Hafen-Rangieranlage "Hammeln": Lagerhalle - Arduinokram

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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fl_dutch
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Hafen-Rangieranlage "Hammeln": Lagerhalle - Arduinokram

#1

Beitrag von fl_dutch » Do 11. Jun 2015, 18:16

Planungsthread zur Bahn: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 5#p1400505

H0 Hafenbahn Binnenhafen "Hammeln" mit kleinem Containerumschlag, Ölhafen, Güterschuppen, Freiladegleis und Rangiermöglichkeiten, endend in Fiddleyard, angesiedelt in Epoche V/VI

Gleisplan:
Bild

Baubeginn war eigentlich schon in der letzten Woche - aber nur die Schublade war zum Zeigen zu wenig, auch als Anfänger, der schon ein wenig stolz auf den ersten Erfolg ist. Heute die Sonne draussen genutzt, um das Pappelsperrholz für das erste Segment zu sägen - anschließen doch aus der Hitze geflüchtet und da ich es nicht abwarten wollte, den ganzen Kram zusammengebaut.

Das Ergebnis - Segment 1:
Bild
Die Schublade soll den 4-gleisigen Fiddle Yard aufnehmen.

Bild
Platz für die Züge sollte so auch nach oben hin ausreichen sein, auch wenn das Hafenbecken durchaus etwas tiefer hätte liegen dürfen. In Realität wären das etwa 2m, denke das dürfte für einen Binnenhafen noch ok sein.

Als nächstes wird das 2. Segment in Angriff genommen. Da muss ich vorher nochmal intensiv an den virtuellen Zeichentisch - von der Spantendarstellung in Wintrack hätte ich mehr erwartet - das ist für mich nur ein grober Hinweis. Bin mal gespannt, wie ich die Steigung dort hinbekomme.

Ich hoffe ich schaffe es, hier regelmäßig vom Baufortschritt meines Erstlingswerks zu berichten und freue mich wie bereits im Planungsthread auf Tips und Hinweise.
Zuletzt geändert von fl_dutch am Mo 1. Apr 2019, 23:56, insgesamt 40-mal geändert.

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#2

Beitrag von kölnischwasser » Fr 19. Jun 2015, 09:56

Hallo Jens,

ich habe gerade deinen Planungsthread gelesen, die ersten Baubilder gesehen und bin gespannt, wie es weitergeht. Mit einer "überschaubaren" Rangieranlage anzufangen, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Obwohl 3,6m ja schon ganz ordentlich sind.

Was mir bei Industrie- oder Rangieranlagen immer besonders gefällt, sind schöne Halbrelieffassaden, in denen auch mal ein Wagen darin ganz oder tw. verschwindet. Gerade bei US-Anlagen findet man sowas recht häufig; man kann es meiner Meinung auch recht gut auf hiesige Industrieanschlüsse übertragen. Ist sowas bei dir auch geplant?

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#3

Beitrag von fl_dutch » So 21. Jun 2015, 20:25

Moin,

Halbrelief ist nur für eine modernere Güterhalle angedacht (Vorbild ist eine Speditionshalle im GVZ Dörpen), dort verschwindet aber nix. Könnte ich mir aber vielleicht für einen Lokschuppen "oben rechts" überlegen. Gute Idee - dann wäre dafür auch eher Platz.

Ansonsten würde ich die "Kehrrampe" hinter dem Öltanks des Tanklagers "verschwinden" lassen - ist dann aber kein Halbrelief.

Das 2. Segment ist auch fast fertig und ist bereits angedockt. Fehlen nur noch die Befestigung der Rampe und das Gerade Teilstück zum Fiddleyard. Foto gibts dann, wenn es fertig ist.

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#4

Beitrag von fl_dutch » Mi 22. Jul 2015, 01:48

Mal wieder ein wenig gefrickelt. Da jetzt alle Gleise für den Bau da sind, alles was nicht Flexgleis ist mal probeweise ausgelegt. Für das Flexgleis warte ich noch auf die Gleisklammern von Fohrmann - ich sollte vorher hier im Forum schauen, bevor ich mir sowas bei ebay kaufe (da hab ich für eine Klammer fast soviel bezahlt wie für 4 Fohrmann Exemplare - gut, es waren auch noch ein paar Flexgleisverbinder dabei...).

Bei der Gelegenheit habe ich dann einfach aus Neugier den Olfa Passepartoutschneider eingeweiht und ein paar Kork Gleisunterlagen geschnitten. Die 45° sind zwar evtl. noch zu steil, dafür finde ich das Ergebnis aber für die ersten Versuche schon ganz in Ordnung.

Bild

Und einfach mal unter die Gleise gelegt.

Bild

Da ich an der Hafenkante an der Containerverladung und im Öllager die "Betonplatten" von Busch nutzen möchte, habe ich auch gleich mal ein wenig lose gelegt, mit der Kaimauer von Faller:

Bild

Hmm, da bin ich noch nicht ganz zufrieden. Ich glaube ich werde aus dem Betonplattenbogen einzelne Platten ausschneiden und dann verarbeiten - zwar mehr Arbeit, aber dafür kann man auch mal etwas leicht schief legen und das Muster muss sich nicht regelmäßig wiederholen. Wie ich die Pappe dazu bringe, sich schön um die Pukos zu legen muss ich auch noch probieren.

Auch die Kaimauer von Faller gefällt mir irgendwie nicht - hat da jemand Tips? Ich fürchte da werde ich komplett selber bauen müssen?

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#5

Beitrag von kölnischwasser » Mi 22. Jul 2015, 11:00

Hallo,

für den Architekturmodellbau gibt es Trapezblechplatten von evergreen mit verschiedenen Sickenabständen. Vielleicht passen diese auch als Spundwände .. ?
Hier ein Link http://www.modellparadies.com/modellbau ... 896-2.html

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Spundwandprobleme

#6

Beitrag von fl_dutch » Mi 22. Jul 2015, 21:50

Merci für den Tip - ich habe mal recherchiert (falls mal jemand suchen sollte: http://www.spundwand.de). Die "Trapezblech" Strukturplatten sind allesamt eher zu klein.

Für meine angedachten Spundwände müsste ich in etwa 8-9mm breiten Profilen rechnen, mit einer Profiltiefe von etwa 5mm (Vorbild ist dann ein LARSSEN 722 Profil von Hoesch) - das käme zumindest den Spundwänden nahe, die ich jetzt im GVZ Dörpen gesehen habe. Dazu kommt dann noch, dass die Profile eigentlich abgeschrägt sind. Bis jetzt habe ich da nichts kaufbares gefunden :(.

Was würdet ihr für den Selbstbau machen? Ich brauche so über den Daumen gepeilt ca. 350cm Spundwand. Meine aktuelle Idee: Prototyp aus Holz (oder auch mit Kork, dabei könnte ich ggf. den Olfa Schneider für die abgeschrägten Profile nutzen) bauen, Abguss machen und dann mit passendem Material (Gips oder eher anderes Material?) gießen?

Naja - hat ja noch Zeit. Erstmal muss ich die Gleisbettung und die Gleisverlegung in Angriff nehmen.

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#7

Beitrag von ET 65 » Do 23. Jul 2015, 05:58

Was hältst Du denn davon?

Gruß, Heinz
Tried to reduce to the max :wink: Ich weiß, nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder.
Was noch fehlt? "Ein Sack voll Zeit"

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#8

Beitrag von Lokwilli » Do 23. Jul 2015, 06:26

Hallo fl_dutch,
das verspricht ein interessantes Projekt zu werden mit Deinem Hafen :D

Die Ausmaße des Gleisplans sind doch recht beachtlich, so dann dort auch ein paar Wagen zum rangieren drauf passen.

Bei der Spundwand hatte ich auch gleich den Eindruck, dass die Höhe rechts begrenzt ist. Wie planst Du die gestaltung der Wasseroberfläche? Da könnten ja auch noch ein paar Millimeter bei drauf gehen.
Und die Breite der Segmente einer Spundwand haben mich ehrlich gesagt echt überascht. Da bleibt vermutlich wohl nur der Selbstbau mit kleinen Leisten und, wie Du selbst vorschlägst, der Bau einer Silikonform.

Oder Du nimmst die als Basis http://www.langmesser-modellwelt.de/sho ... ief-detail

Viele Grüße
Phil
Mein aktuelles Projekt: Wolkingen: Perspektiv-Diorama


Homepage wolkingen.de

Weitere Threads findet Ihr unter dem Titel 'Wolkingen'.

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#9

Beitrag von fl_dutch » Do 23. Jul 2015, 10:49

Danke euch für die Hinweise - die Spundwände kenne ich schon, entsprechen aber leider so nicht dem Vorbild der Binnenhäfen hier in der Gegend (jaja, man kanns auch übertreiben, aber wenn ich mich da gleich um die Ecke orientieren kann...).

Mal als Bild die "neue" Kaimauer/Spundwand des GVZ Dörpen, so wie ich es mir vorstelle:

Bild

Die Breite passt so - Bruderherz durfte auf einem anderen Foto Maßstab an der Üferböschung am Beginn der Spundwand spielen.

Ich hatte auch erst Bedenken, ob bei mir die Höhe ausreichend ist - aber die gezeigte Spundwand hier hat eine Höhe von etwa 2m - ist halt ein Binnenhafen, da würden dann meine gut 3cm mehr als ausreichend sein, auch wenn da fürs Wasser noch was abzuziehen ist. Die vorgelagerten Holzbohlen braucht es ja da auch eher nicht, da ja nix mit Gezeiten ist. Ob ich dann wirklich die Anker noch in die Wände einsetze müsste ich schauen - Poller, Nischenpoller und Leiter fände ich aber schon hübsch. Im Eurohafen Haren gibt es dann auch noch Treppenkonstruktionen, nur etwas moderner als die aus der Silikonform, die ich auch noch einbauen möchte (davon habe ich aber aktuell kein Foto).

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#10

Beitrag von fl_dutch » Mo 10. Aug 2015, 18:03

Mit den Spuntwänden habe ich mich leider noch nicht weiter beschäftigt, aber mit den Betonflächen am Kai.

Links Versuch mit Kork, Betonfarbe und mein erster Alterungsversuch überhaupt, rechts der bereits gezeigte "Pappbeton".

Bild

Zumindest finde ich, dass der Kork mehr Potential hat als die Pappteile - oder?

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#11

Beitrag von kölnischwasser » Di 11. Aug 2015, 09:11

Hallo,

was mir bei dem "Pappbeton" besser gefällt, ist dass er bis an die Schienenprofile herangeht. Wenn gewünscht, lässt sich das aber auch für die Korklösung leicht herstellen.
Bei der Alterung der "Korklösung" gefällt mir die Beschränkung auf recht zarte Abstufungen; insgesamt würde ich es testweise auch einmal etwas dunkler probieren. Auch könnte man den Streifen am Kai in ähnlicher Weise behandeln.

Ansonsten wirken für mich die Betonplatten recht groß (geschätzt 4-5 m). Für vorgefertige Platten wäre das sehr viel, da sie in der Größe schwer und unhandlich sind und schlecht auf Straße transportiert werden können. Ein bekannter Hersteller für Betonplatten ist "Stelcon"; die auch sogenannte "Gleisauskleidungsplatten" - hier ein Link http://www.stelcon.de/gleisauskleidungsplatten.html. Bei dem PDF´s gibt es Bild einer Hafenanlage mit solchen Platten.

Ansonsten mach´weiter so! Ich schaue gerne wieder rein :D

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#12

Beitrag von fl_dutch » Di 11. Aug 2015, 13:51

Merci für den Link!

Gleisauskleidung hatte ich überlegt, bittken an meinem Kartonkram rumgeschnitten - da sind son paar doofe Pukos im Weg... *seufz* - hatte da im MiWuLa an der Treibstoffladestraße des Flughafens was gesehen (glaube das war auch in einem der Wochenberichte). Naja, meine Bemühungen waren da negativ. Also habe ich mir folgendes überlegt (naja, um das Puko-Problem zu umgehen):

- meine Betonplatten sind so groß, weil es sich ähnlich wie auf der Autobahn um gegossenen Beton handelt
- die Gleise werden eingeschottert

Optimal ist die Lösung sicherlich noch nicht *hmm*. Ich werd mal schauen, ob eine 2x2m Lösung sinniger ausschaut - das scheint bei Stelcon die maximale Größe zu sein.

An Gips traue ich mich nicht wirklich ran, daher der Kork. Wenn ich mir es allerdings doch nochmal überlege, sieht man überall, dass die Fahrstraßen gerne einfach nur aus Asphalt bestehen und dann die Gleise mit mit den im Link gezeigten Gleisauskleidungsplatten ebenerdig eingebaut sind.

Ich probieren mal weiter, allerdings steppt arbeitstechnisch grad der Bär und es geht nicht so recht voran.


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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#13

Beitrag von migru » Di 11. Aug 2015, 18:41

Hallo,

da wo ich in meiner Kindheit aufgewachsen bin, war der Betriebshof auch betoniert. Auch eher heller. Das war auch gegossener Beton. Auch schon nach relativ wenigen Jahren (befahren mit beladenen LKWs und Gabelstaplern) gab es heftige Schlaglöcher und ausgebrochene Ecken. Die Fugen zwischen den einzelnen Etappen waren klar zu erkennen und nicht rechtwinklig umrissen.

Gipsen ist ..... Wir haben in N einen Hafen, wo auch gegipst wurde. Sowohl der Erbauer als auch der heutige Besitzer und auch der nähere Dunstkreis der Bespieler würde nicht mehr gipsen. Irgendwann staubt es und geht in die Loks = Reinigungsaufwand

Je nachdem, wie viel Du zwischen den Gleisen pflastern möchtest, würde sich das vielleicht gelasert lohnen. Da wären die Pukos entsprechend ausgespart. Ich trigger mal meinen Lieferanten für N an.

Viele Grüße

Michael

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#14

Beitrag von fl_dutch » Mi 12. Aug 2015, 01:04

Hi Michael,

gelasert wäre natürlich hübsch. Lass' mich wissen, wenn dein Laserteilverdealer Infos hat. Sollten über den Daumen gepeilt ca. 3m sein, zzgl. einer Weiche (das dürfte aber noch problematischer sein).

Weiteres Problem bei den Pukos: die sind eigentlich zu tief, um die Schienenoberkante bündig mit dem Betonboden abschliessen zu lassen - dh. zwischen den Schienen wäre es immer etwas tiefer. Alternative wäre es da ein anderes Gleis zu nehmen und Pukos selber einzubauen mit Drahtstiften - da gibt es ja diverse Möglichkeiten.

Ich hatte mir auch schon überlegt, es evtl. zurückzustellen und vielleicht später mal einen 3D Drucker anzuschaffen (der Dremel Drucker ist ja bei heise.de im Test sehr gut weggekommen) - damit wären aktuell mindestens schonmal Betonplatten zwischen den Gleisen und die Spuntwände zu machen, später auch noch diverse Sachen im Bereich des Ölverlumschlags - aber das wäre Zukunftsmusik.

In den nächsten Tagen kommt die neue Digitalzentrale d.h. ich werde meinen Beton bis zum Herbst erstmal zurückstellen und die Gleisunterlagen erstellen und die Gleise verkabeln, so dass ich schonmal ein wenig an Betrieb denken kann.

Aktuell habe ich das Gefühl ich baue/probiere etwas zu sprunghaft und unkoordiniert - da muss eine Todo Liste her, damit ich meine knappe Zeit etwas ergiebiger ausfüllen kann *hmpf* - denke die Erkenntnis werden die Meisten hier schon hinter sich haben?

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#15

Beitrag von fl_dutch » Mi 30. Sep 2015, 22:30

Lange nicht mehr an der Anlage gebastelt - vorgestern hat es mich wieder gepackt. Ein wenig an den Kork Gleisbettungen für Rampe und den Fiddleyard gebaut, Fiddleyard in hübschen Betongrau gestrichen.

Endlich auch etwas angegangen, was mir die ganze Zeit im Nacken gesessen hat: die Verkabelung zwischen Tams, Trafo, Booster und Gleis - Heureka, es funktioniert im ersten Versuch. Nur das Löten am K-Gleis macht echt keinen Spaß.

Ich werde jetzt mal den Fiddleyard mit seinen 4 Gleisen fertig verkabeln und dann gibts auch wieder Bilder.

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Spundwand ausm 3D Drucker

#16

Beitrag von fl_dutch » So 6. Dez 2015, 22:01

Ich habe lange mit mir gehadert, ob 3D-Drucker oder nicht. Seit einer Woche steht hier jetzt ein Dremel Idea Builder, mit dem ich gerade experimentiere.

Erstes Ergebnis ist das hier:
Bild
Noch mit weissen Originalfilament gedruckt, Leiter, Poller und Haltebügel stammen auch aus dem 3D-Drucker und sind nachträglich angeklebt. Die Anker sind zusammen mit der Spundwand in einem Durchgang gedruckt.

Die Spundwand entspricht von den Maßen dem, was so aktuell verbaut wird, der Kantenpoller ist angelehnt an einen aktuellen Kantenpoller für Binnenschiffe (http://asf-anker.de/de/kantenpoller - gibts dort auch für Seeschiffe).

Jetzt fehlt mir nur noch ein wenig Farbe :). Die Spundwand selber wird in Serie mit braunem Filament gedruckt (das habe ich schon hier), denke auch die Poller. Ob ich die Leite auch in braun drucke und gelb anpinsel oder in weiss muss ich noch mal versuchen - mir fehlt aktuell noch Farbe und Airbrush :) - der Drucker hat nen großes Loch in die Kasse gerissen.

Denke der Drucker war keine schlechte Idee - und diverse Ideen sind hier noch in der Pipeline. Werde bei Gelgenheit auch nochmal einen Containervergleich als Fotos posten. Die Details sind zwar jetzt nicht überragend, aber ich veorte es dennoch in die Kategorie brauchbar.

Der Rest der Anlage wartet noch auf den große "Zeitschub" - hoffentlich zu den Feiertagen :).

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#17

Beitrag von frankshuette » Mo 7. Dez 2015, 00:03

Hallo Jens,

beeindruckend, sehr beeindruckend! :mrgreen:

Kannst Du bitte etwas näher den Weg von der Idee bis zum fertigen Werkstück erläutern.
Vor nicht allzu langer Zeit stand ich auch vor der Überlegung oder Verlockung, mir einen 3D-Drucker anzuschaffen. Ich habe mich aber aus Angst vor dem Verlust des Bastelspaßes dagegen entschieden... wenn ich dann solche Ergebnisse wie Deins sehe, frage ich mich, ob diese Entscheidung richtig war.

Gruß

Frank

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Re: Baubeginn Erstlinkswerk Hafenbahn "Hammeln"

#18

Beitrag von fl_dutch » Mo 7. Dez 2015, 00:52

Hi Frank,

die Idee ergab sich aus dem Foto weiter oben im Thread - relativ neues trimodales GVZ Dörpen mit aktuellen Spundwänden, die ich so auch im Harener Eurohafen gesehen hatte. Nach langer Suche im Modellbaubereich nix gefunden, dafür aber Infos aus dem realen Bereich.

Der Rest ist halt per 3D-Zeichenprogramm (Autodesk 123D --> http://www.123dapp.com/), versucht, einigermaßen maßstabsgetreu umzusetzen (einige Ungenauigkeiten sind durchaus da). Die erste Version der Spundwand war gut nen Stündchen, Leiter war 10 Minuten, Poller gut 30 Minuten (gut, ich hocke täglich mehr als 8 Stunden am PC, zwar nicht mit CAD Kram, aber ich denke das erleichtert die autodidaktische Einführung in die Software).

Danach gehts halt vom 3D-Entwurf in die Druckvorbereitung mit Einstellungen für Schichthöhe (der Dremel Idea Builder hat als "höchte Qualität" 0,1mm Schichtdicke bei 0,4mm Düsendurchmesser, für den Ulitmaker2 gibts auch 0,25mm Düsen, die entsprechend noch feinere Ergebnisse geben müssten), Füllmuster etc.

Der Druck selber dauert bei hoher Auflösung (0,1mm Schichtdicke) pro Spundwandteil (ca. 18cm, 3,3cm hoch) gute 3 Stunden - dat ist schon einiges. 4 Poller, eine Leiter und ein Bügel (hatte ich als einen Druck am Stück angelegt - zu jeder Leiter sind eh 2 Poller da, und durch abzählen am Hafen je 10 "U" ein Poller) brauchen allerdings nur 10 Minuten.

Ob das so beindruckend weiss ich nu nicht - man sieht halt durchaus die Muster vom Drucker und auch die Schichtung der Poller ist durchaus sichtbar - das Fotos ist per Smartphone entstanden :) - die Makrolinse auf der Spiegelreflex wollte ich da nu nicht auspacken. Vielleicht könnte man da durch Schleifen & Farbe noch ein wenig rausholen, wird aber bei den filigranen Teilen sicherlich schwierig.

Zu schaffen macht mir aktuell das "Warping" - das Verziehen der Modelle beim Druck durch unterschiedlich starkes Erkalten und schlechte Haftung auf der Druckplattform :(. Die Ecken biegen sich nach oben - das ist der Nachteil der beim Dremel nicht beheizten Druckplattform, selbst beim verwendeten PLA-Filament. Ich experimentiere da gerade mit verschiedenen Möglichkeiten, das in den Griff zu bekommen.

Thema klassischer Modellbau vs. 3D-Druck: wenn ich könnte, würde ich den klassischen Modellbau sicherlich vorziehen. Anfertigen eines Urstückes mit anschließendem Abguss würde sicherlich wesentlich bessere Ergebnisse bringen, vor allem was die Oberflächen angeht. 3D-Druck ist (noch) nichts für feinste Details. Vom "Abschaltfaktor" her ist der kl. Modellbau sicherlich auch besser.

Ich hab als Vergleich mal fix nen Bild gemacht, Faller Container vs. Container ausm Drucker:
Bild

PS: Bei Shapeways (3D-Druck Dienstleister) gibt es auch eine Kanalspundwand - durch deren Druckverfahren nochmal wesentlich "smoother": http://www.shapeways.com/product/GAWUCW ... Id=2739965
Aber bei 3m Kaimauer im Hafen käme man auf über 400 EUR (gut, immer noch preiswerter als jetzt der 3D-Drucker...). Die Modelle bei Shapeways zeigen aber sehr gut, wo die Reise hin geht. Nebenbei hat die Kanalspundwand da noch 2-3 Dinge, die ich bis jetzt noch nicht so umgesetzt habe, weil gefühlt erstmal zuviel: schönerer Spundwandholm, Eingriff in den Spundwandholm an der Leiter, Andeutung der "Schlösser" (Verbindung der einzelnen Stahlprofile) - vielleicht baue ich die nochmal in eine Testspundwand ein, genauso wie die Noppen auf dem Spundwandholm.

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3d-Druck Spundwand die 2.

#19

Beitrag von fl_dutch » Mi 9. Dez 2015, 16:17

Spundwand mal in braunem Material und gefärbter Leiter, Bügel und Poller.

Bild

Jetzt nochmal ein wenig mit der Farbgebung/"Alterung" für die Spundwand rumprobieren. Feiner wird es aber nicht werden und Abschleifen ist einfach bei 3m Spundwand wesentlich zuviel Arbeit :(. Die grobe Struktur fällt beim weissen Filament nicht so auf, die Lichtreflexe auf dem braunen Filament sorgen da natürlich massiv für "Tiefe".

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Spaghetti im Kabelkanal

#20

Beitrag von fl_dutch » Di 9. Feb 2016, 02:13

Nachdem ich hier mit dem 3D-Drucker viel experimentiert habe und diverse Spundwände gedruckt wurden, habe ich mich jetzt erstmal um die Verkabelung unten drunter gekümmert. Da die Spantenkonstruktion eh nur auf einer Regalreihe lag, habe ich meine Anlage einfach mal "aufgestellt" und recht luxoriös "unten" auf die Seite gelegt und bequem die bisher wilde provisorische Verkabelung einigermaßen hübsch gemacht.

Kabelkanäle aufgeschraubt, Booster mit dran und eine Sternverkabelung mit den tollen Stromverteilern von Rheinhold Schmitz realisiert. Die Platinen mit den Wago Klemmen sind einfach Bombe! Als ich sie Mitte letzten Jahres bei Ebay entdeckt habe, waren noch nicht alle passenden Farbe vorhanden. Da wurde mitterlweile nachgebessert - es gibt alle typischen Farbkombis für die Moba, ich bleibe da aber erstmal bei meinem bereits angeschafftem Farbschema für die Verteiler.

BildIMG_0483.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Damit ich weiss, welcher Anschluss wie belegt ist, gleich mal meinen Labeldrucker Brother QL570 genutzt - Excel Tabellen und Seriendruckfunktionen sind ne coole Sache.

BildIMG_0484.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Mal ein wenig mehr Überblick aus der Arbeitsphase

BildIMG_0485.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Strom Verteilung soweit durch - S88 Rückmelder von Tams auch schonmal eingebaut - da rätsel ich aber aktuell noch wie ich die Abschnitte lege.

BildOhne Titel by Jens Broens, auf Flickr

Tams Weichendekoder (WD-34) für einen noch genutzten Märklin Antrieb und 2 Entkupplungsgleise neben den IEK MWD 1 MM Weichendekodern zum Schalten der Conrad Antriebe.

BildOhne Titel by Jens Broens, auf Flickr

Ein wenig Kabelwirrwarr mit der Testverkabelung für IEK Dekoder - Conrad Antriebe... Merke: niemals nie nicht so lose verkabeln ohne Isolierungen. Glatt mal einen der Ausgänge des IEK Dekoders gegrillt nach Kurzschluss :evil: . Macht nix, waren eh mehr Anschlüsse als Antriebe da :?

BildOhne Titel by Jens Broens, auf Flickr

So aufgeräumt gefällt es mir schon wesentlich besser. Nachdem ich eh wieder "unten" ran muss, um die Rückmelder einzurichten, habe ich mich dann doch noch dazu durchgerungen, meine kleine Testanlage auf massive Beine (45x45mm, 100cm Höhe) zu stellen. Die Beine haben Stellteller bekommen, um den nicht ebenen Fußboden auszugleichen - leider habe ich keine bezahlbaren höhenverstellbaren Rollen gefunden.

BildIMG_0488.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Jetzt wo der Verkabelungstruss fertig ist, gehts ein wenig an Softwaretests (Windigpet, ESTWGJ fand ich auch nett), an den Spundwand- und Wasserbau und endlich wieder ein wenig Züge bewegen :D.

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Erstlingswerk "Hammeln": beleuchtete Fiddleyard Schublade

#21

Beitrag von fl_dutch » Mi 10. Feb 2016, 02:46

Nachdem mein Bruderherz mir heute dabei geholfen hat, die Anlage von der Vertikalen wieder in die Horizontale zu bringen, durfte ich das erste mal seit gut einem Monat mal wieder die "olle" V100 über die Gleise scheuchen.

Im Rahmen der Elektroverkabelung gabs dann auch gleich ein wenig Licht für die Fiddleyard Schublade in Form eines LED-Stripes mit kaltweissem Licht:

BildIMG_0490.jpg by Jens Broens, auf Flickr

BildIMG_0492.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Uaaah, erschreckend, wie schief die Gleise verlegt sind. Das waren meine ersten Flexgleise...

BildIMG_0493.jpg by Jens Broens, auf Flickr

BildIMG_0497.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Die orange Stecknadel steht für die maximale Länge, die die Waggons nach der Lok haben dürfen, um noch in das Einfahrgleis des Hafenbahnofs zu passen.

Da ich gerne mal unvorsichtig bin, und die Tams Master Control von der Platte, vom Tisch etc. fege, habe ich sie heute kurzerhand mal an eine der Stützen gespaxt. Nicht schön, aber so hält sie wenigenst ihre Position :).

BildIMG_0495.jpg by Jens Broens, auf Flickr

Die "Durchsicht" auf die Innereien wird irgendwann noch verkleidet.


Hat hier jemand Erfahrungen mit so kleinen Rangieranlagen und Rückmeldeabschnitten? Es soll zwar nicht alles 100% automatisch laufen, aber eine Steuerung per PC wäre schon nett - zumindest so, dass ich Züge vom Fiddleyard bis aufs Einfahrgleis mehr oder weniger automatisch fahren kann, oder eine Rangierlok bis an einen mit Waggons besetzten Gleisabschnitt heranfährt, um sie danach manuell zu steuern. Wichtig bei den Überlegungen: es ist immer noch eine Testanlage, um so ein wenig auszuloten, was technisch möglich wäre und sinnvoll ist.

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Re: Erstlingswerk "Hammeln": Spundwand (3D Druck) eingefärbt

#22

Beitrag von fl_dutch » So 28. Feb 2016, 02:53

Endlich ist die Elektrik fertig und die beiden Tams Rückmelde Dekoder sind mit den Schienen verbunden. Da ich auch meine Weichen rückmeldefähig haben wollte, diese natürlich auch fein in getrennte Abschnitte gepackt und schwupps, hat der Anfänger das, was er nicht will: stehende Köf Rangierlok auf der Weiche. Und ich hatte mich schon immer gewundert, was alle von Diodendtrick faseln - Dickes Danke an Friedel Weber, der das ausgegraben hat. Ohne solche Leute und dieses Forum hätte ich dann überlegt mein ganzes Gebilde einfach mal anzuzünden *grml*.

Dioden bestellt, wild gelötet - schwupps, läuft. Danke! Aber so richtig schön ist das ja nicht. Warum baut man die Rückmelde Dekoder nicht gleich mit den Dioden oder bietet zum Dekoder passende Diodenplatinen an.

BildTams Rückmelde Dekoder mit Diodentrick - Danke Friedel Weber by Jens Broens, auf Flickr

Da die Elektrik fertig ist, habe ich mir mal die Zeit genommen meine Spundwand aus dem 3D Drucker einzufärben. Das Ergebnis:

BildDie ersten 2m Spundwand sind gedruckt, gerostet und installiert. by Jens Broens, auf Flickr

Die Spundwandabschnitte geklebt, die "gewarpten" Ecken verspachtelt, Grundfarbe: Abtönfarbe in Kastanienbraun - hält gut und nimmt der 3D-Druck Struktur einges an Tiefe. Dann ein wenig mit den Vallejo Rostpigmenten gealtert - jippieh, sah gut aus. Baumarkt Matt Klarlack drüber: uuuh, dumme Idee - alles viel zu stark nachgedunkelt - nochmal mit Burnt Sienna Pigment drüber, nicht mehr lackiert - kommt dem, was ich hier vor Ort so sehe doch sehr nah.

Das Wasser soll hier übrigens auf Rauhfasterbasis entstehen. Nicht wundern, das ist in meinem Vorbildhafenbecken (GVZ Dörpen) so eine braune/ockerfarbene Brühe. Es fehlt noch der Klarlack, der in mehreren Schichten aufgetragen wird, sobald ich im Bereich des Ölhafens die Spundwände passende zugeschnitten, geklebt, gespachtelt und gefärbt habe.

An den Spundwänden fehlen dann noch die Poller und Nieschenpoller, Leitern und Haltebögen. Die müssen noch geschliffen und gefärbt werden, bevor sie an die Spundwand dürfen.

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Re: Erstlingswerk "Hammeln": Spundwand eingefärbt

#23

Beitrag von kölnischwasser » Mo 29. Feb 2016, 09:54

Hallo Jens,

schön zu sehen, wie es mit der Spundwand weiter gegangen ist. Das Ergebnis des 3D-Druckers gefällt mir deutlich besser als die im Zubehörhandel angebotenen Exemplare. Und die Spuren des 3D-Drucks sind auch deutlich weniger zu sehen. Matt und rostig sieht es schon sehr realistisch aus.

Die Wasserfläche fällt dagegen meiner Meinung nach leider noch deutlich ab :(

Bevor es mich an den Rhein verschlagen hat, bin viel auf dem Rhein-Herne-Kanal gerudert - also viele Kilometer an Spundwänden entlang. Ich meinte mich noch an einen meist grünlichen Dreckrand (knapp über der Wasseroberfläche) zu erinnern. Auch hatte ich das Wasser deutlich "grüner" und vor allem "lebendiger" in Erinnerung.

Hier mal ein Foto von einer Ruder-Wanderfahrt 2010, dass zeigen soll, was ich meine...

Bild
(Das Schild passt doch auch gut zu unseren Hobby, oder? :fool: Wenn du es eher unpassend findest, sag Bescheid. Ich entferne es dann sofort)

Der grünliche Rand ist Algenbewuchs, da der Bereich oberhalb der Wasseroberfläche durch Wellenschlag mal immer wieder nass wird. Darüber hat sich außerdem ein weißer Rand gebildet, der natürlich abhängig von Kalkgehalt des Wassers ist.

Die grünliche Färbung des Wassers ist ebenfalls eine Folge von Algenbildung und infolge der Wassertemperatur im Sommer deutlicher als im Winter. Außerdem spiegelt sich das grün (und rot) der Umgebung. Die Farbe des Wassers hängt also von vielen, verschiedenen Faktoren ab... . Wichtig finde ich dabei, dass Wasser (ebenso wie Wiese; Acker oder Wald) meist mehr als nur eine Farbe hat. Auch treten die verschiedenen Färbungen bei Sonnenschein deutlicher hervor als an einem wolkigen Tag.

Deine Wasserfläche ist in meinen Augen noch etwas eintönig braun, auch wenn in Dörpen die Grundfarbe aufgrund des torfhaltigen Boden eher bräunlich ist. Vielleicht solltest du die Brauntöne noch etwas variieren und-je nach gewünschter Jahreszeit und Sonnenstand- auch etwas "grünbraun" hinzu nehmen.

Bitte aber die Ausführungen als "Jammern auf hohen Niveau" verstehen. Der Ruhrpott`ler würde sagen: "es wird..."

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Re: Erstlingswerk "Hammeln": Spundwand eingefärbt

#24

Beitrag von fl_dutch » Mo 29. Feb 2016, 14:17

Hi Jens,

danke dir fürs Feedback und das Bild. Ich hatte mit so einem Kommentar gerechnet :) und vor meinem letzten Besuch in Dörpen war auch die Idee da, die Farbgebung des Wasser in die von dir genannten Richtung zu machen. Die Brühe in Dörpen ist tatsächlich einheitlich Ockerfarben (hatte da auch noch vor Ort nach Schattierungen gesucht - Fehlanzeige... Fand ich mal was anderes - das typische Dunkelblaugrün oder leicht milchig blaugrün wollte ich dann absichtlich nicht mehr (das gibt es zwar in meinem 2. Ideengeber Hafen, dem Eurohafen in Haren, aber ocker war mal was anderes).

Hier ein "Beweisbild" - Fotostandort extra so gewählt, dass ich möglichst wenig Spiegelung vom blauen Himmel habe, um die Farbe des Wassers festzuhalten:

BildHafen Dörpen by Jens Broens, auf Flickr

Algenbewuchs hatte ich nach gesucht - gibts bei uns nicht. Weissen Rand durch kalkhaltiges Wasser: auch Fehlanzeige. Unten rum hab ich den hellen Rost weggelassen, als Zeichen für die Feuchtigkeit. Auch hier als Beweisbild:

BildDörpen by Jens Broens, auf Flickr

Aber: da könnte ich evtl. noch unten rum ein wenig heller mit einem dunklen Zwischenteil - das nehme in Angriff, sobald die Lackschichten drauf sind.

Ich erhoffe mir da von der Lackfläche noch ein wenig mehr Wassereffekt - so mattocker soll es natürlich nicht bleiben - durch die Reflexionen dann wird es hoffentlich etwas realistischer aussehen. Spannend wird beim Lack dann noch die Erzeugung eines Sprudeleffekts für die Ölsperre an der Einfahrt des viel zu kurzen Ölhafens. Aber dafür ist es eben Testanlage.

Die Brücke für den Getreideumschlag im ersten Bild ist übrigens echt mal nen Leckerbissen, der nach Nachbau (Nachdruck) schreit.

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kölnischwasser
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Re: Erstlingswerk "Hammeln": Spundwand eingefärbt

#25

Beitrag von kölnischwasser » Mo 29. Feb 2016, 18:55

Hallo Jens,

danke für deine "Beweisbilder". Wenn ich mal "rudernd" in der Gegend unterwegs bin, werde ich den Abzweig in den Hafen auf jeden Fall meiden. Bei einer solchen Plörre wäre sonst mindestens eine halbe Stunde "Boote putzen" angesagt.

Ich hätte mich wahrscheinlich genau für die Farbvariante auf den zweiten Foto entschieden. Aber so tickt (trotz Namensgleichheit) -zum Glück- jeder ein bisschen anders. Sonst gäbe es hier nicht diese wunderbare Anzahl unterschiedlicher Anlagen :D
Aber auch wenn du dich für die "Ockervariante" entschieden hast, macht es vielleicht Sinn auf 2-3 Testplatten die Wirkung von "ocker pur" in Gegensatz zu einem "frechen Ockergemisch" zu testen. Ist aber nur so eine Idee...

Beim Blättern im Stummiversum bin ich gerade auf ein Video von Martin T zum Thema Wassergestaltung gestoßen - http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=134932. Hier kann man ganz gut sehen, wie sich die Farblichkeit des Untergrunds durch die Lackschicht noch verändert. Ich nehme aber mal an, dass du es schon kennst, oder?

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