Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

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Oarhelljer
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Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#1

Beitrag von Oarhelljer » Sa 11. Aug 2018, 22:17

Hallo Stummis,

ich recherchiere derzeit etwas über die Verbindung von Mannheim nach Stuttgart.
Man findet sehr viel über die Neubaustrecke bzw. Schnellfahrstrecke.
In den Berichten steht auch immer wieder, daß einige Orte einen neuen Bahnhof bekamen,
Ein ,neuer Bahnhof' zeigt aber auf, daß es wohl auch einen alten Bahnhof gab.
Ich nehme inzwischen an, daß die Strecken zwar komplett neu gebaut wurde, aber es zumindest auf Teilen der Strecke auch zuvor schon eine Bahntrasse gab.
Kennt sich jemand mit den älteren Bahnstrecken in dem Gebiet aus, bzw. kann berichten, was da wohl vorher war?

Viele Grüße

Jürgen
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#2

Beitrag von SAH » Sa 11. Aug 2018, 22:44

Guten Abend Jürgen,

vor 8 jahren pendlte ich täglich auf dieser Strecke und fragte mich das selbe. Bis ich mich einmal entschloss, die alternative zu finden. Diese war ein RE Mannheim über Bruchsal, Vaihingen/Enz, Bietigheim-Bissingen nach Stuttgart. Ich bin mir nicht sicher, doch könnte Vaihingen/Enz durch die Neubaustrecke einen neuen BHf bekommen haben.

mit freundlichen Grüßen,
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Viet Bui
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#3

Beitrag von Viet Bui » So 12. Aug 2018, 01:51

Guten Abend zusammen,
Oarhelljer hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:17
Ein ,neuer Bahnhof' zeigt aber auf, daß es wohl auch einen alten Bahnhof gab.
Ich nehme inzwischen an, daß die Strecken zwar komplett neu gebaut wurde, aber es zumindest auf Teilen der Strecke auch zuvor schon eine Bahntrasse gab.
SAH hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:44
Ich bin mir nicht sicher, doch könnte Vaihingen/Enz durch die Neubaustrecke einen neuen BHf bekommen haben.
Eure Annahmen sind richtig — im Zuge der Schnellfahrstrecke Mannheim—Stuttgart wurde auch die württembergische Westbahn, die von Bietigheim-Bissingen über Mühlacker und Bretten nach Bruchsal führt, neu trassiert.
Beim Bau der württembergischen Westbahn wurde die Stadt Vaihingen überhaupt nicht berücksichtigt, so dass der nächstgelegene Bahnhof Vaihingen (Enz) Nord etwa vier Kilometer von Vaihingen entfernt lag. Deshalb baute man die Vaihinger Stadtbahn, die Vaihingen und Enzweihingen mit der Westbahn verband.

Im Zuge der Schnellfahrstrecke Mannheim—Stuttgart hat man die Westbahn zwischen Illingen (Württemberg) und Sersheim neu trassiert. Der neugebaute Bahnhof Vaihingen (Enz) liegt nun deutlich näher an Vaihingen (Enz) und bietet nun Überleitungsmöglichkeiten zwischen der Altbau- und der Schnellfahrstrecke.

Auf Google Maps kann man den Verlauf des stillgelegten Abschnitts sehr gut verfolgen (die Satelliten-Ansicht verwenden!):
  • Sersheim: Hier zweigt die neu trassierte Westbahn von der alten Strecke ab.
  • Kleinglattbach: Hier befand sich der Bahnhof Vaihingen (Enz) Nord, hier begann auch die Vaihinger Stadtbahn.
  • Illingen (Württemberg): Hier endet die Neutrassierung der Westbahn.
Darüber hinaus wurde auch ein Bahnhof neu errichtet, es handelt sich dabei um den Überholbahnhof Kraichtal.

Auch die badische Rheinbahn wurde im Sinne einer Verkehrswegebündelung teilweise neu trassiert, die Bahnhöfe Hockenheim und Neulußheim wurden dabei verlegt.
Die Schnellfahrstrecke und die Rheinbahn werden durch den Abzweig Saalbach miteinander verbunden. Übrigens liegen dort die am schnellsten befahrenen Weichen Deutschlands.

Interessant ist übrigens auch der Abzweig Bruchsal-Rollenberg, hier zweigt die Schnellfahrstrecke von Stuttgart aus kommend nach Heidelberg und Karlsruhe ab. Zum einen gehört der 3.303 m lange Rollenbergtunnel zu den wenigen Tunnel in Deutschland, deren Portal drei Gleise aufnimmt, zum anderen ist der Abzweig ein Paradebeispiel, wenn Prognosen nicht der Realität entsprechen. Die Verbindungskurve (eigentlich gibt es bei der Eisenbahn keine Kurven :D) nach Heidelberg ist zweigleisig und kreuzungsfrei (daher höhenfrei) ausgeführt und kann mit bis zu 150 km/h befahren werden.
Die Verbindungskurve nach Karlsruhe ist im Vergleich deutlich abgespeckt. Zum einen ist sie eingleisig, zum anderen ist sie nicht kreuzungsfrei. Fährt ein Zug von Stuttgart nach Karlsruhe, kreuzt man zum einen die Schnellfahrstrecke selbst, geht auf den eingleisigen Abschnitt über, kreuzt die Katzenbachbahn und anschließend noch die Rheintalbahn. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h.
Über die Verbindungskurve nach Karlsruhe fahren deutlich mehr Züge (unter anderem auch die internationalen ICE-/TGV-Züge nach Paris) und das ist ein großer Engpass, da die Verbindungskurve gleich drei stark befahrene Strecken kreuzt.

Wie Stephan-Alexander bereits schrieb, fuhren die Fernverkehrszüge früher die Strecke Stuttgart—Ludwigsburg—Bietigheim-Bissingen—Vaihingen (Enz) Nord—Mühlacker—Bretten—Bruchsal—Heidelberg—Mannheim. Im Jahr 2020 wird die Schnellfahrstrecke komplett gesperrt, so dass die Fernverkehrszüge wie vor 1990 die Altbaustrecke benutzen werden.

Die Schnellfahrstrecke zementierte übrigens auch das Schicksal der Stadt Heilbronn, ohne Fernverkehrsanbindung zu sein, obwohl die Region Heilbronn samt der Hohenlohe zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas gehört.
SAH hat geschrieben:
Sa 11. Aug 2018, 22:44
Bis ich mich einmal entschloss, die alternative zu finden. Diese war ein RE Mannheim über Bruchsal, Vaihingen/Enz, Bietigheim-Bissingen nach Stuttgart.
Du meinst den RE 19501, der einmal täglich verkehrt.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#4

Beitrag von Dölerich Hirnfiedler » So 12. Aug 2018, 06:24

Viet Bui hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 01:51

Darüber hinaus wurde auch ein Bahnhof neu errichtet, es handelt sich dabei um den Überholbahnhof Kraichtal.

Hallo zusammen,

Dieser "Bahnhof" wurde allerdings niemals seiner Bestimmung entsprechend genutzt. Als die Bahn geplant wurde, ging man noch davon aus, zeitgleich Güterverkehr und Schnellverkehr abzuwickeln. Dafür wäre dieser Bahnhof nötig gewesen. Nach Inbetriebnahme der Strecke wurden die Ausweichgleise jedoch nie planmäßig genutzt weil man Güterverkehr nur in Nachtstunden ohne Schnellverkehr abwickelt. Ich kann es nicht beweisen, aber ich vermute, die Gleise wurden überhaupt nie benutzt. Die Rostschicht auf den Gleisen spricht dafür.

Auch in Hockenheim wurde ein neuer Bahnhof an der SFS gebaut.

mfg

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#5

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 08:09

Hallo Jürgen,

hier eine Doku:





Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#6

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 08:11

Viet Bui hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 01:51
Im Jahr 2020 wird die Schnellfahrstrecke komplett gesperrt, so dass die Fernverkehrszüge wie vor 1990 die Altbaustrecke benutzen werden.
Hallo Viet,

wieso, weshalb, warum?
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#7

Beitrag von alphatiger86 » So 12. Aug 2018, 08:18

CarstenLB hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 08:11
Viet Bui hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 01:51
Im Jahr 2020 wird die Schnellfahrstrecke komplett gesperrt, so dass die Fernverkehrszüge wie vor 1990 die Altbaustrecke benutzen werden.
Hallo Viet,

wieso, weshalb, warum?
Hallo Carsten,

Die Gleise und der Unterbau sind fällig. Sprich, die Neubaustrecke muss nach 30 Jahren Betrieb einfach "neu" gemacht werden. Und da dies nicht im laufenden Betrieb passieren kann und die komplette Strecke saniert wird, also von Stuttgart-Zuffenhausen bis Mannheim, sind mehrere Monate Vollsperrung angesagt.
VG Johannes

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#8

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 09:32

Hallo Johannes,

vielen Dank für die Info. Zwar nicht das ganze Jahr, aber "mehrere Monate", na das wird lustig...
Viele Grüße

Carsten

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CarstenLB
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#9

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 10:39

Ich habe hier mal ein paar Bilder zusammengesucht. Sind alle vom Negativ eingescannt...

12.09.1990 Sonderfahrt zur Baustellenbesichtigung Vaihingen/Enz

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16.09.1990 Sersheim links neue Strecke Richtung Vaihingen/Enz rechts alte Strecke Richtung Vaihingen/Enz (Nord)

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16.09.1990 Sersheim

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16.09.1990 Sersheim neue Strecke Richtung Vaihingen/Enz

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16.09.1990 Vaihingen/Enz

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Alte Strecke Richtung Illingen

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16.09.1990 Ensingen (alte Strecke)

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Zwischen Groß-Sachsenheim und Bietigheim-Bissingen

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29.09.1990 Vaihingen/Enz (Nord)

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Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#10

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 10:50

24.05.1991 Rot-Malsch

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31.05.1991

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Bruchsal - Schlachthof

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Bruchsal - zw. St. Peter und St. Paul

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Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#11

Beitrag von alexanderonline » So 12. Aug 2018, 10:55

Hallo Carsten,

Vielen Dank für die tollen Bilder.
Was in der Zeit alles so unterwegs war - toll!

Viele Grüße
Alex
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#12

Beitrag von Dölerich Hirnfiedler » So 12. Aug 2018, 12:29

Hallo zusammen,

Danke für die interessanten Bilder.

Hier noch drei Bilder aus der Bauzeit. Sie zeigen das Westportal des Freudensteintunnels (noch ohne Gleise) und den Wilfenbergtunnel (mit Gleisen). Alle Aufnahmen sind vom gleichen Standort bei Oberderdingen gemacht.

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Die Qualität ist ziemlich unterirdisch. Aber ich hatte damals nur eine Billigstkamera. Und keine Ahnung. Da Bilder aus der Bauzeit recht selten sind, zeige ich sie trotzdem.

mfg

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#13

Beitrag von CarstenLB » So 12. Aug 2018, 23:14

Das Thema hat mich animiert wieder einen Ausflug an die (ehemalige) Strecke Sersheim - Vaihingen/Enz (Nord) - Ensingen zu machen.
War zwar doch reichlich warm und gelaufen bin ich viel... Im Winter wäre es weniger zugewachsen. Dennoch habe ich etliche Bilder gemacht, seht selbst...

https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d9.0059258

Abzweig zur "alten" Strecke Richtung Vaihingen/Enz (Nord)

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d9.0030941

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Diesmal links die "neue" Strecke Richtung Vaihingen/Enz, rechts die "alte" Strecke Richtung Vaihingen/Enz (Nord)

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Die Strecke wird aber scheinbar noch in betriebsfähigem Zustand gehalten :o

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Falls von hier doch mal ein Zug kommt :lol:

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Im Kabelkanal immerhin noch eine Leitung

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9966096

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9901307

Ortswechsel, erstmal zurück Richtung Brücke. Links das Streckengleis, das andere sind Abstellgleise.

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Und weiter Richtung Vaihingen/Enz (Nord).

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Bahnhofsgebäude Vaihingen/Enz (Nord)

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Auch hier im Kabelkanal noch eine Leitung.

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Haltepunkt der ehemaligen Linie Vaihingen/Enz (Nord) - Enzweihingen

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Mit Umstieg zum Bus

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9850753

Links Richtung Vaihingen/Enz Stadt und Enzweihingen. Rechts Richtung Ensingen.

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Der Übergang wird auch noch gepflegt.

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Weiter Richtung Ensingen.

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9736694

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9678792

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Gebaut für die ehemalige zweigleisige Strecke.

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9633521

Und plötzlich eine Ausweichstelle unter der nächsten Brücke hindurch.

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Das nicht verrostete Teil auf beiden Seiten der Weiche ist mir aufgefallen.

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Sieht doch von der Seite wie eine ganz normale Strecke aus...

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9610841

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Auf der anderen Seite der Brücke endet die Ausweichstelle

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Vielleicht bestand ja mal die Hoffnung auf einen Gleisanschluß für die Spedition(en) links vom Gleis.

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Hier liegen noch Gleise...

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... 4d8.959705

Und hier enden sie (wie man nicht sieht). Also noch ein Ziel für den Winter...

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9493831

Ortswechsel Ensingen

Zum Vergleich von oben 16.09.1990

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Hier vor den Gebäuden sind einmal die Gleise verlaufen...

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Lagen hier die Gleise? Kaum noch zu erkennen...

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https://www.google.de/maps/place/48°57' ... d8.9462558

Weiter Richtung Illingen nach wie vor eine Senke... hier wird wohl die Bahnlinie gewesen sein...

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Das war's... zum Abschied noch:

Bahnhof Vaihingen/Enz an der Schnellbahnstrecke

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Der IC über Stuttgart nach Nürnberg wartet auf Abfahrt

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Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#14

Beitrag von K.Wagner » Mo 13. Aug 2018, 11:46

hallo Carsten,

herzlichen Dank für Deine Bilder. Ich wohne in "Hörweite" der alten Verbindung von Bruchsal nach Bietigheim und freu mich schon auf den Umleiterverkehr - das wird viele interessante Fotos geben. Gleichzeitig bedaure ich natürlich die vielen Pendler, die von MA nach S täglich eine ganze Weile länger unterwegs sind (in einem SWR-Beitrag wurde ca. 1 Stunde pro Richtung gesprochen....). Bei der letzten Umleitungsaktion (Weichenerneuereung) zwischen Bruchsal und Vaihingen war ich leider verhindert, Aufnahmen zu machen. Das dauerte auch ein paar Wochen.

Noch was zum Überholbahnhof Kraichtal: Ich komme regelmäßig auf dem Heimweg dort vorbei und habe tatsächlich in den letzten Jahren mindesten 3 mal Schienefahrzeuge auf einem der beiden Ausweichgleise gesehen - "Service-Garnituren" - einmal war es ein Schotterzug, die anderen Male Gleisbaumaschinen etc.

Darüberhinaus beobachte ich ab und an etwas "glänzendere" Schienenköpfe, die eine weitere sporadische Nutzung vermuten lassen.
P.S.: Bin mit dem Fahrrad unterwegs - also kann ich in "aller Ruhe" die Strecke bobachten.
Gruß Klaus

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#15

Beitrag von Oarhelljer » Mo 13. Aug 2018, 19:55

Wow, ihr seit der Hammer!

Da denkt man sich, wie man eine Verbindung zwischen zwei (vielleicht mal irgendwann zu bauenden) SBH benennen würde, und bekommt hier mehrere Photoserien - historisch und aktuell - mit sehr detaillierten Informationen, die ich nirgends im Web finden konnte...

SUPER!

So ganz durch bin ich noch nicht mit den vielen Infos, aber der Begriff

Württembergische Westbahn

gefällt mir schon ganz gut.

Könnt ihr abschätzen, wieviel der Strecke Mannheim - Stuttgart durch den Begriff Württembergische Westbahn beschrieben wird? Gibt es noch einen anderen Begriff für diese Strecke oder Teile davon?

Viele Grüße

Jürgen
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#16

Beitrag von DerDrummer » Mo 13. Aug 2018, 20:19

Moin Moin
Ich kann zwar nix beitragen und kenne die Strecke auch nicht :roll: , aber die Fotos sind super, egal welcher Art! :gfm: :gfm:
Die vielen Zugbewegungen in Epoche V, die Bilder aus dem Bau als auch die aktuelle zugewachsene Strecke, super!

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#17

Beitrag von MartinSchrader » Mo 13. Aug 2018, 21:30

Moin!
Könnt ihr abschätzen, wieviel der Strecke Mannheim - Stuttgart durch den Begriff Württembergische Westbahn beschrieben wird? Gibt es noch einen anderen Begriff für diese Strecke oder Teile davon?
Von Bruchsal bis Bietigheim-Bissingen (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Westbahn_(Württemberg)).

Der Thread weckt Erinnerungen:

1991, einen Tag vor Start des ICE-Verkehrs und offizieller Inbetriebnahme der NBS: Einige bisherige ICs wurden aus Umlaufgründen schon mit ICE-Einheiten gefahren. Der, den ich damals von Mannheim nach Stuttgart nahm war verspätet und fuhr dann außerplanmäßig teilweise über die Schnellstrecke.

Irgendwann Mitte / Ende der 90er: Sonderfahrt der IBSE mit 103 + Wagen ab Stuttgart bis Kraichtal, dort Umsetzen der Lok und zurück. (Es ging mit dem Zug auch von Stuttgart Hbf durch den S-Bahn-Tunnel bis Schwabstraße und nach Befahrung der dortigen Wendeschleife zurück, unvergessen die staunend blickenden Fahrgäste auf den Bahnsteigen der S-Bahn.)

2002: Befahrung der Vaihinger Stadtbahn am letzten Betriebstag.

Grüße, Martin

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#18

Beitrag von Viet Bui » Mo 13. Aug 2018, 22:25

Oarhelljer hat geschrieben:
Mo 13. Aug 2018, 19:55
Könnt ihr abschätzen, wieviel der Strecke Mannheim - Stuttgart durch den Begriff Württembergische Westbahn beschrieben wird? Gibt es noch einen anderen Begriff für diese Strecke oder Teile davon?
Guten Tag Jürgen,

ja, für Teile der Strecke gibt es auch eine alternative Bezeichnung.
Im Jahr 2010 veranstalteten die Deutsche Bahn und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) einen Namenswettbewerb für die Strecke von Karlsruhe nach Stuttgart; seitdem wird man in den Nahverkehrszügen mit
„Wir begrüßen Sie im IRE der Residenzbahn nach [...]“ begrüßt.
Allerdings funktionieren die automatischen Ansagen seit dem Einsatz der Baureihe 147 nicht mehr.
Der Begriff Residenzbahn wird von der Deutschen Bahn seither offiziell verwendet, wie man unter anderem hier lesen kann.

Interessant ist auch der Bahnhof Mühlacker, der lange Zeit Grenzbahnhof zwischen dem Großherzogtum Baden und Württemberg war, er bestand nämlich aus zwei Teilen, einem württembergischen Durchgangsbahnhof und einem badischen Kopfbahnhof. Das heutige Gleis 50, auf dem heute Stadtbahnen im badischem Farbkleid enden, zeugt noch vom badischen Bahnhofsteil.
Die Betriebsabwicklung war aufgrund von zwei Zuständigkeiten (die es heute in dieser Form nur noch am Badischen Bahnhof in Basel gibt), unterschiedlichen Maßeinheiten (das Großherzogtum Baden verwendete bereits das metrische System) und durch unterschiedliche Ortszeiten (!) nicht ganz einfach. Immerhin war zu diesem Zeitpunkt die Spurweite einheitlich. Erst 1890, also lange nach der Deutschen Reichsgründung, verkehrten Züge ohne Lokwechsel in Mühlacker von Karlsruhe nach Stuttgart.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#19

Beitrag von CarstenLB » Mi 15. Aug 2018, 21:52

Gerade noch gefunden:



Leider unvollständig...
Viele Grüße

Carsten

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#20

Beitrag von Fahrschalter » So 2. Sep 2018, 21:31

Hallo Carsten,
ein schöner Bildbericht von der alten Strecke nach Vaihingen/Enz Nord.Ich bin in den 70gern oft von Heidelberg nach Ludwigsburg gefahren,natürlich auch durch Vaihingen /Enz Noed.Hast Du auch Bilder von der in Nord abzweigenden Nebenbahn nach Enzvaihingen über Vaihingen/Enz Stadt?(einst/jetzt).
Wäre toll,wennDu die auch einstellst.Grüße,Ralf

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ER Folge 484

#21

Beitrag von Robur » Mo 3. Sep 2018, 11:18

Servus,

das ist ein Aussschnitt aus Folge 484 von Eisenbahnramontik

Zwischen IC und Dampfloktod - die 70er Jahre

https://swrmediathek.de/player.htm?show ... 5056a10824
Viele Grüße

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E-Lok-Muffel
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#22

Beitrag von E-Lok-Muffel » Mo 3. Sep 2018, 13:42

Hallo Leute,
Viet Bui hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 01:51

Interessant ist übrigens auch der Abzweig Bruchsal-Rollenberg, hier zweigt die Schnellfahrstrecke von Stuttgart aus kommend nach Heidelberg und Karlsruhe ab. Zum einen gehört der 3.303 m lange Rollenbergtunnel zu den wenigen Tunnel in Deutschland, deren Portal drei Gleise aufnimmt, zum anderen ist der Abzweig ein Paradebeispiel, wenn Prognosen nicht der Realität entsprechen. Die Verbindungskurve (eigentlich gibt es bei der Eisenbahn keine Kurven :D) nach Heidelberg ist zweigleisig und kreuzungsfrei (daher höhenfrei) ausgeführt und kann mit bis zu 150 km/h befahren werden.
Die Verbindungskurve nach Karlsruhe ist im Vergleich deutlich abgespeckt. Zum einen ist sie eingleisig, zum anderen ist sie nicht kreuzungsfrei. Fährt ein Zug von Stuttgart nach Karlsruhe, kreuzt man zum einen die Schnellfahrstrecke selbst, geht auf den eingleisigen Abschnitt über, kreuzt die Katzenbachbahn und anschließend noch die Rheintalbahn. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h.
Über die Verbindungskurve nach Karlsruhe fahren deutlich mehr Züge (unter anderem auch die internationalen ICE-/TGV-Züge nach Paris) und das ist ein großer Engpass, da die Verbindungskurve gleich drei stark befahrene Strecken kreuzt.
Das ist ja ganz blöd geplant, da hätten sich Deutschland und Frankreich besser absprechen sollen.
Auf der anderen Seite, in Frankreich nämlich, haben die es nämlich andersherum gebaut:
Die LGV-Hauptstrecke geht von Paris nach Straßbourg, davon zweigt bei Baudrecourt eine eingleisige Verbindungskurve zur Strecke nach Forbach/Saarbrücken ab, auf der die TGV/ICE über Mannheim nach Frankfurt fahren...

Das bedeutet, auf beiden Strecken liegt ein Nadelöhr, es gibt keine durchgehend zweigleisige Schnellfahr-Verbindung zwischen Paris und Stuttgart!
Nun muss man natürlich überlegen, wieviel Leute denn von Stuttgart nach Paris und umgekehrt fahren wollen, allerdings ist das ein Stück einer europäischen Fernverkehrs-Magistrale, die Paris und London mit Südwest-Europa verbinden soll (über Stuttgart, München, Wien, Budapest....), dafür baut die Bahn Stuttgart 21 und die Schnellfahrstrecke nach Ulm; ABER DANN SO ETWAS!

Gruß
uLi
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Viet Bui
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#23

Beitrag von Viet Bui » Mo 3. Sep 2018, 14:29

Guten Tag Uli,
E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Mo 3. Sep 2018, 13:42
Das ist ja ganz blöd geplant, da hätten sich Deutschland und Frankreich besser absprechen sollen.
Als die Schnellfahrstrecke in den 80er-Jahren geplant wurde, hat wohl keiner damit gerechnet, dass es grenzüberschreitende Hochgeschwindigkeitsverkehre geben wird. Heute würde man den Abzweig nach Karlsruhe niveaufrei ausführen.
E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Mo 3. Sep 2018, 13:42
Die LGV-Hauptstrecke geht von Paris nach Straßbourg, davon zweigt bei Baudrecourt eine eingleisige Verbindungskurve zur Strecke nach Forbach/Saarbrücken ab, auf der die TGV/ICE über Mannheim nach Frankfurt fahren...
Ein weiterer Engpass ist die Europabahn (Strasbourg—Appenweier), insbesondere die „Appenweierer Kurve“. Der Abzweig ist eingleisig und höhengleich, so dass dieser für zukünftige Entwicklungen ein Kapazitätsengpass darstellen wird. Auch mit dem viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn (Karlsruhe—Basel) wird dieser Engpass bestehen bleiben.
E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Mo 3. Sep 2018, 13:42
Nun muss man natürlich überlegen, wieviel Leute denn von Stuttgart nach Paris und umgekehrt fahren wollen, allerdings ist das ein Stück einer europäischen Fernverkehrs-Magistrale, die Paris und London mit Südwest-Europa verbinden soll (über Stuttgart, München, Wien, Budapest....), dafür baut die Bahn Stuttgart 21 und die Schnellfahrstrecke nach Ulm; ABER DANN SO ETWAS!
Die Fahrgastzahlen im grenzüberschreitenden Verkehr sind äußerst erfreulich, aber ich verstehe nicht, warum die ICE-Züge von Frankfurt nach Paris über Saarbrücken geführt werden, schließlich kann das Saarland wirtschaftlich nicht mit dem Oberrhein und dem nördlichen Elsass nicht mithalten. Würde man die Züge über Karlsruhe und Strasbourg führen, würde man etwa 15 Minuten Fahrzeit einsparen und größere Fahrgastpotentiale erschließen. Aber vermutlich ist das eine politische Sache, man möchte das Saarland nicht abhängen.
Dölerich Hirnfiedler hat geschrieben:
So 12. Aug 2018, 06:24
Dieser "Bahnhof" wurde allerdings niemals seiner Bestimmung entsprechend genutzt. Als die Bahn geplant wurde, ging man noch davon aus, zeitgleich Güterverkehr und Schnellverkehr abzuwickeln. Dafür wäre dieser Bahnhof nötig gewesen. Nach Inbetriebnahme der Strecke wurden die Ausweichgleise jedoch nie planmäßig genutzt weil man Güterverkehr nur in Nachtstunden ohne Schnellverkehr abwickelt. Ich kann es nicht beweisen, aber ich vermute, die Gleise wurden überhaupt nie benutzt. Die Rostschicht auf den Gleisen spricht dafür.
Das stimmt so nicht, der Bahnhof Kraichtal wird regelmäßig genutzt, ich konnte als Fahrgast schon beobachten, wie mein Zug von einem anderen Zug überholt wurde. Ich fahre teilweise wöchentlich dort vorbei und habe mal darauf geachtet, Deine Beobachtung mit der Rostschicht kannn ich nicht nachvollziehen.

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
Die Schwarzwaldbahn: Eine andere Umsetzung
Mein Bericht rund um die Schwarzwaldbahn im Vorbild und Modell.

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Mitglied des MEC Dreiländereck Lörrach und des M(E)C Speicherkinder.

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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#24

Beitrag von Dölerich Hirnfiedler » Mo 3. Sep 2018, 20:06

Hallo Viet,

Würde der Bahnhof planmäßig benutzt, so lässt sich das ja leicht im Fahrplan nachvollziehen. Vielleicht nennst Du die Verbindung, die dort planmäßig halten soll. So lange bleibe ich bei meiner Behauptung, das der Bahnhof nie planmäßig genutzt wurde.

Mfg

D.
Wir leben in einer unruhigen, durch und durch egoistischen, schlimmen Zeit.
Allgemeine Schulzeitung, Nr. 201 vom 21.12.1843

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Frank 72
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Re: Mannheim - Stuttgart: was war vor der Schnellfahrstrecke?

#25

Beitrag von Frank 72 » Mo 3. Sep 2018, 23:07

"Nie planmäßig genutzt" schließt ja nicht "regelmäßig genutzt" aus, was Viet behauptet hat. Züge halten (bzw. fahren über andere Bahnhofsgleise) ja auch öfter mal außerplanmäßig.

Ob sich das aber so leicht im Fahrplan nachvollziehen ließe, wage ich zu bezweifeln, ohne den Bahnhof selbst zu kennen. Dazu bräuchte man die internen Fahrpläne der dort verkehrenden Züge.
Gruß Frank
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