Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

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Stefan Krauss
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Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#1

Beitrag von Stefan Krauss » Mo 2. Okt 2017, 21:25

Hallo!

An anderer Stelle (https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=2&t=133516) wurde sie ja schon sehnsüchtig erwartet: die ESU V90. In verkehrsrotem Kleid ist sie nun auch bei mir angekommen, was ich zum Anlass für einen Vergleich mit den Schwestern aus dem Hause Brawa und Märklin genommen habe.

Die ESU-Lok hat die Artikelnummer 31232. ESU ruft dafür, wie für fast alle anderen ESU-Loks auch, 440 Euro UVP auf. Bei Verpackung, Fahreigenschaften und Funktionen erlebt man keine Überraschungen, sie entsprechen im Wesentlichen den anderen ESU-Modellen, insbesondere der ebenfalls noch recht neuen V100. Lagen anfänglich noch einige Ersatzteile bei, hat man sich das inzwischen gespart. Außer der Füllpipette für den Rauchgenerator (bei der man immer noch nicht weiß, wie viel man einfüllen muss) und dem Werkzeug zum Entfernen des Schleifers sind nur noch die Aufrüstteile für die Pufferbohlen und zwei ESU-Kurzkupplungsköpfe dabei. Diese sind notwendig, weil die fernsteuerbare Kupplung magnetisch arbeitet und deshalb z.B. an Märklin-Kupplungen hängen bleibt (wie bei der V100). Daneben gibt es jede Menge Elektronik-Schnickschnack wie Lichtfunktionen Sound und Rauch.

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Auf dem Bild sieht man, dass die Motorhaube nicht so richtig sitzt. Auch gehört meine Lok zu denen mit schwebendem Führerhaus. Das fällt allerdings in Wirklichkeit nicht ganz so krass auf wie auf den Bildern.

Vergleich mit Märklin und Brawa

Das Märklin-Modell der V90 kam schon vor einigen Jahren auf den Markt. Es war ursprünglich relativ preiswert. Freistehende Griffstangen an den seitlichen Aufbauten gibt es daher z.B. nicht. Anfänglich noch mit gelben LEDs ausgestattet und ohne Sound, dafür aber mit Sinus-Motor, wurde das Modell im Laufe der Zeit immer wieder verändert. Eine relative aktuelle Version ist die 37905 für 300 Euro UVP, die zwar keinen Sinus-Motor mehr hat, aber ansonsten Sound und Telex besitzt.

Von Brawa ist letztes Jahr eine V90 auf den Markt gebracht worden. Diese kam wie die ESU-Lok mit vielen digitalen Funktionen inkl. Sound, und automatischer Kupplung. Allerdings dreht sich hier der Lüfter, dafür fehlt der Rauch. Wie ESU liefert auch Brawa verschiedene Varianten aus den verschiedenen Epochen, allerdings alle auch in technischen Varianten und unterschieden nach Gleich- und Wechselstrom. Meine ist die Vollversion AC vulgo "Digital Extra", für die 410 Euro UVP verlangt werden.

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Reihenfolge von links nach rechts: ESU, Brawa, Märklin.

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Wie schon im Warte-Thread bemängt, sind bei ESU die Gläser der oberen Leuchten für das Schlusslicht nicht rot ausgeführt. Außerdem gibt es für Märklin und Brawa noch gelbe Attrappen der automatischen Kupplung, die ich auf den Bilder nicht montiert hatte. ESU legt keine solche bei.

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Von oben. Achtung in umgekehrter Reihenfolge, also rechts ESU, dann Brawa und links Märklin.

Bild

Warum die Scheibenwischer bei ESU rot sind, weiß ich nicht. Wahrscheinlich gab es auch mal eine Lok mit roten Scheibenwischern.

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Hier stehen sich ESU links und Brawa rechts gegenüber.

Bild

Und das Ganze noch mit Märklin: ESU links, Märklin rechts.

Gegen den hellen Hintergrund sieht man die Hochbeinigkeit der Loks auf den folgenden Bildern sehr gut. Auf der richtigen Höhe gegen einen hellen Hintergrund sind auch die Originale sehr hochbeinig. Trotzdem ist es bei Märklin vielleicht einen Tick übertrieben. Die Wirkung ist bei ESU und Brawa hingegen schon wieder zu wenig. Hier stören vermutlich die vielen Details, die nicht mehr so viel Durchsicht hergeben.

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ESU: Die Zugbahnfunk-Antenne vorne ist irgendwie komisch montiert und steht hervor. Das passt nicht richtig. Die Antenne dahinter fehlt. Ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Vermutlich ein Fehler meines Modells.

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Brawa: Bei Brawa sind die Geländer aus sehr weichem Material. Das macht sie zwar etwas unempfindlicher, aber eben auch nicht immer so ganz gerade.

Bild

Märklin: Die hängenden Telex-Kupplungen sind ein bekanntes Problem des Modells. Da muss ich noch ran.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Details der Drehgestelle:

Bild

ESU: Besonderheit sind die echten Federn. Zur Optik tragen sie sicher bei, zu den Fahreigenschaften vermutlich eher nicht.

Bild

Brawa: Auch hier viele Ansetzteile.

Bild

Märklin: Gibt die Form zwar auch gut wieder, ist aber aus einem Teil.

Grüße
Stefan


CarstenLB
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#2

Beitrag von CarstenLB » Mo 2. Okt 2017, 21:45

Stefan Krauss hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 21:25
ESU: Die Zugbahnfunk-Antenne vorne ist irgendwie komisch montiert und steht hervor. Das passt nicht richtig. Die Antenne dahinter fehlt. Ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Vermutlich ein Fehler meines Modells.
Hallo Stefan,

vielen Dank für den Vergleich.

Ich war überrascht, daß es Varianten mit und ohne seitliches Geländer gibt... war mir so nicht bewußt.

Und so gibt es wohl auch Varianten bei den Antennen.

Hier Beispiele ähnlich bzw. gleich ESU:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Db-294788-01.jpg

http://www.rangierdiesel.de/index.php?n ... position=1

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschla ... el-in.html
Viele Grüße

Carsten

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Stefan Krauss
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#3

Beitrag von Stefan Krauss » Mo 2. Okt 2017, 21:52

Hallo, Carsten,

danke für den Hinweis. Du hast recht, das mit der Antenne könnte schon hinkommen. Auch dass die dünnere Antenne auf dem Vorbau fehlt. Komisch ist, dass es die entsprechende weiße Fläche dort gibt. Aber ist gut, soll mir recht sein.

Grüße
Stefan


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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#4

Beitrag von arlbergexpress » Mo 2. Okt 2017, 22:22

Interessant ist, dass jeder Hersteller eine eigene Interpretation des Lüfterrades hat.


CarstenLB
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#5

Beitrag von CarstenLB » Mo 2. Okt 2017, 22:33

arlbergexpress hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 22:22
Interessant ist, dass jeder Hersteller eine eigene Interpretation des Lüfterrades hat.
Auch hier gibt es wohl diverse Variationen :wink:

http://www.teubner-online.de/images/Die ... 2003--.JPG

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschla ... am-15.html
Viele Grüße

Carsten

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SAH
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#6

Beitrag von SAH » Mo 2. Okt 2017, 22:45

Guten Abend Stefan,

herzlichen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen mit Bilddokumentationen! :gfm:

Eine Frage: machst Du noch Fahrtests (z.B. Vorbildtempo, Mindstgeschwindigkeit usw....)?


mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#7

Beitrag von TRAXXer » Mo 2. Okt 2017, 23:18

Hallo Stefan,

das ist doch mal ein netter Vergleich, schön durchgeführt und fotografiert.
Ich stelle für mich fest dass ich mit der Kaufentscheidung pro Brawa die richtige Wahl getroffen hab. Besonders die ESU enttäuscht mich optisch ein wenig, die MäTrix-Lok ist halt was einfacher ausgeführt, dürfte aber trotzdem ein solides Modell sein.
Liebe Grüße, Niklas

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Bobbel
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#8

Beitrag von Bobbel » Di 3. Okt 2017, 05:53

@ Stefan... @ Forum...

... vielen Dank für den Vergleich und die Beschreibung der drei Modelle.

Ich möchte mich Nicklas anschließen, denn auch ich bin Besitzer einer BraWa
V90 / 290 und bin mehr als zufrieden mit der Lokomotive.
Das Aussehen und die Eigenschaften der BraWa-Lok sind über jeden Zweifel
erhaben. Einzig etwas störend sind die zu hellen und angeblich nicht dimm-
baren LED-Lampen.

Grüßle aus HONAU.
Klaus
Eisenbahn H0, System Märklin, ECoS 4.2.3, ECoS-Boost, C-Gleis, BraWa-, GFN-, Liliput-, Märklin-, Roco-Loks + Wagen. GFN Profi-Kupplung. Epoche IIIb/IVa. Seit Jahren auf "schlanke" C-Gleis-DKW, EKW, asymmetr. DWW, Teilgleisstücke 7,5° zu R3-R9, sowie R8 + R10 wartend...!

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#9

Beitrag von Michael K » Di 3. Okt 2017, 08:54

Stefan, vielen Dank für die Vorstellung der drei Modelle!
Könnest Du noch etwas zum Sound sagen?
Welche klingt nach deiner Meinung am besten?
Viele Grüße
Michael

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Münch
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#10

Beitrag von Münch » Di 3. Okt 2017, 09:40

hallo

ist Elektronik wirklich so teuer?
ich habe (als Analogbahner) eine Roco 290 101-5 ,die NICHT aus dem Hobbyprogramm stammt und daher zahlreiche separat angesetzte Teile hat.
Wenn ich mir so die optischen Schwächen der" Elektronikwunder" ansehe, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln.Da würde es sich wohl sogar
rentieren, das Roco Modell mit viel Aufwand aufzurüsten,man wäre wohl immer noch im preisgünstigeren Segment ...

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zehkuppler
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#11

Beitrag von zehkuppler » Di 3. Okt 2017, 10:55

Auch hier in der Seitenansicht deutlich erkennbar: bei ESU sehen die Fenstereinsätze vermurkst aus, dick wie Flaschenböden.
allen Stummis immer genug Strom am Gleis und im Hirn wünscht
Willi

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#12

Beitrag von TEE2008 » Di 3. Okt 2017, 12:27

Hallo,
danke für den sehr guten Vergleich der BR 294.
Zur Märklin 37905 sollte noch ergänzt werden, dass sie ab Werk mit einem Glockenankermotor von Maxon Swiss Made ausgestttet wurde.
Die Fahreigenschaften der 37905 sind dementsprechend gut.Eine Neuauflage der 37905 mit einer neuen Betriebsnummer ist zu begrüßen.
https://www.youtube.com/watch?v=Wi35s1y0qdA
Gruß

Tobias


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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#13

Beitrag von BR 85 » Di 3. Okt 2017, 13:14

Hallo,

Danke für das Einstellen des Vergleiches der 294 Familie.
Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich für die Vitrine die Brawa nehmen und zum fahren die von Märklin. Das ESU Modell sieht ein wenig lieblos aus.
Der lange Vorbau der ESU sieht etwas schmaler aus, als der Vorbau der Mitbewerber, dafür hat sie einige Patzer die bereits von anderen angesprochen wurden.
Eine Epoche VI Auflage der Märklin 294 würde ich mir auch wünschen.
Gruß

Lukas

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#14

Beitrag von supermoee » Di 3. Okt 2017, 13:29

zehkuppler hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 10:55
Auch hier in der Seitenansicht deutlich erkennbar: bei ESU sehen die Fenstereinsätze vermurkst aus, dick wie Flaschenböden.
Hallo,

auf der gleichen Seitenansicht sieht man auch, wie lieblos die ESU Lok zusammengebaut ist. Am vorderen Vorbau steht die Haube ab und das Führerhaus schwebt.

Toller Vergleich, wo man wirklich alles sieht und sich jeder seine Meinung bilden kann.

Gruss

Stephan
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#15

Beitrag von Stefan Krauss » Di 3. Okt 2017, 21:44

Hallo, zusammen,

danke für das Feedback zum Beitrag.

Die Fahreigenschaften sind vergleichbar mit denen der anderen ESU-Loks - also gut. Der Energiespeicher hilft dabei natürlich, Stellen mit schlechtem Kontakt zu überbrücken. Genaue Messungen habe ich nicht gemacht. Es fahren alle drei sehr gut, auch die Märklin dank Glockenanker-Motor, wie oben schon erwähnt wurde.

Sound ist schwierig: Loks machen nun mal Lärm, auch wenn das für manche Ohren Musik ist. Die ESU-Lok hat sicher einen anspruchsvollen und "guten" Sound. Ob er 100% richtig ist - keine Ahnung. Er klingt für mich jedenfalls schlüssig, Lautstärke muss man eben noch auf die eigenen Bedürfnisse einrichten. Wie immer eben. Ein Vergleich fällt mir schwer.

Grüße
Stefan

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#16

Beitrag von LH 1001 » Mi 4. Okt 2017, 08:52

Stefan Krauss hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 21:44
Hallo, zusammen,

danke für das Feedback zum Beitrag.

Die Fahreigenschaften sind vergleichbar mit denen der anderen ESU-Loks - also gut. Der Energiespeicher hilft dabei natürlich, Stellen mit schlechtem Kontakt zu überbrücken. Genaue Messungen habe ich nicht gemacht. Es fahren alle drei sehr gut, auch die Märklin dank Glockenanker-Motor, wie oben schon erwähnt wurde.

Sound ist schwierig: Loks machen nun mal Lärm, auch wenn das für manche Ohren Musik ist. Die ESU-Lok hat sicher einen anspruchsvollen und "guten" Sound. Ob er 100% richtig ist - keine Ahnung. Er klingt für mich jedenfalls schlüssig, Lautstärke muss man eben noch auf die eigenen Bedürfnisse einrichten. Wie immer eben. Ein Vergleich fällt mir schwer.

Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
Danke für den neutralen Beitrag und die aussagekräftigen Bilder. Beim Vergleich der Bilder fällt auf, dass die Trittstufen unter der Führerstandstüre unterhalb des Rahmens nur bei der ESU Lok abgebildet sind. Bei Brawa gehe ich davon aus, dass diese als Nachrüstteil selbst zu montieren sind. Bei der Märklin Lok habe ich keine Ahnung, ob diese beiliegen. Gibt es Einschränkungen beim Betrieb ? Alle Hersteller geben 360 mm als Minimuradius an.
LG Markus
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#17

Beitrag von TEE2008 » Mi 4. Okt 2017, 09:29

Hallo,
bei der 37905 und allen anderen Märklin V90 liegen die Treppen als Steckteile bei.
Gruß

Tobias

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#18

Beitrag von LH 1001 » Mi 4. Okt 2017, 09:57

TEE2008 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 09:29
Hallo,
bei der 37905 und allen anderen Märklin V90 liegen die Treppen als Steckteile bei.
Hallo Tobias,
sind die o.g. Loks dann auch R1 tauglich, wenn die Treppen montiert sind ?
LG Markus
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#19

Beitrag von supermoee » Mi 4. Okt 2017, 10:11

LH 1001 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 09:57
Hallo Tobias,
sind die o.g. Loks dann auch R1 tauglich, wenn die Treppen montiert sind ?
Hallo,

natürlich nicht, sonst würde Märklin die Treppen von Haus aus montieren. Märklin hat eine eigene Endmontage, nicht so wie manch anderer Hersteller, der Bausätze zum selbst-fertig-montieren liefert. :wink:

Gruss

Stephan
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#20

Beitrag von Badaboba » Mi 4. Okt 2017, 12:04

Hallo zusammen,

aus Sicht eines Betriebsbahners folgende Ergänzung:

Die meiner Meinung nach sehr klobige Märklin Telex erweist sich im Betrieb als sehr zuverlässig, hier Kuppelverhalten mit Märklin KK - kurz vorm Einkuppeln:
Bild
Alles "out of the box", gerichtet habe ich nichts, wäre aber leicht möglich, da die Kupplung nur im NEM-Schacht eingesteckt ist.

An anderer Stelle las ich von deutlichen Kompatibilätsproblemen der Brawa V90 mit der Roco UK, Märklins V 90 kuppelt und entkuppelt absolut problemlos mit diesem bei u.a. bei den Fremo-Pukos beliebten Kupplungstyp - der Abstand von Puffer zu Puffer ist allerdings nichts für Puristen :wink: :
Bild

Und das wichtigste: Durch die spezielle Drehgestellkonstruktion und die Verwendung gleicher Bauteile lässt sich sehr leicht ein zweiter Märklin-Flüsterschleifer montieren, so ausgestattet gehören Kontaktschwierigkeiten auch unter schwierigen Bedingungen der Vergangenheit an. Diese Lösung hat sich bei mir noch besser bewährt als kostspielige Pufferspeicher:
Bild

Mein Fazit:
Für den Betriebsbahner ist die Märklin V 90 eine sehr gute Wahl! Optisch gibt es Feineres (s.o.), technisch ist die Lok, auch weil sie noch über den hochwertigen Glockenankermotor verfügt, eine echte Alternative.
Liebe Grüße
Volker

Bericht vom 1. FREMOPuko Regionaltreffen Pfalz:
https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=153&t=170380

FREMOPuko Norm:
viewtopic.php?t=146816


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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#21

Beitrag von supermoee » Mi 4. Okt 2017, 12:17

Hallo,

ich habe nicht so gute Erfahrungen mit der Märklin Kupplung gemacht. Wenn man nur 1-2 Wagen rangiert passierte es bei mir, dass trotz der Öffnung der Kupplung der Haken sich nicht absenkte und so die Wagen wieder mitgenommen wurden. Hielt ich die Wagen fest, wurde wahrscheinlich der Widerstand überwunden und der Haken senkte sich. Mit schweren Zügen dagegen kein Problem. Mit leichten Zügen musste man auch mit Schwung ankuppeln weil sonst die Lok die Wagen vor sich hin schob.

Bei der Brawa Lok das Gegenteil. Durch das absenken des Kupplungshakens auch beim Ankuppeln funktioniert alles einwandfrei. Die labbrige Konstruktion biegt sich aber bei schweren Zügen nach unten und verliert die Wagen.

Mit ESU habe ich keine Erfahrungen.

Gruss

Stephan
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#22

Beitrag von alex218 » Mi 4. Okt 2017, 13:45

supermoee hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 10:11
LH 1001 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 09:57
Hallo Tobias,
sind die o.g. Loks dann auch R1 tauglich, wenn die Treppen montiert sind ?
Hallo,

natürlich nicht, sonst würde Märklin die Treppen von Haus aus montieren. Märklin hat eine eigene Endmontage, nicht so wie manch anderer Hersteller, der Bausätze zum selbst-fertig-montieren liefert. :wink:

Gruss

Stephan
Moin,
Seltsam, warum fährt meine 37900 auf C Gleis im R1 mit den Treppen ohne Probleme?
...und jetzt komm´n Sie!

Bis neulich!
Alex

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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#23

Beitrag von supermoee » Mi 4. Okt 2017, 13:51

alex218 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 13:45
Moin,
Seltsam, warum fährt meine 37900 auf C Gleis im R1 mit den Treppen ohne Probleme?
Hallo,

weil eine 37900 eben nicht eine 37905 ist, worüber es hier im Thread geht :roll:

In der BDA der 37905 steht explizit drin, dass die Treppen bei r> 600mm montiert werden dürfen.

Gruss

Stephan
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#24

Beitrag von LH 1001 » Mi 4. Okt 2017, 14:28

supermoee hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 13:51
alex218 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 13:45
Moin,
Seltsam, warum fährt meine 37900 auf C Gleis im R1 mit den Treppen ohne Probleme?
Hallo,

weil eine 37900 eben nicht eine 37905 ist, worüber es hier im Thread geht :roll:

In der BDA der 37905 steht explizit drin, dass die Treppen bei r> 600mm montiert werden dürfen.

Gruss

Stephan
Hallo zusammen,
nun habe ich meine 37900 mal rausgeholt. Die Lok ist fast ungelaufen. Die Treppen liegen bei, in der BDA wird weder die Montage noch eine Einschränkung erwähnt.
Was ist jetzt am Fahrwerk der 37905 anders ?
Zuletzt geändert von LH 1001 am Mi 4. Okt 2017, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
LG Markus
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Re: Vergleich der V90 von ESU, Brawa, Märklin

#25

Beitrag von supermoee » Mi 4. Okt 2017, 16:04

Hallo Markus,

das weiss ich nicht. Ich habe alle meine Märklin V90 durch die Brawa Pendants ersetzt. Ich kann daher nicht mehr nachschauen.

Gruss

Stephan
MM freie Zone, während DCC sich bei der Steuerung von Loks immer breiter macht. Sonst mfx.

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