Diodentrick Platine

Bereich für alle Themen rund um die Modellbahn-Elektronik und elektr. Umbauten für Analogbetrieb.
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V Friedrich
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Diodentrick Platine

#1

Beitrag von V Friedrich » So 4. Jan 2015, 10:02

Hallo,

ich habe mit einigen kleinen Loks auf Kontaktgleisen Kontaktprobleme und habe daher schon an einigen kritischen stellen Dioden für den Diodentrick in die C-Gleise gelötet.
Da ich jetzt aber den Diodentrick flächendeckend auf alle meine 250 Kontaktgleise einrichten möchte ist es recht aufwendig alle Kontaktgleise so umzubauen. Jetzt habe ich mir überlegt es mit zusätzlichen Platinen (ich ätze so gerne) zu machen. Da ich eh fast immer mit 8 oder 16 Adrigen Kabeln von den s88 Modulen bis kurz vor die Kontaktgleise an eine Anschlussplatine gegangen bin und von da aus zu den einzelnen Kontaktgleisen habe ich mir überlegt die Anschlußplatine durch eine Diodentrickplatine zu ersetzen. Ich habe auch schon eine Testplatine fertigt und es funktioniert auch super, aber ich habe da so meine bedenken wenn es zu einem Kurzschluss auf einem Kontaktgleis kommt ob da was abraucht. Die Dioden 1N 5400 die ich bisher verwendet habe können 3A ab, die Kabel von dem Kontakgleis zur Diode sind 0,14mm² und die kleinste Leiterbahn auf der Diodentrickplatine ist in den kritischen Bereichen 1mm breit und 35µm stark. Versorgt wird meine Anlage durch Märklin 60174 mit 60061 und das sollten ja dann 3A am Gleis sein.

Meine erste Testplatine sieht so aus.
Bild

Bild

Sie ist teilbar und es fehlen noch die Prinkklemmen. Zum Testen habe ich die Platine erst mal fest mit den Rückmeldekabeln verlötet und mit den kurzen grünen Kabel an die Anschlussplatine angeschlossen.

Ich bin dabei ein einseitiges Layout zu entwerfen, weil so wie es jetzt ist, ist es zu aufwendig für mich die herzustellen.
Was dann so aussehen könnte.

Bild

Gruß
Volker


volkerS
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Re: Diodentrick Platine

#2

Beitrag von volkerS » So 4. Jan 2015, 10:51

Hallo Volker,
1mm breite Leiterbahnen erwärmen sich um ca. 20°C bei einem Strom von 3A.
Ich würde die Leiterbahnen breiter ausführen (entsprechend den Lötaugen der Leitungsklemmen).
Kritisch sehe ich die Kontaktstellen des gemeinsamen Anschlusses. Die Kontakte sollten nicht durch Polygonfunktion hergestellt werden.
Warum überhaupt Polygon? Du äzt doch oder verwendest du Isolationsfräsen?
Volker

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Re: Diodentrick Platine

#3

Beitrag von V Friedrich » So 4. Jan 2015, 12:08

volkerS hat geschrieben:Hallo Volker,
1mm breite Leiterbahnen erwärmen sich um ca. 20°C bei einem Strom von 3A.
Ich würde die Leiterbahnen breiter ausführen (entsprechend den Lötaugen der Leitungsklemmen).
Kritisch sehe ich die Kontaktstellen des gemeinsamen Anschlusses. Die Kontakte sollten nicht durch Polygonfunktion hergestellt werden.
Warum überhaupt Polygon? Du äzt doch oder verwendest du Isolationsfräsen?
Volker
Hallo Volker,

danke für die Antwort.

Breiter geht leider nicht, weil ja sonst auch die Flächenbahnen kleiner wie 1mm werden und die Flächenbahnen sind ja teilweise (oben zwischen den Printklemmenpads) nur noch 1mm breit, da lässt sich nicht mehr viel machen.
Was ich machen könnte, wäre Platinen mit 70µm Kupferstärke nehmen.

Ja, ich ätze mit einem Leiterbahnabstand von 0,2mm.

Hier mal ein etwas besseres Bild wo man es besser erkennen kann.
Bild

Gruß
Volker

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Der Ruinenbaumeister
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Re: Diodentrick Platine

#4

Beitrag von Der Ruinenbaumeister » So 4. Jan 2015, 12:17

Wenn du die Herstellung vereinfachen möchtest, wie wäre es mit einer SMD-Variante? Ich weiß nicht, wieviel Zeit dich das Bohren kostet, aber für mich wäre es das nächstliegende, möglichst darauf zu verzichten, zumindest bei den Dioden.
Gruß
Clemens

Mein Blog. Diese Woche: Optische Anzeige für Stromstoßschalter

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DiegoGarcia
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Re: Diodentrick Platine

#5

Beitrag von DiegoGarcia » So 4. Jan 2015, 12:32

Hallo Volker,

saubere Arbeit!! Momentan ist (noch) keine eigene Platine nötig, denn die Dioden lassen sich in die alten S88-Module nachrüsten:

Wie man mit nur einer Diode je Rückmeldeeingang dies ganz einfach in das vorhandene Decodergehäuse integriert, u.a. auch beim Viessmann 5217, zeigt dieser holländische Forenbeitrag aus dem Mai 2007:

http://forum.3rail.nl/index.php?topic=3993.0 - Massa verlies compenseren bij S88-ers.
http://simpledigitallocomotive.npage.de ... -opto.html

Wie das bei den neuen Modulen der Tante aussehen wird, weiss ich noch nicht. Da könnte Deine Platine dann Gold wert sein.

Ciao
Diego
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Re: Diodentrick Platine

#6

Beitrag von V Friedrich » So 4. Jan 2015, 12:33

Der Ruinenbaumeister hat geschrieben:Wenn du die Herstellung vereinfachen möchtest, wie wäre es mit einer SMD-Variante? Ich weiß nicht, wieviel Zeit dich das Bohren kostet, aber für mich wäre es das nächstliegende, möglichst darauf zu verzichten, zumindest bei den Dioden.
Hallo Clemens,

auch Dir vielen Dank!
Ich hatte es auch erst mit SMD versucht, aber da komme ich wieder nicht mit einem einseitigen Layout aus. Zwischen den Pads der SMD Bauteile wäre mir auch zu wenig Platz um da mit Leiterbahnen durch zu gehen.
Bohren ist für mich nicht das Problem, das geht mit einem Dremel, passendem Bohrständer recht gut. Aufwendig sind immer die Durchkontaktierungen.

Gruß
Volker

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Re: Diodentrick Platine

#7

Beitrag von V Friedrich » So 4. Jan 2015, 12:45

DiegoGarcia hat geschrieben: Wie man mit nur einer Diode je Rückmeldeeingang dies ganz einfach in das vorhandene Decodergehäuse integriert, u.a. auch beim Viessmann 5217, zeigt dieser holländische Forenbeitrag aus dem Mai 2007:
Hallo Diego,

auch Dir vielen Dank!

Ja, so kenne ich das auch und habe ich auch teilweise im Einsatz nur das ich da Module von BMBT habe und alles sichtbar ist.
Ich habe so etwas aber lieber auf einer eigenen Platine.
Die Platinen habe ich auch so ausgelegt das ich sie direkt an meine vorhanden s88 Module stecken/schrauben könnte.

Wie ich letzten Winter mein BW auf 24 ständigem Ringlokschuppen umgebaut hatte, hatte ich da gleich alles Rückmeldedecoder mit integrierten Diodentrick verbaut.

Gruß
Volker


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Re: Diodentrick Platine

#8

Beitrag von volkerS » So 4. Jan 2015, 12:49

Hallo Volker,
welches Raster haben deine noch fehlenden Schraubklemmen?
Bei 5,08mm passt locker 1,6mm zwischen den Lötpads durch.
Welches Layoutprogramm?
Volker

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Re: Diodentrick Platine

#9

Beitrag von V Friedrich » So 4. Jan 2015, 12:57

volkerS hat geschrieben:Hallo Volker,
welches Raster haben deine noch fehlenden Schraubklemmen?
Bei 5,08mm passt locker 1,6mm zwischen den Lötpads durch.
Welches Layoutprogramm?
Volker
Hallo Volker,

3,5mm weil auch meine Rückmeldmodule und alten Leitungen auch so sind und ich so direkt umstecken kann.
5,08mm würden auch von der Größe her nicht mehr auch die Platinen passen.

Gruß
Volker

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Re: Diodentrick Platine

#10

Beitrag von sbetamax » So 4. Jan 2015, 19:16

Hallo Volker,
du könntest die entsprechenden Leiterbahnen auch einfach mit dem Lötkolben verzinnen.
Gruß Stephan
Modellbahn ist nur ein Teil meiner Hobbys
Technisches
Zentrale: 6021, MS1, MS2, CS1 60212 und CS2 60214 (HW4.33) mit Mainstation, das ganze auf dem Teppich mit mfx. Oder mit dem ZX81 in MM1.

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Re: Diodentrick Platine

#11

Beitrag von V Friedrich » So 18. Jan 2015, 10:43

sbetamax hat geschrieben:Hallo Volker,
du könntest die entsprechenden Leiterbahnen auch einfach mit dem Lötkolben verzinnen.
Hallo Stephan,

könnte ich, aber sieht nicht so schön aus :wink:
Ich habe jetzt Platinen mit 105 µm Kupferstärke genommen, ich denke mal das reicht jetzt aus.

Hier mal Bilder der neuen Version wo ich mit einseitigem Layout auskomme.
Die Lötpads sind chemisch verzinnt.

Bild

Ich hatte mir in der Bucht abgewinkelte Stiftleisten RM 3,5mm für die direkte Verbindung mit den s88 Modulen bestellt, aber wie ich die Stiftleisten erhalten hatte, musste ich leider feststellen das der Verkäufer nicht gut gemessen hat. Die haben eine RM von 4mm :evil:
Jetzt habe ich das mit dünnem Kupferdraht gemacht.
Bild

Hier ist mal eine Platine probeweise direkt an ein s88 Modul angeschlossen.
Bild

Gruß
Volker

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