Euer Verhältnis zur Eisenbahn

Bereich für Umfragen zu Modellbahn- und Eisenbahn-Themen.
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Wie ist Euer Verhältnis zur Eisenbahn?

Ich verdiene mein täglich Brot damit
37
7%
Ich nutze die Eisenbahn häufig/täglich als Verkehrsmittel
80
14%
Ich nutze die Eisenbahn gelegentlich als Verkehrsmittel
174
31%
Ich nutze die Eisenbahn nie als Verkehrsmittel
29
5%
Ich nehme gerne an Veranstaltungen rum um die (historische) Eisenbahn teil
154
28%
Ich verwende die Eisenbahn lediglich als Vorlage für meine Modelleisenbahn, ohne sie zu nutzen
83
15%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 557

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Viet Bui
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Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#1

Beitrag von Viet Bui » So 24. Jun 2018, 15:45

Guten Tag zusammen,

als Modelleisenbahner stellt man oft die große Eisenbahn im Modell dar, auf vielen Anlagen ist sie ein wichtiger Bestandteil.
Deshalb wollte ich Euch fragen, welches Verhältnis ihr zur Eisenbahn, die Ihr im Modell darstellt, habt.

Ich nutze beispielsweise täglich die S-Bahn und arbeite neben dem Studium bei einem Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Über Eure Meinungen bin ich gespannt.

Grüße
Viet
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81013-5
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#2

Beitrag von 81013-5 » So 24. Jun 2018, 16:19

Hallo Viet,

Ich nutze die Eisenbahn 2xWöchentlich um zur Berufsschule zu kommen.
Und ich nehme an vielen (historischen ) Eisenbahn Veranstaltungen teil.

Gruß Kelvin
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#3

Beitrag von Djian » So 24. Jun 2018, 18:32

Moin Viet,

ich nutze die Eisenbahn gelegentlich und diffenrenziere da mal ein wenig:

beruflich nicht, da zwischen meinem Wohnort und Arbeitsplatz keine Bahnverbindung besteht (man könnte schon mit der Bahn fahren, aber Weg zum Bahnhof beträgt 11 km und dann 5 Km mit der Bahn von Eutin nach Malente). Der direkte Weg mit dem Auto/Fahrrad sind 13 km.

Für die Fahrt in den Urlaub mittlerweile immer.
Für Strecken über 100 Km meistens. Da ich nur selten reise und das in den Regel auch schon lange vorher weiß, kann ich mir meine Fahrkarten vorher reservieren und fahre nicht nur entspannt, sondern auch äußerst günstig.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias
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vinylfan
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#4

Beitrag von vinylfan » So 24. Jun 2018, 21:09

Sehr sehr selten.

Wenn man sich irgendwann mal auf die Bahn verlassen kann, dann vlt, als fahrt zum Flughafen.

Bei einer 50 - 50 Chance ob der Zug pünktlich ist, eher nicht. :(
Grüße
Klaus

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#5

Beitrag von Siegfried.F » So 24. Jun 2018, 22:05

Bin in 30 Berufsjahren mehr als 1,5 Millionen Kilometer mit der Bahn gefahren. War alles dabei von der Dampflokomotive bis zum ICE. In meinem Modellbahnerleben habe ich diese Vielfalt auch erlebt. Viele Jahre fuhren auf meiner Anlage Züge die ich auch im Alltag nutzen oder einfach beobachten konnte, EC, IC, IR und ICE auf Fernstrecken sowie Triebwagen, S-Bahn und Doppeldecker im Nahverkehr. Seit ich als Rentner ein wenig mehr Zeit für das Hobby bekommen habe ist es bahntechnisch auf meiner Anlage gemütlicher geworden. Jetzt fahren wieder die Dampflokomotiven.
Schöne Grüße aus Marburg
Siegfried

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#6

Beitrag von Viet Bui » Mo 25. Jun 2018, 07:52

Guten Abend zusammen,

warum ich frage: Um das Umbauen von Modellen vorbildgerecht umsetzen zu können, muss ich die große Eisenbahn genau ansehen, denn die Bilder, wie man sie im Internet findet, zeigen zwar einen ganzen Zug, aber nicht die Details, die ich brauche. Schon alleine deswegen müsste ich mich mit der Eisenbahn beschäftigen, selbst wenn ich sie nicht nutzen würde. So habe ich für meinen Bierkühlwagen von der Badischen Staatsbrauerei Rothaus eine Vorlage erhalten, ich muss aber noch nach Seebrugg fahren, um die beiden Bierkühlwagen genauestens fotografieren zu können.

Die historische Eisenbahn hat mich dabei noch nie begeistern können. Weil ich die BR 80 im Modell besitze, bin ich mal zum Süddeutsche Eisenbahnmuseum nach Heilbronn gefahren, um eine Maschine der Baureihe 80, das leider nicht fahrfähig ist, genauer begutachten zu können.
Allerdings bedauere ich es, nie mit dem Esslinger Triebwagen der AVG nach Bundenthal-Rumbach gefahren zu sein.

Ich brauche also die Eisenbahn, um ein Input für meine Modelleisenbahn zu erhalten. Und weil ich für gewöhnlich nicht extra zum Bahnhof oder an eine Bahnstrecke fahre, eignet sich das Nutzen der Eisenbahn sehr gut dafür.
Djian hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 18:32
Da ich nur selten reise und das in den Regel auch schon lange vorher weiß, kann ich mir meine Fahrkarten vorher reservieren und fahre nicht nur entspannt, sondern auch äußerst günstig.
Die DB möchte mit dem neuen ICE 4 (eine 13-teilige Einheit bietet deutlich mehr Sitzplätze als ein ICE 1) die Kapazitäten deutlich erweitern. Hoffentlich werden damit auch die Sparpreis-Kontigente ausgeweitet, die Einführung des „Spur Sparpreis“ [sic!] spricht zumindest dafür. Immerhin hat die DB erkannt, dass ein Zug unabhängig seiner Auslastung ungefähr dieselben Kosten verursacht, so dass der Verkauf von 19,90-€-Sparpreisen lukrativer ist als das Transportieren von warmer Luft.
vinylfan hat geschrieben:
So 24. Jun 2018, 21:09
Bei einer 50 - 50 Chance ob der Zug pünktlich ist, eher nicht. :(
So schlimm es dann doch doch nicht; zumindest im Nahverkehr liegt die Pünktklichkeit in der Regel über 90 %. Hier ein Beispiel aus Baden-Württemberg:

Bild

Dabei gilt ein Zug nur dann als pünktlich, wenn er nicht mit mehr als 3:59 Min Verspätung ankommt.

Bei mir war bezüglich der Pünktlichkeit schon alles dabei: Von fünf Minuten Überpünktlichkeit bis zu zehn Stunden Verspätung.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#7

Beitrag von JoachimW » Mo 25. Jun 2018, 08:42

Keines und doch ein gutes.
...da ich zum einen einen sächs. Schmalspurbahnhof anfang der 1920er Jahre nachbaue und zum anderen Teile der Nordstrecke der RüKB Ende der 1960er Jahre. Beides existiert nicht mehr, aber beides fasziniert mich. (Ansonsten würde ich es nicht nachbauen. :wink: )


Gruß
Joachim


Manne_14
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#8

Beitrag von Manne_14 » Mo 25. Jun 2018, 10:13

Hallo Viet,



war in den 80er Jahren eng mit der Eisenbahn/Bundesbahn verbunden aus beruflichen Gründen,
habe bei der Deutschen Bundesbahn meine Lehre/Ausbildung im damaligen BW Stuttgart
umgangssprachlich BW Rosenstein absolviert und war dann nach der Ausbildung
Triebfahrzeugführer in deinem wie du es nennst "Feinstaubkessel" im BW Stuttgart, ich
denke heute heißt das Betriebshof.
Bin 1987 aus meinem "Dienst und Treueverhältnis" bei der Bundesbahn
ausgeschieden und seit Jahren in der "Privatindustrie" im technischen Aussendienst tätig, habe aber
über familiäre Bande noch Bezug zur DB AG durch meinen jüngeren Bruder der
in Stuttgart im "Geschäftsbereich Fernverkehr" als Triebfahrzeugführer im ICE Verkehr tätig ist .
Bei uns ist es auch so etwas wie ein bischen "Tradition", durch meinen Vater der über 40 Jahre
bei der "Bahn" beschäftigt war, (er hat dafür gesorgt das immer genügen Gleise vorhanden waren, heute "DB Netz")
dass wir zur Bahn gegangen sind. Aber um auf deine Fragestellung zurück zu kommen
wann immer es geht nutze ich heute die Bahn zu Dienst/Geschäftreisen wenn ich aus beruflichen Gründen Messen oder sonstige von der
Firma verordnete Veranstaltungen zu besuchen sind und eben heute noch als Hobby die Modelleisenbahn.
Ich lese deine sehr detailierten Beiträge gerne, da ich dadurch auch etwas über die Ver- und Änderungen
was die Deutschen Bahn AG betrifft im Informationsfluß bleibe und freue mich auch über weiter Publikationenzu dem Thema entsprechend.




Gruß aus dem Schwarzwald Manne

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vinylfan
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#9

Beitrag von vinylfan » Di 26. Jun 2018, 05:15

Naja,

Statistiken kann man sich immer passend machen. :wink: Ganz nach Churchill. "Ich traue nur Statistiken die ich selbst gefälscht habe" :D :wink:

Als Beispiel, bin mal von Bozen nach Koblenz gefahren. Mit 3 x umsteigen. Der erste Zug hatte gut 2 Stunden Verspätung.
Was dann eine Endlose Kette zur Folge hatte. Ich bin dann über 5 Stunden später angekommen. Für mich war die Pünktlichkeit auf dieser Strecke bei 0%. :wink:

Die Bahn rechnet ja anders. Das waren 4 Züge, wovon einer verspätet war. Statistisch also eine Pünktlichkeit von 75%. :roll:
Mit einer Punkt zu Punkt Verbindung kann man noch halbwegs leben. Muss man öfter Umsteigen, macht man schon Harakiri.

Meine Moba fährt meistens pünktlich. :wink: :wink: :fool:
Grüße
Klaus

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#10

Beitrag von Viet Bui » Di 26. Jun 2018, 08:41

Guten Tag Klaus,
vinylfan hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 05:15
Als Beispiel, bin mal von Bozen nach Koblenz gefahren. Mit 3 x umsteigen. Der erste Zug hatte gut 2 Stunden Verspätung.
Was dann eine Endlose Kette zur Folge hatte. Ich bin dann über 5 Stunden später angekommen. Für mich war die Pünktlichkeit auf dieser Strecke bei 0%.
Grundsätzlich sollte man nicht von einzelnen Ereignis Rückschlüsse aufs Ganze ziehen. Auch in der Statistik kann man mit n = 1 nichts anfangen. Ich führe zwar nicht Buch über meine Fahrten mit der Bahn, aber ein überwältigender Teil der Fahrten ist pünktlich.
vinylfan hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 05:15
Die Bahn rechnet ja anders. Das waren 4 Züge, wovon einer verspätet war. Statistisch also eine Pünktlichkeit von 75%.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr zustande kommen.
Im Regionalverkehr hat die Pünktlichkeit einen höheren Stellenwert, denn für verspätete Züge muss der Betreiber Pönale (Strafe) zahlen. Deswegen kann ich nicht nachvollziehen, warum pünktliche Regionzüge für verspätete Fernverkehrszüge zur Seite müssen. Die Schwarzwaldbahn ist eine 250 Kilometer lange Linie von Karlsruhe nach Konstanz und an den Bahnhöfen Karlsruhe Hbf, Offenburg, Villingen, Singen und Konstanz wird die Ankunftspünktlichkeit gemessen. Fährt die Schwarzwaldbahn pünktlich von Konstanz bis kurz vor Karlsruhe und läuft vor Karlsruhe auf eine Stadtbahn auf (5 Minuten Verspätung), so beträgt die Pünktlichkeit dieser Zugfahrt 75 %. Trotz dieser Verspätung werden alle Anschlüsse übrigens erreicht.

In Verkehrsverträgen wird zum Glück das Ausfallen von Zügen höher bestraft als das verspätete Durchführen von Fahrten. In der Vergangenheit hat man Züge mit hoher Verspätung einfach ausfallen lassen, schließlich kann eine ausgefallene Zugfahrt nicht gleichzeitig verspätet sein.

Viel wichtiger wäre eigentlich die Kundenpünktlichkeit, die hast Du ja angesprochen, das heißt also, dass der Maßstab die Pünktlichkeit am Ende der Reisekette ist. Leider kann man nicht jeden einzelnen Fahrgast nach seiner Reisekette und nach seinem Ziel befragen, so dass es zahlreiche Modelle zur Berechnung eben jener Kundenpünktlichkeit gibt. Wären der Leitstelle nämlich Reiseketten und Ziele bekannt, könnte sie viel besser darüber entscheiden, ob ein Anschlusszug wartet oder pünktlich abfährt. Da jedes Modell unschärfen hat, taugen diese nicht als Grundlage in Verkehrsverträgen.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
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Peter Müller
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#11

Beitrag von Peter Müller » Di 26. Jun 2018, 09:58

Viet Bui hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 08:41
Viel wichtiger wäre eigentlich die Kundenpünktlichkeit, die hast Du ja angesprochen, das heißt also, dass der Maßstab die Pünktlichkeit am Ende der Reisekette ist.
Ja welche Pünktlichkeit denn sonst?
Grüße, Peter

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katzenjogi
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#12

Beitrag von katzenjogi » Di 26. Jun 2018, 14:48

Ich bin zwischen 1999 und 2003 sechs mal die Woche mit dem Zug zur Arbeit gefahren. Leider wurde damals in dem Zeitraum der Hauptbahnhof in Bremen umgebaut, so dass ich täglich auf der Hinfahrt zwischen 30-60 Minuten Verspätung einplanen musste. Und das für eine Strecke, die normalerweise 20 Minuten Fahrzeit hat. Und im Winter musste man sogar erleben, dass die Züge aus Bremerhaven einfach durchgefahren sind, weil sie schon dermaßen voll waren, dass niemand mehr reingepasst hätte. Aber man muss ja nicht glauben, dass die Deutsche Bahn die Zuglänge angepasst hätte. Nein, obwohl in den Wintermonaten sich das Passagieraufkommen verdreifacht hat, sind sie immer schön brav mit ihren drei Doppelstockwagen gefahren, deren Sitzplätze im Sommer immer belegt waren. Und wenn Werder ein Heimspiel hatte, ist dann oft nur ein dreiteiliger Zug aus Mitteleinstiegswagen gefahren. Da standen dann im Sommer schon sich die Leute die Beine in den Gängen in den Bauch.

Und als ich dann nach Bremerhaven jobmäßig unterwegs war, musste man damit rechnen, dass einfach mal ein Zug komplett gestrichen wurde, und dass im Hauptberufsverkehr. Da freut sich jeder Arbeitgeber, wenn man dann mal eine Stunde später kommt. Das ist in 3 Monaten über Weihnachten insgesamt 14 mal vorgekommen.

Zur Deutschen Bundesbahn hatte ich ein gutes Verhältnis, zur Deutschen Bahn AG eher eine Hassliebe. Zumal ja auch die DB sofort wie ein kleines beleidigtes Kind das Ausbesserungswerk Bremen geschlossen hat, nachdem der Verkehrsbund Bremen Niedersachsen der Nordwestbahn für den Regionalverkehr den Zuschlag gegeben hat. Obwohl im Regionalverkehr der DB nur E-Loks eingesetzt wurden, schließt die DB das Ausbesserungswerk für Dieselloks - sehr erwachsen.


Mal abgesehen davon, dass die Nordwestbahn sich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, im ersten Jahr wurden auf der Strecke Bremen-Bremerhaven tatsächlich zweiteilige Dieseltriebzüge als Ersatz für drei-fünfteilige Doppelstockzüge der DB eingesetzt. Wohlgemerkt bei der gleichen Taktung....

Und da wundern sich die Manager dann, warum Fahrgäste auf dem Bahnsteig zurückgelassen werden müssen. Abgesehen davon, dass im ersten halben Jahr die Fahrkartenautomaten nicht funktionierten und die installierten Entwerter zu schmal für die im Reisebüro verkauften Tickets waren. Da war dann jeder Fahrgast ein potentieller Schwarzfahrer....


Ach ja, und um noch mal zur DB zurück zu kommen, meine Eltern sind in der letzten Maiwoche nach Miesbach in der Nähe von München gefahren. Auf der Hinfahrt von Bremen nach Hannover gab es schon zwei Stunden Verspätung (Betriebsstörung). Und auf der Rückfahrt dann von Bremen nach Osterholz-Scharmbeck noch einmal 30 Minuten (Tiere auf den Gleisen). Von einer befreundeten Lokführeroma hab ich mir erzählen lassen, dass Betriebsstörung eigentlich ein Synonym für "kein Lokführer verfügbar" ist.

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#13

Beitrag von Viet Bui » Di 26. Jun 2018, 16:49

Guten Tag „katzenjogi“,
katzenjogi hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 14:48
Aber man muss ja nicht glauben, dass die Deutsche Bahn die Zuglänge angepasst hätte. Nein, obwohl in den Wintermonaten sich das Passagieraufkommen verdreifacht hat, sind sie immer schön brav mit ihren drei Doppelstockwagen gefahren, deren Sitzplätze im Sommer immer belegt waren. Und wenn Werder ein Heimspiel hatte, ist dann oft nur ein dreiteiliger Zug aus Mitteleinstiegswagen gefahren. Da standen dann im Sommer schon sich die Leute die Beine in den Gängen in den Bauch.
Die Zuständigkeit für den Regionalverkehr wurden den Ländern übergeben. Diese bestellen und organisieren den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Dabei ist eine Entwicklung eingetreten, die ich für unerfreulich halte: Die zunehmend geringere Wertschöpfungstiefe für die Verkehrsunternehmen. Mittlerweile gehen Aufgabenträger dazu über, immer mehr Elemente des operativen Betriebs an sich zu reißen oder separat auszuschreiben. Genauso machen die Aufgabenträger detaillierte Auflagen zum Betrieb: So verkehren immer weniger Regionalzüge in den Farben des verkehrenden Unternehmens, genauso übernehmen viele Aufgabenträger die Angebots- und Betriebsplanung. Sie geben vor, mit welchen Kapazitäten zu fahren ist, hier hat das leistungserbringende Verkehrsunternehmen geringe oder gar keine Spielräume. Gerade bei Brutto-Verkehrsverträgen macht es für die Verkehrsunternehmen keinen Sinn, Sonderzüge oder erweitere Kapazitäten anzubieten. Natürlich geht es auch anders, die S-Bahn Stuttgart fährt z.B. zur Wasenzeit und zu Heimspielen des VfB Stuttgarts Sonderzüge oder mit erweiterten Kapazitäten. Wenn Fahrgäste an den Bahnsteigen stehenbleiben oder über lange Reisezeiten stehen müssen, dann ist der Aufgabenträger dafür verantwortlich.
Immerhin lernt man dazu und erweitert die Kapazitäten oder lässt mehr Züge fahren. So hat zum Beispiel das Land Baden-Württemberg mehrfach Neufahrzeuge nachbestellt, da sich die Fahrgastzahlen besser entwickeln als prognostiziert wurde.
katzenjogi hat geschrieben:
Di 26. Jun 2018, 14:48
Zumal ja auch die DB sofort wie ein kleines beleidigtes Kind das Ausbesserungswerk Bremen geschlossen hat, nachdem der Verkehrsbund Bremen Niedersachsen der Nordwestbahn für den Regionalverkehr den Zuschlag gegeben hat. Obwohl im Regionalverkehr der DB nur E-Loks eingesetzt wurden, schließt die DB das Ausbesserungswerk für Dieselloks - sehr erwachsen.
Ich kann Dir versichern, dass das AW Bremen nach wie vor existiert. Auch wenn die Bedeutung des Dieselbetriebs im Bezug auf die Verkehrsleistung im Vergleich zur elektrischen Traktion recht gering ist, auch DB Regio betreibt noch Regionalverkehr mit Dieselloks: Wie zum Beispiel auf der Südbahn zwischen Ulm und Lindau.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt, ich glaube vielmehr, dass die Wahrheit irgendwo zwischen Staatsbahn und Privatisierung liegt. Ein großes Problem gerade im Regionalverkehr ist der grassierende Personalmangel. Züge fahren häufiger als zu Zeiten der Bundesbahn und Betriebsruhen am Wochenende, wie sie die Bundesbahn auf vielen Strecken einführte, gibt es heute nicht mehr. Aber auch die Bundesbahn hatte einen eklatanten Personalmangel, nur gab es früher kein Internet und außerdem hatte sie Glück, dass durch den Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft nach der Wende viele ostdeutsche Lokführer frei wurden.

Generell ist es aber erfreulich, dass sich immer mehr Menschen trotz der Widrigkeiten für die Eisenbahn als Verkehrsmittel entscheiden.

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Re: Mein Verhältnis zur Eisenbahn

#14

Beitrag von Kelmis » Fr 13. Jul 2018, 21:51

Eine interessante Frage - für meinen Teil muss ich gestehen, dass sich mein Verhältnis zur Eisenbahn im Laufe der Zeit ein wenig gewandelt hat - mein Interesse an der Modelleisenbahn mag in frühkindlicher Zeit eben durch das große Vorbild geweckt worden sein, denn aufgewachsen bin ich nicht weit entfernt von einem großen Kopfbahnhof, der in den 1890er Jahren gebaut worden war und zur Zeit meiner Kindheit noch die glasgedeckten, Gleise und Bahnsteige überwölbende Halle besaß, und wo bis Mitte der 1970er Jahre auch immer noch Dampfbetrieb im Plandienst anzutreffen war.

Da meine Eltern nie einen Führerschein erworben haben, erfolgten mithin meine frühesten Reisen ebenfalls per Bahn, und in den Jahren mit den UIC-Schnellzug-Abteilwagen und der im Fernverkehr zumeist vorgespannten 110, bedeutete die Bahnreise auch ein einprägsames Erlebnis der durchfahrenen Landschaft.
In den 1980er Jahren, als der lokbespannte Intercity "jede Stunde, jede Klasse" und die wundervollen Sparpreis-Angebote ("rosarote Wochenenden") mit der 103 Standard waren, bin ich auch noch öfters mal Bahn gefahren - das Landschaftserlebnis verflüchtigte sich aber bereits, und die eigentlich Fahrzeit verbrachte ich meist lesend oder in Gespräche vertieft.
Mit dem ICE (auch wenn Schnelltriebwagen dieser Art ja eigentlich die Ideen Franz Kruckenbergs aufgegriffen haben, und somit eisenbahnhistorisch betrachtet einen logischer Fortschritt darstellen) ist die Nutzung der Bahn eher reizlos geworden, und mir ist es schon mehrmals passiert, dass ich noch vor Abfahrt des Zuges eingeschlafen bin.

Einige Jahre habe ich einen Motorroller (250 cm³) als Verkehrsmittel bevorzugt, der Eisenbahn stehe ich mittlerweile ambivalent gegenüber, zumal sie eigentlich nur noch als schnelles Transportmittel zwischen Ballungsräumen wirklich nutzbar ist. So verwundert es mich nicht, dass Modellbahner heutzutage bevorzugt eher als Nostalgiker die Epochen 2 und 3 (die Reichsbahnzeit bzw. die Bundesbahn bis zur Einführung des computertauglichen Baureihennummernschemas) zum Vorbild wählen.
Aber da ich oft und gern Museen besuche, stehen auch Eisenbahnmuseen als Tagesausflugsziele immer noch relativ weit oben in meiner Wertschätzung.
Zuletzt geändert von Kelmis am Fr 13. Jul 2018, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#15

Beitrag von DB_1973 » Fr 13. Jul 2018, 21:57

Moin,

durch das Mobahobby zum "Berufseisenbahner" bei den Deutschen Bahnen geworden.
Im Moment mehr als 45 Jahre lang, und so wie es aussieht kommen noch ein paar dazu. :oops:
Viele Grüße aus Hamburg
Tschüss Sven

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Peter Müller
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#16

Beitrag von Peter Müller » Fr 13. Jul 2018, 22:23

Viet Bui hat geschrieben:
Mo 25. Jun 2018, 07:52
Um das Umbauen von Modellen vorbildgerecht umsetzen zu können, muss ich die große Eisenbahn genau ansehen ...
Wenn ich mit der Bahn fahre, interessiert mich das Äußere aber nicht. Wichtig ist ein Sitzplatz mit Tisch, eine Steckdose und ein funktionierendes WLAN. Wenn es mir dann noch gelingt, vom Schaffner eine Tasse Kaffee zu bekommen, ist alles gut. Wenn man nicht umsteigen muss, nimmt man auch Verspätungen gelassen hin. Für wichtige Termine reise ich am Abend vorher an, dass war bisher immer genug Puffer für eventuelle Störungen im Betriebsablauf. Muss man bei Auto oder Flugzeug auch einplanen.

Die Bahnfahrt ist mittlerweile bei vielen meiner Termine feste als Vorbereitungs- und Einlesezeit eingeplant. Und da das WLAN in vollen Zügen meistens eine Katastrophe ist, kopiere ich mir auf die Festplatte, was ich während der Fahrt bearbeiten will.
Grüße, Peter


Andreas Poths
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#17

Beitrag von Andreas Poths » Sa 14. Jul 2018, 08:24

Peter Müller hat geschrieben:
Fr 13. Jul 2018, 22:23
Wenn es mir dann noch gelingt, vom Schaffner eine Tasse Kaffee zu bekommen, ist alles gut. Wenn man nicht umsteigen muss, nimmt man auch Verspätungen gelassen hin.
moin Peter,
na, da bist du aber sehr anspruchsvoll :wink: :wink: :wink:
Mitte Juni sind wir zu viert nach Salzburg gefahren. Von Ffm-Süd aus. Ich "durfte" sicherheitshalber 1 Woche vorher noch fragen, ob es bei F-Süd bleibt - wegen unberechenbarer Baustellen im Raum Frankfurt....
Wir sind bewußt mit IC und nicht ICE gefahren; mit ICE hätten wir in München umsteigen müssen. Und das war mir aufgrund meiner Erfahrungen zu unsicher; bei Verspätung ist deine Sitzplatzreservierung für'n Arsch. Schlimmstenfalls darfste stehen.
Runter sind wir mit der ÖBB gefahren. Guter Service, angemessene Preise (wir hatten Hin- und zurück das Glück, gleich neben dem Speisewagen zu sitzen bzw. im 1. - Klasse Abteil des Bistro-Wagens), leckeres Bier und Frühstücksangebot.
Zurück mit DB - oje.
Kurz nach der Abfahrt in Salzburg wollten wir auch hier im Zug frühstücken. Der Mann hinter dem Tresen hätte besser getan uns zu sagen, was es noch gibt als umgekehrt. Und das, was es noch gab..... im Vergleich zum ÖBB-Angebot unter aller Sau. Auf Nachfrage erklärte der Tresen-Mann,daß das Bistro am Vortag in München beladen worden sei und auch erst wieder in München beladen wird. In München denn hörten wir es schön scheppern und klappern. Aha!
In Stuttgart konnte man auf dem Zuglaufschild plötzlich lesen: kein Bistro - Service bis Frankfurt.
Wir sahen dann den Tresen-Mann mit Rollköfferchen am Bahnsteig gen Feierabend laufen (den ich im 100%ig gönne!!!) und im Bistro waren die Rollos runtergefahren - wie an einem Frankfurter Strassenkiosk....
Soviel zu deiner Tasse Kaffe am Platz - die ich dir natürlich auch in Zukunft 100%ig gönne :wink: :wink: :wink:
gruß pothsi
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Fahri01
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#18

Beitrag von Fahri01 » Sa 14. Jul 2018, 08:47

Moin,
ich hätte jetzt oben in der Abfrage noch ein Kreuz brauchen können.
Ich bin kein Eisenbahner, trotzdem Triebfahrzeugführer, nur sind unsere Schienenfahrzeuge etwas kleiner und habe im Normalbetrieb bis zu 125 Tonnen und 75m Länge.
Aber der Virus Eisenbahn steckt schon seit Anfang der 60er Jahre in mir als mein Vater eine gebrauchte Märklinanlage zu Hause für mich aufstellte und ausbaute.
Ich durfte dann zusehen wie er und seine Freunde mit meiner Anlage spielten!!!

Gruß
Karsten


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#19

Beitrag von schuerfwunde » Sa 14. Jul 2018, 08:59

Die Bahn zu nutzen kommt für mich nicht in Frage.
Ich wohne zwar direkt neben einem Bahnhof aber dort hält nur die Straßenbahn.

Zudem ist die DB so massiv überteuert ( Familie mit Kinder und Hunde ) da ist jede Autofahrt inkl. Parkhauskosten wesentlich billiger.

Vom Wohlfühlfaktor mal ganz abgesehen ...

Pöbelnde Menschen in den Zügen, Diebstahl von Gegenständen, chronisch überfüllte Züge. ...Schmutz usw.
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#20

Beitrag von Andreas Poths » Sa 14. Jul 2018, 11:03

schuerfwunde hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 08:59

Zudem ist die DB so massiv überteuert ( Familie mit Kinder und Hunde ) da ist jede Autofahrt inkl. Parkhauskosten wesentlich billiger.

Vom Wohlfühlfaktor mal ganz abgesehen ...

Pöbelnde Menschen in den Zügen, Diebstahl von Gegenständen, chronisch überfüllte Züge. ...Schmutz usw.
Hallo Schürfwunde,
sagen wir mal so.... wie gesagt.... mit 4 Erwachsenen nach Salzburg. 1. Klasse, Platzreservieung, pro Person 80€ Hin und Zurück.
Fahrzeit von 07.44h ab Ffm-Süd bis 14.00h (ca.) in Salzburg. Mach das mal mit Auto. Und es scheint, als hättest du in Großstädten lange kein Parkhaus über Tage gebucht. Hotels mit Tiefgarage nehmen z.T. schon 20€/24Std.
Hamburg, Berlin, München, Göppingen (jaja, die Märklin-Tage 8) , ja sogar Mainz.... Da ist es wirklich entspannter mit dem Zug. . Zumal viele Hotels in Großstädten 3- oder Mehr-Tagestickets vom ÖPNV anbieten - meist im Hotelpreis enthalten. Das Auto steht eh nur ungenutzt im Parkhaus/Tiefgarage.
Nächstes Jahr geht es nach Wyk. Mit der Bahn. Die ist auch nur 'ne Stunde länger als das Auto unterwegs; auf den Inseln (auch Amrum) braucht man kein Auto; da ist der Nahverkehr gut erschlossen.
Pöbelnde Menschen im Zug - Drängler bei 150km/h auf der BAB
Diebstahl im Zug - Taschen- und Trickdiebe gibt es überall. Wer sein Hab und Gut unbeaufsichtigt läßt....
Chronisch überfüllte Züge - kaum oder gar nicht wenn man rechtzeitig bucht....und auf der BAB bei 30Grad im Stau ist auch nicht prickelnd.
Schmutz - manche BAB-Toiletten.... :roll: In den Zügen von und nach Salzburg sind Putzleute durch den Zug und haben die Sanitäranlagen inspiziert und gereinigt. Für asoziales Gesocks, was unfähig ist, Toiletten sauber zu verlassen, kann die Bahn nix.
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#21

Beitrag von Peter Müller » Sa 14. Jul 2018, 11:49

Andreas Poths hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 11:03
... mit 4 Erwachsenen nach Salzburg. 1. Klasse, Platzreservieung, pro Person 80€ Hin und Zurück.
Sind 1100 km, macht bei 0,30 Euro/km für einen PKW 330,- Euro. Also ungefähr der gleiche Preis.
Grüße, Peter


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#22

Beitrag von Andreas Poths » Sa 14. Jul 2018, 11:54

ach so....
war jetzt a bisserl OT, was mein Verhältnis zur Eisenbahn betrifft - sorry.
Nur so viel: man (ich) kann es nicht über einen Kamm scheren. Hier im RMV um Frankfurt herum ist es zum Teil gräßlichst. Was aber viele Ursachen hat,welche nicht unbedingt der Bahn (als solche) anzukreiden sind.
Im Fernverkehr - siehe meinen Beitrag oben. Kann so oder so sein. Gemessen an den Fahrleistungen und Beförderungen der Menschenmengen der Schienenfahrzeuge im Jahr funzt es wohl "im Großen Ganzen"
Was mich stört sind die immer wiederkehrenden (!) vollmundigen "Versprechungen" einiger überbezahlter und unterbelichteter Manager, daß alles besser wird. Gerade hier im Rhein-Main-Gebiet kann sich jedes Kind ausmalen, daß die Situation momentan verfahren ist (Nicht-Ausbau bzw. Nicht-Neubau mehrerer Tangenten um Frankfurt herum.).
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#23

Beitrag von Andreas Poths » Sa 14. Jul 2018, 11:59

Peter Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 11:49
Andreas Poths hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 11:03
... mit 4 Erwachsenen nach Salzburg. 1. Klasse, Platzreservieung, pro Person 80€ Hin und Zurück.
Sind 1100 km, macht bei 0,30 Euro/km für einen PKW 330,- Euro. Also ungefähr der gleiche Preis.
Da sind aber keine Parkhaus-/Parkplatzkosten bei. Und die Gefahr, auf der A 8 oder auf dem Münchner Ring zu Fuß schneller voran zu kommen, sollte man nicht ausser acht lassen.
(o.k. ..... die Kosten für Frühstück und Frühschoppen im Zug hab ich dafür im Auto nicht 8) :wink: )
Und wie gesagt - auch in Salzburg und näherer Umgebung braucht man kein Auto. (Und das sage ich mit GdB 100 und "G" !!!)
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#24

Beitrag von Viet Bui » Sa 14. Jul 2018, 12:38

Guten Tag zusammen,

ich halte es nicht für themenfremd, wenn wir über unser Verhältnis zur Eisenbahn diskutieren.
schuerfwunde hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 08:59
Die Bahn zu nutzen kommt für mich nicht in Frage.
Ich wohne zwar direkt neben einem Bahnhof aber dort hält nur die Straßenbahn.
Zudem ist die DB so massiv überteuert ( Familie mit Kinder und Hunde ) da ist jede Autofahrt inkl. Parkhauskosten wesentlich billiger.
Vom Wohlfühlfaktor mal ganz abgesehen ...
Pöbelnde Menschen in den Zügen, Diebstahl von Gegenständen, chronisch überfüllte Züge. ...Schmutz usw.
Generell macht es nicht immer Sinn, mit der Bahn zu verreisen. Sind Eure Hunde größer als Hauskatzen, zahlen sie jeweils den halben Fahrpreis, hat man, eben weil man eine vielköpfige Familie ist, viele Koffer dabei, ist das Umsteigen enorm anstrengend. Dazu kommt, dass die Eisenbahn einen nicht von Haustür zu Haustür bringt, vor allem nicht zur gewünschten Zeit. Das ist alles richtig.

Im Fernverkehr muss sich die Deutsche Bahn dem Wettbewerb stellen, hauptsächlich wegen dem Fernbus, da Fernbus-Fahrgäste potentielle Bahn-Nutzer sind. Seit es den Fernbus gibt, ergriff die Deutsche Bahn viele Maßnahmen, um die Bahn auch preislich attraktiver zu gestalten, wie zum Beispiel durch die Einführung des „Super Sparpreis“ [sic!] oder das generelle Ausweiten von Sparpreis-Kontingenten.

Ich persönlich schätze den Wohlfühlfaktor bei der Bahn außerordentlich. Wenn ich zum Beispiel von Karlsruhe mit der Schwarzwaldbahn nach Konstanz fahre, sehe ich nicht nur triste Autobahn, sondern wechselhafte Landschaften. Ich kann in der Bahn arbeiten, ein Buch lesen oder einfach dösen, was ich als Autofahrer nicht könnte.

Aber das ist der Aspekt Urlaub. Schade, dass Du generell die Nutzung der Eisenbahn ausschließt. Vor allem die Argumente, die Du nennst, können nur von Personen kommen, die die Eisenbahn eben nicht nutzen. Andreas Poths differenziert beispielsweise.
Um mal bei schmutzigen Zügen zu bleiben, im Regionalverkehr schreibt der Aufgabenträger saubere Züge vor, sind diese schmutzig, fallen Vertragsstrafen an. Die S-Bahn Stuttgart setzt beispielsweise zusätzliche Reinigungskräfte während des Frühlingsfestes oder Cannstatter Wasen ein, damit die S-Bahnen selbst an solchen Großkampftagen nicht vollgekotzt und vollgemüllt sind.
Im Übrigen gibt es im Karlsruher Verkehrsverbund auch eine Sauberkeitsgarantie.
Andreas Poths hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 11:54
Was mich stört sind die immer wiederkehrenden (!) vollmundigen "Versprechungen" einiger überbezahlter und unterbelichteter Manager, daß alles besser wird. Gerade hier im Rhein-Main-Gebiet kann sich jedes Kind ausmalen, daß die Situation momentan verfahren ist (Nicht-Ausbau bzw. Nicht-Neubau mehrerer Tangenten um Frankfurt herum.).
Die schnelle Umsetzung von Neu- und Ausbauten der Schieneninfrastruktur hängt vor allem an der Politik ab, die die Haushaltsmittel auch zur Verfügung stellen muss. Gerade bei der S-Bahn Rhein-Main muss dringend ausgebaut werden, da sie sich ihre Gleise besonders oft mit anderen Zügen teilen muss. In Baden-Württemberg werden in erheblichem Maße Landesmittel aufgewendet (wo eigentlich der Bund verantwortlich wäre), damit überhaupt etwas passiert.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
Die Schwarzwaldbahn: Eine andere Umsetzung
Mein Bericht rund um die Schwarzwaldbahn im Vorbild und Modell.

Die Stuttgart-21-Werbelok und ein neuer Steuerwagen:
Viets Umbaufaden.

Mitglied des MEC Dreiländereck Lörrach und des M(E)C Speicherkinder.


Andreas Poths
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#25

Beitrag von Andreas Poths » Sa 14. Jul 2018, 12:56

Viet Bui hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:38
Guten Tag zusammen,
Andreas Poths hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 11:54
Was mich stört sind die immer wiederkehrenden (!) vollmundigen "Versprechungen" einiger überbezahlter und unterbelichteter Manager, daß alles besser wird. Gerade hier im Rhein-Main-Gebiet kann sich jedes Kind ausmalen, daß die Situation momentan verfahren ist (Nicht-Ausbau bzw. Nicht-Neubau mehrerer Tangenten um Frankfurt herum.).
Die schnelle Umsetzung von Neu- und Ausbauten der Schieneninfrastruktur hängt vor allem an der Politik ab, die die Haushaltsmittel auch zur Verfügung stellen muss. Gerade bei der S-Bahn Rhein-Main muss dringend ausgebaut werden, da sie sich ihre Gleise besonders oft mit anderen Zügen teilen muss. In Baden-Württemberg werden in erheblichem Maße Landesmittel aufgewendet (wo eigentlich der Bund verantwortlich wäre), damit überhaupt etwas passiert.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
moin,
also das Rhein-Main-Gebiet ist nicht gerade ein Armenhaus. An den Projekten beteiligen sich mehrere Kommunen und Landkreise. Hinderlich sind hauptsächlich Anwohner - die Gründe kann sich jeder ausmalen.
Die S-Bahn Gleise werden nur teilweise von anderen Zügen mitbenutzt. Die Stichstrecken nach Kronberg, Bad Soden, (Bad Homburg) Friedrichsdorf werden z.T. nur mit der HLB geteilt.
Es ist hausgemachtes Unvermögen dabei. Z. B. Verlängerung der S5 von Friedrichsdorf nach Usingen (wird bisher von HLB mit LINT bedient). Sollte 2019 in Betrieb gehen - über das "warum nicht" wird nur noch spekuliert, weil keiner die Ursachen nennt, weil man ja sich selbst bloß stellt. Jüngstes Gerücht: Fehler bei den Ausschreibungen.....
Regionaltangente West (Direkte Verbindung zum Frankfurter Flughafen von Friedrichsdorf/Bad Homburg/Oberursel ohne Umweg über Ffm-Hbf):
Das Ding ist in 10 Jahren noch nicht in trockenen Tüchern..... (man fürchtet um den vorm Aussterben bedrohten Dickmaulrüssler - um eine Hausnummer zu nennen....)
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