins hat.

Und was tut der geneigte Rollmaterial-Hersteller in H0 mit genügend Platz unter der Haube seines Modells?
Richtig, er spart an den Buchsen, sodass die Decoder mit Plux 22-Möglichkeiten gar nicht erst zum Zug kommen!

Gruss,
Manfred

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Rainer Lüssi
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#60

Beitrag von Rainer Lüssi » Di 22. Mai 2012, 06:09

Hallo zusammen

Die PluX Schnittstelle ist zweifelsohne gut durchdacht.
Das Problem ist aber: sie kommt spät, zu spät.
Viele Loks wurden bei MäTrix bereits auf mtc21 umkonstruiert. Alle diese müssten jetzt nochmal neue Leiterplatten bekommen - ohne Mehrwert für den Kunden und ohne, dass der Hersteller mehr dafür verlangen könnte. Deshalb glaube ich auch nicht, dass mtc21 in absehbarer Zukunft verschwinden wird. Es wird wohl eher ein weiterer Graben zwischen Mittelleiter und Zweileiter aufgehen: mtc21 gegen PluX.
Besser wäre wohl gewesen, die überflüssigen Pins des mtc21 Steckers neu zu definieren und diesen als Standard überall wo es der Platz erlaubt anzuwenden. Lieber mit einer weniger optimalen Schnittstelle leben, als mit mehreren verschiedenen Schnittstellen.

Zudem haltet sich Roco jetzt schon nicht an die Empfehlungen der NEM bez. PluX:
- Platz nicht ausreichend
- Vorpolschutz Pin nicht implementiert
- Keine klare Beschriftung der Schnittstelle auf der Packung (ein einfacher Aufkleber würde da schon reichen)

Bei ESU werden Decoder auch nicht PluX gerecht gebaut, da diese den Stecker über Litzen angeschlossen haben.

Gruss
Rainer
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#61

Beitrag von Martin Lutz » Di 22. Mai 2012, 06:41

Hallo Rainer,
Rainer Lüssi hat geschrieben:Hallo zusammen

Die PluX Schnittstelle ist zweifelsohne gut durchdacht.
Das Problem ist aber: sie kommt spät, zu spät....

...Bei ESU werden Decoder auch nicht PluX gerecht gebaut, da diese den Stecker über Litzen angeschlossen haben.

Gruss
Rainer
Ja, da hast du Recht.

Bei ESU ist es natürlich so: sie bieten ja alle Varianten von Schnittstellen an. Bin sowieso gespannt, ob ESU das noch lange so macht und jeden Schnittstellenfurz mitmacht.

ESU hat ihr Layout natürlich für die mtc gemacht und sie machen bestimmt kein neues oder weiteres Layout für die neue Plux Schnittstelle, die direkt auf der Leiterplatte des Decoders sitzen muss. Deshalb haben sie wohl gleich den Adapter mtc zu Plux gleich mitintegriert in Form von Litzen.

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#62

Beitrag von Peter Müller » Di 22. Mai 2012, 06:52

Rainer Lüssi hat geschrieben:Bei ESU werden Decoder auch nicht PluX gerecht gebaut, da diese den Stecker über Litzen angeschlossen haben.
Das ist doch eine vernünftige Lösung: sich konsequent für eine von vielen Varianten entscheiden, aber die Alternativen ermöglichen.


Wer übrigens eine aussagekräftige Kennzeichnung unterlässt, gehört bis zur Korrektur rigoros abgestraft. Oder positiv ausgedrückt: wer aussagekräftig kennzeichnet, muss bevorzugt werden. Dann ändert sich schnell etwas.
Grüße, Peter

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#63

Beitrag von H0 » Di 22. Mai 2012, 20:07

Moin!
digilox1 hat geschrieben:Nun, die mtc21-Schnittstelle ist obsolet geworden mit dem Verzicht von Märklin auf die Sinus-Motoren.
Dort liegen jetzt Pins rum, die nicht gebraucht werden können.
Wieso "jetzt"? Die Pins wurden nie benutzt.
Eigentlich sollte die Treiberelektronik mit auf den Decoder wandern, deshalb die vielen Leitungen für Motor und Hallsensoren. Ich wüßte aber nicht, dass jemals ein solcher Decoder in einer Märklin-Lok verbaut worden wäre ...

Umso einfacher sollte es jetzt sein, diese Leitungen umzuwidmen.

Aber mit "mSD" (nicht NEM-kompatibel) und "mSD Spezial" (NEM-kompatibel) vergrößert man derzeit das Chaos noch ein wenig ...
Viele Grüße
Thomas


digilox1

Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#64

Beitrag von digilox1 » Di 22. Mai 2012, 20:38

Die PluX Schnittstelle ist zweifelsohne gut durchdacht.
Das Problem ist aber: sie kommt spät, zu spät.
Vielleicht gibt`s Leute, die involviert waren in die Entwicklung der Schnittstellen oder wenigstens nahe genug dran, um ein bisschen Licht auf die Historie zu werfen.

Nach meiner Erinnerung begann die Diskussion darüber in US-Foren schon ziemlich früh, etwa um 2002/2003; nicht vehement und keinesfalls als zentrales Thema, aber immerhin gelegentlich mal ein Vorstoss oder eine Anregung.
Von einer mtc-Schnittstelle war nach meiner Erinnerung damals weit und breit nichts zu sehen oder zu hören.
Das Thema wurde aber als so wichtig erachtet und auch von zwei Herstellern forciert, dass die NMRA einen "topic coordinator" oder "topic leader" bestellte, den Deutschen Reinhard Müller:

(Topic 0305001):

http://www.nmra.org/standards/DCC/WGpub ... pic0305001

http://www.nmra.org/standards/DCC/WGpub ... 05001.html

Roco war also schon relativ früh daran interessiert, eine Schnittstellenerweiterung zu erreichen und festzuzurren, ebenso der amerikanische Hersteller S-Helper Service (Nenngrösse S).

http://www.nmra.org/standards/DCC/WGpub ... pic0504023

http://www.nmra.org/standards/DCC/WGpub ... pic0603242

http://www.nmra.org/standards/sandrp/co ... #standards

Was man aus der Liste der aktiven und der inaktiven Themen und den schliesslich daraus hervorgegangenen Standards und RPs entnehmen kann, ist der elend langsame Gang der NMRA-Mühlen, wenigstens was DCC-Belange angeht und die schiere Ineffizienz des Normungsprozesses.

Plötzlich ist es 2008, die mtc21-Schnittstelle genormt und siehe da: Es kommt zu einem Nachtrag für die Plux-Schnittstellen.

Der ganze schleppende Verlauf der Normierung wird ESU nicht verborgen geblieben sein, ebensowenig wie Märklin.
Und sicher hatte ESU auch über längere Zeit Kontakt mit Roco und kannte deren Bedürfnisse als Lieferant der LokSound Classic- und LokSound 2-Decoder.

Möglicherweise ist ESU vorgeprescht im Hinblick auf eine lange Verbindung mit Märklin (CS 1) und Sinus-tauglicher Decoder.

Gruss,
Manfred


digilox1

Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#65

Beitrag von digilox1 » Di 22. Mai 2012, 20:46

Wieso "jetzt"? Die Pins wurden nie benutzt.
Solange der Sinus-Motor eingebaut wurde, konnte man davon ausgehen, dass der Treiber irgenwann in den Decoder verlegt würde.
Nachdem der Sinus gestorben war, braucht man den Treiber nicht mehr, gleich wo.
"Jetzt" also: mit Sicherheit ab Ende Sinus.

Gruss,
Manfred


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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#66

Beitrag von Kurt » Mi 23. Mai 2012, 00:47

Das ist doch eine vernünftige Lösung: sich konsequent für eine von vielen Varianten entscheiden, aber die Alternativen ermöglichen.
Was bitte ist an dieser Lösung vernünftig?
Wer übrigens eine aussagekräftige Kennzeichnung unterlässt, gehört bis zur Korrektur rigoros abgestraft.
Wenn nun Firma xy eine BR123 bringt und das ein sehnlichst erwartetes Modell ist. Wer wird dann drauf verzichten, bzw. den Hersteller mit Kaufverzicht strafen?

Wer glaubt, das man in einer riesen US-Lok bequem einen Decoder unterbringt ist auch auf dem Holzweg. Die sind sowas von verbaut. Allein schon um das notwendige Gewicht zu erreichen. :bigeek:
Kurt

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#67

Beitrag von Peter Müller » Mi 23. Mai 2012, 05:37

Kurt hat geschrieben:Wenn nun Firma xy eine BR123 bringt und das ein sehnlichst erwartetes Modell ist. Wer wird dann drauf verzichten ...
Wenn es sooo schlimm ist, dass man nicht mehr die Freiheit hat, verzichten zu können, hilft natürlich alles nichts. Dann verstehe ich die Hersteller, dass sie sich nicht darum scheren.
Grüße, Peter


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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#68

Beitrag von TT800 » Mi 23. Mai 2012, 12:57

digilox1 hat geschrieben:Plötzlich ist es 2008, die mtc21-Schnittstelle genormt und siehe da: Es kommt zu einem Nachtrag für die Plux-Schnittstellen.
Zur Klarstellung und ohne jede Bewertung:

Es kam bis jetzt für die Schnittstellen nie zu einer NMRA Norm. Arnold Hübsch nennt die Märklin-Schnittstelle in seinem im Jahre 2007 geschriebenen Schnittstellenvergleich vollkommen richtig defacto Industriestandard. Und die 9.1.1. ist ja nur eine Empfehlung. :wink:

Wer sich mit dem Thread-Thema noch etwas intensiver beschäftigen will und für sich eine Antwort auf das Warum sucht, dem empfehle ich die Lektüre zweier Sitzungs-Protokolle der NMRA DCC Working Group, garniert mit dem "Tagebuch" von Reinhard Müller:

Anfang April 2005 (gehostet von Fleischmann) beschäftigte sich diese Arbeitsgruppe das erste Mal mit der von Märklin eingeführten 21-pol. Schnittstelle. Man beschloß, unter der Topic-Nr. 0504023 ein kleines Team zu beauftragen, die Schnittstelle für die RP 9.1.1. zu dokumentieren - und nicht zu entwickeln, denn sie war ja schon am Markt. Siehe das Ende der Seite 5: New Connector.

Ende März 2006 (pikanterweise gehostet von Märklin) wurde beschlossen, diese bereits am Markt eingeführte 21-polige Märklin Schnittstelle erst in die Empfehlungen aufzunehmen, wenn es auch eine DC-Version dieser Schnittstelle (die auch den anderen Herstellern passt) gibt. Eine Schnittstelle mit 2 Versionen - eine tolle Lösung! So ist halt das wirkliche Leben ... Siehe ab dem Ende der 2. Seite das Thema 0504023: 21 pin Connector.
Aber weil man nicht so recht an ein Ergebnis glaubt, beruft man gleich unter der neuen Topic-Nr. 0603242 (22 pin Connector) einen anderen Themenredakteur, nämlich AJ Ireland von Digitrax. Na und das war der Anfang von PluX. Und 2008 endlich kamen dann beide Versionen in die NMRA Empfehlung 9.1.1.

Nicht zu vergessen, dass Märklin 2006 in einer ersten Krise befindlich von den Investoren Kingsbridge Capital und Goldman Sachs übernommen wurde und in der Folge vermutlich in der Arbeitsgruppe keinen Einfuss mehr hatte. Schließlich kam es auch zum Bruch mit ESU, die bis dahin ja die 21-pol. Schnittstelle mitgetragen haben. Und Märklin konzentrierte sich auf die Entwicklung der CS2 und dann auf die eigenen Decoder. Da hatten eben endlich die amerikanischen Mitbewerber freie Bahn.
Viele Grüße,
Stephan
____________________________________________________________
[60211 {60128connected} + 60215 {4.2.1(0) mit GFP 3.27} + PC-CS]
Insider seit 1993 - HeimatBf: MIST Wien - http://www.insider-stammtisch.net/

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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#69

Beitrag von lokhenry » Mi 23. Mai 2012, 20:51

Eine tolle Story und heute 2012 hat keiner eine Ahnung was los ist, die Händler verzweifeln die Anwender Staunen und die Hersteller meckern über zu wenig Umsatz. :?

MfG

Henry

8)
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#70

Beitrag von digilox1 » Mi 23. Mai 2012, 21:16

Eine Schnittstelle mit 2 Versionen - eine tolle Lösung! So ist halt das wirkliche Leben
Man konnte ja nicht erwaren, dass das ESU-Alleinstellungsmerkmal 100 Ohm Lautsprecherimpedanz in die Specs aufgenommen würde, wenn alle anderen seit langem 8/16/32 Ohm, meistens 8 Ohm, verwenden.
Da hatten eben endlich die amerikanischen Mitbewerber freie Bahn.
*Mir ist nicht bekannt, dass irgendein amerikanischer Hersteller, schon gar nicht Digitrax, mtc21- oder PluX-Decoder produziert (aktuelles Sortiment):

http://www.digitrax.com/products/sound-decoders/
http://www.digitrax.com/products/mobile-decoders/

Und: Ausweislich der Teilnehmerliste war von den übrigen amerikanischen Decoderherstellern Soundtraxx (nicht mehr nur Sounddecoder), TCS, NCE und QSI niemand vertreten.

*Halt: TCS produziert einen Decoder mit - ja was für einer Schnittstelle? - mtc21!

http://www.tcsdcc.com/public_html/Cust ... e_T12.html

Gruss,
Manfred
Zuletzt geändert von digilox1 am Mi 23. Mai 2012, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.


OttRudi
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#71

Beitrag von OttRudi » Mi 23. Mai 2012, 22:08

Hallo

ja, die Ami's. Die sind wenn es um Geschäft geht, in vielen Dingen pragmatischer als der Rest der Welt.

Gruß

Rüdiger

PS: Es bestärkt mich immer mehr, das MFX für den Durchschnitts-Mobaer die bessere Lösung ist.
Viele Grüße, Rüdiger

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digilox1

Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#72

Beitrag von digilox1 » Mi 23. Mai 2012, 22:22

ja, die Ami's. Die sind wenn es um Geschäft geht, in vielen Dingen pragmatischer als der Rest der Welt.
Ich weiss nicht so recht.
Im Falle von Modellbahn-Decodern braucht`s fast für jeden N-Diesel nach US-Vorbild einen Decoder mit anderem Grundriss, "form factor" genannt, in H0 ist die Menge der "board replacement decoders" mit unterschiedlichen Grundrissen und Anschlussvarianten auch weniger übersichtlich als noch vor einigen Jahren.

Da ist die Vielfalt kaum geringer als z.B. bei Zimo - für fast jeden Anschlussfall (Schnittstelle) ein separater Decoder.

Gruss,
Manfred


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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#73

Beitrag von TT800 » Do 24. Mai 2012, 00:36

digilox1 hat geschrieben:
Eine Schnittstelle mit 2 Versionen - eine tolle Lösung! So ist halt das wirkliche Leben
Man konnte ja nicht erwaren, dass das ESU-Alleinstellungsmerkmal 100 Ohm Lautsprecherimpedanz in die Specs aufgenommen würden, wenn alle anderen seit langem 8/16/32 Ohm, meistens 8 Ohm, verwenden.
Wieso? Die Bedingung war doch klar:
Stan Ames (NMRA): In case the 100 Ohms would be part of the specification it would not be an NMRA but a manufacturer’s specification.
A vote was taken whether to include the speaker impedance specification. 16 votes to remove the spec, 1 (Lindner - ESU) to keep it.
...
Stan Ames agreed on having the 100 Ohms specified for the 21 pin connector, if the other connector is defined at the same time.
Das war ein klassisches Eigentor von Lindner (ESU); sogar Märklin hat gegen die Aufnahme der 100 Ohm gestimmt. Und wie schaut die jüngste Entwicklung aus? Die MOROP (NEM) hat die 100 Ohm herausgenommen; etwa damit ESU seine 4 Ohm Lautsprecher einsetzen kann?

Und genau so ein Chaos gibt es mit den AUX 3,4 Definitionen. Die NMRA schreibt von Anfang an: These pins are pulled to GND by the controller, if the function is on. The maximum voltage for the load is the track voltage. Daran hält sich auch Märklin bei seinen selbst entwickelten Nachrüstdecodern - und wird hier im Forum von immer denselben Personen dafür geprügelt. Weil, wie ich hier im Forum schon vor Monaten geschrieben habe, die NEM 660 dazu im Widerspruch steht: Die Ausgänge dürfen mit max. 0,5 mA belastet werden und führen Logik-Pegel. Wenigstens verweist die MOROP bei den PluX-Schnittstellen auf die NMRA RP 9.1.1. anstelle Chaos zu stiften.
digilox1 hat geschrieben:Mir ist nicht bekannt, dass irgendein amerikanischer Hersteller, schon gar nicht Digitrax, mtc21- oder PluX-Decoder produziert (aktuelles Sortiment)
Es genügt ja - wie man aus dem Protokoll der Sitzung vom 6. Jänner 2007 (bei der übrigens so wie bei den folgenden Sitzungen Märklin nicht mehr vertreten war) lesen kann -, dass Digitrax und Fleischmann die Schnittstelle entwickelt haben, die im Verlauf der Sitzung dann PluX22 benannt wurde.

Übrigens war Anfang 2008 die Integration der 21-pol. mtc/PluX Angelegenheit in die RP 9.1.1. das vorläufig letzte Lebenszeichen der DCC Arbeitsgruppe. Seitdem schlummert sie ...
Viele Grüße,
Stephan
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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#74

Beitrag von Peter Müller » Do 24. Mai 2012, 05:54

Warum wird hier so intensiv auf die NMRA eingegangen, die spielt doch für Modelleisenbahn-Technik in Europa eine sehr untergeordnete Rolle? Insbesondere bei der Digitalisierung, wo es die längste Zeit darum ging den mechanischen Umschalter zu ersetzen, und erst jetzt in die Breite gegangen wird? Ich finde, Normung von Digital-Schnittstellen sollte in Europa stattfinden, und zwar ausdrücklich in den Ländern, in denen der Anteil der Digitalfahrer am größten ist (sogenannte DACH-Region, plus Benelux).
Grüße, Peter


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Re: Warum Ständig Neue Decoder Normen

#75

Beitrag von Martin Lutz » Do 24. Mai 2012, 06:18

Hallo,

Tip:
Lernt löten, dann werdet ihr unabhängiger von den "Schnittstellennormen". :mrgreen:

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