BR103 Türkis und andere

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Mattlink
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Re: BR103 Türkis und andere

#5651

Beitrag von Mattlink » Sa 12. Jan 2019, 14:22

Brumfda hat geschrieben:
Fr 28. Dez 2018, 20:23
Danke für die Einführung.

Mein Ansatz war der, den ich schon vor einiger Zeit hier gepostet habe. Die Versuchslok DR19 mit ihren je zwei Zylindern direkt an der Achse hatte ja Triebräder mit nur 1250 mm Durchmesser. Damit fuhr sie locker 180.

Ich dachte, da der Trend bei Versuchen zwecks besserer Sichtverhältnisse zur Front Kabine gingen, dass es eventuell möglich wäre, die Kessel tiefer zu legen und dafür den Führerstand ein Blick von hinten oben zu geben- Panoramablick halt - im Sinne von form follows function.

Das Design wäre dann natürlich völlig anders gewesen in seinen Proportionen und ob das hübsch werden könnte, kann ich auch nicht sagen. Nur so ein Denkansatz
Hallo,

also die hohe Kessellage ist folge einer Entwicklung. Man hatte ursprünglich tiefe Kessellagen (vergleiche mal die Loks der Länderbahnen oder frühe Preußische Konstruktionen. Dann hat man aber festgestellt, dass eine hohe Kessellage besser war was die Laufruhe der Fahrzeuge betrifft.

Eine Ölfeuerung braucht vermutlich grundsätzlich weniger Platz nach unten, aber - soweit mir bekannt - wurde keine Lok in Deutschland grundsätzlich mit Ölfeuerung konstruiert, bzw. gebaut. Die Loks in Deutschland wurden eigentlich alle mit Kohlefeuerung konstruiert, und einige Baureihen dann später auf Ölfeuerung umgebaut.

Übrigens müssen die Zylinder nicht schräg nach unten wirken, tatsächlich stehen die meistens waagerecht. Dann ist eben die Kolbenmitte genau auf Achshöhe…

Die Versuchslok DR 19 konnte deshalb mit so kleinen Rädern so schnell fahren, weil sie keine Stangen hatte (Einzelradantrieb). Bei den normalen Dampfloks bekam man ab einer bestimmten Radumdrehung einfach Probleme mit den bewegten Massen der Stangen. Daher brauchte man für größere Geschwindigkeiten einfach größere Räder. Eine höhere Drehzahl war nicht machbar...

Grüße,

Matthias
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Brumfda
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Re: BR103 Türkis und andere

#5652

Beitrag von Brumfda » Sa 12. Jan 2019, 14:38

Mattlink hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 14:22

Hallo,

also die hohe Kessellage ist folge einer Entwicklung. Man hatte ursprünglich tiefe Kessellagen (vergleiche mal die Loks der Länderbahnen oder frühe Preußische Konstruktionen. Dann hat man aber festgestellt, dass eine hohe Kessellage besser war was die Laufruhe der Fahrzeuge betrifft.

Eine Ölfeuerung braucht vermutlich grundsätzlich weniger Platz nach unten, aber - soweit mir bekannt - wurde keine Lok in Deutschland grundsätzlich mit Ölfeuerung konstruiert, bzw. gebaut. Die Loks in Deutschland wurden eigentlich alle mit Kohlefeuerung konstruiert, und einige Baureihen dann später auf Ölfeuerung umgebaut.

Übrigens müssen die Zylinder nicht schräg nach unten wirken, tatsächlich stehen die meistens waagerecht. Dann ist eben die Kolbenmitte genau auf Achshöhe…

Die Versuchslok DR 19 konnte deshalb mit so kleinen Rädern so schnell fahren, weil sie keine Stangen hatte (Einzelradantrieb). Bei den normalen Dampfloks bekam man ab einer bestimmten Radumdrehung einfach Probleme mit den bewegten Massen der Stangen. Daher brauchte man für größere Geschwindigkeiten einfach größere Räder. Eine höhere Drehzahl war nicht machbar...

Grüße,

Matthias
Moin Matthias!

Vielen Dank, dass Du mir so ausführlich und verständlich das Thema erklärt hast anhand meiner indirekten Fragen. :D Bei Ölfeuerung hatte ich halt eine deutlich vereinfachte gleichmäßige Verteilung und mehr Nähe der Flamme zum Kessel vor Augen. Und damit eine ähnliche mögliche Veränderung der Bauart wie im Automobilbau. Ölfeuerung und Direktantrieb als Kombination für neue Denkweisen. Also werde ich mal die Monate mich damit Designtechnisch beschäftigen, weil es konstruktiv im Bereich der Möglichkeiten war. Vielleicht wäre ja auch die Laufruhe bei diesem System deutlich besser gewesen und damit ein hoch liegender Kessel nicht notwendig, da die fehlenden Treibstangen und kleineren Raddurchmesser erheblich weniger bewegliche Masse und damit Schwingungen mit sich gebracht hätte. Ein kleineres Rad ließe sich auch einfacher ins Rund bringen und wuchten. Vielleicht.

Schönes Wochenende, Felix


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Re: BR103 Türkis und andere

#5653

Beitrag von bahngarfield » Sa 12. Jan 2019, 17:32

mss hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 14:09
bahngarfield hat geschrieben:
Do 20. Dez 2018, 20:51
Vielleicht so? Mehr "artist impression" denn "Lebensbild"...

Bild

Da ist es schon schwierig eine gute Bildvorlage zu finden. Bernd Mehner hat netterweise ausgeholfen - besten Dank dafür!
In Verkehrsrot mach' ich ihn aber nicht nochmal. Dazu hat mir das Teil zu viele Fenster... :roll:
Sehr toll Christian! :)

Es fehlt aber m.m.n. noch ein "schattierung" zwischen die Frontfenster, wie z.b. bei der BR 624/634.

Ich habe mich erlaubt das Bild zu editieren, mit "Brille", leicht geänderten anschriften und etwas dezenteren Farbtöne:

Bild

So hätte der schöne BR 430 mich auch noch gefallen können. Ich mag aber auch immer die Produktfarben : :wink:
Besser is' das. :wink:

:gfm:


Grüße!


Christian

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Re: BR103 Türkis und andere

#5654

Beitrag von Mattlink » Sa 12. Jan 2019, 17:33

Hallo Felix,

also wenn es um das Thema "Sicht aufs Gleis" geht, dann schau Dir mal die 05 003 an. Da hat man genau das Thema im Auge gehabt.

Die 05 003 Lok ist aus genau deshalb "gedreht" worden, um den Führerstand nach vorne zu bekommen. Dieser Versuch ist gescheitert, wohl weil man (kriegsbedingt) keine Ölfeuerung verwenden konnte. Damals brauchte man das Öl für die Panzer, und wich daher auf eine Kohlenstaubfeuerung aus. Die hat man aber nicht ans laufen gebracht (siehe mal bei Wikipedia), und daher ist die Lok nach Versuchsfahrten und längerer Standzeit nach dem Krieg umgebaut worden.

Du magst richtig liegen, aber man hat damals weder den Direktantrieb über das Versuchsstadium hinaus gebracht, noch eine Ölfeuerung (aufgrund der angespannten Ressourcenverfügbarkeit) umsetzen können.

Grüße,

Matthias
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Re: BR103 Türkis und andere

#5655

Beitrag von bahngarfield » Sa 12. Jan 2019, 17:42

Tegernseer hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 21:06
Falls Du, Christian Zeit hast hätte ich einen Wunsch: Die Reko 45 DR die du gemacht hast in grün a la Baumberg? Geht das? Eine kleine Seitenschürze wäre auch genial :oops:

Danke im vorraus!
Natürlich geht das, alter "Schürzenjäger": :mrgreen: :redzwinker:


Bild
Mit freundlicher Genehmigung der Gebr. Märklin & Cie. GmbH., Göppingen

Sogar mit Rallyestreifen! :wink:

Im Nachkriegs-Neubauprogramm der DR war ja tatsächlich eine Reihe 46 vorgesehen. Das aber wäre eine 1'E1' geworden, die eher wie eine zu dicke 50.40 ausgesehen hätte.


Grüße!


Christian


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Re: BR103 Türkis und andere

#5656

Beitrag von bahngarfield » Sa 12. Jan 2019, 17:51

Schon gesehen? *Klick*

Ein RailAdventure-Taurus! Oh Mann, dass ich nicht darauf gekommen bin... :banghead:

Andererseits muss ich zugeben, dass ich ihn anders interpretiert hätte. Beim "runden" Taurus kommt ein Farbkonzept der rechten Winkel nunmal an seine Grenzen...


Grüße!


Christian

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mss
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Re: BR103 Türkis und andere

#5657

Beitrag von mss » Sa 12. Jan 2019, 18:31

bahngarfield hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:32

Besser is' das. :wink:

:gfm:
Danke Christian,

Ich habe es aber nochmals überarbeitet, mit hellblauer Begleitstreifen und Frontlatz in Farbe des Fensterbandes.
Jetzt sollte es stimmen :D

Bild
MFG Morten aus Dänemark

Mein Fotoseite: http://mortenschmidt.piwigo.com/

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Re: BR103 Türkis und andere

#5658

Beitrag von Kriwatsch » Sa 12. Jan 2019, 19:33

Hallo Christian
Die 45er sieht ja richtig schnittig aus, gar nicht wie ein "Arbeitstier" was sie eigentlich gewesen wäre! :mrgreen: Sollte ja schwere Güterzüge ziehen.
Matthias
Direktantrieb läuft ja wohl auf Einzelachsantrieb mit Dampfmotoren hinaus. Da hat schon ein Künstler aus 1zu160.net etwas gebaut. Sieht gar nicht mal dumm aus. Hier mal der Link: https://www.1zu160.net/scripte/forum/fo ... en#x975037
Weiß nicht ob Ihr da lesen könnt ohne Rg.
Noch ein schönes WE und bitte WENIG Schnee
Micha

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Brumfda
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Re: BR103 Türkis und andere

#5659

Beitrag von Brumfda » Sa 12. Jan 2019, 20:19

Mattlink hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:33
Hallo Felix,

also wenn es um das Thema "Sicht aufs Gleis" geht, dann schau Dir mal die 05 003 an. Da hat man genau das Thema im Auge gehabt.

....
:) :D :) :D

Bild

Hab sie ja schon in die BRD überführt. Mit dem Gedanken, dass sie auf Ölfeuerung umgebaut worden wäre. Da das Thema Kohlestaub ja dett Riesenproblem jewesen ist. Die Franzosen haben ja auch schon mit Frontführerstand rumprobiert. Die Frage wäre, welches Design sich ohne Krieg durchgesetzt hätte. Frontkabine oder das von mir vorgeschlagene. Weil einige Einflussreiche hätten sagen können: Da war schon immer der Führerstand und das bleibt so. Zumindest da keine Experimente... :fool:


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Re: BR103 Türkis und andere

#5660

Beitrag von Tegernseer » Sa 12. Jan 2019, 20:22

@ Christian:

Die DDR 46 :gfm: :gfm: :gfm:


Danke! So nun sag mal, ist die nicht schöner als "deine" Chapelon 152er :P :fool:

Kommt auch nahe an die 556 der CSD heran!

Viele Grüße!


bahngarfield
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Re: BR103 Türkis und andere

#5661

Beitrag von bahngarfield » Sa 12. Jan 2019, 20:39

Was wäre wenn... das haben wir uns in diesem Thread nicht nur im Hinblick auf diverse Lackierungsvarianten unterschiedlichster Lokomotivtypen gefragt, sondern auch mehrfach im Hinblick darauf wie es wäre, manche Dampflokomotive wieder im Einsatz erleben zu können. So haben wir hier u.a. die 01 1102 in schwarz, die 13 1247, die 10 001, die 39 197 und die 42 2768 virtuell "zum Leben erweckt".

Einen weiteren Traum habe ich mir heute - zumindest digital - erfüllt: Die Rückkehr der Baureihe 85 ins Höllental.

Am PC ist das eine Arbeit von einigen, wenigen Stunden. In Wirklichkeit wäre das ein - in mancher Hinsicht - gigantisches Vorhaben. Und doch erschienen mir da drei Wege gangbar:

Die "türkische Tante" 57.01 aus dem Eisenbahnmuseum Camlik zu holen, dürfte ein - aus politischen, organisatorischen und logistischen Gründen - von vorneherein aussichtsloses Vorhaben sein; zudem steht die Maschine wohl kaum zum Verkauf.

Und hätte jemand - also, am besten ich natürlich :mrgreen: - die Finanzkraft, die 85 007 von ihrem Freiburger Sockel zu holen - dann würde ich es lassen. Sie steht witterungsgeschützt und befindet sich - was ich nur vom Hörensagen beurteilen kann - wohl in besten Händen. Warum also, Liquidität vorausgesetzt, trotzdem nicht?

Wir erinnern uns: Die 85 ist eine Lok aus dem Baukasten. Ihr Triebwerk ist weitgehend gleich dem der 44, der Kessel - abgesehen von der Länge der Rauchkammer und einem zweiten Sanddom - identisch mit dem der 62.

44er aber gibt es zuhauf. Der Kessel für die 85 007 müsste ohnehin neu gebaut werden. Böte es sich daher nicht an, wie weiland die Ingenieure des Jahres 1932 es taten, abermals in den Baukasten zu greifen und den Weg zu gehen, den man auch bei der 99 2324 gegangen ist? Dass das für die Meininger kein Problem darstellte, haben sie nicht zuletzt mit der "Molli"-Neubaudampflok unter Beweis gestellt. Erfahrungswerte mit der 44 (und Ersatzteile) haben die Thüringer auch zu genüge, und es müsste schon mit dem sprichwörtlichen Deibel zugehen, wenn im traditionsreichen RAW sich nicht auch noch die Pläne für den 62er Kessel auftreiben ließen.

Was bekäme man? Eine praktisch neuwertige, allen Anforderungen des Betriebes auf der Höllentalbahn gewachsene Maschine, die weder in Genese noch Betrieb die Frage aufwirft, inwieweit historische Substanz - ich verweise auf den Thread "Um Längen England hinterher" - geschädigt wird. Finanziell dürfte diese Nachbaulok kaum teurer zu stehen kommen als eine Wiederinbetriebnahme der 85 007. Und charmanterweise wäre dieser neue Höllentalbulle - im Unterschied zu manch' anderer Lokomotive, die sich deswegen bis heute die Räder platt steht - völlig kontroversenfrei im Hinblick auf Eigentums- und Besitzverhältnisse. Lediglich an eine neue Nummer müsste man sich im Südschwarzwald gewöhnen; als Nachbaulok trüge der neue Stolz vom Höllental die Nummer 85 011.

Und dann? Traumhaft wäre natürlich der Einsatz zusammen mit einer wieder betriebsfähigen E44 1170; ein Vorhaben, das übrigens seit 2016 läuft. Die 85er vorne, die E44 hinten, ein stilechter Wagenpark dazwischen - und im Höllental könnte man sich vor Touristen und Eisenbahnfreunden wohl kaum noch retten. Und als "Pendel", zudem ausreichend "motorisiert", ist zum einen weder ein Umsetzen in den Endbahnhöfen nötig noch dürfte es ein Problem sein, im straffen Takt der Nahverkehrszüge mitzuschwimmen. Oder man juckelt mit ein paar Donnerbüchsen über die Dreiseenbahn - siehe Bild.


Bild
Retusche nach einem Originalfoto mit freundlicher Genehmigung der Fa. Roco/ Modelleisenbahn Holding GmbH/ Von Maximilian Grieger - Privatsammlung, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.p ... d=46149332



Ein Traum, ich weiß. Aber träumen wird man ja wohl noch dürfen. Vor allen Dingen virtuell - womit sich die Frage stellt, wie ich dieses Bild gebastelt habe. Da geeignete Vorbildaufnahmen der Baureihe 85 natürlich Mangelware sind, durfte das Roco-Modell sein großes Vorbild digital doubeln. Aufgehübscht wurde es lediglich mit Rauchkammertür und Windleitblechen der 01 150 und dem Führerstandsseitenfenster der 86 333. Die wiederum hat mir meine Aufgabe sehr erleichert, da sie auf der Vorlage völlig rauch- und dampffrei daherkommt.

Ich hoffe, mein kleiner "What if"-Ausflug in eine museale Museumsbahnwelt, die es nicht gibt, aber vielleicht einmal geben könnte, hat gefallen. Ich geh' jetzt in den Keller und spiel' ein bisschen mit meiner Märklin-3309. Und vorher füll' ich noch einen Lottoschein aus. :redzwinker:


Beste Grüße!


Christian
Zuletzt geändert von bahngarfield am Fr 15. Feb 2019, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: BR103 Türkis und andere

#5662

Beitrag von Tegernseer » Sa 12. Jan 2019, 20:56

@ Chris

Sehr schöne Collage! :gfm: Ich kann den Aufwand gut nachvollziehen :redzwinker:

Aber wie wärs mit der Sandbahn Borsig aus Schlesien/Polen :wink:

Noch mächtiger und vorhanden! Die größte 1`E 1`Tenderlok aus deutscher Produktion.

Aber eine 85 er wäre auch toll, die TCDD Türkeilok hat übrigens schönere Wasserkästen (vorn ohne Unter-Knick) und kleinen Windleitbleche am Schlot, auch die mögliche grüne lackierung :aetsch:
Eine noch vorhandene Türkei Lok, die man in Kooperation mit der Türkei als 8außereuropäische) Gastlok nach Augsburg Rundschuppen bringt und die erst mal schwarz lackiert..... :charles: oder eben doch die 85 007...
http://xpda.com/CamlikLocomotives09/P1170224.jpg

Mein Lieblings-Kandidat für Totalreko bleibt -und das sage ich als Bayer- die schwäbische Schöne Würtembergerin C oder vielleicht sogar eine K?
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Re: BR103 Türkis und andere

#5663

Beitrag von GSB » Sa 12. Jan 2019, 22:03

bahngarfield hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:51
Schon gesehen? *Klick*

Ein RailAdventure-Taurus! Oh Mann, dass ich nicht darauf gekommen bin... :banghead:

Andererseits muss ich zugeben, dass ich ihn anders interpretiert hätte. Beim "runden" Taurus kommt ein Farbkonzept der rechten Winkel nunmal an seine
Hallo Christian,
also der Taurus :gfm: persönlich besser als die 111er oder 139er - bei denen hätte man den hellen Kopfbereich zumindest bis hin zu den Türen ziehen sollen... :?

Beim Taurus wirkt das dagegen wieder besser proportioniert und erinnert an die 103. :D

Gruß Matthias
GSB - eine schmalspurige Privatbahn 《Bild anklicken》

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Re: BR103 Türkis und andere

#5664

Beitrag von bahngarfield » So 13. Jan 2019, 14:28

Tegernseer hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 20:56
Sehr schöne Collage! :gfm:


Freut mich, wenn sie gefällt. Ich unterliege natürlich auch dem Bestreben, immer besser zu werden. Von daher würde mich interessieren, was jetzt z.B. ein hauptberuflicher Photoshop-Profi noch machen würde, damit man die Collage nicht mehr von einem Foto unterscheiden kann. Alles mal in Sepia tauchen?
Ich kann den Aufwand gut nachvollziehen :redzwinker:
Ich kniee in Gedanken nach wie vor vor Deinem Talent und dem, was Du da immer per Hand ablieferst.
Aber wie wärs mit der Sandbahn Borsig aus Schlesien/Polen :wink:

Noch mächtiger und vorhanden! Die größte 1`E 1`Tenderlok aus deutscher Produktion.
Von den mächtigen Sandbahnbullen ist nur noch einer vorhanden, die Warschauer Tkz211. Diese ist nicht identisch mit der Preussag-9, die zusammen mit ihrer Schwesterlok Nr. 8 mit ihren 23t Radsatzlast die schwerste deutsche Tenderlok war (ich verweise in diesem Kontext auf diese Diskussion zur Identität der Sandbahn-Loks, insbesondere auf den Beitrag #107 von Manfred alias "Rebuilt Claughton"). Aber selbst mit den "lediglich" 20,4t Achslast der Tkz - wo würdest Du mit der, zudem noch in einem völlig unauthentischen Umfeld, herumfahren wollen? Ich wäre schon froh, wenn die 211 vor der Witterung geschützt würde; eine Inbetriebnahme halte ich für ausgeschlossen.
Mein Lieblings-Kandidat für Totalreko bleibt -und das sage ich als Bayer- die schwäbische Schöne Würtembergerin C oder vielleicht sogar eine K?
Nope. Die schöne - schöne! - Württembergerin als Reko-Lok? Das ist wie Claudia Schiffer als Klingonin. :redzwinker: :twisted:


Grüße!


Christian


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Re: BR103 Türkis und andere

#5665

Beitrag von Tegernseer » So 13. Jan 2019, 15:51

Hallo Christian und in die Runde

Danke für die Blumen :clap: Meine Zeichnungen sind teilweise noch nachbearbeitet am Computer. Ich habe ja drei Taktiken
1. Ansichtszeichnungen schwarz-weiß mit Dunkelmodulation
2. farbige graphische Ansichten a la Meadway Brüder (O.S. Nock) (die Schuhe von denen sind mir immer noch zu groß ;-)
3. Fotographische Bearbeitung anhand von Fotos (Collagen)

Das Buch über geplante Lokomotiven aus England von Robin Barnes ist ein künstlerisches Meisterwerk! Habe ich mir recht günstig aus England schicken lassen.


die Deutschen hatten -abgesehen von den NICHT gebauten Loks :fool: :fool: :fool: sonst durchaus Glück mit den erhaltenen Maschinen: S 2/6 oder 05er ist ebenso noch vorhanden wie 45er oder die rekonstruierte 01 1102 in eleganter Stromlinie.......selbst eine original Länderbahn S 3/6 haben wir dank Herrn Lory gerettet....ganz zu schweigen von dem Engagement Baumbergs und der 18 201. Baumberg rettete auch eine originale XX HV Sachsen, von denen er ja eine Umbauversion als 2`D 1`erwogen hatte....wir wissen bescheid :pflaster:

Unter den Verlusten der gebauten Lokomotiven wiegt die Verschrottung der würtembergischen Reihe C sowie Reihe K schon am stärksten :redzwinker: :baeh: Interessant wäre auch eine bay Gt 2 x 4/4. Welche andere Lok von Bedeutung würdest du dir wünschen???????

Hätte ich einige Millionenan Kohle übrig würde ich meine Neubau 06 im 10er Design verwirklichen wollen und mich mit David Wardale und Roger Waller zusammenschließen. Denkbar wäre auch die Über 19 von Baumberg als 2`D 1`im RekoDesign der DR.

Interessant ist der BAUKASTEN den du ja in Zusammenhang mit deiner 85er erwähnst. Es gab ja Lok nach Reichsbahnnormen in Bulgarien und der Türkei gebaute Loks, die bei uns recht interessant hätten sein können.....sollen wir spielen mit dem Baukasten? Welche Achsfolgen wären denn originell?
Meine Borsig Version (Seite 126 in rot) sähe unverkleidet etwa so aus: (Treibräder 1870 mm)

Bild
Nacbearbeitet nach anonymer Vorlage

Grüße!!!!


privatbahner
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Re: BR103 Türkis und andere

#5666

Beitrag von privatbahner » So 13. Jan 2019, 19:19

Hallo in die Runde

Wenn der Dampf-"Spinnerclub" aktiv ist muss ich natürlich auch mitmischen....
BAUKASTEN? Bei den schweren Tenderloks eine 2C2, 1D2 und 1E1 mit identischen Kesseln und Triebwerksmassen. 62 und 85 hatten ja schonmal ziemlich identische Kessel soviel ich weiss. Ob man dann 62 / 85 oder die Maffei Entwürfe als Basis nimmt, wäre zu diskutieren. Möchte man bei der 2C2 2m Räder, dann würde sich die S10 Bauart 1914 mit der schmalen langen Feuerbüchse als Basis aufdrängen. Bei den Schlepptenderloks müsste man nur schon wegen der vorhanden Drehscheiben auf dem Boden bleiben, also eine 2C1, 1D1 und 1E. Vielleicht würde auch eine 2C2, 2D1 und 1E1. Das Knowhow müsste man bei Roger Waller, David Wardale oder bei den Profis in GB einkaufen. Den Meiningern würde ich leider nicht zutrauen eine moderne, thermodynamisch durchoptimierte Lok aufs Gleis zu stellen (Sorry). Eine alte Lok nach alten Plänen neu bauen ist wahrlich keine Hexerei. Innovativ ist das nicht. Wenn man die geschweissten Zylinder der Molli Lok etwas genauer anschaut merkt man schnell, dass die strömungstechnisch miserabel konstruiert sind. Der Dampf wird um scharfe Ecken und durch schroffe Querschnittsverengungen geführt, das gibt Verwirbelungen, Drosselverluste und Leistungseinbussen. Die Frisch- und Abdampfkleitungen laufen teilweise parallel, da heizt der Frischdampf den Abdampf auf. Fertigungstechnisch mag das kostengünstig sein, aber das legt man hinterher mit erhöhtem Brennstoffverbrauch und schlechter Leistung mehrfach wieder drauf. Wenn man schon eine Lok neu baut MUSS man das besser machen. Da haben selbst frühpubertäre Mofa Tuner bessere Lehrmeister. Und die Neubau Kessel aus Meiningen hatten zeitweise auch nicht den besten Ruf.
Dieser Längsschnitt durch den HD Zylinder der SNCF 141P veranschaulicht was ich meine. Dank der perfekten inneren Stromlinie lieferten diese Loks 3330PS am Zughaken, ohne Verbrennungskammer oder Thermosyphons im Kessel und einer einfachen von Borris Steuerung und erreichten einen Wirkungsgrad von etwas über 12%.
Bild
Sehr interessant ist auch der untenstehende Link. Man lese den Clan Improvement Report sorgfältig durch. Die Briten optimieren selbst Loks die in den 50-er Jahren gebaut wurden. So baut man moderne Dampfloks.
https://www.theclanproject.org/design/Clan_Design.php

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Re: BR103 Türkis und andere

#5667

Beitrag von Brumfda » So 13. Jan 2019, 19:38

Tegernseer hat geschrieben:
So 13. Jan 2019, 15:51
Hallo Christian und in die Runde

Danke für die Blumen :clap: Meine Zeichnungen sind teilweise noch nachbearbeitet am Computer. Ich habe ja drei Taktiken
1. Ansichtszeichnungen schwarz-weiß mit Dunkelmodulation
2. farbige graphische Ansichten a la Meadway Brüder (O.S. Nock) (die Schuhe von denen sind mir immer noch zu groß ;-)
3. Fotographische Bearbeitung anhand von Fotos (Collagen)

...

Hätte ich einige Millionenan Kohle übrig würde ich meine Neubau 06 im 10er Design verwirklichen wollen und mich mit David Wardale und Roger Waller zusammenschließen. Denkbar wäre auch die Über 19 von Baumberg als 2`D 1`im RekoDesign der DR.
Moinsen!

Egal wie Du Deine Zeichnungen machst, sie sind inspirierend! :hearts: Im Wechselspiel mit Christian: perfektes Zuspiel! Vor allem sind sie verdammt gut in ihrer Ausführung. Perspektive, Verhältnis, Dynamik, Farben, Phantasie.

Dazu jetzt Dein "was wäre wenn, hätte ich ein paar Milliönchen" (wie z.Bsp aus dem Eurolottojackpot): Ich kann Deine Wahl gut verstehen und Deine 06 jast Du ja beriets ein paar Seiten vorher als Deine ungekröhnte Heldin gezeigt. Bei mir wäre es VT 11 in blau. Mit Kanzeln. Mit ihm bin ich wie ein Kind bereits durch Europa gedüst und habe zuvor in Resozialisierungsprojekten mit Fachleuten ohne Chancen (Alter, vorbestraft) Die Dinger in alten ungenutzten Fabrikhallen mit Gleisanschluss und Lastenkränen zuvor wieder aufgebaut. Tagträume halten uns vom täglichen Wahnsinn fern. Dazu taugt unser Hobby schon ziemlich gut, finde ich :baeh: .

Das Träumen fing hier wohl an:

Bild

Auch ein was wäre wenn Zug. Ein Gläserner von Faller :fool: !

Einen ruhigen Wochenanfang, Felix

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Wohnort: Oberbayern
Deutschland

Re: BR103 Türkis und andere

#5668

Beitrag von Kapitän Nemo » So 13. Jan 2019, 20:06

bahngarfield hat geschrieben:
Sa 12. Jan 2019, 17:42
Tegernseer hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 21:06
Falls Du, Christian Zeit hast hätte ich einen Wunsch: Die Reko 45 DR die du gemacht hast in grün a la Baumberg? Geht das? Eine kleine Seitenschürze wäre auch genial :oops:

Danke im vorraus!
Natürlich geht das, alter "Schürzenjäger": :mrgreen: :redzwinker:


Bild
Mit freundlicher Genehmigung der Gebr. Märklin & Cie. GmbH., Göppingen

Sogar mit Rallyestreifen! :wink:

Im Nachkriegs-Neubauprogramm der DR war ja tatsächlich eine Reihe 46 vorgesehen. Das aber wäre eine 1'E1' geworden, die eher wie eine zu dicke 50.40 ausgesehen hätte.


Grüße!


Christian
Hallo Christian,

der Entwurf ist ja zum niederknien, eine genial gute Arbeit.

Diese Lok wäre mein absoluter Traum. :gfm: :gfm: :gfm:

Danke!

Grüße,

Ulrich
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privatbahner
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Re: BR103 Türkis und andere

#5669

Beitrag von privatbahner » Mo 14. Jan 2019, 07:33

Die 1E2 sieht spitze aus. Jetzt noch als 2D2. Ich finde das Baumberg Design àla 01.5 kommt bei dieser längeren Lok noch besser zur Geltung. Gefällt mir auch besser als die Chapelon 152. Diese wäre in Optik und Technik (Monobloc Stahlgussrahmen) amerikanisch beeinflusst gewesen und mit 22t Achslast auch etwas schwerer und grösser geworden.


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Re: BR103 Türkis und andere

#5670

Beitrag von UKR » Mo 14. Jan 2019, 11:58

Tegernseer hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 21:46
Ach und weil wir bei den Kasselanern sind, bei Henschel

Sähe so vielleicht eine V 165 aus? US Ästhetik gemischt mit Henschel Design :redzwinker:
Bild

Henschel plante mehrere Loks mit Achsfolgen bis zu Do` Do` und 8000 PS im Krauss-Maffei Design der ML 4000 C´C´Prototypen....
Schickes Teil, wäre auch mal ne Idee, das bei ner V100 oder V90 beim langen Vorbau, den schön hochgezogen :mrgreen:

Harzliche Grüsse

Ulrich
und hier geht`s zu meinen Modellen

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=27&t=149782

live zu sehen am 29.11.-01.12.19 bei der Modellbahnaustellung in Pulsnitz.

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Re: BR103 Türkis und andere

#5671

Beitrag von weineggbahn » Mo 14. Jan 2019, 14:06

privatbahner hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 18:01
Die 23 West ist ja keine hässliche Maschine und technisch ist natürlich innovativer. Was mir persönlich eher weniger gefällt, dass es keine durchgehende horizontale Linien gibt. Die Ost 23 hat ein durchgehendes Umlaufblech über die ganze Kessellänge und die Oberkante des Wasserkastens am Tender liegt auf Höhe der Unterkante der Führerhausfenster. Bei den Tenderloks hatte die DB tatsächlich die bessere Optik. Das die 66 wieder aufgearbeitet wird ist eine gute Nachricht.
Für die Schienenbusfreunde eine hübsche Version aus Italien mit etwas anderer Türanordnung der Ferrovia Emilia Romagna bzw. der Vorläufergesellschaft ACT
Bild
Von diesem Triebwagen gab es einmal sogar mehr oder weniger ein Modell!
Mehr oder weniger, weil das "Modell" nicht so ganz mit dem Vorbild übereinstimmt und ich nicht weiss, ob es je erschienen ist.
Ich konnte mir jedenfall vor Jahren ein sehr professionell lackiertes und beschriftetes Gehäuse erstehen, welches ich mit dem Innenleben eines defekt erstandenen Roco-Schienenbusses versah.
Roco - oder wer immer auch dieses Gehäuse zu verantworten hatte - war recht einfallsreich, was die Zusammenstellung der entsprechenden Komponenten betrifft. So wurde das Gehäuse eines Beiwagens genommen, weil dies bezüglich der Türeinteilung besser zu ACT-Triebwagen passt; naja jedenfalls halbwegs. Dabei hat man Glück gehabt, dass das Original keine drei Spitzenlichter ausweist. Aber da ein Kamin auf's Dach musste, wurde ein Motorwagen-Dach verwendet.

Bilder davon gäbe es in einem alten Blog-Eintrag von mir: http://weineggbahn.blogspot.com/2012/04/kuriositat.html

Jedenfalls passt es gut in diese Rubrik hier... :)

beste Grüsse, =weineggbahn=


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Re: BR103 Türkis und andere

#5672

Beitrag von bahngarfield » Mo 14. Jan 2019, 20:29

Verweilen wir doch nach der "Babelsberger Cremeschnitte" noch etwas in einem Osten, den es so nie gab. Zum Beispiel der hier - hätt' ja sein können... :wink:


Bild
Originalaufnahme mit freundlicher Genehmigung von KRES/ Köstel & Rasch Elektronik + Service GmbH


Grüße!


Christian


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Re: BR103 Türkis und andere

#5673

Beitrag von Tegernseer » Mo 14. Jan 2019, 21:14

:idea: :fool: :fool: :fool: :fool:

Ha! Da issa ja endlich der gewünsche LUFTHANSA EXPRESS VT 18.6!

Danke :baeh:


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Re: BR103 Türkis und andere

#5674

Beitrag von Tegernseer » Mo 14. Jan 2019, 22:40

Hallo in die Runde

Was wäre gewesen wenn sich nach dem Prager Frühling und geglückten politischen Reformen die CSD für einen TEE entschieden hätte? Oder eine Cooperation eingegangen wäre mit der DDR und dem VT 18.6? Nun ja alles irgendwie sehr What If, ebenso wie die von mir umgekehrte TEE Lackierung, die ja nun im Fensterband rot ist. Als Vorlage meiner rein farblich nachbearbeiteten Studie ein Entwurf von dem Eisenbahnkünstler Zdenek šindlauer zu einem Triebzug der CSD, den es so nie gab.


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Mit freundlicher Genehmigung von Zdenek šindlauer

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Re: BR103 Türkis und andere

#5675

Beitrag von Brumfda » Di 15. Jan 2019, 20:00

Tegernseer hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 22:40
Hallo in die Runde

Was wäre gewesen wenn sich nach dem Prager Frühling und geglückten politischen Reformen die CSD für einen TEE entschieden hätte? Oder eine Cooperation eingegangen wäre mit der DDR und dem VT 18.6? Nun ja alles irgendwie sehr What If, ebenso wie die von mir umgekehrte TEE Lackierung, die ja nun im Fensterband rot ist. Als Vorlage meiner rein farblich nachbearbeiteten Studie ein Entwurf von dem Eisenbahnkünstler Zdenek šindlauer zu einem Triebzug der CSD, den es so nie gab.


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Mit freundlicher Genehmigung von Zdenek šindlauer
Moin moin,

das ist ein zeitgemäßer eleganter Entwurf und die Idee liegt gar nicht so fern. Es gab immer wieder Zeiten der Annäherung oder des zumindest meist Nachmachens. Wie man auch am VT18 hat sehen können. Überhaupt war es ja ein Spiel entweder etwas besser zu machen als der andere oder das Gegenteil. Mein Lieblingsbeispiel ist die Gesetzgebung der DDR hinzu der Gleichberechtigung und der darauffolgenden Gesetze “Heim an den Herd“ der BRD. Umgekehrt gab es genauso widersinnige Gesetzgebung der DDR. Bei vielen technischen Innovationen gaben sich die Staaten oder allgemein OstWest die Klinke in die Hand.

Ich möchte mal eine Idee einer anderen Parallelwelt in die Runde werfen. Das beige Fensterband oben mit andersfarbigen Streifen darunter war auf beiden Seiten der Grenze zu sehen. Halt nur anders. Ich glaube, dass man das, was man kennt, am ehesten dabei mag. Meinereiner die blauen und roten Streifen der Intercitys. Liebe und Heimatgefühl hat viel mit Wiedererkennen von Bekanntem zu tun. Prägung. Wiederholen.

Nur mal angenommen, die DDR hätte weiter bestanden und die anfänglichen Rufe nach innerer Reform stattgegeben. Nun mal angenommen, 17 Milliarden Mark an Schulden hätten nicht als Überschuldung gegolten (galt als mit Grund für den Zusammenbruch der DDR laut Presse und Regierung). Wie wir seit 2008 wissen, ist das in der BRD nur ein schlechter Monat bei einer unserer Landesbanken.

Mit anderen Worten, hätte die DR weiter bestanden, wie hätte sie auf das Farbschema der DB in den 90er Jahren reagiert? Mit einem ganz anderen oder einem ähnlichen in nur anderen Farben? Wie hätte das ausgesehen? Wäre das etwas, was man hier weiterspinnen könnte, ist das zu weit an den Haaren herbeigezogen oder verletzt es Gefühle von einigen Menschen und die Wunden sind noch zu frisch?

In der BRD wurde das rot der TEE's abgewandelt zum IC\EC, das blau für D-Züge usw. . Wären braun/ orange/grün abgewandelt gekommen, Die Lokomotiven in einem solchen schönen 2 Farbschema lackiert worden, wie es neulich Christian so famos an einer Ikone demonstriert hat?

Schönen Abend noch, Felix

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