Weichenselbstbau

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hubedi
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Re: Weichenselbstbau

#251

Beitrag von hubedi » Mi 9. Jan 2019, 07:22

Hallo Ulli,

eine saubere Arbeit. Das sieht prima aus ... besser kann man es kaum machen. :gfm:

Mich würde noch interessieren, wie Du den Stellmechanismus genau ausgeführt hast. Sitzen unten in den Weichenzungen Stifte, die in Löcher der Stellstange eingreifen? Mir ist das etwas assynchrone Umlegen der Zungen aufgefallen und das hat mich an meine Weichen erinnert. Auch bei mir gibt es diese unvermeidliche Toleranz beim Bohren des Stellmechanismus.

LG
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Re: Weichenselbstbau

#252

Beitrag von Jandrosch » Mi 9. Jan 2019, 07:57

Moin Uli,
ein paar kleine Details würden mich auch interessieren - das Umlegen der Weichenzungen sieht nämlich so realistisch aus, sodass ich mir die Frage stelle, wie Du dies bewerkstelligt hast. An Zufall glaube ich bei derartigem professionellem Weichenbau nicht, da steckt System dahinter.
Auch würde mich die Mechanik zur Weichenlaterne interessieren - bei mir dreht sich die olle Laterne nie korrekt sondern bleibt oft schräg stehen.
Bitte lass uns ein paar Details erkennen - das sieht bei Dir so klasse aus, ich könnte mir das Video immer wieder ansehen.
Grüße von Jandrosch
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Re: Weichenselbstbau

#253

Beitrag von Frank1969 » Mi 9. Jan 2019, 08:10

Hallo Ulli,

das asynchrone Umstellen der Weichenzungen gefällt mir sehr. Wie hast Du das geschafft? Liege ich mit meiner Vermutung richtig, das Du die Zungen nicht bei der sichtbaren Stellstange bewegst, sondern im hinterem schwarzen Schwellenzwischraum ansetzt und jede Zunge mit diesem Servoantrieb irgendwie einzeln ansteuerst?
Ich weiß jetzt nicht, ob sie sich in der richtigen Reihenfolge bewegen. Aber ich könnte das Vodeo x-Mal ansehen. Irgendwo gab es mal eine Diskussion hier darüber und ein Video vom Schachtelbahner. Ich hatte Anfangs versucht, die Zungen direkt von unten mit je einem Stelldraht getrennt zu bewegen, aber dadurch haben sich die Zungen nicht nur horizontal sondern auch etwas nach oben bewegt.
Man kann übrigens von Weinert die Stellstange für dessen „Mein Gleis“ einzeln bekommen. Sie ist in der Mitte isoliert und man muss nur in den Schienenfuss der Zungen jeweils ein Loch zur Aufnahme des Zapfens der Stellstange bohren. Aber dann wäre der schöne Effekt des asynchronen Umstellens wieder weg.

Viele Grüße
Frank
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Re: Weichenselbstbau

#254

Beitrag von garti62 » Mi 9. Jan 2019, 10:22

Hallo alle miteinander,

# Hubert, Jandrosch, Frank: vielen Dank für Euer Interesse an der Antriebsmechanik. Ist aber im Prinzip nichts Neues. Wie Ihr schon richtig erkannt habt, wird jede Schiene einzeln bewegt. Die sichtbare Stellstange ist nur ein Dummy. Das Prinzip hatte ich hier im Thread schon mal gezeigt, Beitrag #53 ff. Um ein wegbiegen der Zunge am Anschlag zu vermeiden, muß ein deutlich dünnerer Federstahldraht als sonst verwendet werden. Da hilft nur ausprobieren. Ich habe gute Erfahrungen mit 0,5mm Federstahkdraht und aber auch mit dem 0,7mm Draht für die Sommerfeld? Oberleitung (lässt sich besser löten) gemacht. Es soll sich ja nur der Draht biegen und auch die Lötstelle sollte das aushalten :D . Man kann auch noch unter jede Zunge vorn ein dünnes Plättchen löten, daß unter die Backenschiene greift und ein Hochbiegen verhindert, war aber bei mir nicht nötig.
Der Antrieb selber arbeitet nach dem selben Prinzip wie der von H0-fine. Hat halt nur etwas andere Abmessungen und ist aus Halbzeug selbst gefräst.
Ich mach heute abend mal ein paar Bilder von dem Antrieb.
Ach ja, die Reihenfolge der Zungenbewegung ist so richtig 8), siehe https://www.youtube.com/watch?v=A2sh7-BlmiA


Schöne Grüße
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#255

Beitrag von Jandrosch » Mi 9. Jan 2019, 12:03

oh ja, ich habe es mir gerade nochmals angeschaut.
Hatte ich irgendwie nicht mehr in Erinnerung gehabt - einfach simpel, so wie es da ausschaut.
Hab mir die Bilder auch gleich mal unter meiner Rubrick >Gleis- und Weichenselbstbau< abgespeichert.
Bin mal gespannt, ob es auch bei H0e so funktioniert.
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Re: Weichenselbstbau

#256

Beitrag von Schachtelbahner » Mi 9. Jan 2019, 12:46

Hallo Ulli.

Glückwunsch zu Deiner Stellvorrichtung. Das schaut gut aus und ist richtig, nicht wie bei meiner Mechanik.

Ich hatte ja gedacht meine Antriebe im meinem Bahnhof auf Servo zu tauschen und hatte dazu meinen Antrieb erfunden, lasse es nun aber bleiben. Die Weichen sind ja alle per Motor angesteuert also lasse ich das. Vor 20 Jahren hätte ich das noch gemacht, heute nicht mehr.

Übrigens der Klammerspitzenverschluss mit diesem Stellweg ist nicht an jeder Weiche im Bahnhof. Die ohne Klammerspitzenverschluss laufen parallel um.

Werde weiter beobachten.
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Re: Weichenselbstbau

#257

Beitrag von Jandrosch » Mi 9. Jan 2019, 13:49

Schachtelbahner hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 12:46
................
Vor 20 Jahren hätte ich das noch gemacht, heute nicht mehr.
Kurt, fang bloß nicht an zu sagen, dass es sich nicht mehr lohnt. Wenn man ein gutes Ergebnis erzielen kann, dann ist der Zeitraum eigentlich egal, in dem man das Ergebnis genießen kann.
Auch vor zwanzig Jahren hätte morgen schon das Ende sein können ....... und mit 72 ist man nicht zu alt für irgendwas - hab Spaß an dem was Dich erfreut, gestern, heute und morgen.
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Re: Weichenselbstbau

#258

Beitrag von Schachtelbahner » Mi 9. Jan 2019, 19:10

Hallo Jandrosch.

Danke für Deine ermunternde Worte. Doch, es ist zu spät. Ich habe ja noch andere Aktivitäten mit der Modellbahn. Den Bahnhof fertigbauen, weitere Module für den FREMO und nicht zuletzt die Organisation für unser FREMO Montan Treffen. Da steht jede Menge Arbeit an. Mir wird nicht Langweilig und ein bisschen Betrieb will ich noch machen.

Wenn ich micht auch nicht mehr so oft hier melde so siehst Du daran dass ich mehr baue als schreibe. Ich glaube ich mache noch ein ausführliches Video über das schottern, mein erstes hat doch so einige Lücken. Ich habe Beschäftigung.
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Re: Weichenselbstbau

#259

Beitrag von garti62 » Mi 9. Jan 2019, 21:44

Hallo miteinander,

@Kurt: Wenn Du Deine Weichen eh schon motorisch stellst würde ich das auch so lassen. Ein Servoantrieb bringt da auch keine Verbesserung, höchstens bei der Lautstärke. Und Du bräuchtest ja auch noch eine neue Ansteuerelektronik.
Schachtelbahner hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 12:46
Werde weiter beobachten.
Das will ich doch stark hoffen :fool:
Jandrosch hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 12:03
Bin mal gespannt, ob es auch bei H0e so funktioniert.
@Jandrosch: Ja warum denn nicht? Ich hab mal wie versprochen noch ein paar Bilder gemacht:

Bild
Die Grundplatte. In der Mitte ist die Kupferschicht abgefräst, das ergibt das notwendige Spiel für die "Stellschwelle"

Bild
Als nächstes kommen zwei Führungen/Abstandshalter

Bild
Darin läuft die "Stellschwelle" mit der Drehmimik für die Laterne

Bild
Eine weitere Platte schließt das Ganze ab.

Bild
Mit entsprechendem Abstand kommt dann der Servo dazu.

Bild
Und so sieht das dann fertig aus. Bzw. fast fertig: in das 1mm-Röhrchen der Laterne kommt noch ein 0,5mm-Lichtleiter und in das große Loch darunter ein 4mm-Röhrchen mit einer 3mm-LED zur Beleuchtung der Laterne.

Schönen Abend noch
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#260

Beitrag von Jandrosch » Mi 9. Jan 2019, 22:02

Hallo Ulli,
super - Danke.
Meine Zweifel für H0e bezogen sich auf das asynchrone Umstellen der Weichenzungen.
Mal schauen, bei der nächsten Selbstbauweiche werde ich mal diese Dinge einfließen lassen.
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Re: Weichenselbstbau

#261

Beitrag von fbstr » Do 10. Jan 2019, 08:00

Hallo Ulli,

vielen Dank für die Bilder der Mechanik.

Versteh ich das richtig: Diese Mechanik macht eine synchrone Bewegung der Weichenzunge und nicht die asynchrone vom Video, richtig?
Ich habe Fritz Senn und H0fine Mechaniken im Einsatz und sehe da keinen großen Unterschied.

Mich würde es sehr interessieren wie die asynchrone Bewegung erzielt wird. Tatsächlich war mir bis gestern nicht bewusst dass es so was in 1:1 überhaupt gibt. Man lernt jeden Tag was Neues... :D
Gruss
Frank
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Re: Weichenselbstbau

#262

Beitrag von garti62 » Do 10. Jan 2019, 08:22

Morgen Frank,

die Mechanik ist analog der von H0-fine, bloß eben selbstgestrickt. Das müsste mit dieser auch gehen, Du mußt nur evtl. andere Löcher in die "Stellschwelle" bohren. Die versetzte Bewegung der Zungen wird dadurch erreicht, das jede Zunge separat mit einem Federdraht, der nicht zu stark sein darf und auch eine gewisse Länge haben muß, bewegt wird. Wenn die erste Zunge an der Backenschiene anschlägt geht die Bewegung, ermöglicht durch die Federwirkung des Drahtes noch etwas weiter, so daß sich die abliegende Zunge noch etwas bewegt. Und umgekehrt. Dazu muß der Draht an der Zunge fest verlötet werden, in der "Stellschwelle" wird er nur lose eingesteckt. Damit sitzt die "Stellschwelle" nicht direkt unter den Zungen, wie eigentlich üblich, sondern hat einen gewissen Abstand, über den die Federwirkung ausgeübt wird.


Schönen Tag noch
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#263

Beitrag von fbstr » Do 10. Jan 2019, 18:44

??? ?? ? .... ! !! !!!

So gaaaanz laaaangsam fällt bei mir der Groschen...

:gfm:
Gruss
Frank
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Re: Weichenselbstbau

#264

Beitrag von garti62 » Do 10. Jan 2019, 20:17

Hallo Frank,

Puuhhh, na Gott sei Dank :fool:

Mir ist übrigens noch was eingefallen: es gibt von Ralph Steinhagen eine Umstellvorrichtung, die auch die vorbildgetreue Zungenbewegung erzeugt. Der "Federeffekt" ist aber im Prinzip der gleiche. Für mich war das aber nichts, weil der verfügbare Stellweg für meine Zwecke zu gering ist. Ist ja auch für seine H0pur bzw. H0fine-Weichen gedacht.

Schönen Abend noch
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#265

Beitrag von Ralf Franke » Fr 11. Jan 2019, 05:32

Hallo Ulli,
die Weiche ist absolut der Hammer - da kommt keine Industrieweiche auch nur geringsten ran :gfm:

MfG
Ralf
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Re: Weichenselbstbau

#266

Beitrag von Frank1969 » Fr 11. Jan 2019, 08:20

Hallo Ulli,

vielen Dank für die ausführlichen Bilder Deines Antriebes. Bei der Fülle an Infos hier im Forum hatte ich ganz vergessen, dass Du das Prinzip schon einmal beschrieben hattest. Allerdings ist der jetzige Antrieb wesentlich „erwachsener“ und professioneller aufgebaut als der alte und es ist fast schade, das er später mal unter der Anlage verschwinden wird. Ich finde es faszinierend, was für eine Präzision Du die inzwischen erreicht hast! Du könntest fast überlegen, diesen Antrieb als Bausatz anzubieten :fool:

Viele Grüße
Frank
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Re: Weichenselbstbau

#267

Beitrag von garti62 » Sa 12. Jan 2019, 21:03

Hallo liebe Stummis,


@Ralf: Vielen Dank :) Aber ganz so kannst du das nicht sagen. Eine farblich ordentlich behandelte Weiche von Weinert lässt sich schon kaum noch toppen. Diese Detaillierung kriegst Du mit reinem Selbstbau nicht hin. Außer vielleicht mit den Materialien von BahnSinn, das wird allerdings dann teuer. Und das ist eigentlich der große Vorteil meines Selbstbaus: Neben dem riesigen Bastelspaß sind die Materialkosten fast zu vernachlässigen.

@Frank: Gern geschehen 8) Die Präzision ergibt sich durch den Einsatz meiner kleinen CNC-Fräse. Ich möchte diese mittlerweile nicht mehr missen, ist wirklich ein bißchen die eierlegende Wollmilchsau. Und auch so eine Fräse läßt sich mit erstaunlich geringem Aufwand selbst bauen (wohlgemerkt für unsere Zwecke, Kunststoffe, Pertinax, Sperrholz). Die erreichbare Präzision ist verblüffend. Dazu mal kurz zwei Bilder off-topic. Zwischendurch bastel ich immer mal wieder an einem kleinen Spur-N-Modul/Diorama, Blockstelle mit Bahnübergang. Das soll mal das Gebäude werden. Die Teile sind aus 1mm Forex gefräst, auch die Gravur des Mauerwerks ist mit der Fräse gemacht (Steine 0,4 x 1,8 mm).

Bild

Bild


Mit der Beleuchtung der Weiche bin ich noch nicht weiter. Mittlerweile ist zwar das 4mm-Messingrohr da, aber so richtig funktioniert das noch nicht so, wie ich es mir gedacht habe. Da muß ich erst noch mal drüber schlafen.

Schöne Grüße
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#268

Beitrag von Frank1969 » Mo 14. Jan 2019, 12:02

Hallo Ulli,

die Ziegelgravur sieht toll aus. Besonders, wenn man die Größe bedenkt! Auch die einzelnen Wandteile passen genau zueinander und die Dachneigung geht exakt weiter.
Ich schaue ab und zu mir Geräte wie eine CNC-Phräse, 3D-Drucker und Ätzwanne an. Aber im Moment komme ich aus zeitlichen Gründen nur langsam im Keller vorwärts. Da will ich nicht noch zusätzliche Baustellen aufmachen, da die Einarbeitung auch ihre Zeit braucht.
Ich überlege mir tatsächlich folgende Lehre zu kaufen, um die Herstellung der Weichen zu beschleunigen:
https://www.handlaidtrack.com/af-ho-t-7-me70. Die Geometrie entspricht der preußischen 140 1:7.
Da ich späte Epoche 1 als Thema habe, kommt Weinert Mein Gleis leider nicht in Frage. Hinzu kommt der gewisse Scharm, den Echtholzschwellen ausstrahlen:

Bild

Viele Grüße
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Re: Weichenselbstbau

#269

Beitrag von garti62 » Mo 14. Jan 2019, 17:17

Hallo Frank,

das Bild kenn ich von irgendwo her :fool: :fool: :fool:

Das mit der Lötlehre aus Kanada würde ich mir überlegen. Erstmal ist das eine ganze Menge Geld, da kommt ja auch noch Versand und evtl. Zoll dazu.
Frank1969 hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 12:02
Die Geometrie entspricht der preußischen 140 1:7.
Ja, aber die Schwellenlage nicht. Sowas in der Art kann man doch auch selber herstellen. Hast Du eine Zeichnung von der EW 140 1:7?

Gruß
Ulli
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Re: Weichenselbstbau

#270

Beitrag von Schachtelbahner » Mo 14. Jan 2019, 17:40

Ich kenne diese Weichenlehre. Der Bau einer Weiche geht damit nicht schneller oder einfacher. Einzig das Spurmass ist einfacher. Was nicht zur NEM Passt sind die Abstände der Radlenker und im Herzstückbereich. Die sind für RP 25 Radsätze gebaut.
Grüße von Kurt
dem Schachtelbahner

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Re: Weichenselbstbau

#271

Beitrag von Frank1969 » Mo 14. Jan 2019, 23:59

Hallo Ulli, Hallo Kurt,

ja, die Schwellenlage passt im Bereich des Herzstückes natürlich nicht. Ich habe deshalb schon den Hersteller angeschrieben und gefragt, ob man die Schwellenlage anpassen könnte, da die Form sowieso erst bei Bestellung angefertigt wird. Bisher kam leider keine Antwort.
Ich habe von vielen preußischen Weichen in 1:7. 1:9 und 1:10 Zeichnungen in 1:87 und diese auch mit Hilfe von Weichen-Bernd inkl. Schwellenlage ins Modellgleis 21 importiert, meinen zukünftigen Bahnhof damit geplant und bereits ausgedruckt. Die in 1:9 und 1:10 hast Du von mir vor ein paar Wochen bekommen, nachdem Du mir die Wellerdateien gemailt hattest.
Wie gesagt, ich hatte die Hoffnung Zeit zu sparen. Aber wenn der Verkäufer sich nicht einmal die Mühe macht, mir zu antworten, habe ich kein gutes Gefühl dort zu kaufen. Das Geld wäre es mir bei der Anzahl an Weichen Wert gewesen. Zoll fällt bis 150€ nicht an, aber eine Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent wäre fällig gewesen.

Viele Grüße
Frank
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Re: Weichenselbstbau

#272

Beitrag von hubedi » Di 15. Jan 2019, 07:51

Hallo Frank,

Weichen kann man durchaus mit klassischen Baumethoden erstellen. Eine Schablone hilft Dir nicht oder nur wenig bei der eigentlichen Arbeit, dem Vorbereiten der Gleisprofile, um sie als Zungen, Herzstücke oder was auch immer zusammen zu fügen. Eine Schablone erleichtert allenfalls das Ausrichten und Fixieren während des Lötvorgangs. Das ist zwar ein wichtiger Schritt, der aber auch mit einfachen Abstandshaltern gut zu bewältigen ist. Für den Bau meiner Weichen habe ich noch keine Schablone vermisst. Außerdem benötigst Du für jeden Weichentyp eine neue, nicht gerade günstige Variante. Für den Gegenwert einer Schablonen kannst Du schon einige Weichen selbst bauen.

Ich empfehle Dir, es selbst einmal anzupacken. Anleitungen gibt es mehr als genug. Du wirst sowieso Deinen eigenen Weg finden müssen, der von Deiner Ausrüstung und auch von Deinen persönlichen Präferenzen abhängt. Wenn es klassisch nicht gelingen sollte, läuft der Rückgriff auf Hilfen ja nicht weg. Es ist kein Hexenwerk ... nur Mut.

LG
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Re: Weichenselbstbau

#273

Beitrag von garti62 » Di 15. Jan 2019, 07:56

Morgen Frank,
Frank1969 hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 23:59
Die in 1:9 und 1:10 hast Du von mir vor ein paar Wochen bekommen, nachdem Du mir die Wellerdateien gemailt hattest.
deshalb habe ich ja gefragt :D
Du hast eine PN.

Schönen Tag noch
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Re: Weichenselbstbau

#274

Beitrag von Frank1969 » Di 15. Jan 2019, 09:09

Hallo Olli und Hubert,

eine Lötlehre z.B. für das Herzstück hatte ich schon mit einfachen Holzleisten gebaut. Rund 10 preußische Weichen in 190 1:9 habe ich auch schon gebaut vor einigen Jahren und auf einem Nebenbahnendbahnhof verlegt. Allerdings noch ohne Schienenstühle und nur auf Holzschwellen genagelt. Angefangen hatte ich mit einem Bausatz von Schumacher. Zur Zeit ruht allerdings dieser Bahnhof bis ich den Bahnhof Grimmenthal verlegt habe.

Viele Grüße
Frank
Meine Bahnhofsplanung zur Werrabahn
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Re: Weichenselbstbau

#275

Beitrag von Schachtelbahner » Di 15. Jan 2019, 23:04

Hallo Frank.

Dass der Hersteller noch nicht geantwortet hat überascht mich nicht. Diese Lehre ist für den US Markt und dort wird nach der NMRA Norm gebaut. Das haißt, die Rillenweite der Radlenker und Herzstücke Abstände sind enger, ich glaube 0,8 mm, müsste nachsehen. In Europa wird nach NEM produziert. Hier haben wir eine Rillenweite von 1,1 - 1,3 mm die Notwendig sind damit Fahrzeuge mit großem Spurkranz problemlos die Weiche befahren können. Nach der NMRA Norm gebaute Weiche fahren keine Europäer da durch ohne zu klemmen.

Ich weiß wovon ich schreibe. Meine Nalage ist mit Selbstbaugleis und Weichen nach NMRA Gebaut mit dem Ergebnis, dass ich alle meine Räder auf RP25 abdrehen musste. Ich bin eben dabei meinen Bahnhof auf Europa zu ertüchtigen damit er im FREMO eingesetzt werden kann. Alle Spurrillen müssen auf 1,3 mm geweitet werden.

Für eine Weiche nach NEM Norm müsste der Hersteller eine komplette neue Zeichnung konstruiren was sich Kostenmäßig nicht rechnet. Andere Schwellenlage und Abstand kommt noch dazu. Bei den US Bahnern gibt es wesentlich mehr Gleisselbstbauer als bei uns. Hier in Deutschland kommt für alle alles aus der Schachtel.
Grüße von Kurt
dem Schachtelbahner

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