Neuheiten 2019

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Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

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Viet Bui
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Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#1

Beitrag von Viet Bui » Do 1. Feb 2018, 10:26

Guten Tag Freunde der gepflegten Modelleisenbahn,

ich habe einen Testbericht über die Voith Gravita 15L BB von Brawa in der Digital-Extra-Ausführung geschrieben. Diese Variante verfügt über Geräuschfunktionen, digitale Kupplungen und motorisierte Lüfterräder.
Es handelt sich um die Variante mit ESU-Decoder. Die (späteren) Varianten mit Doehler&Haass-Decoder weichen ab.

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Heute nehme ich das Modell der Voith Gravita 15L BB von Brawa unter die Lupe.

Das Vorbild
Bei der Voith Gravita handelt es sich um eine Fahrzeugfamilie von dieselhydraulischen Lokomotiven mit Mittelführerstand, die in verschiedenen Leistungsklassen angeboten wurde. Die Gravita wurde 2008 auf der Innotrans in Berlin vorgestellt. Voith Turbo ist ein wichtiger Zulieferer für Eisenbahnhersteller, die Gravita bildete den Versuch von Voith, selbst als Hersteller von Eisenbahnherstellern aufzutreten. Die Produktion wurde ohne Nachfolger eingestellt.
Die Gravita wurde lediglich in drei Varianten von verschiedenen Unternehmen bestellt, wobei die Deutsche Bahn der größte Abnehmer war. Mit 1.000 kW installierter Leistung eignet sich die Gravita 10BB für allerlei Rangiertätigkeiten und für Übergabeleistungen. Für den leichten und mittelschweren Güterzugdienst wurde die Gravita 15L BB konzipiert, mit ihrem MTU-4000-Motor verfügte sie über eine Leistung von 1.800 kW. Alle Motoren halten die Abgasnorm Stage IIIa ein.
Die landeseigene Hohenzollerische Landesbahn (HzL) bestellte zwei Maschinen der 15L BB, um den täglich anfallenden Güterverkehr abwickeln zu können.

Bild
Aufgrund der Topografie und der Lasten wird die Gravita der HzL häufig gemeinsam mit ihren Gmeinder-Schwestern eingesetzt. (Bild: Andreas Hackenjos)

Optik
„Liebe zum Detail“ – die Modelle von Brawa sind tatsächlich mit viel Aufwand und Liebe zum Detail konstruiert worden, das sieht man ihnen bereits auf dem ersten Blick an. Das Modell kommt in der bekannten gelben Verpackung daher, es liegt ein Beipackzettel mit der Ersatzteilliste und der Erklärung der Digitalfunktionen bei. Wie immer muss das Modell bei der Bewertung zuerst dem Blick von oben standhalten. Sofort fallen die beiden Lüfter auf. Die Gitter sind geätzt und geben den Blick auf die beiden Lüfterräder frei. Während die Antennen und die Makrofone separate Teile sind, die gesteckt sind, sind alle anderen Elementen wie Ösen oder die Platten in der Form integriert. Wie bei Brawa üblich sind alle Griffstangen nicht angespritzt, sondern einzeln angesetzt. Alle Trittbleche sind als geätztes Teil ausgeführt, auch die Scheibenwischer sind angesetzt. Die Kennlichter für die Rangierfunksteuerung sind lediglich plastisch ausgeführt und ohne Funktion. Die Umlaufbleche sind leider aus Kunststoff, hier wäre eine Ausführung aus Metall für eine höhere Stabilität wünschenswert gewesen. Die Lampeneinsätze sind sehr geschickt im Modell untergebracht worden, man sieht von außen keine Kabellitzen. Die Lampeneinsätze sind graviert, so dass sie dem Vorbild nachempfunden sind. Die großen Gitter, die am langen Vorbau im Bereich der Lüfterräder seitlich angebracht sind, sind aus Kunststoff, aber durchbrochen, so dass trotzdem ein ausreichender Tiefeneindruck entsteht.
Obwohl man bei Lokomotiven mit Mittelführerstand ein generelles Platzproblem hat, ist es Brawa gelungen, den Führerstand ansatzweise nachzubilden.

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Die Pufferbohle hält auch allen kritischen Blicken stand. Die charakteristischen Puffer mit zylindrischen Deformationselementen wurden nicht nur korrekt umgesetzt, sondern auch federnd ausgeführt. Für den sogenannten „Vitrinenbetrieb“ lässt sich das Modell vollständig mit allen Luftschläuchen und einem geschlossenen Schienenräumer ausstatten. Auch die gelben Rangiergriffe unter den Puffern sowie die UIC-Dose für den Mehrfachtraktionsbetrieb fehlen nicht.

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Die Drehgestelle des Modells sind sehr aufwändig und detailliert ausgeführt. Der Antriebsstrang wurde sehr schlank ausgeführt, so dass das Drehgestell eine außerordentliche Tiefe erhält; man könnte meinen, dass das Modell tatsächlich auf den Flexicoil-Federn ruht. Das Drehgestell erlaubt einen freien Blick durch selbiges, alle Teile des Drehgestells wurden sehr fein graviert. Dreht man das Modell um, so endet die Liebe zum Detail dort nicht. Brawa hat die Bremsscheiben auch auf der Innenseite der Radscheiben umgesetzt, die dem Modelleisenbahner normalerweise vorborgen bleibt. Auch der gesamte Antriebsstrang des Vorbilds mit Zug-/Druckstange wurde nachgebildet. Allerdings hätte hier Brawa mehr Masse zur Erhöhung der Zugkraft unterbringen können, ohne dass es den optischen Eindruck geschmälert hätte. Die Spurkränze sind niedrig gehalten, entsprechen leider nicht RP25. Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt.

Bild

Bild

Sowohl die Lackierung als auch die Bedruckung des Modells sind tadellos, auch unter der Lupe kann man alle Anschriften deutlich ablesen.
Insgesamt hat Brawa das Vorbild sehr detailliert und proportioniert getroffen. Viele Teile sind angesetzt und freistehend, andere Elemente sind feinst graviert, so lässt Brawa keine Zweifel, dass sie es mit der Liebe zum Detail ernstmeint.

Bild
Dieses Bild, aus nächster Nähe aufgenommen, zeigt: Die Bedruckung ist ausgezeichnet.

Technik und Ausstattung
In der Digital-Extra-Ausführung von Brawa ist das Modell umfangreich ausgestattet. Für einen erweiterten Spielspaß verfügt das Modell beidseitig über digitale Kupplungen. Leider verfügt das Modell über keine Kurzkupplungkulissen und das ist in meinen Augen einer der größten Schwächen des Modells. Immerhin sind NEM-Kupplungsschächte vorhanden.

Bild

Genauso sind die beiden Lüfterräder angetrieben. Aktiviert man diese Lüfterfunktion, beginnen sich die Räder zu drehen; allerdings in einer derart hohen Drehzahl, dass man deren Tätigkeit mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann. Eine Reduzierung der Drehzahl ist digital nicht möglich. Darüber hinaus verfügt das Modell über verschiedene Lichtfunktionen, selbstverständlich lassen sich diese seitenselektiv schalten. Neben dem Rangierlicht (beidseitig Spitzenlicht) verfügt das Modell über ein Fernlicht und über eine Führerstandsbeleuchtung. Die verwendeten LED sind außerordentlich leuchtstark und bilden im Dunklen einen ausgewachsenen Lichtkegel. Für einen vorbildgerechten Betrieb müssen diese stark gedimmt werden. Außerdem haben die Spitzenlichter die falsche Lichttemperatur, sie sind kaltweiß, obwohl diese im Vorbild warmweiß sein müssten.
In der Lok arbeitet ein ESU LokSound V4, dieser ist auch für die Geräuschfunktionen zuständig. Neben elementaren Geräuschen sind auch noch weniger notwendige Funktionen (wie Rangierfunk) untergebracht. Im Allgemeinen erkennt man die Voith Gravita wieder. Der Lautsprecher ist unter den Lüfterrädern untergebracht und sorgt für eine gute Geräuschwiedergabe. Leider ist die Basswiedergabe weniger überzeugend.


Das Video zeigt die wesentlichen Licht- und Geräuschfunktionen.

Zieht man die beiden Vorbauten auseinander und hebt den Führerstand ab, gelangt man an das Innere des Modells. Die Platine ist aufgeräumt, wenn auch ausgelastet. Eine SUSI-Schnittstelle oder einen Anschluss für einen elektrischen Kondensator konnte ich nicht finden.

Bild
Auf einer sehr langen Platine konnte alles untergebracht werden.

Der mittig untergebrachte Motor treibt alle Radsätze an. Zur Erhöhung der Zugkraft sind auf den beiden inneren Radsätzen diagonal jeweils ein Haftreifen angeordnet. Außerdem verfügt das Modell über eine Schwungmasse zur Erhöhung des Auslaufs.
Fahreigenschaften
Bei diesem Modell handelt es sich um die AC-Variante. Das Modell überzeugt durch einen ruhigen und geschmeidigen Lauf, Getriebe und Motor sind ebenfalls geräuscharm bis lautlos.

Fazit
Brawa empfiehlt einen Kaufpreis von 414,90 €. Im Gegenzug erhält der Käufer ein hoch detailliertes Modell mit umfangreichen Funktionen und ausgezeichneten Fahreigenschaften. Allerdings hätte ich bei diesem Preis Kurzkupplungskulissen erwartet. Trotz des hohen Preises kann ich guten Gewissens eine Kaufempfehlung abgeben.

Bild

Ich hoffe, dass dieser Testbericht lesenswert und aufschlussreich ist. Ich würde mich über Beiträge freuen!

Grüße aus dem Feinstaubkessel,
Viet
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Re: Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#2

Beitrag von 44 390 » Do 1. Feb 2018, 10:43

Hallo Viet

Danke für den sehr sehr ausführlichen Bericht :gfm:

Ich selber besitze die ESU 15BB und wo ich lese das das Gehäuse aus Plastik ist würde mich mal das gewicht des Brawa Modells interessieren, da ich überlege mir noch eine zweite von Brawa zuholen?

Mfg Paul

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DerDrummer
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Re: Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#3

Beitrag von DerDrummer » Do 1. Feb 2018, 11:07

Moin Viet
Wieder einmal ein sehr lesenswerter Bericht! :gfm:
Zu den KKK: Das ist ja nun schon ein öfters bekanntes Problem, die V90 hat ja ebenfalls keine bekommen.
Eine wie ich finde für diesen Preis katastrophale Sache, zumal es sich auch noch um eine Rangierlok handelt, wo schieben das täglich Brot ist!
Aber die ESU ist ja auch nicht der Brüller...

Lg

P.S.: AC-Variante? Du fährst doch DC? Oder ist das ne Leihgabe?
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Re: Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#4

Beitrag von lernkern » Do 1. Feb 2018, 11:19

Tag Viet.

Ein guter Bericht mit ausgezeichneten Fotos, wie ich finde, danke dafür.

An der Lok ist ja einiges dran, was ich vermutlich ziemlich bald verlieren oder abbrechen würde, ich alter Grobmotoriker. Aber ein tolles Modell ist sie allemal!

Viele Grüße

Jörg

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Re: Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#5

Beitrag von Viet Bui » Do 1. Feb 2018, 13:55

Guten Tag zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge!
44 390 hat geschrieben:
Do 1. Feb 2018, 10:43
Ich selber besitze die ESU 15BB und wo ich lese das das Gehäuse aus Plastik ist würde mich mal das gewicht des Brawa Modells interessieren, da ich überlege mir noch eine zweite von Brawa zuholen?
Ich habe das Modell gestern gewogen, aber vergessen, es hier zu erwähnen. Ich meine, dass sie etwa 360 g wiegt, ich werde sie aber heute Abend noch einmal wiegen.
DerDrummer hat geschrieben:
Do 1. Feb 2018, 11:07
Zu den KKK: Das ist ja nun schon ein öfters bekanntes Problem, die V90 hat ja ebenfalls keine bekommen.
P.S.: AC-Variante? Du fährst doch DC? Oder ist das ne Leihgabe?
Ich kann leider keine Gründe erkennen, wieso Brawa auf die Kurzkupplungskulisse verzichtet hat.
Es handelt sich um ein AC-Modell; dieses war zur Reparatur bei mir und wird von mir auf DC umgebaut, da der Besitzer von AC auf DC umgestiegen ist.
lernkern hat geschrieben:
Do 1. Feb 2018, 11:19
Ein guter Bericht mit ausgezeichneten Fotos, wie ich finde, danke dafür.
An der Lok ist ja einiges dran, was ich vermutlich ziemlich bald verlieren oder abbrechen würde, ich alter Grobmotoriker. Aber ein tolles Modell ist sie allemal.
Der Weißabgleich ist zu warm geraten, aber sonst kann man auf den Bildern alle Details erkennen :D.
Dann kannst Du froh sein, dass der Modelleisenbahn-Markt sehr stark diversifiziert ist, so dass auch selbsternannte Grobmotoriker für sie geeignete Modelle erhalten.

Bild
(Bild: Andreas Hackenjos)

Grüße von den Fildern,
Viet
Die Schwarzwaldbahn: Eine andere Umsetzung
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Re: Testbericht: Voith Gravita von Brawa (42711)

#6

Beitrag von Sinter » Sa 17. Feb 2018, 10:07

Guten Morgen,

Ich besitze seit gestern auch eine Brawa Gravita, eine 10BB. Die habe ich mir letztenendes wegen der vielen Berichte hier im Forum gekauft. Trotz der „Probleme“ die es damit geben kann. Kurz gesagt: ich bin hin und her gerissen. Es ist meine erste Soundlok überhaupt, überhaupt mit so vielen Funktionen. Es ist ein tolles Modell, mit tollen Funktionen. Jedoch funktioniert eine automatische Kupplung nicht, und Teile die an der Lok waren, kamen mir beim öffnen auch direkt entgegen. Kein Beinbruch, kann man sie ja wieder ankleben. Für die Kupplung muss ich sie aber einschicken. Und jetzt kommt es: ich besaß mal eine LenzKöf II, auch mit automatischer Kupplung. Da funktionierte eine Seite auch nicht :D Passiert also auch anderen Herstellern.

Dank diesem Forum konnte ich auch schon das Licht dimmen, jedoch fehlen mir ein paar CV-Werte um zb auch die Rangierbeleuchtung zu dimmen. GLaube da muss ich aufrüsten und mir zB den Lokprogrammer von ESU kaufen, denn mit meiner Daisy II komme ich da nicht weit ohne die CV Werte zu wissen.
Wenn die Lok dann wieder da ist, geht es ans farbliche Finish. Dafür gibt es hier im Forum ja auch die ein oder andere Inspiration.

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Graviat 10 BB 42784 - nicht so toll DCC Sound

#7

Beitrag von Robur » Mo 17. Dez 2018, 14:41

Mahlzeit,

aus der Abverkaufsaktion von Brawa habe ich mir gleich zwei schöne Loks herausgesucht und bin auch hin- und hergerissen. Die
42784 Diesellok Gravita 10BB DB Ep.VI SOUND und die 42712 Gravita 15BB der Northrail.

Die 42784 ging gleich 2x zu Brawa zurück, denn es funktionierte einiges nicht so richtig: Die Kupplung war nur einseitig zu schalten, blieb dann aber auch in der Abkuppelstellung, die Lüfter drehten sich gar nicht. Also retour. Als sie nun zum 2. Mal bei mir eintrudelte, funktionierte zwar alles, aber der Lüfterantrieb schnarrte so extrem laut, daß ich die Lok erneut reklamierte.

Der Sound...naja, sagen wir mal, er erinnert etwas an die Gravita, aber eben nur etwas. Die Gravita ist eine soundtechnisch spezielle Lok, hat 3 verschiedene Soundzonen.

Hören Sie hier

https://www.youtube.com/watch?v=-pmTNzShQYg

Diese sind im Modell natürlich sehr schwierig darzustellen.

Während ich es bei der Northrail bis jetzt noch nicht geschafft habe, den idealen Dekoder zu finden, der die Lok nicht so abstrus ruckelig fahren läßt, hatte ich die schöne rote nun doch nicht in meinen Bestand eingereiht, denn als sie nun zum dritten Mal auf meinen Gleisen stand, entdeckte ich abgeplatzten Lack am Geländer und das extrem schnarrende Geräusch des Lüfterantriebs war auch noch vorhanden. Der Reparaturbericht sagte mir, daß sich bei Brawa wirklich jemand Gedanken gemacht hat: "Geräusch entspricht der Serie".
Ob Brawa da vielleicht B-Ware günstig verkaufte? Ich hab mal im Mobageschäft nachgefragt und erhielt die Antwort, daß einige Loks reklamiert wurden.

Tja, das war dann meine letzte Brawalok mit Spielerei und Gedöns.

Obwohl, vielleicht hat ja jemand einen Tip, wie die Northrail bessere Fahreigenschaften bekommen kann. Mit ESU 4.0 klappts leider nicht. Uhlenbrock...geht auch nicht. Lenz war einigermaßen ok, aber sie ruckte beim Abbremsen noch einige cm vor.
Analog fährt die Lok übrigens ziemlich gut, so kann ich ein Mechanikproblem ausschließen.
Viele Grüße

Robur

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Erst den Beitrag richtig lesen
und dann antworten. Nicht umgekehrt :D


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Dekoder

#8

Beitrag von etr » Mo 17. Dez 2018, 20:29

Also der einzige Dekoder, der diese Lok bei mir im AC Analogbetrieb anständig fahren lässt, stammt von ZIMO. Bei ESU schlimmste Kontaktprobleme, bei Uhlenbrock dasselbe und grauenhafte Fahreigenschaften. Wie durch ein Wunder geht dann aber mit ZIMO alles bestens. Vielleicht willst du das auch mal im Digitalbetrieb ausprobieren?

Nicht zum ersten Mal wirkt ein ZIMO Wunder, wenn alle anderen Dekoder ausnahmsweise mit einer Lok nicht zurechtkommen. War z.B. auch beim ETR 610 von Lima so.

Hoffentlich hilft dir das.

Beste Grüsse

ETR

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